Indiana Tribüne, Volume 16, Number 142, Indianapolis, Marion County, 10 February 1893 — Page 2

Sttdiana Tribüne. ? 'is'lililai ;" , DAßS"'" - Erscheint uüg tich und Sonntngs.

Die tätliche .Irtdune tostet durch den Träger ScntS pcr Woche, bis SonntagSTrtbünc- ö Cent per Woche. SBeile infamste IS Cent oder 33 Cents perMonat. Per Post zrzesilk! tn VorauöbejzZluns per Jz.hr, Osftce : 130 Oft Maryland Straße. Indianapolis, 3.2b., 1 Februar '9SJ Veleututtg im Stadtbesilz. Vor Kurzem hat in der Mschnst ftoruin Jemand ausgerufen: Man, A.ige mit : irgend eine amerilanisSe Stadt, i i welcher irgend eine städtische Arbeit fs haushälterisch oder so gut derrichtet wird, wie die gleiche Arbeit von PrivatPersonen!". Als eine Antwort auf diese Herausforderung können die mit se2r lehrreichen, einer Fülle statistischen Materials gespickten Aufsage gelten, welche gleichzeitig in der Neview of NeviewS" erscheinen. Der erste dieser Artikel bezicht-sich auf! die Ecfahrungen, welche ;mU ; städtischer Gaslieferung, der zweiten auf die Er fahrungen, die rnit elektrischer Beleucht tung im Gemeindebesitz hierzulande bis jetzt gemacht worden sind. Obwohl die einzelnen Thatsachen in örtlichen Kreiseu wohlbekannt sind, so ist dies doch Sie erste zusammenfassende und über sichtliche Darstellung. . , Einige, Gedan len und Taten aus den beiden Auf fatzen feien hiermit hervorgehoben. , Zehn Orte in den 33er; Staaten haben bis jetzt Gemeinde-Gaswerke. An ihrer Spitze sieht Philadelphia, da? solche schon seit 1841 besitzt ; die ü6ri gen sind ,,; kleinere, aber immerhin fast durchweg geschäftlich bedeutende Orte ; wir geben sie hiermit nebst der jeweili zen , Jahreszahl ihrer Besitzergreifung )er , Gasanlazen : Richmono, Va. (1852). Aleiandria, 25a. (1853). ften serson, Ky. (1867), Wheeling, W. Va. (1870), Bellcfontaine. 0. (1873), TanviLe. Va. 1376), Charlottesville. La. (1876). Hamilton, O. (1890) und Iredericksburg. Va. (1891). An zllen diesen Plänen ist die überwälti zende Mehrheit der Einwohnerschaft ichr befriedigt von dieser. Einrichtung, währendsie 'früher meist mit der Güte szer , dem Preis des von Privatgesellschaften gelieferten Gases sehr unzufrie zen war, ' und mehrere der Städte haben sehr glänzende Kaülgebote," welche spater von privaten Gesellschaftenge?,,, stellt worden ,, waren, ohne alles Zau?. lern zurückgewiesen. Tanville. Alez !2ndria, Eharlottesville und Wheeling' haben in neuerer Zeit noch elektrische, Beleuchtungsanlagen hinzu errichtet. .', Was , nun den Preis des gelieferten' Äases anbelangt. . so ist derselbe na-.-ürlich sehr vcrjchieden. je nach dem örtlichen Umständen, dem zu bedienend en Flachenraum, LevölkerUrtgsstärkeL kosten von Kohlen, Kohks und Tbeer. n. f. . Am höchsten lst er in Phika)elphia, too aber anerkanntermaßen Uusnahmeverhältnisse bestehen; dort beträgt e?Sl.50 den Fuß. Aber in zllen anderen Fällen ist der Preis nicörijerj als in den weitaus meisten 6 Üb :en ähnlicher Gattung mit Privatbedienung. Philadelphia , tauft übrigens neben dem ttohlengas jbdfo. tabxlfjr,: :ine bedeutende Menge Wassergas (etwa 10 Procent des Gesammlbedarfes) von ?iner Privatgesellschaft: die Phikadel phier Behörden , sind sehr darauf aus, saß dir Stadt auch die Wassergasanlagen übernehme, zumal das Wasserzas in der neuesten Zelt bedeutend bii liger. als Kohlengas, wird, , und seine Leuchtkrast besser ist. Bemerkt sei noch, saß der Gasreis dort auch unter den bisherig, Verhältnissen schyn längst hätte , erniedrZgt werden können, und seine Aufrechterhaltung wiederum ihren oesonderenGrund hat: wäre nämlich das städtische Einkommen ausde.t Gas und Wasserwerken ' nicht,' fo müßte die Steuerrate 60 Procent höher fein; die Lautlast der,, Gemeindesteuer in Phi iadelphia fällt aber aus die ungewöhnlief) große Anzahl kleiner Hausbesiker, und diese wollen, so lange nicht die Keicken entkoreaend besteuert werden. keine größere direct e Steuerlast trazen. als bisher. Tie Stadt hat zudem noch nicht die Wirkungen des unheil zollen GasTrust- (in der Zeit vor !8d) verwundend ' Trotzdem kann beDiesen' werden ' datz sie ,, sich als, solche, anter all' diesen Umständen, besser jiefjt; zls Wen? ork mit seiner Privatversor lünSZU'-' . ' , , ., , . In Wheeling, ,23. Va.', dagegen wird das öffentliche Gas zu lo Uenis den )uß, und zwar mit bedeutendem Prosit kwie auch meist anderwärts)' verkauft. Tie einzige nennenswertheStadt,' welche ihr Gas auf , dem Privatwege so billig bekommt, , wie,? Wheeling. 'ist ,2rre Z)aute. Ind., und hier, wie an mehre ren anderen ,Orten hat ein Concur renzkriea zwischen zwei GaZaesellschaften At Preise soweit heruntergebracht: die Hosten aller solchen Kriege aber, ohne Ausnahme, ntufc zulest das Publikum zahlen, der allzeit verlierende , Theil! Das Gaö in Henderson 1 Ky. kostet &1.25 den Futz. und unter den zwan zig Privat Gasgesellschaftcn, in Ken tucky ist nur eine , einzig,, welche nicht mehr berechnet, i Unter den vierund siebzig amerikcnifchen Städten , mit Prioatgas, über welche im Brown'fchen Adreßkalender der amerikannchen Gas Compagnien für 1892 berichtet ift sind r.ur sechs, welche ihr Gas nicht theurer als zu Kl lriezen. Tie Watdstadt am Eriesce hat besonderes Glück? der Eleve lander Stadtra:d vermochte die GaS esellschaft zu zwingen, , auf 60, Ets. heradzuaehen, nachdem ,ahre lana Heulen und Zähneklappn geherrscht hatte. Hamllton, O., steht unter den zehn Gasanlagen nutzende1 Stadien einzig da; denn nur dort konnte die urjprüngllche prwatc Gesellschaft nicht ausgekauft werden, und die Stadt mußte mit ihr concurriren und außer dem einen. langen und kostspieligen Proceß führen! Trotzdem hat Ha mit ton ..in den. ersten anderthalb Jahren der neuen Ordnung aronen Ersola auku. weisen, und der GaZpreis ist von 52 auf $1 cclunlen.

Aua hlnnazttlQ der Gute des Gases

sind durchweg sehr günstige Erfahrung gen mit dem städtischen Betrieb gemacht worden und werden noch immer günpigere gemacht. Keine , einzig? der düsteren Prophezeiungen der Manchester lichen Celdsacks'Seldstherrlichkeits-Ad' vokatcn ist eingetroffen. Namentlich ist die Eorruption nicht größer geworden im Gegentheil! Werfen wir nun e.ntqe Blicke aus die Erfolge städtischer elektrischer Straßenbcleuchtunz in unserem Lande: Es sind noch keine 6 Jahre seit dem Beginn dieser Bewegung, und gegenwärtig be sitzen und betreiben schon mehr als VJU. Städte in den Ver. Staaten elektrische Betrieösanlagen; dieselben vertheilen sich über das ganze Land von Maine bis nach Teras; obwohl es meist kleinere Plätze sind, faßt auch in den maß' gebenden ' Kreisen von ?!em Zjork, Boston, Philadelphia, Baltimore u. . w. c.cie yocc unveriennvar immer mehr Wurzel, und Chicago hat neuerdings 725 eleltrische Bogcnlichtcr er folgmch betrieben und dehnt dieses Feld weite? aus. Ohne Zweifel wäre die Zahl der Städte mit öffentlicher elektrischer Beleuchtung schon noch grö Ber, wenn nicht m vielen Staaten Ver fassungsbestinlmungen'es den Gemeindeni ll ,r m ö g l ich machten, über einen kleinen Pio entsah des steuerbaren Ve staeides der Gemeinde hinaus schulden zu, contrabiren. Auf .solche Weise wurde z. B. Milwaukce 1339 an der Errichtung einer städtischen elektrischen Anlage verhindert. - Haben sich" die Gemeinden an die SlaatSgeletzgedun gewandt, ' Um das Privilegium zum Borgen von Geld für solche Zwecke zu erhallen, so haben fast stets die Bertre ter private Gesell chaften Himmel und Hölle dagegen in Bewegung gesetzt. Hinsichliich des Preises ist der Unter schied zugunsten .städtischen Betriebes ein noch Ziel schlagenderer, als im Falle der Gasbeleuchtung. Das kann wenig' stenS bei sämmtlichen Plätzen gezeigt werden, von denen überhaupt eine Sta. tiftik erhältlich war Viele, der össent lichen ' elektrischen Anlagen werden in Verbindung mit den öffentlichen W a f ferwerken betrieben, und dics ist eine der Haupturfachen. warum sie den Städten !' bedeutend billiger l kommen, indem an Gebäuden, an Triebkraft und an Angestellten gesvart wird. Privatgesellschasten können es nicht so billig tyun.' und selbst wenn sie können. wollen sie nicht ! - Ueberdies ist nicht ein mal ein freier Mitbemcrb zwischen verschiedenen Gesellschaften möglich, da in diesem Fall . nur , eine beschränkte Zadl aus demselben Gebiet gleichzeitig wirken kann; dagegen können die wenig.' Mitbewerber sich sehr leicht .conzolldi ren". Es bleibt dabei:, Dinge, welche ihrer Natur nach Monopole sind, Monopole sein müssen, gehören auch naturgemäß m das Ren ort voller onentllcher Per antwortlichleit! . :M:" ' ' ' . Oüarantätte und Staate Die New Äorker Dcedizinische Aka oemie nahm in ihrer jüngsten Sitzung den Bericht des Comites entgegen, we! ches sie zur Prüfung o;r Quarantäne Einrichtungen ldeö New Porker Hafens eingesetzt hatte. Das Eomite, als det sen , Vorsitzender Dr. Abraham Jacobi fungirte. bat die Peltschine- und die Aufenthaltsorte der Detinirten besucht. den Tesinfectionen und Durchräucherungen beigewohnt, sowie das gesamm:e Arbeiten der Quarantäne Maschine beobachtet. Ihr Schlußresultat ist kci neswegs derart, daß man mit besonde rem Vertrauen in , jene Einrichtungen erfüllt werden konnle. Wir fanden. so heißt eS in dem Berichte , wörtlich. daß die Einrichtungen sich nothwendig als ungenügend erweisen müssen, jo bald sich mehr als ein einziges cholera insicirteS Passagierschlff von einer gewissen Größe einstellt. Wir fanden. daß die Facilitäten, welche eristirien oder , extemporisirt wurden, nicht in einer Weise gehandhabt wurden, daß sie Vertrauen hatten elnflSken können Trotz : der Leiden, 1 Unbequemlichkeiten und Verluste, welche Bürgern und An deren,! die im Hafen anlangten aufer legt, wurden, erschien diklEholera an mehreren Stellen in der Stadt New Z)ork. und die Ausbreitung der Seuche in Stadt nnd Land wurde nur ; durch die vom Sanitats-Tepartement ergris fenen wirksamen Maßregeln verhindert. Wir haben uns vergeblich nach einem Anzeichen , dafür umgeschaut, daß die traurigen und i ichmachvollen Scenen des letzten Herbstes nch nicht wiederho len würden, wenn die Gefahr wiederum drohte. ,! Darauf, daß sich gleichzeitig Die glücklichen Umstände 1 aüf's Neue einsindcn würden, welche das Schlimm ste verhüteten, ist dagegen nicht zu Hot fen, und nur eine nationale Ouaran tane vermag Abhilfe zu fchassen." . , Die Berfammluna erklärte , sich ein stimmig mit den, Ausführungen des Berichtes einverstanden und setzte, darauf ein Comite von neunundzwanzig 'ligileoern, ein,, welches, sich nach Washington begeben und beim Bun dessenat gegen die Annahme der QuarantüneBill in der vom Repräsentantenhause beliebten Fassung protcstiren soll,, Dem Comite wurde gleichzeitig aufgegeben, dem Senat geeignete Vor schlage wegen anderweiter Jormli rung der Bill zu unterbreiten, auch soll die.Mitwirkung sonstiger medicini scher Gesellschasten zur Erreichung des gesteckten Zieles erbeten werden. Für die Vereinbarung einer Bill, welche ine rein nationale Quarantäne ein.ührt, durch beide Häuser des Eongref ses ist die bis zum 4. März noch'verbleibende Zeit eine sehr kurze. -''i:'1'3:;;"1!!!'?!;':!;1:! .,,., ,-TT' ,IT, "m- . Der bemerkcnswertheste 3 heil der Enthüllungen von Cornelius Herz, welche der Figaro- unterm ,20. Januar veröffentticht, ist übrigens der letzte, in welchem der Freund' Boulangers und FreqcinctS erzählt, wie er. weit entfernt, mit den Engländern oder dein Dreibünde zu arbeiten, im Gegentheil einen sehr ernsten Versuch gemacht habe, Italien vom Dreibund abzulösen. Wir erfahren da, wie der fremde Abenteurer den- italienischen Botschafter Menabrea umarnte.nie er den überhaupt rnrühmljH bekannt

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gewordenen jungen vjitnaoxta in seinen Dienst und seinen Sold nahm, wie er mit einem Empfehlungsschreiben des Botschafters an Frau Erispi ,nach Karlsbad ging und nach Italien reiste und sich an Erispi selbst herandrängte. Das Empfehlungsschreiben für den Ge

lehrten I)r. Eornelius Herz wird im Wortlaute mitgetheilt, und wir lesen zum Ueöerfluß auch Briefe, die der alte General Menabrea an Herz selbst ge richtet hat und die von zehr vertrauli chen Beziehungen deutlichste Kunde ab legen. Es ist da von Berichten des Sohnes, der von Herz 1,000 Franken Geholt bezog, und von einer Chiffre die Rede, die für dringende Mittheiwngen übermittelt wird. Alles das ganz evrenyasle und unvcrsangllche Deutung zu, macht aber aus dem Zusammenhang gerissen jedenfalls einen höchst eigenthümlichen Eindruck und be. darf nach mancher Seite hin der Erklarung. Ueber die Art und Weise, wie Herz die Bekanntschaft Erispis a macht, gibt wohl ' em Empfehlung! schreiben.Auf,chlußdasGenera0Me. nabrea dem Gelehrten Dr. Cornelius Herz an den Senator Briofchi in Rom. den Prasid.nten der Akademie del Lin. i j . J ! na. . rf" i":1 !" ' ' .. ''I''1 ttt am 24. c:over ILLS Mit auf dm Weg gab. Es heißt da in einem, Post, scriptum: Heir Dr. Herz ist Großoffi. zier der Ehrenlegion. Das Schreiben an Frau Erispi nach Karlsbad ist vom 12. August desselben Jahres datirt. Ich war ganz sicher nieluandes,Agent" jagt Herz bezüglich , dieser l; Episode. .Wenn aber Agent eines Landes sein heißt, einem Lande treu dienen und seine Interessen in den internationalen Beziehungen mit Leidenschaft zzuDeri theioigen, dann mache ich auf die Ehre Awpruch. der Agent dieses Landes gewesen zu fein, das ich liebe und dessen Politiker ' so , gra usam , und'? ungerecht ggen .mich Händeln . . .. Meine Pläne wären mebrern Abgeordneten bekannt, hie sie billigten,! , und in rn ehemaligen Minister des Ausmäitlgen.'der vie-Zeicht den Äkuth haben wird, einzuräumen. daß er ihnen wenigstens Erfolg wünschte.- - - Der eyprlsche Ooldsaden. . Unter dem Titel Des zyprischen Goldsadens wieder entdeckte ' Herfiel lungsweise" veröffentlicht in der Neu zeit" Dr. A. Berghaus einen interes santen Aufsatz. Wir entnehmen dem selbeki IMeMt' ''.Seit den sechziger Jahren unseres isaluiums, d. h tii fT:.' i ;i-p: -Pl.'ti im,.. o.r rricylung oer geweroiicuen cyu len. Gründung! von Kunttgewerbe Museen, mit Mustergegenständen, ha den deren H.'rstellungsweisen auch bet vorragenden Mannern Veranlassung gegeben, Forschungen in einzelnen unS verloren gegangenen Techniken anzu ste len und letztere dem Kunftgewerbe wieder zugänuich zu machen. i Zu diesen Studien und Forschungen gehört auch die Prüfung ver Materiatien, welche zur Herstellung von Goldund Silderfäden durchwebter Stoffe Verwendung fanden, deren Pracht und Gediegenheit in den Kunstgewerbe Mujeen;NoA,heUie bewundert werden. Unter den zur Herstellung dieser mit Gold.. und Silderfäden gearbeiteten Stoffe lassen sich drei Arten dieser Fäden unterscheiden, nämlich : , '1) die mit Gold oder Silberlahn umspönnenen Faden, 2) die mit Blattgold und Blattnlber beklebten Papierstreifcn, 3) die echten cyprifchen Goldfäden. , jDer Gold- und Silberkahn, dessen Verwendung namentlich in der Pofa menten Fabrikation zur Erzeugung von sogenannten leonischen Gold- und Silberwaaren, wie Tressen, Flittern ic. bekannt ist und zuerst im vorigen Jahr hundert zu Lyon .verarbeitet . wurde, besteht aus dünnen, schmalen Bändern oder Streifen von beträchtlicher Länge, deren Herstellung meist dadurch erfolgt, daß entsprechend dicker Metalldraht aus einem kleinen Walzwerke, flach' gewalzt uud hieraus entweder gefärbt oder der goldet bezm. versilbert wird.,, DaZ Walzwerk besteht aus zwei schnell roti renden , poUrten Stahlwalzen, von de nen die obere gegen die untere verstell bar ist. um die verschiedene Stärke des Lahn? hervorbringen zu können. Der von einer, Spule r ablaufende Metall draht passirt diese Walzen, wird" hier durch platt gedrückt und' schließlich als Lahn auf eine hinter den Walzen an geordnete Spule aufgewickelt. Das Färben des erhaltenen Lahns erfolgt in einer heißen Lösung des Farbstoffes mit Gummi, welche in ein Gefäß , gebracht wird, durch das der Lahn hindurch gezogen wird. Das ' Vergolden des Lahns findet auf gatcanischem Wege vermittelst einer Chlorgoldlösung statt, die, in ein Glas oder Porzellangesäß gefüllt wird. Der Lahn wird gleich falls durch dieses Gefäß hindurch geführt und mittelst einer galvanischen Batterie das Gold: auf den Lahn nie dergeschlagen. , . ' Der überzogene Labn wird entweder in der erhaltenen Bandform direkt ver arbeitet odcr mit Ueberspannmaschinen, sogenannten P!attirmühlen über eine Seele gewickelt, die entweder aus Lei neirfäden, Seide oder gezwirntemBaum Wollgarn besteht. , Das Plattiren er folgt gewöhnlich in der Weise, daß man die Seele durch die hoble Achse einer rotirenden Scheide, welche die mit dem Lahn gefüllte kleine Spule trägt, langsam hindurchführt. , Die Rotation der Scheibe bewirkt die Umwickelungdcr Seele mit dem von der kleinen napuU abgezogenen Lahn. Der mit ganz metallischem echten Lahn umwickelte Gotdfaden findet sich neben dein cyprifchen Goldfaden bereits durch das , ganze Mittelalter. Außer diesem echten Goldlahn gab es im 12. und 13. Jahrhundert auch vergoldeten Silber undKupscrlahn. WWP Die namentlich bei chinesischen, japanischen und indischen Stössen vorge fundenen goldenen Papierfäden wer den entweder in-Form von Lamellen, das sind schmale, lanqe Streifen -oder Bander, oder als Fäden, welche durch UmÄlckelÜnzz eines SeidrnfadenS mit den - vergoldeten Papierstreifen erzeugt wurden, verwendet.' Das Papier, auf welches .das Blattgold od; das Blatt stlher aufgeklebt wird, besteht aus rei nen Wanzenfafern und zwar fcllen !

oazu yaupizaanilch Bast- und Vaumwollfasern verwendet werden. Diewissenschastlichen Untersuchungen der Goldfaden auS, den alten Brokatgeweben förderten verfchiedeneAnsichten zu Tage: thtils wurde! behauptet, die Unterlage des Goldes , sei thierischen, andernthcils vegetabilischen Ursprungs;

im letzteren Falle können wohl Ver wechselungcn vorgelegen haben. Erst vor einiger Zeit wurden aus Grund sorgfältiger mikroskopischer Untersuchungen und - chemischer Analysen von dem Proskssor r. Bruae in Wien festgestellt, daß der bis in das sechzehntem Jahrhundert vorgefundene cyprlsche owldsaden" aus einer Schicht Blattgold bestehe.' welche auf eine dem Bauchfelle der Schlachtthicre cntnommene Hautunkerlagt geklebt sei. Das Haften 'des Goldes auf dem Darin wurde durch den Gelatinegehalt bewirkt. In manchen Fällen soll das Aufkleben des GoldeZ bezw. Silbers auch durch künstliche Klebmitkcl,., wie , Leim. Gelatlne :c. bewirkt worden sein. ' . , Die Resultate 'von Brücke wurden darauf! durch ldie sehr! verdienstvollen Untersuchungen ; zweier , Fachgelehrten in München,, des Dr. W. v. Miller und des Dr. Harz im Wesentlichen bestätigt. Diesen Beiden geb chrt hauptsachlich oas Verdienst.! diese seit beinahe dreihundert Jahren verschwundenen cyprifchen Goldjaden in voller Gediegenheit und Pracht wieder hergestellt zu haben. , Dieselben fanden durch analytische Untersuchun gui' ebenfalls, k daß1 ' die 1 Unterlagen der galten? Goldfäden melhierifche. Membran seien : sie benutzten daher zur Herstellung - der .vergoldeten Streifen eine I dünne Haut ' von Schafs- und Schweinsdärmen. welche 'zuvor gernuigtIlangefeuchtetlAnd dann mit Gold öder Silber in Blattform belegt wurden. Die ,, so , vcrgoldete,,'Haut , wird dann in schmale Streifen (Lamellen) von ungefähr 1' Millimeter Breite geschnitten Anddit!e"StreZfen'wtrden entweder direktverarbeiteWder um einen Leinen-, Seiden- oder Baumwollenfaden gewun den. wodurch man die feinen, als Gold faden bezeichneten Schnürchen - erhält! ES läßt sich leicht erkennen daß die auf solche Weife hergestellten Goldfäden, deren. Unterlage die thierische Membran bildet; äußerst 1 widerstandsfähig.- bieg sam. kicht und geschmeidig ' sein, dabei einen hohen Glanz haben und mit Rück ficht auf d'.ese Eigenschaften sowohl die chi iesi sehen Goldfaden, .noch mehr' aber die au;'. Gold und Silber hergestellt n Fäden übertreffen müssen.. "j . Vom Jnlande. Professor Schäbexlevom Lick'schen Observatorium und Prof. W.!H. Pickering von der Harvard Universität werden gemeinfchaftlich die im Monat April d. I. stattfindende totale Sonnensinsterniß von den Andes aus beobachten. , lGen.lButler soll in seiner Advokaten-PrariS , jährlich seit langer Zeit S50.000 verdient und sein g? sammteS Einkommen das aus anderen Quellen dazu gerechnet, ' zuweilen daS Zweifache diefer s?umme erreicht haben. Viel Geld hat er aber für politische Zwecke ausgegeben. Ein intimer Freund ButlerS will wissen, daß ihm jede seiner Gouverneurs-CampagnenSI 00,000 ge kostet hat und da z er sein Haus mit ei ner s Hypothek belasten mußte, als er Präsidentschaftskandidat war. , Die Jnaugurat tön eines Präsidenten kostet weniger als ein ge wöhnliches Begräbnis eines CongreßMitgliedes. Die Gesammtkoften der Inauguration des Präsidenten Harrison's betrugen $2,520.5. Die Kosten eines Begräbnisses , belausen , sich aus S5,000 und mehr, je nach der Entsernung deS Begräbnißplatzes,' nach welchem sich die congrefsionellen Leidtra. genden . zu , begeben haben und je nach den Rechnungen der habgierigen Leichenbcstatter und Leihstallvesitze'r. . AuS einer deutschen N i ik derlassung in Südwest-Teras kommt folgende ergötzliche Nachricht! ' In einem dortigen ländlichen Bierhause Erschien kürzlich .'.ein' amerikanischer ,!',Strolch, schwer bewaffnet, und , unter Flüchen und Wettern verlangte er Bier aus einem Kruge, aus welkem noch kein damcl Diithnian" getrunken habe. Der Wirth nickte beifällig entfernte sich und setzte bald k darauf, mit der linken Hand ein im gewöhnlichen Leben anderen! Zwecken gewidmetes , Geschirr der Nacht auf den Schanktisch, mit der Versicherung, daß noch kein damned Dutchman",,, daraus getrunken habe, zur selben Zeit aber einen gespannten Revolver in der rechten Hand drohend dem Strolch unter die Nase haltend, mit den Worten ;,Now drink or'git." Und der Strolch got das heißt: er stSiii r'.:Vvi1:ijii I n Port Royal. S. C., sind dieser , Tage offizielle ,Proben f mit ; den' pneumatischen Geschuken des Dynamit ttreuzers Vefuviu durch Efperten. mit Kapitän M. Sicard an der Spitze, vorgenommen. , welche,,, so? befriedigend ausgesallen sind, daß die Experten beHäupten, es feien Thatsachen festgestellt morden, welche die ganze Kriegsführung zur See revolutioniren wurden. ES wurden be.m ersten Probeschießen im Ganzen zwölf Schüsse auS den Geschützen des Kreuzers, sechs auf eine Entfernung von 2000 Z)ards. abge. feuert. Mit Ausnahme der ersten zwei, aus dem Steuerdord'Geschütz , abge feuerten Schüsse blieb kein Schuß wei ter vom Ziel als 20 7)ards und ein jeder Schuß würde ein Kriegsfahrzeug in der von der Kommission festgesetzten Entfernung getroffen haben. Eine Scheibe wurde übrigens nicht gebraucht, 'die Kommission setzte die Distanz und das Ziel fest und ein Offizier verzeichnete .mittelst eines Theodoliten das Resultat. Es ergaben sich in der Handhabung der pneumalischen Geschütze, ie auch anderweitig, nicht die geringften Schwierigkeiten. Diese Schießoroben wurden gemacht, während der VesuviuS" vor Anker lag. Später wurden Schießproben mit gleichem Erfolge vorgenommen, während sich das Fahrzeug in Bewegung befand. Die Leidensgeschichte des gekrönten Dulders von San Remo und oomMaiserschlösle' in Potsdam hat sich kürzliÄ Zn 'Sbnllerz, Weile iim &L I f- m tv : . . 3 vtwwtjcipiwi in um weil mit

i,,,,;: !: X:;.: ' - f.' : p;.,' yoik, nur wird sie, wie man wenigstens im Hospital glaubt und hofft, einen anderen, , günstigeren Abschluß finden. Lei dem Wirtbc Eduard Miller von

Zewark, welcher, mit einem Halsübct b.'hazter. das sich sehr bald als Krebs herausstellte, vor mehreren Wochen in'S olvital kam. waren dieselben Krank yeitsersch.tiiungm zu, 'Tage getreten, die Kaiser Friedrichs Leiden charakkerisir ten. Jnsbesondöre klagte der Patient, der früher, gleich dem, Kaiser, ein lei denschajttichcr Raucher war, .über Athem- und SchluZb.'schwerden. welche sich schließlich zu ErstickungsanfalleN steigerten und die Vornahme des LuftröhrenschnitteS nöthig machten. Miller überstand die Operation ohne ernstliche Folgen, aber feine , Schmerzen und Beschwerden,, hatten nicht nachgelassen, und daher drängte er auch fortwährend, zur Kehltopfentfernung zu schreiten. Ächt Tage lang wurde er zuerst beobachtet und erst als sich sein Zustand so verschlimmerte, daß das Acußerste zu befürchten war, schritt Dr. Carl Beck, der ihn in Behandlung hat, zu dieser gefährlichen Operation. Der Patient wurde am 25. Januar im , Beisein' der Assistenzärzte, und verschiedener Cetebri täten ' auf. dem Gebiete , der Chirurgie operirt. In weniger als , zwei Stun Den war' die Operation vollzogen, ri fix. 'i ic.f . f rr -V . liugeiiZMlNlia um vjrjoig. ilk uoerhohe Temperatur des Patienten - war sofort auf.Normalhöhe gesunken und die. momentane LebenZgesahr , beseitigt. Dg ,nun"das Befinden des' Kränken den Umstünden angemessen, ein zufriedenstellendes ist, 'hofft man, dem srlb.'n in etwa ; süns .. Wochen einen silbernen Kehlkopf einsetzen zu können. Vorläufig muß er sich, statt eines Kehl kopses,' mit I ösosörm-Gazklappen ' be gnügen, w.lche die Höhle aussü.'.en.'in wacher der Kehltopf sich befunden hatte. Die Heilung scheint gut ; vor sich zu gehen und die einzige Gefahr,! die zur Zeit noch besteht, ist allenfaMge Blut. Vergiftung oder Lungenentzündüng. welche durch Absondeiungen in der Luftröhre verursacht werden können. Miller ist das Ideal eines Patienten, st.n.dhaft, muihig. ,folg'am und ver trauensvol. Natürlich kann er nicht sprechen, sondern muß Alles, was er mittheilen will, niederfchleiden. Die Ernährung geschirbt , durch die Nase. Es,' wird ihm mittels -ines Schlundrohres Eiweiß. Milch und Fleischbrühe eingeflößt. Der weitere Perlaus der Operation, welche wohl die erste derartige in New ?)ork ist, wird selbstverständlich, und nicht nur in Fachkreisen, mit Spannung und Interesse verfolgt und hoffentlich so günstig, wie erwartet ;ohd, ausfallen. Die frohen Erwar tuug-n, welche man bezüglich der Wie derherftellung Miller's hegte, hat leider der unerbittliche Tod, der schon'so oft men'chliches Wissen uyd ärztliche Kunst ;u Schanden gemacht hat, vernichtet. Der Pat e.it ist der Lungenentzündung, die in solchen Fällen häufig eintritt, erlegen. ' Dr. Carl Aeck nahm die Sekkioir der Leiche des Verstorbenen im Beisein vier anderer Aerzte vor, wobei Lungenentzündung als ,dire!te TodesUrsache und , seiner festgestellt wurde, oaß das Kiedsleiden des Ärmsten, wie in den meisten derartigen Fällen, schon eine zu uroneAusdebnüna anaenomnien und die Krebssnbstanzen sich betoi4 i Xt i'rtn i i i t INfil n i.i.i..! j 1 1 li7 ilt. " Kf 11 viviiwyiuiwtujvn lllllill Üct, hatten. Srulscke25oealuachrlchte. P r o v i n z B r a n d e n b u r g. " Die große EichZer'sche Fackelfabrik in Fehrbellin ist niedergebrannt. t Der Kataster. Jnspector, 'Steuerrath With. Schneider in Frankfurt a. Q. Im Torfe Drachhausen beging die Zwei-Hüfners-Wittwe Anna Lehmann, welche bei ihrem Sohne, dein' Ausgedinger Cürisiian Lehmann .wohnte am 25.' November ihren 100jährigen Geburtstag. t. . ":; :: , ,, , I ' Provinz'Ogpreußen. 11 Königsberg: f Der Kausmann W. Neudorss,.', der 'Ober Telegraphisten Assistent a. D. Frhr. v. Goeckcl und der Buchbindermeister Adolf Knorr. In der Wohnung des WassermüllerS Friesen zu Gr. 'Mausdorf brach Feuer aus, weiches das Wohnbaus einäscherte. In Allenstcils, das 'man neuerdings auch Pleitenstein nennte hat sich kürzlich der dreizehnte Rechtsanmaltönledergelassen "' Er, hofft, rjieci ebenfalls, sein gutes Auskommen zu sinden. Die hier beschäftigten fünf Gerichtsvollueher haben noch immer vollauf zu thun, hatte doch einer an einem Tage sieben Wechfel, die protestirt wurden, eine nach seiner Meinung durchaus nicht, hohe Zahl. ES sind das alles, Anzeichen eines ungesunden geschäftlichen Zustan- ' ; Provinz Westpreußen. Die Germanisirung der Kasjuben in Westpreußen soll in letzter Zeit große Fortschritte machen. Als Beweis dafür wird die Thotfache angeführt, daß in der Parochie Oliva im vergangenen Jahre zum ersten Empfange des Abend? mahls nur 25 Kinder den Vorbereitungsunterricht in polnischer Sprache erhalten haben, gegen mindestens 100 in früheren Jahren. Zwischen den betheiligten Behörden schweben zur Zeit Verhandlungen über die Niederlegung des Forts Bousmard bej Neufahrwasser. Auf der Weltausstellung in Chicago wird die Stadt Danzig nach den bisherigen Anmeldungen nur schwach vertreten sein ; eS sind in der deutschen Abtheilung biS jetzt nur fünf Aussteller zugelassen, und zwar in der Gruppe Juwelierwaaren und Schmucksachen": H. Hermann und A. Zausmer mit Schmuckfachen und Lnxusgegenstündcn auS Bernstein; in der Gruppe: Parfümerien, Eosmetica, Seifen, Kerzen" Emil Mortier und in der Ausstellung für Buchgewerbe: Th. Bertling, Ver.' lagZbuchhandlung, und A. W. Kafe mann. Verlagsbuchhandlung. Uebe, das Vermögen des Kaufmanns Rud' Podding in Danzig ist der Konkurs er öffnet worden. t Frau L. Eggert. geb. Wietzke; Hausdiener Hugo von Collrepp; frühere? Standesbeamter R. Lierau: Frau Anna Schöppke, geb. Jaskowsli. Prodi nz SchleSwi g-H.o kfl ei n. Die Kielir Strafkammer hat den frühereu Milraermeister Lenk aus heili-

genyasen wegi'n dreifacher Unierschlagung in amtlicher, Eigenschaft anvertrauter Gelder zu neun Monaten Gefüngniß verurtheilt. In Jtzchoe seicrte Etaülrath Hirschberg das 50jährige Bestehen seiner Fabrlt. ,Am Vorabend wurde, dem Gründer und Chtt des Ge-

schäfls ein großer ,Fackelzuq gebracht. worauf ein Kommers im Kaifersaal folgie, an dem gegen 500 , Personen theltnahmcn. Am eigentlichen uesttage hatlcn die Häuser- der , Stadt reichen Fahnenschmuck angelegt. Dem Jubilar wurde nach Empfang der Gratulationcn, von Vertretern de'ö Magistrats und der Stadtverordneten das Ehrenbürgerdiplom überreicht. Das Festessen fand in Egger Hotel statt. Der Stadtrath hat 15.000 M. zum Besten der Arbeiter seiner hiesigen Fabrik und dieselbe Summe zu Gunsten der Arbelter der Hamburger Fabrik gestiftet und der Stadt Jtzehoe 10.000 M. zu Wohlthätigkeilszweckcn überwiesen. , f Der Stadtjelrctär Adolf Classen von JtzeHoe7 Provinz Schlesien. i In der Koksanstalt in Poremba ist ein Kessel erplodirt. . Neun Personen wurden getödtet und'i zwölf verwundet. Ein im Hause des Ackerbürgers Arlt in Proskau. an der westlichen Ringseite ausgebrochenes Feuer hat vier Häuser in Äsche gelegt. Mehr als 20 Fami lien sind obdachlos geworden. Reichsgraf Arco, Erbherr auf Groß-Gorzütz. Mähren und Schles len. ' ' Die Abrechnung nach dem 4. öfterreichischcn ' Bundesschießen (1892) in Arünn. welche jetzt vorliegt, ergibt einen Abgang von 60,000 Gulden. In Jglau hat der Drechsler Franz Fritz deim scherzhaften .Probiren einer alten eingerosteten Pistole dem .GemeindeVorsteher Kratky in den Rücken gefchof fen. Der Letztere fiel, nach rückwärts und war nach wenigen Augenblicken eine Leiche. Fritz stellte sich selbst den Behörden. Der' 21jährige Jakob V!aar, Sohn des 'Häushesitzers und Restaurateurs Karl Maar in Mähr.Budwitz. gericth mit seinem Vater in einen Wortwechsel, , worauf sich, Jakob Maar aus der elterlichen Wohnung entfernte und seitdem verfchossen blieb. Vor einigen Tagen wurde seine Leiche an einem Baume hängend aufgefunden. - Provinz. Po sen. j Die Strafkammer in Schneidemüh! verurteilte den Kaufmann Stroscher aus Bedlin, der den Kaufmann Zillmer aus LLeißcnhöhe auf einer Hasenjagd daselbst unvorsichtiger Weise durch einen Schrotfchuß getödtet hät. zu einem Monat Gefängniß. In Springberg brach in dem Wohnh'ause. des Mühlenbesitzers Eduard Geißler Feuer aus. Der Altsitzer Wilhelm Geißler, der Vater des Erstgenannten, wurde ein Opfer der Flammen. Das Wohnhaus des Kaufmanns Schmul Wolf fen. in Schubin. ist niedergebrannt. f In Schweun a. W.' der Maurermeister Julius Arter. In der Nähe von Jerguson wurde der Fleischer Köppen aus Lobsens todt unter seinem, Wagen ge? sunden. Die Eltern des Fleischermeisters Günthcnberg in Gollontsch hatten in später Abendstunde noch den Ofen geheizt und sich .dann zur Ruhe begcbcn. .Als der. Sohn am Morgen das Zimmer seiner Eltern betrat, fand er seinen Vater,' durch Kohlendunst er ssickt, als Leiche vor. Die Mutter ist zwar noch am Leben, jedoch ist ihr Zustand boffnunaslos. , , ,Werth einer Süaüte! eine Gnlntt" t r f.; i i .t i i i nDirrLTLiS" 1 ' SeschmikloS-Wirkka fitTliifrtf tiith ttif tirtfiMt I ,! .! v. ,, , , vii nurn : 1 !!''r I X. : t !' ":M:i" f:V-:i' ..:.',. .:':.:;,',:'::.!'"- W i l ÖCIWtöftt,: Wie Migräne, , M a a e n k ck w ä ck e . i schlechte Verdauung, ! Berstopfun,, , 'QfiiItS.M ' und Frauenbeschwerden. 5 Mit einer geschmacklosen und. anflöS ! ntt Ow. (.... .. rm tr . r . m oarem vuue uononen :f i,i I -MJ W fcjjatfl. ' h i-y T ' . Vnrf 9Iia VftK IT f C. ; y oh uucii u(.,uuticiH. - vrri zj wenn OK .I , V V 1W h IV k f. lt m. WUU WLI. ,IU.l Li II : , V k13S t - ::xx-. FU UDIiiK U MWKßßFleiMl- Markt, !;6:!2Ba Marktftinde 79 und 80. Okmarkt. Tslepho 577. Vf" l!,fiS:,i Viim ' isf;'if'X. m-t f llsodoveMem. ii; Abstrakte von Besibtrteln und Grundm Vf;gÄi, m-vXf- w.xim- ,wj eigentyum werden m prompter und fui3eriafjtcr : :i. . : $Jq'! Illjil i!-sS'Hi "iii!; ;':::!:;! x .;..!. v:.!iai;;i:i:i;ih"i l'S Spezialarzt für Auge, Ohr, Nase und Hals. In Praxis seit 187. Dauernd etablirt' 4 West Washington Otr., Indianapolis, 3nd. und Or. A. B. Barker Jr.. .Cffice Wl West 4t Straße, Cineinnati, Ohio. Patienten, welche eurhalb bn Cia.it wohnen, werden erfelgreich durch Correspon' denz b,hädklt.

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