Indiana Tribüne, Volume 16, Number 165, Indianapolis, Marion County, 5 March 1893 — Page 3

Inge.

Roman vcn Agnes Harver. (5. Fortsetzung.) &t nrift it irr fttifcnTr?n nrrrfi dem enuüe einer verbotenen Leidenschaft, "w f v 1 I I V V .t V v vf w htmnm, ihr. ffinfiishiinftäfrnf mW ,m w;w,,r,s,w hmnrt.n.r ...xi;a(.mi;.;(;ä den einen Wunsch Hellmuth wieder zu sehen seine Verzeihung zu erstehen und en alten Plak in seinem Herzen wieder zu erobern. Daß sie auch damit noch -rnrtt jiifriphen sein würde estand sie sieb nickt einmal selbst. Aber diese ; .,.rtw?,nM f. sin. qereicht, um sie die Befriedigung solcher Gelüste unter Rettung des Scheins und der gesellschaftlichen Stellung nicht mehr für unmöglich ansehen zu lassen. Nun. sie sah Hellmuth wieder. Die alte Leidenschaft erwachte sofort in ihr mit ungebändigter Kraft. Sie sah. alt er sich von ifir zurückbielt. wie leickt -r i-i -"-- -Ihm die kalte Höflichkeit wurde aber . trokdem aab sie ibr Sviel nickt verlo ! ten. Sein Inneres mußte ja das Svieaelbild ibres eiaenen sein, ein un. gestörtes Beisammensein, eine Gelegen, - . . Ijeit. die asle fortzunehmen und sie atte gesiegt. Diese Gelegenheit sollte ihr der Heu -tige Ball geben. In jenen Räumen, in denen so oft ein ganzes Vermögen -auf eine Karte gesetzt worden, wollte sie va banqua spielen, und sie selber wollte lockende Einsatz sein. VI. Die obere Etage des Kurhauses lag in einem Meer von Licht, als zu vorge--rückter Abendstunde die Waen vor dem mächtigen Süulenportal hielten. Diese Räume mit ihrer überreichen Ausstat tung. mit ihren kostbaren 'Lerzierun. gen. Meisterwerken von Decken und Wandgemälden waren noch nicht ein rrtrtT nnrti tans!TTt ntnit?Tt n(5 irt2 iiut y wii j vwufc.ftw. vvivfc . i CVrtfir 1ÖV..m tirfirt'ftrttii&tinn.n Ns. 1 l uu b &wvv vvut vwuuitutitnvvuvii vw ' len der kleinen Elfenbeinkuqel aus dem grünen Tisch sein eisernes: Veto! zuge iufen hatte So hatten sie nie ihre eigentliche Bestimmung erfüllt. Hinter den dichtgeschlossenen Vorhängen schlum . merten sie in halber Dämmerung jähr in. jahraus ..ntä exu rtnnt ra nn ,UMV Mlfc tVlIIIIVII I IUJ Ull IllUJt erinnern und kerne Traume von ver gangencn Herrlichkeiten haben. Zuwei len sührte einer der Beamten des Kur Hauses fremde Gäste aus besonderen Wunsch die breiten, teppichbelegten Marmortreppen hinauf. Tann knarrte der Schlüssel, huschte man über das spiegelnde Parquet, und während man durch die Fluth der Prunkgemächer ging, die in ihrer todten Starrheit trotz ' der Leichtigkeit aller Formen der Uep Vigkeit der Dekorationen nicht warme Bewunderung, sondern nur Staunen weckte, flüsterte man mit diesem ge dämpften Ton. den man unwillkürlich annimmt, ob man nun Kirchen oder Paläste besichtigt, und der so verschieden ist von dem freien, jauchzenden Herzensrus. den wir in eine waldige Schlucht, oder in die brausende Bran dung hineinklingen lassen. Werke von Menschenhänden, und l'eien sie noch so erhaben, binden unsere Zunge, weil sie uns, auch ia höchster Vollendung, das Gesühl des Beschränk len. Endlichen lassen aber Gottes unvergängliche, ewig neue Schöpfungs rounder lösen sie, daß auch die lebende Ereatur einstimme in den Lobgesang ( der Himmel und der Beste. Nur wenn in jedem Sommer der lte englische Adel seine glänzenden Feste gibt, zu denen eine beschränkte Zahl von Einladungen auch an die an dern anwesenden Nationalitäten ergeht, öffnen sich diese Thüren gastlich, eilen die Lakaien über die Marmorstufen, auf denen lange, kostbare Seioenschlep pen rauschen, mit diesem eigenen Ge riefet, das allein schon Nervenprickeln verursachen kann. Was sich dort versammelte, war ein Strahlenkranz von Schönheit und Ele ganz war trotz des internationalen Eharakters fast eine geschlossene, sich wohlbekannte Gesellschaft, .denn für viele war ja Homburg das jährlich wiederkehrende Rendezvous, eine Art von festem Punkt in der Flucht von Er scheinungen, ob man nun von den Ufern der Newa oder denen der Seine kam. So war man fast unter sich, ob gleich von der ungebundenen Freiheit des Baoelebens auch ein aufmerlfamer Beobachter nichts verspürt hätte, zu Homburg tanzte man eben nicht wie vielleichl'Trouville. Es war ein Wan delconcert. das ungefähr den Eindruck eines Subsiriptionsballes machte, nur das hier der Angelpunkt nicht die hoch sten Herrschaften selber waren, sondern Verschieden: hohe Gäste gleich Nebenper -sonen ihren besonderen Hosstaat und Sonderbeachtung forderten. Aber auch in diesem auserlesenen kreise fiel die Erscheinung Eora von Bergers auf. Man sah sie zum er ften Male hier, die Neugierde sührte das Glas an die Augen, und Erstau nen und Bewunderunz fesselten es dort, wenigstens bei den Herren, deren Blicke wie gebannt folgten. Sie kam eben am Arme des Mar auii von einer Quadrille zurück und schritt langsam der Ecke zu in der Ber ger und Heyden standen. Wieder wie einstp hingen beider Augen an ihr. nur svrack aus denen Sellmutbs iekt die kühle Kritik, die an diesem Meisterwerk der Natur aern einen gebier, einen Makel aefunden hätte, der einen Rück schluß gestattet auf die innere Hohlheit. Ader vergebens. Selbst wenn noch der verwundete Stolz in ihm gelebt, der lange einem tiesen Mitleid Platz macht, selbst dann hätte er es zugeben .... . r i . .. i rnu ien. vle itrau. me uq oa nayerie. war vollendet schön. Ja, er sah daS Uuit deutlicher noch als einst, wo er nur die Seele in diesen dunklen Augen aesucht batte und zu verblendet gewesen " ' ,. fT ' f -" . v . war, um Die isinzcigcucn iqrer scyon fceit zu zergliedern. Heute sah er, wie ebenmäßig Vif

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schlanke Gestalt war, die ein schweres, langschleppendeö schwarzes Seidenlleid umschloß, dessen Glanz gedämpft wurde durch kostbare schwarze Spitzen, ja. er bemerkte sogar mit leichtem 'acyein. daß sie dieses Schwarz wahrscheinlich nur oewäklt. um den GeaensaK zu ihrer lichten Schönheit nocy zu verscyarlen. m , - . , , - Aus dem tiesen Ausjchnltt des ärmel. losen Kleides leuchtete die lilienhaste irische ibrer flaut. Der Hohe Nacken trug keinen Schmuck, aber in den halbblonden Haaren sunkelte das Braut diadem. Sie trug den kleinen Kops stolz aus den wundervoll gewölbten Schultern, bic qroszen schwarzen Augen funkelten mit souveräner Verach. tuna aus ihre Umgebung berab. als fühle sie heute bei jedem Schritt ihre sinnberückende Schönheit, ein Bewußt sein, daß einer eitlen Frau die Sicherheit des wir, von Gottes Gnadengibt. Vor den Herren blieb das Paar sie r ir . t i. r v c-.v cn. ra ociucgic langiarn oen tfeuer lücher aus und ab und sagte zu ihrem Manne: eißt il. rnon arm, odB der MIX Marquis seine ganze echt französische Liebenswürdigkeit und Galanterie aus.

geboten hat. um mich zu überreden.! die dunkle, schimmernde Schleppe l t fr v A 4 X TV AM Atfrl. m y'w . .,

; y . .8uiu"11""1 uwi oem isseiiyurm zu oiniren k Also ein vollständiger EntführungS. blank .cm wir aoer oem yemann, uis der höchsten Instanz, unterbreiten ehrlich, wie wir sind. Man sprach hin und her. Die Idee war verlockend, dem Marquis schien ,cor viel oaran zu liegen uno erger brannte in der letzten Zeit in Homburg der Boden unter den Füöcn. Wenn er seine Frau unversehrt aus der Nähe 1 1 cvf am Ai. rjt; vieler lien itiainmc oracuie, cylen ihm viel gewonnen. Da Du Paris noch nicht kennst, .Co ra, so wäre Dein direkter Wunsch aus schlaggebend. Willst Du hin? In diesem Augenblick trat Otten zu . v C Ott kUppe. ItX tttll tlllt sUNgk Eng m . CY 4 i - , landmn aus ihren Platz gesilhrt Mit dr er sich durch eme ziemlich emnlblge Unterhaltung gestümpert, denn da er Englischen Autodidakt war, so bl. den : ihm ihre Bemerkungen ebenso . un verständlich wie ibr sem gemüthliches UJIC l HJ. CIC JUUC aozi einen 01CN ' . , . T . oenoen gehabt. Teint und prachtvolle Zähne zbt dcr vielseitige Lieutenant zählte e Quadrille darum durchaus mcht dies zu den verlorenen lunoen icincs c bens. Sie wollen fort, meine Gnädigste? rief er auf die Frage Bergers, die er eben noch gehört, aber das ist ja zum Verzweifeln ! Uebermorgen reisen Hey ?enZ, wmn Sie Ihren getreuen Va f. A. CitT 4 . I auen nun aucy veriassen. Psaizgrasin. icgoniie oer grauen, oann 0110c iaj Mlll) während der legten acht Tage meines Urlaubs entweder zum Säulenhei lgen aus - oder ich falle in die Schlinge der nächsten, besten Kokette, urcht bare Alternative, nicht? Wenn Sie nur ein wenig Talent zum Einsiedler hätten. Sie Don Juan! Ab so lange man Ihnen aus Ihrem Pvuuliltti iwuji unomiiciouacd Noa,:vees mir 'emouiloensauce ,er mit Remoultdensauce ser phonanschlllö nach Bayreuth : n v : . : . v f : ri am i v viri, Tele angelegt 1,1 und Die niedilchUen lav ?en dem sonderbaren Heiligen tagten kommen, furchte ich nichts für Sie. Bor den Schlingen gewiner Damen schüfe ich Sie doch nicht also.. Wohin soll es dann aber gehen? Ist Homburg mcht ein Paradies? In dem, seit Nicht mehr gespielt wird, selbst keine Schlang: mehr lauert, meinie veyoen. Wo aber Eva noch immer den Apsel darreicht, murmelte Berger. als er den langen, träumerischen Blick sah, den seine Frau auf den jungen StabZofsi cier warf. Ihre feinen Finger spielten jetzt mit emcm Strauß frischer weiter JaöMlN' blüthen, den sie als einzigen Schmuck am tiefen Ausschnitt der Taille trug. und langsam und zögernd sagte sie: Nach Paris ich bin aber noch nicht entschloiien. Die Muttl begann von neuem. Otten, dem dieser Walzer gehörte, ent führte die schönste Frau in die Reihen der Tanzenden. Hellmuth nahm am Tanze nicht theil. vim iifmirn roarc er naen jnainr nc 1 7 t- 1- ri gangen, denn nach einem längeren Ge fpräch mit seinem Borgeiekten sezselte ihn hier nichts mehr als ein Akt der Höflichkeit, er hatte die Baronin Ber um emen .anz gebeten. Wer ihm einst gesagt htte. eS wurde eme Zelt kommenen der er mit Eora von Waldau einen Pflichttanz machen würde! Und auf einmal kam er sich so alt vor! Er sehnte sich sofort auS diesem Prunksaal mit semer strahlenden Gesellschaft, hin weg aus den Rosenaltan ihrer Woh nung. oder noch besser, heim in seine geliebte Klause. Ist eS nicht eine Thorheit, in der weiten Welt Zerstreu una und Anregung zu suchen, wenn man ein trautes Heim sein eigen nennt? Und inmitten dieses blendenden Licht glanzes sah er plötzlich wie eine Vision das einfache Erkerzimmer, im Lichtkreis der grünbeschatteten Lampe die edlen Züge seiner Mutter und Inge mit der reinen Strrn und den nie ruhenden, IieiBia.cn vanoen. r- (Viv. Aber auch das sollte aufhören. Fast böse sah er zu Otten, der diesmal bei emer kleinen Franzönn entschieden mehr Glück hatte. Wenigstens lachten oeior, uno uu öuciu,i uuo, yi mu unter eme Wendung mißglückte diese Augensprache ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Also so halt man Zort, klang piötz lich eine weiche Stimme neben ihm. Wissen Sie. daß eS unsere Franaise ist, deren Touren sich da vor unS ab wickeln? Er sah wirklich verwirrt zu Eora hinunter, denn trotz ihrer schlanken Höhe reichte sie ihm kaum bis zur Schulter. Sie bemerkte seine Verlegenheit, und, i sagte, sie lttse und sanst.

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Ich bin nicht böse. Nur können . ' , 1 wir nicht iekt noch eintreten. Jur Strafe siihren Sie mich nun nach der Terrasse. Ohne eine Antwort- abzuwarten, legte sie ihren Arm in den seinen, konnte f üblen, wie -sie zitterte. Er und nachte eine Bemerkung über die starke llbkühlung, der sie sich'aussene. Ab! Ein ..ick erstickte hier- war die aarne Antwort, und dock sab er in einem der Spiegel, an denen sie vorbeigingen, 1 daß sie so weiß war wie die Blüthen an ihrer Brust. .und .daß die großen Augen m dämonischer Fiebergluth brannten, Wie wir aber manchmal d:e löedanlen eines Menschen errathen, dessen Hände wir zwiiazen den unseriaen halten, so fühlte Heyden aus dem Zittern ihres ! Armes, der in seinem lag. aus dem Be ; ben ihres Körvers, der sich weich und hingebend an ihn lehnte, daß diese Frau ihn liebte, daß sie sein war, wenn er wollte, und daß er seiner Feuerprobe entgegen ging. VII. a oail nara nun über die Valu stade gebeugt und schaute hinab in en 1drl. 'mi eine Scklanaenvaut hinter ihr im 1ionöcnlicht, das marchenhaft auf dem blonden Haupt mit dem strahlenden Krönchen spielte. Die schlanken Finger griffen nervös in das Geäst des wilden Weines und die groven Augen irrten angstvoll hin und her, denn wo die Leidenschaft spricht, bört die Arecknuna auf. und dieses heiße Herz,' daß es nie gelernt hatte. Grundsätze an die Stelle von Impulsen m stellen, zitterte vielleickt zum ersten Mal in einem Gefühl, das dem der Ohnmacht gleich kam. Warum lag er . 7 u ' . i n ckt ickon ,u Kren ükn. warum hatte er die kalte Maske noch nicht ab gemorsen? Wollte er es ihr so schwer machen? Mußte sie ihm die Zunge lösen? Und wie uns in den innerlich erregtesten Augenblicken oft die banalste Phantasie auf öie Lippen tritt, so fand auch die schöne, gewandte Eora nichts als die einfache Frage: Hat die Versetzung in den Stab Sie gesreut? Nicht besonders, denn sie zwang mich zu einem Aufenthalt in der Residenz, und ich bin kein Großstädter. Aber sie mun doch Ihrem Ehraeil geschmeichelt haben? " Ich bin nicht ehrgeizig. Nicht ehrgeizig? Wie ist das mög lich? Ein Mann ohne Ehrgeiz was will der erreichen in der Welt? Sie befinden sich da doch in einem schweren Irrthum, gnädige Frau, wenn Sie Ehrgeiz als die Ha'upttrieb seder unseres Handelns annehmen. Die I 1 Befriedigung, die er, uns verschaffen lann doch immer nur eine äußer liche. ruhelose. Frieden kann er uns nie geben, nicht einmal Zufriedenheit, 3c mehr wir erreichen, desto mehr wol n wir. Er gleicht einem Nessusge wände, es brennt immer unerträalicker. nnrt,r ir 3 ' Frieden, usriedenbeii! ritt Gara ungeduldig sich zu ihm wendend. Wie ' alt sind Sie, trnfc Sie so reden, und s.:. mann ist die llmtnrrn Pin-r TOn wann ist die Umso ;eftdt eine Büßerkutte. . die Entsagung . 1 p " 44 MG ;s, ?r5rn snrdn-t? rfiMmtfi Ihnen nicht einmal. Sie stehen an er Staffel einer Leiter, die zu Ruhm und Ehre suhrt. Ein Thor, wenn Sie nicht aufwärts blickten. So bm ich n solcher Thor. Aeuie Ehre und lauter Ruhm lockt mich so wenig, daß ich mit dem bedanken um he. das Klimmen auf dieser gefähr licben Leiter emm aufzugeben. 10 ,;,s stenZ aniMr, imh mick aus mein Gut ,urückneben. Er hatte langsam und bestimmt ge svrocken. aber scbonend. wie der Arzt zu einem Kinde spricht, das eine bittere IV" k ' 17 - w - Medicin einnehmen soll, er m ihrem Herzen gelesen, wollte er sie da vor bewahren, weiter zu gehen, wollte er ihr die Beschäumunq einer Abmei sung ersparen. Daß er Berlin verlas. ftn wollte, mußte ihr genügen. Sie hatte ihn auch verstanden. Aber in diesem Herzen waren die guten Gei ster längst geknechtet und gebunden von den Dämonen der Lust. Und jetzt pei nlgte sie ein Gedanke, der s:e rasend machen wollte, da er einmal in ihrem Geist 'aufgetaucht, die Eifersucht anf Inge. So fragte sie voll schneidenden Hohnes, ihm ihr blasses, schönes Ant lik zuwendend: yiarr man fragen, wie der Magnet ißt, bcr starker wirkt als alle Lockun n der Reichsstadt, und die Macht hat, au t:ntm oöffi.n h. Hafens timn .Klausner" zu machur? Gewiß, Frau Baronin. Es ist die Liebe zur Mutter und die Liebe zur Scholle. Aber eZ gibt noch eine andere Liebe, rief sie, auf ihn zueilend, nicht blaß, wie jene beiden, sondern roth, wie un ser Herzblut! Hellmuth! und wieder wie einst schlangen sich die weißen Ar me blitzschnell um seinen Nacken. Hell muth. Du kannst sie nicht vergessen ha hm erxt sinnbetbSrtnde eit deZ ttttücksZ Ich habe bereut, ich habe gebüßt, nimm mSi in Gnaden wieder auf. Deine. Deine Eora.. .. vnren füfilte diesen bebenden Kör. II ' der sich an ion schmieaen. der Dust des :M , ifim aut ie Arme klammerten sich so fest um seinen clS. daß er seinen Kopf nur ein we njq ilX senken brauchte, um seine Lip pen au das blonde Haar, die blenden. ben Schultern zu drücken aber sein Herz zuckte nicht. ' ;jau Baronin, sagte er ruhig, ihre' ym? sanft lösend. .' Nickt diesen Titel, keine Erinxeruna daran. w ' . O. sei barmberna. 5)ellmutb Sieh, ich war ein Kind, eitel, thöricht,' verblendet. Aber . Heute bietet mir die Frau, die meine . ' heilig gellebte Braut war, alS r lt-lV;: licqinici; KZ meinem Rucken einem andern wort aab. irne llora. die öor Verlobunasdiner mit dem Millionär r sich noch einmal , .k. rm. fiah eil ne neben der besriedlaten Seldittz

sucht auch die Sumgfeit der L'iebe kosten n l . -: 2u i rr . o: :

roouie nn: cymuuuuuc iuiuu iter dem Rücken dieses Gatten an. da. mit auch er betrogen sei, wie da malZ icy. cyneidend scharf ttang lerne um me. Tie Empörung des eyrtlcyen Cannes hatte m Diesem Augenvliae oen Sieg über jedes nachsichtige Gefühl da. vonaetraacn. Die Frau vor ihm zuckte zusammen. Aber noch ein letzter Ausweg blieb ihr. Die zitternden Finger lösten das Dia. dem Unbarmherzig zerrten ,ie an den blonden Strähnen und klirrend sielen vle sitmmernoen kleine aus oen mich einst gelockt. Wenn Du willst, so löse ich diese Ehe, der die Weihe wahrer Neigung immer gefehlt hat. Auf mei nen Knien flehe ich Dich an, nimm mich mit in die Klause, läutere mich in der Einsamkeit, sei barmherzig und rette meine Seele! Wenn Du jetzt gehst, in Deinem kalten Tugendstolz mich der Verzweiflung überläßt, so werde ich sin ken von Stuse zu Stufe, ich. Deine Eora, Deine erste, heilige Liebe.. .. Sie sank in die Knie vor ihm und griff nach seinen Händen. Mit dem blassen, thrünenüberströmten Gesicht, den sebnsücktiaen dunkeln Augen und dem wirren blonden Haar wagte diese moderne Magdalene alles für die Be friedigung eines augenblicklichen Wun scheS, der ihr im Moment theurer war als die Ehre, theurer selbst als das so naßloS überschätzte Ich. Zu spät, sagte Heiden ernst, Achtung und Liebe sind todt. Und nichts, nichts ist geblieben? Sie erhob sich so heftig, daß der zarte Spitzenstoff krachend entzweiriß. Doch, ein tiefes Mitleid. Gott führe Sie auf den rechten Pfad. Damit ging er. In einem der Vorsäle traf er Berger und. Otten. Er benachrichtigte den Baron, daß er ihn gesucht, da seine Gemahlin unwohl geworden, und ging dann mit dem Freunde nach der Gar derobe. Sie ließen sich die Mäntel umlegen und stiegen langsam die Treppe hinab. Als sie sich unten trennen wollten, sagte Otten: Morgen früh erwarte ich übrigens die Entscheidung meines Schicksals. Ich r ' t r habe, ehe ich herging, einen Brief an Jngeborg von Heyden abgegeben. Dann muß man jedenfalls zugeben, daß Tu e- geradezu genial verstanden, Dir die Wartezeit zu verkürzen. Warum so heftig, weiser Mentor? Glaube mir. trotz dieses scheinbaren Leichtsinns wird mich ein Ja" morgen ebenso von Herzen glücklich machen, als wenn ich die Nacht hindurch unter den Platanen der Allee umhergeirrt und meine Sehnsucht dem Mond und den Brunnennixen geklagt hätte. Und wenn die Antwort nun Ndn" lautet? So werde ich es tragen wie ein Mann und ein Soldat. Du bist aber doch der reine Unglücks rabe, Heilmuth, fügte er ärgerlich hin zu, und als sie sich getrennt hatten, hörte Heyden noch, wie sein leichtlebiger i ' Freund mit energischem Pfeifen unter Xin yt .trt nun . ? VM rn ll tvn A ven langen oes Braulmaricvez aus Lohengrin sporenklirrend die Richtung nach einem erleuchteten Kaffee ein schlug. VIII. Lieber Hellmuth sagte Inge am nSch ften Morgen, als man auf der Veranda den Kaffee nahm. Du hast nachher ge miß die Güte, mir einige Augenblicke zu schenken. Heyden hatte Jngeborg schon seit ihrem Erscheinen verstohlen, aber auf merksam beobachtet. EinZ war ihm ., r- r.r i . . , ". sie say nicyl aus wie eine glua liche Braut, die dem Geliebten eben ihr Jawort gegeben. Er sagte bereitwillig zu. Frau von Heyden ließ sich von Lud wig nach dem Brunnen führen und die beiden blieben allein. Unwillkürlich lächelte Heyden über die Ironie des Schicksalz, das sich da rin gefiel, ihn zum Vertrauten zweier Frauen zu machen, und dann seufzte er bei dem Gedanken, wie anders sein Schicksal gewesen wäre, wenn die blen dende Eora nur einen Theil der Eha raktcrstürke und des offenen Freimuths seiner Schwägerin besessen. Ruhia und ohne jede Einleitung ging diese auf ihr Ziel los und fraate:1 rr . .- . I iueiBi -2)U, oaß leuienan! von Julien um michsangehalten hat? Ja. Warum hast Du ihm nicht abgera then oder mich doch wenigstens benach richtigt, daß ich ihn durch mein Beneh men vor diesem Schritt bewahrte, den ich nicht ahnen konnt? ES klang so diel Erstaunen, fast Entrüstung aus dieser Frage, daß Hell muth lächeln mußte. Liebe Inge, ich dachte, jede Frau müßte e5 merken, wenn man sie liebt. JngeborgS zartes Gesicht särbte sich dunkelroth. Dann liegt dieser Irrthum bei mir wohl in einem Mangel an Erfahrung. I Um jede flüchtige gesellige Höflichkeit I . . n i . im . , ' sur eine Derjicaie veroung zu nehmen. .! oazu mn ,cg nicyi tun genug. Zudem bat sich nie ,emand ersichtlich um Mich bemüht. Ich habe nie Eurmacher ge. habt, und Paul hielt sich bei seiner Werbung damals nicht mit solchen Aloernyelien aus. Hellmuth von Heyden . starrte mit offenen Augen dieses Wunder einer Frau an, die zugab, daß sie außer ihrem scanne Niemals Jemand beaeb nswerth gefunden hatte und die rw i -1 v - a..rv: r w cymeicyetnoe ulviguna ein acy mit Albernheiten bezeichnete. Und.dabei war dieses Wunder Nicht altersgrau x;.r. mw ti , um, viviv .-cwuiiuv. inuyv uikisuu -.n NZ,,.s yv . : c -: 1 c und voll Runzeln dn Weisheit, son c r jl f .ic r . hrn frifA nh fflüf wZ, ms.. '"'-7 - Inge sog. Nbrig.s .. r . v . - ie le eme sogenannte .Salon d in ihrer ehrlichen Schlichtheit unbequem

gewesen und sie selbst hatte sich für eine Von: ihrem Erkerplatz in der Klause verartige Spielerei immer zu gut ge hatte Inge dem Tanzen der Flocken zu funden. Denn echte Bescheidenheit gesehen, wie sie sich allmählich einen kann sich sehr wohl mit dem vollen Be ; schmalen, hohen Kamm auf den Buwußtsein des eigenen Werthes paaren. , cherzweigen bauten und ein breites La Darum hatten 'diejenigen, die Inge ger zurecht machten auf dem grünen, borg stolz nannten, auch nicht ganz un , Untergrund der mächtigen Tannen, recht, aber es war der Stolz des edlen ! Und dann war alles verschwunden un

Diamanten, der nur mit seines a eicken geschliffen sein will. Warum sollte ich aber Otten war nen, Inge? Weil ihr Männer einen Korb ja. wohl sür eine Schmach haltet, und Du mußtest doch wissen, daß mir nichts ferner liegt, als der Gedanke einer zwei ten Ehe. Sie strich wie liebkosend über den breiten Trauring an ihrer Hand. Heyden sagte ernst: Verzeihe. Inge, wenn ich an etwas rühre, was Dir Schmerz macht. Du weißt, wie hoch ich Dich schätze, und wirst mir glauben, wenn ich Dir sage, daß eS nur zu Dei nem Besten geschieht. Du bist noch jung, Inge, und die Zeit heilt alle Wunden. Zudem kannst Du doch nur dem Namen nach von einer zweitenEhe sprechen. Er zögerte einen Augen blick. Du warst meines' BruderS Braut, nicht seine Frau. Deine Liebe war ein schöner, reiner Traum, aber . die Erinnerung an ihn darf nicht stö rend zwischen Dich und Deine Zukunft treten. Du bist reich befähigt, einen Mann glücklich zu machen, und Glück lichmachen ist ja für ein edles Weib eine Lebensbedingung. Jetzt hast Du Dir selbsttos einen Wirkungskreis gesucht. Du lebst für meine Mutter; aber'Mama ist alt, wer weiß, wie lange wir sie noch haben. Dann ist der Aufenthalt in der Klause für Dich unmöglich. Inge sprang auf. Sie war sehr blaß und in ihren Augen funkelten Thränen. So machst Du den Brautwerber für Deinen Freund? Ich will Dir nicht zureden, gewiß nicht. Aber ich bin Dein nächster, ein ziger Berather. Otten ist trotz seines scheinbaren Leichtsinnes ein treuer, zu verlässiger Mensch, der Dich auf Hän den tragen würde. Vielleicht gibst Du mir zu, daß, wenn man die Heirathsfrage so eingehend er örtert, doch auch der Begrisf Lttbe" einige Berücksichtigung verdient. Ich liebe aber Herrn von Otten nicht, und ... . . . . damit ist die Erwägung in meinen Au gen zu Ende. Eine Ehe ohne Neigung würde ich nie eingehen, denn ich würde mich nie selber so tief erniedrigen. Was Du vorhin von meinem bedingten Aufenthalt in der Klause sprachst ibre Stimme ntterte und sie winkte ibm mit der Hand Schweigen, als er sie un ' terbrechen wollte , habe ich mir schon selbst gesagt. Aber ich meine, ehrlicher Wille findet immer einen WirkungZ . Keis. und in ibm mit dem Scacn. der auf dem Werke ruht, auch die rechte Befriedigung. Und so muß ich Dich denn bitten. Deinem Freunde in mög lich schonender Form mein Nein" zu bringen. In meinen Augen genügt der Mangel an Neigung zur Begrün dung vollständig. Und wenn Dir die ser Grund zu unmsdekn erscheint.. . Inge. Eine Sekunde lang versenkten sich ihre Augen tief ineinander, dann sagte sie leise: Verzeihe. Du hast mir heute sehr wehe gethan. Hellmuth. Damit ging sie. Lieutenant Hellmuth kam einen Au genblick der Gedanke, ihr nachzustürzen und sie zu bitten, in der Klause zu blei ben, wenigstens so lange er lebte. Aber die Zeit ' der spontanen Erregungen schien ihm vorbei zu sein, und so nahm er seinen vut um Otten auszusuchen. Daß es mit einem leisen Gefühl tiefin nerfter Befriedigung geschah, verhehlte er sich nicht. Na, alter Junge, nimm eS Dir nicht so zu Herzen, sagte er eine Stunde später, nachdem er den unangenehmen Auftrag möglichst schonend gelöst. Ich 'bitte Dich blos,- mich mit den üblichen banalen Trostgründen zu ver schonen, etwa zu sagen, daß eZ een nicht die rechte war, oder daß an heirathslu stigen Mädchen kein Mangel ist. DaS sonst so muntere Gesicht des flotten Lieutenants war sehr niedergedrückt, die Enden des unternehmenden Schnurr barts hingen melancholisch herab. Eine zweite Elisabeth finde ich armer Wolf ramme., Ganz ehrlich gesagt, Kurt, wer weiß, ob Inge und Du aus die Dauer zuein ander gepaßt hattet. Weiß schon, war nicht gut genug für sie. Aber was helfen solche Erwägun gen gegen die unbesiegte Sehnsucht nach den Sternen? Und trotz seines offenbaren Kummers sing er leise an, WolsramS unsterbliche Arie zu pseifen. Mama muß mit mir nach Baden Baden. Jetzt hier still zu sitzen auf den Trümmern mein Glücks, jetzt, wo auch BergerS fort sind. . . . Bergers fort? Weißt Du eS nicht? Er schickte mir vorhin ein paar Zeilktt. Die schöne Frau hat sich doch für Paris entschie den und sie haben schon den ersten Zug nach Frankfurt benutzt. Der Teufels kerl von Marquis ist natürlich mit. Nun, was machst Du für ein merkwür bigeS Gesicht? Ich? O nichts, mögen sie glücklich reisen. Wir fahren übrigens auch schon morgen. Inge möchte gern noch die Wartburg sehen. So sage ihr Lebewohl in meinem Namen. Ein Wiedersehen wäre ja nur pe,nnq ,ur un. ocioc. n.. V".

muiy maqe , einmal giuaiicy. . süllung.. Sie wollen mich an Ich glaube. Du traumst.,Junge. ' pumpen?!--Nein. im Gegentheil -r New' lch habe nur einen meiner hell ; ;ch bilte um die Hand Ihrer Fräulein seberlichen Augenblicke. Einmal wirst e-, nrt. ?m

ukl.- w- :a i. Au ic vvuf uciju, uu9 ii wut uuu - -n t if: i cvt.. eS ist auch eigentlich gut so. Ihr beide . ta. . ... ...x.. iui f.:v . ' P"d! juhhumuh, w uu vuu cuicui - - ,' - ...... - Th.il. 1. Und wied Mi ein langer Winter Ergangen.

ur oer meicizmanlaen weinen eae.

Als klares Frostwetter den Fernblick nicht mehr hinderte, da lag der Haff spiegelnd wie eine starre Fläche und hinter den bejchneiten Dünen wogteeS allein' noch ruhelos auf und ab daS war die nie rastende See, die nur am Strande ein Stück weit zufror. Man mußte aber ein gutes Auge ha ben, um von hier aus das Bild mit seinem großartigen Abschluß zu umsas sen und ein reiches Gemüth, das sich genügen ließ an der Strahlenkrone, die die klare Wintersonne um die selt sam gezackten Sandberge wob. AndercSLlchtqesunkel als meBrechung der Sonne in den Eiszapsenprismen, die lang und schwer von den Wirth schastSgebäuden herabhingen, sah In geborg nicht. Seit sie im Hause weilte, hatte die Geselligkeit in der Klause eher ad als zugenommen. Frau von Heyden ver langte wenig nach Menschen, da sie ihr Töchterchen so ganz für sich haben konnte, und die jungen Mädchen und Frauen der Nachbarschaft waren nie in ein herzlicheres Verhältniß zu ihr getre ten. Anfangs hatte man ihr Unglück und ihre Wittwcntrauer respectirt, und die Scheu war geblieben, auch als die schwarzen Gewänder nur noch aus Ge wohnhcit getragen wurden. Die Verbindung mit der Stadt war nicht sehr bequem, und Inge strengte die beiden alten Braunen nicht gern oft an. Nur zu einem guten Eoncert fuhr sie fast regelmäßig hinüber, denn eifriger noch als früher pflegte sie die Musik. Außer ihrem Flügel hatte sie noch ein Harmonium angeschafft, auf dem sie die Morgen und Äbendandach ten begleitete. Auch ihr Bücherschrank füllte sich mehr und mehr. Der Buchhändler in der tadt bekam emen gewaltigen Ein druck von der Gelehrsamkeit der jungen rau von Heyden, und alsJnqe einmal persönlich eine Bestellung bei ihm machte, begriff er nicht, daß diese junge Frau mit der zarten Haunarbe und dem lieblichen Lächeln Macaulay und Fichte las. Aber trotzdem wie sehr wir auch hmeinsluchten in eine ideale Gedanken Welt, wie leicht wir auch die Menschen eutbehren lernen, das unruhig pochende Ding in unserer Brust machen wir damit nichl still, den Lebens- und Lie beshunger unlerer Seele sättigen wir mcht mit den Brosamen abstracten Stu dlums. Vor allem ein Weib nicht. Mag sich der Mann die Elniamkett sei nes Studirzimmers bevölkern mit den Gestalten der Vorwelt oder den Kin oern leiner 4yrna nc, mag er sich in dem Labyrinth der Forschung verlie ren, bis er den Rückweg ins einfach Menschliche nicht mehr findet das Weib wird immer wieder das objektiv Dargestellte zum subjektiv Empsunde nen machen, aus dem Allgemeinen die Anknüpfung an das Besondere, an das eigene Ich suchen. Jngeborg machte an sich dieselbe Er fahrung. Die verschneiten Wege schnitten zeit weise den Verkehr mit dem Dorfe voll ständig ab, die Jnncnwirthfchaft lag noch immer in den Händen der Mam sell, der ihre Schwiegermutter erst auf ihre dringende Bitte zum Frühjahr ge kündigt hatte, da Inge das Hauswesen selber leiten wollte. So kamen lange müßige Stunden: Stunden, in denen Inge den Blick kaum abwandte von dem großen Bilde ihres Mannes und träumerisch mit den nl rw ... . . oernen Armreifen spielte, nann zog die Vergangenheit an ihrem Geiste vorüber, dann zuckten die kaum ver naroicn vunoen von neuem, vis ein feuchter Schlier vor ihrem Auge sie die geliebten Zuge nur undeutlich er kennen ließ. Und aus dem mondbe fchienenen Lande der Erinnerung suchte sie nen Weg hinab inS Thal der Äu kunst. Aber sie sand keinen. Graue, wallende Nebel hielten den BUS auf. Dann klangen Hellmuths Worte in ihrem Ohr nach: Du kannst nicht ewig m der Klause. bleiben! Frau von Hey den war schwächer geworden, wie, wenn sie starb? Diese Furcht vor Nahrungs sorgen konnte nie an sie herantreten. sie hatte mehr als sie hrauchte, aber was für ein Zweck band sie dann an dieses Leben? Sollte sie den gebräuch lichen Ausweg adeliger Damen in ihrer Lage ergreifen und Krankenpflegerin werden? Und für wen. wom daS alles? Wenn Inge in ihren Grübeleien so weit gekommen war. pflegte sie meistens rasch nach ihrem Ankleidezimmer zu gehen, wo ein blasses Mädchen saß und eifrig nähte. ES war Tore, ihr Schützling. Inge hatte sie in der Stadt im Weißzeugnä hen ausbilden lassen und sorgte auch für ausreichende Beschäftigung.' Dore war geschickt und fleißig und ihrer Wohlthäterin ergebm bis zur Anbe tung. Zu ihren Füßen spielte ein kleiner dicker Junge auf einem Kissen. Dann nahm Inge den Kleinen, der ihr verlangend die Aermchen entgegen streckte, und ging, nach einigen freund lichen Worten an die Mutter, mit ihm auf ihr Zimmer zurück. (Fortsetzung folgt. ,Herr Principal, ich komme : heute mit einer Bitte, von deren Er. ? ??v"t"m i Das ist dock dasselbe!- ' (fl) 11 . f . . 11 m . . ocrif . ' M2 u ? V " M? v VüllcIl": i tf Fräulemchen!" Aeltliches Fräu ,K WZ ch denn Fräulein? 1 Sehe ich so aus?" Obstlerin: Na ia. - für 'ne junge Frau sind Sie' halt doch schon zu alt!

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Oir lesen in der .Berliaee kägl. Rundbau': .In China hat ein gewisser Theil de5 Volkes (amtlich wird 1 v. H. angcge ben, doch soll die Zahl jetzt 5 v. H. be ragen) von jeher Opium geraucht. ES st' aber keine geistige oder körperliche Entartung dieser wenigen Millionen der chinesischen Bevölkerung eingetreten. Gerade so, wie die schädlichere Spin uosen den Europäern nicht in einer oder zwei Generationen Schaden thun, aber den Indianer rasch aufreiben, so ist Opium un-schadlich für die zivilisirten Chinesen (außer in Fällen des Miß brauchs), aber verderblich für die wil den Katschinzen. Die Millionäre beklagen sich, daß die Einfuhr von Opium unter dem Schutze einer christlichen Regierung oder viel mehr durch Händler, die sich zufällig zu irgend einer Form des Christen thums bekennen (wie sie sich zum Bud dhismuS bekennen würden, wenn sie in Tibet geboren wären), die Ausbreitung der Religion Jesu verhindere. Ich nnde nicht mel Ähnlichkeit zwischen der Lehre und dem Leben der europäischen Christen und denen jenes großen orien talischen Führers. Wenn die Missio näre die Grundlage der chinesischen Moral (kindliche Liebe) verständen und würdigten, so würden sie mehr Bekehrte schaffen; aber ein Chinese muß zuerst sein Gesuhl für Recht und Unrecht ab stumpfen, mit oder ohne Opium, ehe er daS Christenthum, so wie eS (mit einigen Ausnahmen) von den Mis sionären gelehrt wird, annehmen kann. Wurden die Misttonüre gute chincusche Bürger werden, anstatt Ursache oder Vorwand für fremde Einmischung zu sem, so würde ihr Bekehrunqseiser sür das Gefühl teS Volkes weniger anstößig sein. Ich habe zuweilen Missionäre auf gesordert, mir die Opiumrauchcr in einer Gesellschaft von Chinesen zu be zeichnen, und sie haben niemals die richtigen Personen errathen. Die im Umlauf befindlichen Photographien von schwindsüchtigen oder andcrn kranken Leuten, die zufällig Opium nehmen, sind kein wahres Abbild von den Wir tungen desselben. Eine längere Rundreise durch die materielle Civilisation Europas ruft in Einem die Sehnsucht hervor, schnell zu der weit gründlicher durchdachten Kul tur des himmlischen Reiches zurückzu kehren. Wenn die Spiritussen die europäischen Völker gänzlich werden untergraben haben, so wird China noch immer sein bischen Opium rauchen. . Opium ist in China nicht schädlich, wenn der Raucher den Schlaf erlangen kann, der nach seinem Gebrauch ersor derlich ist. Zu dem geräuschvollen Le ben der westlichen Civilisation, ihrer Jrrwisch-Moral, ihrem Kaulquappen Ehrgeiz (taxlpote .mbitions), ihrem Mangel an socialem Zusammenhalt, ihrer unaufhörlichen Aufregung. Unzu friede'nheit und Verzweiflung paßt daZ Opium nicht. Der Opiumraucher thut Niemandem ein Leid. Dies allein würde das Opi um für den Europäer unzeeignet ma chen. Der Opiumraucher erhebt sich von seinem Schlaf, gestärkt für Körper und Gedankenarbeit. Er fühlt keinen Verlust der Selbstachtung, und er achtet Andere. Im äußersten Winkel deZ Kaiserreichs, unter den wildesten Ras sen, hält der chinesische Beamte mit sei nem kleinen Gesolge den Frieden und die Würde seines Amtes aufrecht, selbst wenn er dem Opiumgenusse ergeben ist. Vor Allem ist das Opium für die Entwicklung der Habsucht nicht förder lich, während diese Leidenschaft durch den Trunl angestachelt wird und daher für den europäischen Ausbeuter deZ Ostens fast eine Nothwendigkeit ist. Die zertrümmerte Scheide. Der Ladenbesitze? Schnackelburger sieht mit Angst und Bangen einen Menschen aus dem Trottoir einhertöl peln, welcher einen schweren Pack auf dem Rücken trägt. Jetzt ist er an den großen Schaufenstern angelangt, und der Ladendesitzer schreit plötzlich vor Schreck auf. denn der Mensch schwankt gegen eine der Scheiben und zertrüm mert nicht blos diese, sondern auch etliche der gläsernen Auslagen. Schnackelberger rennt auf den Zer störer seines Schaufensters zu und ver langt von ihm Schadenersatz. Aber dieser versichert hoch und theuer, er sei arm wie eine Kirchenmaus. Zwei Vorübergehende" rathen dem Ladende sitzer. den Menschen zu visitiren. Dies geschieht, und eS kommt eine Tausend markbanknote zum Vorschein, von der der Mensch behauptet, sie gehöre seinem Herrn. Er verlegt, sich aus'S Prote stiren, und zuletzt droht er mit der Po kzei. Aber daS hilft ihm alles nichts; der Ladenbesttzer zieht seine hundert Mark ab und giebt dem Ungeschickten seine neunhundert - Mark zurück. Der ent fernt sich unter Schimpfen und Dro hungen. An der nächsten Ecke abtt lacht er sich in'5 Fäustchen, und die zwei vorübergehenden Rathqeber. seineSpieß ? gesellen auch: denn wie der Ladende sitzer seinen Schem genau untersucht, findet er. daß derselbe falsch ist 1 Unverhofft kommt oft. Wie rasch doch Manches kommen kann! .Sitz' ich da ganz gemüthlich mit dem Lehmann beisammen. Er war vergnügt wie nie, sprach mit unZ Allen in seiner bekannten leutseligen Weise, und Nachmittags fünf Uhr. . . .War er todt?. ..." .Nein, aber Eommerzienrath!" NothgedrungeneBerich tigung. .Ja, meine Freundes sagte der Psarrer, als er die Leichen rede hielt, .der Verstorbene wurde schnell dahingerafft und hinterläßt eine trauernde Wittwe von vierundzwauziz Jahren!- .Bitte sehr", ertönt eine 'schluchzende Frauenstimme, .zweiund. ttsslniin I"