Indiana Tribüne, Volume 16, Number 187, Indianapolis, Marion County, 27 March 1893 — Page 2

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Fndiana Tribiins. erscheint ICHqlld? und SonntttZS. Die tagliche Tribüne- kostet durch den Träger, Ü Cent per Woche; die SonntagS-Tribüne" k Cents per Woche. Beide zusammen ISllents oder 85 Cent per Monat. Per Post ,ugeschtikt in Vor ' auSbezahlunA V per Jahr. ( - Office : No. 18 Sud Alabama Str. Indianapolis, Ind., 27 März 1893. Teutsch in den Der. Staaten. Nach den Ermittlungen des CenluS departements lebten im Jahre 1890 in den Ber. Staaten 2.784.894 Teutsche, also mehr als im Königreich Württem berg und etwa die Hälfte der in Bayern wohnenden Menschen. Ter größte Theil dieser Teutsch.Amcrikaner hat sich in den nördlichen Mittelstaaten nieder geladen, nämlich 1,570,112. Hiervon wobnen 333,382 in ZllinoiZ. 259,819 in WiZ.-onsin und 235,668 in Oh'o. In diesen Staaten ist das Deutschthrnn im Verhältniß zur (Lesammtbevölkerung am stärksten vertreten. Von al lcn Staaten enthält aber New Aork die meisten Deutschen, nämliche 498,602. Von den übrigen Oststaaten sind nur Pennsylvanien mit 230,516 und New Jersey mit 106,131 Deutschen zu ne'n nen. In den NeU'England Staaten haben die Teutschen augenscheinlich nicht recht Fuß fassen können. Zwar sind in Connecticut und Massachusetts ?;nch je 28,000 in Deutschland geborene ','inmohner vorhanden, aber in den an öeren zu dUfer Gruppe ghörim Staaten sind es wmig über 1v00 in Ver nirnt gar nur 377. Im ganzen Süden und fernen Westen ist auch das Teutschthum noch schwach vertreten. Teras enthält 48, 43, entucku 32.620 Deutsche und in Kalifornien ist ihre Zahl auf 61.472 angewachsen, und auch in Maryland finden wir 52,436, aber sonst finden wir unsere Landsleut nirgends in be - trächtlicher Zahl. Sie ziehen geordnete Zustände augenscheinlich dem Aben teurerleben vor. das freilich mitunter reichen und schnellen Gewinn bringt, aber mit einem entprechend.n Risiko verknüpft ist. Von den größeren Städten enthält natürlich New Pork die meinen Dut schen, nämlich 210,723, was etwa einen Teutschen auf acht Einwohnerausmacht. Letzteres Verhältniß ist annähernd das selbe in Chicags mit 161,039 und in Vrooklyn mit 94.793 Teutschen. In Philadelphia ist jeder 13. Mensch ein Deutscher, in Milwaukee jeder vierte, und dort wohnen im Verhältniß zur Einwohnerzahl die meisten Deutschen, nämlich 54,776. Selbst Hoboken kann das deutfch'amerikanische Athen in die ser Beziehung nicht übertreffen, denn bort leben nur 9949 Deutjche unter 43.643 Einwohnern. In Vuffalo kommt auf sechs Einmohkrer ein Deut scher, ebenso in Eincinnati, in St. Louis dagegen nur auf sieden. Starke deutsche Bevölkerung enthalten auch Eleveland. Baltimore Detroit und Pittsburg. Die Zunahme der deutschen Bevölke rung in den einzelnen.Swaten läßt sich nach denÄngaben des EensuS nicht verfolgen, aber eine Zusammenstellung der Zunahme der in Deutschland gebo renen Einwohner der größneu Städte wird uns gegeben. In den 50 größten Städten des Landes wohnten vor zehn Jahren 773,543 Deutsche, im Jahre 1890 aber 1.159,466. Das bedeutet eine Zunahme von beinahe 34 Procent. In den 124 Städten, deren Einwohner zahl mehr als 50,000 betrug, wohn ten 1890 1,323.675 oder belnahe 43 Prozent aller hier lebenden Deutschen. Ein sehr großer Theil unserer Lands leute bleibt also in den Städten, sie werden in dieser Beziehung aber noch von den Jrländern, Italienern, Russen und Polen übertroffcn, von denen nur 0 bis 43 Procent auf dem Lande oder in kleinen Städten leben. Eine - Aus nähme von dieser Erscheinung bilden eigentlich nur die Skandinavier, von denen beinahe 80 Procent sich dem Ackerbau widmen. Heine und die Franzosen. Daß Heinrich Heine in seiner Vater stadt Düsseldorf schmachvoller Weise keinen VlaK für ein Denkmal finden kann, erregt die Aufmerksamkeit der i rx- r : . . r - rw . r - I itranzojcn in ovqem vscaoc. . nipyonir Daudet hat sich bereits einem deutschen Eorrespondenten in Paris gegenüber über die Affaire ausgefprochen. Sein Aeußerungen geben jept der Paris Presse Stoff zu weiteren Erörterungen. So veröffentlicht der Mattn" einen Artikel des Herrn von Vollmar, worin die Düsseldorfer Denkmals Absage die Einleitung zu einer Besprechung der lex Heintze und der Moralität" der Teutschen bildet. Auch das Journal des TedatS" widmet der Angelegenheit einen längeren Artikel, in welchem zuerst auszührlich die eschite deS Heine Denkmals bis zu dem Beschluß deS Düsseldorfer Stadtraths erzählt wird; dann heißt es weiter: Ueber diesen Beschluß triumphiren natürlich die Antisemiten, während deren Gegner sich darüber entrüsten. Das Ergebniß ist : Die Deutschen können es Heine nicht verzeihen, daß er Jude von E.'burt ist, daß er einen un erschöpflichen Geist hatte und fünsund zwanzig Jahr in . Frankreich lebte, während deren e. Preußen sehr bittere Wahrheiten sagte. Immerhin geben auch seine wüthenosten Gegner zu. daß er einige Lieder gedichtet hat, die zu den schönsten gehören, welche' die deutsche Sprache hervorgebracht " hat ; diese Lieder kennen sie seit ihrer Jugend auswendig, sie haben sie gesungen und singen sie noch, und lehren ihre Kinder sie singen. Die Düsseldorfer Stadt rütye gehören wahrscheinlich auch zu ihnen : aber sie sind nicht bloö Men schen, sondern auch Stadträthe, .'und als solche wollen sie kein unpassendes oder gar Aergerniß erregendes Den mal des Dichters dieser Lieder in ihren Mauern. T.fig Journal fctt Dbat4 küdrt

dann aus, sag öle ÄttyZnderUNg de,s

Denkmals bei ven 'ereyrern oes Dichters großen Anstoß erregt habe. Diese Verehrer theilt daS Blatt in drei Kategorien: die Kaiserin Elisa : beth, die dem Dichter für sich ein Denk mal auf der Insel Eorfu errichtet hat. ferner die Leser der .Frankfurter Zei tung-, und endlich alle Diejenigen, die in Frankreich sich mit der Literatur be schästigen. An die letztere Thatsache anknüpfend, fragt daS Blatt: .Da' Teutschland kein'Tenkmal deS Dichters haben will, warum sollte man ihm denn nicht eine Statue in Frankreich errichten, das sich ihm stets so gast freundlich erwiesen hat?- Das Joar ; nal das Pobats" erwähnt dann die Aeußerungen Alphonse DaudetS; an die letzte derselben: Wir in Frankreich lieben Heinrich Heine sehr, aber da wir ihn nur durch Uebersetzungen kennen. . ist rt möglich, daß wir ihn nicht ganz ; I 1 M St ,Xk I liar erkennen, muyii uu uiuuumiujs Blatt folgende Bemerkung: Herr A. I Daudet hat rutmqx mehr inest)!, ais er alaubt. Bei uns ist es üblich, von Heine zu sprechen, weil er Geist gehabt hat, wen er Mnardener der uevue des deux Mondes" war und weil er dem preußischen Adler so unangenehme Dinge gesagt hat.- 5 wird teyr merk würdig sein, wenn wir einmal in Frankrelch dleieS Denkmal errichten zu Goren emes deutlcden Diaters, von vem wir nur ein paar Witze kennen.Derssensprachyrofessor. Ti PtoWn l?n,n,'nii I?rin!LM ' ifaili - v v f VH w m einen angeoilcy ecylen vut Prosen Garner's, deS Erforschers der Affen spräche mit. DaS Schreiben ist bathl aus Sierra Leone, Westafrika, 16. September 1892 und an einen Bruder des Professors in Australien gerichtet. Ich habe", so beginnt t, einen Er folg gehabt, der meine kühnsten Träume übersteigt und bin hier in Sicherheit an der Küste, als glücklicher Besitzer einei Schimpanse, der Ten koe PaVeha" sagen kann, daß heißt in Maori Gu ten Tag. Fremder-, ferner ' eines Go rilla, der zmanz'g Worte deS Fijiani schen kann, und eines Orang'Utanz Weibchens, das von meinem deutschen Diener, in den es ganz verliebt ist, Donner und Blitz- aufgeschnappt hat. Ich habe außerdem, wa? noch wichtiger, viele Affenworte niedergeschrieben. Hier find einige Proben: A.chru bedeutet Sonne, ' Warme, Feuer. Rukeha heißt Wasser. Regen, kalt und bedeutet offenbar alles Unangenehme. osKu" Futter. Essen. Da kannst aus Obigem ersehen, daß eS eine sehr primitive Sprache ist, sie besitzt vielleicht nicht mehr aks zwanzig oder dreißig Wörter, die ich alle besitze, so daß mein Persuch nun praktisch zu Ende ist.- . Der Professor erzählt dann, wie er 120 Mcilen in einen von Affen wimmelnden Urwald eindrang. Ich stellte meine Batterie mit dem Phono graphen und dem sich drehenden Spie gel in ein Bananengebüi'ch und verbarg mich 50 bis 60 Meter davon. Der glitzernde Spiegel lockte sogleich einen Haufen schmatzender Affen an; ich be obachtete sie für' eine Stunde und näherte mich dann vorsichtig. Als sie mich sahen, verschwanden sie alle wie Durch Zauber mit Ausnahme ein.'s ein zigen Schimpansen. Als ich mich ihm näherte, fand ich. daß er keine Notiz von mir nahm, sondern wie versteinert dastand, und mit weit ausgesperrten Augen und erweiterten Pupillen den Spiegel anstarrte. Eine leichte zitternde Bewegung lief durch seine Glieder, seine Ohren zückten krampfhaft. Ich konnte kaum meinen Augen glauben: der Affe war 6 jpnoti tut! Er ließ zuweilen einen Khellaut hören, wie "achru", einen Laut, den ich nachher in meinem Phonogramm immer wiederkehren hörte. Ich setzte den Affen in einen Bamduskäsig und fand ihn nach, einer Stunde bei erneu ter Prüfung immer noch unter hpno tisch.'M Einfluß. Ich belebte ihn mit einer starken Dosis Ammoniak und hielt ihm eine brennende Kerze unter diAugen. Er sagte wieder "acbni" und e'nige weitere, Experimente bewiesen mir, daß dies Hitze-, Licht-, Wär me ?c. bedeute. And.re Worte folg. ten und e5 ist wundervoll, seine er wachende Intelligenz zu verfolgen. Den Gorilla sing ich auf dieselbe Weise und ich machte Jack den Schimpansen zu seinem Meister. . . SaS kostete die Entdeckung Tlme. eis ai? So fragt Professor Sophus Rüge im Globus-. Die Summe, um die es sich bei der Ausrüstung der ersten, aus drei kleinen Schiffen bestehenden Flotte des Eolumbuz handelte, wird in den Urkunden immer gleichlautend., auf 1,140.000 MaravediS beziffert. Wie viel aber diese Summe in unserm Gelde beträgt, das ist nicht so leicht zu berech' nen, da die Ansichten über den Werth eines Maravedis sehr auseinander gehen. . Der Maravedi (eine maurische Be Zeichnung) war eine kleine Münze, in der am Ende des 15. und Anfang deS 16. Jahrhunderts (als der Zeit, die hier in Frage kommt) alle Preisanga. den gemacht wurden, auch wenn die Zahl ln die Millionen gmg. . , Nun ist ja bekannt, daß fast alle unter einem bestimmten Namen ge prägten Münzen im Laufe der Jahr Hunderte im Werthe immer schlechter geworden sind. Die römischen Silber denare wurden schließlich zu gemeinen Kupfermünzen, in Frankreich den!? genannt, und ihr Abkürzungszeichen. i:n Englischen d, dient zur Bezeichnung oer Pfennige. Aus oem uriprungllcy. wie es. auch der Name verlangt, wlrk lich goldenen Guld.'n ist längst Tin Älloerstua geworden, das nirgend mehr den Werth von zwei Mark hat. So ist auch der Maravedi, in seinem Werthe mehr und mehr gesunken und hatte schon vor hundert Jahren kaum noch die Bedeutung eines Pfennigs. Man darf also auch , rückwärts fchlie ßen, daß er vor vierhundert' Jah.en mehr galt. ' , Unter Bezugnahme auf einige Vec fügungen Ferdinand' und Jfadclla S gelangt Auge zu- dem Schluß, daß der Werth eines MaravediS. 2.56 Pfennig nach unserem beutiaen Lelde betrug.

Vtvmsch vttrag! sie mmnwnwi ton 1,140,000 Maravedis, die von der Königin beigesteuert werden - mußte. ' genau 29,184 M. nach unserem Gelde. Der höhere Geldwerth jener Zeit ist hierbei natürlich nicht in Anschlag ge bracht, und ebenso wenig ist berücksich i tigt, daß die Stadt PaloS, wegen früherer Vergeben, aus ihren Mitteln zwei bemannte und ausgerüstete Karamelen auf zwölf Monate zu stellen hatte. Dem Staate kostete also die Ent. deckungSfahrt noch nicht 30,000 M. Davon bekamen ber Admiral a!S Iah. resgehalt 1.280 M., die Kapitäne Mar tin. Juan und Anton Perez jeder 76S M.. die Piloten 512 bis 614 M. und ein Chirurg gar nur 153 M. 60 Pf. Die Matrosen erhielten für LebenS mittel u. f. w. jeden Monat einen Du taten zu 375 MaravediS oder 9 M.

60 Pf. Dts Papftes Jubiläum. Im Vatikan schätzt man die Gelder und Geschenke, die anläßlich deS Bi schofSjubiläumS deS PapfteS immer noch eingehen, bis jetzt auf neun Millio nen Franken. ' Ein" besonderer Ausschuß bestehend auS drei Kardinälen, nimmt eS in Empfang und macht Vor schlüge über besten Verwendung. Im Einzelnen sind, nach einer Mittheilung der . . Jndependence , beige-, folgende Gaben gespendet worden : Von den italienischen Pilgern 1 Mil lion; die JubiläumSmesse in der Pe terSkirche hat 800.000 Fr. eingebracht; der VincentiuS-Verein gab 130.00), die Damen von SacreEoeur 50.000, eine andere Gruppe frommer Damen 40.000 Fr.; aus Nordamerika kam eine runde Million; aus Südamerika brachte der Bischof von Montevideo allein 37.000 Fr.; Uruguary spendete eine Summe, deren Betrag nicht be kannt ist; der Herzog von Norsolk ttbcr gab dem Papst persönlich zwei Kuvertz in dem einen befand, sich ein Eheck über 40.000 Pfund (1 Million Fr.) mit der Widmung : Dem heiligen Vater von einem englischen Katholiken-, in dem anderen befand sich das Ergebniß der Sammlung in. England im Betrage von 75.000 Pfuud (1.875.000 Fr.): die Jrländer opferten 375.000 Fr.: der Kaiser von Oesterreich spendete für sich 100.000 Fr., die österreichische Arri. stokratie 600,000 Fr. Stimmen auS dem Ameisen Nansen. Wir sind gewohnt. daS emsige Trer den der Ameisen zugleich ein stilleszu nennen. Wenn uns dennoch der Zco'oge von Luutußerungen aus die sem verbältnimämg kleinen Neiche Kunde giebt, so beweist dies wieder nur. wie sehr beredt das Schweigen der Natur" sür dcn Er orchcr dcrseiden ist. Allerdings muß man ein feines Gehör haden. wenn man etwa von den Wo. ten dieiec bcaunm Gesellen erlauschen will. Der Esse t ihrer Re den entspricht eben der Gröe dcrjeni gen. welche im Ameisenhaufen das große 'Wort jülzrcn. Wie im Staate der Mengen die bedeutenden Leistun g?n nur durch ds Wirken vereinter Kräf:e zu Stande kommen, so gelan gen auch die stimmen aus dem Reiche der Ameisen nnr dann an unser .Ohr. wenn letztere gemeinsam, gleichsam im Ehore.reden. Befindet sich das Amei sennest in einem hohlen Baume, der zugleich als Resonan.bodcn wirkt., so kann man diese Jnseklenchöre schon in einer gewissen Entfernung hören. ' Der Schweizer Naturforscher Forel wurde durch '((.'remat0st?" g? nannte) Ameisen, welche in hohlen Bäu men wohnen und darum auch den Art nam'n lia.tt,en.lu3- haben, Darauf aufmerksam. Sie reden , aus eigen thümliche Weise, in)em eine die andere sehr ledhast schlägt, gleichzeitig trom meln andere fortm.chrend aus den Bo den. Es find die Alar.nsignale. welche die Kinder des WaldeS hier hören lassen. Andere Ameisen (z. A. Crematoaster Uogenlioreri) bewegen ihren Hinterleib in eigenthümlicher Weise, wodurch ein Geräusch hervorgebracht wird, ähnlich dem Löschen glühenden EisenS in Wisser. Nach andere (dampoo'.us und Polyrhachis) spielen wie gewisse Heu schrecken Streichinstrumente. Ihre Lout äußerungen werden durch Reiben der Füße an aewisse Stellen des Hinterlei des verursacht. Eine genauere Unter suchung zeigt, daß sich hier ein Schrill organ befindet. Ein Motiv, welches diese Geschöpfe beredt macht, ist schon angedeutet wor den. Es ist dies die Alärmirung des ganzen Haufens, wenn sich ihm ein Zerstörer naht. Mit Recht muß man aus der Fähigkeit der Lautüußerung auf die der Wahrnehmung des Schalles schließen: die Anieien müssen Gehöror gane haben, sonst würde ihnen das Alarmiren nichts nützen. Schon Ludbock, der ein großes We.t über Ameisen geschrieben hat, vermuthete das Vor Handensein eines solchen Organs. Möglicherweise vermitteln die Tasthaare an den Füßen dieser rührigen Geschöpfe derartige Sinneswahrnehmungen. Die Thatsache, daß die Ameisen Rch auf irgend eine Weife äußern können und im Stande sind, das Geäußerte zu verstehen, wird ein neues Licht auf die Vorgänge im Ameisenhaufen werfen. Erzählte doch noch vor die:er Entdeckung Ernest Andre in seinem Buche über Ameisen.- daß sie regelrechte Kirchhöfe haben und ihre Todten rit- bestatten. Der genannte französische Beobachter hat sogar einen solchen Kirchhof abge bildet. Er berichtet von einem Massen bkgräbnisse. zu welchem ein kleiner Knabe Veranlassung gab. der sich aus Versehen auf einen Ameisenhaufen fegte. Der Kleine wurde natürlich bald von den Ameisen angegriffen, aus (in iSiKArc fnni hi -tf1iiHr l.k.i IH VyiUyiVI lUllt Vll lyi I VI I. welche ihr Kind von den Thieren de freite. Bei dieser Katustrophe fanden einige zwanzig derselben, die auf dem Körper des Kleinen haumliesen ihtrn Tod. ' . I Eine halbe Stund? nach diesem Ra cheakt lagen die Opser nvch an demjel ben Plaje. umgeben von einer großen Zahl ihrer Brüder, oder vielmehr Schwestern, die sehr bejchästigt schienen. .Ein Theil derselben heißt eS in dem Bericht rveiter entfernte sich dann und änderte nach einem Nachdarbausen.

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5?s vott detkeioett Auleljenart dewoynt war. Die Deputation trat in das In nere des Nestes. rrstatteteBericht von dem Vorsoll und kam danT in Beglei tnnq einer Anzahl anderer Ameisen wieder heraus. v r?. vr eiolruzenoen gruppirien lieg ! dann zn einem Zuge in zwei Reihen und bewegten sich in vollkommener Ord nung tangsam vorwärts bis an den Platz, wo d?e leblosen Reste der armen Verstorbenen lagen. Zwei Trägerin nen traten dann hervor, nahmen einen Kadaver, den sie aus ihren Kops hoben, dann kamen zwei Arbeiter ohne Bürde und pla.irien sich hinter jenen, um sie. wenn nöthig, abzulösen. (Äeiche Grup. pen von vier Ameisen, zwei Trägerin nen und zwei Ablöserinnen. reihten sich hinter den ersten auf. bis kein Kadaver mehr auf bei Eide lag. Ter Leichen zug setzte sich dann, gefolgt von etwa 200 Leidtragenden in feierlicher Weise in Bewegung und wandte sich nach einem sandigen Play am Meeresuser. Aon Zeit zu Zeit blieben die Trägerinnen stehen und lrgten ihre Bürde bebutsam nieder: die Hilfsträqerinnen nahmen diese aus. und die Prozession setzte sich von Neuem in Bewegung. Man kam bald an dem Orte der Be ftimmung an. lind die dem Zuge sol genden Leidtragenden begannen nun kleine Gräber zu machen, denen die Verblichenen übergeben wurden. Dies Geschäjt der Todtengrober schien eini gen zu mißfallen, welche versuchten davonzulaufen, ohne ihre Arbeit been, digt zu haben. Aber diese Widerspen stigen wurden verfolgt und mit Gewalt zum Kirchhofe zurückgebracht, dort wur den dieselben von einem Ameisengericht zum Tode verurtheilt. und das Urtheil wurde sosort am Platze vollstreckt. Vedenkt man. daß dieser ganze Vorgang eigentlich nur daraus zurück zusühren ist. daß die Ameisen, ihrer Reinlichtkit und Ordnungsliebe sol gend. die Leickzen ' ihrer Genossen weg schafften, höchst wahrscheinlich blos dariim. weil sie sich ihnen durch den Verwesungsgeruch unangenehm bemerk dar machlen. so mnß man mit einer gewissen Spannung den Enthüllungen entgegensehen, welche phantasievolle Beobachter in Zukunst über das Leben im Ameisenhansen machen werden. Vom Anlande. Vier Mitglieder des jetzi gen Eabinets find o:er waren entweder Bank oder Eisenbahndirektoren oder beides, nämlich Bigell, Olney, La mont und Smith. I am es Smith, der neue demokratische Senator von New Jersen nimmt bedeutendes Interesse an Pferde.Wettrennen. Er ist einer der grüß en Aktionäre der MonmouthRennbahn. Der Farmer JameS M. H.ndman aus dem Eonnt? Orange in fndiana fand dieser Tage auf feiner Besitzung eine silberne Medaille, welche etwas größer als ein Silberdollar ist und aus einer Seile folgende Inschrift trägt: FevA MeJ Carl M dux eteruv'a III. und in erhabener Arbeit die Büste eines vornehmen Mannes trägt. In einem Paar feiner Schuhe befinden sich dreißig Stifte,' zwölf Nägel und zwanzig Knöpfe, ab gesehen von den Seiden und Lein wandfäden. Man fertigt Fußbeklei dungsgegenstände aus Leoer jetzt mit bewundernSmerth'er Schnelligkeit und wurdm vor einiger Zeit ein Paar ele ganter Männerschuhe in zwanzig Mi nuten gemacht. Anlangst wurde d er in New ?)ork wohnhafte frühere Lieute nant bei den bäuerischen Eheveauzle gerS-, Emil v. Gombart vor Richter White im Tombs Polizeigerichte deS Diebstahls angeklagt. Dr. Robert S. Adams vom Presbyterianer Hospital trat a!S Kläger auf. Der Doktor hatte den Angeklagten in Heidelberg, wo er studirte, kennen gelernt. Gom bart war zur Zeit Se.onoe Lieutenant im vierten bayrischen Eheveaucleger Regiment? und er und der Amerikaner waren vertraute Freunde geworden. Als der Do.ter im .December 1891 nach New ork zuüickkehrte, begleitete ihn sein Freund Gombart, der den Dienst quittirt hatte. Seit damals war Gombart außer Stellung und lebte theikweise von mitgebrachten Geldern, theilmeise von dem. was sein Freund, der Doktor ihm pumpte, und auch von Geldern, welche ihm seine Verwandten herübersand:en.- Am letzten Weihnachts taac. gerade nach einem Be.uche deS BaronS. bemerkte der Doctor. dag ihm ' ein Sl0S0Hypotheken2chein adhanderr 'gekommen war, und vor etwa zwei 'Wochen fehlten ihm, ebenfalls kurz 1 nachdem Gombart ihn verlassen hatte, drei Hemdenknöpse im Werthe von S15. ;33or einigen Tagen nun erhielt der z Do tor einen Brief von Gombart wo ' rin er schrieb, er habe die Hemdenknöpse 'gestohlen und für 35 versetzt. Dem Briefe fügte er den Pfandschein von 86 'bei, damit der Do:tor die Zinsen zah , len und die Knöpfe einlösen könne. - Er bai in dem Briefe wegen de Ver j trauenSdrucheS nm Verzeihung und er- ' klärte, nur die größte Noth habe ihn dazu getrieben. Der Doctor kam nun ' .- , . rr - w r. -1 ,? zu oem Vcylue, vag oer cyematige Lieutenant ihm vielleicht auch daS Werthpapier gestohlen habe und ließ ihn einstehen. Gombart betheuerte zwar seine Unschuld, doch glaubte ihm derRichter nicht und schickte ihn vor läufig in Untersuchungshaft. ' er größte amerikanische amp'er hat kürzlich seine erste Fahrt von New -')ork nach New Orleans an 'getreten. Derselbe gehört der Morgan .inie und betrögt fein ehalt 4600 Tonnen. ES ist der größte aus Stahl hergestellte - ttauffahrteidampier unter der amerlicnlschen Flagge. ii ist 400 FuK lang. 48 Fuß breit und kann 1000 Tonnen Kohlen in feinem In nern bergen. Sein täglicher Kohlen bedarf beträgt GO Tonnen. In Fort Dodge in Iowa ist. Kapitän Wilson von der Heils' uc-uitc, uuuuuiii9 xiuyuycii, uuiuy I kriegsgerichtliches Urtbeil mit Schimpf und Schande aus der Heilsarmee aus gestoßen 'worden, weil sie gegen den l Wunsch ihrer Vorgesedten geheirathet hat. Sie hatte vor einiger Zeit Tom Eßlinger kennen gelernt, welcher kein : Ctttelicfc Uz Htttsarmtt rzar. Lsld im (xtsKsAvi? VJi. Vi.

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'ktttjpann slch Mischen den beiden jutk 'gen Leuten ein L.ebesverhältniß und Eßlinger trat, nachdem er von seiner Geliebten das Jawort erhalten hatte, der Heilsarmee bei. Der Herzens bund !der jungen Leute stieß bei fast allen . i J . . v . .( c rrr - . iliglieoern oer Heilsarmee ausvioer ". ' ä 4 ;.." t . r?A spruch. gleichwohl ließen sie sich, um denselben unbekümmert von einem Baptistengeistlichen trauen. Darauf hin erfolgte die Ausstoßung des schönen Kapitäns sammt ihrem Manne aus dem Glaubensheere. Der deutsche Lackirer Herr mann Schießer, in der 10. Straße, New Vork wohnhaft, hatte seit vier Jahren eine hübsche große Katze, die den Rang der Familienkatze bd den Leuten einnahm und innige Freund schaft mit den Sprößlingen deS Schieß ser'schen Ehepaares hielt. Die drei jährige Rosa.und auch ihr sechZjährig'S Brüd-'rchen Herrmann machten aber wohl eines Tages in ihrem Unverstand oas Hau?thier. welches bald Junge ge worden hätte, gequält hadcn. wofür die Piiss.)- sich durch einige Bisse und Kratzen an den Kindern rächte. Als ,ch:eßer am Abend von der Arbeit nach Hauze kam, erzählte ihm seme Frau, was passirt war, und er be schloß, die bissige Kae abzuschaffen. Aber das Thier kam ihm so freundlich schnurrend entgegen und schmeichelte so sanft, daß Schießer es nicht über das Herz bringen konnte, sein Vorha ven auszuführen. Am nächsten Tage aber bekam M.eze richtige Wuthanfälle, biß wieder die kleine Rofa. sprang dann auf den lliährigen Johnnie los und grub ihre Zähne in das Fleisch des Oberarms. Die erschrockene Mut ter nalim hierauf ihren Säugling, die kleine Barbara, aus den Arm, ergriff mit der freien Hand einen Besen und versuchte, die Kane aus dem Zimmer ;u zagen. 'Ader dS wuthende Thier fuhr fauchend und spuckend auf die Frau los und trieb sie mit ihren Kin dern in die Flucht. Nur der lijährige Hermann, welcher im Schlafzimmer im Bette lag, blieb in der Wohnung zurück. Er 'schrie laut vor Furcht, denn Mieze machte jetzt einen Angriff auf ihn. Seine Mutter rief ihm zu, sich unter die Decke zu verstecken und Hermann befolg e den Rath, während die Katze wie wahnsinnig die Decke mit den Krallen und Zähnen bearbeitete. Frau Schießer rief zwei Polizisten herbei, die Hermann aus seiner bedräng ten Lage befreiten. Das Kind war unter dem dicken Federbett schon halb erstickt. D'.e Katze flüchtete unter duz Bett und die Blauröcke eröfneten eine reguläre Füsilade auf das Thier. Von den sechs RevJlvcrtugeln, welche sie unter das Bett feuert?, traf 'edoch keine einzige und schließlich entwiscyledie Katze. Am Abend sing Sch eßer das wü thende Th'.er und ersäufte es am Fuße der 10. Straße im Flusse. Er erklärte, daß er niemals wieder eine Katze Hai ten werde. Er ist in großer Angst, daß bei seinen Kindern die Tollwuth ausbrcchen könnte. Ein aus dem Bellevue Hospital herbeizerusener Am bulanzarzt beizte die Wunden aus. , -m-m Dom Auslande. Astronom faßt die Zvcntualität ins Auge, daß Dr. Frith jof Nansen's Expedition thatsächlich )en Nordpol erreichen werde, und schil )ert die Erfahrungen, die den Forschern )ann beschießen sein müssen, in folgenen, an Jules Berne gemahnenden LZorten: Was die Beleuchtung betrifft, so wird Nansen recht eigentümliche Verhältnisse lennen lernen. Er wird Tag haben vom 21. März bis zum 22. Seiender; den Rest d?Z Jahres hat :r Nacht, eine Nacht so schwarz wie ansere Herbstnächte. Aber die Sterne dennden sich ohne Aufhören am Him mel, er wird sie weder auf. noch unter zehen leen. Ueverall herrscht tiefe Ichreäliche Stille. Dann brechen die stürme loS. die stürme im Eismeer. LS heult und braust draußen in der' unendlichen Finsterniß, es seufzt und stöhnt und schreit, und lärmt, als ob alle Mächte der Unterwelt losgelassen mären. Da.u die Finsterniß.' Man weiß, daß die Eisberge sich um Einen thürmen, und man weiß, daß das l'ieer unter ihnen ist; aber man sieht tiich Z. Das Unwetter rast, man schau kelt in der elenden Nußschale von einem Schiff einsam in der Dunkelheit. Dann kommt eine Zeit, so lange etwa wie ei ner von unseren Tclgen, wo Nansen . da5 Tagesgrauen sehenwird. Er schaut )le Morg nröth.', welche das Wieder' icheinen der Sonne ankündigt. Und :r steht den Himmel sich mit goldner Tluth färb:n, und in einem Vierteljahr steigt die Sonne höher und höher. In den nächsten drei Monaten gleitet sie wieder hinab; aber in diesem ganzen Halbjahr ist es Tag. Dann tritt wie der die Dämmerung ein. Recht abson serlich sind die Zeitverhältnisse auf dem Nordpol. Wenn Nansen einen Tisch ans dem Pol stellt und mit seinen Be zleitern in der Runde um den Tisch jzlatz nimmt, dann ist es, wenn seine Uhr 12 zeigt, für den, der links neben ihm sitzt, l Uhr, für d.'N nächsten 2 Uhr und so weiter. Ist Nansen S Zeit knapp bestellt, dann rückt er um einen Platz nach links sofort hat er eine . Stunde gewonnen. Die Leute an dem Tische auf dem Nordpol sitzen kben auf allen möglichen Meridianen, welche dort zusammenlaufen. Es ibt keinen Stundenschlag auf dem Nordpol. Und eS gibt auch kein Nord oder Ost sder West; es giebt dort nur ein Süd. Nansen steht wie ein Zapfen auf dem Nordpol, und Alles liegt für ihn im Süd?n. der ganze Erdball mit Land und Meer. Ob er hierher oder dort hinneigt, auf oder nieder, es bleibt Al les Süden. Eine mysteriös e As faire wird auö Hessen berichtet : Ein dreißig Jahre alter Mann kehrte jüngst Nachts im Wirthshause zu Froschhausen stark blutend ein und erzählte, daß er im Walde von Räubern überfallen und durch mehrere Schüsse tödtlich verwun l Vn nvS.n (! fC! 1Tuls.. X... ( ivuiuiti iu uuici llajunt ci" zab. daß der Mann nicht weniger als j fünf Schußwunden hatte. Man bettete ihn auf ein Lager und holte den Arzt aus Seligenstadt. dem es auch noch während der Nacht gelang, drei :evol der!ugeln au? dem ttörpe'r zu entfernen. die vierte ttuael fofl nocd im Kürzer

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and dir stlttlii'Schllß harssü? öestrkist. Der Schwervermundete nannte sich Viereck uud will aus Bettenhausen gebärtig ein. Während er nun bis i seiner eidlichen Vernehmung stets er klärte, er sei im Walde angefallen und feiner Baarschaft beraubt worden wozu allerdings die auffallendeThatsache im Widerspruch stand, daß er eine a,erthvolle Tafchenuhr und noch 30 M. baar Geld bei sich führte änderte er plötzlich seine Aussage ab, als er. durch oaS Gericht vernommen, dieselbe be schwören sollte. Jetzt behauptete er nämlich, es liege kein Raubmord vor ; die sünf Schüsse aus dem Revolver habe er selbst auf sich abgegeben, weil er lebensmüde gewesen sei. später gab er an, aus einem des Näheren bezeich netcn Platz im Walde läge noch der Revolver, sowie seine Brieftasche mit einem Hundertmarkschein .'c. Als er die Patronen verschossen und gesehen habe, daß er nicht habe sterben können. sei er ins nächste Dorf gekrochen. Diese neue Darstellung ist ebenfalls nicht ge eignet, Glauben zu erwecken. Viereck will in Offcnbach i x einem Gasthof als Hausdursche in Stellung gewesen und j plSyllch entlckssen worden sein. Die gerichtliche Untersuchung ist in vollem Gange. Ein junges Mädchen Na. menZ Alexandra Blonsky ist von einem Warschauer Gerichte zu 9 Jahren Strafarbeit in den Minen und nach Verlauf dieses Zeitraumes zu lebens länglicher Verbannung m Sibirien ver urlheilt' worden. Die 22 Jahre alte Dame war angeklagt, in einer Familie, in w.lcher sie als Gouvernante angeklagt war. einige hundert Rubel gestoh len und die ihr anvertrauten Kinder verdmben zu haben. Bei der Vechandlung erging sich das junge Mädchen in hestigen Ausdrücken gegen den Richter und wurde dasür mit schwerer Strafe .'belegt. Aus Verzweiflung wohl I tinc Folge der Einzelhast suchte sie . i frev an s !Serangniv zu iegen, um mährend der hierdurch hervorgerufenen Verwirrung zu .entfliehen. Der Ver such mißlang und die Folge war die ! oben erwähnte Strafe. Dem Daily I Chronicle- zufolge befindet sich eine an dere junge Gouvernante, Namens Te ; chonomsky in den Kasematten der Peter j auls'Festung in Petersburg. Die 'selbe wird beschuldigt, eine Nihilistin ) ii sein, weil sie in ihrem Tagebuche revolutionären bedanken Aussruck ge zeben haben soll! Ein Wunderwerk schwarz välder Kunstfleißes ist im Rathhaus zu i-chmettNillaen ausgestellt. Es ist dies -ine Uhr, die bis zum Iah 10.990 unserer Zählung vermittelst siebzig Fi zuren Stunden, Tage, Monate, Jahre jählt. Morgens fünf Uhr marschirt :ine Ardeiterschaar unter dem Klang des Liedes Früh Morgens, wenn die Hähne krähn" heran; um acht Uhr läu tet ein Küster, Kirchgänger eilen her dei, und es ertönt ein Ehoral. Abends ' sieben Uhr bläst der Trompeter der Rit ! terburg Still ruht der See- und um neun Uhr flötet das Werk leise Gute Nacht, du mein herziges Kind." Nachts um zwölf Uhr erscheint-der Tod. Die ' kinzelnen Stunden werden durch Figu ' ren geschlagen, welche den menschlichen Lebensaltern entsprechen. In Schottland ist, wie es scheint, eine Ehe constituirt, sobald die Betreffenden vor Zeugen die Erklä rung abgeben, daß sie Mann und Frau sind. Wenn das geschehen, so ist die ckhe legal. An einem der letzten Tage wurde folgender Fall vor dem Gericht's Hose in Eoinburg verhandelt: Ein Handlungsreisender Namens Steven son beantragte, daß der Gerichtshof die von ihm im Jahre 1888 mit Marie Martin eingegangene Ehe für legal er kläre. Seine Frau befinde sich jetzt im Irrenhause. Stevenson sagte aus, daß die Dame, welche damals eine Wittwe - war, ihm verschiedene Male einen Hei rathsantrag gemacht. Nach einigem j Zögern willigte er ein und in 1838 tauschten sie gegenseitig einige 'Schrift stücke aus und erklärten sich für Mann und Frau. Er war damals zwanzig Jahre alt und die Dame zählte siebcnzig : Sommer. Die Frau machte zu seinen Gunsten ein Testament. In 18U1 brachten einige Verwandte der Frau dieselbe in ein Irrenhaus. DaS Ver mögen der Dame betragt 6000 Pfund ! Sterling. Der Richter entschied, daß die Heirath legal sei und daß die Dame, als sie dieselbe einging, compos msutis war. m DaS Urtheil der Hausfrauen geht einstimmig dahin, daß H. Schuredel'S Bürsten die beöen find. 453 irzinia 9ld , veiwvcoc.cM j ttljnnvMjin c'.r a?kchmaÄsc und auf tint&nmta' g-schmacklisc und auflösbaren pulle 5 ubkrzigrn. S pills sind eiu wunderbare Mittel gegeu Vage' schwäche, Gvxy i WllVUUVf gestörte X Vrrdauung Äck Verstopf trau, kranke S y. Leber .: 2 ous aUselzr wirksam und beilend bei !Zranleiden defnndcn. Dci allen Apothekern Prel LFe. dieSchachtel. 3Zew ?)ork Depot: L6S Sanal E. 1M rier Umgezogrn. Er ist hier um hier zu b;ut:n h Die iunclzmekike ,gfjz tesTr . dcS Auzrn das Odreu Äijt??. u,7.. uach givsercn NäumiiSjtetten umzu.;i,- e . -:r mir th?re dksdold die aum'.ichke,.en iui jwcilcu tock dt S .Jron Bloa-. W. 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öÄüäss? den Gi3 wahres Wunder gelten. 7 Arookiyn. VU August 1830. Ich mSckie Ihnen mittheilen, was für eine wunder, vo'le Woll!zat Pastor vmzS'k ServkuStärkn" sich bei meinem L rüder, welcher tit 1385 von Rheumata uS gequält ar und seither nicht arliien konnte, er, wiesen. E: versuchte alle riögliche Medizinen und auch nnnomntk ?.erz!e. aber alle Lhn Nutzen, bi er den Nerven-Ttärlir nahm, da trat soso und täglich Bei letTiaa, ein. und ich, sowie Hunderte von remen. mit ihn wälirrnd seinem Leide sahen, bezeugen, datz ein roahriZ Wn:lk?r geschehen ist. S. Ite tr. W. D. Graham. 199 31 J3f(i2tr. Jndiavavoll. Ind.. Okt. i!2chdem ich bereitZ vier Monate wegen Nerven! ichwaSie crfzlqloS behandelt wurde, emvsadl mir et greiind .Pastcr Kön'z'L NervenStärker Ich habe nur zwei Flaschen eb ancht und bin. Sott set Tank, heute so kräftig und aewud. daß ich rakinem SeschaZt. welche keia ietchUS ist. doüstkndiz dbrslehea kaun. L. Leonhard. ki werUvzZlez ?ch für NkrvenZcidcnde tähCl- ud e.ue Vrode.!asche AesllNdt. Arme erdatten auch die iLd'Zin Olsonst. Tise Medizm wurde M Um Jahre 1876 von dem H?chw. aftor !duiz in oü iianne. Ind.. zubereitet und jctzt nnicr seiner Auiveisung von der OIQ ME0!C!NE CO., S ür.nüolli St., CHICAGO, ÄÄ öci Apotheker ju habe für 11.00 lit Flasche. G Klaschen für $5.00, kok. 1.75, 6 für Jidisnz?oliK in den deutschen Apotheken ,? M. ill. Ban -er. 54 West Washington St?, und Ö2e Süd i( ft Str. und Lincoln Lane.

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