Indiana Tribüne, Volume 16, Number 103, Indianapolis, Marion County, 1 January 1893 — Page 6
'
Freu:!Sin Lampe. Wahre ZZreundlchLZt unter den Frauen
ist cm gar seltener Schatz, den nur ganz desonder-5 bevorzugte weibliche In j JwlSucn zu heben berufen sind, da ileiM wohl allen anderen weniger er Zolgreichcn GlückSZSgermnen, welche trotz de gerne der Gunft einer aufrich Zigen, beständigen Freundin theilhaftig Werden ollen, nichts anderes übrig, als sich eins liebe treue Genossin für Feld zu sichern. Natürlich reicht dazu oas Erlegen des Kaufpreises allein nicht hin. sondern wir übernehmen gleichzei tig die Pflicht, sowohl für der Freun Sin zweck und regelmäßige, wie sorg faltige Ernährnag, als für ihre Süßere Ausstattung und Ausschmückung, für ceme Wäsche, glänzende Toilette, hohe Hüte (in manchen Ländern auch Cylin Ser genannt) und namentlich sür zarte. Duftige, geschmackvolle modern-buntc oder grüne und kostbare Schirme Sorge zu tragen. Doch sowohl Mühe wie alle Geldopfcr werden reichlich belohnt, indem wir ein Wesen an unser Haus ÄNd unsere Person geseffelt, das stets gerne bereit ist. unsere einsamen, irii den Abendstnnden durch ihre traute Gesellschaft zu verkürzen und zu erhellen, und je länger wir uns ihrer Nähe nfrcuen, desto mehr lernen wir die glänzenden vortrefflichen Eigenschaften schätzen, und den Mangel gar vieler sonst obligaten Frauenfehler an ihr bc Wundern. Wenn die unzähligen, verschiedenen TsgcSarbeiten erledigt, und die Kleinen :i Leite gebracht find, so daß wir glaubcn. uns nun das Anrecht aus ein ruhiges, friedliche Erholungsstündchen irVsrben zu haben, dann winlt uns unfcre treucste, beste Freundin heran und wird uns eine liebenswürdige, ver ständige Genossin, sowohl bei der 2tU !üre, als den mannigfachsten Nadel Hantirun.icn, wie auch bei jedweder geiKigeu 'Beschäftigung. Vertrauensvoll können wir ihr 'Alles berichten, t?as uns Herz. Seele und Gedanken eben gar lebhaft bewegt, unser verbor neustes Gemüthleben vor ihr erschlie jitti. Denn sie ist verschwiegen wie daä Vrab, sie versteht meisterhaft die Kunst, Hfl geduldig zuzuhören, wenn wir rni fere geheimen Leiden und Schmerzen vor ihr enthüllen. Mit sreundlich ilden Augen blickt sie uns an, und spendet erwärmenden erhellenden Hos uungsSchimmer in unser traurig der dunkeltes Gemüth. Selbst unseren Thränen dürfen wir getrost freien Lauf, lassen, denn i ihr finden wir stets ein: Wahrhafte teilnehmende Freundin. Asll Sanftmuth und Güte steht sie uns bei, n?enn wir manchmal mutölos das kummervolle Haupt sinken lassen, und gibt uns durch ihr gleichmäßig ruhiges Wesen selbst das beste Beispiel. morgen wir nur etwas aufmerksam für ihre bescheidenen leiblichen Wünsche, Zann sind wir stets vor Enttäuschungen sicher, denn sie ist gewohnt mit untrügsicher Wahrheitsliebe ihren Seelen und GefundheitZzustand, Hunger wie Durst gonz unverblümt und treuherzig zugestehen. Für jede erwiesene Freundlichkeit, für empfangene Pflege und Wohlthaten wird sie leuchtenden Auges und dankbaren Herzens uns zu lächeln, und niemals durch unvermit Seite Ausdrüche von Launenhaftigkeit verstimmend wirken. Nur wenn wir sie ganz und gar vernachlässigen, sie also fürchtet, daß die Freundschastsbände getost werden, dann vermag, sie ihren schmerz nicht zu verbergen, "jon Lern blickt trübfelig und verkümmert in die Welt, bis eines Abends jedes, -Fünkchen von Lebenslust und Kraft in, ihr erloschen ist. Wird sie hingegen öurch willkürliche, rohe, unwürdige, unvernünftige Behandlung zum Aeuhersten gercht, dann, aber auch nur dann, verliert sie jede Selbstbeherr fchunz, und die sonst so zahme weibliche Äatur wird zum erbitterten Rachegeist, eZ erfolgt' eine gewaltig krampfhafte Explosion und der verheerende Feuer ström ergießt sich. Angst und Schrecken verbreitend, über die ganze Umgebung. Niemand würde in dieser wüthend brausenden, grausig-zischenden Flam n-ensiuth die verschwiegene, stille, g Dutdige. freundlich milde, sanfte, gütige, gleichmäßig-rnhige. bescheidene, dOQhrheitsliebende, treuherzige, launen lose Freundin wiederzuerkennen im Stande sein. Toch noch weit mehr, als eine bloße MeprLscntantin vieler guten, edlen, toeiblichenEigenschaftcn, und keiner ein zig schlechten Veranlagung ist uns die geschilderte Freundin, Vertraute und Zeugin unseres Denkens und Fühlen, nein, sie wird unS auch zur weisen Führerin und Lchrmeifterin sür unser ganzes Thun und Handeln. Indem sie uns bei den gemüthlichen Abendstunde treu und beharrlich zur Se,te pcht. mahnt sie auch uns zum uner südlichen Fleiß und zur Ausdauer. Jndrm ihr Geist und ihr Körper kti der erfrischenden Nahrung, also des erleuchtenden Oeles bedarf, um ihre Freundschaftsdienste vollkommen erfüllen zu können, mahnt sie auch uns, daß wir stets mit frischen edlen Gedankm und erleuchtenden Kenntnissen nach helfen müssen, wenn wir unseren Pla in der Familie ganz auszufüllen destrebt sind. Und noch eine leie Mahnung raunt uns die liede treue Seele zu. Wir ge scllen uns stets zu einander, erst wenn -LZ Abend geworden, wenn das Sinnen Ficht entschwunden, wenn die ernsten Pflichten erfüllt, und der Tag sein Ende reicht hat. um niemals wiederzukeh reu. Also wird es auch für uns ein Mal Abend werden, wo das helle Ju ;end!icht entschwindet, wo alle ernsten 'Pflichten und Aufgaben erfüllt sein sollen W3 das Leben sein Ende er reicht, um für unS niemals wiederzu Fähren. ', ; : ; H,, '.iM'ä Darum wollen wir diese stillen, sanften und überzeugenden Mahnungen icht ungehört und unverstanden ver , fallen lassen, sondern unsere Zeit und Sraft bcr.uf.cn so lange wir sie ichi
lich besitzen, und auch die Freundschaft genießen und würdigen, wo sie uns o verläßlich entgegengebracht wird, nrn solch mzwandübarer Treue ergeben ist, wie sn Gestalt unserer besten, liebsten und klügsten Lehrerin. Führerin und wahrsten, aufrichtigsten Freundin: der Lampe. Die radikalste Pflanzeneffer.
'Auch unter der Schule der Vegetaria ner gib! es bekanntlich schon eine ganze Anzahl verschiedener Fractionen und Schulen, deren Ansichten über natu? gemäße LcbenZweise" .weit voneinander abweichen. Die einen verdauen nur das Fleisch geschlachteter Thiere, die an deren verwerfen e den so entschieden Milch, Eier und alle Fette, wie überhaupt Alles, was von lebenden Thieren kommt (ob sie darum auch z. B. auf den Schnepfendreck verzichten, wissen wir nicht genau), wieder andere schwärmen nur für Nohhnten", indem sie unter keinen Umstanden etwas Gekochtes essen: wohl die radicalste Secte der Begetari aner ist die von Dr. Emmett Tensmore in New ?)ork begründete, von der man wohl in der Wcltausstellungszeit etwas mehr hören wird, zumal ohnehin be absichtigtw'ird, bcidiescrEelegenheit dem Vegetarianismus sestercn Boden in der Schweinepöklerstadt zu schassen. Dr. Dcnsmore und seinen Anhän gern ist die Bezeichnung Vegetarianer" nicht mehr gut genug; sie nennen sich Fruitarians", denn sie leben nur noch ausschließlich van Obst und Nüssen. Der Boden bringt ihrer Ansicht nach Gesundes hcrvcr; daher verabscheuen sie Alles, was direct unter dem Boden oder am Bodm gewachsen ist, also z. B. Kartoffeln und Rüben. Den Neube kehrten ihrer Secte gestatten sie noch nicht etwa dm Genuß von anderen Pflanzen, sondern von Eiern .und Milch, zur Ergänzung des Obstes; später aber müssen sie auf diese Ueber gangs-Genußmiitel verzichten. Man sieht daraus, daß sich diese Schule ge gen die ihr zunächst stehenden Secten noch strenger abschließt, als gegen weiter entfernte, und sie wird von dm ge mäßigteren Pflanzenessern für ebenso trankt)" gehalten, wie von der Majse der übrigen Menschenkinder. M tiifß yM f., .i-t MU i(ii Dr. Ten'more. Vor zwei Jahren ist Dr. Densmore, der schon feit längerer Zeit eine hervor ragende Rolle in den vegctarianischen Kreisen New Yorks sowie der Bundes Hauptstadt spielt, auf seine besondere Theorie gekommen. Er begab sich dann nach England und machte unter den vielen Begetarianern. der Themsestadt ungeheures Aufsehen mit seinen nuß knackenden Sonderanfchauungen. Erst kurz zuvor hatten sich die Londoner Vegeiarianer bezüglich der Kochfrage in zwei Parteien gespalten, und nun kam plölich ein neuer Sauerteig in die gährende Masse. Viele der anderen flanzmesser kriegten wirklich eine, Gänsehaut, als Dr. Dcnsmore. gleich Santa Claus, seinen Nun- und Obst sack ausschüttelte, und erklärten, das sei )enn doch etwas zu starker Tabak für: sie ; doch fand er auch dort eine Anzahl Verehrer, ja er sah uch m den Stand gesetzt, eine neue Monatsschrift unter sein Titel Natural Food" zu grün sen, und Herr Hills in Oxford, der früher mit feiner Nohheits"Bewcgung so viel Furore gemacht hatte, wurde ordentlich neidisch auf den Sensations erfolg des Amerikaners. Dr. Helene DenZmore. Legerer hatte schon von Beginn sei ner Bewegung an einen eifrigen und, man kann sagen, ebenbürtigen Bei stand an seiner Gattin Helene Dens more, welche, Jahre lang eine ausge dehnte ärztliche Praxis , in den feinsten Kreisen New Yorks und Washingtons besaßund sich auch als radikale Frauen kleider-Reformerin bekannt gemacht hat. Dieselbe weilt augenblicklich noch iu England und steht unter den Amerika .rinnen, welche sich der verurtheilten Giftmörderin Maybrick annehmen zu müssen glaubten, in vorderster Reihen , Das 'Ehepaar kann es sich leisten, weder Zeit noch Kosten für die Fort schritte der Obstdiät-Bewegung zu spa. rett. Denn Dr., Densmore hat em küritlickes Einkommen, das ibm durcb eine Erbschaft zugefallen ist, und auch sejne Gattin soll von Haus aus reichlich mit Glücksaütern aescanet sein. Beide baben arone Weltreisen aemacdt und eins!u?.reicke Verbindungen anaeknüpft. von denen sie vieles ' zur Forderung ihrer Sasde erhoffen. , In das eigent liche Volk ist ihre Bewegung noch gar mcht gedrungen. Zu ryren ulunfis Plänen gehört aber auch die Einrich tuna billiger Sveisevlake: ob sich Pu blikum genug für dieselben finden wird. bletbt abzuwarten, ist aber kaum anzu nehmen WE'rn'zr biger: .Heute muß ich aber mein Geld baben, ' Herr Lieutenant, unter allen Umständen!" Lieutenant: ; , via, da kommen Sie m , Gottesnamen mit, gleich werde ich mir eine Frau suchen."
mp.
-nr"JG?i
r A
&(
f t . 4ic
Qt$$wv&fy Zfi&Ü YH&fe&?tf 1 ) vxrJr y
MW ;Vüfv wfe&ttg&'x' kÄzSLzz V rZst.ri& sePXfi X v v W' svt
Qin improvisirtes Rettungsboot.
I. II. XV. fcsr Der ?rnke Nosegger. Der seit längerer Zeit schwerlcidende. von einer Zcltung sogar todtgejagkl Dichter P. K. Rosegger hat fevt ander Herausgeber der. W'.enet Presie" daö olqende charmante ichretben gerrchtct. welches über sein körperliches und seelisches Befinden auZführllche Mltthcrlungen macht: Ich bm krank. Die Zeltungen chreiben über meine Krankheit fr zerum. tleffen aber nicht das Nichtige. Mancher ferne Freund hält mich für kerbend. Andere glauben, lch sei wie der pumperlgesund. Diesen beiden An fchauunaen Rechnung tragend, kommt dann ein Rezensent und sagt: Rosegger hat sich überlebt. Beionders leidend bin lch seit Mute Juli. In den schönen, warmen Som mertagcn zu Kricglach schweres Asthma, das oft an 30, mehrmals über 40 Stunden ununterbrochen dauerte. 40 Stunden an einem schwerqchenden Ziehbrunnen Wasser zu pumpen, das ,it hart, aber wenn man müde ist, sc kann man rasten. Beim Athmen kann man nicht rasten, so qualvoll schwer es auch geht. Trotzdem dichtete ia) munter drauf los, denn der Mensch lebt nicht allein vom Athmen, ändern auch vom Dichten. Endlich bin ich aber so herabgekommen, daß auch die Seele muoe ward, cy war o enltrasic:, &i ich im Garten kaum mehr zeh Minuten lang spazieren gehen konnte, selbst in asth'? alosen Stunden, ohne mich ganz zu erschöpfen. Im Herbste, als Andere errnzcht und gestärkt in dtt Stadt zurückkehrten, verließ ich meine Sommerfrische todtmüde., In Graz kam diesmal das Asthma welches mich sonst in der Stadt zu verschonen Pflegt, mit neuer. Gewalt. Es gesellte sich Grippe dazu, eine heftige Bronchitit mit starkem Fieber (neue Erichemung) und endlich uocy ne kleine Entzündung im Alppeujell, die zur Stunde noch nicht ganz behoben ist. Dabei aber wilde, lungenzerreißende Husten, -ich huktcte ?ag uns Nacht, ich hustete schon auf Alles.' , - Also liege ich l seit fünf Wochm im Bctte, aber nun ist es beljer, das Fieber l!t sozusagen vorüber, die Kräfte ?am meln sich und ich kann manchmal sogar eine Zeile an liebe' Freunde schreiben, daß ich die Absicht habe, von meinem Olymplum aus noch ne Wnlr .dem Welttheater zuzuschauen. Denn seitoem ich mir darüber klar geworden, daß es keine Tragödie, .sondern .eine Komödie ist, macht' mir diefes Kasperl theater aronen Span. , Manchmal spielt man auch selber gerne ein bischen Mtt. ' ":r 'S-- -. ,;.;.! So wollte ich noch in diesem Jahre in Wien eine Vorlesung halten; das geht nun natürlich nicht. Also 7 im nächsten Jahre, und Zeitungsschreiber, die e,wa schon Heine Nekrologe für mich m Bereitschaft haben, stnd höflichst zu meiner nächsten Vorlesung ein geladen. Ich bin jede Stunde bereit znm, Schlafengehen, aber wenn es aerad: leicht sein knn, s trotte ich noch em Weuchen mit. ' Und es kann leicht sein! sagt der , Arzt. Was 'wird aber jenes illustrirte Wochenblatt im nord' westlichen Teut'chland ' dazu sagen, welches vor einiger , Zeit Lebensstizze und Bild brachte von dem jüngst verstorbenen", fteinischeitDichterBMöseg aer?! Das gehört halt zur Komödie". ' ',,'" " :,.:..!;':;4-.-'i:illTl:" " ii.;.i :;f;3!5S:' mcht wie es mit meinem Sohne steht Seitdem er die Universität bezog, er bielt ich noch keinen Brief von ihm.Aber m öchen Sie eS doch wie ich ! Ich fchrieb im gleichen Fall an meinen Emil: Na. wie geht eS Dir denn? Anliegend , , em Hundertmarkschein! leate den Schein aber nicht bei. Am andern Tag kam schon ein Schreiben mit der Anfrage, wo die hundert Mark
' .Mtz iiii' -tr ÄcMe LTd'rTTr WsWL s AG ir RWd ucss - . J'S m ;r SS rfrj: S. MM-S,
t&Sfes?. fsl MW , , t MMMM fc XV Yv V' t;rffiffi&&c ' kWMWW-&w&jf'--j'' . MSMM? , - cwl50x. WMsN in. - f 5 fr H.mmS'. Z y !5 1 9 WT !'-cr . Y'i lTi? '".---tOfe.- v ; TCtHV 1s if vO sÄ"- "Tc:C'i4ti VÄ I 'V
j. I i wiFIyix T i ,-. . sl ' r"5C:35 1 s4 f,-! r v- J 9ü4f- tt!? u TiljtI! -LJjyjTy , fc ""'V'Sg"'5'' '"""'V? xgc i -s?-.-."5! -l
S-" mi J
o,ebliebcn seien."
Gesundheitspflege. DasThermometer a mKran leubett. Wenn Jemand ernstlich erkrankt, so lautet eine unserer ersten Fragen an seine Pfleger: Fiebert Unsere Besorgniß um einen Patienten wächst, wenn wir höien. daß sich Fie ber bei ihm eingestellt, oder das es von Neuem zugenommen habe. Mit Unruhe sehen wir , am Krankenlager der stacht entgegen, denn um diese Zeit pflegt die glebergluth am höchsten zu steigen, wäh-.end sie gegen Morgen mehr oder weniger nachlaßt. Allerdings kennen l?ir eine nicht geringe Zahl von Krankheiten, und daruter recht bösartige, die durchaus fieberlos verlaufen, ja, wo sogar die Eigenwärme herabgeset erscheint, wie z. B. in der Cholera; der bei einer noch größeren Zahl, leichter und schwerer,' hitziger und schleichender Krankheiten finden wir das Fieber als treuen Begleiter dec Krankheit, vom unschuldigen Schnupfen b zum tückischen Typhu? hinauf. Was verstehen wir unter Fieber? Das Wort stammt aus dem Lateinischen, febn, von krvo, ich glühe. Und in der That bildet die Hie neben d.'n meist gleichzeitig vorhandenen Zufällen: ve'rmehrlcr' Pulszahl, Kopfschmerz. Durst. Mangel an Eßlust, Mattigkeit, das hervorstechendste Zeichm des Fiebers. Alle diese Emnp. tome treten aber erst als Folge des Fiebers hervor, und diefes selbst besteht wesentlich in einer Störung der normalen Wärmercgulirung, wodurch Wärme im Uebermaß erzeugt, ihr Adsatz jedoch nvcrhältnißmäßig verringert wird. Schon beim einfachen Wechselfieber und nach kurzer Dauer desselben stellen fich nachteilige Folgen sür die Ernühruug ein. weil fchtimmere aber bei län ger anhaltenden entzündlichen, Eiterungs oser typhösen Fiebern, wo der Körper auf Hschofengluth geheizt ist, und fein eigenes Baumaterial als Brennstoff verbraucht. Temperatur steigcrung bis zu 33 Grad und 38,5 Grav Celfius können wir eine Ze'k lang ertragen. Bedenklicher stehts, wenn die Hitze 40 Grad erreicht. Darüber hinaus wird der Zustand äußerst bedrohlich, bei 42.5 Grad ist der Tod faj? unabwendbar. Wie geht das zu, daß hohe Blut warme aus unseren Organismus so feindselige Wirkungen ausübt? Warum erhöht sich unsere Angst um den ikranken mit jedem Zehntelgrad des eingelegten Thermometers, warum athmen wir auf, wenn wir uns 37 Grad der normalen Blutwärme, nähern? Beim Fieber verheizt sich der Uörper und giebt sich aus, wie ein Verschwender, dem keine neuen Einnahmen zufließen und der zulegt elend zu Grunde gclzt. Das fieberheiße Blut wirkt aber zugleich als heftiger Reiz auf den Herzmuskel und spornt ihn zu übermäßiger Arbeit; . i A fAw.li tAA 11 lm ft k tmt . V A
uuyci vit uiuuuiuic -otnuti;tuiiy uci Pillszahl. Die gesteigerte Herzthätig' keit bedingt wieder eine stärkere Aew'e gung der' Lungen. Während der ge junds Erwachsene in der Minute 12 18, das Kind 20, uud der Säugling 40 Mal Athem holtleistet der Fiebernde in derselben Zeit das Doppelte lnd mehr. Schließlich leidet auch die 'Verdauung und die Funktion des Gehors unter dem verderblichen Ewsluß des crhiktcn Blutes. Gelingt es Nicht, dem Fieder Einhalt zu gebieten, so aiird der Schiffbruch unvermeidlich. Als Galilei cin Thermometer erfand hatte er keine Ahnung von den weittra genden Folgen der Messung der mensche lichen Blutivärme aus die Entwickelung der Heilkunde. Die erste Idee von ihrer medizinischen Bedeutung erfaßte im vorigen Jahrhundert der große hollandizche 'Arzt Boerhave, die ersten Bersuche mit dem Thermometer am Kran kendett geschahen kurz daraus durch van Swieten und de Haen in der Wiener Mmik. Allein das kleine . Werkzeug konnte erst lange daranf im Krank:nzimmer sich einbürgern; seine Zeit kam. als die Anschauung von der Uederein stlmmung des physischen Lebens mit dem Verbrennungsprozeß 'bei den Aerzten in Fleisch und Blut gedrungen war. - Erst durch Traub: in Berlin, und Wunderlich in Leipzig wurde die ine thodizchc Unterzuchuna der Fuberkran tcn mittels der Warmemessung in die Medizin eingeführt. Seitdem ist das Thermometer das . unentbehrilchste Werkzeug in der Hand des Arztes ge worden. Dös Verhalten der Eigenwärme ist maßgebend sür den Verlauf und die Behandlung der fieberhaften Krankheiten, Zuverlässig kann aber die Wärme nur durch die Messung bestimmt werden. Denn das Gefühl der Hand gestattet nur ein oberflächliches Urtheil und ist oft recht trügerisch. Cm Blick auf den Stand des Thermometers. dagegen belehrt ' uns sofort über ' den der Zkrankhcit, über Gefahr und Hoss nung und enthüllt uns mehr, als stundenlanqcs Klagen und fragen. Das- ..: . n 4. 3.1 'S. .(ciuiuiiicicc : jciii iu um vta Fiebernden als Wahrsager im doppelten Sinne des Worts z als t Verkündcr der Zukunst und, treuer Berichterstatter der Gegenwart. : -r."'j! 1 -, ' -f. Daher soll das Thermometer in kci ner Hausapotheke sehlen. ,, Nehmen wir an, ein Kranker werde von Frost ergrissen;er klage über Kopfschmerz und Durst Hitze stellt sich ein. Wir legen das Instrument ltt jeme Achselhöhle: es zeiqt am Abend 38 Giao. , NoÄ können wii'ö abwarten. Allein cm nächsten Abend lesen, wir schon 33.5 nun ist nicht länger zu zögern, derArz miik'kommemKzs!' Allgemein i bedient man sich in de i Krankeilpflege jetzt des hunderttheiligcn 'Eelsiusschen Thermometer, dessen Quecksilberkuael, um sie moglichit vor dem Zutritt der abkühlenden Luft zu schützen, thunlichst tief und genau in der Achselhöble, unmittelbar an der Achselpulsader anliegend, eingeführt wird. Der Kranke mun. um das Tbcr I mometer in seinerStellung zu erhalten.
den Oberarm seitlich stark andrücken und den Unterarm quer über die Brust legen. Erst nach etwa 20 Minuten ist die Quecksilbersäule zu ihrer höchsten Höhe herangcstiegen. Nur die Gewißheit daß die Säule nicht, mehr steigt, mx leiht der Untersuchung ihren eigentlichen Werth. Beim Ablesen der Ziffer muß
man sein Augen in die Höhe des I Gipfelpunktes der 5-äule bringen; nest man von ode:: oder unten,' so kann man sich in beiden Fällen um mehrere Zehntelgrade täuschen. Eine zureichende Kenntniß vor dem Verlauf in der Entwickelung des Fiebcrs sichert man sich nur durch regelmäßiges Aufzeichnen der jedesmaligen Ziffer, wenigstens zwei Mal des Tages zu bestimmten Stunden, Morgens mrt Abends. Gebildete Familien können in diestr Beziehung durch treues Beodachten und Buchfuhren dem Arzt sehr unter die Arme greifen. Von selbst versteht es sich, daß der Kranke sich um feine Temperatur nicht zu kümmern hat. Eine arge Grausam keit aber wäre es. wollte man ihn durch die Kunde von einer bedeutenden Steigerung des Fiebers in Schrecken sehen ! Lieber einen Grad unterschlagen, falls er nach dem Fieberstand fragt. Es erübrigt noch, von der Anwendunz des Thermometers zur Messung der Luftwärme im Krankenzimmer zu sprechen. . Dbnn der Raum, in dem ein Kranker sich aufhält, bedarf nicht nur einer beständig reinen, sondern auch eiuer stets gleichmäßig erwiirmten Luft. Tj: Erfahrung hat gelehrt, daß in den meisten Fällen eine Zimmerwärme von 14 Grad Reaumur man kann sich sür die Messung der Stuben- und Badewasserwärme der Reaumurschen Gradeintheilung noch immer nicht entschlagen! gleich 17s Eelsius, Kranken am besten zusagt. Doch dürfte in Zuständen, wo die Athmungswcrkzcuge stärker ergriffen sind und bei heftigem Husten eine Erhöhung der Temperatur um 1 Grad angemessen sein. Kleine und alte Leute brauchen überhaupt mehr Wärme Z Zum cue Jahr. Es flieht das alte Jahr! Mit seinen' Sorgen Will uns das Hcut nicht die Ruh' mehr stören. Die Hoffnungen, sie gelten all' dem Morgen". Daß das Erfüllung möge uns befcheeren. Du bist dabin, du armes, altes Jahr, Nicht wird ein Röslein uns aus dir erblühen. Das, was in dir uns unvergeßlich war, Durch der Erinn'rung Nebel wird es glühml Der Neujahrötag !. Wie muthet er uns an So seltsam, so beängstigend vcrschwommen. Gewiß, das mag bei manchem' echten Mann Auch mit von dem Sylvcsterpunsche kommen Doch auch der Nüchterne fühlt sich bewegt Und ein Gefühl von Zweifel will nicht luciqjcn, i Denn zwischen die Vergangenheit sich legt Und zwischen Zukunft nur ein Fragezeichen! Das deutet stets die Schicksalsfrage an: Was wird das neue. )ch'ge Jahr uns oringen t Wird es dem Ziel, das Hoffnung uns ersann, Erfüllung geben und dem Thun Ge unaens Wie sonderbar! Was auch das- Jahr uns gab Und ob es, was- wir wünschten,, un geboten Wir legen es, steigt es dann auch in's Grab, Das neue feiernd, fröhlich zu. den Todten! Eine blutige Geschichte. Dienstmädchen: .Die Geschichte, ist ) och rech t graust g, wie ich's gern hab e ? " Eolporteur: Selbstverständlich; 'ch'n Sie hier, auf dcm cineu Heft ist ogar 'n Blutfleck!" , kUi: V ''- Berechtigte Forderung. A-jii, A iil!:!1-' Dame (welche die ganze Strecke mit :inem Bauern hat zusammenfahren m ü ssenÄ der per m a nen t i n der una ppe titlichsten Weise gefuttert hat auf der Station zum Schanner): ..Schaffner. können Sie mir nicht ne Eoupce an ;ntiKn ji;..5iichteffw?!!f ?N lchts ist schrecklicher für eine Frau, als einen Mann zu lieben, von dem sie weiß, daß er sie verachtet. Liebende sprechen meist nur von sich selbst; es ist die Poesie des Egoismus.
S- , -" 'i, i. ' " - ' rfj;'
' I ili r'jjcrs '. -j j "
Der Nomen ewer Schausplelerirk Vor wci Jahren erregte eine Zunge Schauspielerin, die sich 'Nuby Russell nannte, die Bewunderungder Männer Welt in London. Sie war entschieden talcntirt; sie war eine geborene Künst lerin; sie war ein aufgehmde? Stern". S AV flAI AaIa ,k,.,.. . fJt-
U3 uuu ciuyic vuuuiuiii i;vi vorrief, war nicht die Kunst, sondern die berückende Schönheit des jungen Mädchens, das kaum awtzchn Jahre zählte. Ruby Russell sollte für eine der leitenden Bühnen Londons cnga girt werden; sie stand in Untcrhandungen; der Eontract war ansg?fcrtiqt: der Thoaterdirector glaubte sie gewonneu zu haben; sie hatte nur noch das ngagement mit ihrer Unterschrift zu besiegeln, und dies blieb die schön? Ruby zu thun schuldig. Sie verschwand, und erst als die Zeitungen der Besorgniß Ausdruck gaben, daß sie einem Verbrechen zum Opfer gesüllen, langte c:n Brief von ihr ein. in dem sie kurz erklärte, daß sie der Kunstlcrlaufbahn entsagt habe und im Begriffe stehe, eine längere Erholungsreise" cnizutrcten. Diesen Entschluß führte Nub? Äufsel aus; sie reiste aber zu ihrer Erholung" nicht allein, sondern in Gemeinschaft mit einem jungen Arzt, Dr. Wooddurn Heron. einem ungewöhnlich schönen Manne, iu den sie. al!cm Anschein nach. sterblich verliebt war, und der chre Ge fühle zu erwidern schien. Sie begaben sich nach der Kapstadt, wo Dr. Heron über ein Jahr lang erfolgreich prak harte; sie lebten als Mann und rau,, und die Welt wußte es nicht anders. Vor einigen Monaten kehrten sie nach London zurück und mietheten sich da als Dr. und Mrs. H:ron in Lillie Road, Brompton. it. Ihr Zusam menleben war bis dahin ungetrübt; die Hauswltthm hielt sie für das glücklichste Ehepaar", das sie je ge sehen. An einem Abend ging sie aus. um cmige Einkäufe zu besorgen, und als sie zurückkehrte, war sie entset, ihr Haus von einer Menschenmenge umlagert zu finden und in der offenen Hausthüre einige Polnisteu zu sehen. Was war geschehen? Mrs. Heron lag im Sterben. Sie war unwohl gewescn; sie hatte den Tag über das Bett gehütet und war von argen Kopsschmcr zen geplagt. Als die Hauswirthin auk gegangen war und Dr. Heron feiner frnm" das Nachtmahl m s Zimmer brachte, fand er sie. wie er aussagte, ohnmächtig. Ihr Aussehen erschreckte ihn. Er zog die Klingel,, und a!s Nie mand kam und er sich allein im Hause fand, lief er auf die Straße und rief nach Hilfe. Ein Polizist war zur Stelle, er sandte ihn nach einem Arzt und stürzte, in das Haus zurück, das alsbald von einer neugierigen Menge belagert war, die von einem neuen Mord"' sprach. Ter zuerst herbei gerufene Arzt sandte nach noch zwei nderen Aerzten, und alle drei bemühten sich um. die Bewußtlose; vermochten aber nicht die eingetretene Ebbe des 2t bens aufzuhalten. Ruby Russell starb, als der junge Tag erwachte. Die Aerzte waren der Ansicht, es handle sich um ein Geschwür lm Gehirn, und machten ziemlich verschiedene Aussagen. Der Fall mnßte aber dem Todtcndeschaue? angezeigt werden, und dieser ordnete eine Untersuchung an. Dr. Heron war vom Schmerz, überwältigt und nicht zn trösten., Bei, den- ziemlich bestimmten Aussaaeni der Aerzte, daß. es sich um eine natürliche Todesursache handle, crwar tete Niemand eine sensationelle EntWickelung. . Man wußte auch nicht, daß die Verstorbene mit Raby Russell idcntisch sei, und- als das aus zwölf Geschworenen ' und' dem Todtenbeschauer bestchendeTodicngertcht zusammentrat, waren nur die Reporter anwesend, und das-grove, britische Publikum durch ein halbes Dutzend Unterthanen der Koniain vertreten. Es' war ja nichts los! Nur eine junge, glückliche Frau war plötzlich gestorben! Weiter nich ii 4.' That's all . Die Verhandlung beginnt. Dr. Heron ist als Zeuge vorgerufen und erscheint vom Gram gebeugt. Der amtliche Todtcnbeschauer räuspert sich, und kaum hat er die Lippen geöffnet, so vird der Fall interessant. , Es steckt mehr dahinter, als man glaubte. , Er fraat die Geschworenen, ' ob sie wäh rcnd der nächsten ' zwei Monate London mcht verlassen werden as verrath, daß die Todesursache durch die Sektion licht sichergestellt worden, daß das vernuthcte Geschwür im Gehirn nicht gefunden worden, da die Anatyze des Mageninhalts d:e Todesursache festste!len soll! Gift! Gift, was beiden Frau enmorden der letzten Zeit eine so große Rolle gespicli! Alles sieht Dr-. Heron nißtraursch an. , Die erste Frage, die ,er Richter an ihn richtet, erhöht: dieses Gefühl.' v ..WarenA Sie'lzerheirathei?-! y Ja." Wie alt sind Sie?" .)!eununzwanzig Jahre."-, : Ihre Frau ist gestorben?" Ja." PlötichZ" Ja." .Unter Umständen,' die eine Todtcnbeschiu erfor derlich machten?" Ja." Wann geschah das?" Vor,, achk Jahren." .Wo , Das , Frage- und Antwortspiel er gab, daß die Jury in Jamaika ein offenes Verdikt abgab, daß Dr. Heron, der dort seine ärztliche Praris begonnen, sofort abreiste und nach Amerika ging. von wo er vor drei Jahren nach England zurückkehrte. Dann kam das Verhältniß mit Ruby Russell, die Ree nach und, ton ,ArttQ; Warum blieb er nicht dort? Es er gab sich, daß Dr. Heron cme junge Verwandtem hatte, ein hübsches und steinreiches Mädchen, das er sobald es das 20. 1 ahr erreicht, einer qc:rKffenen FamUienvereinbarung gemäß, heira. hen sollte. Die Dame stand an der Schwelle des 20. Geburtstages, als Dr. 5cron siurückkebrte. um. wie er I sagte, das Verhältniß aufzulösen. Konnte er dies nicht brieflich thun?
Warum heZrathcie kr Kub? nicht, ihn beständig beschwor, es zu thun? Wie soll ich ohne sie leben!" richepU verzweifelt aus. als sie-in seinen Armen ihr Leben aushauchte. Sie mt ' titltfyl Alles! Ich kann ohne sie micht lebmZM Und doch fesselte er sie nicht vor denk''K Altar an sich, gab seine schöne PrarlöW in der Kapstadt auf und kehrte, nach London zurück, als fein Väschen den bcdcutunglLOllen 20. Geburtstag feiern , sollte. Er besuchte sie, er machte imsHc nur Anstalten, das Verhältniß zu lö'cn und that es doch nicht. War Ruby riscnüchtig?" fragte bit$i Nichter. Ja." Drehte sie $h.en?"'- . Ja." Womit?" Sie werde sich vergiften." Hatten Sie Gift Mf. Hause?" Nur etwas Morphium." Glauben Sie, daß sie davon äug?' ' nommen?" Ich weiß es nicht; ich kann es nicht fagen." llnd damit wurde die Verhandlung vertagt. f ES heißt nun. daß die schöne Ruby ' sich selbst vergiftet hat. im VolZ bewußt- i sein, daß der Verdacht auf ihren liebten fallen müsse, der sie, wie sie " " ' glaubte, verrathen hatte und seiner -Angelobten opfern wollte Sie wollte 1 sich so rächen; sie wußte, daß dic öffcntliche Meinung ict von Verdacht erfüLt 'iC ist. wenn es sich um solche Fälle han' . ! dclt. daß alle Momente gnadenlos gegen den Mann in die Wagschale p .;; worfcn werden, der GnmdhaUe. jich y'i einer ihm zur Last gewordenen Mßen Bürde zu entledigen. Der Galgen ' drohte ihm, und diese Rache war Rudy entschlossen, mit ihrem Leben zu crkau- . ' fen.. So sagten Dr. HcronS Freunde. , Wie aber, wenn er sie vergiftet hat? Verdächtig acnug sah die Sache aus, und Dr. Heron ist dem Verdacht txh gen. ehe er vor den Richter kam, Rublz M ist gerächt! . Von der Todten schau begab er sich in , ein Hotel, und dort snd man ihn gestcrn mit durchschnittcncnt Halse todt. ' Er lag. mit einem Polster unter der Brust 'auf dem Boden. Er hatte ein : ;; Waschbecken unter den Hals gestellt,, um das aussticßcnde Blut aufzufangen; dann durchschnitt er seine Kehle ) und als er. verblutete, schrieb er auf ein Blatt: Ich liebte nur. Ruby und hoffe bald' wieder mit' ihr' vcrrint zu sein! War er der Mörder Rubus oder das ' Opfer ihrer abgcscimtcn Rache? Wer- ; den die Beweise, die er zurückgelassen, ; Aufklärung geben? Fußpflege.
Angesichts' des Winters sei es uns gestattet, unsere werthen Leser auf die , , fen Punkt hinzuweisen, welcher das U gemein: Interesse beanspruchen darf. ,7 :'t Im Allgemeinen kann man die Behauptung ausstellen, daß alle diejenigen , , Personen, welche enge odcr'gar schlechte Stiefel das soll bekanntlich bei dem
schönen Geschlecht gar nicht,' so scltcn,H,K
sein tragen, in der kalten Jahreszeit
all kalten Füßen leiden werden. Wefe)4i Thatsache ist auch seh? einfach zu erklä ! ?
ren. . i ;;4
In unserem Körper 'und in ölleMWH
Gliedern desselben wird' nur: dannAK, Wärme vorhanden fein und sich gleich-, l l
mäßig vertheilen können, wenn der Blutumlauf ein ungchmdcrter da; ,' tu iii es aber criorderliD. dan kein ,1
Druck stattfindet, weil ein. solcher deMM
Zu- und Abfluzz dcs.Alukcs hemMt!!i
. ch a. 1 HT 4. -, i..1 !'!"" II',.,,
LrnriiTTi rif MiTiiTniaiirc m rr ü. .,;
1 1 jtw n n rnnnDF in tt 1 1? ' nr n r npF',: , r . ? i. . .. r- . -
Druck ist, und defo.:dcrs un den End.?M
" r "V. J " ;' . V ,! .'Jvüi. ü,.,!1!,11 '"illi'.l
theilen des Körpers, m welchen wegen der weiten Entfernung vom Herzen der Blutumlauf so-wie so schon iu seiner
Strömung , gemindert irnd wenigerM?(
Blut enthaltcnäst. j -'S$
Das trifft also tu? die vüfe- zu.,soSM
bald dieselben durch rnge SiicietincmWM' Druck von allen Seiten .iüuSMMf Wo aber die Blutwärmesehlt. 'dä,siel?'H!!kB
len sich als natürliche Folge laltcFüße,W ein. Daher sind bequeme Stiefel die erste Bedingung., um während der kal-tz
ten Jahreszeit warme ?ufze zu erhalten, ' und wer bequeme Stiesel trägt. wirt' schwerlich Frostbeulen, an den Füßen, bekommen, da.Frostbeulen nur in cn
gen Stiefeln entstehen. HMexist,cSj :;;.v;;.; für alle Personen,, welche der Beruh
einen groucn . ccj .agcs auf oie m:;:: Straße , fübrt, zweckmäßig. StiefsiZmit' doppelter Sohle und. mit weicher Füt
terung zu tragen, sobald die Anschaf. fung von Gummigaloschcn. aus irgend welchen Gründen nicht möglich sft: ' j ; Aber die Gebrüder Becneten", wie, per Berliner die Füße nennt, wollen, auch gepflegt sein und-müssen abgehär, tet werden,, und zwar durch Massage.' indem die. Füße, '.MNentlich die Fuß sohlen, täglich des Morgens und Abends, mit einem nassen Tuche tüchtig gerieben werden oder, durch, ein kurzdauerndes! kaltes tf&bad, nach welchem dieselben' bis zur Röthung. gerieben werden. W:? r - . . , . . r . t;.!t:.l iiTinti iPCT nifir . pi ttt nmr-rt vi nrpi nii n nrni täglich ausfüt,M U4 V 1 V7 .Viv ' . Whv . .m zeug trägt, wird bei feuchtkalter W:t' terün g oder, bei Frost schwerlich ü der' kalte Fuf;e sich beklagen können. . ' Das kalte FuLdad hat übrigens schoz.
Tiit rsnX2 rtrrtf! liAtlnlnffl -m. '
iHiluutuis;,; :'iijVM(V manuel Kant, als das sicherste Mittel, gegen, kalte- Fuße empfohlen. Statt des kalten Wägers und des TucheZ kann man auch Schnee als ReibungS. ftoss anwenden; wer aber geg kaltes. Wasser empfindlich ist. mag zunächst ein' warm alsdann mit l kaltem Wasser nachsoülen und schließlich die Füße trocken reiöc. Kalte Fußbäder sind namentlich o2rn Den jenigen, welcheHnB dem Kopfe leiden, dringend zu wider, rathen, denn durch ei kaltes Fußbad strömt das Blut nach dem Gehirn zu und kann so schlimme Zufälle, sctt Schlaganfälle hervorrufen. Ire i w illige Abhängig ' keit ist der schönste Zustand, usd wie- ,;
wäre der möglich ohne Liebe? Männ er lieben Älit den. Kopfe, und Frauen mit dim Herzen, i r
h
