Indiana Tribüne, Volume 16, Number 109, Indianapolis, Marion County, 8 January 1893 — Page 6

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Van5ccs in der Falle. jp-j o-fi ke SU LS. Savslllak. , i C? war ein fchniucker, frische? Won der Deutsch:? mit Namen Äarou, sie eine smarte und reizende junge Ameri tnerin. Er hatte nichts, sie war die Tochier eines YankttS, der alljährlich aus seinen NepbtaQuellen in 0tt Creek hunderttaufende von Dollars zog. ; Nach modernen Begriffen hätten also Kitty Wood und HanZ Baron sich so fern wie denkbar stehen müssen und docd waren sie einander sehr nahe qe rückt, so nahe, das bereits das Herz des Einen das Pochen des Anderen vernommen hatte, und datz ein Lippenpaar längst wlchte, wo eI das andere zu suchen hatte. WaZ scheert sich auch die Liebe um Nationalität und Geld beute!! Aber d:e Mondscheinschwärmerei der ersten Liebe genügte ihnen nicht, sie wollten einander ganz gehören und Mann und Iran werden. Ach. ßta seufzte Hans, tU sie in einer verschwiegenen Laube deZ Wood'schcn Paris allein saßen wäre Dein Vater cm armer Tramp, ein kleiner Beamter ich hätte Dich längst in meinen Armen. Aber so Du bist reich, ich arm wird er mich nicht höhnisch von seiner Schwelle weifen?" .Ganz bestimmt!" lachte Kitty. .Du kannst daraus so sicher rechnen, wie ich ras die Erfolge meiner weiblichen Schlauheit." .Und dazu lachst Du? Warum nicht? Weiß ich doch cBen so gut. daß ich schon ein Mittel finden werde, um meinen Vater und meine Brüder dahin zu bringen, daß sie Dich sogar auffordern, mein Gatte zu wer den ! .Spotte nicht, Kitty !" Ich bin weit entfernt davon! Aber nun fei zufrieden und gieb mir einen Kuß! Meine Freundinnen würden ein solches Verlangen und zwar shoking finden, allein ich liebe Dich nun einmal, Hans und " Weiter kam die hübsche blonde Kitty nicht, denn Hans hatte sie längst beim Korse und siegelte ihre Lippen mit dem süßen Mundlack des Kusses zu. Garstiger!" rief, sich endlich It freiend, Kitty. Einen wollt' ich und Du giebst mir hundert! Sag', heißt Du nicht Baron?" Von Kindsbeinen an!" Ist das nicht auch ein Titel in Der 6?m titelsüchtigen Deutschland?" .Und ein hohe? dazu!" Well that's enongh!" Zum Mck leunt Dich meine Familie nicht! Aber sie soA Dich bald kennen lernen. Adier, Darling!" Uns mit ein paar Sprüngen war Kittn hinter den "nächsten Büschen der fch:?Anden. Such Hans Baron schlich uun vorsichtig dem nahen ParkauZ gange zu, in 'dessen Thor der Schlüssel von innen steckte. Was soll's nun werden", murmelte er im Davonschreitcn. Ich liebe Kitty wahrhastig zum Rasendwerden, aber es ist ja gar lein Eedankedaran, sie je mit Einwi'lkigung ihrer dollarproöigenFa znilie ehelichen zu können". Nil!? schritt unterdeß dem Hause zu und fragte einen Diener: .Wo ist Pa?" Mr.' Wood ist in seinem Arbeitszimmer!" Dorthin wandte sich also Kitty. .M Du einen Augenblick für mich Zeit. Pa?" Mr. Wood blickte sein hüb. sches Töchterlein lächelnd an: Wie viel Dollars brauchst Tu?" Keinen!" Der Aanlce trat ordentlich verblügt zurück. Na, dann muß es etwas Schlimzncs sein, um deßwillen Du mich spre chcn willst!" Ist es auch, Pa! liy Jotö was ist passirN" Ich bin beleidigt worden!" Wa as? Hl kiek him down! Wer hat Dich beleidigt?" . Ein deutsche? Baron!" Zur HSlle mit ihm! Aber wie kommt er da;?" Ich liebte ihn!" Mr. Wood sank mit offenem Munde nd starr aufgerissenen Augen af einen Sessel nieder. Du lieblest Nun und?" stieß der Petroleum könig hervor. x will mich nicht. Das heißt, er will mich nicht heirathen. Als Einer, den man Herrn Baron" anredet, ist ihm Miß ttitty Wood, wenn sie auch die Tochter des reichen Mr. Wood ist, Richt gut genug!" Mr. Wood fuhr mit einem Fluche in die Höbe Kittn drückte ihn sanst wieder auf seinen Sessel nieder. Ich sehe, was Du sagen willst, Pa! Tu wolltest mich fragen, warum iod mich an diesem Deutschen nicht gerächt habe. Das kann ich nicht, denn ich liebe ihn noch!" Ich werde ihm eine Unze Blei Das wirst Du bleiben lassen, , hörst .Du,.Pa!", .Aber was soll denn geschehen?" Ick wollte Dir nur mittheilen, Va." fuhr sie mit unerschütterlicher . Ruhe fort, daß er mir den Antrag gemacht hat, mich zu eut führen !"' Tas kommt ja immer besser!" Du hast Aecht, ,Pa denn ich habe einge'.mlligt mich von ihm entführen zu lassen!" Bist Du toll. Kitty? , : , , , Bis jetzt noch nicht, wenn auch ein deutsch.'? Dichter, dessen Lieder mir Aaron gab, behauptet, die Liebe könn: toll machen. 1 Ich , wollte Dir also nur Adieu sagen, mein lieber Papa. Halte Dich gesund, bis ich wiederkomme!" .So!" knurrte Mr. Wood wie ein gereizte.-Tiger. ' Das ist ja prächtig hvi-l ani darnnatioal Und darf man fragen, wann Du mit dem Durch " man" durchgehen willst?" präcis elf Uhr diese Nacht, Pa der Wag:n. in dem er mich erwartet, ; hall am hinteren Parkpsörtchen!l Und Damit ging Kitty aus dem Zim cur, sck.einbar völlig ernst, aber heim

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lich lächelnd. Sie wußte, was nun kommen werde. Ein Bote flog zu Hans mit dem Zet tel: Sei präcis elf Uhr mit einem Wa gen am hinteren Partthor!" Dann ging Kitty zum Siuper und aß mit einem gesunden Appetit. Bereits -111 Uhr hielt ein mit zwei schnaubenden, feurigen Rappen de spannte? Wagen, von einem Schwor zen geführt, hinter dem weitgeöffneten hinteren Parkthor. Hans war in der Laube, als Kitty ' eilenden Schrittes erschien. Er eilte ihr entgegen: Aber sage mir " .Still!" flüsterte Kitty. .Kein Wort nimm' meinen Arm und führe mich zum Wagen!" Hans that es mit zitternden Händen. In demselben Augenblicke rauschten rings die Büsche. Mr. Wood, feine Söhne und die weiblichen Mitglieder des Hauses waren zur Stelle. Zwei Revolver richteten sich auf Hans' Brust. Kitty!" rief diese? schmerzlich. .Sie wollten mein Kind entführend donnerte Mr. Wood. .Iet haben Sie zu wählen: den Tod oder die Heirath." Wa es? rief Hans verblüfft. .Wollen Sie Kitty heirathen?" Aber mit tausend Freuden!" Mr. Wood schien verdutzt. Ah.", dachte er, das ist eine Falle." Gut." sagte er dann laut. So kom men Sie in's Haus. Sie bleiben im ter Bewachung! Bei jedem Fluchtversuch? werden Sie niederg.'schoffen. Ich besorge die Licenz morgen früh ist d:e Vermahlung." Hans glaubte zu träumenaber Kittys herzlicher Händedruck mahntk ihn an die Wirklichkeit. Alles kam so, tvie Mr. Wood es ge sagt. Geld ist allmächtig in Amerika. Am andern Morgen um 10 Uhr waren Haus und Kitty Mann und Frau. .Tanke auch schön. Papa." sagte sie. .Im Ucbrigen bist Du nicht .smart" genug Deine Tochter ist Dir über. Tu hast Komödie gespielt ganz geen Deinen Willen, aber ganz vortrefflich. Ich heiße einfach Mrs. Baron ohne Titel, aber das schadet nicht. Dein Geld ersetzt uns den. Nicht auffahren, Papa! Mcht böse werden! Kein Ame rikane? sieht es gern, wenn er dupirt erscheint!" Und Mr. Wood grollte drei Tage nachher war alles' wieder im rechten Geleise. Haus und Kitty sind glück, lich! Jay Gould's Gradmal. i A -'m tz?m 'Lr iri t'' it lt j7tf1fifciäß2Qd-V -:M&Mi trnrmiSAT .Jt h - mJ:s H v -'-t.iij. le-t , . 7 1 WrWÄ l.taS.CAt ÄWWÄ 'jf O 3 i-T'rrj- i" 'semtfiVMt: a&mAv0 ei'rw : . Z'- . ' 'T' ",mA'-'t'ntnti !, mmmB "msMtfwciil rsr il r i ... ,. .! . .i.-xi -A5!. f'sszizai'w7 1 1!Z? l"f:' -:' e'-jT-:? ssste&m i -li, ü a-v, s, , r--r-. iÄT'JSC-irAfn&IStXi ifc 'J w.-fcife kfÄWWKWWM , wv Auf einem der herrlichsten AussichlZ. punkte des wegen feiner landschaftlichen Schönheiten berühmten WoodlamnJriedhoss auf Long Island erhebt sich das Mausoleum des verstorbenen Bö? senfürsten Jan Gould. Dasselbe ist lange, vor seinem Tode vollendet wordnu " Das Bauwe?k ist'imreinZ griechischen Geschmack als Tempel mit jonifcher Saulenordnung und nach dem Muster eines altgriechifchen guterhalteneu Bauwerks zu Nimes in Frankreich aus westlichem Granit von dem Bau Meister F. A MMahony aufgeführt, und hat m Fuß Länge, 22 Fuß Breite, und 20 Fuß Höhc bis zum Giebel des Frieses. Die Kosten des Baues bcliesen sich auf 980,000. Unsere DikNstvoteu. E?: Also das neue Dienstmädchen ist uch schon wieder fort? ! Sie: Allerdings! , ; ., ' , , Er: Um welche Stunde ist sie fort WlstM-MV'-iWSMZ Sie: Jchweiß es nicht; sie hat meine Uhr mitgenommen! WA?V,''HW ! Moderner Standpunkt. Braut: Mein Herr, unsere Verlobung ist gelöst; ich habe gehört, daß Sie mit dtt Tänzerin Salto eine Liaison hat ten " Bräutigam: Aber, mein Gott, so was kommt a in de? Geiell schast so häusig Braut: Las' sen Sie mich ausreden, - und daß Sie sich gegen dieielbe sehr knickerig benom men haben. wie seh? also würde ich erst als Ihre Frau hierunter zu leiden haben?! und dem, mein Herr, will ich mich denn doch nicht ausfegen!" Wenn ein D ie d keine Gelegenheit zum Stehlen hat, hält er stch für einen chrllchen Mann.

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SÜSSüSS Der Califsrnier. c Erzählung Mrle Krohn, Die Saison stand auf der Höhe. Wiesbaden hatte Gäste aus allen Län dern aufgenommen. Die Kranken such ten Heilung durch feine Quellen, und die Gesunden freuten sich des interessanten Badeiebms. Der Kurgarten bot ein buntes, be wegtes Bild. Die Kapelle ließ ihn heiterenWeisen über die Menschenmenge rauschen. Ihre Tone zogen fort über den Weiher und die Parkanlagen und erfreuten so auch noch diejenigen, welche sich nicht von der Behaglichkeit ibrcs schön gelegenen Heims getrennt hatten. . " ;u d Nähe des Wassers begann es feucht zu werden; eine juuge, elegante Dame sprach zu ihrem Gatten: .Ich glaube, lieber Mann, es ist Zeit, aufzubrechen! Feuerwerke sind uns ja nichts Neues!" Das heutige soll aber besonder großartig werden," entgegnete dieser. Du darfst Früulem BehrendZ nicht um dieses Vergnügen bringen." Die Augen des jungen Mädchens leuchteten hell auf. Dennoch erhob sie sich schnell und sagte cinschmeichelnd Zu ihrer Nachbarin, Mrs. Great well : Ich sehe gar zu gern ein Feuerwerk, liebe Lea, doch gestatte mir, daß ich erst Deinen Gemahl heimgcleite." Mein Diener bringt mich wohl ganz sicher nach dem Hotel," fiel Mr. Greatweil ein. doch wer mochte verzichten, wenn so freundliches Geleite angeboten wird?!" Dcr sonst noch rüstige Mann war durch ein rheumatisches Leiden an den Fahrstuhl gefesselt. Der treue John setzte diesen nach kurzer Verabschiedung in Bewegung und bald befand sich die junge Frau mit einem eleganten Aul tänder. dessen BckanntsHast man hier gemacht hatte, allein am Tisch. Er hatte ibr in letzter Zeit oft Gesellschaft geleistet. Ihr Gatte plauderte mit ihm über die Eutwickelung seines Landes und über die Kolonialsrage, doch heute war er so ernst und gedankenvoll gewesen, daß kem Gespräch recht in Gang gekommen war. Mir scheint, daß Sie sich in Teutsch land langweilen." begann nun Mrs. Greatwell nach einem längeren Schwei gen. .Sie sind wohl zum ersten Mal hier und anfangs von unserem Lande enttäuscht?" Ich kannte Deutichlaud!" kam es bewegt übe? des Fremden Lippen. Aber ich bm des Lebens hm entwöhnt; ich könnte mich in Europa nicht mehr wohl fühlen. Doch .sagen Sie mir. gnädige Frau," suhr er fort, .währt es lange, bis Fräulein Behrcnds zurückkehrt? Ich möchte Ihnen etwas anvertrauen, ich bedarr Ihres Rathes, Ihres Beistandes!" Wenn ich Ihnen irgendwie nülich sein kann," sagte sie ln gedämpftem Dabel musterte ne auch heut? feine gewählte englische Toilette, bis lhr Blick zuletzt wieder auf dem groyen, strahlenden Tiamaut seines Ringes haften blieb. In seine düsteren Züge blickend dachte sie: .Auch ein Millionär scheint unglücklich sein zu können." Da saunn d:e wttmme Bill Smith' sons erregt, doch leise an ihr Ohr: Ich MAN kernen Ausweg. ich kann sie nur heirathen, um sie an , mich zu fesseln" Dann hob sich scm Kops und seine Brust, wie von einem Alp befreit. Run, so heirathen :e doch, wenn die Erwählte Sie mag!" rief Mrs. G realwell amüsirt. Ein so reiche? Mann, wie Sie, holt sich trotz , seiner achtundvierzig Jahre selten einen Korb. Ich stifte gern Ehen!" fuhr sie voll Hei tencit fort. Doch sagen Sie. i Fräulein , Behrcnds Ihre Auserkorene?" Sie haben es errathen, gnädige rau. Zcy vermag mir uocr mein Empfinden für sie keine Rechenschaft zu geben, aber ich kann nicht auf ewig von ihr getrennt leben!" ' .Sie ist sehr jung!" entgegnete die Dame mit überlegener Miene., .Ich mn reich und sie ist arm!" siel Mr. Smithson rasch . ein. Ich will ihr ein Paradies aus Erden schaffen. ihr all mcrne Habe in den Schooö legen! Aber mir bleibt nur ein Mittel, ihr all' diese Liebe zukommen zu lassen: sie mud den alternden Mann .zum Gemahl annehmen." . 1 Fassen Sie sich!, Sie kehrt zurück uno ist u3 schon nahe!" flüsterte sie jetzt, dem Manne zu, welcher seine tiefe Erregung kaum bemustern .konnte. .Verrathen Sie sich mit keiner Silbe dem Madchen! Ich selbst werde erst ihre Ansichten erforschen!" , , , , Dann! stand Lilly in ihrer ganzen Jugendfrisch: vor, , ihnen und rief, in' tindlicb-srödlichem Ton: , 11 , !! 1 So. da bin ich wieder! Komme ich zum Feuerwerk noch zu rechter Zeit?Ja, in Eurem kleinen Nest gibt es woh! solche Feuerwerke nicht! Nun, mit unserm Schutz zur Seite können wir dies Vergnügen genießen." , , Ach. man wird hier zu verwöhnt!" rief Lilly froh.' Wie werde ich mich wieder in, unseren engen Zimmern, in der, Küche oer gar hinter dem Ladentisch zuncht, finden! das weiß ich nickt':- ' Sie scheinen sür kleine Verhältnisse nicht geschaffen zu sein, gnädiges Frau lein!" wagte nun mit einige? Schüchternkeit Mr. Smithson zu bemerken. Meine Lilly wird unter dem Schutz ihre? Mutter am besten geborgen sein," e?wiederte MrS. Greatwell kühl. Mr. SlNllhion big die Zä.hne zu sammen. Lillys Blicke schweiiten edantcnvoll übe? das Wasse?. welches das bengalische Licht jetzt bald in diese?, bald in jene? Farbe üdeefluthcte. Das Feuerwe?t nahm seinen Ansang und ließ die Landschaft und alle Gestalten in hellem Lichte erscheinen. ES klärte emt) d.i leiste ?riikuna und Nerlelien. heil, welche MrS. GreatwellS letzt

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!'- lö'---liilli'äHIillvifilifLSI' Worte in ihrem Tischnachbar hcrvorge r"- w';- ""' .;- : k. ..tmr - ii s rufen hatte. Augen und Ohren wur I ven zu sehr beschäftigt, um noch ein ernsteres Gespräch auskommen zu lassen. ' Jach einer Woche war Lilly wieder in ihrem elterlichen Hause. Wie schon ist's doch, reich zu fein!" sagte zwei Tage nach ihrer Rückkehr Lilly zu ihrer' Mutter. Ihre Blicke schweiften dabei durch den niedrigen Raum ihres Wohnzimmers und über die schlichten Möbelstücke. Lea hat durch ihre Heiroth Glück gemacht!" fuhr sie fort. Sie bewohnt in London ein schönes, Haus ganz allein, hält sich Dienstboten und besitzt wahrhaft fürstliche Toiletten." Die sie aber gewiß wenig benutzen kann," siel ihr die Mutter in die Rede. Deine Freundin muß Krankenpflege rin ihres Gatten sein. Du siehst, Kind, vollkommenes Glück gibt es weder in den Hütten noch in den Palästen." Ich wäre so gern noch in Wiesbaden geblieben, wenn die Geschwister mir nicht den Streich gespielt hätten, die Masern zu bekommen!" fiel Lilly mit einem Schmollmäulchcn ein, und ihr hübsches Gcsichtchen bekam einen ,fast mürrischen Ausdruck. Es wurde mir nicht leicht. Dich zurückzurufen, liebes Kind!" versicherte mit sanfter Stimme die Mutter, aber ohne Dienstboten, ohne Gehilfen im Laden, konnten Papa und ich schlechter dings nicht fertig werden." Lea erwartet mich aber Zurück!" erklärte Lilly mit wichtiger Miene. .Ich amüsirte mich so köstlich bei ihr. Du glaubst nicht, wie " elegant und schön da Alles ist! An der üble ä'now und im Kurzarten besonders. Lea und ihr Gatte hatten viel Besuch an ihrem Tisch, und ein reicher Aus lande war fast täglich da. Denke Dir," sügte Lelly dann lächelnd hinzu, man machte mir dort sogar schon den Hof." - Frau Behrends sah ihr Töchterchen fragend an; dieses fuhr fort: Ja, ja. Mama, ich spreche die Wahrheit! Denke Dir. einem Millionär aus Ealifornien habe ich so gesallen, daß Lea mich ausforschen .sollte, ob er sich keinen Korb hole, wenn er um meine Hand anhielte." Frau Behrends Züge wurden ernst. Lilly's Hang nach Glanz Uno Vergnügen paßten so gar nicht für ihre klchei dene Lebenslage. .Du mußt Deine? Mutter Alles an erträum!" wandte sie sich jetzt zart an Lilly und legte den Arm um deren feingeformte Schultern. - Wer ist der Herr, von dem Du eben sprachst? Erzähle mir von ihm Alles, was Du weißt, mein Kind!" .Ich weiß nicht viel von ihm, Ma ma. Er soll ein Millionär sein, ist sehr gzistreich und war gewiß auch einst recht hMfrfiH v vj m So ist er also nicht mehr junc,?!" fragte Frau Behrends weiter. .Das ist es ja gerade, weshalb Lea mir abräth, ihn zu nehmen. Ich finde unter feinem Schutze sicher fühlen! Dann ist er reich; ich kann als seine Frau Malstunden nehmen, Klavier spielen und stiidiren! Mehr bedarf ich zu meinem Glücke nicht." Die Mutter warf einen langen zärtlichen Blick aus die geliebte Tochter. Gedankenvoll drückte sie Lilly so fest an

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siA als solle Keiner sie ihr cnt j sos, wie vernichtet. Starr blickte er in .. uC ... . lt r ! die Züge de? ohnmächtigen J?au. ToöSchweee Kampfe fu? ein Mutteeherz tenblclch taumelte e? zurück, ein Stöhf f m t ( .- i Tf I, U 's i. Iv rthj rtAitf Iaih srA .6 u ! v uvv n .

iuJ'iiu 'V- hu4 au icuu f.tfl 1. . 1 I ?..ri. :.T'f j1 r .. selbst Hatte es einst eesahren, wie hart P , . . r "it . '.! , .. i-. ' , r ncy ocr cu:m einer uocrciiien cnaiy rächen kann. .Geld und Gut sind trugharter Na

tur, mein Kmd!" begann sie zetzt, das ' holte er aus seinem Täschchen englisches Schweigen unterbrechend. Du er Riechsalz hervor und sprach, es mit befuhrst ja. daß auch, ich im Reichthum sorgtem Blies der Bewußtlosen vorhal. heranwuchs und dennoch hungern und tenb, fast flehend zu Lilly: darben lernte!" , Fräulein, rufen Sie Ihren Va .Du hast mir so wenig von Deiner tn nicht!, Ich bitte Sie dringend daJugend erzählt." sagte Lilly weich, j xum!"' " Ich weiß ja auch fast gar nichts über Lilly verstand nichts von allcdem. Deine erste kurze Ehe." , Sie vermochte auch nicht nachzudenken. 'Mein Kind, diese Geschichte ist kurz denn ihre Blicke, hingen vollIngst an !n Worten,, doch lang in Kummer! j dem Antlitz' de? bleichen,, leidenden Mir, dem verwöhnten Kinde, hatte die Mutter "

Leitung der Mutter seit dem fünften j Jahre gezehlt. Ich verabscheute jeden

unierncyr. oer mir oura) öle lttei .ten, welcher ih? , das Fläschchen entmeines Vaters reich hätte zukommen l gkgcnhielt.' , '' ' ' können! Ich glaubte. Reichthum ent- j ". Zerschmettert von dem Gefühl tiefster schädige sür Kenntnisse und ein bß-! Sckuld uno Neue., taut Mr. Smitbion

t a rt . - Y : !,'"! '. . h ' n ' llcyes , Geiicyr, uno als oer,, lcyonne. ade? wie man sagte, leichtsinnigste Offizier der Stadt um mich warb,', setzte ich beim Vater 'meinen Willen durch und heirathete ihn. Aus dem Strudel betäubenoen Glücks mußte ich wenige Monate nach meiner Ve? mählung zu tiefem Unglück und bitter ,jj -m j ,! ff Ms mm i ntr S fiiiimnnT: frmirnMTl Ein Bnk I us nurzie uuo riß meinen Ä-ier mir i . ..,, ' j . , .." : .. . . . w a .". . i . , . . w . - i ,' - i 1 ?n lend. u jpat erkannte ich nun, dav meinem '!anne mcht? an nr, ,onit m t rniin . v : tlivti hti(h..4nn .tu" ,vwniuyiUiii großen Mitjust gelezen ewesen wr. Als mein Vater nicht zahlen konnte. irrnrde ich ?sh von meinem Manne be handelt. Er it mir seine edle Meij nung direkt ins Gesicht, und ich. die ihn lieble, suhlte mich zu Tode gekränkt. Er hette Schulden, die Wucherer be driinzten ihn. Meine Lage wurde un erträglich. Da beschloß ich. keine stunde medr unter einem Wach zu bleiben. Ich floh zu meinem Vater uns wlUlgie in otc von lym veriangie gänzliche Trennung. Mit gegeniciti ger Uebereinstimmung wurde ich schnell gesetzlich von meinem Gatten geschie den. und gleich darauf war er verschmuuden. ' Keine? erfuhr seinen Auf enthalt, und nie hörte ich wieder von ihm." Mein Vater starb nach zwei Iahren, ich hatte ihn bis zum Tode ge pflegt. Nun stand ich mit Dir, meinem ein i'a hrigen Kinde und einzigen Trost, hilflos, mittellos in der Welt. Ich mußte mit den niedrigsten, Arbeiten 1 . : ir v i ..i. mein Brod verdienen; wir darbten und

lilliiii-id-HhlHjHliiiil";; -i".:M:ii:;: -tJ-'iBJliiair;,,:;'!!:1: K mjl-MW hu ngerten. i Da - warb mein zekiger . i., ' . i . J. Mann um mich, und dieser , adoptirte lch als sei Kind, damit Mich nichts mehr an meinen bösen Jugendtraum erinnern solle! Meine Liebe zu ihm entsprang der Achtung, und deshalb wuchs sie mehr und mehr." Lilly hatte aufmerksam gelauscht. Jetzt hob sieden blonden Kopf und sagte mit leisem Vorwurs: Mutter, erst heute sagst Du mi?, daß Papa nicht mein rechte? Vater ist." .Warum sollte ich Dein junges Ge müth beschweren, mein Kind! Du liebst Deinen Vater wie einen rechten, und das ist die Hauptsache." Ja- er ist gut! Ich liebe ihn innig!" rief Lilly gehaben. .Würde ich' jetzt einen reichen Mann heirathen, dann Mama, würdet Ihr gewiß auch frohem Tag sehen!" Aus dem Nebenzimmer rief eine Kinderstimme nach der Mutter, und eine große Wanduhr mahnte, daß es Zeit sei. das Essen zu bereiten. Eine stumme Umarmung von Mutter und Tochter folgte noch, dann ging Frau Behrends ins Krankenzi'mme? und Lilly mit einem Seufzer in die Küche. Die Alltägliche nahm seinen Fort, gang. Das elegante Wiesbaden tauchte im mer wieder in ihrer Erinnerung cm por, und gaukelhaft stiegen auch die Bilder einer Zukunft voll Glanz und Reichthum in ihrem Köpfchen aus. Die kranken Kinder ' schliefen. Lilly hatte nach dem Kochen die Küche sauber gemacht, und nun holte die Mutter sie zu einem Ruhestündchen zwischen Mittag und Kaffee in den Vorgarten hinaus. Die Linde mit ihren tiefhängenden Zweigen gewährte ihnen Schatten uud Erfrischung. Die Schwalben zwitfcherten vertraulich auf dem Dach. Frau Behrends konnte nicht müßig sein, sie war nicht ohne Arbeitskorb hinausgekommen. Nun plauderte sie zwar mit d?r Tochter, brachte aber doch das Stopfen der Strümpfe vorwärts. Die schmale Straße herauf schritt jetzt ein vornehmer Herr. Snn Anzug ließ vermuthen, daß er von der Reise komme. , Lilly neckte sich mit dem Hunde, sie sah ihn nicht. Frau Behrends Blick siel aber zufällig von der Arbeit auf den Fremden; sie griff erschrocken nach dem Herzen, und ihr Antlitz ward weiß wie der Kalk an ihrem Häuschen. Sie wagte nicht mehr, empor zu schauen. Sie traute ihren Augen nicht. j und ihr fehlte der Muth, sich Gewißheit zu verschanen. Der Fremde kam näher, und musterte suchend die Gebäude. Jetzt bemerkte ihn auch Lilly, ein leiser Schrei der Ueberraschung entfuhr ihren Lippen, er stand fast vor ihnen, erkenn- ; bar fü? Beide. Schutz suchend, wollte sie nach der Mutter Hand greisen, da entfuhr ihr ein leiser Ausruf des Schreckens. Diese war, von einer Ohnmacht e?griffen, zurück xh. den Ses' Fremde war an sie herangetre hatte Lilly erkannt. Jetzt blickte e? auch auf die leidende Frau, deren Kopf die Tochter in den Armen hielt, un) Schrecken erfaßte auch ihn. Helsen Sie! Holen Sie Papa, er ist im Laden!" rief sie dem Herrn cntgegen. Ich weiß nicht was geschehen ist! 'ehen Sie nur Mama an!" AI? isf imifftinif ffnnW YPtiittAÄ Uli W i. ft4 tV MilV tVUUV nen enlrana im einer AN! I. I .. : . ' . .. i So rufen Sie doch Papa! rief Lilly ihm nochmals angstvoll zu. ' ' Endlich hatte Mr. Smithion seine Gattung muyzam ' erlangt. Ulgi Jetzt schlug diese die Augen aus und ließ sie auf diejenigen des Mannes haf1 .... . 77 i- . .'t . ;,..-.,.., ., 1 ,..,.,., ... ihr zu Fügen. Er ergriff ihre Hüude. E? sprach zu i hr mit bebender Stimme ! .O. Luise, was habe ich gethan!" , ,, Lilly, von der schwersten Angst etwas befreit, schlang wieder die Arme um die Mutter und flüsteete ih? leise zu: : O Mama! Fühlst Du Dich nun wohler? Höre mich, dies ist ia Mr. i Smithson, derselbe, von dem ich Dir i i.i, 4 . ..., ... ' ,. f " erMte!" ",i , 1 1 , , , Frau Behrends Augen nahmen wie der eine erschreckende Starrheit an. Sie t. ?: . . r . ii "i r rr . i . ii " . . j erpoo lieg rnugiarn; iuq irrn oer yano Z Mr. Smithson entgegcnschiebend, sprach ! ? tstn! unu ernit:" Hie?, mein Her?, steht Ihre Toch ter! Sie ward mir nachdem unsere Bande aelou und Sie davon waren, geöo?w!:;i!:!!S!t OWieser Engel mein Kind !" Danr sank er auf einen Stuhl nieder, und. die Hand vor die Augen haltend, kam P fnst äckzenk über seine Sivven: welch' namenloses Glück, und welch' tiefes Weh zugleich! Stören Sie nicht unser Glück, un fern Friedern!" sprach Frau Behrends. Ich veezeihe Ihnen! Ich ward glück lich durch einen zweiten Gemahl. MSe auch Gott Ihnen vergeben!" Die Frau hatte ernst, feierlich ge sprachen. Jetzt wandte sie sich, auf Lilly ae stützt, die vor Staunen und Schreck ganz sprachlos war, zum Gehen. Der starke Mann, der in kernen srem den Erdtheilen den wilden Menschen j und Thoren m lthia entgenaetreter I f.--:: . .'. ' war, er schien heute alle Kraft einge.

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büßt ,zu haben. ' Vernichtet sank tt mmcr tleler,ln sich zulammen. ' . , Da schlugen die mit zitternder Stimme, aber Hoch freudig klingenden Worte : der Töchter-, an sein Ob?: ' ' - .Der mein Vater! Ist es -WahrhM, uttcr?" -: ' Und vrau Behrends sah, wie jetzt. Mr. Smithson des Kindes Hand er. j falzte und mit Thränen netzte;' da,, reichte ixe ihm auch die ihrige und sprach veicher: Jch bin die Gattin eines Andern, i die ÄMttcr vieler Kinder geworden! etwr t. ..r 1 jrL m . r t ' .. 4. b clc rufen xitoti anivarlell uno Vlficgi von oieiem Piaxe mnweg. ocy xirt'-iL .. fc. f. , 1 ch sehe Ihren Schmerz! Sie werden wieder abreismz Lilly möge Sie zur Bahn geleiten, dann aber wieder heimehren!" Das junge Mädchen stand schllchiern und fragenden Blickes va. .Geh. mein lnd!" wiederholte Frau Behrcnds liebevoll. .Mir gehörst Du a doch, meine Lilly, und mir bleibst Du!" .Ja,.Di? gehö?e ich und Dir bleibe ch. Mutier!" Mr. Smithson war wieder in Wies' baden angelangt. Er hatte Mrs. Greatwell voll die Wahrheit' gebeichtet, daß er als Werber abgefahren und als Vater zurückgekehrt sei. Mrs. Greatwell vereinigte Klugheit nit . Herzensgute. Sie verstand nichl nur die überraschenden Verhältnisse zum Besten für ihre kleine Freundin und deren Mutter auszubeuten londern auch Mr. Smithson zu trösten. Mrs. Grcatwclls Gemahl zeigte merk' iche Besserung und konnte wieder etwas umhergehen. Da glaubte sie, es wagen zu dürfen, ihn für einen Tag zu verlazzen, und fuhr dem rhelnizchen Städtchen zu, in welchem die Familie Behrends wohnte. Es gab dort em eingehendes Plaudern über RückerinnerungeN und die so merkwürdige Fügung des Schickials. Jetzt aber' brach Lilly jubelnd in die Worte aus: .Wir find reich! Wir fon nen uns Leute halten, und ich kann malen und studiren!" Die Mutter aber hielt mit Thränen im Auge zwei Anweisungen in der Hand, welche ihnen ihr einstiger Gatte gesandt. Die eine-sicherte ihnen eine bestimmte Einnahme, die andere stellte für Lilly ein Vermögen fest. Sie können sich dieics Ihnen über wiesenen Geldes voll erfreuen!" unter brach nun Mrs. Greatwell die bewegte Stimmung. .Mr. Smithson kommt damit nur seinen Verpflichtungen nach und macht sein Gewl"en freier! Er beichtete mir seine Schuld wie ein reulgcr Zunder und gewahrte mir vollen Einblick in sein Leben. Er hat mit dem Schicksal hart gekämpst und dann, nachdem er viel erworben, voll das Da . . ; ,r . r t . " zcln genonen. iver seinem zeioe astet kein Makel an. Der Zufall führte ihm seine Tochter entgegen; unbewußt fühlte er eine Zugehörigkeit zu dcrselben. Nach dieser wunderbaren Gottessügung stehe ich dafür, daß er seinem Namen als Vater Ehre machen wird." Mutter und Tochter faen still, gedankcnvoll da. Es wogte in beider Brust das Gefühl des Mitleids und der Zugehörigkeit zu Mr. ?mlthjon. Aber sie reimochien es nicht, Worte dafür über die Lippen zu bringen. Mrs. , Greatwell ructte Frau Achrcnds näher. Sie drückte ihr fest die Hand, sie wußte, welcher Zwiespalt das Gemüth dieser Frau bewegte. Lilly ia&te jetzt die andere Hand der alteren Freundin, und weich ertönte ihre stimme: Ich möchte ihn wicderseücn! Ihn, meinen Vater, der mich so lieb hat!"' Ein Kmd darf dem Vatcr nicht ganz , entzogen, werden," sagte Mrs. Greatwell mit eindringlichem Blick aus Frau , Behrcnds. Ich weiß, Sie haben lange verziehen." Bläne und Nöthe wechieltcn aus Frau Behrends Wai'gen. , Was wollen ic damit sagen?" fragte sie erregt. Lilly gehört mir. Es kann diezer Vater sie , nicht von mir rnfcen, selbst wenn er ihr Millionen zn tfuüai legier Beruhigen feie un. (so vermcuen denkt er nicht!" siel , Mrs. Greatwell ein. , , Aber er , wird die Tochter , wieversehen dürfen." fuhr sie fort, und von Zeit zu Zeit auch auf längere Zeit &i!lmtt?:;::fo Ich füge mich, wenn Lilly dann auch unter Ihrem Schutze steht." antwortcte die Mutter,: : nach , innerem KampfWUKiW Daraus wurden, noch einige Ver einbarungen ,über ,das ,.wann" des Wiedersehens getroffen, und Mrs. Greatwell erhob sich, um abzureisen. Es war Zeit fü? sie, aufzubrechen, um den Zug nicht zu versäumen. , Lilly war jetzt noch nicht mitgefahren. MrS. Greatwell hatte fu? bene? gehalten, das sie für'S Erste noch nicht mit ihrem Va te? zusammenträfe. Sie wußte zudem, daß Mr. Smithson schon in den nach sten Tagen nach Ealifornien zurückrcisen mußte; die vielseitigen Gezchasts Unternehmungen dort bedurften seiner Anwesenheit, seiner Geisteskraft. Ich werde es jetzt nicht lange drü ben aushalten können," waren seine AbschiedSworteM!BFüri!! michz hatDlein Gold mehr Reiz.. Nur nach meinem Kinde, vcrlang :l$ Wieder wa? ö? cm rner1 'in 'i'ifciii' gezogen und führte den Bädern und Sommerfrischen Gäste zu. Mr. Greatwell und Gemahlin lang ten auch dieses Jahr in WieSbad! an, unv Lilly wurde bald mit dem Ruf be glückt, zu ihnen zu kommen. Von Mr. Smithson hatte lange Zeit hindurch jedes vLebenszeichen gefehlt, auf daK Glück der Tochter wa? damit ein Schatten gefallen. Endlich langte doch von ihm eines Tages Botschaft an, aber wie ganz anderS, als sie erwartet! Sie war eines Tages allein auf ih rem Zimmer gewesen ihre Mütterliche Freundin weilte mit ihrem Gatten

auf der Kurpromenade da lraiUn HMdiencrrM, , , . " ;"'f soll nack Fräulein Webrcnds ,

Zrazen. int Austraae von Mr. S.nülbMK

fon. Er ist krank in berMchtÄMMK

kommen,, wir haben glcichMach tl!ie,MZ!i JArü Widcn niiincit. der arme Mann

liegt inHicberphMasienMtld derVokWv tor hat ein fchr bedenkliches Gesicht ge ! ' macht " jr-z:

Weiter bo?se Lilly den Mann nicht an. Im Auaenblick batto sie .nut und Sckzirm oenonmm. und " tm ''.MitM nermencs Fnhrwert brachte sie in das? " 1 'i -iii5wtel. In einem Zimmer des ersten Hotels in Wiesbaden herrschte heute lautlos? Stille. Die zugezogenen Stores wcbrtcn die eindringenden Sonnenstrahlen ab. - 's ; Die herrliche Natur da draußen war zu neuem Blühen erwacht, upd hier ruht auf dem Krankenlager ein Mann,' welcher vom Leben' Abschied nehmen sollte. Lilly hielt seine heiße Hand in der iti ihrigen und lauschte den unregclmäßigen Athemzügen. Im Nebenzimmer saßen, jedes Winkes gewärtig, die Krankenpflegerin und der Diener des Leidenden. Jetzt beugte sich das liebliche Madchenhaupt mit den vollen blonden Ftech tcn ein wenig über den Kranken. Er schläft," dachte Lilly, etwas b? ruhigt. Vielleicht giebt das doch noch Hoffnung!" . Ganz leise erhob sie sich und : suchte, auf den Fußspitzen bis zur Thür dcs Nebenzimmer zu gelangen Ist Mrs. Greatwell zurück" fragte sie den Diener. Soeben ist sie gekommen, ich sah sie ' aus dem Wagen steigen," war seine , Antwort. , ' . O,, so eilen Sie, Robert! Bitten Sie sie zu mir!" besah! Lilly in hochster Erregung. , , i Bald lag das junge Wesen schluch zend an dem Halse der mütterlichen Freundinn Von tiefem Weh war sie ergriffen worden, denn eben hatte der Arzt durchblicken lassen, daß sie den kaum gefundenen Vater für immer der,, lieren müsse. Wird die Mutter kommen?" fragte' iic erregt. . , '.,: " V'3 Sie kommt, Lilly!" tröstete Mrs. Greatwell. Doch weine nicht so seh?. ' Denke daran, daß es für Deinen Vater doch kein rechtes Glück gegeben hatte! Die Aufregungen und Anstrengungen, sich von seinem besitz in Ealifornien freizumachen, um für immer hieher? zu kommen, vermochten nichj spurlos an ihm vorüberzugehen! Tann kam, das böse Fieber hinzu und erschütterte, seine schwache Gesundheit. - Ich freue mich nur. daß sein heißester Wunsch erfüllt ward, daß er jetzt die letzten Le benstage in der Heimath, und von Dir! gepflegt, verleben kann!" O, welche? Trost ist dies sür M'Ä, Lea! Er hat uns mit Gütern über, schüttert. mein Herz lechzt danach, mich ihm als pflichttreue Tochter zu zeizen!" ' Thränen ranncn gleich Thautropsei' über ihre Wangen. Zwei Tage waren vergangen. 'Lilly war nicht vom Krankenlager des Va ters gewichen. Heute lag e:n angstvol le? Ausdruck aus llcn Geuchtszügen ' seiner Umgebung. ?!on Zeit zu, Zeit suhr er empor, dritte Lilly's kleine Hand und tah sich dann wie suchend im ; Zimmer um, Tcr Zug mufi gleich- da scln!" slu' sterte Mrs. Greatwell Lilly zu. ; Ach, wenn sie doch noch, zu rechter ' Zeit käme!" hauchte das junge Mad i chcn. , ,, ::tv, ';; Da trat Lilly's Mutter ein und vor das Lager des Kranken. Du vergiebst mir! Meine Tochter iiebt mich! ' Ich habe nicht umsonst ge wirkt! Lebt glücklich." , ,V Du darsst nicyt sterben, theurer Va i ter! entrang es sich jetzt verzweifelnd Lilly's Lippen. J-'y 'xBfi Aber Mr.. Smithson sank zurück xix die Kissen, drückte ihre Hand und blickte sie noch einmal mit seligem Lächeln an. " -? ; u i:-jV?! 4;s::;i';i23 c 1s t'MÄ Von unzZhl'gen Widersv röchen ! Die sich haben elngeschlichen,. , ,, , ' " In die arme Menschcnwelt, Mir am wenigsten gesaut: Weise sein mag jrdkr cn.' '' Es zu werden liegt ihm fern! ,! Einige , an. sich ger i ngfügige. aber doch für den Ehorakternicht uninteressante Erinnerungen an Robert, Mayer, den großen Entdecker des ' Gesetzes von der Erhaltung der Krast". veröffentlicht die Suddeutsche Avotheker Zeitung". Im Februar 1854 in , für Beide ernster, schwerer Zeit, schreibt Robe?t an seinen Bruder. Apotheker Fritz Mayer: Obgleich der Schnee noch wie ein Leichentuch aus gebreitet liegt, so ist doch das Buch, der Natur unseren Blicken stets essen unt offenbart uns in cllen Hieroglizphen einen grundgütigen Schöpfer Die süßeste Frucht auf dem Baume des Le bens ist die Hoffnung, die in Geduld zur Aeije kommt." Ein andermal: Was ist ein F?ag?zeichen? Ein ? ist ein krummes Ding, das oft recht nnver schämte Fragen stellt. Eine Schlange, die nach dem Apfel der Erkenntnis beißt."- Der Stein der Weisen ist der gesunde Menschenverstand und der Hauptschlüsse! ist dos Gold." Einer sei? Nichte gab Aob. Mayer folgen des Spruch Wit in die Ferne: Die tocchre Liebe und die liebe Wahrheit führt uns in das verlorene Paradus zurück." Sich selbst tröstete Mayer bei den Angriffen seiner publizistischer Widersacher damit, daß die Wahrhei . am Ende mächtiger ist, als die Lüge, denn der Himmel ist kein Spott und die feinste Diplomatie ist die Wahrheit, denn die Wahrheit ist Gott, und dielk ist mächtiger, als der Teufel

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