Indiana Tribüne, Volume 16, Number 106, Indianapolis, Marion County, 5 January 1893 — Page 1
Jahrgang Z
Office. : No. 13 Oft Martzsand Straße.' -MM ?ß Indianapolis, , Zndiana,' -Donnerstag, .den "5 Januar 1893
OffiZiellcr Bericht
der Jttbianapolis, den
lerchants
Aktiva.
Anleih?-ConzJ BondS (Stadt Jadianapelis, Marion Co. ic.) V reinigten Staaten toxiH Jnvkn!ürCoN!s T'aar an Hand und in Banken . . .
Passiva,
Eingezahlte? Kapital SteservS'Jond und Gewmn.Conto Banknoten in Cirkulation Depositen-Conto I. P. O. $t. Oscar Grabsteine a'uS Granit, Marmor und Canöstein. Boicourt,Tyner & Co. Ro. 3! und 34 Massachusetts Äve Telephon MS. " Fragen Ske Ihren Grocer nach Princek Mhl." LabriZilrt dsn der Blauton S?ttLW Sa Dr. I. A. Snteliffe, betchästtgt sich HtflisSUa !t wundSrNltchen Kallen und mitSeschleckts Urivkrankhetten. VI: SS Oft Market Straße. lkj?e.Stunden : biS I UKr Borm. ,bi,Z Uhr ackA. SttMSAZ ausgeuguimen. Xele tl 041. Bruch kurirt. Bedingungen? Keine Zahlung, Vl die Kur . vollständig ist. Kein Meff gebraucht und -Blut gezoaen. Ich mache Contrake und deponire das Geld in der Bank. ; eserenz? SN,u,.,Sr,anKk,Azitr.ieH, '!! 'rf mm :i.41 j , IS-l l.n n,iw&- . ir1h SajngtonTnae. S!o.20 West Washingion Strabe. rxft..i - SL a 4!a xrruj pu uje x-iuiu,, o uyt viui W. S. Nott.M.D. - 4. n;- T ' .' jfVv?!! ywim'fifz if-w r"";?? TTf""S 'Z"fAisi!'''', 'M w,-- , n;.;,,,-:, ,i ; -:: ,, : - -r , T"- : - - ., , vtt .i.yjü 'i.-.: ( .r ,.. .. - ,..s , ji T3l? '. Mwm fZZJ ' i- f i IJ5?J F5 Schiffsscheine von und nach Europa. Vollmnchisn nusgestsltt. Erbschaften von Europa eingezogen. P. Pf ister er, Office: No. 70 Ltt Market Straße. TeleNban Zltttty. , CT'2 hZ . lyiV liliTH; f Tfnm n pfjfritf n?ifrF V - - r , Ar , , , , . . ' nr r Tzoas ic. in reim er uueroani. Für Herren: Hüte, Handschuhe, Binden und sonstige AusstüttungSartikel in aroer Auswaül. Man spreche vor bei N. W. ESc Pennsylvania und ?3asbZngton Strafe. eiierrmaiin Zsichenvefttttter, Office : 26 Süd TelavartZK. Cli3e: 120, 122, 124, 126, 128 Ost Pearlstr. Tleftfin stll . DfF Ta und Nackt. , V" r ' . rK i VCrViäJ V ' r .. , Tauberer Fleisch - Markt 99 Ntt Masbinatan Strafe. Vtttrmhnit 7 uad 80, Ostmarkt. Teledhan 17T
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Gefthe von 178 noch in Kraft seicn, demzufolge wurde auch ' Thomäs Ma t -thcwZ wegen Vewffcntlichnng einer SonntagSzeitunz beffrast? Daö Gericht bemcrtt in seiner Cn:schidMg, ß die
Ausführung des GefchB dm Widerruf desselben herbeiführen dürste., Dic .,Law and Order Society" ist mit der Entscheidung natürlich sehr zusrieden. Blutig es L ynchg e richt. Johnson, Tenn., 4. Jan. Ein Hmfe'von Ungefähr 500 Maskirten stürmte letzte Nacht daS Gefängniß in Bakerville, N. C., holte den Mörder Calvin SnipeS, welcher einen promi nenten Bürger, Namens Jsaae OSborne, ermordet hatte, heraus, und hängte ihn in einem nahen Walde an einem Baume auf. , Der Sheriff, welcher Nachricht von dem beäbsichtigtenLynchgericht erhalten, hatte eine Anzahl entschlossener Männer als Gehilfen eingeschmoren und weigerte sich dem Verlangen des HaufenS, Snipes auszuliefern, zu gehörchen. Es kam darauf zu einen furchtbaren Kampf im Verlaufe dessen e's Hilfsshenffs und elf von den Angreifern getödtet wrren, ehe es dcm w5henden Haufen gelang, sich des Märders zu bemächtigen. Eine Anzahl der prommentesten Männer tes County's befinden sich unter den Todten und Verwundeten. Nachdem die Lynchung vollzogen war, kam es nochmals zu einem erbitterten Kampfe. Der Sheriff befand sich uner den Todten und seine Leute wollten hn rächen. Nach dem letzten Berichte ollen nochmals 25 Personen erschössen Worden sein. Räuberunw esen in Russisch Pole n. ' W i e n, 4. Jan. Das immer wei er u.m sich .greifende Räuberunwesen in Russisch Polen verursacht den Be Horden in Warschau jetzt viel Kopfzerbrechen, da es bei den mangelhaften Verkehrsmitteln und bei der für die Räuber so günstigen Beschaffenheit des Terrains eine schwierige Sache für Polizei und Militär ist, überall da y-i sein, wo ein Angriff stattfindet. In der Provinz Radom, welche im Süden an Galizien grenzt, hat in neuester Zeit der Räuberhauptmann Julian Voyte mit einer Bande von ungefähr zwanzig desperaten Kerfen eine Unmasse der greulichsten Schandthaten verübt, so daß endlich Truppen abgeschickt wurden, um der Bande hab' a't zu werden. VorKurzem hatten sie die Wizhnuug eines reichen Landbesitzers, Namens Tetchkavrikch, welcher sich geweiect hatte, ihnen Tribut zu bezahlen, niedergebrannt, nachdem sie daS-Haus geplündert und' alles Vieh am Platze getostet hatten. In diesem Zalle kam.n die Truppen zur Zeit an , und es gelang ihnen nach heftigem Kampfe, die ganze Bande gefangen zu nehmen. In dem Hause Voyte'S wurden große Vorräthe, geraubten, Gates ' gefunden und im Keller fanden sie, , angekettet. emen reichen Bauern, der. , zwecks Erlanzung eines Lösege.deS, dort festzehalten wurden Eine andere Bande von 16 Räubern griff kürzlich daS Schloß, des BaronS Khovoka bei Alezandrovo an sie war den aber von , der , Mannschaft deS Schlosses, die von einer Anzahl Bauern aus der Nachbarschaft unterstützt wurde nach heftigem Kampfe zurückgeschlagen: DaS Typhus -Fieber in5kew ÄPWilSiS :-:;j''',7 : :!' ";:,!;;, h'A,,,,", ät$ r ifcilvi , N ew Aork, 4. Jan. . Es sieht jetzt überfallen- Zweifel fest, daß das Ty-phuS-Fieber in epidemischer Form in hiesiger Stadt herrscht. Vor 10 Uhr heute Morgen hatten die Gesundheit?beamten schon weitere 10 neue Fälle entdeckt, alle auf der Ostseite. Seit T . . L . -so O TT d in 1. December, als der erste ftall entdeckt wurde, sind schon öl Personen erkrankt. Die sämmtlichen 146 Logirhäuser südlich der 14. Straße sind letzte Nacht von den Gesundheitsbeamten untersucht worden. DaS HauS No. 34 Bayard Straße, in welchem die Krankheit zuerst auftrat, hatte 27 Betten mehr, wie behördlich gestattet war. Der Gefundheitörath wird heute weitere energische Schritte Zwecks Unterdrückung der Seuche ergreifen. . Während deS Nachmittags wurde unter den Patienten im St. Vincent Ho
spital e'n TyphuS-Fall entdeckt.. Der Kranke wurde nachdem Hospital aus Brothers Island gesch'ckt. -'"'. ";
Auslande Arbeit f ü r d i e ,N o t h l ei d e n- : ' -;: ' - ' ' l ' d e n."- " ; x ;": S t. P t i t rs bu r g, 4; Januar. Der Czar bat Befehl gegeben, daß in den von, der.Hungersnoth so ! schwer heimgesuchten Gegenden sofort mit dem Bau von Straßen und anderen össentlichen Werken begonnen werden soll. -.. Zum Streik im Saar Distrikt. Berlin, 4. Jan. . Der heutige Tag war voll banger Erwartung im Saar-Distrikt, woselbst h's auSständischen Grubenarbeiter und deren anarchiitische Fährer einen verzweifelten Versuch gemacht haben, durch Verbreitu iz von Schecken und Androhung o.ener Gewalt ihrer Sich; zum Siege zu verhelfen. In - Puttinzen griff heute Morgen ein Haufen von zweihundert Streikern .die Häuser der Leute an, welche sich geweigert hatten, sich dem Ausstände anzuschließen. , Die betreffenden Arbelter wurden heraus gezerrt und mißhandelt, worauf die sämmtlichen Fenster ihrer Häuser eingeworfen wurden. In Forbach zog ein Pobelhaufen in ähnlicher Absicht aus. Ein Geistlicher suchte die Leute, aufzuhalten und bat sie, nicht arme Arbeiter dafür büßen zu lassen, daß sie versuchten, ihre Familien zu ernähren. Er stellte ihnen die Verwerflichkeit ihrer anarchistischen Bestrebungen vor, welche eine Schande für Deutsche und Christen seien. Wäh - rend der Geistliche noch sprach wurde aus dem Haufen ein Revolverschuß auf ihn abgefeuert, welcher aber sein . Ziel verfehlte. Dann wurde er von einem Hagel von Steinen überschüttet. Der Pöbel stürzte sich wüthend auf ihn Ukd nur durch rasche Flucht, vermochte er sich zu retten.' Dann zertrümmerte der Pöbelhaufen einige Fenster prügelte einige Arbeiter durch, welche sich geweigert hatten, die Arbeit einzustellen, und lief dann auseinander. In CnSdorf haben die Streiker den Bürgermeister aufgefordert,,, in ihrem Namen den Grubenbeamten einen Ausgleich vorzuschlagen.Berichte, welche heute Abend aüö SaarloüiS einaetroffen sind, lauten dahin, daß trotz der bombastischen Prahlereien der Führer und der anscheinenden Begeisterung der .Streiker der Ausstand Anzeichen von Schwäche Zeige. , : ... ., Zum P a namaskandal. Paris, 4. Jan. H:rr Blondin, vom Credit LyonnaiS, wurde heute vor dem Uaterfuchunasrichter zranquevllle mit MariuS Fontane, dem verhafteten Direktor , der PanamaKanal - Gesellschaft, , konfrontirt. Er enthüllte verschiedene interessante Thatfachen und ? wurde 'a uf Veranla ssung des Richters in Haft genommen. Es wird behauptet, daß der Richter binnen , Kurzem . weitere wichtige Schritte in der Angelegenheit thun würde 3n den Gerichten war, heute die Meldung im Umlauf, daß Richter Franqueville eine wichtige, an De LessepS adressirte Depesche gefunden habe, welche nicht nur ein schwerwiegendes BelaftungSzeugniß bilden, s. n dern noch vor der Eröffnung deS ProzesseS am nächsten Diestag zu den inte resssntesten ,, Enthüllungen führen wüMSM Heute hatte Richter Franqueville Unterredungen mit verschiedenen hohen Polizeibeamten und dem Generalpro rurator Danton. Man erwartet ln Folge dessen weitere Verhaftungen wahrend der nächsten 24 Stunden. OchissSnachriSten. Angekommen in: New Aork: Wefternland" von Antwerpen ; Weimar" von Bremen ; Bothnia" von Liverpool; Stubbenhuk" von Hamburg ; Veendam" von Rotterdam. Lizard: 3n Sicht, Pennland" von New Jork für Liverpool. Southampton: Havel" von New Jork für Bremen. Fastnet: Passirt, Teutonic von New Jork für Liverpool. . Copenhagen: Polaria" von NwLork...
O Mndermord dei den Oa?lav5s. , Ein Brllf des ünlönflst ln 'Tsmatave auf Madagaskar verstorbenen Pater Viras, welcher länger alZ 2 Jahre auf tener Jnsrl zugebracht hat, bkbandelt die gräbliche Sitte de- Kindermordes be! den Sakalaven. Tenfelben gilt der Freitag för unglück.ich, und deshalb bringen sie j'is am Freitag geborne Kind in den Wald, legen es dort in eine G-ube und Lbkrlaffm c seinem Schick salk. z Bei andern masagajsischen Stönl nen gilt ein anderer Wochentag für unglückaerheißend. Jedes an einem Sonn tage geborne Kind eines Prinzen tt eiaer Prinzessin wird ebenfalls auöae setzt, gleichviel ob sie schon andere Kinder haben, oder solche erwarten, "oder sich keine Hoffnung m?hr darauf machen können. Denn ein solches an einem grg ßen Tage" geborne Kind muß :: nach ihre Glauben viel Glück haben und könnte, venn es an Leben bliebe, mächtiger werden als seine Eltern. Der Ausetzung verfallen ferner alle auch an glücklichen Tagen geborene Kinder, welche ir gendwie mißgestaltet sind, sowie die für unheilvoll geltenden Zwillings noch ganz kürzlich hat die Königin selbst zwei prüchligeKnaden, die von ihrer Tochter geboren worden waren, im Walde ausgesetzt. Wenn eine Frau beim Nähren ermattet oder ihr die Milch fehlt, so wird der Häuptling davon in Kenntniß gesetzt und erscheint alsbald in Begleitung de Scharfrichters, der, wenn die Erzählung für richtig befunden wird, ssfort daS kleine Wesln umbringt, weil eS undankba rerveise seine eigene Mutter tödten will. Auk dem eben Gesagten folgt, daß, wenn eine Frau nach der Entbindung erkrankt oder stirbt, ihr Kind als der Urheber des TodeS gilt. Die grausame Justiz ver langt daß es alsdann lebendig mit seiner todten Mutter begraben wird. Kommt ein Kind um Mitternacht zur Welt, und zwar zlrischen einem Tage, der faly (unheilvoL), und einen ekndern.der nicht faly ist, so entscheidet über sein Los eine Art Gottekurtheil: man legt eS auf den schmalen Pfad, aus welchen die Ocysen ihr Gehege verlassen. Weichen die Thiesämmtlich aus, so ist das Kind dem Leben erhalten ; berührt eS aber nur ein Ochse leicht mit dem Fuße, so wird eS sofort gclödtet. Nach Angabe von tzoyaS
fou em aynlllyer Gebrauch in Tauanarive herrschen. Vater BiraS bat fid& vergeblich bemüht, einzelne solcher auSgesetzten Kinder,,, die zufällig gefunden worden waren, zu retten : aber nie bat sich eine Frau such gegen Belohnung oazn vernanoen, einem solchen verworseven GescbSvse auü nur einmal die Rru zu reichen. iGlobuS.) GrenNnlofe TUelsucht. . - " .. .0 du große? Send Her Titel, O da Land der roeu Ittl, O du gc5k4 Tliellnd'." .CS ist beiannt, daß beim Volke unse rer grogen oemotratlzcyen viepuorl die Suchte sich mit Titeln, sei e3 auch der mchtssagendsten Art, zu schmücken. so weitverbreitet ist, wie sie rn irgend einem monarchischen und militärischen Lande nur sein kann. ! Für vcatyr hat man hier zwar wenig Verwendung, dafür qibt. es aber eine Masse anderer und stolzerer Titel, und zwar Vorzugs' weize solche militärischer Art, mit denen sich in dr alten WeltauS naheliegenden Gründen wenigstens 'kein Spiel treiben lafct, ausgenommen wenn der andeshöchste selber das Sp.el treibt. Wohl an keinem anderen Orte ist die Nei gu:'.g., an den- Namen, jeder mit der Qejjentllchkeit in Verbindung stehenden Person einen. Titel zu hängen, so ausaesvrrchen, wie in der Hauptstadt der amerikanischen Union. Unbegrenzt ist die Zahl der Generäle, Obersten, Ma jore oder Nichte? in Washington, welche nie den Felddienst oder das Forum ge sehen haben. obwohl sie mit der Praxis an der einen oder anderen Bar" seuchtduftender Gattung . keineswegs unvertraut sind. Warum auch nicht? In einem wahrhaft demokratischen Gemeinwesen müssen auch die Titel demokrati'ch. d. h. jedem Bürger zugänglich sein!. Bor diesem erhebenden Grundsatz kann es gar nicht , in'S , Gewicht, fallen, daß in der Bundeshauptstadt und anderwartS dieser 1 Titelschwall öfters zu ärgerlichen, oder possierlichen Wirrungen führt. Zum Theil hat ja unser militärisches Titelwe'en eine reipectable Vorge schich!e. und seme Wurzeln reichen lies in die Colonialzeit hinein. Ter noch beute in den allermeisten Staaten der Union bestehende Brauch, daß sich der Gouverneur mit einem militärischen S:ab umgibt, welcher alle Stufen vom Ceneral bis zum Hauptmann umfaßt, ist lediglich eine Ueberlieferung au den Colonlaltagen; damals hatte der Gou verneur jeder Colonie seinen öcath des sen Mitaüeder zugleich in den militari scheu Organisationen der Kolonie die Strcitlräste ihrer betr. Countics befehliaten und in dlezer Eigenschaft den Ovcrstentitel hatten. Als später der Militarismus zurückiiig, war eö nur natürlich", daß die Äathzeder des Gouverneurs immerhin den muitäri schcn Titel erbten, um sie von der Masse grwöhnlicher Mensch? zu unter scheiden, we'che sich nicht direkt im Glänze der obersten Erecutive sonnten. Unter den Staatsregierungen wurde dann der bunte Stab des Gouverneurs einfach als altehrwürdie Einrichtung beib. halten und erlangn mehr oder we niaer politische Wichtigkeit. Schon daraus allein erklärt sich die Enstenz eines ganzen UrwatscS von militärischen- Titeln. Gar mancher .Arbeiter- im Weinberge der Wahl camvMe ist lmrö ErmWUM in dm
Frauen Hilss - Verein.
Freitag ?'acbmittag 25 Uhr, regelmählke Versammlung d?3 grauen HilfS' Bereis. 'li'gcder des Berci- S werden drin k.end nedcten zu erscheine, da auzzer den lausen dcu SeschZf en nch ahrröderickt? und ä.'eam tenwahl vorliegen. Wirthschafts-Ueberttahme D'r Unteichite theilt hierrur-b seinen ax undcn u d dein Publikum im Allaeine nen mit. daß er die wobldckan?.te Wirthschaft deS Herrn i x n st F K n o d e l. No. U3 Gst Washington Str., äuflich übernommen hat. " Lch werde Mich bestreben, meine Gäste aufS este zu bedienen und bitte um geneigten Au pruch. . .. , : William Sticgelmeher. Deutscher Kindergarten. Frau Ettse , Steinbäuser. erbietet sich eine Anzahl Kinder von 2 biS Jahren, während be stimmten Stunden de Tage gegen, billige ver gütung in Obhut und Pflege zu nehmen, -benss dieselben nach dem System der Kindergärten pas, send zu beschSstigrn. Anmeldungen in ihrer Wohnung: ' - .. , . . .: ' No. 8T Michigan Vvenue. Feiertcrgs-Gestiienlre ! Hübsche Vasen, Dinner -.SetS, Hängampen und Spielwaaren sehr billig. jL?.EKT8()H'S Bargain Store, 196 Virginia Aoenue und 145 9?ord Delaware Straße! Arrsnerkanf Feiner Schuhe wie folgt: eine Herren.Sckuhe, werth 16.00 zu II.50-43.tM. eine DamenSchube, werth ti.00 u tt.00-tt.SS. Feine Madchensckuhe, werth N.00zu zi.00-N.2i. Ä)2men ummtschuye entk.s - Vance Block Schuhstore, No: 71 Ost Washington Str. Neuer Metzger -Laden . Meinen Freunden und dem Publitt 5 M M 41 :, 0rtA 'K A j Uill VICliC- aiiJU; VUp ;;IU UIU Montag, 2. Dezember, eine neue Metzgerei 39 L5 .461 Virgrnin ZSvsnus, eröffnet habe. ' Rudolph Böttcher. rao oeS Äouvernenrs verrleoiat wor ton, uno seil! Name ist mit allem miliäriichen Glanz m die Nachwelt einge rückt. Ta die Gouverncursämter in den 4-1 Staaten häufig neubesetzt wer den Nrhmen wir nur im Allgemnnm un, al'.t vier Jzhre so läßt sich leicht rnnnp, wicueit die unmittelbare und mi!:c.bare Jabri:irunq von Ob.'rsten, 6'ci:rrÄlen u. s. w. in Verbindung mit dem ivourerneursamt gede'chen , kann 2ba;n man auf jeden Gouverneur 20 n?bsvsMe:e und Adiutanten annimmtwas eine ziemlich mäßige Ver an chlagulig t lo hatten wir in 20 Jah.cn zcbön beinahe hQOQ solcher bunten Prominenzen ; rechnet man Diejenigen hiniU, welche einen solchen Titel nur führen, weil ih.e Vater ihn einmal gtti'.htt hdcn, so wächst die Zahl noch :i??i::;65erii;,;;;,ii Auch aeftattet die Fonflitution eines Gouverneuisstabes eine große Auswahl von Titeln für eine und dieselbe Per son. Ter (veneral-Älchteranwalt z. B., welcher zugleich den Äang eines 5ber lien hat. kaun sich t nachdem Richter, berjt, General nennen, und sofort. (53 macht auch gar nichts au 5, daß von manchei! dieser Titel sich daffelbe sagen laht. was der alte BiSmarck über den ihm nach seinem Ausscheiden als Reichs kancr verliehencn Titel Herzog von aucnburg" gesagt haben soll: Na, dail it könnte ich höchstens incognita rei en." , , Kein StabZofs'icier eines Gouver neurs. mit Ausnahme vielleicht des Gencraladjutanten, braucht auch nur ein Tiipfclch.'n von militärischen Din V'n zu rvien, abgesehen allenfalls vom iZr ß!.'n und Gegengrüßen. Häufig ab.r wciß er nicht einmal das. Als cin!.;en Jahren in New Vork die Washinglon'(,?entennialfeier stattfand, wimnlelten die Straßen von glänzend geschmückten Stabsofficieren- und die wnchcflchend.n Soldaten, welche ihr Gew hr präsentirten, so oft ein Officier on Rang in Sicht kam, hatten gar manche belustigende Ueberraschung. wcnn dieser und jener .Teppichritter thuen nur einen fragenden Blick zu warf, oder vorübergalcppirte, resp, vom Gaul vorübergaloppirt wurde, ohne von der Beqrüßung überhaupt ennmiß zu nehmen. Ter weitver breitete Brauch, daß ehemaliae AelNter inhaber, wenn sie auch noch so kyrzt Zeit in Würden M?e, ihrey Titel mit nur einem (ir davor durch Zeit und EQigkeU sHkppky, d?g2n?ht tön jaltz da5 Titelr,eh, , .
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