Indiana Tribüne, Volume 16, Number 123, Indianapolis, Marion County, 22 January 1893 — Page 6

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imkwkMumMßjmju Rtchtlge Küsse. HumcreIkerVa AugnssKuget Lpex:sr. Lleschen Vrückner war ein ganz aller liebster Backttsch von etwa 15 Jahren, mit langen blonden Zöpfen und vielversprechenden blauen Augen. Heute saß sie am Fenster im elterlichen Wohnzimmer, auf Anordnnng ihrer Mama mit einer weiblichen Handarbeit beschäf iai doch Um sie von Zeit zu Zeit ihren Blick durch die nur , halb von einem schweren Vorhang verdeckte Thür nach dem Nebenzimmer gleiten, woselbst ein flotter junger Osficier damit eifrigst beschäftigt war, die große" Schwester von Lieschen, seine kürzlich erst ihm an vertraute Braut, in dem ABC der jun gen Liebe zu unierrichten. Zuweilen, nein, ziemlich oft, schien es dem jungen Lehrmeister angezeigt, seine emdrmalichen, erklärenden Worte durch sch allende Beweismittel zu im terflütM wie das ja auch bei andc rem Schulunterricht, leider freilich in anderer Form, bisweilen vorkommen soll - und wenn dann solch' ein Kuß zu der klemm Lauscherw hinüberklang, dann kniff sie die Augen ZU und machte ein gar bitterböses Gesicht. Denn jenes angenehme Spiel, welches die beiden darinnen trieben, war Lieschen einfach ein Greuel. Sie ljafctc diesen albernen Lieutenant, der sich tagtäglich immer größere Frech hciten" gegen ihre Schwester heraus nahm, und sie verachtete" diese, ihre sonst immer als Vorbild hingestellte Schwester so gründlich", wie sie nur konnte, weil die sonst so Ernste zu solch' unwürdige? Tändelei" willig sich her" gab. Sie ärgerte sich aber auch nebenbe. üb:r sich selbst, daß ihr, bei jedem Kußgeräujche, solch ein niegekannter, wonnesamer Schauer über den Leib lief, und als sie eine längere Zeit über diese räthselhafte Erscheinung nach gedacht hatte, da ertappte sie sich auf dem Wunsch, dch mal an sich selbst zu erfahren, worin denn eigentlich der Reiz einer solchen Lippenberührung liege. Gott, geküßt worden war sie ja schon oft und selbst geküßt hatte sie auch schon, nämlich Freundinnen, El tern und Geschwister; aber das mußten doch nicht die richtigen Küsse gewesen sein, denn keinZ von allen hatte dabei solch' em seliz'vnzuäteS Gesicht gemacht, wie Schwester Rosa, wenn ihr unifor mirter Ewald sie küßte. Also die richtigen Küsse mußten anders schmecken, ja, und wieder überrieselte es Lies chen seltsam, wenn man mal versuchen könnte! Aber wie, wo? Und wie müsse der Er aussehen,' der als Mittel zum Zwecke dienen sollte! Wie Schwager Ewald? Nein, der hatte ja ein fo glatt rasirtcs Gesicht, wie der selige Moltke nur nicht so geistreich! Einen Backen-, mindestens einen netten Schnurrbart müßte er unbedingt haben, denn, denn ja. warum denn? Würden die Haare sie in ihrem seinen Gesicht nicht kratzen? Wenn auch angenehm niüßt' es doch sein! Und wieder üverrieielte sie es gar wirn derbar! Plötzlich fuhr sie erschreckt zusam men. Eine Hand hatte sich leicht auf ihre Schulter gelegt und die gute Mama lächelte der ganz' verdutzten freundlich zu : Hast wohl 'n bischen geschlafen, Lieschen ? Na. brauchst deshalb nicht zu erröten, das kommt manchmal im Frühjahr so. Aber, hör' mal. Du kannst mir 'nen Gefallen thun. Papa hat die Karoline auf die Post geschickt und nun hat sie sich gewiß irgendwo fcstgeklatscht und kommt gar nicht wie der! Ich habe blos Angst, daß uns der Braten zum Abenvbrod anbrennt, und Du weißt, Ewald ist darin so peinlich. Also, geh" Du mal 'runter in die Küch: und sieh' nach, und rücke die Pfanne ein bischen von der heißen Stelle fort. Ich selbst will Tischwäsche herausgeben, denn es ist ja schon ganz dunkel und die höchste Zeit. Aber zünde die Lichter an, Lieschen l" . Damit huschte die rundliche, rührige zZrau aus dem Zimmer und ließ Lies chen mit dem stolzen Bewußtsein zurück,, daß in ihre Hände das Wohl und Wehe des Abendtilches gelegt sei. Die Uü&t lag im Erdgeschosse, dicht rieben der Hausthür. Es war ein etwas düsterer Raum in dem alten Hause, denn nur durch ein schmales Fenster fiel das Tageslicht aus dem cngcN'.Ho hinein. Heute herrschte nur ' noch ein Dammerungsschein, zudem löfchie ein Lustzug dai mitgebrachte 'LichZ au 5, aber Lieschen war das ganz lieb, denn nun konnte sie, nachdem sie den Bcatcn in Sicherheit gebracht hatte, noch eine Weile ungestört den von Mama jäh unterbrochenen, angenehmen Träumereien weiter nachhängen. , Und diese mußten höchst , angenehmer Art sein, denn , sie überbörte ganz , und gar das allerdings vorsichtige, leise Schlurren auf dem Hausflur und fuhr erst mit dem ängstlichen Ruf Mama!" empor, nachdem ,fle sich von, zwei kräftigen Armen festumschlungen und von .einem weichen, warmen Lippenpaare heiß !und lange geküßt gefühlt 'hatte! Ader auch von seinen Lippen denn das Atzentat war von einem Manne aus geübt worden so küßte kein Mädchen, das ward Lieschen plötzlich, trotz der Dunkelheit klar , drang , ein heller Schreckensruf, er gab sie frei und stürzte mit langen Sätzen durch die Thür und zum Hause hinaus. Lieschen eilte die Treppe hinan, aber vor dem verschlossenen Entree blieb sie nachdenklich stehen. Was wollte sie denn.? 1 Der Mama, den Anderen von ; ihrem Abenteuer Mittheilung machen? Rein es war ja nur ein Kuß, aber so anders so, wie sie ihn noch nicht gekannt so heiß, so innig, so schön! Nein, sie wollte das " holde Geheimmv für sich behalten es hatte ja nichts zu bedeuten, denn der Verbrecher mar ja entflohen schweigen, schweigen! Vielleicht lachte man sie gar noch aus und das würde ihr rreb thun. iU harmloser Miene betrat unser

Vffii1 li.iiiJ'i m& hh Backsischchcn den jetzt hcllerleuchteten Salon, um mit der gebührenden Wich tigkeit anzukünden daß, wenn der Braten gerathen sei, man dies nur ihrer Fürsorge zu danken habe, aber ein einstimmiges schallendes Gelachter unterbrach ihre ersten Worte. Wie siehst Du denn aus, Liese?rief die große" Schwester vor Lachen sich biegend, und der junge Offizier nahm sie bei der Hand, führte sie zu dem großen Spiegel und beleuchtete sie mit einem schnell zur Hand genomme nen Lichte von allen Seiten, indem er vor Lachen formlich hervorprustcte : Donnerwetter, ja! Hast Dir aber einen höllischen Schnurrbart -aufsetzen lasten - wie'n Husarenwachtnieister!" Lieschen wurde schneeblcich, alsZ' sie ihr Spiegelbild erblickte. Gesicht. Arme, Beine waren von Ruß geschwärzt jetzt wußte sie, wer der AtUntäter war der Liebhaber der Köchin, der geglaubt hatte, er schmatze im Dunkeln seine Karoline ab. ; Nun mußte Lieschen wohl oder übel beichten und in Folge desien noch manche Neckereien aushalten, aber innerlich dachte sie doch; Na, nun weiß ich tot nigstens, wie richtige Küsse schmecken, und solch' ein Schornsteinfeget scheint das gerade so gut zu machen, wie ein Lieutenant! oder ob's vielleicht noch richtigere giebt!?" Mexieos beide Widerparte. Neuerdings nehmen die inneren llst ruhen in. ' unserer Nachbarrepublik Mexico, welche eigentlich nie ganz aus gehört haben, wieder einen bedrohliche ren Charakter an, und demvicljähngen Präsidenten oder Dictator Diaz stehen denn doch die Haare zu Berge, wenn er von den Fortschritten der Freischärler an der Grenze hört, zumal ihm gleich zeitig auch die nie gebändigten Jndianerstämme der PaguiS und Mayas, die grundsätzlichen Feinde vom Steucrzahlen, viel zu schaffen machen. Jeden Augenblick kann man zwar hören, daß sich der ganze Rummel wieder im Sande verlaufen habe, obwohl verschiedene Umstände diesmal die Sachlage ungewöhnlich ernst erscheinen lassen, und der ebenso katzenzähe wie kühne Revo lutionZunternehmer Garza sicherlich erst mit seinem Leben seine Pläne aufgeben wird. Was aber der Ausgang der mezicanischen Wirren auch sein möge: die Persönlichkeit dÄ beiden politischen Widerparte und das Herüberspielen des ruppigen Nauberkrieges auf amerikanisches Gebiet machen die Buschklepper Revolution bemerkenbwerth genug für eine kleine Skizze. Pläsident Dkaz. Die meisten jetzigen Feinde deS Präsi denten Diaz sind nicht neu aus dem Boden geschossen, obwohl eS immerhin bezeichnend ist, daß neben den früheren einflußreichen Persönlichkeiten noch verschiedene neue, von denen man sich des fen gar nicht versehen hätte, die Partei der Revolution offen ergriffen haben. Diaz ist auch nicht aus dem Stoffe ge macht, daß ihn ein politischer Sturmwind so leicht umweht; er hängt im Pelz der Regierung so fest, wie eine lttette; aber auch er hat seine sterblichen Seiten, und dieselben und immer dieselben Ursachen könnten schließlich doch den Becher seiner Mißlichkeiten zum Ueberlausen bringen. ' Eine Hungersnoth, oder gar mehrere, sind für eine Regierung immer Pech; ob sie Schuld daran hat oder nicht, sie wird stets für Alles verantwortlich ge halten werden, was unter ihrem Re stime passirt, das ist nun einmal die Kehrseite der Rcgierungsfreuden welcher ja andererseits auch viele , unverdiente Ehren gegenüberstehen. In den letzten drei oder vier Jahren der Diaz schcn Verwaltung hat das Land furchtbar von Mif.erntcn und Theuerung der nothwendigsten einheimischen Bcdürf nißgegenstände zu leiden gehabt? ja, in manchen Theilen der Republik herrscht schon seit bald zwei Jahren b e st ä n : big Hungersnoth. und noch immer ist keine Ausncht aus baldige Hilfe vorhan den! , ;-.;i:' ',.;'' . Diese Soldaten der, Verzweiflung" bilden ein dankbares Mcnschenmate rial sür Garzas Pläne. Die nothleidenden " und unwissenden Massen, , in den lateinisch amerikanischen Ländern mehr noch, als sonstwo, Erblicken stets einen Segen darin, wenn Alles drunter und drüber geht; denn das gibt ihnen jedenfalls , reichliche Gelegenheit, .; die Reicheren oder , Bessergestellten 1 auszu plündern,!, und , kurze Zeit wenigstens suhlen sie sich frei von der Daumschraube der strengen Gesetze, wie Diaz sie gegenwärtig ausführt. Kommt dann ein anderer Tyrann über sie, oder spannt sie gar der vorige wieder in'S Joch: nun, so haben sie sich wenig stenS ausgetobt, und das Spiel kan? auf'S Neue beginnen! Sicherlich führt Diaz das Regiment nicht unfähig, und seine Verwaltung ist in manchen Beziehungen eine recht fortschrittliche gewesen. Aber er ver darb es zugleich mit der Geistlichkeil und der ilerkialen Partei vollständig, und daß das eine sehr gewagte Politik ist, hat nicht blos Balmattda von Chile erfahren mästen, mit welchem überhauvt Diaz' Stellung manche Achnlichkcit hat! Die klerkialen Katho liken suhlen sich unter seiner Negierung obne Maßen unterdrückte und Tau

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sende derselben 'sind' heutzutage bereit. sich einer aussichtsvollen Erbebuna an

zuschließen. Ein. Eanossa gibt es für Diaz nicht, auch wenn er es suchen würde. ti Und nicht zum geringsten" Theil erhalten die mexikanischen Grcnzunruhen - welche übrigens unter umstanden so rasch, wie ein brennender Zündfaden, sich in das Herz des Landes , hineinfressen können ihren bedenklichen Charakter auch dadurch, daß das Kriegstheater, wie gesagt, theilweise auf amerikanischem Boden steht. Wie die kun? digsten Oniciere unserer Aundesarmee ln Fort Ringgold und Fort McJntosh erklären, ist das ganze untere Grenze fand von Texas ein vollkommenes Brüt beet für mexikanische Revolutionäre, wo sie sich stets warm halten und von Neuem herausbrechen, trotz aller Bemühungen der amerikanischen Behörden, dieser unfreiwilligen Neutralitätsverlchung ein Ende zu machen. Texas gehör! zwar r r. . . v: i . f n scyon lange nnyr meyr zu 'cexico, ii aber noch immer das Pulvermagazin für die mexicanischen mißzufriedenen Abenteurer und Freibeuter aller G ät tungen. Zur Zeit sollen sich auf der texanisch?n Seite nicht weniger, als 3,000 Mexicancr befinden, welche' in engster Verbindung mit der revolutio nären Bewegung drüben stehen und nur des Signales harren, um sich rasch zu equlp.ren und auszurücken. Das ist schon an sich eine sehr bedeutende Anzahl, wenn man bedenkt, daß an dem Treffen zwischen Revolutionären und Rcgierungstruppen , zu Las Animas auf beiden Seiten im Ganzen nur 500 bis 600 Mann betheiligt waren, und fast die ganze Nachbarbcvölkerung leiste! ihnen directen oder indirecter Beistand. Gelingt es einmal den Ausstände schen, in den Staat TamaulipaS einzudringen und 25100 Meilen weit von der Grenze vorzurücken, so ist gar nicht ;u bezweifeln, daß Tausende und Aber lausende zu ihren Fahnen strömen wür den, und dann die mexikanische Regierung eine vielmal stärkere Streitmacht haben müßte, als ihre jetzige, um den Aufstand erfolgreich begegnen zu kön nen. Schon vor mehr'als einer Woche sahen die Dinge darnach aus. , Catarina Garza. Als, Leiter der sehigen RevolutionS bewegung wird allgemein wiederum der unermüdliche Abenteurer und Haudegen Fatarino E. Garza betrachtet, dem es ;n seinen sonstigen Vortheilen auch an Geldmitteln nicht zu fehlen scheint Eine sensationelle Geschichte wird neuer dings über die jüngste Vergangenheit Garzas erzählt. Nachdem, er im vergangenen Februar aus der Gesängen schabt in Texas entronnen war, ging er. heißt es nach New Dork und fuhr von dort mit einem Dampfer" nach der südamerikanischen Republik Venezuela, wo er alsbald unter einem,, angenommenen Namen thätig in den Bürger krieg eingriff und bei dem Revolutionsgeneral Erespo mit sehr hoher ,' Aus Zeichnung diente. Reich belohnt für seine Dienste und mit glänzenden Em pfehlungen , von dem siegreichen Bür gerkrieg'general versehen i reiste er dann nach Europa und ' suchte und fand bei reichen südameritanischen Politikern in Paris finanziellen : Rückhalt sür sein, MäneZgZD!!tz!gSSH Darauf begab er sich nach England und fuhr, kecklich über Liverpool nach seinem Heimathsstaate ab; .xegen Mitte October traf er im Hafen von Tampico, Mexiko, ein und gab sich mit Erfolg für einen Vergnügungsreisenden Franzosen aus. Ein Vollbart, den er na mittterwei e batte Neben tauen. machte ihn selbst für feine meisten Freunde unkenntlich. Er schlug sich durch ganz Mexiko und von da nach San Diego, Texas, durch, wo er einen reichen Amerikaner spielte, der eine Viehweide kaufen wolle, und in dunk ler Nacht, mit jedem Fuß Landes wohlvertraut,gelangte er schließlich nach dem Palito Blanco'Ranch, wo feine Gattin und sein reicher Schwiegervater Alsjundre Gonzales leben. Mehrere nachträglich bekannt gewor dene Umstände scheinen für die Wahr heit dieser romantischen Geschichte zu sprechen, die jedenfalls Garza .ganz

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m Silli ähnlich sieht.- 'Wer weiß, was ihm das neue Jahr bcschcert? " ' AuS einem Pariser He trat HS Institut. Ein junger Mann kommt in höchster Eile an. Mein Herr," sagt er zu dem Direc. tor des Instituts, ich habe keine Minute zu verlieren, ich habe ein: Droschke auf Zeit, ich kann mich also nicht un ü& aushalten." Sie wünschen, daß ich Sie verhei rathe?" ,.Ja, mein Herr, ich habe in der Zeitung Ihre Annonce gelesen.' die Sie seit einiger Zeit einrücken lassen. Es scheint darnach, daß sür Sie ein Tag genügt, einen jungen Mann oder eine wnge Dame zu verheirathcn." Gewiß. mein Herr." Ich kann' es mir kaum denken; .nchtsdestoweniger habe ich Lust, Ihr System zu versuchen. Ich habe ein großes Gefchäst in' einer großen Pro vincialstadt und bin nun hierhergekom men, um mich zu verheirathen. Ich muß nothwendiger Weise, heut' Abend meiner Geschäfte halber zurückreisen,, denn, fehle ich, bleibt alles stehen und liegen." Morgen werden Sie Ihre Frau Gemahlin Ihren Geschäftsfreunden vor stellen können." Sie le.en mich in Erstaunen." Sie haben die notarielle Erlaubniß oon Ihren Eltern zum Heirathen P Hier." Das ist von Wichtigkeit und genügt (ür mich!" , Nun, was habe ich zu thun?" Wenig; bitte, treten Sie in diesen Garten."' Das ist ja ein Madchcnpensionat!" Es sind auch Wittwen darunter; diese letzteren kragen ein rothes Bänd chen an der Achsel. Sie können nun hier wählen und die Frau nehmen, die Ihnen gefällt." .Warten Sie einen Moment, damii ich meinen Klemmer nussche. Diese große Blondine gefällt mir ganz beson ders." Sehr wohl; nehmen Sie diese Blume und gehen Sie hin, bieten Sie ihr dieselbe än; wenn sie sie an ihren Busen steckt, so bedeutet das, daß sie Sie zum Gatten annimmt." Der junge Mann tritt in den Garten und kehrt einige Augenblicke später znuick. , Ich bin angenommen." Ich weiß es. ich sah es von diesem Fenster aus. Wir können nun zu den üblichen Formalitäten schreiten. Fangen wir mit dem Ausgebot an." "Das dauert ein paar Wochen." Im Uebereinkommen mit dem Beamten und einem Geistlichen haben wir das alles abgekürzt; die Aufgebote werden verlesen und in fünf Minuten wird nian Ihnen die nöthigen Papiere zustellen." Ich bin starr bor Erstaunen." Nun : verehrter Herr, sagte der Ti cektor, haben Sie die Güte, Ihre Be fehle betreffs des Hochzeitsdiners zu geben." Aber Gäste?" Ich liefere sie, ein Hochzeitsdiner ohne Gäste ist gar nicht zu denken. Sie erwarten Sie in diesem Speise salon." Ich kenne sie aber gar nicht." Oh, es sind charmante (liebens. .oürdige) Leute. Mein Haus ist ja ein Haus des Vertrauens; seien Sie ohne Sorge. , Unter den Geladenen werden Sie Ihren Herrn Schwiegervater und Jyre Frau Schwiegermutter sehen. Die Eltern kommen jeden Mittag zwischen 1 und 2 Uhr, um zu sehen, ob ihre Töchter verheirathet sind, und sinfr stets in Hochzeits-Toilette. Aber tch konnte vielleicht einige Freunde einladen?" Warum wollen Sie Zeit verlieren?-, Das ist wahr. Ich vergaß, daß ich ,nir eine Droschke auf Zeit genommen habe. Bitte also, ein Diner von 25 Aouverts". r:' Sehr wohl; während dessen können wir in dieses Zimmer treten und den Eontrakt unterzeichnen". Der Direktor des Instituts öffneti eine Thür: der Notar und sämmtliche Gäste sind bereits auf ihren Posten. !Mein Herr", sagte oer Beamte, während wir Sie erwarteten,", haben wir bereits den Eontrakt gelesen: das Fräulein bringt als Mitgift 100,00 Francs; und Sie?" Die gleiche summe". .,' . Ich habe uur diese : Ziffer hinzuzu fügen; wenn Sie jefct nur die Güte ha den wollen, , Ihren Namen , neben dem Stempel zu feen". : Ein Küster zeigt an,,daß der Geist liehe das Ehepaar zur Trauung erwar tet Sämmtliche , Gäste begeben sich in die Kapelle des Hauses ,, !, ,' ' . Wünschen Sie die übliche Predigt?" fragt nun der Geistliche. ' , 1 Nein; i; ich ; danke", ! antwortete der Gatte, ich kenne sie, ich habe schon so vufrnochztttmHttgewoh : Deshalb fragte ich nur. Indem wir' diePrcdigt , weglassen, '! gewinnen ir1; eine halbe ..tünieI"3S i Das ist mir lieb, denn ich babe eine Droschke auf Zeit, die mich an der Hausthür" craTtet.!l::g :, ' Man begibt sich in den Speisesalon, ivo alle Vorbereitungen zu dem Fest essen getroffen sind. Bevor man sich zu Tische seht, wendet sich der Gatte an seine Gemahlin und fragt sie nao ihrem Vornamen. Ich heiße Amalie." Und ich heiße Eduard." Amalie und Eduard reichen sich zärt lich die Hand. Das Festmahl ist sehr heiter. Ein zelne der Gaste halten ernste, andere humoristische Reden. Ist das in den Kosten des Diners einbegriffen?" fragte der Gatte den Director. Jkl." iJhr Institut ist ein Meisterwerk. erlauben Sie, daß ich Ihnen die Hand reiche."

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Der Gatte wartet noch i, ab, , daß der äffce und Liqueur gereicht wkd; dann hebt er sich und sagt: Meine wertben Gäste. ver,eiben U m ir, daß ich Sie so schnell verlassen muL. Aber es ist scbon 9 Ubr und ick habe nicht nur eine Droschke auf Zeit, lonoern der Zug, mit, dem ich' nach Hause fahren mün. aebt um 9 Ubr 50 Minuten. Man begleitet die Neuvermäblten bis zur Droschke. Der Kutscher trügt im Knovrlocd ein Blumenbouauet zarte Aufmerksamkeit des DirectorS des NstltUts. , Moment des EinNeiaenS liebt sich der iunae Ebemann von einer Dame angehalten, die bei Thränen dergießt: , . Sie werden sie aewlk reckt alücklicb machen," sagte sie schluchzend. ,' .Wen'" ,Meine Tochter." ,Aö. Sie sind dieMutter! Entickul. digen Sie, ich hatte nicht die Ehre, Sie . . . . 5. 4 . : ! : W fc zu rennen. . ;cy war yeur o vejcyastigt, daß ich keinen Moment Zeit fand, mit meiner neuen Familie zu plaudern. Besuchen Sie uns doch in nächster Zelt. r.:. :ri : o, .7?. i4 jiuiuc Ävieije. Naturforscher und Gorilla . Urwald -Tragödie in fünf Bildern. . , . ' I. II. in. IV. V. Ein Hochzeitöstreich In vielen Ortschaften der Altmar! sucht man eine Ehre darin, durch Tollheilen, die Niemand übelnehmen darf. die Erinnerung an eme Hochzeit fn!ch zu erhalten. Folgender fast unglaublich klingender Hochzeitsstreich, der die ganze Hochzeitsgesellzchast tn Verlegenheit brachte, wurde itt Dorfe L. ausgeführt. , Mit hungrigem , Magen ist die Hochzeitsgesellschaft aus der Kirche gekommen, und der Sit:e gemäß nimmt man an der 'noch leeren Tafel Platz. Die Kochfrauen umstehen, lebhaft erzählend, den großen' Kessel mit der Hühncrsuppe, die in wenigen Minuten auf den Tisch kommen soll. Auf einmal entsteht im Schornstein Gepolter, und im nächsten Augenblick steht, die Beine und Füße dick mit Säcken umwickelt, der Schmied des 1 Dorfes im Suppenkessel. Den Skandal in der Küche kann man sich vorstellen! Was helfen aber die fürchterlichen Prügel, die der Schmied von den Frauen bekommt' die Suppe ist verloren. Der Humorvolle Brautvater erklärt den Unglück lichen Gästen: KinnerS, ji möt noch'n bitfchen töwen; de schwarte Schmed het de Klumpe enttwei pet't (zertreten),' Ux gliek gift et Schwiensbroaden!" E r hat's nicht gethan.Alter Ehemann: Was gibt es denn schon wieder? Junge Frau (schmol lend): Du hast Dein Wnrt nicht gehal ten. Du sagtest vor der Verheirathung, Du wolltest mir zu Liebe Alles in der Wett thun. Alter Ehemann: Ja! Junge Frau: Du sagtest. Du würdest mit Vergnügen sür mich sterben. Alter Ehemann: Jaaa! Junge Frau: Nun wohl, Du hast es aber nicht gethan!

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äl'i'Ssv! :! iaf:lii(iJ :: Sl ! Mayer M. Eine kÄlaue SchülergkiÄichie vs Jürgense. , In dem Alumnat zu Z. ging es über ie Maßen streng zu. , Nicht blos, daß die, Schüler nicht recht sa!t Zu essen bekamen,,, nein, es wurden iznen auch sonst alle möglichen Lebensgenüsse geschmälert,, wie z. B. der trauliche Umgang, mit gleichaltrigen, jungen Damen, das heimliche Kneipen welches man doch in jenen Jahren so bitterlich gerne kultivirt, das Rauchen natürlich und vor allen Dingen leider auch der liebe, liebe Urlaub zu Verwandten, welcher natürlich insofern schon für die jungen Alumnaten die wesentliche Hauptsache bildete, als man,' wenn man nur beurlaubt war. sich ja jeden der vorgenannten Genüsse in der bequemsten Weije zu verschaffen in der angcnebm,.'n Lage war. Um den Ur laub also drehte sich stets der ganze Gedankengang der bemitleidenswerthcn Zöglinge. . Nun befanden sich aber auf der Anstatt, man mag mir dies glauben oder nicht,' allein in der Prima drei söge, nannte Mayers' und zwar hatten dieselben, obgleich unter einander durchaus nicht direkt verwandt, nicht einmal so viel Rücksicht genommen, sich mit derschicdcnen ei's zu schreiben, sondern sie hießen schlankweg Mayer mit'n ganz flaumenweichcn ay und mußten dem gemäß natürlicherweise nummerirt wer den. - ' Mayer I war ein hervorragend es Huhn und sas ! pnmus ora Jry ! K 'k ".1 l nium. vir wuyte pcy jelvn oct dem gestrengen Herrn Direktor stets, liebes Kind zu machen und hatte es auch wirklich schon zweimal fertig gebracht, Ur laub zu bekommen. Mayer II war in seiner Art ja auch soweit recht schlau ; als er aber kürzlich mal Urlaub haben wollte, , da hatte die Sache doch recht große Schwierigkeiten, und erst als er dem alten Direktor aus einer Zeitungsannonce bewies, daß wirklich ein Mayer gestorben sei, schenkte ihm dieser Glauben Und ließ ihn fort. Der arme Mayer III gehörte aber entschieden unter die Pechvögel, war stets als äußerst renitent und faul bei seinem gestrengen Oberen notirt und als er kürzlich mal .in Todessachen" nach Hause zu fahren wünschte, wurde ihm dies ,rund:z?g abgeschlagen, ob gleich er nur um drei kürze Wintertage gebeten hatte un eine Beerdigung doch wahrlich keine Vergnügungsfahrt sei. Und wenn sämmtliche Mayers aussterben, hatte der Schultyrann ihm erwidert, 'so schadet das auch nichts; le lelbst nnd dann za, Gott sei Dank, noch immer da, denn Sie sind nicht todt zu knegen. Also Meiden ie nur ruhig, wo Sie sind! Vorläufig lernen Sie was, damit Sie nicht so b?grisssstutzig bleiben!Na, das war nun allerdings eine sehr brutale Aeußerung und der ärmste Mayer III machte dazu auch ein recht betrübtes Gesicht. Inwieweit er aber sonst im Großen und Ganzen begriffst stufig war, od er nicht doch am Ende ein ilem wemg von oer allgemeinen Mayer-chläue besaß,, das werden, wir ja bald zu sehen bekommen können. , Es war an demielden Nachmittage, an dem der arme Mayer.III den Dirc! tor um Urlaub angegangen hatte, als man wieder, über,, dem nicht umzubrin genden Homer hockte. ' Wintcrtag Es dämmerte bereits ein bischen und drohte bald ganz dunkel zu werden Mayer I und Mayer 11 hatten , bereits, als oben in der Klasse sitzend, eine Anzahl Hexameter ' (mit, oder ohne Eselsbrücke, yss bleibe ungesagt) fließend übersetzt und soeben war denn auch , an unsern Mayer III, die Reihe gekommen, als, in Folge heftigen Schneefaöes draußen. das Schulzimmer sich plötzlich derartig verdunkelte, daß an ein deutliches Lesen der' an und für sich schon recht schnör kelhasten! griechischen Buchstaben' sür beute' garnicht mehr , "gedacht , werden konnte. ) 'i ' . :, Der Alte schien außerdem heute aus. nahmöweise weich und gnädig gestimmt (er wollte nämlich möglichst bald in seinen wöchentlichen Skatklub), und so meinte, er , denn!, mit ungewöhnlicher Milde höchst geistreich: ' Nun. ich sehe. eS wird jetzt doch so dunkel, ! daß man nichts mehr " sehen kann, wir wollen diesmal nur Andromache bei ihrem Abschied von Hektar nicht stören, denn wer weiß, was sie sich noch sür Privatsachcn u erzählen haben! Mayer IN, Sie können morgen fortfahren." , Hiermit nahm der, liebenswürdige, witzige alte Herr seinen Hut vom Nagel, wurde unter den entsprechenden höflichen Verbeugungen zur Thür, hinaus complimentirt und in der nächsten Minute stürmte die ganze Klasse unter Freudengeheul in den Schulhof um sich da draußen tüchtig zu schnecballen; denn obgleich sie Primaner waren, hatten sie doch noch an so etwas Vergnügen. Wenn man nicht lieben, trinken und rauchen darf, so sch'neeballt man sich eben. ! Das ,! ist das Vorrecht der Jugend. 1 Äm nächsten Tage war das Alumnat in furchtbarer Aufregung. Mayer 111. war nämlich verschwunden, plötzlich und spurlos verschwunden. Man suchte überall, in dem tiefen Keller und auf dem Boden deS Schulgebäudes, in dem nahe gelegenen Wäldchen und schließ, lich sogar in dem See, der unfern der Anstalt lag; denn es mußte ihm ent schieden wohl ein Unglück zugestoßen sein. Oder sollte er sich am Ende gar aus Verzweiflung über den verweiger ten Urlaub selbst das Leben genommen haben? Entsetzlicher Gedanke! Dem alten Direktor schlug ganz bedenklich das Herz und auch wohl das Gewissen. Vielleicht war er doch zu hart gegen den armen Kerl gewesen. Hm, hm! Sollte man das Unglück gleich den tief betrübten Eltern melden? Das wäre doch wohl ein bischen voreilig! Damit wollen wir liebe? no is morgen war, ten. Schließlich stei sich hoffentlich doch noch hcrau?, daß n am Le, ben ist.

lü'iit'fc Si'Ii!

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' Nun man wartete bis morgens Kein Mayer 111, erschien',, Nun mußte naturgent'lß die Meldung geschehen und zwar, da k.'ine Telegraphenrerbindung vorhanden, aus dem ' einfachen Wege der Landpost,, denn das , Alumnat lag tief,- t!cf hinten im' Lande, fern von allem sündigen' Getriebe 1 der, großen Welt, wie es einem braven Alumnate -zukommt. So vergingen zwei ' lange, bange Tage, während welcher selbstver ständlich ebensowohl, wie an dem ersten, dem 'Unglückstage, vor lauter Ausre gung keinerlei Schule abgehalten wure, denn Alles befand sich sa immer noch auf der Suche nach der Leiche! Endlich, endlich, am Morgen des vierten Tages, nachdem das Entsetzliche passirt war, kam mit der Landpost - ein Brief? Nein! sondern Mayer 111 . , selbst, hochsteigenhzndlg. vergnügt und , frisch, wie nie und mit dem harmlose ; Pen Gesichten der Welt!, '! " Aber, teic Unglücksmensch!""' brach , " d?r alte Tircctor auf ihn los, wo ha ben Sie " denn ; gesteckt? .',,WlsselrSikAI denn nicht, - daß leux:-im drei Tagen todt sind? Wo kommen Sie her.' Elender?" ,- ' Ich." meinte Mayer 111., scheinbar 1

vollständig verblüfft, .wo soll ich denn anders herkommen, als von zu Hause? Von meinem Urlaub komme ich und melde mich hiermit 'aehorsämft!?zümckM Herr Direktor!" 'VM-JhrM nen , denn Urlaub IrthciltkSleMieUA derträchtiger, Ausreißer?- ' , . T , ;;: : U Mb:r, Herr Direktor, Sie selbstdoch! Entsinnen Sie sich denn nicht, wie Sie mir in der letzten Homcrstunde am , M Müsse noch so gnäd lgMtcn H ..Mayer 111, Sie können MdrHenforPA fahren!"? -Die ganze Klaffe wird mir das bezeugen können!"" ... ' . j' -f Weiter' braucht wohl nichts erzählt ! zu werden. Mayer ltt war seit jencMH Tage Hahn im Korbe, wenn auch nicht bei dem Herrn Direktor selbst, so doch Bei der ganzen Prima. &jylbrcijj; dienstfreie Tage verschafft hatte. Ja, ja. die Mayers! - M "" in , , i , !! , s i' i i i in ,.mmm-l ;,; Zwei alte Sprüche, vf-' Dec noch heute in Württemberg ! gc ' lausige Reim: :'' Bide, bide, bomb, Der Herzog kommt, Er liegt nicht weit im Feld Und bringt einen Sack von Geld li, wie die neuere, JorWM Wgeßcllt hat, auf den Herzog MW von WM Mberg',zurückzuführeM!de.ßch!!Up 1519 vom Schwäbischen Bund $x sei nein Lande vertrieben worden war, sich nach Mömpclgard geflüchtet hatte und später längere Zeit auf dem Hoheniwie! lebte, stets bemüht, seine Wiederein. setzung zu erlangen. Das Land war inzwijchen vom schwäbischen Bund als Ersatz der Kriegskosten auf Kaiser Karl V. verlaust worden, der auf dem Reichstag zu Augsburg seinen Bruder Ferdinand damit belehnte. Die Regie runz bot Alles auf, Ulrichs Andenken im Volke gänzlich) auszumerzen, und verbot, daß von ihm gesprochen werde; wer für den ehemaligen Herzog rede oder handle, sollte mit dem Tode , bestraft werden, und seinen Anhängern wurde , heimlich der Proceß gemacht, damit a nichts an ihn erinnere. Allein vergebens. das Volk . liebte ' seinen Fürsten und dachte voll Dankes der mannigfachen Rechte und Freihci ten, die er ihm seiner Zeit eingecoumt hatte. Rührende , Züge der Änhäng lichkeit und Treu: werden ai.5, jener,, Zeit berichtet. So sollten Steine mit ' ' seinem Namen vom Himmel gefallen , sein, und unter den SehenSwürdigkeiten Stuttgarts wird noch heute ein sol cher gezeigt.- Selbst Thiere lehrte man, auf den Namen Ulrich, zir bören; und ein alter Kriegsmann zu Tük'Nkgen ließ sich durch nichte abhatten, seine? Her zogs Rock mit der Ausschrift 'mit Freuden hindurch!" zu versehen und bis zu seiner Rückkehr, beizubehalten. Damals kam auch das zum Wahrspruch geroor ,, dene .Hie gut Württemberg allewege !,,; auf, und als endlich nach der Auflosung 1 des Schwäbischen Bundes 1534 Ulrich wieder zurückkehrte, da fang man auf allen Gassen den VerS, den, wir oben aagesührt habenl Er genoß indeß den Wiederbesiß seiner Rechte nicht lange und, starb nach wechsclvollcm Schicksal 1550. Alte Dichtung nach modernen pro saische Gedanken. , Du bist wie eine Blume, So hold, und schön und rein; , I Was mag wohl Deine Mitgift, , : Und Dein Vermögen sein? Tu bist wie eine Blume, So hold, und rein und schön; , ,Doch frag' ich. was Du dcidringst, Ob es in richt'gen Höh'n? I:äi'?"i3 'ij' j-'-lij' 'jji 'i is'l4li ,fli,Z"!i,,?v", i , i! " ' Du bist wie eine Blume, So schön, und rein und hold; : 0 sage, hast zur Heirath Du euch das nöthige Gold? : : : f Du bift roie eine Blume, So hold, und schön und rein; Ich schau' Dich an und Wemuth Schleicht mir in'S Herz hinein. Mir ist, als ob ich die Hände ZurEh'nichtgeben sollt'. Betend, daß Gott mich bewahre. Vor: 5! u r schta, rein und hold". Ents cheidend. Kaufmann (zu einem Reisenden, der engagirt sein will): Wie ich gehört, mußten Sie schon einmal brummen, weshalb, wenn ich fragen darf? Reisender: Ach so, ia da habe ich einen, der r.ir trrH wie verholter Besuche noch immer nichts ab laufen wollte, verhauen! Kaufmann: Sie sind cngagirtl Frommer Wunsch. Herrgott, giebt's denn kein Bureau, wo Sonntag Amts stunden sind und Wo chentaae frei!?

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