Indiana Tribüne, Volume 16, Number 69, Indianapolis, Marion County, 27 November 1892 — Page 6

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Csir Auöflug indenbrasittanischen Urwald. Fo Prwstdsttnt Tr. Seltz. Auf unserer Erde lastet ein alter Fluch: je schöner eine Landschaft, je üppiger ihre Natur, um so ungenie barer und fauler sind ihre Bewohner. Ausnahmen von dieser traurigen Regel sind selten; jedenfalls gehört Brasilien nicht dazu. Die europäischen Ansiedler nennen es daher da? Land der Hindernisse" und behaupten, daß man sich dort, um dem GaLenfieber zu entgehen, nie ärgern, sondern nur wunder? dürfe. Indessen wir Crdengaste können an diesen Gesetzen nicht 'rütteln, und so werden wir klug daran thun, die trübe Seite des Landes 'die dortigen Menschcn mit ihren unerquicklichen socialen Verhältnissen zu ignonren und uns lieber mit der Natur zu beschäftigen. Ter Ausflüge in den brasilianischen Urwald wird man nicht müde, und wenn sie auch monatelang zu den täglichen Ereignisien gehören. Der Reich thum der Pflanzenwelt scheint unerfchööflich; die Scenerie wechselt init jeder Meile, und unausgesetzt treten uns neue Thiergestalten entgegen. Die Mühseligkeiten des Marsches sind bekannt und so oft und beredt ge schildert, dab sie hier füglich überganc'n werden können. Zwei Erfordere nisze nur find zu erwähnen, die von angehenden Waldläufern" in unge rcchtfertigtem Vertrauen auf die eigene Straft immer und immer wieder ver säumt werden: es find ausreichender Proviant und zuverlässige, eingeborene Begleiter. Gar Mancher, der sich die Bilderbücher angesehen hat, in denen ie Wunder des brasilianischen Uraltes geschickt auf den Raum eines QuadratblatteS concentrirt find, glaubt dort um einen Braten nicht verlegen zu sein, und erkennt nur zu spät, daß er die Rechnung ohne den Wirth gemacht hat. Denn daß die Vögel, welche den Menschen nicht kennen, bei feinem Herannahen ruhig sitzen bleiben, scheint nach Chamisso zwar auf Salas y Gomez der Fa3 zu sein; für Brasi lien aber hat dies keine Giltigkeit. Im Gegentheil, die Thiere des Urwaldes sind zumeist ganz außerordentlich fcheu und ganz und gar nicht neugierig, die ihnen ungewohnte Menschengestalt in der Nähe zu sehen. Es gibt also dort ebenso gut unglückliche Jagden, als be; unZ zu Lande. Erfordert schon das Auftreiben von Nahrungsmitteln im Urwald eine große Lokal kenntniß und Erfahrung, so ist die Zubereitung nicht minder schwierig. Ein zäher Papagei läßt sich nicht so so leicht für den Gaumen Herrichten, als ein Kapaun, und wer aus feinem Ausflugein den Wald das Salz ver gißt, wird dieses oft gering gefchähte Genuß oder richtiger Nahrungsmittel erst würdigen lernen; weder' Pfeffer noch Vanille oder ein sonstiges tzxl wildwachsendes Gewürz vermag dafielV zu ersetzen. Alle diese Calamitäten gefährden im Allgemeinen nur den Neuling: dem Ltlugen pasnren sie nur einmal; wer ihre Lehre beherzigt, dem erschließt dann die Troxenwelt ihre Wunder und unbeheüigt von den unaufhörlichen Chicanen des alltäglichen Lebens, darf fich der Geist ganz jenem uubeschreiblichen Genusie hingeben, den der unmittelbare Verkehr mit der Natur einem empfang lichen Gemüths bereitet. Wo ihn nicht die Bahnlinie durch schneidet, hat der Urwald natürlich keine Wege. Man folgt daher am Besten einer der Wasserstraßen, an de mn es im flußreichen Südamerika nv gends fehlt. Fast unhörbar gleitet das schmale Eanoe über die spiegelglatte Flache: geräuschlos tauchen die Ruder ein und in gleichmäßiger Bewegung ziehen die dicht überwachsenen Ufer an dem Aug vorüber. Die Ruderer sind Halbindianer. Ernst und schweigsam, fast verdrossen sitzen sie da; aber nichts entgeht ihrem wachsamen Blicke. So bieten sie ein Achtung einflößen des Bild und stehen in scharfem Gegen satz zu den läppischen, ewig plappernden Negern und Mulatten, die sich dem Fremdling so gerne als Führer aufdrängen und ihn oft zu spat erkennen lassen, daß sie mit ihrer Trägbcil, Un goandthnt und Geschwätzigkeit mehr Hindernisse und Acrger schaben, als sie zu rmjen vermögen. Da3 Äudern und Fahren in einem indianischen Eanoe erfordert Ausmerksamkeit und Geschick. Um überall an die seichten Ufer heranzukommen, sind die Jahrzeuge kieUos und. sehr schmal; sie schlagen daher bei jeder ungleichmäßigen Belastung um, und oft leistet die Büchse als Balancirstange gute Dienste-, um den bei jeder unbedachten Bewe gung in's Schwanken gerathenen Kahn zur Äuhe zu bringen. - Die Ruder selbst sind kaum meterlange, löffelförmige Instrumente, mit denen mehr in das Wasser gestochen, als dessen Oberfläche geschlagen wird; daher das geräuschlose Dahingleiten dieser Boote. Nichts unterbricht die Stille, als hie und da der rauschende Jlügelschlag eines aufgescheuchten Vogels,' der sich am User erhebt und schnell ü.bec den Kronen der Bäume verschwindet. Aber hoch über unseren Häuptern schweben Geier; sie gehören der schwarzen Rasse der Hühnergeier an. deren Name von der Gestalt des sitzenden Vogels genommen ist. Im Fluge hat das Thier nicht die entfernteste Ähnlichkeit rntt einem Huhne; ohne einen Flügel schlag, die Schwingen mächtig auZgebreitet, verfolgt es, unermüdlich hei send unseren Weg; wir wissen wohl, m worauf die ewig hungrigen Vögel war- ' ten; das unerwartete Kentern deZ Boo tes, das Niederstürzen eines morschen Baumriesen oder ein ähnliches Unglück soll ihnen unsere Eadaver überliefern. Deswegen halten' sie sich senkrecht Über

unseren Scheiteln und folgen jeder'

FluMegung. die unsrem Fahrzeuge, den Weg vorschreibt So lange die flachen Ufer die Fahrstraße mit einer undurchdringlichen Wand von Gestrüpp und Schling pflanzen bekleideten, war ein Landen unmöglich. An einer Stelle aber, wo eine niedere Hügelkette an den Fluß herantritt, erscheint rother, lehmiger Untergrund, und verwitterte Granitfelscn bieten dem Fuß einen sicheren Halt. Hier ist auf eine kleine Streckt ein Ueberblick möglich. Blumen, die im dichten Urwald fast vollständig fehlten, überdecken die Berg' hänge, umgaukelt von zahllosen chme! terlingen. Ein spitzflügliger, feuer rother Perlmuttcrfaltcr wiegt sich aus den unscheinbaren weißen Blüthen eintt Besuches in so ungeheurer Anzahl, daß dieser roth zu blühen scheint. Mi! langsamen Ilügelschlage rudern übci handgroße, azurblaue' Fakter heran, deren Flügel wie Seide schimmern. Diese Thiere setzen sich nie an Blumen, zuweilen aber lassen sie sich aus der Erdboden nieder, um dort den Thau zu trinken. Nichts ist unrichtiger, als die Be. hauptung. daß die Blumen in den Tropen nicht dusten. Im Gegentheil, oft weht unZ ein so intensiver, Wohlgeruch entgegen, daß er uns für dieDaüei zu start wird, gleich einem kräftige Parfüm. Gerade darin, daß die 33lu men auch in der Einsamkeit ihre Tüft ausstreuen, liegt der Beweis, daß sii nicht der eingebildeten Menschheit zu Liebe, sondern nur im eigenen Inte resse ihren Wohlgeruch produziren: bei Duft zieht das Insekt an, und dieses befruchtet die Blüthe. Die Färbung der Blüthen ist eim äußerst mannigfaltige. Ueberall, von Büschen und Bäumen herab, hängen Zweige der Paffionsblume mit zarten, rosenrothen und himmelblauen Blü then; aus den Astgabeln schauen scheckige, zum Theil prächtige Orchideen von oft so sonderbarer Gestalt, daß man nicht weiß, wo bei der Blume oben und unten ist; und hier, auf einem Sandplätzchen, steht gar eine alte Bekannte aus der Heimath eine Son nenblumc! Um die dunkelrothen Blüthen wilder Bananen schwirren die immer munteren Kolibri. Sie gleichen genau unseren Taubenschwänzchen", jenen schnurrenden Schmetterlingen, Krn tm3 in tm(Wn hpimi!' VblVIl Wflti ittl . 44fcV4.4. iVIMII (MU Is Gärten jo oft ergötzt. Wie diese, setzt sich der Kolibri niemals, wenn er der Honig aus einer Blüthe saugt, sondern tchält sich stets schwebend vor derselben. Ich habe oft Colibri mit dem Schmetterlingsnetz gefangen, aber es gelang mir nie, ein gefangenes Thier am Leben zu erhalten. Sie summ ten ln dem übersponnenen Raum, den ich ihnen zur Herberge angewiesen, zwei ti drei Stunden lang herum und fielen dann todt zur Erde. Do derarl g- Versuche bisher stets fehl schlug n scheint der Genuß, die rei zende'u Thierchcn lebend zu sehen, dem Europäer im Hcimathlande für im mer versagt zu sein. Während es im nun Innern des Urwaldes oft so stille war, daß man das eigene Herz klopfen hören konnte, drangen auf der Lichtung häusiger Geräusche an das Ohr. Hie und 'da tappt ein Krokodil, erschreckt durch den nahenden Tritt, in den Fluß, oder raschelt scheu eine Eidechse zur Seite. Aus dem Walde tönt m gleichmäßigen Intervallen der Schrei des Hämm lings" herüber, wie der Hammerschlag aus einer fernen Schmiede, und da, halb unterdrückt, ertönt der gedehnte Stuf eines Fautthiers. Ganz richtig, wie Scheffel singt, hängt es da: zum Knaul zusammengeballt-, und es scheint aus das stumpfsinnige Geschöpf wenig Eindruck zu machen, daß seine seitherige Herberg?, das EmbanbaBäumchen (Ceeropia) gekappt und mit sammt seinem Bewohner !n das Boot gelegt wird. Die Ueberführung der Faulthiere nach Europa, die noch vor Kurzem nur mit großen Schwierigkeiten gelang, ist ziemlich leicht, wenn man gewisse 'Regeln inne hält. Leim Verlassen der feuchtwarmen Niederungen Sld'Ame rikas wird das Faulthier empsindlich und es bedarf dann einer Aufmerksamkeit, die man anderen Thieren nicht zu erweisen gewohnt ist. Man ruft dann seinen Schneider, Der S5)neider kommt heran; , Da. mißdemJunkerKleider, Und miß ihm Hosen an!" - Nun wird das Faulthier zwar nicht in Sammt und Seide, wieder Königliche Hofgymnastiker" im Faust aber gut jügerisch" in Wolle gekleidet, und übersteht in einem solchen Normal kostüm" zumnzt die Reise leicht. Von den so oft als Schrecken d.s Urwaldes hingestellten Raubthieren jji nichts zu sehen. Auch in Brasilien bestätigt sich die Erfahrung, die ich früher schon in Indien gemacht habe: Unter gewöhnlichen Umständen und ohne daß es in die Enge getrieben wird, greift kein Thier den Menschen an, im Gegentheil, alle weichen, ihm borsichtig aus. In stetem Anschauen und Genießen, bei Jagen und sammeln ist der Tag vergangen. Präzis 6 Uhr geht die Sonne unter und die Nacht zündet ihre Lichter an; nicht nur am Himmel, son dern auch auf der Erde., An den Bü sehen und Baumzweigen wird es leben dig, und zahllose Leuchtkäfer glitzern durch das Dunkel. Manche von ihnen haben Blinklichter, und deimTahinfliegen wechselt Licht und Dunkel von Se künde zu Sekunde ab; verfolgt man sie, so löschen sie ganz aus. Da. wo beim Eanoe die Halbindianer Wache hielten, wird der Ruheplatz gewählt. Am nächsten Tag soll es weiter gehend der Wasserscheide zwischen dem' seither befahrenen Fluß und dem Parahybe zu. Aber, der Urwald ver läßt iekt die Ufer, und freundlichere Bu'chwälder, wechselnd :t flrasigen

Ebenen, werden uns Segleiten; mit den, 1

ocywatde aber ichwmdet auch dle Groß artigkeit der Scenerie. 2aö deutsche Dorf der Weltauö. ftellung. tf'S - ' k t CVl -'-.Trfa ''t-i&m v y - ff : - ö22?eü v i-s-j 1 1 ..' Kgf KfUi Mfe ."- wm i vwi rt ) w k. v m SW 11 1 ifc! W . l t' ' 6A : '! CMSä'V i V iic r ;f 'j j ' f rizr fcvv.fi. s. I -ä: w&'m -s i.-rt. ,V-3' : J r-l Der deutsche Leser, welcher den Tiiel unseres Artikels liest und dann das beigegebene Bild mit seinen heimath lichen Erinnerungen vergleicht, wird allerdings überrascht, vielleicht ent täuscht fein. Aber er mag bedenken, wie außerordentlich verschieden gestaltet sich der Begriff deS DorseS in den man nigfaltigen deutschen Gauen ausprägt, verschieden, wie die Stammeseigenthümlichkeiten sich in dem deutschen Vaterlande von einander absondern. Man nehme nur einmal beispielsweise ein norddeutsches niedersächsifches und ein thüringisches fränkisches Dorf zum Vergleich ! Dort einzeln liegendes Gehöfte, die in Westphalen und einzelnen Theilen Pommerns sogar zur völligen einsamen Zerstreuung der sogen. Abbauten und Ausbauten auf der ganzen Feldmark ausarten. Die Wohnhäuser selbst sind niedrig, mit der Front nicht nach der Straße, sondern nach dem Wirthschaftshofe zu. Wie anders dagegen in Sachsen! n der Anlage selbst unterscheidet sich hier das Dorf in nichts von der Stadt. Die Häuser drängen sich wie ängstlich Schulter an Schulter Die Straßen sind sorgfältig gepflastert; die Häuser sauber geweißt und meist mit Kalkbewurf ver sehen. Auch ist das sächsische Bauernhaus sehr geräumig, hat ausnahmslos mehrere Stockwerke. Davon' dient der untere als Familienwobnung. die oberen stets 1s Vorrathsspeicher für das ausgedroschene Getreide, Kartoffeln. Sämereien ü. s. w. Ter norddeutsche Bauer wird nie darandenken, sein Haus als Scheune zu benutzen; höchstens derwalrt er seine Kortoffeln im Keller. Das Rittergut liegt in Sachsen und überhauvt in Mittel- und Süddeutsch land mitten im Dorf oder in der Stadt. Im Norden liegt es weitab. ganI isolirt und nur von den Käthen seiner Tage löhner. der ehemaligen Hörigen, um geben. Von alledem wird man auf unserem Ehicagoer deutschen Dorf nicht viel erblicken. Es soll aber auch ein Aeal dorf sein, es soll den Zweck verfolgen, die historische Entwickelung des . platten Landes ln den verjchiedenen deutschen Gauen vor Augen zu führen und außerdem die berechtigten Eigenthümlichkeiten der verschiedenartigen Bauarten in Nord und Süd, in West und Ost dem Besu. cher klar zu machen. Der Vorläufer der heutigen Ritter guter, als Vertreter der, Landwirthschaft im großen Stil und naid den vcrschie denartigsten Zweigen, ist die, deutsche Burg. ' ' In der Mitte des 775 engl. Fuß langen Platzes im Jackson Part erhebt sich stolz eine im Stile des Jahres lb)) erbaute Bura. umgeben, von , el nem 5 Meter breiten Graben, hinter dem als 'weitere Schutzwehr Pallisaden emporragen. 1 Ueber eine Zugbrücke führt der Weg durch ein mächtiges Sandsteinportal , in ! das Innere d's Baues. In den Zimmern, Sälen und Hallen finden wir die berühmteste Was fensammlulig Deutschlands, Eigenthum des Stadtrathz . Mitgliedes, Richard zchllle ,m Gror?.".b'.,n. Gegen sechzig

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Visenmänner in voller Rüstung geben ein vollständiges und treues Bild der Waffenschmiedekunst, die ja stets eine hervorragende deutsche Kunst gewesen ist. An den Wänden hängen und an Stützen stehen zahlreiche Einzelstücke: Schwerter und Lanzen, Helme und Panzer, Armbrüste und Jagdhörner. Zaumzeug und Sporen, und was sonst zu einem Waffcnarsenal gehört. Diese Wasfensammlung hat einen bedeutenden geschichtlichen Werth, denn sie enthält steinerne, bronzene und ei ferne Reliquien aus der alten Zeit, Waffen aus der gothischen, merovingi' schen und carolinischen Zeit, aus der Zeit der Kreuzzüge u. s. w. In dem Hauptsaale erblicken wir eine Apotheose des Deutschen Reiches. Aus einem Podium steht Germania, umgeben von Arminius, Karl d. Gr., Barbarossa, Marimilian, dem letzten Ritter. Wil Helm I.; sämmtliche Gaue Deutschlands, rertreten durch je einen Bauer und eine Bäuerin in ihrer Festtracht, bringen ihnen ihre Huldigungen dar. Die Kapelle der Burg birgt in sich die prähistorische Sammlung. Zur Rechten und zur Linken der Pforte ste hcn der römische und der fränkische Krieger des römisch-gcrmanischen Cen-tral-Museums in Mainz, welches sich außerdem noch durch die Ausstellung römischer, keltischer und alemannischer Trophäen, sowie einer Mustersammlung feiner Imitationen aus der Völker Wanderungszeit an dem Unternehmen betheiligt hat. Schön durchgeführte Modelle der verschiedenen in Deutsch land dräuchlichcn prähistorischen Grabformen, Burgwälle u. f. w. von dem Conservator am Museum für Völker künde, Eduard Krause, ferner die Imitationen prähistorischer Schmucksachen. und Geräthe. in Edelmetall durch den Goldschmied Teige, in Bronze durch den Ersinder der echten Platina, Fritze, vervollständigen, zu sammen mit einer Mustersammlung von Originalen das Bild der deutschervorgeschichtlichen Vergangenheit. In dieser Dorfanlogc sind alle deut schcn Häusertypen vertreten, also das fränkische und altsriesische Haus, die lcklesische Baude, das allemannische, hessisch.', schwäbische Haus, ein Spree wutddau u. f. w. Hierzu hat der mit der technischen Leitung betraute Dr.. Ullrich Iahn schon bedeutende Ankäufe gemacht. Sochat er eine alte Lüne burger Trinkstube (gegen 1560) Mit prachtvollem Holzgctäfel'und allem vollständigem Inventar erworben, ebenso ein Zimmer von den Halligen, eine vollständige Stubeneinrichtung aus der alten Zeit, an die sich sogar eine, bestimmte Sag: knüpft ?c. Das Rathhaus bildet eine Ausstel lung im Kleinen. Denn es enthält eine Anzahl vollständig eingerichteter Bauernstuben, sowie die oben erwähnte alte Trin stube.- Weiter finden sich in dem Ratyhause Sammlungen von Schmucksachen, Schnitzarbeiten, Stickereun, spitzen und wie die Gebiete deS bäuerlichen Hausgewerbes sonst noch heißen mögen. Das Ganze wird durch Trachtenfiguren belebt. Unter dem Schutze des BurasnedenZ, als dessen Symbol der Roland dasteht. ludet em Markt statt. In den Pn vilcaien, welche dem deutschen Dorfe von dem Dircctorium der Weitaustellung gegeben sind, gehört nämlich auch die. daß sämmtliche Jndustrier erzeugnisse deutscher Provenienz auf dem Terrain verkauft werden dürfen. Dem Marktplatze ist eine Fortsetzung nach der unken Seite der Burg gegeben: der Conccrtgarten mit seinen Restaurants. Hier können 8000 Personen zugleich ich an den Klängen deutzcher Musik er reuen. In den Eolonnaden der einen Längsmauer sind ebenfalls Verkausslande errichtet. Hier befinden wir uns gleichsam mit en in Teutsch land. Hierhernehmen wir die Lieder des Dresdener Lehrer Vereins, des Berliner Tonkünstlcr Vereins, des Kölner Mänmr-Kesang vcrnns. Hier concerhren die umfor mitten preußischen Musikkapellen. Auf Befehl des Deutschen Kaisers ist dasDirektorium des deutschen Dorfes be reits benachrichtigt, dafc ein Musikcorps von vierzig Mann und ein zweites von? 26 Mann, und zwar ersteres in der Uniform eines GardeRegimentcs und das zweite in der Uniform der Garde du Corps, unter Leerung despreumlchen Kapellmeisters Rulcheweyd, eines Beteranen der KriegsZahre 1865. 1866 und 187071. und des Kapellmeisters Herold, nach Chicago kommen werden. Die Garde du (5orps-Kapelle bedient sich auch 'ener alten römischen Tuben, welche auf Befehl des Kaisers kürzlich wieder für die Reiterei eingeführt aiurden. Die musikalische Leitung im deutschen Dorfe hat Hermann Wolf aus Berlin. Die Proben werden demnächst beginnen. Täglich wollen die, beiden MusikcorpS eine Parade abhalten. Peary'S Geführten. SWW?V ESkimo'Hunde. ' Alle Forscher, welche in legenden um den !ordpol, sich längere Zeit auf halten Mußten, sind! einig in dem unbedingten Lobe der Eskimo-Hunde. Naturwissenschaftlich und nur nach ihrem anatomischen Bau betrachtet, ist es allerdings zwcise!hc:st, , ob diese treuen Thiere eine andere, Bezeichnung! als die einer ' bloßen Spiclart. vielleicht des Schäferhunde?, oder des Svies. oder beider zugleich, beanspruchen dürfen. Aber lange Gewöhnung und Vererbung

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dem eisigen Nsrden haben Eigenschaf. ten in diesenHunden zur Reife gebracht, welche sie zu unersetzlichen Gefährten deZ Polarmenschen machen. Ohne sie wä ren Reisen in Nordstbirien eine Unmöglichkeit. Selbst im entsetzlichsten Schnee stürm weiß sich das kluge Geschöpf

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Der Humboldt-Dletscher Im Sommer. zurechtzufinden und den Weg nach menschlichen Wohnungen zu erreichen. Dabei sind sie außerordentlich genüg sam und können tagelang fasten, ohne zu ermüden. Dajür sind sie dann auch im Ucberfluß von einer kaum glaublichen Frcßsucht und entsprechender Verdauungskraft. Bekanntlich' war das nächste ' Ziel Pearys der berühmte Humboldt Gletscher im nordwestlichen Grönland. Entsprechend dem crtremcn Polarcharatter des Landes präsentirt sich uns der ungeheure Eisstrom, den dieser König der Gletscher Zum Meere entsen det. in einer solchen Mächtigkeit, daß die gewaltigsten Gletscher der curopäischcn Alpenwclt daneben zu völliger Unbedeutmdheit hinabsinken. '-v ?v ..,.'v?r tM y-A , . r: ,mwm:& '?sJKr;"ZZ& Vf , ' . s --vcr T-'-f '-xA--?-: .? -is. Der!W!nter naht. Sommer wenn man üb M Haupt von einem Sommer sprechen kann, ln welchem kaum kümmerliche Gräser gedeihen plätschern milchweiße Gletscherbäche zwischen den aranitenen Moränen, am F'iße des Gletschers sich zu einem gewaltigen Becken vereinigend. Cine französtfche Erinnerung 4 mEt vo9 darnes? So pflegte ba Bürgerkönig Louis Philippe 'seinen Minister Thiers nach seinen Lieben daheim zu fragen; denn Monsieur Thiers hatte man erzählte es sich lächelnd bei Hofe zwei Herrinnen: seine Frau und seine Schwägerin Fräulein Dosne. Von den Dreien starb Monsieur zuerst (1877), dann Madame (1880); Mademoiselle blieb als Univerfalerbin zurück. Sie war im ersten Augenblick verlegen, was sie mit den Schätzen anfangen sollte, welche Herr Thiers mit fleißigen Händen zusammengetragen und Frau Thiers mit peinlicher Genauigkeit zu sanmengehalten hatte.. Die sogen. Kunstsammlung des Ex - Präsidenten der Republik wurde im Louvre unter gebracht, wo sie jetzt zur Erheiterung ihrer seltenen Besucher dient. Sie besteht hauptsächlich aus bemaltem 'Porzellangeschirr in Biedermaierform, AquareUkopien,, Rafael'schen Madonnen und allerlei unechten Alterthü mern, die der alte Herr auf seinen Rei sen von Trödlern verschiedener Länder Lls Rathtäufe erstanden hat. Was sollte aber Fräulein Dosne mit all dem Geld anfangen, das der selige Mo sieur mit seiner Geschichte des Consu katS- verdient und durch geschickte Anläge in Kohlengrubenactien von Anzin verhundertfältigt hatte? Es waren volle 26 Millionen. Die Erbin ging zu Jules Simon, dem guten Freunde der vcrnorbenen Thiers, und bat ihn um' die Idee einer Stiftung, durch welche das Andenken des Hingeschiede nen würdig fortgepflanzt werden könnte. Es käme ihr ans einige Millionen nicht an. . Jules Simon ersann eine Studien-. Pension für junge Leute, die sich der Volks- und Staa'tswZssenfchaft rühmlich, befleißigen. Aber es sollte keine kärgliche Pension sein? Ein Palast mit: stattlichen Wohnraunnn und umfange reicher Bibliothek allem modernen: Comfort'nnd eine? prächtigen Behau sung für den Direckor, dies alleS nur für vier 'bis- fünf hoffnungsvolle Jünglinge die je zwei bis drei Jahre lang da frei von allen materiellen Sor gen freie Station genießen und überdies noch ein. g.utes Taschengeld erhaZten sollten. Jules Simon arbeitete den Plan der Stiftung aus und erhielt selber die Drrectorftelle mit 30.000 Francs Gehalt. An der Avenue Victor Hugo wurde der Palast in einem reizendcn Park erbaut. In dem Maße aber, wie der Plan seiner Ausführung nahcrruckte. verbitterten sich dle Bezichungen Zwilchen Fräulein Tosne und dem Director. Mademoiselle, die An. fangs verzprochcn hatte, nch m alle Bestimmungen zu fügen, welche JulcS Simon treffen würde, versuchte mehr und mehr ihren eigenen Kopf durchzusetzen, durchkreuzte die Absichten ,dcS Organisators und qab auch nicht nach. als Jules Simon, ibr erklärte, daß er sein Amt nur dann, bewahren könne, wenn er mit der ' Verantwortung iugleich ' auch , die , thatsächlichem Leitung habe. , Schließlich , blieb ihm nichts übrig, als seinen Rücktritt zu nehmen. Fräulein, DoSne soll allerdings unter dessen schon einen anderen Director ge funden haben, einen gefügigeren, bei dem ste, wie weiland ,im,Thi:rs'schen Hause, das entscheidende , Wörtchen redenkannÄWM WfMtöM Enttäuscht. Herr (auf einer nach dem Orte B. führenden LandPartie zu seiner Dame):,! Mein Fräulein wollen Sie mir eine Herzensfrage beantwortend Fräulein (emen Antrag erwartend): Bitte !" Herr: Bekommen wir wohl m B. em gutes Vier r . ,,,,,!, 1 ' .,i ; :;;!!

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Ein Dkckkopf. Die lllerältesten Leute. , sowlik sie bisher rcrch nicht das Zeitliche gesegnet haben, werden sich der schönen Zeit wohl noch erinnern. Ich meine nämlich die herrliche, un vergeßliche Zeit der alten .'schen Bür gerwehr. l5in preußisches Unterofsi ciersherz darf man allerdings nicht im Leibe haben, wenn inan sich' jener köstlichen Episoden entsinnen will, die sich in diesem Truppenkörper abspielten, der aus den unglaublichsten Elementen zusammengesetzt' war, kurz und lang, dick und dünn, bucklig und grade. Alles einträchtiglich dicht nebeneinander im Gliede stehend, der lzine betrunken, der Andere angesäuselt, jener mit einer größeren Nciguüg für Rechtsumwen düngen, dieser ein entschiedener Anhänlzerdes'Linlsumdrchens, ganz gleichgiltig, wie immer das Commando leivter mochte. Und wenn sie dann erst im Sommer hinauszogen auf das Feld zum Ezerzie ren! Wenn Mutter das Essen hinterher trug und der älteste Sohn den Schieß Prügel des freien Bürgerwehrmcmncs tragen mußte. Ja. es war wahrhaftig eine schöne, eine freie, eine liebe, gute, alte Zeit, in der man Freude am Sol datspiel haben konnte. Kreuz und Dunnerslag, wo s-teckt denn heuie dr Scherschant Sauerland wieder ? Ich hab' ihm doch vorhin noch gcsch'n. aö wir vun'n Rödingsmarl abrückten? Mit diesen Worten intcrpellirte also eines Morgens der. alte Major Boß, welcher das zweite Bürgerwehr-Batal-kjohn" kommandirte, seinen Haupt mann Paulssn. bei dessen Compagnie der fragliche Sauerland zu stehen "da unzweifelhafte Vergnügen hatte. ' Dja, Herr Madjor!" meinte Pau?sen gemüthlich, wer weiß, wo der woll wieder s-teckcn mag, gesehen hab' ich ihm auch vorher noch, aders nu is er nich hier! Ra, er wird sich ja woll wiede" einfinden!" Mit dieser letzteren tröstlichen Aus ficht wollte Paulfen soeben wieder ruhig in seine Compagnie zurücktreten, aus welcher der .Scherschant- Caucrland so spurlos verschwunden war, als auch bereits der alte: 65jährige Feldwebel Grotjohann vom linken Flügel angc laufen oder vielmehr angetorkelt kam, denn er befand sich andauernd unter dem Einfluß der stärksten geistigen Ge tränke, und mit einer bärenmäßtgen, heiseren Schnapsstimme zwischen seine gestrengen Vorgesetzten fuhr: Was is denn nu schon ' wieder los?" schnauzte der alte bewährte. Krieger die beiden Ofnziere an, grade als wenn diese irgend ein todeswürdigcs Verbrechen begangen hätten; is schon wieder wa sich in Ordnung? Ra, das nü grade nich, meinte ziemlich kleinlaut der Herr Hauptmann zu seinem allmächtigen Feldwebel, aber Sauerland is, nich da! Cr wird, aber woll blos mal wieder en bit schcn defertirr sein,- fügte er autmüthiq entschuldigend hinzu,, länger als drei ms vier Tage pflegt na immer mch auszubleiben!" Tieie milde hauptmännische Veur Theilung schien aber, diesmal auf den empörten Herrn Feldwebel gar seinen; m druck weiter zu machen, denn mit. wüthend - rothem Schnapsgesicht erwiderte er: Was? So n weinuund kauft mir grade heute- wieder weg, wo :ch i hm so nothwendig brauchen thu 's BZer soll denn heute Abend die Com pagnie nach der Stadt zurückführen. wenn wir Andern'alle in die Droschke fahren? Diesmal mutz er entschiede bestrast werden. Da hatte nun dev oave And kluge. Feldwebel zweifellos Recht, es nar ge radezu unverantwortlich' von den Sergeanten Sauerland, gerade eute wieder zu desertiren. Penn: es stand ersah rungsmäßig fest. dah. sämmtliche Off:ciere incl. Feldwebel' nach solchen anstrengenden Ezerzserüdungen Abends regelmämg total betrunken waren und per Droschke nach Hause gefahren werden mußten. Das Vergehen Sauerlands war daher ein-uberaus strasbareS und dies Mal würde- es wohl kaum so davon kommen, das. leuchtete auch je dem Mann aus der Csmpagnie sosor ein. Der Exerziertao: verlief normal. Am Abend war alles schwer bezecht, mt nch daS gehörte, und, da kein ordentlicher: Führer in Gestalt des garnicht mehrbetrunken werden könnenden eraear en da war, so zerstreute sich die ganze' Zesellschäst bereits- auf dem Felde und eder suchte auf eigene Hand tr Quartier auf. Nach weniaen Tagen war der Serge ant Sauerland also richtig wieder zur Stelle, wie sein Hauptmann prophezeithatte und meldete sich alcichmuthia als von Urlaub zurück- ocl letner. ont so milden CompagnZkführer Müssen Obgleich er nun aber dauelbe Manöver schon zu verschiedenen Malen mit gro kem Erfolg gemacht hatte, ss verun glückte ihm die Geschichte dies Mal doch gründlich, denn der Feldwebel hatte ja mit Entschiedenheit ertlürt, daß er dieses Ma! bestraft werden müsse. , Sauerland wurde, ein damals unerhörtem Fall in der F'schen Bürgerwehr-Prazis, r ...Xi ..n.rr. . vor , ,ein rlcgsgerilyi gesieui, oe stehend aus to, und o oiclrn uipcicrcr und Unterofncleren. . , " Nachdem diese , ganze Gesellschaft sich nun gemüthlich placirt und constituirt batte, führte man aljo den Deserteur einen hahnebüchenen Riesen mit rinem ellenlangen Umhängebart vor und das Verhör begann., wobei aber selbstredend das oeistiae Getränk, in Gestalt von allerlei Schnäpsen und Bieren keinesweg? fehlen durfte. Also!" meinte der Vorsitzende, jener oben erwähnte Major VolZ. nachdem er sich vorher noch durch einen , kräftigen Schluck gestärkt hatte, was haben Sie denn nu zu Ihrer Entschuldigung anzuführen, das Sie wieder mal drei Tage den Dienst atÄhmihaUxil1M'MM.MtMJ. Eaucrland lachte über sein, ganzes

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faefe Gesicht und guckte den K&t. Major augenscheinlich höchlichst umü sirt an. Min Gott, dat wLten Sei doch, Herr Madjor," entgegnete er im bxt'i testen Plattdeutsch, M bün wedder moZ bi min Brud in de Vccrlandcn west, dat arme Mäten harr doch gor so'n grot Verlangen nach mit Hm! So? Mfo bei Ihre Braut in dir Vierlanden sünv Sie gewesen?Djowull. Herr Madjor. bi & dicke Trine, Sei kennen ehr jo ok noch. d früher bi Sei deint hatt! Hm, hm! Bei die also? ?Za und was haben Sie da denn gemacht?" Sauerland grinste geheimnißvoll. Dje, Herr MadjLv meinte n dann mit den Augen Zwinlernd, fest es bier doch woll en Beten widlüftig tans vertellen! Dat geiht ja owcr ok eigent lich keinen Menschen wide? wat an!" Hm, hm, hm! Dja, hane das denn aber nich Zeit bis wenigstens der Ercrziertag vorbei war? Es thut mich unge heuer leid, Sauerland, aber wir werden Ihnen wekiigttcns zu vier Wochen stren gen Arrest verurtheilen müssen, denn Sie haben die Compagnie von. Haupt r?ann Paulscn gar zu sehr h Ber legen hcit gebracht! Jetzt wurde sauerland aber grob, ordentlich hahnebüchen grob : Äat?" donnerte er durch's Lokal, wat? Beer Wochen strengen Arrest, wil id de bejapene Ääuwcrband dct Abend mch nach Hus bracht hch ? Det nehu ick Nich an Aber Sauerland. so scm Sie doch oernünftig," fiel in diesem Augenblick der alte gutmüthige Hauptmann Paul sen ein, das wud Alles nich so he:3 ausgegissen. als es aufgefüllt wird-1 Wir werden schon davor sorgen, daß. ie in Ihren strengen Arrest auch en. Bett und ordentlich was zu csien und, m tnnken kriegen ! N:ch wahr, meine Herren?- wandte er sich an das übrig? Kriegsgericht,- welches? auch natürlich bestimmend mit dem Kopfe nickte. Aber der Deserteur" blieb unerbitt--lich. .Nee !" schrie er abermals. ick dauh't mch! Ick nchm't nich an r Da war denn nun Qllerdmas guterN'ath theuer. Man berieth leise hin. und her und schließlich meinte der alte Majo? Boß: No, was wollen Sie Ms denn Zur orschläge machen, Sauerland?Füsilirt will ick werden? Dodtschciren tau man mn wo M oai zor en richtigen, anständigen Teseriär ge hören deiht! So steht dat in dc Kriegsgeicl)e Alle Wetter: Das war-cber wirklich denn doch ein bischen unverschämt. Ade? Sauerland," tönte es von öl len Seiten, nehmen Sie doch Vernunft an, seien Sie doch gemüthlich', das geht ja doch gar' nicht." Der tapfere Sergeant sich aber nicht verblüffen. Er woLle absolut todtgeschozjen werden. Entweder todtackwossen cd:? qämllH freigesprochen. Auf vierzehn Tage, achtTege. drei Tage Arrest, die man ihm schließlich anbot, ließ, er sich par Wut nicht ein. Ick lat nich mit mi handeln! war seine feste Entgegnung. DaF man unter solchen-Umständen fchlienlich auf seine Bestrafung vcrzich tct' Inifhtfiit rrnh1 ein niftWH1 ..fr, .yt.fr ftvv. .ftv Ansicht tonnte das X'sche Krieqsgcricht überhaupt nur froh fein, das; er für seine Tezcrtation Nicht nockj.clne vcld' entschädigunz verlangte, die man ihm auch: am. Ende noch zugebilligt hätte! , (du a rd Jurg.ensen. GedankenspOhn. 7Nj..t r5iZN,.Z. s?'' Is. Tn. ju? iiupi (lim u kif, -culenr. Wenn kein Verehrer es aerZennt! Nederlistet. Herr Pri oatier Stampser. der welchen in der Gartenvorstadt wohnt, geht spät ?!acht5 beim. In seiner Brieftasche trägt er eine größere Summe. Seine ?e)anken beschäftigen jtch eben mit cmcai maud , ww Vf vinr Tn?Tttnrt i.n!ti tn nirir cinfamca Gegend verübt worden war da sieht er im Schatkn:eurer Baum II l u w w ww. v..iifr gruppe zwei verdächtige Kerle vor Nch stehent Was thun?... Umlchren?... Die Bsiden haben ihn sicher schon ge. sehen und würden ihm nacheilen alsa ftijch draus lolr Jgott ich Sie um Ihre Begleitung bitteir?" spricht er die beiden Gauner mit freundlichem. Gruze an. Jch habe da bei mnuem Schwager uzch. meine Hand tasche zu holen deun ich ,will. mit dem nächsten uge fort, lls i die! Geld in dieser Handtasche, und so allein in einer fremden Stadt feie werden begreifen, das c nicht sehr rathsam ist. Wenn Sie mich zur Wohnung meines Schwagers und dann zunr ' Bahnhof begleiten- und mir die Tasche tragen wollen, würde ich mich gern kenntlich zeigen!" Die Beiden 'zchinjn zeln und gehe mit. An seinem Hause angelommen, sperrt Herr Stampfer das Hausthor auf und schließt es ssfort hinter sich. Die beiden Jauner war ten und warten. Endlich , öffnet sich im dritten Stock ein , Fenster und Herr Stampfer rust hinab :: .Meine Herren, schönsten Tan! für Ihre freund liche Begleitung!. ... Aecht, angenehme Ruhe!" Die Gauner schau' sich ge genfeitig an. und jeder flüstert dem an dern zu: ..Ich Dummkopf!.. ..So auf den Leim zu gehen!- , Auch eine; Entschuld,, gung. Richter: ie sollen Ihren Äachbar Pflaum ohne jede Veronlas. jung, wie derselbe angiebt einen Schuft genanut haben. Was können Sie zu Ihrer Enlschuldiguug k anführen? An geklagter: Daß ich ihn schon srüher sa genannt habe und er mir dies frühe niemals übel genommen hat! , Das i st schlimm. 51. : .Wissen Sie, wein Lieber, wir wollen? das Geschäst me.n lassen. Sie bab:n doch kein Zutrauen zu mir.- 33.: Aber ich bitte Sie. ich traue Ihnen, a'rade Ihnen alles zu'.' i ,"! ;-i ':: 'i-iHI . ' : .

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