Indiana Tribüne, Volume 16, Number 160, Indianapolis, Marion County, 28 February 1893 — Page 2
Jttdimm Tribüne. Erscheint Tttglich und BoxiniaQB.
Tie tägliche Tribüne- kostet durch den Träger iSSentS der Woche, die onntaa8Xrt&üni" I Cent? per Dzoche. Belde zusammen 15 Cent oder Cent perMonat. Per Post ,uzeschlkt tnOor aukbezahlung tC per Jahr. Ossi : 130 Ost Maryland Straße. ZndianspottS, 3nb., 23 Februar '93. DttttsÄlZttö Getreideeinfuhr. Tie Versorgung TeutschlandZ rnil örodkorn hat j'eit den zwei letzten Iah :en eine tiefgreifend: Veränderung erfahren. TaZ wichtigst BezugZl'and, Kurland, ist in Folge zweier ungünstl ;er Ernten und des feit Jahresfrist stehendcn TifserntialzoUeZ weit zu :ückgetreten; andere Länder hoben grö zere Zufuhren als je zuvorgeliefert. ja eS sind geradezu neue, wichtige BeiUgSquellen erlchlossen worden. Im Einzelnen stellen sich die zunächst bei öe? WeizenemZuhr feit 1890 eingetreten aen VeräQdcrungen folgendermaßen: Zseizeneinfuhr in ToppeiccnMern auZ 1692 ' 1890 Belgien - 250.165 185.231 Bulgarien 534.727 32.721 Niederlande . . . . 86.20(5 210,412 Oesterreich.Ung. 456.730 1.1 11.861 Rumänien 917.850 617,997 Nuöland 2.572.991 3,703,225 Serbien 135.390 102,677 Türkei 202.731 4,010 Lritisch.Ostind.. 509,081 9,380 Urgent.. Pataz. 661.697 77.318 Brasilien....... : 1.514 . 9,203 vritisch?Nordam. 117.190 ... . iftilc. ......... 130,436 2 Ler. Staaten... 6,302.130 519,884 lluftralien. 8,713 1,997 llndece Länder. . 134.430 Zusammen 12.962.126 6,725.373 Hiernach hat Rußland, welches im Zahre 1890 nahezu die Hälfte deS gan tn Imports und im Jähre 1891 vor ßrlcch, dS Ausfuhrverbots sogar noch nehr lieferte' im Jahre 1892 kaum ein Zünstel beigesteuert. Mit gewaltigem lebergewlcht sind die Ver. Staaten in )ie Lücke, getreten, ihr Weizenexport k'.ach Teutschland hat sich gegen .1890 uf dasZwölffache gehoben. Aber auch Südamerika ist sehr erheblich stärker in Uspruch genommen worden. In Eu ropa sind" eS vornehmlich Rumänien, Bulgarien und die Türkei, welch: eine bedeutende Steigerung aufweifen, wäh -end die Zufuhr'aus Oesterreich-Ungarn ia beträchtlich vermindert hat. Im &ten Jahre hat auch Oftindien einen vesentlich größeren Antheil an der Ein 'uhr gewonnen. Die RoggenEinfuh: aus den einzel ien Ländern ergibt nachstehende Zah xn: R og zenEnsuhr m Doppelcentnern. axit " 1890 Belgien 139.151 143,723 Bulgarien ... .274.279 . 54,717 Frankreich.... 460.030 63.790 Mederlanve.. 48258 263. 793 Cesterr..Unz. -343.576 87.173 Rumänien... 263,176 237.436 ußland 1,233.774 7,504.610 Serbien 93,525 32.436 Türkei 861.132 ; 178.906 Lrit.'Rordam. 20.463 6,765 Ber. Staaten. 1,361.291 209.244 Lndere Länder 6.380 Zus 5.485,991 3,799.031 Bei Roggen ist demnach der. Rück zznz.de; russischen Antheils -am. Im ?ort in . Deutschland ncch stärke?,. als zei Weizen; während im Jahre 1390 ungefähr sechs Siebentel der Einfuhr russischen Ursprungs waren lieferte im letzten Jahre Rußland noch nicht ein Llertel. Am bedeutendsten, wenn auch oerhältnißmSßig nicht so stark, wie bei Weizen, sind auch hier d Wer. .StaaIen vorgeschritten. Im Uebrigen sind .': durchTvkgleurevÄsch.Länder. welche )en ErfaK für sie mangelnde russische Waare geliefert baben. namentlich).die Türkei und Bulgarien, aber auch Frankreich und Oefterteich Ungarn. Im Konsu'm hüTich da der'Weizen preis langezeit ..dem RoggenpreiZ sehr aahe stand, eine entzch:edene Wendung zu Gunsten des Weizen? vollzogen. (Berl. Tagebl.) . yinLchetnherrscher. Zum Besuche des als Gast des Zaren . m. Rußland weilenden EmirS der Bu. charei schreibt man der .Köln. Ztg. . iu3 St. Petersburg vom 2. Februar : . Der Emir von.Büchara fühlt sich in Petersburg, wie. überhaupt .in .Ruß land, ungemein wohl.. Allecding? ge schieht auch von ' seinem laiserlichen Eastgeder das möglichste, um dem asia tischet Scheinherrscher den' Aufenthalt hlerselbsi so' angenehm wie nur. möglich in machen. Bor kurzem hie eS. er habe t,en Wun'ch 'geäußert, vor seiner Rückkehr ' iy sein .'Reich . noch das übrige Europa' zu bereifen,' -und es sei ihm dieser. Gedanke als den Rügen, besonders, iin "Hinblick; auf . England, re.)t' unbequem- hier mit Mühe'auS grredef worden; unS dagegen wird von bester Seite versichert, an diesem 'Ge --nicht sei uch-nicht ein' Wort wahr. Der Emir, wolle von keinem andern .Landewie von Rußland irgend etwas ; reiften unb habe . sich , auch bereits. mit !bem. Gedanken. : ganz . verträut'gkmacht. daß. nach ihm schwerlich noch ein (Smu den Schein'Thron don Buchara besteig 4cn, sondern sein jetzt dem hiesigen.Ea 7 oettencorpS zur Erziehung übergebener Sohn,ereinft nur. noch als .Statthal ter Rußlands- in. Buchara thätig.sein und eine entsprechende Apanage von dem mächtigen russischen Schirmherrn beziehen werde. -- Auf Geld' brauch! übrigen! der Emir kaum. xx. sehen j .nach .den Geschenken .nigstenZ zu urtheilen,, die er schon uf der -ganzen Rise vertheilte, und dnZeni?en, die . er bierher. dem Kaiser .rnitbrachte. scheinen seine Schätze'.schier unermeßlich zu jrin. ' t Gegen ge. "Ichenke. die ihm nunmehr der Zar über
reichen ließ, sind allerdlngS aucy wayr haft kai.erlich. Da wäre als Haupt prachtstiick ein Prunk'Turban , nen nen mit einer Agraffe.' Men Mittel Punkt ein faß Ouadratzoll großer Smaragd, umgeben von Brillanten, bildet: dann ein massiv goldenes Schränkten, verziert mit dem RamenZ. zug deZ Kaisers in Brillanten ; ein massiv silberner, stark vergoldeter Tisch, nedst einer kdelsteinbesetzten Bratina (russische Trinkkanne) und den dazu gehörenden Trinkbechern. Außer ande. ren Tiugen erhielt der Emir noch mun' derbare 'Prachtgewänder. Wcrthvolle Andenken erhielten auch der Sohn des Emir? und je nach ihrem Range alle bucharischen Würdenträger, die sammt lich nicht weniger von Rußland begei' stert sind als ihr Herr, der Emir. Der Emir zeichnet sich im Umgange mit fei nem Gefolge durch außerordentliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit aus. Für europäische Einrichtungen und Sitten interessirt er sich sehr lebhast. Jüngst besuch:? er auch die Peter. Vaulö.Feste und die Kaisergräber und legte dabei auf daß , Grab. AleranderS 1!.' einen großen silbernen Kranznr'e der tntt. der Aufschrift.:... DemKaiser Alexander II. von dem Emir von Au chara Seid A6dul.AghaV.Ehan." ' Okoderne Et.dre)erWaffe.
' Häusig werden, m. unseren' Großstäd. A t , t ' . ir- i . .m oti oti unieriucyung von inore cherwohnungen Werkzeuge entdeckt, welche in. ihrer Art dewundernSmerth sind. und. wenn bt Herren Einbrecher gesellschaftlich anerkannt wären, sich auf jeder Weltausstellung sehen lassen könnten,, geradeso gut wie moderne ttriegsmaffen! Sind doch diese Herr schaften-in .gewisser. Beziehung eine .kriegführende Macht, und zwar eine, bei welcher das Eisen niemals rostet. '. olcheLelegeytlichoüfgestöbertenWaf' fen'zur ewigen Bekriegung. des Eigen thumS bilden indeß nur einen sehr tlei nen Theil der 'thatsächlich vorhandcnkn Einbrechwerkzeuge,, und fortwährend werden neue zu Tage. gefördert. -Es ist eine längst erhärtete Thatzache, daß ein beständiger -Wetteifer zwi-'chen Erfii d nen zur Sicherung des Eigen thums. uud7 solchen zum. Angrisi auf dasselbe im. Gange ist. und fast, jede Erfindung von'der einen'Ste bald durch eine : entgegengesetzten Ebarakters übertrumpft wird. Dazu komml manch mal gar noch, daß die. beiderseitigen Erfindungen auS dem nämlichen Kopf entspringen. Besonders lehrreich in unserem Lande sind die Erfahrungen welche diesbezüglich in Rem ork gemacht wurden. Früher wurde dort, wie auch anderwärts, die Herstellung von DiebS Werkzeugen geradezu'Sffenttlch betrieben. Denn es kann auch ohne ZeitungSan zeigen und Patentbewerbungen Oeffent Ilchteit enug geben. Man wußle ganz gut. daß in gewissen Pläßcn in der Water , und . der . Eherru Llr. AmboS und BlaSbalg fast nie rasteten im Intereffe dieser, Industrie. Dort bildete sich auch ein ganzes Heer hervorragen dsr Lplduben förmlich zu Mecha'tti kern in ihrem Geschäftsinteresse auS. Diese Zett ist allerdings vorbei. .Der Polizeimspe.tor- 'B?rneZ hat. als er dem DetectiöZbureau vorstand, ein tesondcreS System zur Aufspürung von DiebZwerkzeugen. ihrem Fabrika. tionZorte und ihren Verfertige. einge führt. Dcch gelang es ihm nur, dieie Industrie in den Hintergrund zu trei. deu. wo sie nach wie vor rlorirt. i ., Sie hat ihren Sitz nicht mehr in be n ? a . . r w. K . , 4 ; larnnucn siraen voer 'Slaollyellen. sondern ihre Winkel sind weithin zer streut, und oft geraoe da. wo man eS am wenigsten erwarten sollte. In Borstadlen und Rachbarorten hat sie sich vielfach eingenistet, ohne darum aus der'inneren-tadt ganz verschwunden zu sein.- Jn'Remark, N. I.. werden in der neuesten Zeit besonders viele solcher Werkzeuge aller Rummern erzeugt. Ja es gldt Schlosser uuo Feinmechaniker vsrnajest.yfett Aus; ' welche .jederzeit deraltige Ärtlkel herstellen, so lange sie d.mux hezhlswerdkn. und die bkrusS maßigen felneren pißbuben sind de kanllilich bei Weitem nicht die schlechte sten Kunden, wenigstens von dem Standpunkte .aus. daß Geld nicht riechi.' f manche jener Geschäftsleute deutet ,d:e..Fa.ml!, ,mit Fingern' .ohne ihnen jedisch erioas beweilm zn' lönnen. und fast niefaßt die Polizei einen die ser Ehrenmänner ad. Die Spitzbuben gehen auch längst nicht mehr, roiirüher. stets mit ihrem HandvertSzeug herum; sie halten ei sorgsam verUeckt.'und zwar vielfach nicht in ihr:tt Wohnungen.' Manche Ban den miethen sich leere Räume eigenS zu diesem Zweck oder zahlen Lagermikthe in Magazinen.obne-daß rn an dort weiß, was in den ttistchen oder Kofferu Alles steckt.. ' Die einzige Gattung Diebe übrigens, welche eine volle Ausstattung brauchen, sind sie (Äeldschrantfprenger. Gewöhn liche HauZfinbrecher' bedürfen nur we Niger Werkzeuge, von denen manche von verichwindend geringem Umfang sind und teicht irgendwo versteckt werden tön nen. Je nach dem Werth.' der Wert zeuge sowie der Bedeutung der Beute nlden dieselben entweder zu dauerndem Gebrauch aufbewahrt, oder nach jedem Unternehmen weggeworfen-und durch andere ersetzt, so . oft das- Bedürfniß wieder eintritt. Die ieinsten modernen Nachschlüssel.' welche gegenwärtig .im Marltsind. sollen in PittSburg ange fr.igt werden. Eine .wistenschajt liche möderne Eindrecher.Ausftattung kommt im Ganzen auf $250 bis $500 und darüber. - . ' Wie schon erwähnt, sind auch' auS der Einbrechergarde selber viele Mecha niker hervorgegangen und viele dersel. den treiben noch jetzt ihr Wesen. Die geschicktesten -darunter können. für jedes Schloß passende Schlüssel machen. Sie studiren eifrig die Berichte des Patent amteS und alle ihnen' zugänglichen Zeichnungen von neuen Schlössern, ler nen so den Mechanismus genau kennen und haben bald geeignete Gegenserk zeuge ausgeklügelt. Solche Fachmün ner7 htjbea eS ost ss' weit gebracht, daß sie .ein Schloß - nur, flüchtig . anzusehen brauchen, um zu wissen. , mit welcher Art Schlüssel sie es zu öffnen haben', ; Die' " neuesten' BerpAllksmmungen per Eeldschrönke. namentlich di: ;?4f
chlßifer-und dle elellrslchen Apparate sind denn doch von dn Erfindungen txr anderen Seite itoch. nicht eingeholt worden und machen die großen Bank gewöibe ziemlich sicher, es sei denn, daß die Einbrecher es wagen können, Sprengstoffe anzuwenden. In den vielen kleinen Banken und anderen Platzen finden sie aber, noch immer ein .dankbares Feld. Gegenwärtig treibt sich übrigens eine Bande Geldspinde s pren ger. und zwar eine ganz gefähr liche. in unserem Lande umher, welche sich gar keiner Werkzeuge bedient. Einer dieser Kerle. Ierry Mmor, soll einen so fein entwickelten Gehör und Tastsinn haben, daß er die .Eombination- an allen Geldspinden schon ausfindig ma
chen kann, wenn er die Sperrklinke mit der Spindel hin und herdreht! zv:txx 5srre?pondenz. Zürich. 5. Februar. Dl Mitalteder der BundeSbehörden. die eidnkisischen Eivil und Militär beamten dürsen nach der BundeSverfas sung von,, auswärtigen Regierungen wedei Pensionen noch Titel oder Orden annehmen, und sind ne berertS int Be sitze, solcher, so baben.sie für ihre AmtS dauer auf das Tragen ausländischer AuSzelchnunaen zu verzichten. Im schweizerischen Heere dürfen weder Orden getragen noch von auswärtigen Regie rungen verliehene Auszeichnungen gel tend gemacht werden, ja, die Annahme solcher Auszeichnungen ist allen Ofsicie ren, Unteroffizieren und Soldaten, untersagt. l Aber auch bei der Ckmloevolkerung, für welche ein Verbot nicht besteht, wird nie ein Ordenszeichen,' wie etma'daö jenige der Ehrenlegion, sichtbar, und die ältesten und berechtigtsten Adelötitel kommen auZ dem Famitienfchrank nicht heraus.' Hierin 'sind mir alfo entfchie - . ... ? irr is oen repuoltlantiqer,ats oic srauzoncye Republikaner. Dagegen verträgt unsere demokratischeRepudlik noch ohne große Uedetwindung oder Beschwerde den Ge brauch der Partikel .von", und den zahlreichen Sprossen adeliger und patri cischer Geschl ch!er hat man es biZ jegt ,..?' f ' i T T
nicht londMiG) uve. genommen, vag c dieses Erbstück . öffentlich tragen. Vor rechte sind, ja damit nicht verbunden, denn die Verfassung - sagt ausdrücklich, .in der Schweiz gibt eS keine Borrechte des OrtS. der Geburt, der Familie oder Personen", und im Volk ist überdies noch die pietätvolle Erinnerung an auZ gezeichnete Vorfahren mächtig. Auch gibt es nicht mehr viele Träger alter Ramen. die in oristo!ratifcher Un thätigkeit dahinleben: die meisten, begü. tert oder nicht, haben sich irgendeiner wissenschaftlichen, administrativen oder gewerblichen Beschäftigung zugewandt und nehmen persönlichen Antheil an den Äußerungen deS' öffentlichen Le benZ. So vor allem in Bern, das für sich allein l.ber fün'zig .noble", d. h. zum Führen des .von- berechtigte Fa milien zählt. In der Armee trifft man die Partikel häufig. Bei der letzten Zulheilunz von G?n.'ralstabSofficieren zu den Truppenverbänden des Aüszu geS für das Jahr 1893 sind neben . elf bürgerlichen Ofsicieren zum ersten und zum vierten ArmeecorpS commandirt morden. Oberst de la Rive, Major de Pury, Hauptmann de. Montmollin, Hauptmann de Lenzbourg, Major de Eoulon, Oberst v. Sprecher, Oberst lieutenanTicharner,. Major v. Elerie. Ein Bcrner Blatt hat sich gradebei diesem Anlasse mit den .VonS- in der Armee beschäftigt und! halb im Ernst, halh im Scherz die Frage gestellt, ob die Eldgettossciljch.yt dieselben nicht ein fach streichen und in die Listen bloß die Herren Püry. Montmollin. Eoulon. Sprecher u. s. w. ausnehmen sollte. Aber da fiel ihm ein, daß de Sache doch ihre Schwierigkeiten haben könnte. Ginge es wiktich 'an. den Oberst he la Rive. Stabschef des ersten Armee.orpS, kurz Oberst R.v: zu. nennen?- Kaum; deshalb soll de.la Rive vorläufig noch gelten, doch nur als Telarive. Die anderen l.rade. nie' die oplebejifchen filmst. Aus der. Au, v Arr, v. ttenel. v.',Tachdltmankurzwej Stein. An, Ärx. Kenel. Dach nennen könne. amputirt werden ES ist aber nicht wahrscheinlich, daß der BundeSrath sich in nächster Zeit mit dieser demokrati. schen Reinigung befassen" werde, zu welcher er kein Recht hat, auch dürfte noch viel Wasser den Rhein hinunter gehen, ehe mittels des neuen Volksrechts der Initiative der' Antrag auf Ab schaffn ng aller an die Zeit der Aristokraten erinnernden Vorsilben gestellt wird. : Zum Schluß eine ' Anekdote: Im Aargauischen Eanton hatte einst Herr. Rothpletz. jetzt .Profeffor der ttriegSmissenschast am Polytechnicum in Zürich, eine scharfe Auseinander. sezung mit seinem Rathscollegen Herr v. Ars. Er sprach mit Geringschätzung von dem .Antrag deZ Herrn Ari; worauf d.ese: mit der nämlichen Ge ringschätzung auf die Bemerkungen bei Herrn Pletz? antwortete.' Bor einigen Tagen war in den Zei tungen zu lesen, daß in St. Peters bürg die erste cloatrir roica", die in der Schweiz ihre Studien gemacht habe, Frau P. R. Sußlom. ihr fünsund zwanzigjähriges Doktorjubiläum feiere. Und ln der That ist es jetzt gerade ei Bierteljahrhunde: t. dav die ersten ruf fischen Studentinnen in der Schweiz, besonders in Zürich, . au. tauchten. Schreiber die'er Zeilen weiß sich noch aus seinen Studentenjahren zu .erin nern,' wie fremdartig damals diesi selsamen .Kommititoninnen-, in de, Regel leicht kenntlich an der. dunklen Brille, dem kurzgestutzten Haar. unk dem Plaid üder der Schulter wahr, haft Turgenjem'sche Typen auf bei Bildfläche erschienen und anfangs von den Studenten wie von den wcnigei .fortge'chrittnen- Professoren miß trauijch von der .Seite . angesehen wur bu Heutzutage ist ' das anders ge. worden: was damals als seltene Er scheinung auffiel, ist jetzt etwaS Ge. wöhnlicheS. , : DaS Jrauenstudium hat solchen Um. fang angenommen, daß delspielSweist in dem laufenden Winterhalbjahr 189! 1393 in Zürich auf 533 Studirende und 63 Hörer 93 und 33 Damen, iv Bern auf . 567' Studirende und 1 15 Hörer' 82 und 89 Damen, also .im Ganzen auf 1150 studirende und 185 Hörer M un nen v
sauen. Den Haupttheil stellt Huh. land. Untec'den 3)' russischen Stu'deuten sind über die Hälfte, nämlich 44. , Damen (2 Juristinnen, 34 Medi zinerinncn. 3 Philosophinnen). Von den russischen Studentinnen Zürich;
sind neun vcrhclrathet, n einem alle sind Mann', und Frau Kommilitonen. Achnlich liegen . die Dinge in Bern. UebrigcnS würde man sehr irren, wenn man alle diese russischen Studenten und Studentinnen für reine Russen- oder Polen halten wollte; der größere Pro zentsatz stammt aus Israel, das bewei sen z. B. für Bern die Familiennamen Feuermann. Fidelmann. Goldzweig, Hornstein. Silberstein. Weinstein. Ro senberg. in Verbindung mit Borna. men wie Rachel, Sarah, Rebekka, Rechama. Esther u. s. w. Auch die männlichen Bornamen MoseS, Schloh me. . Nachmann, Jsidor. Samuel, Sa lomon, Mendel, Aaron, Ehaim u.s.w. weisen auf semiti chen Ursprung. Die beschränkte Zulassung von Jsracliten auf russischen Universitäten hat - offen bar viele Studenten nach der. Schweiz getrieben.. Basel, das nur weiblichen Siudirenden, welch?" Schweizerinnen sind dderihrr Vorbildung in Baseler halten' haben) die akademischen Thore öffnet, hat keine weiblichen Stüdlren; den auS. Rußland. Im Allgemeinen wird den russischen Studentinnen in der Schweiz ernstes, wissenschaftliche; Stre den nachgerühmt. Die russischen Kolonien an den Schweizer Universitäten, namentlich in Genf, halten : eng' unter einander zusammen und veranstalten auch in Zürich zuweilen gemeinsame Untemehmungen geselliger Ratur, Eon -erte. Adeudaeselli'chaflen u.s.m. , . . ; Vom Jnlande. ! 7 Im Staate New Vork gib't eS einündpierzig Block.Schulbäuser. ! In Arkansaö ist ein drei!' zehn Jahre altes Mädchen, welches die Mähmaschine mit ihrem Körpergewicht von dreihundert Pfund, zittern, macht. .. Neunzehn der.Pensionör'e äuS dem Kriege von 1312 sind, über einhundert .'Jahre alt und. sechs von diesen leben' in Bermont. ' j ' ' G ro v e r E l e v e la n d h a t e i n e goldene Medaille als den- ersten Preis in einem internationalen Schachturnier offerirt, das im, Mai oder Juni d.'J. in New Z)ork stattfinden soll. ' . In Süd'Datota ist' eS. m i t den leichten und schnellen Ehescheidung gen nichts mehr. Die Staatsgesetzge bung hat. nämlich ein Gesetz passirt, wonach zur Anstellung einer Eheschei dungSklage nicht mehr nur ein dreimo natlicher. sondern fortan ein sechsmo natlicher, in gewissen Fällen sogar ein einjähriger WohnsiK im Staate erfor deriich sein soll. i Ein eigenartige? Ner mächt, niß hat der kürzlich in Masgoutha, Jll., verstorbene Redakteur der jetzt nicht mehr bestehenden .Belleville Zeitung-, .Major" Karl Brandt, hinterlassen. Er vermachte seiner, in .Teutschland wohnhaften Gattin, welcher er trotz det erso'gten Entfremdung die Treue be wahrte, sein Her und traf die teste mentarische Berfügung, daß dieses theure VermSchtniß nach Deutschland gesandt we.den solle. Major Brandt hatte zu seinen Lebzeiten des Oeslere erklärt, daß er nach seinem Tode seiy Herz, daß in Liebe und Treue für seine Äattin geschlagen,' dieser zurückgeben würde. DaS Herz ist nach Deutschland geschickt worden. . . Wie werden die Sports leute jubeln und die Brutalitätsaposte! in allen Landen, sich freuen, daß MitcheU. der Meister aller Klopffechter auf Albions .Jnselreiche.. 10.006 Sil berlinge deponirt hat, als Garantie da, für, daß er sich in der zweiten Woche ves Dezember von Jimmn" Eorbett sem Besiege? dS unvergleichlichen John L. 'Sullivan. verhauen- lassen - will!. Leide Blauaug?nkünstler werden Hand' schuhe im Gewlcht von fünf 'Unzen txa gen und in einem vierundzwanzij ,uß Ring kämpfen. .Die Zahl der länge ist nicht festgesetzt, der Sieger muß. seinem Gegner derart vermöbelt habcn..' daß' derselbe, binnen zehn Se !unden nicht aufstehen kann, oder den ssampf aufgiebt. Wo diese' Haupt and GeneralKei!e:ei stattfinden (o3, ist noch nicht bestimmt. ' In Oakland, Jll. ist kürz. lich die 99 Jahre alte Frau Jerasha Black, Tochter eines deutsch. pennsyloa, Mischen Landgeistlichen, gestorben. Frali Llack hat ihrem Galten achtundzwanzig Kinder geboren, von welchen noch neun zehn am Leben sind, außerdem trauern 44 Enkel um die alte Dame, .welche 1361 sieben' Söhne für den Dienst, dej Baterlandes stellte. Einer der Söhne siel bei VickSburg, die anderen adei kehrten nach dem Friedensschlüsse gesund in'S Elternhaus zurück. - Eol. Samues vlack, ihr vor drei Jahren im Alter von, .103 Jahren verstorbener. Gatte.' diente während des Krieges von 1312 und rückte wegen seiner Tapferkeit zum Obersten vor. Seit dem Jahre 1329 wohnte die Familie in. SüdJllinoiS ao sie sich großer Achtung erfreutes Frau Black war bis zum letzten Herbst noch' recht rüstig und bewahrte ihre zeistige Frische bis zum letzten Augen blick. . . . : ! : Ein königliches Gelchenj hat. Dr. Joseph Gardner von Bedford Jndiana. der amerikanischen Humani tätsgesellschaft vom .Rothen Kreuz" gemacht, nämlich 732 Acker Land; mehr als eine Quadratmeile ausmachend, welches in der sogenannten Blue Groß, Region von Jndiana. an der-Grenze von Kentuck, belegen ist; . dort soll die Gesellschaft ihr - Hauptquartier errich ten. Ter Geber hat einen sehr der Kindlichen Brief . an- Frl. ; Elara Burz ton. die Präsidentin der genannten Ge. sellschaft. gerichtet, worin er in beschei denen Worten auf die Borzüge der Läiidereien aufmerksam macht. - Ei sagt, baß sich auf biksen ein Dorf, ein Postamt, viele HSu'er, , Obstgärten, werthvolle Steinbrüche und ein Hain von Ahornbäumen, defiudct. don-wel chen Llhornzucker gewonnen wird. - daß auch-. schöne Waldungen vorhanden sind, vorzügliches Ouellwasser und eine Uferiront - von einer Meile Lange an einem lchiffbaren Flusse; da ferner bereit tin GWenhahn hnrA h,tt Crhfi " - ' " " ' w - w 'f w "4VI j führt, drei andere Eikendabnen in per
!ähe vorübergehen und die Städte LouiSville, Eiuciqnati, Indianapolis. Ehi.ago und St.'LouiS von d'ort'riach kurzcr Eisenbahnfahrt leicht erreichbar sind. Frl. Burton hat daS Geschcnl deS hochherzigen ' Mannes NamcnS der Gesellschaft mit Freuden angenommen. In dem blühenden Man nesalter von nicht .ganz zweiundvierzig Jahren ist kürzlich in PittSburg der pcnnsylvanische StoatS'enator John
N. Neeb.'-eincr der - Herausgeber und i der. Vhef'Rcdakteur. des dortigen Ta. geSblatteS .Freiheitsfreund-. auS dem Leben gefchieoen. Er war ein echter deutsch'r Mann in deS Wortes schönster Bedeutung und fc in Hinscheiden wird von seinen politischen Gegnern ebenso tief betrauert, wie von dem zahlreichen Kreise seiner Freunde und Bekannten. John NicolauS 9!eeb war am 19. März 1351 in Allegheny City in Pennsylvanien. geboren. Nachdem er sich in einer deutschen Kirchenschule sei ner Vaterstadt eine genügende Borbil dung angeeignet hatte, studirte tt mch rere Jahre lang an der West.Pennsyl' vania Universität und trat sodann, in den Stab .FreiheitSfreund- ein und zwar. erlernte 'er. zunächst. daS' Schrift' fetzen, sodann wurde er Berichterstatter. Lokalredakteur und endlich .Managing Editors des genannten Blattes bis er 1339 in Gemeinschaft mit seinem Better Harrn Neeb in die Firma L. 'ck W. Reeb a'S einer der Herausgeber deS .Freiheitsfreund- eintrat. - Schon in jungen Jahren.ioidmete er sich der Po' litit und vertrat in den Jahren 1375 bis 1377' die drit'.e War.d von PittSbürg im Stadtrathe.. Später ernannte ihn der Gouverneur Hartranst zum Mitgliede des BerwaltungZratheZ der Reformschule in Morganza und in die fern Amte erwarb er sich die Liebe und das Vertrauen seiner Mitbürger in dem. Maße, daß die Gouverneure Höyt, attiion und B.'aver ihn nach dem Ab laufe seiner betreffenden Amtszeit stets zu dem Amte wieder ernannten. .1690 trat er auf den Wunsch seiner Freunde in den StaatSsenat, in welchem er ein eifriger Befürworter freisinniger. Maß. regel war. 'Nachdem er die Folgen eines Malariafiebers und später der Grippe, kaum übermunden hatte, er. krankte er im letzten Spätjahre an einem : Leberleiden; dessenungeachte. nahm er im Januar d. I. seinen Sitz im Staatssenat ' ein, mußte aber am Februar krankheitshalber heimkeh. ren. Das Leberleiden ging in Wasser ucht über, welche schließlich seinen Tod ..!eldi führte. Vom Auslande. Ein Ballet, das fast zu inem diplomatischen Notenwechsel und ium Abbruch d:r Beziehunzen zwischen iwei großen europäischen Staaten ge. 'ührt hätte daS ist doch sicherlich, et vaZ Neues nnd Unerhörtes. Wir ha ien seiner' Zeit mitgetheilt, daß es an Vif f irf r Qfilftitfiriirrrt" hi WrtfTtÄ MHWbHIIU W:r ar:j..t. w .i'iiajcic lroaon n oer rnauanact siuiuju aruucn votuiiuui icxicu iuui, veil da! chgreoarapttlche Weil zu dem . . k .ix i - v. !. Jb' iÄ.n'H,iS ioer die weltoeoeutenden -Lretter alna. ?- . i . . . i " ' "i fm . - nAnnnn ir.niii wnm i ging Anstatt nun fü?' die unhöfliche, aber vohloerdiente . Ablehnung, des Tanz zoemZ nach solchen naheliegenden Grün .zen zu suchen, fühlt sich die russische .Presse und vor alleni die vielge'chäftige Ävivoze Wremja. bemüöigt. in die Bal let'Angelegenheit die Politik hineinspie? 'en zu iasieu . und- zu - behaupten, bai Gtück. das in Rußland spielt und in )em fast nur Russen auftreten, sei aus Lefehl des Dreibunds auZ Haß gegen Siuvland auögepfiffen worden. - Die ZlolZ. Wr. widmete dieser Haupt und StaakSaction drei fulminante Leitarti !el. in denen sie erst gegen die Dreibund' mächte im Allgemeinen und dann gegen )ie Italiener im Besonderen zu ' Felde ;og und allen Ernstes ein diplomati l'cheZ. Einschreiten forderte. In seinem -varorysmuS verfiel, baZ russische Blatt 'sogar auf den' einfältigen Gedankens .zag die deutsche Regierung 'eine Art zon Zensur über die italienischen Thea zeraufführungen ausübe, uud daß . die Mailänder sich überdies . durch . die . Ab llhnung des -.Michele Strogoff". für die Ausweisung dtt italienischen Leiern -Zlönner auZ Rußland rächen wollten Der ' Conflut zwischen Rußlalld und Italien ist glücklicher Weise, noch im legten . Augenblicke beigelegt, worden. Nachdem sich die russische Presse.' über? ieugt 'hatte daß' der' Fall ' Strogoff ' jedes politischen Hintergrundes ent deh:e. ' Ueber die Verhaftung )eZ, Bürgermeisters, von Aogent für Viaint schreibt j man von do:t: .Jener Beamte. NamenZ Pimbet, stand nebst seiner Frau in sreundschasttichen Be liehung? zu der Wittwe eineS öfter ceichischea OsfirierS, einer .Madame Dietrich, die d.rn Bürgermeister ihr ieträchtlicheS Vermögen zur Veewal -uiig anvertraut hatte. ' Vor einigen Monaten nun starb jene Dame, und )a die' französische Behörde von keiner iei Erben derselben wußten so wurde ) österreichische General Consul von )em 'Hinscheiden , der begüterten Frau benachrichtigt. Derselbe ließ den Be Zand der hinterlassenen Papiere von .Zrau Dietrich ', aufnehmen, und eS er zab sich, daß ein Theil nach dem vor gefundenen Verzeichniß .vorhanden ge Desener. ' ausländischer Werthpapiere im Betrage von 75 bii 80.000 Fran ken verschwunden war. Der General Zonsul ließ die? sofort bekannt machen and, die Titel für ungiltig erklären. Vor. einigen Tagen'nun erschien bei nnem'Panser Bankier der Bürgermei iter Pimbel und bot diesem für 16.00 Franken jener 1 vermißten Werthe an. Der Bankier nahm dies beim Nach, ich lagen seiner Bücher, sofort wahr, er stattete Anzeige, ' und hierauf, wurde )ie Untersuchung'gegen den unehrlichen Veamten eirigeleitet. 'Diese ergab,: daß Ser Ledere mit seiner Vattin -am To oeZtage der österreichischen -Dame deren Bureau durchwühlt und hierbei, vor absichtlich die Werthpapiere ' entwendet hatte. Pimbel selbst geharrt dabei. o!eselben7aut der Hand, der Verstorbenen als Geschenk- erhalten zu haben, welcher Aussage . die , Behörden . jedoch, in Anbetracht ' deS Llotorischen Geizes jener' Ofsicierövittwe, teinertei' Ölau Ken beimessea..
o r. H.. e i n sehrbek a nn ter. Thierarzt in Kassel-vermietete jünzft ein möblirteS Zimmer an einen zungen Referendar. Nach einigen Ta zen erhält Dr. H. von seinem Miether 'inen Brief, worin ihm der junge Herr kröffnet daß er bei einem Juden nicht nohnen könne, und bittet, man möge ihn doch auf der Stelle ausziehen las l'en, er wolle den Betrag der Miethe für en laufenden Monat vergüten. Dr.
H. - erwio''te wörtlich: .Im - Besitze Zhrer Zeilen, gestatte ich Ihnen sofort luszuziehen: Sie brauchen mir nichts zu vergüten. Ich will jedoch nicht ver fehlen. Ihnen zu bemerken, daß mir lerartiges Benehmen in meiner Prasiß loch nicht vorgekommen. Ergebenst Dr dr.. Tbierarit.Demnächst finden vre Z50jah?ig?n Jubelfeiern der Fürsten und Landesschulen Pforte. Meißen und Grimma statt. Für die preußische Landesschule Psorte. die ihr Jubiläum voraussichtlich am 24. und 25. Mai d. I. feiern wird, wird die Herausgabe eines neuen Verzeichnisses aller Schüler se,t 1543. mögen sie nun kürzere odt längere Zeit der Anstalt angehört hä den, - geplant. ' daS auch 'ganz- lur Daten ' über . die . LebenSschickfa oder die iedtae Lebensstellung der ehemaligen Pförtner enthalten iöll. Gegen 1000 Personen haben, dura Zuschriften aufgefordert, persönlich übn sich berichtet. Doch bleibt noch fc Mancher, von dem seit, seinem Abgang von der Schule nicht? oder doch nichti Zuverlässiges bekannt ' geworden, ist ES werden deshalb, damit möglichst Vollständigkeit erreicht wird. alle Psört ner, welche keine Zuschrift. erhalten ha den, gebeten, Nachrichten über sich ode, wenigttenS ihre Adrene an den Ober lehrer Dr. Max 'Hoffmann in Pfort, bei NauMbura a. S.- möglichst bald einzusenden. Ebenso sind zuverlässige Angaben über andere Pförtner alter oder neuerer Zeit erwünscht. I Frankfurt a. M. fand unlängst vor der Civilkammer' eine Verhandlung statt, welche mit dem Bro ceß Jäger in Zusammenhang 'steht. DaS. Bankhaus M. A. .v. Rothschild klagte gegen seinen früheren Buchhalter Ldolph Gerlo.i. sowie dessen Hehlerin nen, die Frau Gerloff und deren Toch ter, auf Zahlung von 96,000 Mark. Die Klage basirt auf dem. Urtheil der Lstraskammer. da? festgestellt hat, daß Verlost in der .Anarre Jäger- mlnde stenS diese Summe veruntreut habe. Die beid.'n Frauen gestehen zmar die yehlercl ein, behaupten jedoch, das Ja gersche Eouvert mit d:m für die Fami lie Gerloff bestimmten Gelde habe nicht 100,000 Mark, sondern nur 74.000 Mark enthalten. Bon der fraglichen Äumme hat-man zwei Tausendmarl scheine, die die Beklagten versteckt hatten. nledergefunden und der Klägerin zu rückgegeben. Einige' weitere Scheine wurden in beschmutztem und zerfetztem Zustande an einer abgelegenen Stelle H.W 9Zk Wohnung gefunden. Bon diesen e i &&nn m.irtn nur rni Intiiri' m'ifi I WUftltlVil tUiVtl tIMt imi ltU( iwmu--s nrn;:. nji(fni ?? llt ffnVba d:e skelchzbnk sich .blt letzt l 6'it rfldct hat 'i.st acht s-IIv .. m ?.. Ztück) umzutauschen. Die Klage führt 1(9, dag Die SamMe Gerloss nch Roth jchiloscheZ Geld rechtswidrig angeeignet habe und der Klägerin, die nur 4,000 Mark Zlurülerhatten habe. LL.000 Mark schulde. Die Beklagten, erkann ten den Anspruch in der Höhe von 70, )00 Mark an, bezüglich deS ResteS- von 20,000 Mark beantragten sie kosten, fällige Abweisung der Klage.- Adolf Gerloff ernannte im Gegensa zu den beiden grauen die 'geforderten . 00, 000 ittatk als Schuld an und wurde dem zemäß verurtheilt, bestreitet jedoch, noch im BesiKRothfchild'fchen lSe!oes zu sein. ?r soll demizächst den Manifestatioli5eid leisten. Mutter und ToAter wurden ihrem Anerkenntniß gemäß verurtheilt, 70.000 Mark zu bezahlen. Hinsichtlich Ser restirenden 20,000 Mark wurde aus Zlbleistllng so'gendm - Eid.'?, erkannt: .Ich schwöre, eS ist nicht wahr,' daß in zem : von Adolf G.rloss .mir in s die Hände gekommenen Eouvert sich mehr üi 75,000 Mark befunden haben. Leisten - die Beklagten. Muttec und Tochter, den Eid, so wird die Klägerin 3iit ibrer Mkbrforderung!ab.lewiei'en. iKyi,fA' wmm Mit eiver.keschm!uNosen nnd nflöS baren Haut überzogen. Bei Migräne, ' Sttlnidi iia i. Eliwiamk w' lkttft. iiaiuoc'rt. 3-rtifa. K rradke . K ixe. rn,eszn n.xmTvtm . ftlnct i ot)J:r atmfirer tzenuttö! . ai. v. M . vi f::Mf aV ff C4t km j 7ii'3.acr ui.i. ivut, uai, vvi. vvuu i-v vvt ?t ct-ft'S P.Ken. uno in nenn 8&uen aus zehn ' rt . .-.i.. rni.. o:t.. -J . I ' t 11 ' viicu WBniig viuuucn rnvciHna t:nn diePllle wird dea Sitz M lbtii Ur,'t ussuch'n und bttfftstebf fettig nt, r uf Ttiul ft ich rnckr noch oentger. l .c'mi x. sg'e eiaeAnmmmlung gieriger nd t iyitv:iU c u .jeirweis ,esdeRatznnig. , , Zlrotd,k,rn. Preil 56 diekchacht. i w Äork D,dt: S anal S. ,HH,,.HGHH 153 Wirthschaft. Hermann Hunzinger. Frisches Bier, Weine, Liqueure, flute Cigarren. Warmer Lunch jeden Morgen und Samstag Abends. 192 Nord MissisW Straße. Umgezogen. Tr. ift hieruQ hier, zu bithtn Dia lunitmenfie Craril de Dr SHirr. d Augen dnd Obre riteS. t-vana ihn: liuti nuMuiiiuiciica injnjicccn. ic mit iqcic veot, die viaumttqrettkn Stock deß .Jrvn vlscl'. tot tsctt(U : II Washington Str., achst , v,weu.errill '. für fönf Jahre. er auaetchnus Office tna?rtchter bat für d handln ,onure, Or, ! Hi ud die Nnsrrriauna von rillen, kännkicken in. geu uud die VerudefteUvng on Qchieliugen. s. te dte Operation ur'Snt'ernnna de Star orlunedme, u v reise fr ll, err.tck,t,ar. iniutui in MXL9 QUftemeaa tugTlud
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In jeder Hinsicht zufrieden. ö a rollt, 2. Vttr, Sl. t icar tnSflol. tonnte Rackl rnäit (6(afrs, im Tage fühtte nistn Stov schwer, ich trat schwach, ntroCI und Immer ütt. - Pastor König' Hmnilxla" ab mit erautckkndkn Schlaf, start tc meine Nerve, d pellte mich i jeder Hinsicht ,nfrtede. a iju .rm853 elkesoe.Va..7. Okl.1S9l. Keiurich Varnr. der 5lunae von de ich schrieb da er St. VkilTen, habe, hat eine Flasche Pastsr König' Nkr,enStrkkr" genommen und ist ollftSn big hergestellt und besucht t$t die Schule. Ich erachte tt meine Pflicht Zjne dies, tu berichie mit herz lichernDauk. Sr.Z. . Schulte. l,,klld.. y . 24. Okt. 1891. Seit meir lt einem Jahre erbracht ich nux schlaflost Nächte, fca erfahr ich .vo .Pastor Uknig Herren, Stärker, gebrauchte deusetbea und hott den gnvünsch Erfolg damit. Ich empfehle diese Medizin llr er uUelduhe. 8rk. . M! er werttzvolle VuS s2r SZervenkideno VlXl und eine Pttde.g lasche zugesandt. Kiroe JW erhalten auch die Medizin mwast. Tiefe Medizm wurde Uil dem Jahre 1875 von Um Hoch. Pastor König in Fort Wayne. Jd iberrUe! und jetzt unter inner . Nntoetsuug von der K0EIMIG MEDICINE CO., 238 XZandolpl. St. -CSIICAOO IIX. ÄÄ ei phker iti hab, 11.00 dt, fflasch . OHlaschen sÄ,HS.OO, iittt, O fs, 7.00,. In Indianapolis tn den denrscken vothekc oon f;. Will, an er. 54 Weft Washington Mtx. und Ecke Süd a& Ltr. und Lincoln Lane. kurkren Verstopfung. Nm peh st sund helt , nsk. s-llt Jekermaun all vlsrundi?anlis Stuni SklmSdteUeut:ctttzaden. SraA ' eewzhnheltZmahlkzer Vnftöpknng nttteyznen eSrierliche lvl klise Ueöetttnd sind tt dicke .nd eruZttikhe. Jur ettilns diesexJndi?t'flttsntn dad Ttt'S LedttSillea ine deiiell larität txlantu Sie lins aon vtx ,kk?t n werden überall verkante. HDn. Gmri&llm . No. 23 Virginia Avenue. Sprechstunden ; lv 1 Uhr Vormittag, 13 Nachmittag und 78 Abends. Sonntags von -8 Uhr Siachmitt. Dr. PFAPP, Ofsice: 134 Nord Pennsylvania Str. OfftceStunden von 5 4 Udr Nacbm. No. 425 Madison Avenue. ' Stunden von 10 11 Uhr Vorm. Wohnung: 1 f .laoam ftr. ,Zr ermontftr. Tetnino l 'Nce X15. xeicpho . Wohnung 030. T.D uix, j-i- ao'-uu. Kiujyjjur Chirurg und Frauenarzt. Heilanstalt und Office: 9lo. 194 Ost Mtchlgaa Srraüe. (Sit Massachnsetts Avenue.) . ILglich von Z 4 Uhr. Sonntag? ausgenommen. Dr. C. N. Scharfer, I Zörzt und Ehrrnrg, . Z No. 430 Madison Avenue, nc.he MorriS Strl Sprechstunden : 7:- UdrM,rgens, 1 iUhr ! Nachmittag. 7:L0-S Uhr dend. ' Telephon L8S. i Dr. Wagner, Office: Zlo. S0 Ssl Shio Str, Osfice-Stunde : Uhr rrntttag. -4 NlrRachmtttak. Sshnuug : Scke vroadwav d LtneolNHe. Telephon 8. Or. ADOLPH BLITZ; Deutscher Arzt. ! Spezialität, Augen, Ohren, Nase und Hali, krankvetten. Ofsice : No. 8 Odd FellowS Halle. - ' Ecke Washington und Pennsnl. Str. Dr. I. Btthler, Deutscher Arzt. Office und Wohnung: 337 Süd Delaware Straße. Osftee.Srunden: S- Uhr vorm.: 3 Uhr Rncbm.: 7 Uhr dend.' Itledhon ItS. . ' . C. C. WVerts. Deutscher Zahn Azt, No. j Nord Pennsylvania Str. Ool wird uf Wunsch angtSudt. Ferd. A. Müller, t lachs,laer e.ce VcftOcT.) ApsthMe Tie Uferttgng vo Re,ete eschiebt t zuverlasflger. schdftidl,er ise. 7 Süddeft-Ecke der ON Washington nnd ON Otv. Telephon Die Dutbie Daaaett l'ool lVIsnuksoturlnf Corap'ny lle rte seine Werkt'uge u. seine aschtnerle Elektrische vkaschinerie gemacht uuVreparirt.i -193 & 195 Süd Meridian Straße, vksoudere Aufmerksamkett, uf Härtung von MuaNen. . Telepheuo.. . S. Tthle. PrSs. W. H. Taggett. Lekr. u. Schatz. lüapltul ZiaeKtnv vrks, ' a-ti ' , ... ' - so(i u vjf, igrnrnumer. Fabrikanten von Werkieuae und fpelelle nb Sxpertmental'Maschtnerte. Pressen und temxl eine Spezialität. .. No. 35 Süd Alabama Straße. , Keine Heilung ! Keine Bezahluug l r . ' wiw, . , CTrtl:' rVft3-TTM nired rnr Irr. Tlartrpf tn'on minote bj rncwlmprovexl ani ftixta BetW. QmtlzfnrttMXhäfkiktttaMtik, i Schielaugen. ! Wie sie von Dr. Darker durch eine , neue, verbefferte schmertkoseMe!h?de kurirt werde , 872 Falle inÄndtanapottiröiItdsnrnn Sie nck versönlicd üienlue llnnm. C1m ji Oechmz. .
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