Indiana Tribüne, Volume 16, Number 97, Indianapolis, Marion County, 25 December 1892 — Page 3

Das Brrlninlmilz.

c i Ücoaa ip ei ttrilutiota vr I. vo 23ta t Barnom. (5. Fortsetzung.) War ts wirklich nsr in der Ueber eilung geschehen? Nein, nein, die ErWitterung gegea seine Mutter blieb die selbe, troWem er mit so traurigem Tone gesagt: .Sie ist meine Mutter." -ja gerade deshalb haßte sie diese Frau 'um so keidenschastlicher. Wie hart mußte sie sein, daß die edle Leidensge stall des Sohne ohne jeden milbern den Einfluß auf ihren Charakter ae 'blieben war! Fühlte doch Ange täglich, fiundlich in ihrem Beisammensein, was sie seinem Einfluß' zu danken hatte. Wie eine wilde Blüme, die dem Wind und Wetter entzogen, sich zur edlen Blüthe entfaltet, tütnn sie in guten Boden verpflanzt wiro, so war für sie der tägliche Verkehr mit dem Grafen dieser gute Boden geworden. Obgleich Graf eonce nie dircct auf sie emzu wirken suchte, so wirkte er schon erzie herisch durch seine ganze Persönlichkeit, durch die gleichmäßige Nube und Heiterkeit. mir der er sein Gebrechen, seine Blindheit trug. So mz Ange war, so liebte er sie, so sollte sie bleiben; nur ihre zektweisen Schroffheiten suchte er mit leiser Hand zu glätten, wie man von einer lösili chen Blume das kleine Ungeziefer streift, das sie zu verunstalten droht. Störe ich? Hast Du Zeit für vztq'f war Gräfin Mary, welche schüchtern die rage stellte, als tte nach beendigtem Spiel durch das Palmen haus in der offenen Thür seines ZimrnerS erschien. Gewiß. Kebe Schwägerin, habe' ich Zeit für Tich," kaür Graf Leonce ihr entgegen, ohne daß man seiner Stimme die Erregung angehört, welche jeden Nerv feiner Seele in Bewegung ge bracht hatte und diesen Besuch als Störung empfinden ließ. .Aber ich unterbreche Deine Lcc iüre." .Turchaus nicht, wir können sie zu jeder anocreli Zeit wieder aufnehmen. , Ange verließ das Zimmer, und Graf öesnce war mit seiner Schwägerin al lein. Diese befand sich in tiefer Er regunz. Sie hatte seit dem Tode ih' res Kindes schwer unter dem despot!scheu Charakter ihres Gatten gelitten, jetzt wollte sie sich scheiden lassen und in den Schooß ihrer Kirche zurückkchren. Graf Leonce sollte ihr zur LiM sung ihrer Ehe behilflich sein, ihre Gründe, ihre Herzens und Glaubenskämpfe sowie diezen Entschluß ihrem Gatten übermitteln, nachdem sieTan -ner würde verlassen haben. Das war der Zweck ihres heutigen Vesuchs, den sie ihm stockend, nach Athem ringend, mittheilte, nachdem sie feiner Aufforderung gefolgt und auf dem Eckdivan neben ihm Plat geRommen hatte. Graf Leonce folgte tief erschüttert der unlogischen Darlegung ihrer Ge danken und Absichten und gelangte zu der traurigen Ueberzeugung, daß sei ner Schwägerm Geist doch wohl ge litten 'haben mußte. Er wollte ihre Ausregung beschwichtigen, sie wie ein krankes Kind mit sanftem 5Zulnruck veruyigcn, e ließ iyn aver dazu nicht kommen: der lang eingeengte Strom ihrer Gedanken durchbrach den Damm und schwoll zu einer Fluth an, für die es kein Halten gab. Suchst Du, subr sie athemlos fort, rote man die Sünde liebt, so liebte und fürchtete ich Älfons; wie man dem Teufel feine Seligkeit verschreibt, so opferte ich unsere Vereinigung dem Glauben meiner Kindheit.' Deshalb strafte mich Gott und nahm mir mein Kindk Ich kann ihn nur versöhnen, wenn ich mich von Alfons trenne. Er will an Gottes Strafgericht nicht glauben und nennt mich ein schwaches, verwirrtes Weib; 'auch der ttaplan. - - - , , VJ r ' 7 Deine Mutler nennen mich so, aber ich bin es nicht. Wenn ich verwirrt würd?, jo tragen sie die schuld daran. Du glaubst es mir nicht, aber es ist doch so." Und ihre Hände, welche bei ihren Worten das feine Battisttuch in nervö ser Unruhe zerrissen, faßten nach den seinen und klammerten sich zurchtlam, haltsuchcnd an ihn fest. Er strich beruhigend über ihre kalten, zitternden Hände. Meine arme Mary," sagte er, end lich zu Worte gekommen, ' schmerzlich ergrizsen, weshalb läßt Tu Dich verwirren, weshalb quälst Tu Dich und Alfons mit Borsieüungen von einem Strafgericht, die nur eine Ausgeburt Deiner erregten Phantasie sein können? Aist Du nur Gott -in Deinem Herzen treu geblieben, so wird er Dir nicht zürnen, daß Tu in Deiner Schwäche eine andere Form der Anbetung ge wählt hast. In welchem Tempel Tu ouch eine Stimme im Gebet erheben magst, immer wird der, Begriff Gottes in Teinem Herzen sein, sobald Du die Lehre Christi befolgst.', Keine' Kirche ' tax sich rühmen, allein den Weg hierzu ' weifen zu können, wie kein Priester die Macht, hak. Dich zu, entsündigen oder : Zu verdammen. Gehe den Weg der ,, Pflicht, welchen Dir Deine aus Liebe geicyionene ye mit einfach natürlicher "! rt.:i .-..:X-i : o.:: v ... cv f !:liU4iJWIi; VVivtvvi -CiUV Vlll JVt lust Deines Kindes nicht als Strafe, sondern als Prüfung überwinde Schwäche und Furcht und suche Alfonö , Äurch, Deinen reichen Schatz an Liebe ,! s:: J... V I ..f X. T-:.rrs.. , w i nr nri i i in in i i riiiv iid rw 'ii 0 v jja uwiiiuutu, uuu 111 UUUCiu -UUMC uch ZU Gott beten, welcher yonfefsion 1 Du auch angehören, bei welchem Prie ster Du Dein bekümmertes Herz durch die Beichte von' seiner Last befreien magst, ja wenn Du dies 'durch Dein Gebet in Deiner Kammer thust, denn Gott ist überall, die Form ist nicht der 3eist. der Geist aber allein ist Gott." Aber der Böse," wandte Gräfin Mary ein, ..der Kaplan schildert ihn so schrecklich, das, ich an Gott zweifeln Tncchie, der solch furchtbares Wesen nc &en sich oulcrt."

Die höchste Vollkommenheit. Gott, konnte niemals das Böse, den Teufel zeugen," erklärte Graf Leonce ernst, .ebensowenig wie die Wahrheit die Lüge, die Liebe den Haß. Gott schuf den Menschen und mit ihm den Kampf der Sinne gegen den Geist. Das; der Geist in diesem Kampfe nicht unter liege, vielmehr im ehrlichen Streit mit Begierden und Lcidenschasten als ge kräftigter Geist geläutert hervorgehe, das ist die hohe Bestimmung des Menschen. Graf Leonce hatte in dieser Zrklä rnng den Weg enthüllt, den er selbst Schritt für Schritt gegangen. Seine? milden Beredtjamteü gelang es, Mq zu beruhigen und zu trösten.

VI. Da? beabsichtigte Fest fand zur t5ni täuschung der jungen ilomtesse nicht statt. Unerwartete Geschäfte hatten Graf Alfons nach Münster gerufen. ! und Gräfin Mary war an einem kich ten nervösen Fieber erkrankt. Wieder Geist fein Gleichgewicht wieder bei ihr gefunden und alles Unklare ausgesto ßen. so verlangte auch der Körper, sich von der Ueberreizung zu befreien, in die ihn der kranke Geist gebracht, um auch hier eme Krisis zum Besserem herbeizuführen. In der jungen Gräfin Boudoir wa ' ren die blaßrolhen Vorhänge herabgelassen. (iin mattrs Licht lagerte i auf der steifen, altmodischen, wenn auch kostbaren Ausstattung des Ge wachs. In dem weißseidenen Himmelbett, in einem Reichthum von Battist und Spitzen lag das zarte Gesicht der Gräfin Mary, in dem die großen Kinderaugen sich sehnsüchtig nach den verhangenen Fenstern richteten. Hand!" Frau Gräfin wünschen?" Und das Kammermädchen, welches mit einem Strickzeug in bescheidener Entfernung im Hintergründe, des Zimmers faß. erhob sich und näherte sich der jungen Frau. Bitte, ziehen Sie die Fcnstervor hänge zurück.. Hariet befolgte den Beseht. Eine Fluth goldenen Sonnenlichts des hcl lcn Octobertages strahlte herein. Gräsin Mary lächelte beglückt. Wie da? wohl thut!" sagte sie aufathmend. Hat Sie der lange Schlaf erquickt, gnädige Frau?" Habe ich lange geschlafen?- fragte diese erstaunt. .Ja. volle dierundzwanzig Stirn den. nachdem das Fieber nachgelassen hatte." So wurde der Schlaf mein Netter. Ich könnte aufstehen, so wohl fühle ich mich. Ist mein Mann zurückgekehrt?" Ja, der Herr Graf kam gestern an." War er bei mir?" Nein, die gnädigste Frau Schwie gcrmutter wünschten es nicht." Die junge Frau spielte nervös mit den Spiken ihres Plumcaus und fragte nicht weiter. Hariet zog sich wieder in den Hintergrund zurück. Wenn sie. doch mit Alfons 'Tanner verlassen tonne! ' Neben ihrer Schwiegermutter war ihr die Anbahnung eines besseren Verständnisses mit ih' rem Gatten unmöglich gemacht. Ihr Muth entsank, müde schloß sie wieder die Augen. Wie sie so dalag in ihrem duftig weißen, mit echten Valencier SpiZen besetzten Nachtgewand, die blonden, goldigen Haare zu beiden Seiten in schwere Flechten zusammen genommen, das weiche Gesicht mit dem feinen schmalen Oval in den Kissen vergraben, hätte man sie eher für ein siebzehnjähriges Mädchen, als für eine Ausgangs der Zwanzig stehende Frai' halten können. ' 65 wurde an die Thür geklopft. Die lunge Gräfin hob den ftops empor. Tie Jungfer ging zu öffnen. Graf Alfons trat ein. Der Mann mit der eisernen Maske, wie ihn Marguerite in ihrem Ueber mukh nicht unrichtig gekennzeichnet, hatte sich demaskirt und zeigte ein be kümmerte und erregtes Gesicht. Sie streckte ihm zum Willkomm beide Hände entgegen. Ih führte sie an seine Lip pen. Ich wußte gar nicht, daß Tu krank bist, sonst hätte ich meine Geschäfte in Münster beschleunigt; ' meine Mutter schrieb' mir nichts davon;" entschuldigte . . f t t ....: s-i - r ... 11 nco, ourai leonce erluyr.lch txt, daß Du trank. Er holte mich von des Station ab." Dabei rollte er, sich -einen Sessel an ihre Sclte nd b?schicd die Jungfer, daß er mit seiner Frau ungestört blei den mochte. Tu sahst Leonce?" sagte sie leb haft, als Hariet das Zimmer verlassen hatte. Ja," sagte er und sah sie durch' dringend an. Das Blut schoß ihr' in's Gesicht, sie schlug die Augen nieder und sagte furchtsam: Du weißt alles?" ' Ja. und ich beklage es tief, daß Du mehr Vertrauen zu ihm als zu mir ge' habt hast Sie barg ihr Antlitz in ihre Hände, als erwarte sie einen Zornesausbruch, aber er kam nicht. Was auch in sei- : ner Seele vorgehen, ihn zur Heftigkeit zum Zorn Heraussordern mochte! Neue und Sorge behaupteten die Oberhand. Äie ernste Unterredung ' mit 1 seinem Bruder hatt? ihn gewaltig erschüttert, ihn wider Willen zur Einkehr in sich gezwungen, ihm , die gefährliche Tragweite seiner Schroffheit und Undulo samkeit seinem i Weibe gegenüber gezeigt, das mehr als jedes andere der Stütze, des liebevollen Zuspruchs de' durfte. Statt den Seelenzustand seiner Frau zu schonen, aus ihre Glaubenskämpfe gleichwie Graf Leonce klärend und be lehrend einzugehen, hatte er sich ihr durch diese entfremdet und sieden Hän den des KaplanS und seiner vorur theilsvollen, strengen Mutter überlassen. Mein Bruder hat mir ageS gesagt,"

fuhr Graf AlfonS fort, ich that Unrecht, von Dir das Opfer Deines Glaubens zu verlangen. Das sei aber zu meiner Rechtfertigung gesagt: hätte ich eine Ahnung gehabt, wie schwer Sie faltete bittend die Hände, tzs ist das alles alles meine Schuld, ich weiß es. Ich hatte mir meinen Ueber tritt leichter und es mir so schön gedacht, mit Dir in einem Tempel zu beten. Wenn Du mich darin besser verstanden, mir mehr Liebe gezeigt hättest, so wären diese Kämpfe, ich bin fest davon überzeugt, gar nicht gekom men." So bin ich es immer allein, den der Vorwurf trifft." sagte Graf Alfons bitter. Ja nein." stammelte sie, auch meine Schwachheit Aber das soll an ders werden, ich verspreche es Dir. Leonce hat mich über meinen Uebertritt damit beruhigt, daß es gleich sei, in welchem Tempel ich mein Gebet verrichte, welcher Priester über uns den Segen spricht, sobald ich nur den richtigen Begriff von Gott habe und meine zunächst liegenden Pflichten erfülle." Eine dunkle Wolke verfinsterte des Grafen Stirn. Ihre Antwort, so erfüllt von dem freigebigsten Einfluß seines Bruders. weckte in ihm sehr widerstreitende Empfindungen. Er hatte nach der Unterredung mit Leonce ge geglaubt, für solche Anschauungen geWonnen zu sein, der Schlange der Eifersucht den Kopf zertreten zu haben, und nun regte sie sich doch und brachte die herbe Antwort auf ,die Lippe: Der Einfluß Leonces aus Dich muß ein großer sein, daß diese einzige Ausspräche genügt, um Dir diese Beruhtgung zu geben." Ihr entging sein Argwohn, 'nicht aber seine "Gereiztheit. Sie war so gewohnt, durch ihre Bemerkung solche hervorzurufen, daß sie immer darauf gefaßt war. Ach. Alfons,, Leonce wußte so klar, so überzeugend zu sprechen! Er ist so edel, so gut!" Diese offene, unkluge Bewunderung verfinsterte die Wolke auf des Grafen Stirn noch mehr. Wirklich!" höhnteer. Sie fuhr zusammen. Eine jähe Röthe. stieg wieder in ihr blasses Ant litz. Er las darin Schuldbewußtsein. Mary" er umspannte in auflodernder Heftigkeit ihr Handgelenk, ge stehe es. sage es nur. Du liebst diesen edleu. guten Leonce!" Bei dieser rücksichtslosen Frage. va bunden mit dem eisernen Druck seiner Hand, schrie sie leise auf und rief außer sich: , .Das glaubst Du das kannst Du

glauben, der Du weißt, welche Opfer mir Dein Besitz, unsere Liebe gekostet! wissen mußt, wie Tu selbst an unserem Hochzeltstage die Bitte an mich gestellt, ich möchte Deinem unglücklichen Bruder Leonce eine gute Schwester werden. da Eure Familie ihm tu an geraub tem Gluck schulde?" Ja," sagte er, immer noch mcht überzeugt, und der Schritt vom Mitlad zur Liebe lst schnell getyan." Ihre vande druckten NÄ kramptbatt über ihre Brust zusammen. Alfons, sei gerecht, sei nicht so grausam. Tu verjünigst Dich an mir und an Leonce!" .Leonce! Jmmrr und immer wieder Leonce!" stieß Graf Alfons in semer leldenschaltlichen Verblendung zornig heraus. Einen Augenblick schien es. als hatte seiu. ungerechter Zorn ihr jeden Muth zum Widerstand genommen. Aber sie hatte Leonce gelobt, sich mit ihrem Mann zu versöhnen, offen und furchtlos mlt ,hm zu sprechen. Semer Ueberzeugung war es gelungen, sie mit I. . m'r mim amplen in NUye zu ormgen. Sollte dies, wenn sie in Sanftmuth und Geduld seinem Beispiele folgte, nicht auch bei ihrem Mann gelingen? Alfons," hob sie leise, beschwörend an, Tu weißt, wie ich Dich geliebt, wie der Verlust unseres Kindes mir jast das Leben gekostet.' Trotzdem lieVcst Tu mich m stumpfer Resignation neben Tir dahin leben, sprachst nie mals Deinen eigenen Kummer über den Verlust unseres Kindes aus, der uns dann sicherlich näher geführt, statt, wie es leider geschah, entfremdet hat." Diese Anklage traf zu. und die Er inncrung an. lein Kind' berührte eine Saite, welche Zorn und Eifersucht ent waffncte. Er ergriff ihre zarte Hand und drückte sie. Ja, er hatte gefehlt, schwer gefehlt durch seine Verschlossenheit und Harte, er durste sie nicht anklagen, wenn sie Trost und Beruhigung wo ' anders als bei ihm gesucht, der sie ihr, zu geben sich nie bemüht hatte. Sein Händcdruck ermuthigte sie, fortzufahren: Ich weiß, wie ich durch meinen Trübsinn, meine Schüchternheit Deine Geduld ermüdet, aber Teine Kälte und Ungeduld, verbesserte daran nichts. Ich mochte sie verdienen,, aber sie machten die Angst meines Herzens .noch schlimmer. Ich hatte Niemand, zu dem ich flüchten, mit dem ich mich aussprechen konnte. , Deine Mutter, der Kaplan, ja selbst Marguerite, und Fred behandelten mich wie eine Geisteskranke und vermehrten ! dadurch ! meine Unsicherheit und Furcht. , Wenn Du mir doch endlich helfen wolltest, diese zu überwinden! Gewiß, ich würde nicht bei Leonce Rath und Stütze suchen, sondern Dir allein mein Vertrauen schenken Bitte versuche es. habe Geduld mit mir und habe mich lieb!" 11 t 111 Er !warbczwung Bedarfst Du wirklich meiner, liebe Mary," fragte er und zog sie in seine Arme. Sehr, 0 sehr!"' und sie hob die sanften, sehnsüchtigen Augen zu ihm empor. Und Du bereust eö nicht, mein Weu? geworden zu sem? Zuweilen glaubte ich es, und das machte mich so unzugänglich." Ob ich eö bereue?" Sie drückte

den Kopf fest an seine Brust. .Nein,

jetzt nicht!" Jetzt nicht? Welche Antwort!" Muß. soll ich nicht wahr sein? Willst Du an meiner Liebe zweifeln. wenn ich gestehe, daß es Stunden ge , ? , . i !i . rr: geben, wo ich mich weit, weit von Dir aesebnt. weil Du mich so bilf und rathlos Deiner stolzen, strengen Mut ter üborlatseu" Solche Stunden sollen nicht wieder kehren, ich nehme Dich auf längere Zeit fort von hier." Das willst Tu?!" Sie jubelte beseeligt auf. Fort von den kalten, strengen Augen ihrer stol f zen Schwiegermutter! Jetzt durfte sie an Glück noch glauben. Harriet erschien und meldete, daß die gnädigste Frau Grafin den Herrn Grafen ersuche, in den Salon zu 10mmen, sie habe eine wichtige Angelegenheit mit ihm zu besprechen. . Gut, .sagen ie Frau Grasm, ich Tverde sofort erscheinen." Seme Frau eriante bittend seine Hände. Alrons. vergiß nicht, was Du Mir versprochen." Beruhige Dich, ich halte mem Versprechen." Auch, dann, wenn Deine Mutter dagegen ist?" fragte sie beklommen. Auch dann!" lächelte er. Ich habe eine feste Willenskraft." Ist es wahr," hielt sie ihn noch zurück, daß Deine Mutter bereits über Margucrites Hand verfügt hat; sie ist noch so zung." Das ist ne und sehr eigenwillig und deshalb zu allen möglichen Unübcrleatbeiten aeneiat. Mit ibrem Uebermuth kommt sie nur in Gefahr, .

entweder in die Hände eines routimrten macyie uno iyr zuweuen einen erstaunGlücksritters zu fallen oder gegen den icn Blick Marguerites eintrug, die den Willen meiner Mutter sich in irgend Winter auf Tanner entsetzlich öde sand.

einen obskuren Landjunker zu verlie-! . " den. Dem null meine Mutter durch ihre Verlobung mit unserem Vetter , Moor vorbeugen. Er ist ein vollendeter Eavalicr und wird gewiß Carriere . machen. Uno'Du stimmst dieser Wahl bei? n Sachen, bei denen meiner Mut ter die Hauptstimme zufüllt, enthalte ' :r ' n . s. r r.f ictj m!w. w:e Xu weint, lüwn aus Klugheit jeder Einmischung; sie würde doch nur mit einer Niederlage enden." j- rv- 4 i , l ? . stV t ma vusons lucyte jetzt leine cuittt auf. Du hast Tir Zelt genommen, meiner Aufforderung zu folgen. rügte die alte Gräfin, welche vor ihrem Schreib tych faß und einen Brief kouvertirte. Verzeih , Du weit, ich war bei meiner rau." feie sah überrascht auf. Ich dächte, das wäre kein Gruno, mich warten zu lassen. Im Ucbrigen, da wir bei Deiner Frau sind: ich hielt es für gerathen. Doktor .Langfeld zü konsultiren. Ich habe soeben an ihn geschrieben." Doktor Lana?eld. welcher die Anstalt für Nervenkranke hat?" fragte Graf Alfons mitznsammcngezogenenBrauen. Und lür meuie Frau?" Ganz richtig, für Deine Frau. Ich halte eö für das Beste, sie einige Zeit dort hinzugeben." Die Adern aur seiner Sum schwol len an. Du mußt fehr auf meine Berc:!Willigkeit, mich von meiner Frau zu trennen, gerechnet haben, liebe Mut ter, daß Du. ohne Tir vorerst meine Zustimmung zu sichern, diese Bestim mung getronen." Tu veramt, mem Sohn, daß Du verreist warst, als, Marys Zustand sich verschlimmate, und meine Pflicht als Mutter gebot mir, zu handeln. Der Brief ist jedoch noch nicht abgeschickt. denn ich wünschte. Dich vorher mit meiner Bestimmung bekannt zu machen." Ich danke Dir für diese Rücksicht." sagte Gras Alfons kühl höflich, die Absendnna kann mithin .unterbleiben. Ich freue mich, daß meine Frau dieser mütterlichen Fürsorge nicht bedarf. Ich nnde sie bei weitem wohlcr und auch heiter, so daß ich ihr den Borichlag gemacht. Mit ihr eine längerk Reise anzutreten." Ter Gräsin Hand sank schwer auf o:rjf.-f u,, irriJ tt. . :t ; yrt oie izllMuiic. Ill iqun kcoqii an, als habe sie ihn nicht recht ver standen. , Du willst mit Deiner Frau eine längere Reise unternehmen, und davon erfahre ich jetzt erst?" Liebe Mutter, dieser Entschluß , ist mir selbst überraschend trotzdem steht er fest." Mutter und Sohn maßen sich mit einem langen, langen Blick. Graf Alrons war kein zu unterschätzender Gegner. Was sollte sie thun? In Sachen, bei denen meiner Mutter die Hauptstimme zufällt, enthalte, ich mich schon aus Klugheit ieer EinMischung." hatte vor wenigen Minuten Gras Alsons zu seiner. Frau gejagt, sie würde dach nur. mit einer Niederläge endigen." ' Wie der Sohn, so dachte auch jetzt die alte Gräfin. , Mit fester Hand zerriß sie den Brief. So wäre dieser überflüssig," sagte sie kürz., ' , ? ß:WMsis 'l:-: Das ist er," gab Graf AlfonS zin Ich bedaure nur, liebe Mama. , daß Tu in Deiner allzu großen Fürsorge bereits an Dr.- Langfeld geschrieben, 3ch;:dnke:Di 1 Er ergriff ihre Hand und küßte sie. Beilaller 'ritterlichen Galanterie ihres Sohnes hatte sie doch ihren Meister ge fundene yüf' fMwmii Der Herbst hatte sein Ende erreicht. Auf der Haide war die duftige Erika längst abgeblüht und im wilden Spiel jageen sich die unfreundlichen Novembe'rstürme. - Die Tage wurden kürzer und kürzer. Der Winter hielt frühzeitig seinen Ein zug. Draußen siel der Schnee und legte sich auf die nackten Zweige der

Bäume, die unter der schweren Last zu brechen drohten. Ange stand am Fenster von Graf Leonces Zimmer, welcher mit seiner Mutter und Marguerite über Land

gqagien war, um nrn zciucy zu ma chen. Sie halte aus alter Gewohnheit zur Zeit ihrer Lesestunde sich in sein Zimmer begeben und blickte gedanken verloren hinaus in die winterliche Schueelandschaft, den Tanz der Flokken. Eine wvhlthuende Wärme durchströmte das Gemach. In dem offenen Kamin von weißem Marmor knisterten und knackten die großen Buchenscheite und eine klösterliche Stille herrschte im ganzen Schloß. Ihr war seltzam bange zu Muthe. wie suhlte sich als ein verlorenes Blatt, vom Sturme hinweqqetraaen. Sollte sie da den einzigen Freund, der diesem verwehten Blatt ein Heimathsgefühl gegeben, verlassen, weil sie unter den kalten, strengen Augen seiner Mutter nicht mehr frei zu athmen können glaubte und in steter Furcht lebte, sie möchte rücksichtslos das Band der der Freundschaft zerschneiden, das sich leise, unlösbar zwischen ihnen gewunden. Unter dieser Freundschaft verlor sich mehr und mehr die quälende Erinneruug an das schreckliche Vcrhängniß, an die kurze Blüthezeit einer Liebe, die ihr zu viel Enttäuschung und Demüthigung gebracht, um sie nicht empfänglich für die Neigung eines Mannes zu machen, der ihr' Selbstgefühl hob und aus dem entweihten Tempel ihres Her zcns alles auswies, was demselben sei nen Frieden zu rauben gedroht hatte. ir a war damit ihre alte Fröhlichkeit zurückgekehrt, die sie oft übermüthig . 't - n Alle frohen Erwartungen auf eine lueii - r. . . l - .11. W arnevalszeu in dünner yane im Herbst ein chiagansall ihrer Großmutter, deren rechte Seite ge lähmt. ein Ende gemacht, und wenn sich die Gräfin auch wieder so weit erholt hatte, um am Krückstock mit gcwohnter Energie vorwärts zu schreiten. fo waren doch immerhin ihre Kräfte sXikAd $&AtfA rnX &f i 4y rttieiner längeren Reise und gesellschaft lichen Strapazen niche gewachsen. Was Marguerite eine bittere Enttävschung war, konnte für Ange, nur erfreulich fein, da sie ja die Aussührung der geplanten Reise nach Müuster von ihrem gütigen Beschützer, dem Grasen Leonce. getrennt hätte. Und doch konnte sie sich mit dem Gedanken beschäftigen, Tanner zu verlassen? Sie preßte die' heiße Stirn gegen die kalten Scheiben und Thränen traten ihr in die Augen. Niedergeschlagen wandte sie sich von dem winterlichen Bilde ab und ließ sich in einen Sessel am Kamin fallen; sie vergrub das Ge sicht in die Hände und gab sich ihren Befürchtungen hin. Weshalb überkam sie jetzt oft in sei ner Nähe ein so seltsames Bangen, weshalb fühlte sie es fast wie ein Gebot der Pflicht, Tanner zu verlassen und damit sich und ihn gegen eine aufsteigende Gefahr zu schützen? Aber ach. der Weg der Pflicht ist so rauh und hat keinen anderen Horizont als den Tod," klagte sie. Wenn nur auf diesem beschwerlichen Meg ein grüner Pfad gezeigt wird, sollen wir ihn .nicht betreten und diese leichte, liebliche-Wanderung, die wohlthätige Ruhe, welche wir hierbei empfinden, uns nicht gewähren. Ich gehöre mir allein an. Niemand mächt sich mit mir zu schaffen; ich habe weder Vater noch ; Mutter, da führt mich das Schicksal mit einem Mann zusammen, , dezen Freundschaft mir alles, alles gegeben, was Vater, Mutter, Bruder hätten geden können und ich soll ihn fliehen? Blos weil die Furcht vor einem Unerklärlichen in Gegenwart der .Gräfin mich um alle Ueberlegtheit und Beson' nenhcit bringt. ' - Mit welchen spitzen Worten hatte sie nicht Graf Leonces Bitte, sie heule von der Partie sein zu lassen, zurückgewiesen? . Man pflegt bei einem Besuche seine Frennde nicht mit seiner G'eZellschastcrin zu belästigen," hatte sie erklärt, und er hatte dazu geschwiegen. Die Thränen drängten sich zwischen den Fingern durch.'Da fühlte sie sich leicht an's Knie qestoßen. Hektor war es, der vor dem Kamin :. gelegen. . Sie schlang ihre Arme um seinen zottigen Hals drückte ihre?' Wange an sein Fell und , tveinke bitterlich. ' .y-:A. Plötzlich machte sich Hektor mit einem Ruck frei und bellte freudig auf. Ange erhob sich und trocknete sich die Augen. Schritte näherten 'sich. . War es möglich. kam er fchon zurück? Der Hund stürzte ibr voran der Thür zu. , Sie eilte zu btin-f'-' i; : Ja. da stand die hohe Gestalt des Grafen in seinem Fuchspelz, über und über mit Schneeflocken besäet, ic jauchzte auf wie ein großes' Kind iund hätte sich beinahe in seine Arme geworfen' wenn " sie : t b ert c rt er t ern er f t , hätte, der ihm den Pelz abnahm.' Graf Leonce , trat ein und reichte ihr beide Hände entgegen, indeß Hektor ihn um iT( umwgmim4 : . am m$ 1 1 C l j C. tc-:: :jv: .-p ' ;;. Sj:.. ; , ,. ',. .z , - . , Ijjfj); .ji .;. J?Ni$t;wtt$ NiHt'erwaHt? HNein'"Age Hände nit ihren kleinen warmen an sich drückend. Haben Sie DotteuS nicht zu Haufe, getronen ?"AUWAMZ ÄlJaH ich habe meine Mutter und Marguerite ! nnrI hin s begleitet. Es war gar nicht meine Absicht, dort zu bleiben. "DWs'ZAVß Das ist herrlich ach, wenn Sie wüßten" Sie brach ab. Nun. Angelie, was sollich wissen?" ermuthigte er sie lächelnd. Ach, es ist besser, ich sage . das nicht!" ' Aber da kam sie schlecht an. Ihr freudiges Willkommen, die Winterlust, welche ihn erfrischt und beleb), das

traulich durHsärmte Gemacht die Gewißheit, ungeftört zu sein, alles wirkte zusammen, jede Ueberlegung und ZurückHaltung über den Haufen zu wer fen. Er erfaßte von Neuem ihre Hand, die sie ihm leise entzogen und scherzte: So entkommen Sie mir nicht, es muß gebeichtet werden! Still. Hektor," als dieser sich eifersüchtig zwischen ihn und Ange drättgen wollte, geh' auf deinen Platz!" Der Huiid gehorchte.' ?lnge versuchte, ibre Hand zu de freien, aber er hielt sie fest. Soll ich einmal wieder Gedankenleser sein?" fuhr er fort, als sie schwieg. Ange, werden Sie sich nie mals an meiner Mutter Härte gewöhnen? Habe ich Ihnen nicht osterklärt daß sie eine alte Frau ist, die in den Vorurtheilen ihres Standes grotz geworden, welche sich in ihrem Altex schwer bekämpfen lassen?" Ich weiß das aber " Ange. Sie b'ginnen immer Sätzi und vollenden sie nicht. Vergessen Sie nicht, daß dieses für einen Blinden. der sie nicht durch Blicke ergänzen kann, besonders hart ist." O, Sie sind ja ein so guler Eedankenleser!" wandte sie ein, und ach. wie oft täuschen uns Blicke!" Nicht bei Ihnen. Ange. Ich bin überzeugt, daß sie bei Ihnen kein Werkzeug der Koketterie sind. Wenn ich in Ihren Augen lesen könnte, ich würde 'viel eber den Muth zu einer Frage finden, die sich lange, lange schon auf meine Lippen gedrängt würde Ihnen gestehen, daß ich alle Vorzüge meiner Geburt, alle Vorurtheile meines Standes freudig der Hoffnung opfern würde, Ihr Herz, Ihre Liebe zu gewinnen!" Das war es,' was sie sich kaum einzugestehen wagte. Er warb um ihre Liebe er,- von dem sie die unüber steigliche Schranke adelsstolzer Vorurtheile trennte, er. der Sohn jener stolzen Frau, an deren kalte Augen sie nur mit einem leisen Schauder denken konnte.', Ter aufquellende Jubel, wel cher sich bei seinem Geständniß auf ihre Lippen drängen wollte, erstarrte bei diesem Gedanken. Und Ihre Mutter vergessen Sie Ihre Mutter?" rief sie in hervorbrechender Herzensangst und entzog ihm ihre zitternden Hände. Meine Mutter!" wiederholte er und ließ Hand und Stimme sinken. Sie hat viel, viel an mir g-t zu machen. Sie wissen, ihr Familienstolz entriß mir die Geliebte meiner Jugend, zwang uns zum Entsagen. Sie nahm den Schleier, mich aber packte die Verzweiflung. Ich wollte nicht leben, ich stürzte mich in den See ich wurde gerettet, um mein Leben hinfort als Blinder von Neuem zu beginnen! Alle stolzen Plane meiner Mutt mit mir wurden dadurch für.immer vernichtet, und wenn nicht, so wird sie nach jenem Vorgang es kaum wagen, mit rauher Hand noch einmal in' mein Schicksal einzugreifen, wenn Sie einwilligen, des armen Blinden Weib zu wnden." Ein Schauer des Entzückens durchrieselte Ange. Er, der Edle, begehrte sie zu seinem Weide! O, Graf Leonce." stammelte sie fassungslos, vergessen Sie denn, an wen Sie Ihre Werbung richten?" Nein! Ange. das vergesse ich nicht!" erwiederte er. fest, innig. Ich richte sie an das Weib, welches ich liebe, das mir über alles theuer geworden ist, und verlange nichts als Gegenliebe jene Liebe, die bereit ist, alle Unschuld und Rechtschassenheit alles für mich zu opfern, die sich an mich bindet in Wohl und Weh. ' im Leben und im Tod. Diese Gabe gebe ich und diese wünsche .ch als Gegengabe." 'Ange preßte die Hände gegen das Herz. O, wie anders klang dieses Bekenntniß. als die Liebcswerbung Feldheims. Er hatte sich in seiner Liebe nur berauschen wollen, weiter nichts; an ihre Seele hatte er nicht gedacht, sie mochte dabei zu Grunde gehen. Sie schweigen, Ange." sagte er bcunruhigt, traurig. Wie habe ich Ihr Verstummen zu deuten? Fürchten Sie das Opfer, welches das Leben an der Seite eines Blinden von Ihnen fordert?1 Das ging nun doch über ihre Kräfte.

Nem nein." nes. sie leidenschaftlich, as fürchte ich nicht!" , So fürchten Sie den Widerstand meiner Mütterß" Sie schwieg: besser, er glaubte dss Eine als das Andere. , Geben ohne Kampf meine Liebe auf?" .'" " ' Ohne jeden Kampf? O, wenn er ahnte, wie dieser ihre Seele zerriß. ; Ncml rief sie' außer sich. Ihre Liebe gebe ich nicht auf. Ich will sie hüten wie einen köstlichen Talisman, und Sie . sollen mir bleiben, was Sie mir diese ganzen Monate über gewesen: mein einziger, Mein bester, theuerster AreünbhJ :ii Unö wenn Marguerite ,, heirathet, wenn man Ihrer auf Tanner , nicht mehr bedarf? Dieser Zeitstunkt liegt Nicht so fern!")c . Weshalb sollte ich Nicht als Ihre Vorleserin auf Tanner bleiben können? Wenn Sie mich als solche zu behalten wuntchen, wurde sicherlich Ihre Mutter nlchts'dageenäbenKH (ortzetzung folgt.) ' , ;ffM'!l!jl;te ar'l'IV: K a f ern enbofblütb e. Unteröfsicier: Sie, Meier, auf Sie rrnfct auch, was der seliae Lcssina in seinem Wallcnftein" sagt : Und so ein Ron sah man niemals wieder r Schlagfertig. Er: Mein räulem. ich liebeSie wahnsinnia !"- Sie: Bitte, sprechen Sie mit mei nem Papa, der ist Irrenarzt !" Vorgebeugt. A.: Oeffnet Ihre Frau Ihre Briefe?" B.: Nein, denn ich habe eS ihr erlaubt." Aha! A.: .Nun. wie ist Ihr erster Ausritt verlaufen? B.: In, Sand!"

DaS Murpyy'Vrod

Wohl selten hat ein Amerikaner in Auslande so schnell bei Alt und JunF und unter allen Klassen der Bevölke' rung sich Ruf und Bekanntschaft er worden, als Herr Murphy. Vielleicht hört sogar mancher seiner Landsleutc von dem Manne bei dieser Gelegenheit zum ersten Male, und fragt erstaunt? Aber wer in aller Welt ist denn dieser Murphy? Won dem Manne habe ich ja noch gar nichts gehört!"ÄöeScomnMr Murphy. Mit hithr Nermunderuna käme er aber bei der Berliner Hökerfrau in der l?entrolmarktba!Ie da unten im Mittel Punkte des brausenden Verkehrs, am Bahnhos Alexanderplatz, dorl wo nc Neue Frtcdrichstraße mit der König straße zusammentttssen, schön an. . Elne aT nöirne. Wat. Männekcn? Sie sind woll nich von hier ? D?t Murrvieh-Brod is Ihnen lauter bohmsche Dörfer ? Na. da hört doch Wcns uf ! Tet kennt ja n . ... ? . r t mem unguer iqon 10 genau, oci er immer noch cene Stulle will, wo er vorz det olle preußische Brod blos eene ge prepelt hatte ! ?ka, über Ihnen aber ooch ! Det Murrvich-Brod hat ja aber ooch so jroße Ooien, wie so'n richtiger Cchwerzerlase, aber det auw Eness !" Und- da wendet sich unsere Freundin schon mit ihrem süßesten Lächeln zu einer vorbelpasurenderr Dame, welche mit kritischen Blicke? ihren Kram mustert : Man immer ran, schonstet Ma damken ! Sie wer'n mir doch nich vorbenehn i Det konnt ick ja bn Leibe nich verknusen. Und dieJören zu Haus: schreien nach .Brod ! Küken Sie doch man der. wie schon det Gemüte il ! Blumenkohl eene wahre Pracht l" Väckersunge. In demselben AugenbNF erschallt eine jugendlich helle -Stimme:' Ach, Mutter Packen, llrezen 'e nch man nich so uf! Se thun Za wahrhaftig so bramsia. wie Großkohk aus Kleen Pankow! Clct hab'n Se vielleicht den Mann mit'n Kohks geheirathet? Jratulirc!" und der Bäckerjunge denn ein solcher war es, und noch dazu einer, der auch Murphy -Brod au trägt mach! sich lachend rechtzeitig aus dem Staube, ehe ihn das Wursgeschoß aus der Hand der tiefgekränkten Hallendame in Gestalt einer handfesten. Kartoffel erreichen kann. Auf dem Spazierwege. M5M'ZM.'M5 jLjr-t'V ' '1 , jl '.VÄ.' 5oävv- -äA' 2?' 4r? V-r?rLU7&-jy 4 J7r&2 J?TrV-4. P jMmmm m"mmm . Li.jy.' At"TP ik lf'' Hüll 1" ' M ' Lieutenant: Gnädiges ' Froulem k s rrt A T nunr!Un Ts fühl I iJ:, N i n 'k ji.. -7 i , ' 7 , i ü, , .,.!!:!: ich langweilig geworden?" V- :- f''-- -'"'ft .'l'i'i' 1m''','i 1XX A A j 'ir! Vf ."Mi, ,., 1 , J'M : : 2 , ' - t m n tti v I 'lim r i ir i i' i ;i iiit na .11,. 1 II 1 ir ' ' U lilL U fcifc liUVIl lii' V W uf V :i, W ' &:wä1 kl amX V Vw. v,!. I7 -J ; ä i VU "a- V V f, i t - richtig gesagt, mein He, sehnt sich : für k. . nr n: j 1 " ÜCJl UUl.ilUHi4 HKJ lt :"": i V f "",iti .wr,,?qtt.m;Ä .:.,;..'i ' ;. ,, !ii!iiT,''ii!ii'i llufrl'chUcilQ fj r : i c ;', l o m m t :; ei ,,b a b i e : j cd e m m'er.anwescndenH Meerschaum - lligarrenspiyen" angeboten haben, nur mir nicht? Ich schzz Ihnen wohl zu gering aus?" Hau4 sirer: Zu gering nicht, lieber Herr aber zu gescheidt!"

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