Indiana Tribüne, Volume 16, Number 83, Indianapolis, Marion County, 11 December 1892 — Page 9

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Sonntags-Plauderei. . Es geschehen zuweilen wirklich ganz unerhörte Dinge. Fürchten sich denn die Monument-Commissare nicht vor dem Zorn der Soldschers"? Roch ist eigentlich der Streit wegen der Jahreszahlen am Monumente nicht vorbei, noch immer kommen anS den Reihen der großen Armee" Proteste gegen jene unglückseligen Zahlen, und nun beschließen die Kommissär gar noch auf den großen Bronzetaseln auch den Indianerkrieg zu verewigen, in dem Jndiana involvirt war. Na, das wird keinen schlechten Spektakel unter den Mitgliedern der großen Armee geben, welche der felsenfesten Ueberzeugung sind, daß eS niemals einen Krieg außer dem amettkanischenRebellionskrieg und niemals Soldaten außer den Bundessoldaten in jenem Kriege gegeben hat. Die Idee, einen Kampf mit Roihhautern zu verewigen, das ist ja ein reines Sakriley. Die Absicht wirkt suzgerirend. Die Commission, welche die Friedens und KriegSgruppen zu prüfen hatte, fand daß keines der eingereichten Modelle den amerikanischen Gedanken" waS immer daS sein nrag, zum Ausdruck brachte. Ich glaube ich habe jetzt die richtige Idee, wie man daS fertig bringen kann. Än der Friedensgruppe kann man ein Jndianerlager anbringen und zeigen, wie ein Jndianeragent die Rothäut beschummelt und in der Kriegsgruphe kann man eine Jndianerbande anbringen,' die den Agenten-skalpirt und die Ansicdlungen der Weißen niederbrennt. Schade, daß ich daran nicht früher gedacht habe, ich selber kann zwar nicht bildhauen", aber ich hatte mich mit einem Bildhauer in Vecbindunz setzen, ihm den Gedanken einblasen und halbpart mit ihm machen können. Daß der Gedanke amerikanisch" gewesen wäre, daS wäre doch nicht abzuleugnen gewesen. Da habe, ich nun wieder einmal mein Gluck verscherzt. Vor nicht ganz zwei Wochen kaufte ?, g. SayleS daS Gebäude No. 16 b. 2 R. Pennsylvania Str. für $30,000 kaufen, das (auter neue Ideen, neue

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und cineWche später verkaufte er t an Chs. Vecker für $35,000. ?cht frag ich irgend eine vernünftigen Menschen, ob es möglich ist, daß innerhalb des kurzen Zeitraums einer Woche ein solches Grundstück wirklich $5000 mehr werth werden kann, Ist das Ge-

bäude wirklich mehr werth, so kann es nur deshalb sein, weil sich vielleicht durch ein Hinaufschrauben der Miethei mehr herausschlagen laßt. Wenn so,-dann ist eö aber doch selbst dem Dümmsten einleuchtend, daß dieser Mehrwcrth aus den Taschen anderer Leute kommt, und wie lächerlich dumm eigentlich Verhältnisse sind, in denen Jemand ohne irgend welche eigcntliche Arbeit in einer einzigen Woche $5000 verdienen kann, bloß weil ein anderer Jemand glaubt, es ließen sich aus anderer Leute Haut mehr Riemen schneiden, als bisher geschnitten wurden. Und nun sage noch Jemand, daß Fleiß und Sparsamkeit die Mittel sind, reich zu werden. Das war ein ganz dummes Unter nehmen, die Musiker zu verhaften, die im Smpire Theater ein Konzert gaben. Bei solchen Unternehmungen sind keine Lorbeeren zu holen. Solche Konzessionen muß man dem Muckerthum nicht machen, zumal wenn man GroßstadtPrätensionen hat. WaS kann es Unschuldigeres geben, als ein Orchester-Konzert ? Verboten ist es ja nicht, auch wenn man eS nicht sacred concert nennt. Man muß also schon zu dem Gesetze Zuflucht nehmen, das Jemandem verbietet, am Sonntag seinem gewöhnlichen Berufe nachzugehen, und der ist bei unseren meisten Musikern nicht einmal die Mnsik. Will man denn den Leuten hier am Sonntag das Bischen Lebensfreude gar nicht gönnen ? Oder will man die öffentlichen Vergnügungen unterdrücken, damit die Leute zu geheimen Vergnügungen ihre Zuflucht nehmen müssen ? Was hierzulande im Namen der Frömmigkeit und guten Sitte gesündigt wird, oas geht schon über den Unverstand hinaus. Der Plauderer. - Die Zeugnisse, welche für Hood's Sarsaparilla veröffentlicht werden, sind so zuverlässig und vertrauenswürdig, als kämen sie von Ihren besten Freunden. Sie tnU halten einfach Thatsachen. ?M f I A 1

ist die Frage, die sich jetzt so Mancher vorlegt.

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Für die tjUksL ULl ' Waaren, und preise so niedrig , , !(''"""

Zpsarrer zzrattich's silberne Schuh fchnsttttt. 2uZ der Wochknjchrlst.Jür'Z au5'.)

Friedrich Flatrich war ein schwäbischer Dorspfarrer, der im vorigen Jahrhundert lebte und einen gar hellen Kops und praktisch? Verstand besaß. Mit unglaublich geringen Mitteln hat er eine große Familie erhalten; Vedürf nißlosigkelt! das war sein Zauberwort, und nach dem handelte und lehrte er. Einst bot ihm sein Herzog silberne Schnallen für seine Schuhe zum Geschenk an. Flattich aber dankte dasür : die nehme er nicht, denn sie kosteten ihn 2000 Gulden. .Aber Ihr sollt sie ja doch umsonst haben!" 9Iem, erwiderte der Pfarrer, . es bleibt dabei, sie kosten mich 2000 Gulden. Tenn seht, zu so schönen Schnallen gehören auch .schone Schuhe, und zu .den Schuhen schöne Strumpfe. Und wenn man unten so schön ist, muß man auch oben schon sein, alles muß geändert werden. Ist der Mann aber so schön, muß es die Frau auch sein, und wenn die Eltern schön sind, müssen die Kinder auch fein daher kommen. Und wenn die Leute so schön sind, so paßt's sich nicht, daß sie nur Kar, tofseln und Milch essen, kurz mein ganzes Haus muß um der Schnallendegen umgeändert werden, daS kostet mich 2000 Gulden: die hab' ich nicht, darnm dank' ich schön für die SchnalUn." Wem fallt bei der Logik deö wackeren Herrn nicht ein oder der cnber gute Freund ein (oder vielleicht ist man'S auch selbst gewesen), der anders und zwar weNiger klug gehandelt hat? Wie oft ist eine Kleinigkeit, die man geschenkt bekam oder billig kaufte, die Veranlassung zu Ausgaben gewesen, welche unS später sehr reuten. Man ziehe z. V. bei Besorgung von Geburtstags- und Hochzeitsgeschenken, sowie bei Ei''chtuna einer jungen Wirthschaft alle Verhältnisse in Erwagnng, i,-nd begründe cbcr weniger stylvoll, aber ohneCchulden und Sorgen den neuen Hausstand. Ich war eine junge Frau, wir lebten in sehr bescheidenen Verhältnissen, denn die Praris meines Mannes war noch klein. Da schenkte mir eine sehr reiche Verwandte zum Geburtstag einen ganz wunderschönen Umhang, der nun zu meinen übrigen Kleidungsstücken in keinem Verhältniß stand. S'att vernünftig zu sein, schämte ich mich dieser Einfachheit und sann Tag und Nacht, wie ich Geld zu einem schönen Anzug erwerben könne. Nach vielen mißglückten Versuchen benutzte ich endlich jede freie Minute am Tage und in der Nacht, um Stickereien anzufertigen. Endlich hatte ich es denn wenn auch nicht zu einem schönen Anzug so doch zu einer schönen Nervosität gebracht, die meinen Mann ganz besorgt machte. Naturlich litt auch her Haus? halt, und doch wuh3 mein Kapital gar langsam. Fast war der Sommer vor? über, da drohte hex Friede im HauS zu weichen; doch zur rechten Stunde ent, lockte mein Mann mir mein Geheimniß und sehte mir den Kopf zureHt, indem er mir E. Frommel's Beispiel vom o VV Tochter

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Mr die Schwester' tuette, einen Musikstand oder sonst sr iClt JL i0rtniffrtitta hti trht ttt itttfrnm

ILrllJLXfll u v l wie irgendwo. jedermann ist ' i ii i I, ' ' " ' ' " ' '" ' ' ''" ! . ' " '.'

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schwäbischen Salomo erzählte. Seitdem nehme ich dankbar an, was die reiche Tante mir schenkt, und in meinem Freun deskreise bin ich doch gern gesehen, wenn auch der ode? jener Theil eleganter ist als der andere. Neulich heirathete eine junge Bekannte. DaS erste Stück zur Aussteuer war ein herrlich geschnitztes Sofa mit Sesseln, das die Mutter preiswürdig, aber für die festgesetzte Ausstattungssumme doch zu theuer gekauft Katte. Natürlich paßten nun die erst bettimmten Kretonne-Gardi nen und der einfache Teppich nicht, und so entwickelte sich eins aus dem andern. Die Wohnung des Bräutigams sollte die des Ehepaares werden ; die neumodisch großen Möbel aber fanden keinen Raum, und so mußte er seine lieb gewordene verlassen. Der Contr'akt war noch nicht abgelaufen, und so gab es Aerger und Sorge vom Anfang; daher mußten, wenn die Hochzeit nicht lange verschoben werden sollte. Rechnungen stehen bleiben. Ein SKrank, der dem jungen Mann ein Heittgthum war, denn seine Eltern hatten dann Familienkleinode und die Hausbibel verwahrt, mußte, statt wie er gedacht, in die Wohnstube, in die Speisekämm nestellt werden. Aus Anlak

! jenes preiswürdigen Sofas gab es unj zähZige Thränen, stille Seufzer und wohl gar auch schon b'.ttere Worte indem jungen Eheglück. Ob nun jene Mutter beim Anschauen all dieser Pracht so rf . 9 MW m m 2 ' giuZily ljk, wie t es Zttü wurde, wenn sie zur.Zeit an Pfarrer Flattich's silberne Schnallen gedacht hätte? ElSbeth. Katarrh kann incM kurirt werden durch locale Applikationen, da sie den Sitz der Krankheit nicht erreichen können. Katarrh ist eine Blut- oder Con-stitutions-Krankheit, und um sie zu heilen, müßt Ihr innerliche Heilmittel nehmen. Hall's KatarrhKur wird eingenommen und wirkt direkt auf das Blut und die schleimige Oberfläche. Hall's Katarrh-Kur ist keine Quackfalder Medizin. Sie wurde seit Jahren von einem der besten Aerzte dieses Landes verordnet und ist ein regelmäßiges Recept. - Sie besteht auS den besten bekannten Tonics, verbunden mit den besten Blutreinigungsmitteln, die direct auf die Schleimoberfläche wirken. Die vollkommene Verbindung der zwei Bestandtheile ist es, was solch wundervolle Stesultate bei der Heilung von Katarrh hervorbringt. Laßt Euch Zeugnisse umsonst schicken. ft. I. E h e n e y & E o., Eigenth., Toledo, O. Verkauft von Apothekern, Preis 75 C. , Herr Ernst A. Herrmann wird lich freuen, seine Freunde und alten Kunden, welche Schmucksachen, Uhren 55. kaufen wollen, im Geschäfte von H. 5. Schergens, 151 Ost Washington Str., bedienen zu dürfen. Kaufe Mucho'S Best Havanna CiaarS." o s0 jy 00 ( y js

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