Indiana Tribüne, Volume 16, Number 116, Indianapolis, Marion County, 15 January 1893 — Page 6

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Eine verhängnitzvolle Wette. Hs??!ks Harry Nitsch.

Ich wette mit Euch, daß ich morgen don 10 bis 12 Uh? der reizenden Olga gensterpromenaden machen werde, ohne daß sie mich erkennt, oder daß mir sonst irgend ein Abenteuer begegnet," rief Herbert Elkert, .ich Proponire Euch zwölf Flaschen Äothspohn, daß ich a Minne angenommen?" Angenommen, angenommen," tönte es lustig im Kreisrund neugierige Frazer umdräng ten den Helden, bic er es beginnen wolle?" Das kst mein Geheimniß' wehrte Herbert cb; wir treffen un5 morgen Mittag um 1 Uhr hier, wo ich Euch berichten werde und wir glelchzei tig einigen Pullen Eures Rothspohn? die Halse brechen wollen!" Es war eine lustige Herrengesell schaft, welche im goldenen Forcen,' d.'m ersten Nestaurant der Stadt, ver-am-melt war. Unser Held war der In stiele von afleri und noch manches GlaZ wnrde geleert und manche? MiMort flog hinüber und herüber, bevor 'Man sich in später Nachtstunde trennte! Geschäftiges Leben und Treiben herrschte bereits in den Straßen, als gegen 10 Uhr Morgens vor dem Hause des Fräulein Olga X., dem reizenden Prosejsorentöchterlein, ein Dicnstmann erschien, in welchem wir itcfc der blauen Brille und der etwas ominösen No. 13, welche derselbe an seiner Blouse irua,, unseren Freund von gestern Abend wie der erkennen! Langsam wandelt er die Straßen.auf und ab, als ein eiligst des Weges kommender Herr ihn anruft: Hier, Dienstmann, tragen Sie schien nigst den Brief an feine Adresse; Ant wort ist nicht! Hier haben Sie 50 Pfen nige, nehmen Sie aber Ihre Beine etwas unter den Arm!- Sprachs, drückte beides dem verblüfft Drein, schauenden in die Hand und ver schwand! Wie er noch mit dem Brief in der Hand rathlos dasteht, kommt ein reizendes, kleines Backsischchen auf ihn zugetripxelt und flüstert ihm leise fast m's Ohr: fcAch lieber Dienstmann, besorgen Sie mir doch, bitte, diesen Brief mit den Blumen an die darauf siehende Adresse" und reicht ihm verschämt tzxö thend ein rosadustendes Billet und ein prächtiges Aoscnbouqnet. ihm gleichzeitig heimlich ein Markstück in die Hand druckend. Aber mein Fräulein." stammelt der Unglüäliche, ich kann ich bin--ich . . Lap.cn Sie nur." wehrt die Kleine ab, welche glaubt, daß der Dienstmann in seinem Ehrgefühl das reiche Trink geld nicht annehmen will, besorgen Sie mir nur den Brief recht gut," und trippelt wieder von dannen! ' Du Angust!- schallt es auf einmal don der andern Seite- herüber, wo einige Arbeiter mit dem Abladen eines Kohlenwagens beschäftigt sind, Dn kannst uns hier beim Abladen ein bis iken helfen, kriegst dann auch nachher einen Schnaps dafür." Entrüstet wendet Herbert ihnen den Rücken, als sich ihm auf einmal eine schwere Hand auf die Schulter legt. Aha, da haben wir ja den Kunden!" tönt es ihm in'Z Ohr, und er ficht sich einem Schutzmann in Uniform gegenüber. Jnflinctw sucht er sich los zu machen: Was wollen Sie denn eigentlich von mir,' und wie können Sie es a gen Immer ruhig, Männchen," lacht der Schutzmann, vorlausig folgt Ihr mir zur Wache." Zur Wache?" wiederholt der entsetzte Held, warum? Was soll ich denn ergentlich begangen haben?" Das werdet Ihr .schon zeitig genug erfaürcn. . wenn Ihr Euü) nicht mehr darauf besinnen könnt," meint gemüthlich der Schulmann. Abej lassen Sie sich doch erzählen, ich bin ja doch gar kein Dienstmann ich " : ' Papperlapapp, das wird sich .; finden." unterbrach ihn grob der Schugmann, und nun marsch, folgt Ihr nicht gutwillig, muß ich Euch Hand? schellen anlegen!" Zähneknirschend mußte sich Herbert sögen, wüthend wie er war, musue er ncch odcndrcrn am Fenster der den achbarten Weinstube die lachenden und ihm rerguügt und höhnisch zunickenden Leficküec iciner Freunde entdecken! Auf der Wache angekommen, meldete der Schutzmann dem wachchabcn den Lieutenant: , Hier bringe rch den Dienst mann, Herr Lieutenant!" Aha. Tu 13, nun führen sie ihn einstweilen auf Nr. 13," befahl der ge-, radc beschäftigte Ofsicicr. ' Herr Lieutenant, auf ein Wort," bat der Pscudo-Ticnstmann, schon halb verzweife!!! ' J';:: Führen Sieden Mann ab", herrschte ' der Lieutenant und mit einem freundfchaftlichen Rippenstoß und einem lei iU'a tmn,.1 aU. 0m..l Ul 'VUll JJIUUI, Uli jVUiilUl , der Schutzmann seinen Günstling zu? Thür hinaus! 11 1 In seiner Zelle tobte und , schrie er vnsanas, doch als man ihm freundlich mit, dem stock und der Zwangsjacke gedroht, hatte, ergab er sich endlich nt sein unabänderliches Schicksal! Iv . Vier bis fünf Stunden hatte er Zeit, über den Wechsel aller irdischen Dinge nacözudcnken, als der Schlüssel , im Schloß knarrte und er wieder vor den Lieutenant geführt wurde! Hier fand er 1 einen elegant i gekleideten älteren , Herrn vor, welchen der Ossicier an , redete: ..Erkennen Sie diesen Dienst ,' mann ' als denselben wieder, welchem Sie den Werthbrief zur Besorguna 1 ubergebcn haben;" 11 ..'.'ttin, das ist der Mann nicht," er , klarte der Herr zur gros'.en Bestürzung der beiden Beamten, Im Nr. 13 und die blaue Brille scheint allerdings die selbe, aber der Mann war älter und trug einen grauen Bort." Ja. zum Donnerwetter, wie kom men Sie denn zu dieser Kleidung, tl gibt hier in der Stadt doch nur eines

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AAennmann viu lor ycrriqie vzz,, Ofsicier den Teliquenten an nnd nun stellte sich endlich heraus,, daß der arme Herbert gar lein Dienstmann, sondern uur !n iVofae einer Wette Mütze und Blouse eines solchen geliehen hatte! llnaluckllcherwelse war der Beneid mit einem ihm anvertrauten Geldbrief verschwunden und daher kam es, daß sein Stellvertreter für ihn verhaftet wurde. Nun, Sie haben sich Ihre Unan. nehmlichkeiten selbst zuzuschreiben," meinte der Lieutenant und ertheilte ihm noch'denRath, seinen Mund zu halten. dcN er sonst noch wegen unerlaubten Tragens einer Dienstmannsnummer bestraft würde! Nachdem er noch die beiden ihm an Vertrauten Briefe einem anderen Dienst mann zur Besorgung übergeben hatte die Rosen hatte er verloren stürzte er nach Hause und warf wüthend die verhake Mutze in die Ecke! Vor seinen Freunden llen er sich ern wieder sehen, als die zwölf Flaschen Wein längst auf snneDechnung getruns icn waren und noch lange Zezt mußte er llb m warnt attallen iQiie: Tienstmann, Wette gefällig?" DaS Tättowlren. Zu , den Brauchen aus barbarischer Zeit, welche sich noch am hartnäckigsten erhalten haben gehört auch das Tättowiren des menschlichen Körpers, das in ehr verjchlcbenartlgcn Formen vorommt und auch bei unseren Indianern weitverbreitet ist. Während bei wilden und halbwilden Volkern oft aanze Stämme, oder doch alle frei und edel Geborenen tattowirt sind, bejchränkt lch der Brauch der avihnrtcn Volkern auf bestimmte Klaffen, wie Soldaten, Matrosen, Schiffer u. st w. Ueber die Entstehung des Tättowirens und der Zweck, den es von Hause aus gehabt. äkt uch nichts Bestimmtes mehr ermit eln. Das Tättowiren sin der tahitische:. Sprache ratau" von dem alten polnnesischen Stammwort ta.-, welche Zustoßen bedeutet, vergleiche das alkgriechijche tassa oder tatto" gleich stellen während tatau- den Sinn hat: hineinstoßen, hineinschlaaen) hat wahrscheinlich in seiner Anwendung bei ganzen Stammen den Zweck gehabt, den Körper zu verzieren, auirial die Kleidung das Wenigste" war. ind zugleich eine Auszeichnuna des Freien oder des Höherstehenden auSzudrucken: solcherart erklärt es auch der alte biedere Herodot. ES begreift sich eicht, daß es dann auch mit den überieferten religiösen Bräuchen !n Ver bindung kam; unter Anderem wurde es auch zur Feier der eingetretenen Mann barkeit volllogen. Gewöhnlich wurde es in alter Zeit, wie noch fetzt da und, dort, (und wie schon aus dem Wort hervorgeht) in sehr schmerzhafter Weife geübt, und als weiblicher Feigling galt, wer diese Schmerzen nicht heldenhaft ertrug. Äejonders barbarisch tritt diese Sitte noch heute bei den Kanälen Eingeborenen der Sandwichs-Jnseln, und 'dann von Polynesien , überhaupt) hervor, bei denen auch die phantastischsten und komischsten Zeichen in den Körper eingeriffen werden, von den Knien auf wärts bis in das Gesicht, und namentllch Antlitz und Hals geradezu greulich verstümmelt werden. ' Wehe dem, der r ."' i . oaoer i-cywacye ze:gi! Die Alaska-Jndlaner, namentlich die Haida-Familie, gaben ihnen Übrigens ....''-.- T- r f r i nlcyl viez oarin nacy, oomoyl ne oas Gesicht gewöhnlich unverstammelt las sen. Viele amerikaniZche Indianer stämme, in Süd sowohl wie in Nordamerika, schneiden oder schlitzen einfach die Haut auf, ohne einen besonderen Farbstoff anzuwenden, v Das Verfah ren nimmt Monate, ja mitunter Jahre in Anspruch, bis es vollendet ist, und schmerzen gibt es natürlich genug da bei. Doch .gibt es auch buntfarbig kältowirte Indianer. Mit bloßen Narben, die nachträglich oft noch künst llch erweitert werden,, begnügen sich viele schwarze oder sehr dunkelfarbigen Völker, weil. derartige Zeichen auf der tchwarzen Haut mehr zur Geltung kommen als buntsarbene namentlich blaue Tättowirvngsmale. TSttowirter Matrose. I1'"' I1 :'.':: 'Nl .1, Vf., ; Häufig bedeuten bei den Indianern die Tüttowirungszeichen nicht ; blos die Familiennamen oder den Rang (als solche entsprechen die Male von Händen und Armen oft den ' HäuptlinasHand schriftzeichen sowie den Thierbildern auf Emblem-Stangen und Zeltdecken ganz genau), sondern verherrlichn: auch die Heldenthaten und Adenteuer der emzel nen Krieger, und bei gewissen Festen und (Zeremonien, bei denen die Man ner völlig nackt sind, und die Squaws nur das Allernothwendlgste" tragen, werden diese Abzeichen mit besonderem Stolz zur Geltung gebracht. Die große Aehniichleit zwischen den TattowirungS arten der genannten Alaska-Jndianer und denen der Südsce-Jfulaner ist um so merkwürdiger, als sich keinerlei son stige geschichtliche Verbindung zwischen diesen Menschengattungen nachweisen zg.

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" xsuuicqiuuimc luuuuuctu uy so vollständig und systematisch, daß ihr ,ganzes Äuszcyen ncy evcnlo teyr veran dert, wie dasjenige des Indianers, Wenn er die Kriegsfarbe c n'egt. Frü che? chriebsn viele Reisende, . welche isolche Tättowirte sahen und den Brauch 'nicht kannten, dieselben seien von , der Taille an abwärts mit Franzen .und einem feinen seidenartigen Stoff beklei det z sie mächten also den umgekehrten Schnitzer, wie die treuherzigen Jndia ner in Eolumbus' Zeit, welche Roß und Reiter für Eine Person hielten. Eine .Menge anderer Stämme am Stillen Ocean entlang beschränken sich übrigen? auf wenige, ganz. systemlose Linien oder Flecke. ... : Tattowirter Maskaner. Bei unseren Eskimos ist das Tätto wiren ebenfalls bis zu einem gewissen - , . vn r wiüoz oeiieoi., ai Uiner etn liuauoB erlegt. o ,st er berechtigt, in beide Seiten der Unterlippe je ein Loch zu stoßen, groß genug, daß man einen Blei stift hindurchschieben kann, um ein Stückchen. Elfenbein, das auS dem ltoözahn des erlegten Thieres genom men ist, hineinzustecken. Was nun das Tättowiren bei be stimmten Klassen unserer civilisirten Völker, besonders bei Soldaten und Seeleuten anbelangt, so hat dies wohl nie mit Verzierungen und Auszeich nungcn zu thun gehabt, denn die Male sind und waren wohnlich durch die Kleidung verdeckt. Wohl, aber scheint in früheren Zeiten, als die Feststellung der Persönlichkeit viel schwerer war. als heutzutage, und es ein viel oben teuerlicheres Unternehmen , war. als Kriegsmann, , Seefahrer oder auch Handwerker in die Welt hinaus zu ge hen, ein solches Mal, und die Stelle, wo es sich befand, 'wenigstens häusig zum Erkennen emes Gebenden oder Todten gedient, und der Brauch scheint r j x m 1 3 s rt ii otj Avr. x m. Va. wf wuuii ui jüiuisc jjkvui:uu)z iu utii betr. Berufszweigen bis auf die Gegenwart fortgepflanzt zu haben. Lüg Du und der Äeuwel!" Bei einer lustiaen Gesellschaft im Westen befand sich neulich auch ein Nett Wrker Kaufmann, der von seinen Nach darn aus S Eifrigste m, alle möglichen Eigenthümlichkeiten' und Sch önheiten des . Westens, , namentlich, auch , in die gegenwärtig dort mit verheerender Macht austretenden Schrecken der Schneestürme eingeweiht wurde. Wäh rend einer kurzen Gesprächspause nahm aber unzer New Yorker das Wort und gab seinerseits nun auch ein Erlebniß zum Besten. Er erzählte: , , Meine Herren, Ihre Blizzards in Montana Dakota, Washington u.s.w. sind gewltz nicht von schlechten Eltern: aber gegen unseren New Vorker Bliz zard im 'März 18L3 müssen sie sich doch verkriechen.' Also ich wohne in Brook lyn, und muß nach meinem Geschäft in New 7)ork über die Hängebrücke, die bekanntlich 140 Fuß über den East River gespannt ist. 1 Nun ich sage Jh mnj eineDunkelheit herrschte an jenem ivrt I ...ic m , v":!,. '. ... 'iw , I, morgen, oqb teinc ano vor Augen zn sehen war. V Der Schnee kam' in , dichten Wolken herunter und blendete mich vollständig. Aber ich wußte ja die Richtung und ar bettete mich tapser voran, dem ich wohnte nicht weit von dzr Brücke. Von Pferdebahneu war natürlich keine Rede Also ich erreiche auch die Brücke und kämvfe weiter, bei jedem Schritt fast über die Ohren in den Schnee einsin tend. Doch der Weg wird mir entsetz lich lang; ich schaute mich um, konnte aber absolut nichts vor dem fürchterli chen ' Schneetreiben sehen. Da, auf einmal schimmert mir ein Licht entge gen. Halt! denke ich; endlich das Brückenende ! Aber, meine Herren, wo war ich? Brücke, East River, Battery war 'Alles total, verschneit. Ich war, ohne es zu wissen, von der Brücke ' ab gekommen, über den East River gewan dert und stand fetzt oben auf der Ga lerie der FreiheitSaöttin. welche die elektrische Fackel emporhebt!' Erst nach drei Tagen konnte man Mich erlösen. E inempfehlenSwerther vtoff. EommlS: Gnädigstes Früu lein, nehmen Sie doch diesen Stoff. Er ist so zart, so poetisch, und ich kann Ihnen im Vertrauen Mittheilen: meh rere Damen unserer Kundschaft haben sich schon in einer Toilette au5 diesem Stoffe .verlobt!" Junge Dame (lächelnd): Ich bin schon verheirathet! Eommis: 0, das macht bei diesem Stoffe gar nichts!" WohinderVegetarianiS muS fuhren kann, lehrt folgende An znge. des v Tyurmaer Walooolen" w100 Zentner Heu, auch in kleineren j Posten zu kauen ge,ucht vonO. cyramm, mc? 'qugcnuoj. -

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Nett, praktisch und billig.

Gar manche zierliche, und nützliche Sachen kann man mit den einfachsten Mitteln herstellen, ost mit Gegenständen, welche sonst, als nutzlos weggeworfen werden. Der Winter mit seinen langen Abenden ist die beliebteste Zelt dazu. Eine der neuesten Ideen, in die ser Hinsicht sei den Lesern nicht vorent halten. In der Feiertagszeit, in welcher ge wöhnlich an Geflügelabfällen kein Mangel ist, kann man aus einem Hühner fuß er sollte aber von einem frisch geschlachteten Huhn sein einer Eier schale und ein bischen feinem Draht einen hochfeinen Streichholzbehälter her stellen, wie Figura zeigt. Das erste ist, dab man die Fußsehnen unten zieht und reckt, bis das Füßchen schön flach aufsteht. Dann, wird um das obere Ende ein feiner Draht gebunden, den man oben in einigen korbartigen Windüngen verlausen laßt, in welche, die Eierschale hineinpaßt. Am spitzen Ende des Eis wird ein Lochlem gemacht. und der Inhalt hinausgezogen; dann schlagt man vorsichtig ein' größeres Stück des Endes ab, säubert die Schale vollends, wenn es noch nothwendig ist. und setzt sie dann in jenes Drahtge winde hinein. Es erübrigt noch, das Ganze zu vergolden, und em Pracht tuckchen ersten Ranges m fertig. Sieht das Füßchen noch immer nicht ganz fest aus, so kann man auch unten noch durch Herümlegen von etwas .Draht nachhel fen, der naturlich gleichfalls vergoldet werden muß. Das Goldfluidüm, das man einfach Mit einem Plnielchen darüder zu streichen braucht ist ja in den letzten Tagen spottwohlfeil geworden. Die Arbeit' ist unierhaltend und bedarf keiner befonderm Gechicklichkett. - Aus dem Leben eines Geheim Polizisten. Aus dem Leben eines dänifchm Gehrimpolizisten theilt die Straßb. Post folgende Geschichte mit : Eine Kopen hagener Sängerin, die in dem bekann i ' . ' J- ' ' c " 1 Y" II . un vudpii auaoenoilcy auiirai, panc nach den Vorstellungen einen weiten veimwea zurückzulegen. Sie. war nne reizende Ericheinung. und sobald sie Abends den Fuß auf die Straße gefetzt hatte, hefteten sich ne Menge Wacht f alter" an ihre Fersen, und jeder trug ihr mit vielen schönen Redensarten Arm und Geleit an. Um diese Gefolgschaft von sich abzuschütteln, versuchte sie Vie les, aber es hals nichts : Kem Vermummen, keme bezchleunigte Gangart, kein bittendes, kein unwilliges Wort, die Ritter der Nacht zeigten eine merk würdige Beharrlichkeit. Bis an die Hausthür gingen ne. mit ihr und schie den erst, als ihnen die Thür vor der Nase zugezchlagen wurde. Trese ewige Bedrängniß ward unserer Sängerin endlich zu lastia. Sie aina auf die Polizei. Tort kam man der Dame zehr freundlich entgegen und versprach ihr Schutz und Hilfe Es verstrich eine Woche, die Sängerin dachte nicht mehr an ihr Hilfsgesuch bei der Polizei, um so weniger, als die Belästigungen nach gelassen hatten: . , Da ging sie . eines Abends wieder yeim und ärgerte sich nicht wenig, alsrzr dicht auf den 'Fersen ein Mann folgte. Sie ging rascher, er auch. Sie ging aus die andere Seite, er aucr. , blieb stehen, um ihn vorbeizulassen, er blieb auch stehen. Dann ging ne une der rasch davon, der Mann auch. Jetzt war sie nicht ,weit von ihrem Hause, aber ihre Geduld war auch zu, Ende und wüthend drehte , sie sich um und ver setzte i ihrem Bersolger mit 2 dem weifte ihres Regenschirms einen gewaltigen Schlag ins' Geucht. In dem! el den Augenblick ergriff sie entsetzliche Angst über ihre kühne That,, und aus Leibeskräften ' rannte sie davon. Der Un heimliche ihr spornstreichs nach, und er holte sie gerade vor der Hausthür ein. die die Dame vor Herzensangst nicht auszuschließen ,! vermochte. ,, Zitternd vor Furcht stand , ste da, den Neqen schirm , kampfbereit erhoben. ; Ihr Schreck löste sich in Beschämung, als der unheimliche Mann höflich seinen Hut , zog und lächelnd sagte: Mein Fräulein! Sie haben mir heute du Ausübung meines Dienstes sehr. er schwert. Ich bin nämlich der Geheim Polizist K. und war zu Ihrem Schutze auf Ihre n:uliche Bitte bestimmt. In Anbetracht der Gefährlichkeit dieses Am tes und Ihrer erprobten Schlagfertig keit werde ich um Enthebung von die sem meinem Dienste nachsuchen. Sie sind Manns genug, sich allem zu schützen. Schlafen Sie wohl, mein Fräulein r SprachI und verschwand. AuS dem Leben. Wenn eS auch richtig ist, daß man den Mann nach dem Gewand empfängt und nach dem Verstände entläßt, so ist doch ebenso wahr, daß es sehr oft nicht zum Entlassen kommt, weil der Mann weaer seines Gewandes nicht vorgelassen wurde. AuS dem Leben. Wer sich am wenigsten selbstständig mit einer Memung herauswagt, schreit meist in der Menge am Lautesten mit.

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DieMekkafayrtdervoSnifchen .:;..; v"'!f-'nr " . Das Oesterreichische Sanitätswesen" veröffentlicht soeben den , Bericht deZ Arztes Hadschie Mehmet Samt Scherbo, der im Auftrage der bosnischen Lan desregierung die Pilger in diesem Jahre begleitete. In diesem Berichte heißt es: Auf der Hinfahrt von Trieft bis Jambo, wo die Zahl der vaterländi schen Pilger durch Zuzüge aus Zwor nik und Bjelma auf 94 Personen wuchs, waren die Pilger auf dem öfter reichischen Lloyd-Dampfer Eleetra" sehr gut untergebracht, weil die größte Reinlichkeit herrschte, . indem die , Eß Plätze. Schlafstellen und die Gebetstellen täglich gewaschen wurden., Jambo, ein bekannter Hafen Arabiens, besteht aus einer Festung, 2 bis 3 Moscheen, einem Bazar von aus Schilfrohr gebau ten Kaufläden und aus ungefähr 500

Die Lustströmung ist sehr lebhaft. nachdem es jedoch seit ein bis zwei Jah ren nicht geregnet hatte, war das Was ser, welches man in Thiersellen aus den Reservoirs und Cisternen bringt, meist voll Mikroben und daher nur mit Bor sicht zu genießen. Von Jambo aus ging der Weg nach Medina durch die Sandwüste mittelst Kamcelen, auf denen die Pilger die sogenannte Siu dubs" 11 bis 2 Meter breite, oben gedeckte Sitze mietheten, welche außer einen dreifüßigcn Stuhl, Bett .und Reisegepäck noch einen Sitzplatz enthiel ten und überdies genügenden Raum zum Verrichten der Gebete gewährten. Zum Schutze gegen die Sonnenstrahlen dienten Matten' und lesnene Tücher. Nach sechs Tagen gelangte die Kara wane nach Medina, das in einer von Bergen umschlossenen Ebene liegt, von Pal'mgärtcn umgeben ist, einen schönen Bazar und solid gebaute vier bis fünf stöckige Häuser besitzt, und ein reines, klare's Trinkmasser hat, das ohne Scha den reichlich genossen werden kann. Die Nahrungsmittel sind schmackhaft. Nach achttägigem Aufenthalte ging die Reise wieder zurück über Jambo. wo die Pilger eine Woche . auf den türki schen Dampfer warten mußten, der aber fs überfüllt war, wie die früher abge gangeneu englischen und französischen Schiffe. Da in Djedda die Luft drückend heiß, das Gedränge groß war und einzelne Pilger Diarrhöen bekamen wurde die Reise nach Mekka trotz großer Erfchö pfung ohne Unterbrechung- fortgesetzt. Wahrend des zweiundzwanzigtägigen Aufenthalts daselbst litten die' Meisten an Verstopfung. Einige wurden vom Fieber b.-saller. Andere bekamen Ver dauungsstörungen, doch wichen diese Krankheiten rasch nach dem Gebrauche der Arzneien; für deren Ankauf die bos nische Landesregierung einen- ausreichenden Betrag gewidmet hatte und welche mitgenommen worden waren, da in Arabien Arzneimittel nur schwer zu bekommen sind. Von den 91 Pilgern sind in Mekka, je einer in Arafat, Djedda und ru Konstantinopel und zwei auf hoher See, daher im Ganzen neun Personen gestorben, während die Sterb lichkeit im Jahre 1891 2, IM-sogar 45 vEt. betrug. ., Die Todesfülle detra en zumeist 60 bis Lviahriqe Personen, welche bei der intensiven Hitze in Folge Blutandranges einem Schlaganfalle er egen waren.. . ... - SkmHumvoldt'Gletscher. mm-:.x iw if- v n -nh u" uir ' v 'a4H V Jh7 ' M;- &i ÄWW -ÖÄS.J5ri rtffZ.l' t. Kte x- i-rv T"KW ".Kf-ÜJ.-a Wenn aeaen Anfang März- in den arktischen , Breiten ein schmaler Licht streif am östlichen Horizont erscheint; wenn der Schein der Nordlichter zu der blassen ansängt und der- Rand der Sonnenscheibe wieder blutrothe Stroh len schräg über die ' fürchterlich? Einöde der Eisfelder und der zu dichten Hum mocks" . zusammengefrorenen Treibeis blocke wirft, dann athmet der Mensch erleichtert auf. Denn das- Ende der langen Polarnacht ist nahe, und der nördliche Frühling! wird seinen Einzug halten. Aber erst gegen Anfang Juni lassen sich in jenen hohen Breiten Grönlands, in denen kürzlich Lieutenant Peary mit sciiien kühnen Gefährten die lange Polarnacht verbrachte, die ersten Zeichen des wiederkehnnden thlerljchen und pflanzlichen Lebens erkennen. Zwar steigt das Thermometer höchstens auf 50 'bis 60 Grad Fahrenheit. Aber das genügt für die bescheidene Thier und Pflanzenwelt, sich des kur zcn Sommers zu freuen. Das nordi sche Haidekraut überzieht bald mit sei nen leuchtenden rothen Blüthen alle eisfreien Triften und Anhöhen, unter mischt mit den blauen Blüthen des En nan. auch Anemonen und Hahnenfuß arten sind reichlich vertretene Zugvögel in Masse, dem Geschlecht der Möven, Taucher und anderer Scevögel ange hörig, erscheinen in dichten Schaaren und lassen sich die reichliche Nahrung im offenen Watter trefflich munden. Der Sommer, d. b. der lange Som mertaa der Nordpolar-Region dauert etwa bis Mitte August. Dann nähert sich die Sonne wieder dem Horizont. Sobald das lebenspendende Gestirn, weun auch nur auf Stunden, sich dem Blicke entzieht, fangen die Nachtfröste wieder an, und leichte Schneeschauer senlen die Pflanzenwelt wieder in Schlummer, aus dem sie erst wieder im nächsten Sommer erwacht. Liede nswürdigesAn erbieten. Vater (schreibt) : Wenn mein Junge wieder faul und nachläs sia ist. so bitte ich Sie, Herr Lehrer, ;hn tüchtig durchzuhauen! Zu Gegen .n. :v...u i.iUi

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In der Zerstreutheit

Der Professor der Botanik Knöterich warZsoebenVdamit mehrbändige Werke in einen Reisekoffer zu packen, als seine Frau in's Zimmer trat ' Aber Hugo", rief sie, ,.wcs machst Du denn da?- Du brauchst doch den Koffer für die Anzüge und die Wäsche; was packst Du denn da ein?" . Liebe Johanna", entgegneie der Professor und blickte verwirrt vor sich hin. ich wollte diese unentbehrlichen Werke mitnehmen, : um vergleichen zu können." " V Aber, Hugo, Du wirst doch in den botanischen Gärten, die ' Du besuchen willst diese Werke ' ebenfalls vor finden."' ' - -' Der Professor putzte. In der That. Johanna, Du hast Recht.: Nun, so gib mir denn die Tinae. die ich mitnehmen soll!" Ich packe sie lieber selbst ein," tnU gegneie die Gattin und nahm den ä ff ce mi t. II 11 d nun kom :n zu m Wn, Hugo!" rief sie noch zurück. Gleich!" erwiderte der Professor, ,ich räume nur die Bände ein." Zufällig schlug er eine Seite auf und oertiefte sich dann für die nächste Viertelstunde in das Buch. Endlich holte ihn dieGattin und oermochte - ihn, einen Teller Suppe zu genieizen. Und es ist doch eine Orchidee!" rief er darauf plötzlich aus und verschwand ntt umgebundener erviette wieder in einem 'Studirzimmer. Als ihm die Gattin nach einiger Zeit olgte, fand sie ihn in feine Bücher be graben. Du bist wohl so stuha", nek er ihr entgegen, mir hereinzu schicken, was ich moür Das7 Tlenstmadchen brachte aleich darauf ein gebratenes Huhn herein. Der Prosenor Ite& es in den Olen stel en, ,w welchem, trok des rühUnaswetters,. noch, ein Feuer brannte. tln Glas Wem und einen Teller Zomvot verzehrte er dann, während er weiterlasi. Bald darauf, erschien das Dienstmädchen wieder und meldete ihm den Besuch eines entfernten Betters, der von Zeit zu Zeit einmal mit verschiedenen Anlie gen kam und' die Besuchszeit nicht ge nau einhielte Heut bat lhw der M't hebenswürdi gem Lächeln eintretende Vetter, ihm sein Fernglas zu leihen. Der Professor ging hinaus, um es zu holen, und wurde hier von einem Bauern angeredet, der ihm eine eigenartig gebildetem Pflanze brachte. , aleich verlien er erlreut keine Wohnung. die lm botanischen Garten lag. um sich m emen entfernten heil des letzteren zu begeben, in', welchem jene Pflanzen wuchsen. ' Jndenen stieq dem wartenden Vetter der Tust des, HuhnS- i die Nase. Der Vetter, gehörte zu? den glücklichen Leu en. die immer Appetit bejiken. ir öffnete daher die Ofenthür und sah sich das appetitliche Huhn an.' Endlich veriuchte er eine 5?eule, und als Niemand kam, diezweite. Der feine Braten schmeckte ansäe zeichnet; die logische Folge davon war. daß der freundliche. Vetter allmälig das ganze Huhn bis-auf die Knochen der zehrte, die seine angeborene , Bescheiden cheit auf dem Teller, zurücklich. Gleich darauf aber befiel ihn eine Herzensangst und' er war schon dabei sich möglichst geräuschlos zu entfernen, als der' Professorr eintrat und ihn er taunt ansah.. ' In bescheidenen- Worten erinnerte nun der entfernte Vetter, der am lieb ten auch örtlich entfernt aewe sen wäre. an den Zweck seines Kommens. - Der,' Professor- holte hierauf das Fernglas herbei unld plauderte in guer Laune mit ihm. , Plötzlich, öffnete- Izt Professor die Ofenthür, schüttelte den 5?opf und sah sich dann im Zimmer um. Bald cnt deckte, er-, denn. 1 auch die Gcbcine des Huhns,k?Z?z Schon wollte der zusammenknickende Vetter demüthige um Verzeihung bitten, als der Professor sa-gte: Jltm, wie zerstreut wir Gelehrten doch bisweilen sind! Da will ich soeben-ein gebratenes Huhn aus dem Ösen nehmen das mir hingestellt: wurde, und denke aar nicht daran. daß ich es schon gegessen habe, wie vor liegende Knochen braafra. ji;;; Unbeschreiblich war i die icncl des Vetters, doch faßte er sich und kver? sicherte mit einem blöden Lächeln, datz gcradeHleKoßtenWelchr strtesten,warenSA Hierauf empfahl er sich höflichst: der Professor aber wunderte sich im Laufe des Nachmittags mehrmals über das Knurren feines Magens, da er doch, wie er glaubte, ein Huhn gegessen Crt 4 1 vr;1?' i;' 'j: iiejf;!' "-kii; iPW guue. Gegen Abend rief ihn die Frau Professor in das Wohnzimmer?WW Sieh, hier habe ich die Sachen, die Du mitnimmst, zurechtgelegt," sagte sie. Damit Du nun nichts vergißt oder verlierst, habe ich Dir alles aus diesen Zettel notirt. Hier liegen zwei Anzüge, es macht als mit dem. welchen Du trägst, drei, hier sind fünf Hemden, im Ganzen alfo sechs, ferner zehn Kragen " So las sie ihm die ganze Liste vor und packte zugleich alles in den Koffer ein, in den sie auch den Zettel legte. Der Professor sah alledem sehr re spektvoll zu. saß mit seinen Gedanken indelien schon längst wieder unter sei nen geliebten Pflanzen. Am nächsten Morgen reiste der ge schätzte Gelehrte ad. Nachdem er zu nächst aus Versehen das Dienstmädchen statt feiner Gattin umarmt und bei nahe einen auf dem Flur stehenden SSe sen, statt seines Schirm cs ergriffen hatte, wurde er glücklich nebst feinen Koffer in die Droichke gebracht. Der Zweck der Reise war der. eine Anzahl botanischer Garten zu beluchen.

um einige Pnanzengattungen zu des MSjtm:--' : Zahllos waren natürlich die Aden teuer, die dem ganz in seine Arbeiten versunkenen Manne zustießen. ' Bald blieb er in einem, Eisenbahnwagen sien, der hinten am Zuge stand unö nicht angekettet KarZalMöSMber sein Ziel hinaus bald WgaWrMaS Rundreisebillet aus dem Koffer zu neh men, und in den Hotels verwechselte er immerzu Thüren. Schlüssel, Personen, so daß er schließlich immer verwirrter wurde. ; : ,u.:f:ßM;" " In seinem Koffer herrschte ein fürcht, barer Wirrwsr. Schon zu Beginn der Reise hatte der Professor Alles durch einander gewürfelt ferner war das Zahnpulver über die Kleider ergossen, und ähnliches Unheil hatte 1 die Seife angerichtet, so daß der Professor endlich wie ein halber Strauchdieb anzusehen war. 3r Grunie 4i jedoch wenig darum: brachie er doch schöne wisscnschastliche ' Rcsultale mit heim. Nun war er auf der letzten 'ttJol'tVftxt!. ' " i s'S',-..';,ai;ll! ' Nelzcstatlon. ) Wieder einmal kramte er in seinem Koffer und strengte sich an. ein fauberes Hemd zu finden. Da er nie daran ge dacht hatte, waschen zu lassen, so war allerdings seine Mühe vergebens. Plötzlich fiel ihm der Zettel seiner Frau in die Hand. . . V-! Hm," sagte der Professor vor sich hin, .sehr in Ordnung habe ich ja die Sachen nicht gehalten, aber da Yt noch Alles. Ich habe immer genau onfge paßt, daß nichts wegkam. Wollen ein mal zählen! Was, nur zwei Anzüge? Dort der und hier dieser, und hier sieben drei? Wo ist denn der dritte? Wie. nur fünf' Hemden? Hier' Kehen! sechs. Ach, rrur neun Kragen und hier stehen zehn notirt." So ging. eS fort und überall fehlte etwas.' . Das war ew großer Schrecken für den Professor, der einen gen: öligen Re spekt vor seiner Gattin befaß und nu mit derartigen' Verlusten vor ihr for sehendes Äuge treten soLte.,,,T!efhei kümmert schloß er alles wieder in !dew Koffer, enizom sich der Abschledsfeie? die ihm sein Kollege t widmen wollte und fuhr sehr- traurig, nachHnenr' Wohnort zurück.. :!l!li;S Heute ' kreutcn' ihir alle seine Forschungen nicht, mußte er doch immer arc die Gattin und ihre w'ohlocrdiente Gar dinenprcdigt denken.. , ' ' tt Zagend kam er zu Hause an. Alsihn seine Gattin- freundlich bcgrüßteI' dachte er bei sich: - ,V --l8!;: Ach, wie bald' wird sich dies ändern," und zog sickpdalÄ in sein Stu dirzimmcr zurück. '.'W Hier lauschte w nun. jeden Augen ! ,f blick den unheilkündendn, Eintritt sei-1 ner Edehälfte erwartend. :r; y,'? Endlich trat diese : eiM,Undsbätghn mit freundlicher Miene umHAbendH essen. Dann sagte sie,: y.;'y Wv$ Sehr ordentlich hast Du ja Deine Sachen nicht geh alten., lieber Hugo ! ? Aber so seid Ihr Männer alle. Es 'ist jedoch alles vollzählia nichtsNft svcrlo- .. 1. .-..f....,.-:1 ''""n.nr .ji::?H::..M'"ii! ren gegangen." , , ;.: :mmi Der Professor erschrak ordentlich. ' , ? ii i Was hast Du?" fragte!isclneJraUZ!!Z .Ach, liebe Johanna." erwiderte der Professor, als ich s gestern Abend bitM Kleidungsstücke durchzählte, war mir. ,;f! als lehle überall ein St.uck.Es ist doch aber alles-da'.- , .Nun, erlaube, es sind doch nur zwer Anzüac. fünf Hemden und neun ttra gen im Koffer, und. $u hast drei, fechs und zehn aufgeschrieben.- , , .Ja. die andern traget, Du ja aus oem Leibe!" rief da die Frau Professor mit fröhlichem Lachen, und auch der Professor lochte herzlich mit. woraus sich m : . 1 .C.'l : i. ' f.i.i. t;,...1 '!."f!:,j !': Veioe vergnugl zu jcieu. : Eine Cigarre für-120 Ttatt lur Vorsicht' Si Benukuna der PferdeeisenbahnMahzrÄbeineMer,ichtS7 Verhandlung., die- sich, dir, dem BerlinerAmtsgericht abspielte und mit der Ver ; 1 urthellung des Veklagten endete. Die ' ser, ein woülhabender5Hauseiaenthü mer R. aus, der Pots-damerstraße, de stieg eines Tages-m:t brennender El garre den dicht besetzten Hinterperrom "g eines Lscrdebahnwagens der Linie Rol lendorsplak'Aleranderplak und ; stellte- !..,.' . ...i ,.i ij'! , 7. . ,,.., r!?i. II..: il ii-i... 1 ). ;-if:,v:fi lich an die Nuckwand des Wagens. Während eines Gesprächs mit einernz neben ihm stehenden Bekannten nahnr Herr R. die Eigarre aus dem Munde und steckte sie- zwischen die Finger der linken HandSwclchr er langsam herab nken liey. Plötuich entwickelte sich auf dem Perron, dichter Qualm und u brenzlicher Geruch wurde bemerkbar. Eine Rauchwolke stieg direkt aus dem Ueberzieher deS a der linken Seite de Herrn R. stechenden Fahrgastes, dem die übrigen Fahrgafte fchnell das Klei dungSstuck vom Leibe rissen. Der un freiwillige Brandstifter war Herr R.. der fahrlässiger Weise seine Cigarre den Ueberzieher seines Nachbarn zu sehr genähert und ! damit den theuren Rock ! beschädigt ftarti! I i! ! iil1!'1 Das Gericht verurtheilte Herrn R. zur Zahlung von 120 Mark, weil eS nach dem Ergebnisse der Beweisauf rrahme einen Zweifel an der Thäter schuft desselben nicht hatte. In gewis sem Sinne kann Herr R. noch von Glück sagen: wäre die linke Seite des. angebrannten UederzieherS, in welcher sich ein Eouvert mit Werthpapieren be fand, zerstört worden, so wäre Herrn R. die Genugthuung beschieden gewesen, eine Gigane geraucht zu haben, welche ihm ?0G0 Mark gelostet hätte. Blitzablei t er. A.: . Hören Sie, Freund, die ewige Schimpferei von Ihrer Frau wär mir aber doch zu wider!" B.: .Lassen Sie sie doch! sie singt nicht, sie spielt nicht Klavier und austoben muß sie sich doch auch!"!,,,,v''",? '" . ' M: ;V. . i .:. Wenn du gegen eine Frau ungalant bist, so betrachtet sie dich für einen Lümmel oder sie ist in, dich verliebt. 1

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