Indiana Tribüne, Volume 16, Number 144, Indianapolis, Marion County, 12 February 1893 — Page 6
Kurissa auS dem Berliner GeriÄtsfaale.
Das GeZd.liegi aus der 'Straße. Ter Tischlergeselle Heinrich M. der sich lregm Unterschlagung zu verantWorten hat, spricht bei Beginn der VerHandlung seine Ueberzeugung aus, daß sein jjaü zu den verwickeltsten gehöre, mit denen sich je ein GerichtZhoj zu beschattigen hatte. .Jck meene," schloß er feine längeren juristischen AuZsührungen, M hier der Fall vorliegt, wo der jeehrte Jerichtshof sich zu der Bera thung zurückzieht: Diese Sache is hinfällig, indem ir ihr nich ufsklären tonnten." Vors.: Nun, ich sollte im Gegentheil meinen, daß die Sache sehr klar und einfach sei. Sie haben ein von der Iran Kaufmann R. verlorenes Portemonnaie gefunden und eingesteckt, um es für sich zu behalten. 253a können Sie an diesem einfachen Thatbestand verdunkeln? Angekl.: I, det roill ick ja nich, ick kill ihm vielmehr ufihellen. den Kafus. Datu brause ick dreizehn Punkte. ( löschten: Det' Portemonnaie habe ick!' ja jar nich jeunden. sondern een lleener Junge mit Namen Fritze Polenz. TarauZ erjibt sich klar un deitlich als zwccler Punkt, dct U dieses Portemonnaie nich abzuliefern brauchte, denn trat ick nich jesunden habe, bit kann ick cc6 nich abliefern. Vzrs.: Nun, wenn es in der That richt:.! wäre, daß ein Anderer das Portemonnaie gefunden und Ihnen gegeben bitte in der Meinung, dzß Sie der Ekenthmner seien, so würde das Ihre Strafbarkeit nicht aufheben, sondern nur die Anwendung des Betrugs-Para-grarfcen gegen Sie rechtfertigen. Anzekl.: Tat wäre mir nu jar nich enjenelj n, Herr JerichtZhof, denn als Leöriejer in die Welt herumzuloofen, det paßt mir nich. Aber det kann ooch jar nich sind, Herr Jerichk-hof. denn wen soll ick da betrogen haben? Den kleencn Jungen? I, dem habe ick Jutes erwiesen, dem habe ick ja 'ne Mark je jcben, so dat er reen närrisch war vor Freide. Ter ehrt un achtet mir ja bis in sein grauet Alterthum hinein, denn so wat is denn noch jar nicht passirt. Tiefer Frie Polenz also will jar nich davon wissen, det ick bestrast wcrde, un da bitte ick doch, diesen braven Jungen den Willen zu thun. Vors.: Warum haben Sie den Jun gen, wenn er Sie für den Verlierer hielt, über seinen Irrthum nicht aufge klärt und die Annahme des Portemönnaies verweigert? , Angekl.: Herr Jerichtshof, darüber habe ick vier Punkte. Im Sprüchwort heißt et: det Jeld liegt uff der Straße, man muß et nur uffheben. Wat'n Sprichwort is, det is. so sagt wieder en änderet Sprichwort, d?ch n Wahrwort, wonach sich denn der moralische Mensch danach inzurichten hat. Wenn tvSt JeseZ kommt un sagt: nee, Män uecken. der is nich so. det Ie!d, wat uff die Straße liegt, det lasse man ruhig liegen, so is det ne Sache, wo ick in meinem Jewissen nicht mehr weeß. wo ein. wo aus, und der schönste Konflikt is fertig. Aber in solche Lage hat man ja doch nich immer lange Zeit, zu leder lesen un in t Jeseßbuch nachzusehend wat ick derf, i noein man ja och nich immer so'n Buch in dieTasche hat.,, Da richte ick mir nu in meine Verzweiflung und Nathkosigkeit nach dem Sprichn?ort. . . . Vorl.: Hiernachgeben Sieja zu, daß Sie, wie ja arch die Anklage behauptet, den Iundgegenstand an sich genommen haben. . ' Angekl.: Erst, als der Junge mich det Portemonnaie jab. Ick muß a jestehen, ick war ja 'n Lisken perplex un dachte: Herr Jott, der Junge hält Tir wohl vor'n Jras. Vors.: Sie führten doch Wohl nicht ein ähnlich elegante Portemonnaie? Angckl.: Tat konnte ick nich beurtheilen, ob dat elejantwar odereenfach. Wal 'n säuberet Spind is, dat verstehe Zck, aber von sone Sachen weeß ick nischtl Na da nahm ick also in meine vollstän-dij-Unschuld det Ding an und jab dein Jungen cene Marl. Wer 1 weeß. r sich een Anderer so nodel'jemacht hätte. ',:' Vors.: Sie machten sich nun mit dem Fund schleunigs: aus dem Staube? Anc;ekt: I. ick jing janz dusemang. denn xi kalke ja 'n jutet Jewissen.,, wo ick doch rier Punkte für anführen, kann.1 Tat sagte ick ja ooch dem Herrn Schutzrnann. 'als der mir dann festhielt un uff die Wache brachte, un dort jab ick ooch zu Protokoll, da steht et schwarz uff weiß, dat ick. mir unschuldig je suhlt habe : 1 ' " ' : ' : Mir',:;':' ' , .: '!':' Vors.: Für das Gefühl Ihrer Unschuld srrach es nun gerade nicht., ,, daß' Sie den Vesip des Portemonnaies be-, ' Dritten. Man fan5 es erst .bei einer Durchfuchung ,SltÄISerÄ: Ange!!.: Ick hab' doch nich nöthig, der Polizei anzujeben, wie viel Jeld ick zradc bei mir sichre. Man weeß ja, wat dabei ran 5 kommt; höhere Steierstufe, "tteie Zölle un Abjaden .un lauter so'nc Sachen, womit ick nischt zu dhun haben, wlll'ip!?? Aus der, Beweisaufnahme ergibt sich, daß der Knabe , Fritz e P. sich nach dem , Portemonnaie, das der Frau Kaufrnann,R. entfallen war, bücken wollte, als der Anaeklagte hinzusprang und es oushob. . ' 5r , Kigte sich in der That nobel- und gab dem Kleinen von dem Fund das Portemonnaie enthielt achtzehn Mark eine Mark ab. Der Staatsanwalt beantragt gegen den An geklagten drei Tage Gefängniß. Vors.: WaS haben Sie noch zu saeen? Angekl.: Herr JerichtZhof, ick hätte noch sieben Punkte. ErschtenZ: Ick Kalte die Sache nich for uffjckkärt un spruchreif. Zweitens: Uff alle Fälle sind drei Tage zu ville. Drittens: Dann will ich die Mark wiederhaben, die ick dem jungen zeieben haoe Ter Angeklagte wird nach dem An , ixzzt des StaZt-JNws.!ts verurthem.
Bcwaggszsa
Ta blas mir doch ,(5ener den Hobel aus,- brummt er vor sich, da soll mir noch mal jesagt werden, , det , Jeld liegt uff der Straße.. , Nusere" Guner , im Ausland. In der letzten Zeit hat man wieder öfters in Depeschen und Postnachrichten von Heldenthaten amerikanischer Verbrecher in England, Deutschland und Oesterreich gehört; vor Kurzem ist wieder einer in Frankfurt a. M. auf längere Zeit unschädlich gemacht worien, aber das ist nur eiuer vonTutzen den, welche in Europa aus eigene Art unser Land repräsentiren" und nur selten im Kampf mit den Sicherhcitsorganen den Kürzeren ziehen! Seit etwa einem Vierteljahrhundert hat das berufsmäßige amerikanische Verbrecherthum seine Vertretung in der alten Welt, und in den legten Jahren sind diese Gauner, troö der Vervollkommnungen des internatlonalen Polizcidienstes. auf ihren Kunstreisen" kühner aufgetreten, als je zu vor Es ist so weit gekommen, daß in London, wo die Kerle naturgemäß den Hauptstühpunkt ihrer,! europäischen Operationen, 1 sozusagen ihr europäisches Generalbureau haben, neben der fashionablen amerikanischen EoZonie" eine, förmliche amerikanische Verbrechercolorne ezistirt und der GeheimPolizei vonScotland?)ard fortwährend, Arbeit in Hülle und Fülle gibt.! "!' . iiyt;-v:- ,,' tT- ;v.'--v.jCti - ' , , , J -vÄ: W'v', kmn. . t : ', jV: . 2s. (, -73Vl; V-'h: Srf 'tÄ .llsiv'v 1 '"ft tf? ej&rj '.'235i,,' I?.? f V L W''W ri n O tCSlxs - "As ."jy. ?. " 4 A ' A. Vi:: . .'-;i'i Si'' ! Nlöert Wise. Soweit man weiß, sandte dle amerikanische Gaunerzunft ihre ersten Piomere 'vor 25 Jahren nach Europa; es waren Charlcy King, Bill St. Clair und Tan ,Noble. Dieses noble Trio schickte so begeisterte Berichte über seine Erfolge in die Heimath. ,daß sich bald Nachfolger fanden. Die , erste wirkliche Berühmtheit unter denselben war Albert Wise. in Amerika als Syeeny Al" bekannt, ein Genie ersten Rang s sowohl als ' Dieb wie als ' 5)ocbstauler.- Er stahl zunächst , aus einer Bank , in Audapest ein Kistchen Juwelen; weiterhin oder machte :r glanzende Gezchäfte als Chemie- und Alchymiefchwindler. Es gelang, ihm;, Dutzende von Bankiers und Kaufleuten in verschiedenen Theilen Europas zu begaunern, indem er vorgab. , ein Geheimniß entdeckt zu haben, wie man Gold aus gemeinem Metall erzeugen könne. Mlt diesem nralten Schwinöel errang der glattzüngige Al" bei Leuten, die sich zu den Spitzen ver Intelligenz zählten, unglaubliche Erfolge ! - ;4 rfißkm : : i' ' : : Mittels einer Messinglcgirung und eines Noch nicht weiter bekannten Stoffes machte er jedem seiner Opfer ein wahrhaft verblüffendes Experiment 1 tou Wenn man ihm dann eine Verhältnißmäöig geringe Menge Gold nebst einem Haufen ordinärer Metalle in , einem großen Bebälter gab, wollte der Gauner das AlleZ in Gold verwandeln können. Dieser Behälter sollte zwei Wochen lang. , nachdem der Schwindler seine Mätzchen damit gemacht, nicht, mehr, geöffnet werden, und der zu Betrügende durfte,, ihn, abschließen und die ,chlüffel dazu behalten. Bald darauf hatte .Wise" ein dringendes Geschäft" anderswo und empfahl sich einstweilen. Er hatte einen Spießgesellen, dessen Namen man nie erfahren hat; dieser öffnete mit einem anderen noch vorhandenen Schlüsse! bald daraus den Behälter. holte das , Gold,,, verschwand ebenfalls, und die Beiden theilten dann ehrlich die Beute. , Wenn der Geleimte schließlich aus Ncugierde oder?, einem anderen, Grund den Behälter öffnete; t"o sah er zu seinem Entsetzen, daß allerdings Gold ! gemacht" ; war,? aber , nu? für den Hochstapler! ,. Der Amerikaner erschwindelte riesige Summen und führte, wie alle amerikanischen Gauner von Beruf in Europas ein fürstliches Leben. Später, als es schließlich, doch nicht mehr recht mit der Alchymie- gehen wollte, verübte er in London einen überaus verwegenen Juwelendiebstahl. j'i;, Diesmal blieb ihm dos Kriegsgiück nicht treu;, er gerieh i Gefangenschaft kam aber mit einer sehr leichtenStrafe davon, da sich ein Agent der Rothschilds weigerte, zu bezeugen daß er ; dieses Bankhaus ' 'reingelegt hatte. Zu den sensationellsten Bankraub geschichten in unserem Lande gehört der vor 23 Jahren (nach Anlegung eines besonderen Tunnels) verübtes 100. 000Raub in der, Bostoner Vorstadt Boylston!i',Die vier Räuber flohen nach Europa, und damals gabes noch keinen auf solche Verbrechen bezüglichen Auslieferungsvrtrag zwischen den Ver. Staaten und England. Alle Vier mach ten sich in Europa berühmt. Ter Eine, Bob Corcoran. ist lange darnach in Canada als reicher Gutsbesitzer gestorben. Ein Zweiter, Jkc Marsh, lebte später mit seiner Gattin Kate an seinem Geburtsort in Irland wie ein Prinz: sie fuhren hoch aufgedonnert durch die. Strafen und vertheilten an die Armen das Geld mit vollen Hciuden. Der Tritte. Charles Bullard. ode? .Piano Charley" (er ist ein Vorzug licher Klavierspieler), heirathete in England eine hübsche Schankmamsell, kam dann nach Paris und erSgnetk
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einender feinsten amerikanischen Cafes der einestadt; eines der Gemälde am Haupteingang war, allein ,, ,$25,000 werth. Vor mehreren Jahren kam W. A. Pinkerton, der vielgenannte amcrikonische Tetectivagentür -Leiter, nach Paris und erkannte den Gauner. Die ser machte aus Furcht vor Bloßstellung einen ,Mordanfchlag ' auf Pinkertou; doch der Plan wurde vereitelt, l Natur' lich gab Pinkerton der Pariser Polizei vollen Bescheid. Aullard betrieb ,, über dem Cafe eine Spielhölle und war der Erste in Paris, der, einen elektrischen Warnungsapparat . gegen 1 polizeiliche Ueberrumpelunacn einführte trotzdem drang schließlich , die Pariser Polizei, nach vorheriger, Festnahme des Schon!Wärters im'Eafe drunten,,-rechtzeitig ein und verhaftete die ganze Gesellschaft. aber nicht Bullard. Dieser floh nach England. , hatie später die , Frechheil, , nach Amerika zurückzukehren, wurde erkannt und zu 20 Jahren Zuchtbaus verurtheilt, brach au-, kehrte nach Europa zurück und' gaunerte weiter. Er ist erst kürzlich aus einem belgischen Zuchthaus entlassen worden. Seine schöne Gattin lief ihm weg und heirathete in Amerika einen cubanischcn Millionärs welcher vor zwei Jahren starb. Sie lebt jext in, New York Herrlich und in Freuden.
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Adam Worth. i ' . ; :' ,' .: . i: !': " ' :;. .;. ' ! Weitaus der bedeutendste der Boylstoner Bankräuber aber ist Adam Worth. alias Henry I. Raymond. Er hatte seine Hand in fast jeder wichtigen Räuberei stecken, welche in den letzten 15 Jahren in England verübt worden ist, und die britische Polizei kannte ihn nur als den König der Diebe". Er , lebte in Picradilly in einer Etage, welche jährlich 53000 Miethe, kostete, besaß eine Dampfyacht auf dem Mittelländischen Meere, hielt einen Rennpferd' Marsiall und , war einer der kühnsten Sportsleute, verlor aber auf dem Turf hohe Summen. Endlich wurde, er in Lüttich bei einem Bankraubversuch gepackt, und noch jetzt bläst er in dem bel gischen , Zuchthause Trübsal. Er war auch eine der Hauptpersonen bei' einer ReihL'verwegener, Juwelenräubereien, welche vor mehreren Jahren Deutschland. Frankreich und England aufreg ten. dabci aber entging er stets der Ver' Haftung. " 1 , ''RfT 7? zrsrsC; U'MBM Bi ,' isrsL tiSSyV? V'A r 0 r. 5 ' -A , W k m&Jt&i , i,! ' 4j Mf V.t iV ijui;t wiuiiiiim uiiy uiiu viis. . ::ti. - .X .1 . r 4 t . s.". .ti. ck vuuuiz iinc nzayl oer orrioegensten Einbrüche, wurden aber endlich in ,., a- i.a .',,!, :. ft . a ver ujuieiz icigcicgi ;s unv recaigiiciia auf drei Jahre eingespundet. Dem Francnzimmer , aber gelang es, nach ' yt' ::iM . ; -feS:" ' j ' 1 ; tJf. i' 'P,i:l irV'S' ::,:!;;;: . i JßdfMi i.VÄ,3 , s li L VTjfj i , . ";:; i Ülj 0, h , X, l,' ? ' S-'s! lü ' üü ! fcN :. i: ; f. 1!; 4 V ; 4 ii.: i i-&Mv:vt&AMäi s li Charles Robinson. Paris .zu entkommen. Dort wurde sie ials Ladendiebin verhaftet, es gelang thr aber, die. Sympathiecu von Zei eungsleutcn in so hohem Grade zu rwecken, daß sich ein allgemeiner Entlüstungssturm über die schwere .Jnsuk irung der amerikanischen Lady" erhob, und der amerikanische Consul in Paris sich einmischte. Die Pariser Polizei mußte, obwohl sie ihrer Sache ganz sicher war, die Gaunerin gkhen laßen,
y'iCri m ;T : f ! '; -' ' . : . . ; ; grälM ' ' - : .. . . .'' , , ,,. , ' -:i "' ;i . :" ,' : ' : Billy Miller. " Viel machte auch ein Verbrechertrio daI aus zwei Männern und einer Frau bestand, der Polizei , des europäischen Festlandes zu! schaffen: Billy Miller.
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tativen" Amerikaner und ihre Helden thaten schreiben. Noch immer scheint die amerikanische , Gaunerzunft die europäischen , Länder! für ein höch'? dankbares Feld zu halt en, und die europäische Polizei , ist, noch immer nicht recht auf diese Merkursjünger und ihre Methoden gcaicht", weshalb, dieselben wohl noch lange dort in der Wolle sitzen '. und , mit ; Grafen, Baronen und Finanzgrößen 1 um 1 die Wette ein ' , fürstliches , Leben genießen werden, ; obgleich dasselbe manchmal durch eine kleine Unannehmlichkeit unterbrochen werden mag. , ,Tie amerikanische Polize hat auch starken Verdacht, daß der russische Edelmann", welcher, wie, unlängst eine Kabeldepesche meldete, , im pieierparadies Montccarlo ein Tuell mit einem Amerikaner hatte, wobei er gctödtet , wurde, einfach dem Pisto! eines ' jener amerikanischen Juwelendiebe zum l Opfer gefallen' ist. Verschiedene sonderbare Umstände deuten darauf., . ; ', Es würde leichter sein den amerikanischen Verbrechern in Eurvpa beizukommen, wenn sie mit dem europäischen Verbrecherthum Fühlung unterhielten. Aber, gerade , das vermeiden sie wohlweislich ' auf das Sorgfältigste. Sie bleiben gänzlich für sich wenigstens den anderen Verbrechern gegenüber halten , sich allen Localitäten fern, wo ihre europäischen Collegen hausen, verkehren nur in gewähltester und hochanständiger Gesellschaft, sitzen aus den besten Plätzen, im Theater, haben vielfach ihre eigene Dienerschaft und Equipagen. ' und ! verstehen , es überhaupt in seder, Hinsicht meisterhaft,, über ibre Persönlichkeit auf , lange ' hinaus , alle Welt ,zu täuschen und wieder zu tauschen! . . . ' i . ' , f.i ,t !." ; ' ' . ' ';' ;, Fing erringe. ;: ly ' - :'
'!, ,Ai5 Erfinder der Fingerringe bezeich , net eine griechische Sage den Jupiter, welcher' nach,, Befreiung des an , den Kaukasus gefesselten Prometheus den selben zur Erinnerung 1 an seine erlittene Strase verpflichte! hab?!' 3jncn eisernen Ring am Finger zu trogen. Indessen )t das Tragen von Ringen wodl mehr eine morgenländische Sitte und war besonders bei den Hebräern' gebräuchlich, da deren Ftauen sich mit Nasen-, Fußund Ohrringe schmückten, und bei denen Ringe , als Ämulet , getragen wurden. König Salomo soll einen Ring besessen haben, der die Quelle semer weilen Reqierung war. Eines Tages verlor er denselben im Bade und verzichtete nun 40, Tage auf den, Thron. ,, bis lein Kleinod im Magen eines Fisches wiedergesunden Aehnliche Zauberrinae kommen vielfach bei den ostlichen Völkern vor. ' Von den Morgenländern nahmen auch die Griechen die itte. Rlnge zu tragen, an. Auch die Römer huldigten dieser .Sitte, die ihnen von den .abinern überkommen 'war , und ' wohl , hauptsächlich den Zweck des , BrieffiegelnS hatte doch dursten anfangs nur Senatoren und Ritter Ringe tragen., Siegelringe wurden in ,iehr früher Zeit als, eine Art Vollmacht zur Ausübung der Rechte ihrer Besitzer betrachtet.,,, und man glaubte, daß Alexander der Große den Perdikkas ,' zu feinem Rachsolger , destimmt habe, weil , er, ihm vor seinem Tode den' Siegelring übergab. Der Ring. , welchen der Papst bei der Jnvestitur, den, Bischöfen übergibt., deuter ihre Vereinigung : mit Christus und Der Äirchft:äffi&' f: .:' 'iB " Ter 1 Austausch des 1 Verlobungsringes gilt als Zeichen deS', Versprechens der unverbrüchlichen Treue. 1 Uno heute in der Zeit der Aufklärung ist eS eine heilige und symbolische Handlung, vor dem Altare die Ringe zu wechseln. Daß man sich hierbei der glatten, goldenen Reisen , bedient. , hat die sinnige Bedeutung. daß dem Ringe, der ohne Anfang und Ende ist auch 1 die Treue ' gleiche, und sowie die Bestandtheile des Ringes aus, edlem Metall sind, soll , auch das Bündniß rein ohne , Groll, Eifersucht und Mißverständnisse sein. , Schön und sinnreich ist auch die Sitte unter Freunden, sich mit Ringen zu beschenken als Symbol des Vertrauens und der, Ge'rneinschaftWI Zuvrtnltch. !,! ; ,..;! - I ä! - 1 1: : p I' j p Tis j SseWSäfW nr.i,. "iT JWC. Tjm Ti V i! : W k r. l ; Mtf&Sfo. Pv&SW' j :5t V- fi 1 v !!r'VJ k 0 ssfi&m iV?4 X C3t ,-T!r ?W - i Fräulein:" .Da finde ich einen Knoten in meinem Taschentuche habe ich Ihnen etwas versprochen. Herr Afsefsor?" Seine Freude. Herr Huder: Warum freuen Sie sich denn immer Freitags so auf'S Mittagessen, Herr Registrator? Registrator Federle: Freitags gibtS bei mir regelmäßig Fisch, und deshalb ist dieser Tag der einzige in der Woche, an dem meine Schwie germutter eine halbe Stunde lang den Äund hält! Eingetroffen. Herr (wüthend): Run. .sehen Sie 'mal, wie der Anzug setzt ausschaut, den ich vergangene Woche hier gekauft habe!-, Kaufmann: Saat' ich'S nicht, daß Sie bald wiederkommen würden? Der Nuken der SsnntagS ruhe. Höre mal. Du mußt mir rasch 0 Mark vorschieben. Geht nicht, lieber Freund! Am Sonntage ist des Schießen verboten!
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Für unsere Frauen.
Wohl bringt die Uibt nui zul?st auch Leid Toi all' ke dttt ren ThrSue, die ich rann,.? ; Sini durch den erüen ftüi roraus brzahlt. ' il; iilTOISÄ Wer möchte in einem i'ande, m das sireberthum von der Schulbank bis in ie Gebiete höchster menschlicher Gebenstellungen und Errungenichasten Uch rstreat und so sehr unterstükt und qe)flegt wird, nicht gerne die Erste fein in schule und Studium Haus und Hof, rt r i vi ri ' , . jTt . t4 9 t -i .i ., x ;. ' ., ' sescyltl und ,, cjcuichori; vei ', reuno lnd i namilie, be; Verein und Verqnü-, ien. in Stadt und Staat?!, Doch nicht N't diesen vorwärtsltürmenden. hohen planen.,, nachfliegenden. , ehrgeizigen Nadche und Frauen wollen wir uns jeute befassen, sondern nur mit jenen l.anz unzchcm, . fast unsichtbaren, abtratten ersten Empfindungen und Re;ungcn. welche aber doch berufen sind :m, Leben des Weibes eine gar bedeut'ame Rolle zu spielen. Ein blühendes, rn Jugendlnst und ugendfrische erstrahlendes Mädchen kommt heim vom ersten Tanzvergnügen: )ie Pulse hämmern und tlopfen noch laut vor freudiger , Erregung. sie löst )as leichte Kleid, das wellige Haar und lächelt dabei-jo fröhlich ihr Spiegelbild Sie denkt an die lockende Musik, das lustige Lärmen an all' die leichtfüßigen Tänzer und ; an den einen Fremdling ganz' besonders! War das nicht , ein prachtigerMensch die hübsche, Stimme, ser heitere ,chelmenb!lck,, die dollche, Sprache;, und wie liebenswürdig aufmerksam , er sich ganz besonders um sie bemühte, wie oft er niit ihr getanzt! Zlch. die erste Unterhaltung mit diejer rsten Begegnung war doch etwas ganz wunderbar Schönes! Und der köstlichen Freuden giebt es noch macheu. manch' Tanzchen.wird noch mit dem, gewissen Einen gewagt, bis er aus einmal fernzubleiben scheint. Ta brennen i die, Lichter trüber, die Munk tönt nicht mehr, so verführerisch, Alle hat seinen) Glanz eingebüßt sie möchte am liebsten nach Haufe gehen und weincn, wenn sie! sich nicht vor sich selbst und den Anderen ichamtc. ', Doch vlödlich erscheint er doch noch in der Saalthüre. Alles erstrahlt in' ihr. um sie her: wie er sich nähert, pocht ihr kleines Herzchen so überlaut, als wollte kS vor Freude zerspringen ; und was sie jetzt empfindet, sollte es wirklich die erste Ahnung jene wunderbar räthielhasten efühto;imf ! Und heimgekehrt rn ihr trautes Stüb chen, öffnet sie! weit das Fenster und blickt sinnend hinaus in die schimmernde Stacht! Des freundlichen Mondmanncs Blicke erinnern sie an die sprechenden Zlugen eines irdischen JünglirigS., und voll innerer Glückseligkeit flüstert! sie: O herrlich schöne erste Liebe!" , ,, Bald hat er den Wcq in ihr Haus, zu den Eltern, gefunden. ! und in stür Mischer Hast steht er eines, Abend v or ihr mit einem blendend berückenden, blühend berauschenden Llüthen-Berg. Er blickt ihr tief in die leuchtenden, Augen und frägt fast lautlos: Darf ich!" Dann neigt er seine Stirn über ihre weichen Lockchcn, seine Lippen suchen die ihren! Wie ihre keusche Seele zittert und ihr ganzer Körper , leise erbebt unter dicler hauchenden ersten Beruh rUNg!,Z1kzI,? , Einer wonncvollen Brautzeit folgt die Vermählung!, Aus dem zärtlichen Geliebten wird, langsam und sicher w:eder der ernste Geschäftsmann. Eines Morgens verläßt er sein junges Weib chen fast hastig ohne übermäßige Liedesbeweise! Er hat die Thüre noch kaun, geschlossen, da stürzen 1 sie hervor, die herben Thränen der " ersten ! Enttöu f (cji ü'H j 3 i-gi i'?!S?33;'"SS " 1 Doch wie k? heimkehrt, blickt sie ihn noch mit einem so rührend traurigen Gesichtchen an daß , sein Unrecht wohl ahnend, aus sie zucilt! Abbitte thut und ,!sie herzhaft, in feine !Arrue fchließt. So seiern sie. glücklicher als je, vereint die erste Versöhnung. , Da wird ihre behagliche Harmonie grausam gestört durch ciuc wichtige Geschäftsreise, die den jungen Ehrgatten für einige Wochen rutführt. Als der Zug dahinbrauft, ist ihr giir weh' um's Herz, niemals hat sie sich noch so schrecklich vereinsamt gefühlt!, Wie sie ganz allein dasitzt und Öe:i leeren Platz ihr gegen üdir anblickt, seufzt sie, trübselig v or' sich' hi n zHMMWWM O wie schwer wird doch dieje erste Trenn u ri g ! i!SSiS Endlich soll er wiederkommen, sie hat ihmIsavlel Briefen unmöglich anvertrauen kann. Nun nehmen sie wieder gemeinsam an ihrem gemüthlicheil Tische Platz. Unter einer Serviette verborgen liegt ein aller liebstes, selbstgejertigtes Miniaturbild, chen mit einer sinnigzarten, Widmung. Gerührt umsoßt er sein trautes Weibchen. blickt sie prüfend an und ruft freudestrahlend: '' .Ist'S wirklich wahr, wär's möglich?" Und sie ergehen sich Beide in dem schöneu Land hoffnungsfreudiger Zu kunstSträume der ersten Erwartung. Nun naht der lustige Prinz Carneval mit den schönen Faschingsfreuden! All' ihre Freundinnen schwelgen schon in Gedanken an rauschende Roben, seidene Spitzen, glänzende Geschmeide, schmiegsame Schuhe, Blumen und Bänder. Fächer und Federn. Frohsinn und Freude an Leben und Luft. Unser at mes Frauchen darl aber all' die Herr lichkeiten nur anschauen, nicht mitge. nießen. und so übt sie sich in der schwe ren Kunst der ersten Entsagung. Mit den holden Maiblüthen oder kam auch die Erfüllung, der liebliche Lohn für das treuliche Ausharren des langen, leidvollen, beschwerlichen Win terS! Und als daS Kind geboren war. Sie mußten der Mutter es zeigen: Da ward ihr Auge voll Thränen so klar. ES strahlte so wonnig, so eigen!" Und was sie so unaussprechlich seettg
macht, ist das Hehrsie und höchste Clück, das den, Frauen geschieden, die erste MüttersreudeWMMWH ! Hiermit) schließen, wir 'auch die Kette der ersten reinsten Empfindungen des Weibes, welch: niemals! wledeckehren mit jener ' Macht poetischer Schönheit, jenem , Zauber , wahrer Befriedigung, selbst noch in der Wehmuth, wie diese heiligsten ersten Gefühle. Wer diese jemals gekannt dem geben sie einen veredelnden Schimmer von Glück mit auf den ganzen Lebensweg. , Und so alt wir auch werden mögen, so viele Sorgen und Schmerzen das Frauen leben auch später noch bringen mag. es ist niemals im Stande die gewcih:e Seele zu verbittern oder jene schönsten Erinnerungen auszulöschen, welche die , erste Glückseligkeit junger Liebe. - Leid 1 ii rtN .! im rftvif h5 Vstffi 1 1 rt ,
uuv . v .im tuji w"v rm r ifii4 in xrtri"htt . ,, vviyviiiyiiuy luiLiuvvin , , Italienische Studenten. 1.-'- i;-"" jfe .-ji.Cxi.ffl-'.ij -'-Hlilij!; . Zu der Galilei-Feicr in Padua war von, der, Herzogliche: Technischen Hoch schule in Araunschweig , der VAector Prof. Tr Wilhelm Blasius' und ' von , Seiten , der Studentenschaft, der Vor1 sitzende,, des studentischen Ausschusses 't. ii . ii: r , ' ' . ! .ii. ' t .,. i .",. ,. nr .-tii ritrort ennrtn riT 'tn WV b IUU liWtlCV . t Ut Wt. ".VHVk..,ii Herren haben dieser Tage in Braun'! schweig einen Bericht über dieErcignisie ', bei der Iubclseier in Padua aegedcn. Während Professor Tr., Blastus das Gcfammte der Feier schilderte, , machte 1 der Stud. Wessel über " die t bei jener Feier von ihm beobachteten studenti ' schen Gebrauche in, Italien .MiithcV ;iiciiisifes. , 1 Tie studentischen Feste tragen dort 1 alle den Ehartier großer Ausela'ien heit; der italienische Student suhlt sich durch Icln 'Gcfetz gebunden, er folgt seiner Laune und der augenblicklichen Stimmung. , ' Bei den Kommersen trat diese Thatsache recht zu Tage; ein Präsidium in, deutschem Sinne und ,, demgemäß eine deutsche Ordnung, und ' riiiim sf i 4rt Artfi'ii- inii) Vn ( rt mi.. ' VliilUiljllUllli lUU: IV UU) Clli ViWUlU.fcjen , jenseits der Alpen , nicht.' ,Tn deutsche Eommcnt, selbst,, das einfache Proiir. war etwas sjieue5f ,,,, Uom-, mentmaßigcs Trinken kennt man also " ,, , Nicht. 1 ' . .. ,x - . " " - yÄ-V Ler studentische Wichs, der nur dem germanischen Studenten eigen ist. ericgte die größte Verwunderung. ' i Was tnir fiitfshfn am weilten cntbkbren. 1 'VnA.li t 1 5 i CJ rt m m i S ,,,, & Il'Ul llli ltUlll)l3 ölUUIlU3"iy ""3 recht,, zur Hebung,, der Gemüthlichkeit eines Kommerses beiträgt.,, Gesungen ,, n,f A fi i :" Vs i:.:. Trinff n li h-r .,V44VvV. VV 'H'M;: tr ' . w ' :;t fnnhf tiirf 1 Wiifa d-r ersten stunde , mm y ' - ' ' . . ; herrschte durchweg bereits die größte Lustigkeit,, es erfolgte die allgemeine ,Verdrüderung und an Ordnung war nicht mehr zu denken. Yine Rede bei vollkommener Nuhe , zu'', halten, war hberhaupi ein Ding der Unmöglichkeit. Ein einziger treffender, Sal geuugte. , um einen Sturm der BegeiUerung her vorzurufen Welche, Hohe eine derar,, tige Begeisterung erreichen konnte, zeigt ,,, der Nedner an folgendem Beifpiel: : , 1 Noch dem Banketts das seitens der Studirenden am Freitag gegeben wurde, hatte ich die Aufgabe, jm Rainen de? akademischen Vertreter : TeutschlaildZ etliche HZorte des Tanke in italienischer Sprache sagen; ich entledigle mich dieses Äuflrages und wurde nachher von itaiieni'schen Koinmilitonen unter brautenhem llnnimi Germania" ' auV ren , , r. , . . ' 7, " , I ,T" Sckullern durch den Saal auf dir Straße herab bis zum Festsoal, getra. !"! grn. um rlivll uiiuci uca -oiiyr i erreichen, vier andere Komilitonen hallen dasselbe Schicksals Mm Herrn ! Neckar der Universität Padua wurden 0)i demselben Abend die Pferde vor dem Wagen ausgclpannt. etliche Studirende erkletterten die .Troschke , und n Trabe ging r5 unter dem nie jchlendcn Evvivu" zum Eofc Pedrocchi. , ,, ,, Es ist allerdings lautn ,;,k,5e!bar, v ü . i 1. . v ...i u.iiii, -tK . :: cy.n 1 ,i' ÜUR THU T gt UIUUIIC '::,.&.( ilU?ll( , JCIKI i ü najieu feaue ; ,;unKTC Haue niiajenwommililoncn kennen das fforporalionswe ; sen nicht, ein Ausschuß der,, gesammten Studentschaflcn eristirt ebenfalls nicht. und obichirn ein Festpräfidinm bestand. so fehlte ihm doch dir anerlannte Macht, um für wirkliche Allfrechterhalkung der '!: CV vt'i m t ä ir 0ti!' i f Anttn rt 'i -n - All ri n a-miiimi! ' "Z-J K J k li ."1 V - .'.!' A r .. i" flk , 1 1 h 1 Äinab! von etwa VW) Studirendki, ist U11UJ UU WUJIUII t IUII II! VV i AI HUHU IllkVi A V. fm- i4itniiA?if nK N'rtlitniiiii'Ttl Yr f it 1 Sii r iinS hfl hrr It.'Ti tr ri tvrrrri TArfit Krri i lultf ni friii fnrimif if iiun .111 ! U I 111 III 1 lUl.l. ' i. AWIktBK ..IVl&JM ".. ii'itrr "h.iitlm .1 'r rirliT it rt .. ll n r hrt w it undenkbar. ;, Tie kecht weise der nalie nizcheil Studenten ist durch! die Wane ' IkVi! 4 1,..-;. Vr & ',, it t nrf h.rtniiAi in 1 i Ut Ut Um -OU 3 t " l uiuuiii nui i. rf' ' ! . m " "' f I . ' ' .. .f ! . n : 1 hm W C V M '!,, V M .: i vui: . ,, ; ! ii hmiiM sin 'iTirmf.i ' t mm i nr rnrm 11 rv . 1 i st 1 i j.. : . : w - : a 1 h rr , n 1J ji'ii,,!, V IMl ,!'. I U "! V ;, V H ! . r: w '"V f . w . JL'ilir , M M .,,;': ; ,;, .. - .1 ff- w- - --,, n schnittlich eigen ist. Unsere Schlager mensur ist im Vergleich zum graciösen Florettfechten geradezu vuinK Mit großer Lebhaftigkeit wird auch mit SäF bel 1 gerechten: , Man zeigte uns eine solche Mensur, knieend. ja sost liegend, suchte Einer i den Ander adzuführe n . ,:; Der italieilische Säbel ist allerdings tii ;i n . nr in . 'rn i ir' siirxiv iir : x i v : v. ... t c j. trn v: ri : .1 tliuyi u i viuijik t 1! viv r 11 1 Nicht me ltarler als die unlerer Vitt ;....!! X . T m 3f . : . ': 1 nriiiM isifr & V ii w 1 1 wr r r niii'pr wt-n m nTm Ul IvIM l t VV U U l V t Ull fC! ..AMI. .4 i..::,:::1 V i. Ci ':! i;:u;:. twi. : " 1 1 m X a 4 2iyi. ui . wu tu ,;i.:i!'::'i u 119 v i iuy .... tnitrh f-IKH rinf rfjnfiii i Psr4 Kfi IW fc V . v: v :':..jbri :i!i V i X ... j. l iv VI ü. .; Stoßes oder Schlages vor dem Gonge angesagt wird, ein Umstand, der den Gnist der Sacke sebr berobmindert Die Pistole ist sehr wenig im Gebrauch. Me n j u r e iv f i nden ü berha upt in der Studentenschaft sehr wenig statt. Schreckliches Pech. Ein junger Dichter läßt sein neuestes Trauer spie! auf einer kleinen Vorstadtbühne zur Ausführung dringen. In der Hauptscene. aus welche der Dichter leine höchste Erwartung gefetzt, dersvricht sich die erste Liebhaberin und ruft mit markerschütterndem Pathos anstatt: O. Du Grausamer'. O, Du Saulramer!" Verlor e ner T a g. So schlecht aufg'lcgScvp? Na. da soll Einen doS Led'n noch g'freun! Fünf Stunde hab' i heut im Wirthshaus g'sesse. g'sofse hab l a g'nug. aber ju raufen hab' i nii a'fund'rl
