Indiana Tribüne, Volume 16, Number 103, Indianapolis, Marion County, 1 January 1893 — Page 9

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Jndimm Trwiwe - Erfchj irr Ng lich und Sonntngs. Tee tZzliche .Tribüne- kostet durch den TrSö iSGcutS per Wsche, die SonntazS-Tribüne' I SintS per Woche. Beide zusammen 15 Cent der $5 QetS personal Per Pofl tsesch'.k: in Bor. lusbezMuns $v per Jahr. Ossice: 130 Ost Maryland Straße. Jdla:!aöslis, Jd , 1. Januar .'SS. Q'mtttrtrt'JS1irtitWtvi 'VUUHIKV-.VIHHVVV Wenn man ein Buch liest, daS Einem ss recht gefüllt, und Hauptsächlich auch darum, weil man glaubt darin feine eigenen Gedanken wiederzusiaden wobei es, allerdings vorkommen kann, daß man diese Gedanken in Wirklichkeit noch gar nie gehabt hat, sondern sie für eigene hält, weil sie Einem gefallen dann fühlt man auch den Nei?, über die . Schönheiten eines solchen AucheS zu sprechen; Ich habe vor achtTagenEini ges aus Sudermanns ,',Ehre" ange- - führt. Du wirst es mir nicht üöcl ' nehmen lieber Leser, wenn ich helfe auf das Buch wieder zurückkomme. Hier ist eine kleine Stelle, die ich wieVergeben und mit ein paar Worten commentiren mochte. Ein junger .Mann auö reicher Familie ist im Begriffe, einem Mädchen aus ebenfalls reicher Familie, das ihn aber nicht will, . einen Antrag zu mackicn. Der junge ; Mann istReservelieutnant. Da5 Ge- . sprach endet, wie folgt: i Lothar: Ich muß bekennen, mein I gnädiges Fräulein, Sie haben mich 1 eingeschüchtert. Und daS will etwas I sagen! Denn was wäre man, w:nn man nicht den Tlv.Vj besäße? L e o n o r a: Vor dem Muthe hab ich Achtung: Aber worin hat sich Ihr Muth bethätigt? Lothar: Fragen Sie meine Freunde. Er steht über jeden Zweifel erhaben. x Lenora: Sie wollen r.:ir sagen: I Sie haben sich geschlagen.. Lothar: Man spricht vor Damcu f nicht davon. Leon o ra : Und wir erfahren'S i doch. Wir sind ia dazu da, dem Sieger den Lorbeer zu reichet. Aber, sind Sie bieZeicht einmal in der Lage gewesen, für eine übel bttüchlkgle An ficht, die Sie aber im Innersten aks i Ole rlae . errenncn mußten, eine i Lanze zu brechen ? I Loth ar (entrüstet) : Sie glaubea ? . . . Der; iitc rönnen i rr iif i'in;:si r ten habe ich nicht. r Leonora: Oder haben Sie viel' it' ( ' -r leicht je eine unwürdige Verdächtigung schweigend ertragen ,? Lothar: Ich ? Schweigend ? . . . Im Gegentheil. Leonora: Äie ? Lothar: Nie, mein Fräulein. 9 Leonora: Nun, dann weiß man auch über Ihren Muth nichts (5ewisses, Herr darf ich Lieutnant sagen ! Erst erproben Sie ihn, und tana bicllncht mehr davon. Ist das nicht schön V Mich dünkt, dieser schelmische Fraucnmund beschuldigt hier neun Zehntel, ach was, neun j rnd neunzig Hundertstel aller Männer der Feigheit, und wer wagt zu sagen, daß dieser Mund nicht recht hat ? Was , will in der Sljat physischer Muth im Vergleiche zu geistigem Muth besagen! " Physischen Mu!h kann-jeder Raufbold haben, aber den geistigen und sittlichen Muth, der sogenannten öffentlichen Meinung zum Trohe sich zu einer miß liebigen Wahrheit zu bekennen, wie Wenige haben ihn Ach, n?ie sind ! ! bic Menschen in dieser Beziehung im ,,Erunde,ihreZ' Herzens feig, zu feige, nur eine solche Wahrheit zu prüfen, aus Furcht, sie zu erkennen, um, nicht in Widerspruch mit sich", selber zu geMrathen.' , ) j; Und gar noch der anbereMu!h:,dcr, eine Verdächtigung schweigend zu erkragen ! Man konnte fragen, warum soll überhaupt Jemand 'eine , Verdächtigung schweigend ertragen ,? ttcsehten ',, ,' F-alls,,man kann' sich gegen eineVcr- ! ,! dächtigun nur dadurch vertheidigen, daß mari den Ruf cincs Adern! schäk jj1 's ' " 1 "., J,t. ilf.pl'- B'!', . - ,11 . -,, ,! :!! r . i ! !';''i.:: '! :, digt? , Bedarf i:ian da nicht des Muthes zum Schweigen, und will man behaupten, daß die, die schweigen würden, nicht selten sind ? . " , Die Feigheit ist überall zu Hause, ich möchte sie , eine soziale Krankheit nennen. Aber cö scheint mir, als ob sie unter den Männern noch verbreitetcr wäre, als unter den Frauen. , Der kürzlich in neuer Auflage publizirte Roman von Hawthorne: "The Scarlct Letter" hat ziemlich viel Auffehen

erregt Die (?esck,ich!e spielt unier den

fanatischen Puritanern Rcuengland's im vorigen Jahrhundert. Ein Weib erträgt uthig die Schande des Ehebruchs und weigert sich selbst am Schandpsah! noch den Vater ihres Kindes zu nennen, während dieser niemals den Muth finden käun, sich als solchen zu bekennen. DicS ist ein Roman, aber mir ist ein ganz analoger Fall aus der Wirklichkeit bekannt, der sich bor ein paar Jahren in Deutschland zutrug. Vom Erhabenen bis zum Lächerlichen ist nur ein Schritt. Ich will den Schritt machen. Ich befand mich kürzlich in einer Gesellschaft, in welcher ein in manchen Gegenden Deutschland's üblicher Tanz vorgeschlagen und ausgeführt wurde. Die Tänzer bilden einen Kreis um einen Theilnehmer. Dieser hat ein Kissen, und während die Anderen im Kreis herumtanzen, wirft er das Kiffen vor die Füße einer Dame und kniet darauf nieder Die betrefsende Dame muß darauf ebenfalls niederknieen und ihm einen Kuß geben. Der Herr tritt dann ganz und gar aus, während nun ihrerseits die Dame das Kissen einem Herrn vor die Füße wirft, der sie küssen muß. woraus sie austritt, und so geht das fort, bis sämmtliche Theilnehmer ihre Küsse weg bekommen und gegeben haben, wobei, da der Anfänger überzählig ist, Einer übrig bleiben muß, der dann weidlich ausgelacht wird. Da war es nun wirklich possirlich. anzusehen, wie von den anwesenden Philistern nicht einer den Muth besaß, in dem harmlosen Spiel und Scherz, eine andere als seine eigene Frau zu küssen. Sapieiiti sat ! Der Plauderer. - Ahlwardt. Berlin, 8. December. Ganze Bäche gallizste? Tinte sind über Ahlwardt, seine Wahl in ArnZwalde Friedebcrg und seinen Proceß schon ausgegoffen worden. Drc:e luthen wälzen die ehrlichste Entrüstung, die Trauer' und die Scham darüber mit sich, dajz Sol ches in deutschen Landen geschehen konnte. , Aber waist mit Entrüstung, mit Trauer und cham viel gethan'? Verstehen muß man, hinuntersteigcn auf den Grund, wo Wollen und Tbun der Volks txt fnne Wurzeln hat und sorgsam nachsehen muß man, welcher Wurm an diesen Wurzeln nagt. In schweren geistigen und sittlichen Kri'en ist, Objektivität nicht blos Pflicht, son dern Äesriediun. S!e bildet das Bad, worin erschöpfte .innc gesunden können, und wie die Einsicht den Ern zelnen frei macht, so stärkt sie ihn zu gleich für den Kampf, indem sie dem gerechten Subjektivismus den Schill vorurtheilZkoser Erkenntniß leiht. In dieser Zeit hochgespannter Nervo sität. w die Nervenstränge des ösfent lichen Lebens bis zum Zerrcißcn straft sind, stellt ein Ahlwardt einen TnpIiuS, dar. der kommen mußte. Er ist tv' Austöiunas- und Zersekunasprodukt. Wie wenn der Pathologe einen Schnitt durch das Krebsgefchwür macht und ir gend ein ParüKkchen untersucht, gleichgütig reiches, da jedes dieselben Krank hcit-erschcinunc'.m zeigen würde, fo ha! man bel der Betrachtung Ahlwardt'ö nicht individuelle Züge vor sich, sonderr dieser Mann hat keine pathologische Wich!ig!eit nur als Theil seines Gan zen. Es wirs fch.ver sein im ganzer öffentlichen Leben Deutschlands, viel' leicht darf man fap.cn Europas, eine Persönlichkeit ansznfinden, die so wi, diejenige Ahlwardt's unterhalb bei Niveaus von inneren und äußerer Qualitäten steht, auf welche sogar du pessimistisch gewordene Aescheidcnhci' 'noch Anspruch e; heben darf. Ein Stößer, ein Aöckel, ein Liebermann von Sonnenberg präzentirt sich doch wenigstens als eine Kraft, als ein, mit bestimmten Umrissen behaftete Individualität. Man kann sie nicht verwechseln. Jeder hat sein eigene Gesicht. Iever von ihnen will zwar Unsinniges aber er will es weiugsiens in methodi,, schen Formen. Bei Ahlwardt ist nichts' von alleoem vorhanden. Hat er Geists Nur mit dem Lächel'l des Mitleids kam man antworten. Hat er auch nm notüdürftige formale Bildung? Mar lese eine Seite aus seinen Skandaldro'chüren. und man Wird mit Widerwillen wahrnehmen,, wie ' roh unr plump, wie vollendet undisziplinlr' diese brüchige Ecistenz auch nach bei Jntelligenpcite hin ist.' Er kann nichtl sch ciben und nichts sprechen, was bei Durchschnittsmensch mit gewöhnlichste: Elementarbildung nicht ebenso izut nrrt besser schriebe und spräche. ' ' Er hat nii auch nur eine einzige Idee produzirt. Würd? man' ihn tragen, wo, er poli tisch stände,' wenn die Zuden'rage nich' für ihn, da wZre, er wüßte nicht zu ant worten.', Er gebort, politisch zu der Leuten mit, den verkümmerten, Sehnerven. 'Kein.', Ahnung ist,,, ihm.jemal aufgedämmert- von den großen Lagr. run'tt! d?r, Gesellschaftszllffände. , vor d.?r inneren Nothlvendigteit, mit welche? die Parteien als Produkte sozialer Ver bältnisse gegen einander wirken. ' Nm Eines weiß dieser Mann, oder vielmehr er weiß es nicht, sondern empfindet e! nur mit knirschender Dumpfheit, daß e, eine geistige und sittliche Ruine ist Solche Menschen, die dem Blödsinr sozialer Indolenz verfallen, hat es immer und zu allen Zeiten gelben, du als Uedergangsepochen ,!! erhöhte Anforderungen an geistige i! und sittlich, Spaniikrast des Einzelnen stellen. Nu, die Formen und Formeln sind ander aeworde. in demu dje CajilinaS beut

me ?!ot!ei hint-r sich h:rjchleppen. Frankreich hat feine Jacqnerie gehabt. England feinen Jan Eade, den Shake. speäie uns in Heinrich VI. überliefe?: hat. Wie in Wcrdezciten sozialer Neu. pragunvlen solche, Splitter eines aufge wühlten Volkslhums in das Fleisch bei Gesellschaft dringen können, bis ein organischer Gesundungsprozeß ben bö seri EtNdrmgling schnell entfernt. MI sieht der ruhige Betrachter des Welk: lauses an jenen Geschichten von einstma!s und er bofft nicht blos, er weiß es. daß es mit dem Antisemitismus

nicht anders sein wird. . Was jetzt in Deutschland als Krank. h-it. die heraus aus dem Körper will, empzrdrängi, das gehört zum Sozia lismus. wie etwa die Wiedertäufer zur Reformation. Das Gemeinsame wie das Trennende ist in-dieser Zusam-, menstellung gegeben. Nur ein Un ter'chied ist: Die Sozialoemokrut e verfolgt den Antisemitismus . nichk. wie die lutherische 5lirche ' den, Wiedertäulerunfug, sondern mit mode? ner Weitherzigknt reibt sie sich vcrgnügt die Hände, und je toller es Ahlwardt treibt, desto wohler wird ihr. Bildet sie sich doch ein. baß so der Uebergang auch der kleinbürgerlichen und kleinbäuerlichen Massen zur, Fahne des Svziakismus am schneästen kom men werde, und so unrecht haben die SozialZemokraten wahrhaftig- nicht. Sehen wir uns doch einmal diesen bei nahe historisch gewordenen Wahlkreis Arnswalde-Friedeberg aus der Nähe an. Der Schreiber dieser Zeilen hat in jenem Landstrich seine Jugend verlebt, zwar nicht in dem Plötzlich so berühmt gewordenen Wahlkreise selber, aberdicht an dessen Grenzen. Keine deutsche Landschaft ist dem Versasser vertrauter als die östliche Neumark, das westliche Westprenßen und büs südöstliche Pom mern, Gebiete von äußerster. Gleichförmigkeit der gesellschaftlichen Grundbe dingungcn; die Provinzgrenzen, die dort zusammenstoßen, scheiden Wesen und Besonderheit der Bewohner .nir gcnds. Es ist so recht das Land der bescheidenen Mitte in Kultur. Lebensgewohnhciten, polnischen Anschauungen wkthschaftlichcn Elistenzbedingungcn. In den kleinen Stäbten wirb ein behagliches 'StiUlebcn geführt, kleine Gewerbetreibende, Handwerker, Ackerbürgcr hausen friedlich bel einander ; es werden keine übermäßigen Ansprüche an das Leben gestellt, und zur Äefriedigung der geringen, aber doch nicht gerade kärglichen Bedürfnisse reichen Erwerb und Verdienst gerade aus. Rückständig" hat der Vorwärts" die. er Tage die Einwohnerschaft vonArns wald.' Fricdeberg genannt. In der That rst sie rückständig in jenem Sinne, wonach die großen Gcgenzätze, die das moderne Lcden zer'patten, au die Zusamrnenh'äufung bedeutender Kapitalien in der Industrie und an die Proletari'irlln der Massen gebunden sind. Iie?e Unmündigkeit aber ist eine Wohl. that liix die Bevölkerung, und in der Note des L?rivär!s- steckt der Groll öarübcr. daß mit solchen Wählermassen, die, zwischen hoffnungsloser Armuth und üppigem Wohlleben die Mitte hakten, nichts Rechtes anzutan aen ist. Dies Beharren nun aber auf einer mittleren Linie bringt wieder neben manchem muten auM Erttllcbun genZ mit sich, die man gern anders, wünschen möchte. Träge nur, und j zähe, matt und stockend geht der Strom des Lebens in jenen Landestheilen dahin Der Bildungsstand ist dabei sei neswegs gering. Gerade weil die städtische Bevölkerung und die Gutsbesitzer ein gewisses behagliches . Niveau noch erreichen, und weil die Bevölkerung seit Ger:?rationen ohne Zuzug nur immer aus sich felbst sich ergänzt.' ist eindurchgehender Zug von Gemeinsamkeit und angenebmem Wetteifer bemerkbar, der tfs nicht duldet, daß in dieser undisse renzntcn Masse Jemand aus dem Normalen heraustritt, sei es im Guteu. sei es im schlimmen. Darum wird da für! gesorgt, daß die heranwachsende Jugend die guten Schulen, die es dort giebt, womöglich ganz durchmacht und auch so mancher Bauer und Kleinbürger setzt seinen to!z darein, daß seine Söhne wenigstens das Einjährig-Frei-willigenzeugniß besitzend Die Gleiche sörmigkit des Milieu, in dem die Bevolkerung steckt, wird durch politische oder gar wirthschaftliche Eonflikke schär ferer Art eigentlich niemals berührt Soll man das latente politische Em pfinden in diesem Wahlkreise aus seiner schlummernden Unbcwußtheit erwecken und mit Namen benennen, so möchte man sagen: der Gruudinstinkt dieser Be volkerung ist conservativ mit altlidcra ker Färbung, beides in,, das,,! Wesen jenerBesonderheit eingetaucht, die den unverlierbaren Eharatter des.königs' treuen BrandenburgerthumS ausmacht, eine Mischung von knorrigem Selbstdewußtsein und entflammbarer Öpfer Willigkeit. Alles , unter der " Devise: Fürchie Gott und scheue Niemand. . In dieser ebenso gutmüthigen und lenkbaren, wie trotzigcn , und kantigen Bevölkerung wohnen vielleicht tausend Juden, deren Verhältniß! zu ihren christlichen Mitbürgern bisher vollkommen' linwandsfrei gewesen ist. Niemals bis dahin ,hat , man t von ernsten Gründen zu eiuem heftigeren Groll gegen, die Juden gehört, und wofern ein Theil,,;;, der Bevölkerung den Wunsch hatte, eine gewisse Scheidelini- zwischen stchnid' den Juden zu ziehen, bot die konservative Partei, die doch wahrhaftig nicht an Judenfreundschaft leidet. Gelegenheit genug dazu. . ! Dabei gehl es den Juden im Wahlkreise Arnswalde - Friedebcrg nicht einmal glänzend; sie erreichen auch nur gerade die Eristenzgrenze. bei der es sich allenfalls leben läßt, ohne die Last des Daseins allzu drückend zu empfinden. m,hr h.irrh 3urfArtfrn h

Sr wv G. VMhWrf IUi I WW UUU UV 1 iiillU . ' V A j w '' 1 . verletzenden Aeuße7lichkeiten. noch duxch! ""darunter e.ner der d,e Inzelstische Orthodoxie noch durch K nach unrechtem Gewinn stoßen sie bei k b Mrs'chert.e der Name des Erlöihren christichen Mitbürgern an. Form .?,? unpxöe des tvviscden LehenS jener umbol.,cbe Bllder vervollNündwen das

delcheidncn Landschaft liadcn ,anch t, mit der naiven Anzchmiegsanttckt ange nommen die neben dem Beharren indtro dieses Beharrens eines der charal

tettz!l?chsten Merkmale des MJdermr Judcnthums ist. ';' . ' - Wie war es mir Möglich, daß in einem Wahlkreise mit solchen Vorbedingungen ein Ahlwarbt Erfolg haben konnte? Die Antwort liegt schon in dem Gesagten. Es würde unter anderen Umständen vielleicht als Ausdruck rathloser Verlegenheit und als Zeugniß !von Oberflächlichkeit gelten müssen. wenn man sagte, dan ein solcher Aus gang nur durch Ucberrumplung einer unkundigen Masse, durch geschickte und skrupellose Demagogie möqlich war. Für Arnswalde, Friedeberg abec trifft dos in jedem Punkte und ohne die geringste Einschränkung zu, derart zu, daß Tausende, die jetzt Ahlwardt ihre Stimme gegeben haben, auf 's äußerste erstaunt wären über die wundersame Geschichte, die sie angerührt, haben, wenn zu diesen Tausenden überhaupt ein Echo ihrer Thorheit aus der weiten Welt da draußen zurückdrängen sollte. Sie haben es offenbar gär nicht so böse gemeint, diese merkwürdigen naiven Ahlwardt - Wäh'er, und' ons guter Kenntniß der dortigen Dinge kann erklärt werden, daß ber Sieg Ahlwardts zunächst nur em Zeugniß für du polt tische.Unfchuld ber Wähler, ist. Eine stiegende Jiebcrhie ist der' Ahlmardllgnlsmus. Nichts welter. er t das Fieber, von dem auch ein kerngefundcr Körper befallen werden kann, und das. so lange es dauert, den Organismus wohl schwächt, ihn aber in nerlich nicht zerstört Was das Emvorkommen eines Subjekts wie Ahlwarbt in Wahrheit bedeutet, das ist, daß sich die Schichten der deutschen Gesellfchaft' unter dem Druck neuer sozialer Mächte noch nicht ins Gleichgewicht gebracht haben. Zwei. Möglichkeiten der Ueberwindung gibt es, entweder den Sieg der Sozialdemokratie oder daß sich die schwer bedrängte bürgerliche Gesellschaft ihrer Feinde wieder erwehrt. Aber, ob so oder so, der Antisemiti? mnö wird, wenn die letzte. Entscheidungsschlacht naht, nichts als eine Episode' gewesen sein, eine deutsche Facqucrie, eine ins Teutsche übertragen Äevolte des Jay Eade. Der AHIwardtianlsmus kann seinem Wesen nach nicht anders als dnmm bis zum Exceß sein und darum kann er sich selber nicht tadeln, weil er seine Berrücktheitcn in's Ertreme getrieben und so den Zusammenstoß mit ber Staatsgewalt provozirt hat. Er mußte so operiren, es ist seine Natur; und sein Vergnügen kann man baran haben, daß'die klügelnden Bornirten aus dem conservativen Lager die Blamirten sind, diese Neunmalmeisen, bie sich cmgebildet hatten, sie könnten das roheste daiilinarierthum als Vorspann von Tendenzen gebrauchen, die sich als ErHalter des Bestehenden, als festeste Grundlage alt gewordene organilch gcweichsencr Jnitulionen rähmen. Ahlwardt tM 'GerichZZsaz!, das ' ist ane fast Noch bessere Tragikomödie, als es Ählwardt im Reichstag ist. Wie ein blindes Wüthen rasender Elemente tobt dies Eestndel gegen die schranken ber Ordnung an. Die Sozialdemokratie weiß doch wenigstens, was ne will: ssewuckket mitibrer.vebc!kraft dort, wo die in der Umbildung begriffenen Elemente des Gescll'chafts' körperö sich lockern, und so weit und wolkenhoch ihre Ziele liegen, so thut sie praktisch immer das Nächste, das ihr wirklich Nutzende. , Dagegen der AntifemitismNs, der als organisirke Unklarheit gelten müßte, wenn diese Begriffe sich nicht widersprächen, er wagt sich in s.iner lbernen 5socrupiionsschnüffelei an die festen äußeren Institutionen des Staates am liebsten; er ahnt gar nicht, wie gleichgiltig in den sozialen Kämpfen diese Formen sind, und noch weniger hat er ein Verständniß dafür,' daß diese Formen gleichwohl das Solideste sind, was die bestehenden Zustände sich haben geben können, und daß ein Angriff aus sie die vermeintlichen oder auch halben Freunde unbedingt zu erbitterten Gegnern machen muß.. So gräbt sich diese traurige Gesellschaft ihr eigenes Grab. Es ist kein Zufall, daß der erstarkende Radau-AntifemitismuS ungleich häufiger als die Sozialdemokratin in Kon litte mit den Gerichten! des Landes geräth." Von kanten und Eleve bis in den Moabiter Justiwalast ; reicht die Kette frechster .Auflehnungen gegen den Staat und seine Gewalten. ; , i. .'.-,Max.Lesser. . ?!n Wunderdoktor. . Als, Wunderdoctor macht in Paris ein gewesener Zuave,,, Namens Jakob, von sich reden.! !;, D'r, Heilkün!t!er ,hat aber, auch die , Aufmerksamkeit der Aerzte auf sich gezogen welche die des Strafgerichts aus ihn lenkten,' und er wird sich,;nun demnächst weg?n Kurpfusche:ei zu verantworten baden. Ein Berichterstatter des Temps", hat, dem Wundermanne einen Besuch abgestattet und gibt! von diesen! Folgendes zum Ntstcnf; , Man tritt in i einen geräumigen Saal., ,an den ( sich ein Hinterroum schließt. , weder Garten noch Ho', 'ab. geschlossen von einer Art Garlciilaube. die durch zwei Blümchen markirt wird. Aus,!,, einer !, Doppelreche von Bänken längs der Mauern haden etwa dreißig Personen Platz genommen. Die Halle beleuchten spärlich drei Lichter." gchalten von räthselhaften Drachengebiloen, die in Kelten von der Decke schweben. Auf Postamenten siuden sich die Standbilder von Plato. Voltaire. Aeskulap. Virgil. Sokrares. Taiso und Beeihoven: auch die Büste des Zuaven fmdet jlch mehrmals m diezein Rauiue fcsltitA CAkkU . ! t i'.t JiHlUll 411 il Clll

pdantasjisch Bild des Saales, der auch zwei laviere ausweist. Plöklich öffnet sich eine.Tm'ir im Hintero.r;ittd: der Meister crNcmt. Er sdliugt über zirci Bänke, stößt einiac' ihm im Wege Stehende bei Seite lind faßt in der Mitte des Saales Posio. Er trägt eine turze Bluse' von weißem JlannelZ. mit einer Kapuze, was ihm eine Art MönchZaussehen gibt. Nun neigt er den Leib vor. kreuzt die Hände über der Brust, und die Stirn in lanjze tiefe Falten ziehend, nimmt er vor jeder Bank Stellung und sieht die dort Sitzenden an mi langem strengem Blick. Jetzt kommt das, Fluidum ! So vergehen dreißig lange bange Minuten. tiefes Schweigen herrscht, hie und da nur durch unterdrücktes Hüsteln nnterbrechen. Einzelne der Parteien schließen die Augen, and're wieder sperren sie weit aus und suchen den heikbringenden Blick des Zuaven. noch andere halten Wäschestücke auf den Knien, die sie dem Fluidum" aussetzen, um sie armen Kranken, die nicht mehr die

Krmt haben, den Wnndermann selbst flufzusuchm, heimzubringen. End'nch zieht Jot ob eine Uhr aus der Tasche, er bricht nun selbst das Schweigen und nähert sich' einem Kranken mit- den Worten : Nun. Sie haben geschlafen wie geht es Ihnen p Der Mann erwidert : 0, jetzt kann ich schon die Finger bewegen, aber die Hand kanr ich noch immer nicht brauchen. .Nur Geduld und wiederkommen, mtgegnete Jacob und schreitet die Reihe Der leidenden ab: dem Einen versetzt er einen Stoß ous die Brust, dem Zweiten auf den Bauch, einem Dritten auf die Achsel, je nach dem Sin des Leidens.. Er kommt zu einem alten Kann, der ein Fußübel hat. .Na, wie gehts?" Ach, ich schleise den Fuß noch immer nach." Hm, hm", macht Jacob und versetzt dem Alten einen tüchtigen Tritt aus den Knöchel. ,Wie gehts jetztN-' O ja, jetzt zehts!" ruft dieser, offenbar nur aus Furcht, einen zweiten Tritt gcnehmizen zu müssen. Damit war die Eonfulkation zu Ende; der. Heilkünstler oerschwand für einen Augenblick, dann kehrte er wieder mit einer' Anzahl Bro'chüren. die er vertheilte. Während er zas mit der linken Hand besorgte, hielt er die Rechte kunstgerecht auf, um )as Honorar jedes Einzelnen in Empfang zu nehmen. Afrikanisches. Aus Jaunde. der äußersten deutschen Station im Innern von Kamerun, hat ser Asrikaforschcr Zenker an ben Präsidenten der oicta Africana d'Jtalia" zu Neapel ein Schreiben gerichiet, das das Bollctino della Societa Afri:ana d'Jtalia derössentlicht.' Der Hann. Emir." bringt eine deutsche Übersetzung, in ber es u. A. heißt : Dann und wann, sobald sich GeZegenheit bietet, gehe ich zu einem Volksfest atoc), welches mir Theater und Qpcr irsetzt. Das Äallct ist nicht schlecht: man findet allerdings wcder Atlas noch Tüll, die Ballerinen sind nur mit einem Stückchen trockenen Pisangblattes bekleidet. Ihre Haartrachten sind prächtig. und die Kunst, welche sie auf ihre Frisuren verwenden, übertrifft alle Beschreibungen; sie wetteifern mit den Pariser Frisuren und übertreffen sie vielleicht noch an Schönheit. ' Sie sind der grauen und Mädchen verlchieden ; bei den Letzteren .bilden kleine Flechten den wichngst.en Theil der Frisur, die mit bunten vcneuanuchen Perlen ge ziert weedcn. Vorn sind die Haare in Zwischenräumcn in Falten gelegt sin orm einer Melone), die Zwizchenrau me weide reichlich mit Palmöl einge salbt, was an kühlen Tagen ganz hübsch ausneht: manchmal glänzt es aus der Stirn wie Porzellankuöpfe, während es an warmen Tagen den Hals und vlai ken h:nab!äujt. Um sich'daron zn reinigen, gcbrau chen sie nicht wie unfere Schönen Aa tisitücher. sondern ein gewöhnliches Kü chenmesser. das sie stets fürten Nothfall zur Bcrthcidigung bei sich tragen; doch sind sie nicht eben spröde. Die Damen Zählen ihre Geliebten Mit kleinen T?am bu?stäbchen, , die sie an einer Schnur descuigen, bis zu ihrer Verue.r.tthung. iV.nü): es sind, de.'to besser für 'sie. desto hoher werden sie von ihrem Gatten gcsch.i!;t. Ihr Körper glänzt stels von zarter'rother Farbe (Mda), welche von 'znmwood kRothholz. Basia) herrührt Wenn dieze Farbe 1 verschließt, gewährt sie vollkommen den Anblick eines feinen Panzerhemdes: übrigens gewöhnt sich das Äuge an dieses rothe Naturkostüm. Zur Unterhaltung haben, die Mädcheir oft eine, Flöte bei sich und spielen ihr Stückchen, während sie umherschlendernz wenn,!,, sie! Freunde und Freundinnen an einem panenden Orte,' antresten. wird munter ein Tänzchen improvisirt ' ''ll rit ' -E !" iM! ','!": - '": ' - : ; A ".. Clnt dramzt!s.Zje, ?)er:bkwezllJ, ;; : ' -, ; Szene, - - :? ' ,' . xr oos Irf.ie Cav'ckkl eines Llebesrornar.s. "Mlt das .W. Ecirablatt folgender M,akn'D!!M';W Wir bksinden uns in der Wohnung eines ArmenratheS aus einem der west lichen Bezirke Wiens. Der Herr sitzt an einem Schreibtische und blättert eifrig in traurigen Beveispapieren die ihm seine armen Schützlinge Vorgele gt Der Ar m'nrath nimmt eö ernst mit semerPflicht. Niemand verläßt ungehört ! sein Ardeits z'M.ner. Es ist spät am , Abend; der Regen stützt in Strömen herunter, der Armenrsth hat eine Pause in seiner helsenden Thätigkeit gemacht; er stellt sich an daS Fenster' und b! ckk in das Unwet ter hinaus. Von gegenüber naht eine schwankende GstaU dem Hause des Ar menratheS. Aus ihrem Arme trägt sie ein kleines Kind. Wenige Augenblicke später klopft es. an die Thüre. .Herein! . Unsicheren Schrittes, die undillkideten Füße vorsichtig auf de Lzuslkpp:ch srtzend, ist die Frau in das dunkle Zim' mer getreten. Sie ist gekommen, umhüis, in ihrem Unalück Zu ergeben. Mit iit

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ternder stimme trägt sie ihr Anliegen vor. Der Almenvaterhörtausu-erksam zu, verlangt dann von der Bittstellerin die Papiere und bestellt Licht. Das Weib drückt sich scheu in einr Ecke, während daS Dienstmädchen die Lampe in das Zimmer trögt und auf den Schreibtisch stellt. .Sie heißen Jvsiphlne Kufmann, sind verheiratet, Mutter von vier Kindern, das, jüngste drei Jahre, der Mann, Di urnist, liegt seit fünf Monaten krank da nieder, Sie wollen unterstützt fern ? ha. den Sie gar keinen Verdienst " Der Armervatkr dreht sich bei den letzten Worten geräuschool! auf skinern Skssel empor, : macht einige Schritte vorlsöltS und ruft: .Jofephine !, . .Wirklich Sie selbsti' .Herr Die' Stimme versagt dem Weibe, laut schluchzend druckt sie die Hand vor die Augen, das kkeire, srösteln de Kind ist vom Arme geg'.itten. ES umschlingt die arme weinende Mutter. Eine Pause, sie scheint demWeibe end. los lang. Endlich nimmt der Armenrath wieder daS Wort: .Setzen Sie sich. Ibr Gatte ist nach Wien abständig ? Ja. Sie sollen rasch möglichste Hilfe erhal int." , Die Siimme be Mannes klingt bewegt, unruhig gleiten seine Blicke über die Frau, welche heftig schluchzt. Dann erhcdt sie sich, den Bl es immer abgewendet haltend, und verladt das Zimmer. Das Auge de ArmenratheZ folgt der Jammerarstält, er hat Zn ihr seine Ju gcndgelieble erkannt. Die Zeit ist längst vorbei; Silbersaden 1 durchziehen sein Haar. Er senkt sinnend den Kopf in die Hand. Die Erinnerung stürmt an sei nem inneren Blick vorüber : Joskphine R., die Tochter, eines vor langer Zeit schon verstorbenen Wiener Bürgers, halte das Glück, viel umworben zu sein. Einer der Wenigen, denen es wirklich Ernst um die Schöne gewesen sein mochte, war der Arraenrath, damals ein beschkidenerPoslbeamter. Er hielt um ihre Hand an, sie verweigerte sie ihm, sie gab sie dafür dem Kaufmann Kusmann:! DaS Schicksal hat sie an , der Seite ihres Freigewäblten heruntergefübrt bis zum Jammer, Noth und Krankhktt , Ihr , feuriger , Anbeter aus den verrauschten schönen jungen Ts gen aber sollte ibr Helfer erden nach einundzwanzig Jahren. , V: B e r a n ge r. Die Herzensgute BerangerS und seine ,; Bereitwilligkeit, Dürftigen oller Art beizuspringen, trotzdem er selbst nur bescheidene Mittel besoß,,sind allbekannt. Wie häufig er für seine Eutmütbigkeit mit dem schmählich flen Undanke belobnt wurden ist jedoch weniger in die Oefsentlichkcit gedrungen: Nachstehende? giebt einen Beweis davon führt uns auch ein Beispiel an, in welch' kaustischer Weise er cllzu UnvrrschSmte zu züchtigen wußte. Em Jta!iener,Na mens Angelli, blutarm, aber sehr gebil det, erhielt ine regelmäßige monatliche Unterstütz:mg. Der Betrag dieser Gna dengabe mochte dem Empfänger auf die Dauer zu geringfügig erschienen fein; er Vklsil daher auf ein sinnreiches Mit' tel, de, selben zu verdoppele indem !! er ihn alle vierzehn Tage erhob, i DieS dauerte eine Zeit, da machte ihn Beranger eine? TageS darauf aufmerksam und ' . . k. : r .. w :! t, . erirnne lym, vag er nur zu noe feoen MonatS Geld bekommen könne. Darü der gerieth nun der Italiener außer sich und erwiderte, daß er von ihm kr in mehr bedürfe. .Ich habe ein höchst wirksames und einfaches Mittel, mir welches zu verschaffen : ich schreibe Ar likel gegen Ihre Chansons und übergebe sie dem UnioerS .DaS läßt sich HS nn", meinte Beranger; .da Sie jedoch nicht sonderlich fest im Französischen sind, so bring? Sie mir zuvor Ihre Auklö?. ich werde sie corriaircn. Unzählige Menschen sind wie Pum ven sich selbst nutzlos, aber 'Hadgrigt und Sauarobre kür Undere.

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