Indiana Tribüne, Volume 16, Number 83, Indianapolis, Marion County, 11 December 1892 — Page 2
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WahrenS öt VorfteUuttK ätftor den. Im Michaeltheater zu C. PeterZ' . ?J I t . W. ff: "y(k sK-"'it. . . ' Ä h?r &l iflilS rmV der KalMlchm Theat P. M. Swo'WWL.'Ä 5Ü!K ng. whlte r sich uumvoi. INi,q,VS liD KOOiU UOKOCIH !M't und Mhrt. auch leine .ll. ?AUt.r ffihS Wrf.- wS;"!" I5a r?n JSi J? wch nach c mr enectvollen Stelle J Of-i. : i i I . iuiiiC er uraintnrn 5S iuar xim vuwi, ifcvut4 vutyüUüw, zu. ÄZettung des Bräutigams seiner Tochter l Geld nöthig hat, mit einem Packet nach Hause kommt, das er im Flur w K. x;. ; vs3 OK.f- w,,.. J 4 V t V I V V M I Vf V W4-1 I VM I Ewliczmd 60,000 Rubel' befindet. , Das Packct baltkn mei .Svmacher. iie ObrschnwZ Eclbnoth frnrn utib f nen W maästn tonflpn. ifim i absichtlich m dm Weg gelegt. Er wird nach dem. Funde fast verrückt vor Freude. Ter dritte Theil des Geldes, izt ihm nun gesetzlich zukommt, wird ja vollständig ausreichen, um seine Familie zu retten, um ihr auf Jahre hin aus eine glückliche Existenz zu sichern! In der größten Aufregung kommt er ach Hause. Er lacht, er ist aufge räumt, er kann sich vor Freude kaum halten, er nimmt eine gehcimnißvolle Miene an. Seine Töchter, der zuZünftige Schwiegersohn begreifen ihn nicht, werden sogar ängstlich schließ lich erklart er. um was es sich handelt, Holt das Packet heraus und beginnt es mit feierlichem, verklärtem Gesicht zu öffnen. Er sucht das Aeld darin, er sucht mit wachsender Erregung nach den Kreditscheinen, findet jedoch nur Zeitungs blätter: da fällt ein Fetzen aus dem Packet zur Erde. Ter Bräutigam seiner Tochter hebt das Zcttelchen auf und liest: Jage fremdem Gut nicht nach!" Mfo ein WH bloß, ein alberner. muß das Geld irgendwie aus dem Packet verloren haben, er wankt bleich, entsetzlich enttäuscht, hinaus, um es zu suchen. Swobodin führte diese Scene wunderbar durch: ohne Pathos, wahr bis zur vollsten Illusion. Als er hin ausging, stürzte er über die Schwelle lfm.' Nach dem Stück war das nicht nöthig: seine Töchter eilen ihm nach, man M nach dem Arzt rufen. Ter Vorhang füllt. Das Publikum klatscht stürmisch Bei fall. Swobodin kommt erst mit den be de Schauspielerinnen, dann allein heraus und bedankt sich. Es folgt der Zwischenakt: die Musik spielt. Vor Beginn des letzten Aktes tritt ein Theaterbeamter vor die Rampe und erklart, daß in Folge der plötzlichen Er krankung Swododins die Rolle des Qbrsfchonow ein Anderer spielen wird. Tas Publikum erwartet ruhig die Fort setzung der Vorstellung, überzeugt, daß Herr Swobodin erkrankt ist. Thatsäch lich aber war er schon gestorben. Nach seiner Garderobe zurückgekehrt, griff er sich plötzlich an den Hals und stürzte mit dem Rufe: Reißen Sie den Kra gen auf! Ich ersticke!" zusammen. Ter Arzt war sofort zu? Stelle und konnte nur feststellen, daß Swobodin gestorben sei. Aber das Stück wird fortgesetzt, das Publikum braucht ja vom Tode des Künstlers nichts zu wissen. Ein anderer Schauspieler mit dem Heft in der Hand tritt an Swobodin's Stelle auf und liest die Rolle. Tas Publikum lacht. Die 'Schauspieler und Schauspielerinnen können ihre Thränen kaum verbergen. Pe kehren dem Publikum den Rücken. Das Publikum ist m der besten, aufgeräumtesten Laune, es lacht und witzelt über die unerwartete Thca tervrsbe. die man ihm darbringt. Im Zwifchenakt nach dem fünften Akt erfuhr man im Publikum von dem Tode Swobodin's. Das Orchester stimmte jedoch irgend eine Polka an, nach welr !" !. - . JTt ser ern iua es q?errn rncoiiiaj qc spielt werden sollte. Das Publikum beginLt zu zischen, immer lauter und lauter. Tas rseuer ipieu rmmer weiter. Aushören! Aufhören! Ge meinheit!" schreit man aus den Logen. aus dnn Parterre. Die Polka aber Iiort nicht 'auf, sie wird nur immer lei ser: oftcnbar kommt die Musik auch den Musikanten skandalös vor. Tas Pudlikum beginnt zu zischen, zu schreien mit den Stühlen zu lärmen, man ruft nach dem Direktor. Aber der läßt sich wohlweislich nicht -blicken. T Polka hört nicht auf....... Scheuch dräng sich das Publikum empört unter den Klängen der Polla aus dem Theater und bricht damit selbst die Vorstellung ad Gegen 12 Uhr Nachts wurde die Leiche Swobodins m seine Wohnuna gebracht. Na im. ;in Schnorrer der eine Zehr hohe Protection hinker sich dat. erhält von .einem reichen Bankier 300 fl. für eine Badereise zur HcrsteZluna semer Gesundheit. Verzechn Se. Herr BarFl?leben". sagt der Schnorrer, aber 300 jl. it zzu wenig ich brauche mindestens 50 fl.!- - Aber da hört doch die Gemüthlichkeit auf", ruzt der Bazuicr entrüstet,.können Sie den Ihre Badereise nicht . ... ..c. r?rr: onst fr .. emriazien, uß, uu?-kommen?-Verzeih Se. Herr Baronleben, aber für meine Gclundhett mir nix zu theuer r Nomen et oisE Mulle? Nun. Herr Meyer, was sollen des Ihre drei Söhne werden?- Meyer fa. ieken's. Herr Müller, ich habe dacht, sie sollten nach ihrem 'Namen einen Beiuf ergreifen. Da ist der Woli'aana. der wird in Jäger: der Zweite. Gotilieb, der hat Gott lleb. ist sonst auch kwg uno soll ein Pfarrer werden; der Uitte; das ist der Philipp. der hlt'ö Bieh :er wird ein Land virth' "'; " . MWZZ Im Geschichtsunterricht. ÄvaS tzaken oie Germanen in lgrer Jugend, um sich abzuhärten?" Sie tba'tcn keine Sckule besuchen." ",
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Slllerseele ööt Golden? Hörü., . Keeerinnnunkkn ve W-iZgan VrachVAger. " UCrilUlUCU UlUlMt UM. Ulltw Höfe besucht, dm herrlichen CesZenwald von Skutari. die Todtentelder von ft unbeschreiblichen Aus. s vr cirt..t.:ii t,n v: InS. IX , (EAtnä ' '..mK i fV. UVltt .UfclttW V 3M VLWMnehm; aber auch der folgende Tag. Ällerseelen. sollte nach guter hei- . en Todten gewidmet lieber Sitte den Todten gewidmet t . . . . , , . r-n .,.f , 1 fliTi liTir niTü mBTr in wnnifriniiiir! n ßAmifrirtlMt iex. wlerrgien. Die ganze lamttuche . W'lwnsch. J t durchtränkt mt WMumz das sterben chemt für den Moslem r. U4"" w..,. , -, r t schrecken zu haben. ,em Leben , i i' ""' 2 - " iuwiw trachten, als ein nicht gerade sehr er freulicher Uebergang, der' nun einmal i-!vAio-rrtn& rrnhT m ff? .n rt Ai durckaemacdt werden muk. denn es steht geschrieben, daß Niemandem etwas begegnen könne, was nicht von Ewigkelt her vorausbestimmt, daß Niemand dem. was für ihn vorgesehen, zu ent gehen oder an feinem Schicksale auch nur das Geringste zu ändern "vermöge. Wer durch die Pforten des Todes gegangen ist. darf glücklich gepriesen wer den. denn der Gerechte wird für seinen Aufenthalt in diesem irdischen Jammerthäte durch endlose Genüsse entschädigt werden: Jungfrauen mit keuschen Blicken und großen schwarzen Augen, so da gleichen verdeckten Eiern des Straußes" verspricht die 37. Sure des Korans den aufrichtigen Dienern Gottes. Tie Gefährten des Paradieses werden nur qanz der Lust und
Wonne leben und sie und ihre Frauen Sultan, Sultan Ibrahims Mutter, in schatttnreichen Gefilden auf herrli- t Hter dem Scraskierthurme. auf chen Polsterkmen ruhen. Tie schönsten em einst Moltke als junger HanptFruchte und Alles, was sie nur wun- mam Wm Studien zu 'dem ersten schen. tollen sie dort haben." Moham Stadtplan von Konstantinopcl gemacht
wen w UK du ywi des Koran", die Mohammedaner aber ni.. wnrnn i i im s nn 1 rn rn isinrr ti iw - pflegen sie den Sterbenden in den letzten Zügen vorzulesen. Der gläubige Moslem betrauert da her den Verstorbenen nur wenig und geht auch der Erinnerung an den Tod nirgends aus dem Wege, im Gegeütheile, dieselbe flicht sich überall durch das frisch pulsirende Leben. Die Friedhöfe bilden weit eher einen Erholungsort. als eine Stätte der Betrüb niß; wenn schönes Wetter ist, kann man nämlich am Freitag Nachmittag l" :rjL rv ' w:. w ganze mniicyc brummen aus dk zzxrieo Hofe ziehen sehen, wo sie dann auf und ab den Arabern ihrer Anachöriaen tri?, vrttlrfi, i4iVfiv ipkil, 'IU,H. tli4Vtt, lUlllllt, Ulour(tl ind lachen und es fehlt eigentlich nur f. nit eine lusnge lecymuur unter den viel hundertjährigen, mächtigen Cyprcsscn, um den Begnss eines türkischen Con certgartens zn vervollständigen. In den Städten selbst aber ist Leben und Tod auch nicht so streng geschieden. ine bei uns im Abcndlande, io ragt in Konstantinopcl allerwegen an den ver ehrsmchsten Punkten, womöglich an Ccken und Plätzen, ein zierlicher Kiosk, meist ein anmuthiger Bau mit verool detem Tach, monumentalem Thorbogen und schön gearbeitetem schmiedeeisernen Gitter, m welchem gewöhnlkch Barockelemente mit sarazenischen Arabesken verschmolzen sind das sind Sultansgräber, sogenannte Turben; oder mitten zwischen den Häusern einer belebten Strafe lugt tm grüner Zwickel heraus, den man zuerst wohl für ein fchattiges Gärtchen oder für ein Stuckchen o statt licher Anlage hält, den jedoch bei nähe rem Hinschauen einige eingesunkene Gräber, ein paar umgestürzte oder ge brochene Leichensteine und hochragende Cyprenen als einen kleinen Begräbnis' platz kennzeichnen, wie sie zu Hunderten durch ganz Stambul zerstreut sind. Ucberall vertheilt haben sich die Sul tane begraben laffen, am liebsten allerdings im Schatten der von ihnen er bauten Moschee. Ihre Turben sind Heiligtümer, welche von den Türken gern besucht werden: besonders wall jähren die Gläubigen in den Ramasan ächten und in den sieben heiligen Nächten des Islam maffenhaft zu den Mausoleen ihrer verstorbenen Herrscher, um an ihrem Sanduk eine Fatiha. das beißt die erste Koransure, zu beten. Auch für die Fremden ist der Besuch dieser Turben. namentlich' der älteren, die zum Theil kleine Wunder osmani scher Baukunst, morgenkändischer Pracht und morgenländischen Geschmackes sind, lohnend: da sie jedoch in ihrer inneren Anordnung völlig übereinstimmen, so genügt esj die berühmtesten, nämlich diejenigen Achmeds k., Suleimans des Großen und Mahmuds des Reformers gesehen zu haben. Wenn man, vom Marmarameer kommend, durch den Bosporus in Constantinopel einfährt, so fällt sofsrt ein marmorbllnkender Bau ins Auge, welcher, umgeben von sechs schlanken Mi, nareths, aus seiner Höhe ganz Stambul beherrscht und neben dem selbst die weltberühmte Kuppel der benachbarten Agia Sophia zur Unscheinbarkeit zu. sammenschrumpft, so daß er auch im ersten Augenblick von den Meisten für das gewaltige Riesenwerk Juftinians gehalten wird; das' ist die Moschee Ach. medije, welche Achmed der Erste in den erstes Jahren des 17. Jahrhunderts auf den ungeheueren Fundamenten und aus dem herrlichen Material des alten byzanUnNchen Kaifcrpalastes er baut hat. Im Garten neben der Mofchce erhebt sich zwischen schattigen Bäumen ein viereckiges Mausoleum mit., lustiger Vorhalle und kapellenartigcm Nebenraum, überragt von einer auf acht Spibogen ruhenden Kuppel., welche mit nicäischen Fayencen, kost, baren Erzeugniffeu altiürkischer Kcra mik. bekleidet ist. , Wie erwäbnt, ist die innere Anord-, nung der Turben stets die nämliche: Tie Wände sind meist mit Fayencen bedeckt, von der Decke hängen metallene H' :ara5tn von abknieukrlichslkr ZZokw
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lhcrnieder. welche jedm Melld ange jUaV 'r0 - rSitt tittX in ffV) Wfi H-rtirnS werden, und in der Mitte des Raum! stehen auf dem bäufjg kunstvoll gearbei teten, aber stets mit Strohmatten belegten Mosaikboden die Sanuks. Katäfalke, welche mit goZd- und silberdurchwirkten Stoffen und indischen Shawks behängt sind und unter denen die in der Turbe Beigesetzten in unterirdischen Gewölben ruhen. Die großen Sanduks. welche von schweren, mit -"V .V". i1'""' ""' ff " muiuotti uingcoui uuo von loionuieii Wachskerzen in silbernen Leuchtern um standen sind, aebören den Sultanen rt ,? e:rtWim ! " v"'bUkUl " sprüche und Daten aus dem Leben der betreffenden Herrscher in Silber gestickt und hat der Letztere bei Lebzeiten mit eigener Hand den Koran abgeschrieben. so ruht meies (remchlar m einer mit t - Perlmutter ausgelegten Lade zu seiner aupicn. -AjK 'cannerMge nnv ourcy einen weißen Muslinturban kenntlich ge macht, der bei emem Sultan noch mit prächtiger Brillantagraffe und einem rjf.A (0.:Cl..;4. r .X jl i rj. schwarzen Reiherbufch geschmückt ist die Neutürken freilich begnügen sich mit dem einfachen rothen Fez. der auch auf den Friedhnfgräbern dm früher übU i chen in Stein gehauenen oder in Holz ' geschnitzten Turban fast ganz verdrängt ' hat. Die kleineren nd schmucklosen ! warge neben dem des wultans bergen die Ueberreste seiner Gemahlinnen, Kin der und Geschwister, und ring herum gruppircn sich in den neuesten Turbcn noch Dutzende von ganz kleinen San- , duks als schweigende und doch gar be redte Ankläger. . In der Turbe Achmeds Z. ruhen außer diesem noch die Sultane Qsman 11. und Murad IV.. ferner eine Anzahl Prinzen und Prinzessinnen und die Gemahlin Ackmeos. Mabveiker hat, liegt die Suleimanijc.Moschee, m . ix.- : ... rf - - a v . 3 rcciaic. 1111 Au iruae uieimun? oes Prächtigen von dem berühmten türkischen Baumeister. Sinan, um die Mitte des 16. JahrhunderS errichtet, für das Werk sarazenischer Baukunst im eure paischen Türkenreich gilt. Auch Suleiman hat seine Turbe im Bostan, dem Garten seiner Moschee, zwischen Gebüsch und schattigen Bäumen, ein unvergleichliches Meisterwerk osmanischer Architektur, und ein eigenes Gefühl beschkeicht den Abendländer, wenn er den seierlich beleuchteten Raum betritt, denn, der hier ewigen Schlaf schläft, ist jener gewaltiges Soliman, den Theodor Körner in seinem Zrinv ausrufen läßt: .Die Welt soll's wissen, daß der Löw' stirbt. Und Wien soll ihm als Todesfacke. dienen." Es ist der größte Herrscher aus -dem Hause Osmans. der Sieger von Mohacs. der Eroberer Ungarns, der. Belagerer von Wien, der die Schrecken des Halbmonds in's Herz Europas getragen hat und schließlich erst vor Szigeth vom Tode überwunden worden ist. Galerien von Ccdernholz. mit Perlmutter aus gelegt, umgeben den Sarg, . kostbare Exemplare des Koran liegen, auf den PuUen und schöne Teppiche verhüllen den Fußboden. Außer Suleiman l. sind hier Suleiman 1l. und Achmed tt. bestattet, .während des großen Sultans LieblingsgemahUn, die ehrgeizige ChurremRorolane, in einem eigenen, dieser Turbe benachbarten Mausoleum Ruh" gefunden hat. Noch eine Turbe suchen wir auf. ein achteckiges Gebäude ganz aus weißem Marmor mit sieben hohen Fenstern., welche durch vergoldete Gitter geschützt sind. Sie liegt zwischen der Agia Sophia und dem großm Bazar an der großen Straße Divan Joli und beherbergt die sterblichen Ueberrcstc Mahmuds tes Reformers und seines unglücklichen Sohnes Abd-ul-Azis. Hier sindcn wir zum ersten Male statt des alttürkischen TurbanS den modernen Fez mit Diamantagraffe und Reiher feder am Kopfende der Sanduks aufgesteckt: der Fez ist das Zeichen der Reform und der auf Sultan Mahmuds Sarge erzählt uns eine schreckliche, blutige Geschichte: Das Ende der Janitschare. Sultan Mahmud hatte eingesehen, daß die uralte Truppe welche Jahrhunderte lang alle von den OSmanen gelieferten Schlachten zum Siege entschieden hatte, den Anforderungen der Zeit nicht mehr entsprach, und suchte demgemäß Neuerungen einzuführen, M welchem Zwecke er egyptisch Jnstruktionsmelster anstellte. Die Janitscharen. welche seit Basasid seden Herrscher in setner Herrschast bedroht und die Dultane ganz nach Belieben ein- und abgesetzt, eingekerkert und umgebracht hatten, und deren zügellose Frechheit an die römischen Prätorianer erinnert, mochten ahnen daß es sich bei diesen Reformen .nicht nur um eine neue Uniform oder um ein neues Exercier Reglement, 'sondern vielmehr um ihre Existenz handelte, sie empörten sich ganz wie in früheren Zeiten,' zogen plündernd , und , raubend durch die Stadt und rotteten sich schließlich auf dem Roßplatz vor der AchmedsMoschee zusammen. Aber,, Mahmud, war kein Bajasid, kein Selim. in ihm steckte vielmehr ein Stück von Peter dem Großen und die Meuterei kam ihm nicht unerwartet: er eilte mit 0,()00 Mann herbei, schloß den Platz von allen Sei ten ein und ließ die Empöre? einsäet niedermetzeln. . , Die Halste, blieb auf der Stelle 'die Anderen entkamen in die Kasernen, diese ad:r wurden an allen Ecken ange zündet, so baß diejenigen, welche , dem Schwert entronnen waren, den Tod in den Flammen fanden. Man zählte an zwanzigtausend Leichen; Tage lang waren alle nur, aufzutreibenden Fuhrwerke beschäftigt, dieselben zum Goldenen Hsrn oder zum Bosporus hinab zuschaisen: man foh sie daselbst massen-
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$ä?l schwimmen, und der Sturm trieb ;ifA vniaK ITrav .itvfir? CIfifl .viele wieder an's User zurück; selbst i Schiffe wurden durch sie in ihrem Lauf gehindert. Sultan Mahmud aber 'zog. umgeben von seinen Großwürdcn 'tragern. in die Moschee und trug bei 'dieser Gelegenheit zum ersten Male öffentlich die neue Uniform und den Fez. So ward unter heftigen Wehen im Frtthfommer 1826 das Neutürkenthum geboren, aber auch der Fez wird den Untergang des Halbmonds nicht aufhalten.' und wenn der Letztere erst von der Kuppel der Agia Sophia hcrabgesunken ist, kommt vielleicht das Grab' zu Ehren, welches den Schluß unserer Allerscelentags-Wanderung bildete. Als wir die Turbe des Janitscharcn. Tödters verließen, war die Sonne im Sinken, es mochte fünf Uhr Nachmit tags, etwas nach elf all turca sein und wir mußten uns eilen. Am gro hen Bazar vorbei, quer durch den male irischen Hof der Taubenmoschce. durch ein Gewirr von Gaßcn und Gäßchen ging's bergauf und bergab bis zn der Moschee, in welcher der Gefährte Ma hommeds des Eroberers, der Scheich Mustafa Meta Cnendi bearaben lieat. Der Mcfaplatz ist wunderschön, von alten Platanen bestanden, unter denen im Brunnen klares Waffer sprudelt, und Hunderte von Turteltauben girrer aus dem Becken. Nicht wett Havon regt cmes der ehrwürdigsten Denkmäler des alten Byzanz. der von Hadrkan begonnene und von ValenS vollendete Aquädukt, der. von üppigen . Schlingpflanzen umwuchcrt. die .Häuser überschreitet und weithin mit seinen gewaltigen Bögen sichtbar zwei der neoen pagel vervinder, au denen einst Konstantin der Große sein neues Rom erbaut hat. Vor dem Aquädukt bogen wir ln eine kleine Seitengaffe ein, in welcher das verfallene Haus eines Gerbers unser Ziel war. Kleine Leute mit vielen Kindernwohnen dort dicht bei einander. schuh Macher. Sattler und dergleichen, und f r 1 . ;i. 1 1, n;.. . n..fi es yerr,cyi ine lcgiccyic. ninienoe in dem winkligen Bau. In der Ecke ,r Ai.r.j n. 1 ' trrx . ; nes verueaien vses ein ci, denvaum. der emen alten tern be ,cyanel, es in ein z:clcyenueln. aocr keine Inschrift verräth uns, wer darun ter liegt. Das ist ein trauriges Plätzchen, das traurigste in ganz Konstantinopcl. Hier kommt selten ein Fremder her. es t za nichts besonderes zu seyen, wie m der nrve Maymuds der von der Königin von England geschenkte Lustre oder die von Napoleon Ul. gespendeten HfrtTtf m llfvrpn tfirtc iftrhpnYwtimlinen iin. - .v, v...v (mvvituuiiittvn Fayencen. keine sitdergettickten Decken oocr inoliuzen oqaroiö, uno ooz) m dient dieser versteckte Winkel größc, , . . :..v:r j a .. v jt. Interesse, als das prächtige SultanMausoleum, denneme ganze glai v;j 1"' lose 'Ätein deckt die Ruhestätte Konstam tHif itr ntrr ntftrnnrtt nnmen. nnsjvi., 0C9 u&ihi grlecoi,cyen. z.ai. cr. iDu für Erinnerungen oezawori dieser Ort herauf! Die Schatten längst vergangene Jahrhunderte schweben in endlosem Zuge an uns vorüber, die Helden des oströmischen Reichs, die byzantinischen Kaiser, welche die vom letzten Morde nocy viullgen vanoe zu orun,iigcm . tf..i:.... si.!v. ... t.'...n: eoer gesailer yaven. oie o.-ruaeno Nen eiver Mir vem iilen uengel in o:r Neqien unp ucriujicr imÄUsen. n.x-i .tt Ci . n . . ; y gründ, die Komnenen. die Paläologen nii itpitptt Jiniinrnini irr iir i inini ri-iz rv.:T:.u(.:T-v ... rrr -t. und endlich der unselige letzte Kon stanstin XI. Dragases, der beim Thore de hl. Romanus den Heldentod gestor den ist, als Mahommed II. den Thron Konstantins . des Großen zerbrach und sein neues Rom eroberte. Er steht und kämpftauf der Bresche, durch welche die Sieges in die Stadt eindringen inmitten des Regens von Kugeln und Pfeilen; er sieht es. daß Alles zu Ende geht, daß er bestimmt ist.Zdie thurmhoch aufgehäufte Schuld der Büke? zu sühnen und er will sie sühnen; er reißt den Purpur, der ihn verrathen kann, her unter und stürzte sich in das dichtest Kampfgewühl. Als die Abendsonne sichln den Blnt. lachen vor der Stadtmauer spiegelte, suchten die Türken lange vergebens nach dem Kaiser; man fand seinen Leichnam endlich unter den übrigen Erschlagenen und erkannte ihn nur an den goldenen Adlern, mit denen seine Schuhe bestickt waren. Mahommed der Eroberer ließ sein Haupt auf der Justinianssäule in der Sofienkirch aufpflanzen, versagte jedoch dem Körper ein ehrenvolles Begräbniß nicht und so trugen einige Ge treue den tosten Kaiser, den letzten Er ben der Msaren. in diesen Winkel unr bestatteten ihn hien Sonderbar, die in der Umgebung wohnenden Türken verehren das ver gessene Grab und lassen häufig Nachts Lichtet darauf anstecken, sie ' meinen vielleicht, daß es einen ihrer Heiligen birgt,, jedenfalls ahnen sie die Wahr' heit nicht. Auch wir kauften Kerzen und stellten sie auf dem Steiue auf. vielleicht hat sie eine gläubige Seel' noch an diesem Abende angezündet., Als wir auf die hochgelegene Nord terrasse der Suleimanije-Mazchee ka men, ging die Sonne gerade in unserem Rücken unter, und es hatte bei uns nicht der andachtsvollen Ergriffenheit, in der pir das Grab Konstantins XI. verlassen, bedurft, um von diesem über wältigenden Anblick aujsTiejste erschältert zu sein. Da lag sie vor uns, die Märchenstadtentrückt dem Geräusch und Ge triebe deS Tages,' der Prosa und dem Schmutz des alltäglichen "Lebens,! ein kolossales , Gewirr von Dächern und Kuppeln. Äinareehs, Thürmen und Bananenmipfeln, , dazwischen die wogenden Fluthen zweier Meere und auf den bergigen Ufern die düsteren Eypressenwalder, der Friedhöfe; auf dem Goldenen Horn zu unseren Füßen la gerten schon violette Schatten, aber über ' dem Bosporus , mit seinen un zähligen Schiffen, KaikS und schwimmenden Seglern zitterten noch die letzten glühenden Lichter; es war. , als sei
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das blaue Meer mit einem goldenen Netze bespannt und Milliarden von Rosen tanzten auf den glitzernden Maschen. Die kleinasiatische Küste mit ihren Vorstädten, Burgen und Dörfern und der Bulgerln verschwamme schon in abendlichem Dunst, durch den die Fenster von Skutari geheimnißvo!! herüberblitztcn; die europäischen Ufer mit den Marmorpalästen von Dolma Bagtsche und Tschiraaan und ihrem die Hügel zu bcidkn Seiten des Goldenen Horns bis doch hinauf bedeckenden Häusermecr waren wie mit Gold überflössen; auch in den Fenstern von Galata-Pera ZZIL mW I8S h28 ÄÄ Sonne, das war ein nnbeschrnbkche uqi. ' "2 p-hiiI tnn iviirnn tinn Vttn?N ttrtill I Spiel von Farben und Tönen, noch aehobcn durch die schwarzen Cyrreffen müssen des kleinen Todtenscldcs und den dunklen Park des alten Serails. Und wie wir noch stehen in An schauen und Andacht versunken, über wältigt von der zauberischen und phan tastischen Schönheit dieses Schauspiels. JÄBÄ3 rrj.i... vrr rr ; lyuuc uu9 uua uiict yciuui uuu breiten nch über das Land und von allen Seiten her durch die Lust klingt der Nu? zum Gebet. Wir blicken cmvor. hoch über uns auf der obersten Galerie des Mingrehs steht der Muezzin, auf feinen emporgehobenen Händen und auf "seinem Turban leuchtet noch ein letzter Sonnenstrahl, jetzt erlischt auch 'dieser, kübl webt es vom Bosporus herauf und in langgezogenen. klagenden Tönen hallt es durch die stn kende Nacht: Haya ale' ,'allah! haija cale'l felahl allah ekber! a ilaha n crÄ. llli UiilU; .UUiHUll JUKI Ulll, tnmmi &;f i nun ul rtrj :tt kommt zum Deil: (sott r t gron, e lZt hin (SiJt niifprifrni- - kklN uon öUBcr ihm. Ein Original Der alte Saatz ist todt, der Hallenser Nreisen.Zsaak. das stadtbekannte, vor gnicm bei den akademische Bürgern beliebte Oriainal. Jeder Studio, der stch , einer Dedikation ..gedrungen' . " . ühUc, wandte sich vertrauensvoll aN Vater Saatz". Es gab wirklich seiner , o.n f0 sch b man der 'Ml kaum einen Hallenser Studenten, der nicht mit ihm in geschäftlicher Verbi n dung" stand, oder der nicht wenigstens .der Wmenzchast halber" einmal einen Freund, der seine Schritte Vertrauens' ju Saak lenkte, begleitet hatte. Pfeifen und Deckelschoppcn- die Hülle und Fülle bekam man dort in seinem Atelier zu sehen, lauter Prachtexemv.a .ex.. . .. n,..,. a Biaic, wie ouv sier; niiiv ouuiiü . Studio schneller schtaaen machten. Kei. i - w. . v r- r. . , . rouroc iym oeMli auzu groe .'iUsutzung doch zu bunt. Dann machte er sich zu einem grouen Trctgange' auf und nur zu gut wußte er feinen Mann" zu finden. iroö murrii ounn me evcrrcoungs- ...- . - v:.it.t. i. tun ie des Alten, um aus leinen Schuldnern" wenigstens etwas heraus' zuschlagen, um nicht bloß mit verhet Klln7snnNen ysusnckten akzuzieben. Mn v " 1--, ----j-a-Zatcr Saatz guten Willen" sah. da liefe er ich oft chon mit der kleinsten . AKslaaSzablunn nenüaen. etrcu dem i i-7i-o--7'""r ?:"-p"-. r samasen Wab vruch von dem Sver ' ' i . i i v vm v.. na.. im .13 j nng in oer jano oer iitycicc Uis , wlt' aube auf dem Dache!" Allm hart gesottenen Schuldnern gegenüber pflegte er öfters drastische Grunde, we halb er auf augenblicklicher Zahlung bestehen müsse, vorzubringen. Mit beweglichen Bildern, wohm ihn und seine Familie seine Gutmütigkeit und Nachncht gebracht hatte, oder sicherlich einmal brmaen wurde, war er dann nicht sparsam .... sonst müsse er öerlmngern", hieß es da mehr wie einmal. Und welches, Studentenherz, das, wenn es nicht die Gefahr dieses Uebels, so doch die des Verdurstens schaudernd empfand, wäre nicht dadurch zu einem heroischen Entfchlusse angetrieben mor den. Einmal aber, so wurde erzählt, soll Vater Saatz, wie er diesen Trumpf ausspielte, doch an den Unrichtigen ge kommen sein. Ein alter Korpsbür sche" ging, anscheinend tief gerührt von Sn.trtfe'Ä ,-emmrht!THmw mit ri Sache ein. bat den Alten, einen Augenfcsirf in nrtrf,n i,nh f,firt, : omF u,lItMltVl I V blick zu warten .... und kehrte nach einigen Minuten mit einem Korb Brot unter dem Arm zu dem erwartungsvoll Harrenden zurück, ihm dasselbe rn die Hand drückend mir den Worten: Nein,, Herr Saatz. huncern sollen Sie mcht: ich habe zwar selbst nichts, aber für ein Stück Brot hab' ich doch gesorgt." Weidliche Kriegführung. Will meine Marie wie üblich 'Nen neuen Sommerhut. Da lächelt sie hold und liedlich, Sie weiß: , Es steht ihr gut; D'rum fängt sie mich saust zu streicheln f und sus, zu lozen an, Berückend mit ihrem Schmeicheln Mich armen, schwachen Mann. . Doch biet ich ihrem Sehnen Noch immer, standhaft die Spitz'. Tann kommen die Nerven und Thrä nen ' Die sind ihr schweres Geschütz! , ' -. - ;,: m--' Versäumt. In einer Ge kellschaft erzählt eine Dame, daß sie mit ihrem Mann einen Zank gehabt, bei der Versöhnung aber, zur Erinnerung hieran, ein Bäumchen g?pflanzt habe. Siehst Du", flüstert die alte Oekonomieräthln vorwurfsvoll ihrem Manne ;u. wenn wir das auch gethan hätten. was könnten wir jetzt für, eine schöne llllce haben. ' , , Mißverständnitz. Junge Dame (den Gast ihrer Eltern, der sie zerliebt ansieht, zum Essen nöthigend): Bitte, langen tzs,e nur herzhast zu' Äast (sie umarmend): Theure Amalifr:.H:s: r-;,ias:- , .... . 4 p;.y "-
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TSSSSiäSSSSSSSßSSS Die gefoppten Nachtwachter. Ein Studenteustückcheu v?n 23. H. Schnuddcl und Gruddel, zwei fidele Studenten, kehren emes schönen Abends von einem reichlichen Frühschoppen heim, befinden sich also in einer Lae, in welcher man sich gern einen Jux" zu machen pflegt. Zufällig kommen sie an einer Holzhandlung vorbei und sofort fällt ihnen ein leuchtender m danke ein. Sie treten hinein und kau fcn eine schöne, starke Holzdiele, wie sie zu Rinnsteinbrückcn verwendet werden. Sie lassen dieselbe nach ihrer Kneipe schaffen und gehen auch gleich hin. sie dort bis Mittemacht dem öcbanfen nachgehangen, welche Rolle . . " i ' , t der Xule deiUmmcn lollten, brechen sie endlich aus, packen dieselbe aus die Schulter und begeben sich aus den Heim weg. Die Diele ist schwer und Bei der schweren Ladung, welche unsere Freund: ohnehin sich aufgeladen oder richtiger Ü WeAnnew. nihtiTtiVi( TiiKtt iT r& ''"' cxuff meint Gruddel, weißt Du. dah wir ein paar Kapitalochsen sind?" H-wtlf .uitiuvvii, Leider nicht," seunt Schnuddcl 1 schwermuthlg. Denke nur. welchen Preis man dann im Fcttvichhof für uns bezahlen würde! Denke nur an die zahllosen Liter herrlichen und fchäuwenden Gerstensaftes, die wir uns dafür leisten könnten denke nur" O Schnuddcl wie ähncltt Tu dn D ?:nef";r,1 gemeinsame, so km t. dem Disteln fressenden, sanften GrauDenke nur! Unser äftig und anhaltend :...4,la CTn f. . 4, augeseuchtete? Denken hat uns noch Pl ... ttAvrt cht einmal zu emem Gedanken gebracht, wie wir uns mit der Diele einen Hauptspaß machen können! Weißt Du was, legen wir die Diele hier auf den TOItrttfliM itrth tVtett tnif unä fcrtrrtiif V lll t V 11 UIIV Vl)VII IVtt UIIV VUIH1 Meine Beine entwickeln eine Müdigkeit nicht zu sagen!" Schnuddcl wirst statt aller Antwort sein Dielcnende von der Schulter, so daß die ganze Diele dröhnend niedergeplumpst. Aber auch das Besitzen" der Dule bringt ihren Besitzern knne grandiosen Gedanken. .Du, macht Schnuddel endlich seien wir einmal in unserem Leben wenigstens einmal nobel und schenken wir der Stadtverwaltung etwas. Lassen wir die Diele hier zurück. Dein Corpus schreit nach dem Bett. Nk!" entrüstet sich Gruddel. Unter den wenigen Dingen, die wir überhaupt baar im Leben bezahlt haben, denndet sich diese' Diele. Und dieses seltene, .-..-Jf P jMk J . eines Neissmuieums würdige Vbmi schwere Ding auch nicht zum kleinsten Herz- und nierenerfrischenden Ulk ver helfen sollte dann, EommiMo. brumm lch Dir morgen ein Dutzend Äierjungen auf. . Hangt schon heute, das Dutzend, Zo oder so! Aber nun komm Juckend sagt mein Daumen mir. Diese Nacht gibt's noch Pläsir!" Und de? Ulk sollte auch nicht auZblei. )en. . Unterwegs begegnen die Studenten einem Nachtwächter, dem die beiden. mit einer Prückendiele beladenen Ge stalten natürlich sehr verdächtig vorkommen. Wohin gehen Sie?" ruft der Wachter. Nach Hause." antworten aanz gelassen die Musensöhne. Wo her haben Sie die Diele?" .Ge kaust!" Hm wlrd wohl vom Rinn? kein gestohlen sein. Folgen Sie mir zur Wache!" Dort angelangt werden sie vom Po lizei-Wachtmeister einem Verhör unterwarfen. Wie heißen Sie?" .Schnuddcl und Gruddel" lautet die Antwort. Wem gehört die Diele?" Die gehört mir," sagt Schnuddcl. Wie sind Sie in deren Besitz gelangt'i" ..Durch Haur Konnen Sie sich darüber ausweisen?" Hier ist die quitirte Rechnung vom Holzysttd!er." Das Schriftstück wird geprüft und Alles für richtig gefunden. Schön, :ie können wieder gehen. rX rr i l Nd tl!! It. ÄN l?t CfcN f llüÜ hlXltMi. MtMlftM nächsten Straßenecke begegnet ihnen wieder ein Nachtwächter. Wohin wollen Siel" Nach Hau,e!" Wo her haben Sie diese Diele?" .Ge kauft!" So? Hm. folgen Sie mirzur Wachey Die Studenten lazzen sich ruhig dahin abführen, natürlich auf dasselbe PolizcZbureau. Der NachtWächter erstattet seinen Bericht. Was, sind schon wieder Studenten da? Vorführen! Sie sind ja vor fünf Minu ten erst hier gewesen?" Gewiß !" Was haben Sie denn gemacht?" Wir-wollten, nach Hause gehen!" techon, eic sind entlanen. nun gehen Sie ruhig nach Hause!" Die Studen I i . 5 ? .. i . 4 ten entscrntcn sich ruhig. Es dauert uicht lange, so werden sie wieder von einem anderen Nachtwächter aufgehalten, der ' sie gleichfalls unter dem dringenden Verdachte, die Diele gestohlen zu haben, nach demselben Polizeibureau transportirt. Er rapportirt: Zwei Menschen in der Ludwigs ktraße abgefaßt, Brückendiele gestohlcn " Himmelkreuzdonnerwetter",", fluchte der Wachtmeister, laufen denn heute cht alle Studenten mit Bruckendielen Zuf der Straße herum! Vorfuhren!" , Es sind dieselben beiden Bekannten.
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die jetzt zum dritten Male auf die Wache gebracht sind. Aber meine Herren, warum gehen Sie denn nicht ruhig nach Hause?" Wir sind ruhig' unseres Weges gegan gen. aber der Nachtwächter hat uns angehalten und aufgefordert, zur Wache u kommen. Als ruhige und loyale Staatsbürger haben wir der Aufforde rung Folge geleistet." Was soll ich denn nur mit Ihnen
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machen? Hören Sie 'mal, Wächter Melhnber sagt oer Polizeibeamte halblaut, thun Sie mir den Gefallen und bringen Sie die Menschen aus meinem Bezirk hinaus. Begleiten Sie sie und klären. Sie Beamte, die sie etwa wieder anhaken wollen, darüber auf. daß Alles in Ordnung ist." Schön. Herr Wachtmeister'.'' Der Zug entfernte sich wieder. Schnuddel und Grüodel mit der Diele an ihrer Seite der ehrsame Nachtratb, den ein paar gespendete Cigarren höchst liebenswürdig gemacht haben. Schiluddcl und Gruddel bedauern schon, daz der schöne Spaß ein Ende erreicht hjt, da bleibt plötzlich ttr Herr Nachtrath stehen. Nu leben 'se noch recht scheene;Had jeh!" ' .Nanu?" ruft Schnuddcl. Wie so denn wollen Sie uns derlassen?" sccunoirt Gruddel. Ja. seh n 'se meine kudesten Herren Stuhdcnten," entgegnet der Herr Nacht Wächter, hier is Sie nämblich mei Rc vier zu Ende und da kann ich Sie doch nicht weiter begleiten nu müssen 'se schon recht schern ruhiz alleene geh'n na, denn leben 'se recht scheene Had ifM Schnuddcl und Gruddel haben mik offenem Munde dem Biederen zugehört. Jetzt entringt sich ein so disharmonischer Doppeljubelschrei ihrer Kehle, daß der Nachtrath ganz entsetzt zurückkommt. Sie das geht Sie aber in meinem Revier wärklich nich wenn 'se brillen wollen, geh'n 'se schnell hinüber in'K andere sonst dähte's mir wärklich leed, Sie nun in TSärklichleit arrcdhi' ren zu missen!" Damit kehrt der Biedere um. Froh Zockend aber setzm unsere Beiden den Weg fort. Nun kann ja der Spaß gar nicht abreißen. Und richtig, nach fünfzig Schritten sehen sie sich vom Wächter des erst bctretcnen Revier gestellt, verhört und natürlich auf's neue arretirt. Auf der nächsten Polizeiwache wiederholt sich der Vorgang. Aber da pasurt was unerwartetes. Schnuddcl und Gruddel werden allmählich des grausamen Spieles satt. Nun macht sich in später Nachtstunde auch das Schlafbedürfnis Ux ihnen geltend und sie bcschließen.sich der Diele zu entledigen. Wo konnte das bettn geschehen,' als aus der Flußbrücke. Plumps, liegt mit gräßlichem Klatsch die Diele im Wasser. Im N hat sie wieder ein Nachtrath am Kragen. Was haben Sie hier ms Wag er geworfen?" Unsere Diele hier, die wir gekauft haben!" Uno wieder wird die Quittung präsentier. Unsinn!" schreit der Mann des Gesetzes. Gekaufte Gegenstände wirft man nicht fort. Wer wein, welche Greuelthat Sie vollbracht haben! Auf die Wache !- O weh dort fehlt ihnen die beweiskräftige Diele. Der Wachtmeister ließ sich auf nichts ein. nicht einmal auf die Respcclirung ihrer Legitimationskartcn. Und nun bekamen Schnuddel und Gruddel endlich Ruhe im Polizeige wahrsam! Als sie am anderen Morgen riesig verkatert nach einem aufklärenden Verhör entlassen wnrden, sahen sie sich stumm an, schüttelten den Kopf und gingen zum Frühschoppen. Eine Diele haben sie nicht wieder ge auft! Der kranke Scheik. Der Scheik von Tabor sühlte einst Ganz sonderbare Schmerzen: Es war ihm miserabel schlecht Im Kopf sowie im Herzen. Der erste Arzt sprach: Edler Fürst, Das kommt vom vielen Fasten; Ihr müßt mehr essen, unbedingt. Mehr trinken und mehr rasten!" Der zweite sprach: Verzeiht, ,o Herr, Das kommt vom vollen Magen: Ihr eßt und trinkt und schlaft zu viel Das könnt Ihr nicht vertragen!" Der dritte sprach kein Wort und ließ Schnell einen Häring kommen: Der hat dem kranken Scheik sofort Die Schmerzen weggenommen. Die Höflinge mit Mahruf Den Herrscher jetzt umdrängen: Den klugen Arzt beschenkt er reich, Die andern läßt er hängen! I. I. Stritt, Korrespondenz zwischen zwei Neuvermählten. Schicke mir, bitte, umgehend einhundert Mark zu einem neuen Kleid. P. S. Ich habe beinahe vergessen. Dir taufend Küsse zu senden. Deine Dich liebende Gattin Emma. Er antwortet Postwendend: Ich . sende Dir tausend Küsse. I S. Beinahe habe ich vergessen. Dir mitzutheilen, daß ich Dir die hundert Mark nicht schicken kann. Dein Tia liebender Gatte Emil. Druckfehler. Im Uebrizcn zeigte sich uns die anmuthige Künstlerin gestern zum ersten Male wieder, nach ihrer durch Erkältung zugezogenen Krankheit; doch mochten- wir derselben , den wohlgemeinten Rath geben, sich noch möglichst" zu schonen, umsomcdr,' da sie unS gestern noch auffallend bloß vorkam. ' , m.ikUsi1 n 5.77 ' i u i i uu -tuuicifut (juciunn vom Lande kommenden Schüler, der gleich in eine höhere Klasse eintreten will, einen Käfer zeigend) ; Nennen Sie mir dieses Geschöpf !" Kandidat: Das ist ein Käfer !7 Professor: Und was für einer ?" Kandidat : Mein Galt, bei uns laufen solcher eine Meng i. . (AA 4 A 'i 4 M. .r"j A jj tICIUUI, liJtl VlUlUll IC lUllUUyl. , Da hat sie Recht. Wie. Kathi. mit Ihren 58 Jahren sangen Sie ein Beryaltniß ani Madame, her Wtnx.-h mnn nnrfi n alt sfiir Trnff V 9r mal j 7 f f 0. - v und Zerstreuung kann er halt immer, brauchen. .
