Indiana Tribüne, Volume 16, Number 67, Indianapolis, Marion County, 25 November 1892 — Page 2
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Mnbimm Tribüne. i-.' 1 1 . . 1 ' . Erscheint täglich und Sonntags. , Tie tZgUche .TriöÄnk" kostet durch den Träger ,12 Cents per Woche, die C onntassTribune" 5 Gen; per Woe. nU zulazumen 15 Cent I oder S5l?knsZ pkrÄnat. Per P oft ML e schickt !n Vsr susbezahlunz fv per Jatzr. Cfjicc: Z 30 Ost Maryland Strabe. ?nUaNapoliS,3nd.,2S November '92. Cl tsndfeiuls KSttZg. .5s? M,J, d ist Zre fcsset Tie malerische, verwegne Zukunft der Mondscheinler oder nichtsteuerzah- , senden SchnapZbrenner hat nie einen int!?reffanterm Charakter, nie einen !ftreitbz?eren Führer und aeschickteren Organisator, nie einen gefährlicheren ' Gegner von Onkel Sa ms Beamten auszuweisen gehabt, als den CatMn ,Jobn Owens von Burkesville, Ka., welcher kürzlich au? dem Leben geschieden ift. merkwürdigers-ise nicht .in -ftwen Stiefeln", obwohl er mehr als einmal eine lebende Schießscheibe war! OwenS war sicherlich in semer Art ein großer Mann, und ibm hatte die Aun deZregierunz hauptsächlich den hart , ! nackiZM Widerstand zu verdanken, wel,chen die Bundesbcamten das letzte Vierülja'zrhundert hindurch im südlichen Klntncky bn allen Versuchen, die freie SchnapZbrennerei zu unterdrücken, fcc p&ml ist. Wenn auch keine Salven küber sein Grab gefeuert ws?d?n sind, bat er doch sicherlich einen Nekrolog verdient. Ter HanptmannZtitel Ow?nZ' war einer von der gewöhnlich? lZentuk - Zrer" Sorte, fonsern im BÄrgerkriege, 'wo er sich auf Seiten derConfödemten hervorthat, regelrecht erworben. Sein ganzes MannesZebm war ein fortgefester Kampf gegen die Regierung, erst in der grauen Rebei-enunzform und dann noch viel mehr in d?r mond scheinlerischen Civiltracht. (Jr verzog ünfangs der 59er Jahre von Virgmlen nach Kentucky; damals hatte das unversteuerte Schnapsbrennen noch teinen Reiz für ihn, zumal die Steuer auf eine Gallone Whisky nur etwa 20 Cts. 'betrug. Als er aber aus dem Bürger krieg heimkehrte, standen die Dinge ein wenig anders, und Onkel Sam so? derte von jeoer Gallone Whisky einen Antheil von beinahe SÄ. Owens 6ekam auf einmal sehe radikale Gedanken übe? das Recht der Regierung, dm ed - len Schnaps zn besteuern, während derselbe Stoff in jede? andern Form ohne alle Bedenken fabricirt wurde. So ging er denn hin und besprach sich mit seinen Nachbarn, sämmtlich biedere und J?seZliebende Leute, welche aber an j die Mondscheinlerei so fest, wie an das , Evangelium glaubten und viel Mais sowie kleines Getreide bauten. Ter Jeldzug -tonnte nun loZgehen-, Owens war der allgemein anerkannte Führer. Man kann sagen, dass Owens die Mondscheinlerei zu einer Wissenschaft und Kunst erheben hat. ES war erstaunlich. welchen seinen Branntwein er mit seinen so einfachen Verrichtung gen - herstellte; solcher Mondschein .... Schnaps war noch nie im Markte gc wesen, denn er kamdem besten gleich, den man t in Kentucky mit den vollkom' mensten Einrichtungen regelrecht gewon neu hatte. Owens war d.'r erste, der die wilden Schnapsbrenner des ganzen Landes am Cumberlandfluß entlang m einer Liga zum Schuh ihrer gemein , tarnen Interessen organisirte. Es M konnte kein Fremder mehr den südlichen 'Theil von Kmtucky betreten, ohne 'daß inen wußte, weshalb er gekommen war. Gelang es ja einmal nicht, dies sogleich festzustellen, so wurde diese Person einfach als Steuerbeamter betrachtet und demgemäßig bewacht, und die .unde daoon wurde rasch nach allen Seiten verbreitet, sodafc die Mitglieder 1 der Zunft manchmal schon eine Woche. ebe ein Steucrbeamter wirklich eintraf, , von seinem Kommen unterrichtet -f waren. OwcnZ betrieb persönlich etwa ein J, Tutzend Brennereien, welche in Hügeln am Cumberlanöfluß entweder in kleinen Höh'en oder in tiefen Schluchten :' lagen und dem Auge völlig verborgen .blieben, wenn man sich nicht in näch, lter!ähe befand; Mein war die Ge eud der wildeste Theil des Landes, und , wer mit der Bodenöeschaffenheit nicht vertraut war, konnte überhaupt nicht , dur kommen. Kamen Geheimpolizi" sten in die Nähe einer der Brennereien, so konnte diese zeitweife aufgegeben werden, ohne das das Geschäft darun ter litt; jede war unabhängig von de? 1 übrigen! Die Arbeiten wurden fast ausschließlich bei Nacht verrichtet,' da. , mit nicht der Aauch den ,Berräthcr ,, spiele: manche Brennereien konnten aber Tag und Nacht betrieben werden,' da die betreffenden Höhlen eine Menge kleiner, weit vom Eingang entfernter Abzugsftellen für'den Rauch hatten,, jo dag sich dieser bis ur Unvemerklichkeit vertheilte. Owens kam auf den 0Je Danken, seinen Bergthau- in Fässer zu füllen, welche -von den.BttndesbeHorden regelrecht gestempelt waren in denen ' sich also - vorher verstenerter schnaps befunden hatte. Er erzielte damit eine Z?it lang großen Erfolg, und die Steuererbeb:r wurden leicht getauscht, we-an ne ihre periodizchen Ltundgänge Bei den, Schnapshandlern machten.' Balo mußte freilich dieser Betrug an den Tag, tornrncn, schon in Folge des,, ?luS.'alles, in .den Zolleinnahmen, und , die (cheimpolizet itellt schließlich den Mondzchcinzchaaps ar dem Unterschied bt? Geschmackes sst. ,,' Man wußte recht gut, daß die Häge! von wilden Schnap-Zbrennertten wimmelten. und Eapt. Owens war balk als die Seele des Ganzen bekannt Äicht weniger als 200 BundeZd.'amtt veranstalteten einen Monat hindurch Tag und ?!ccht ern förmliches 'wel treiben auf (ladt OwenS, welcher wahrt Wunder von Berwegenheit und Schlau heit leistete und, wie gewöhnlich, von der öffeutlichen Meinung der ganzen Gegend begünstigt wurde. Er liefern den Vundkvdeamten eine ganze Reih, rerzweifelter Schlachte?! und wurde ni'
gefangen genommen bis zum Frühjahr 1880.' John A. Sparls in Louisville. der durch seine Entschlossenheit und Courage ebenso berühmtMr, wie der Mondscheinler-Chef, erschien auf dem Schauplatz mit dem Entschluß Owens todt oder kebend zu holen. Sparks'be stach einen von Owens bedienstetcnIun' gen ohne Bestechungen wäre über Haupt verzweifelt wenig gegen die Mondscheinler auszurichten! welcher den Aundcsbeamten und 20 schwerd waffnete Gehülfen nach der Höhle des Löwen" führte. Gerade bei Tagesgrauen traf man dort ein. Die Ucd'erraschung war eine vollständige. Owens tauchte ahnungslos in Hemd ürmeln auf und ging durch einen en gen Psad nach einer Quelle, um zu trinken: er, war gänzlich, unbcwafjnet. Plötzlich brachen die Belvaffneten aus dem Hinterhalt hervor und riefen Owens zu, sich zu ergeben. Obgleich ihm eine ganze Anzahl Flintenläule entgegenstarrten, zuckte OwenS mit sei ner Wimper, und auf die persönliche Aufforderung von Sparks sich zu er , i. - . i.i.f w - . . .
gkocu. erwioerie er lnu:, oa oit crec tiyZ so schlau gewesen seien, ihn zu entdecken, so könnten sie auch noch die paar Schritte herzukommen und ihn, den Unbewaffneten. - gefangen nehmen. Spai k? und $i:Zn xereti sen t.nih e ü:it:n und machten gerade Miene, sich zu nähern, als pk'öZlich Owens wie ein Blitzstrahl nach der Höhle zuschoß, um seine Waffen zu holen und seine Leute zn alarmiren. Einen 9fafiMtcf w.iren die Beamten ganz .baff-. Dann schrie SparW: , wTödtet ihn Ein allge meines Feuer wurde auf den Fliehen den eröffnet. Gerade vor dem Ein gang ,der! Höhle stürzte dieser znsam. men. Obgleich-von eiaml Dutzend Schusse durchbohrt, richtete nch der Hüne wieder auf und suchte, unter einem beständigen Kugelregen, die Deckung der Höhle zu gewinnen. Aber' mals stürzte er. Als er fühlte, daß er nicht mehr gehen konnte, kroch er wei ter. Gerade, als er im Begriff war. nach seiner FlinZe zu langen, verließ ihn seine gewaltige Kraft ; dreizehn Schüsse hatten ihn getroffen. Man brachte ihn fort. ;und nach drei Mona, ten war er wiederhergestellt. Vor Gericht konnte man ihm gar nichts anha ben, denn er konnte in jedem Falle ein Alibi beweisen. - Seit diesem dentwür digen Tag wurde er desperater, als je. und ruhte auch nicht, bis er i. 1. 1837 feinem Feinde SparkS in einem neuen Berzweiflungslampf das Lebenslicht ausgedlasen hatte. Und dieser Mann ist mit 42 Kugel, narbm am Körper, an einer ganz ge wöhnlichen' ' LungeneutzÄnöung tintA Philistertoo gestorben l Hat eS je Riefen gesehen? Bis in die neueste Zeit hinein hat dlc Wissenschaft sich vollständig ablehnend gegen die Borstellung, verhalten, dafc es jemals in vorgeschichtlicher Zeit Riesen. d. h. Menschen von weit mehr als gewöhnlicher Körpergröße, wirklich gegeben habe, und hat diese Wesen voll ständig in das Reich d:r Märchen verwiesen. Aügenblicklich jedoch find die Gelehrten nicht vollständig einig in dieser Frage, und manche enthalten sich wenigstens eines bestimmten, abschließenden Urtheils darüber. ES fehlt nicht an U m standen, welch t für die Möglichkeit, wenn nicht für die Wahrlchemlichkelt eines ehemaligen Äiesengeschlechtes sprechen. Als sich die Welt zuerst mit Thieren bevölkerte, waren . dieselben alle im Vergleich .zu denen der geschichtlichen Zeiten von ungeheurer Größe; die Thier Niesen sind also ' eine unbestreitbare und seh" allgemeine Thatsache. ' ' . ES ist kein zwingender Grund dafür vorhanden, warum gerade b:im Menschen das Verhältniß zwischen Ehemals uno ein ganz , anoerez gewesen fein soll besonders wenn, wie man all gemein annimmt) der .vorgeschichtliche Mensch bedeutend länger lebte, und wohl auch die Zeit semes Wachsthums entsprechend länger anzunehmen ist. Warumoll. nicht aS, damalige Ber hältniß zwischenÄensch und Thier auch äußerlich ungefähr dasselbe gewesen sein, wie heutzutage? ,, (Soweit, über hauptder Menjch gleichzeitig mit jenen ilrthieren ezistirt hat, was sicherlich in späterer vorgeschichtlicher Zeit der Fall war.) , Der Gedanke, daß neben d:n Borfahren unserer heutigen Thiere, in ihrer gewaltigen Größe und entsprechensen Furchtbarkeit und Wildheit so wie enormer Menge, nur Menschen von geschichtlicher Größe sich herum gedrückt hätten, im Besitz kaum eines einzigen der späterhin durch ihre In kelligenz entwickelten Vortheile, hat ent' schieden etwas .Unsymmetrisches-. Man wird darauf hinweisen. daßd:e Wizseuschast noch so gut wie keine, ,,we. nigstenS keine sicheren Ueberreste von Menschenriesen gefunden habe, während Skelette von Thierrieseil in Menge gefunden wurden.. Aber seit undenklicher Zeit schon hat der, Mensch seine Todten an unzugänglichen oder nicht sobald ermittelbären.Plätz? verborgen mZH rend die Ueberrefte der Thiere saft ohne Ausnahme frei zugänglich waren. Und sogar manche Thiere werden 'von der Wissenschaft oder einem großen Theil derselben. als vorhanden angenommen, obwohl noch keine Ueberreste von ihnen zu finden waren! (Man , denke z. B. auch an die fehlenden Zwischenstufend'r Darwinistischen ?aturanschauung.) Mit den Ueberbleibseln verschiedener anderer Theere steht e wenigstens nicht diel besser, als mit denen des Urmenschen. ES wäre also sehr unklug, aus diesem Mangel schon allein aus das NichtVorhandensein von Riesen , zu schließen. - . . ' , Und noch EinS! Der Umstand, daß die Riefen so a!lg?mein in der Volks Überlieferung dir verschiedensten Gegenden auftreten, ma,, auch zu denken geben. . Ganz ohne Hintergrund sind die Volkssagen gewöhnlich nicht. Bei manchen Völkern sind die Riesen nur Personificirunzen von Naturkrästen; aber und ne das nicht etwa erst später hin' geworden? Schon in vielen Füllen hat d?e Volksuberüestruna, die loiuia gen in den Justine: der Volksseele über Artist v der Wissenschaft voraearin: l Und' ist durch spätere Entdeckungen 1 mehr oder weniger bestätigt worden. ' Das ailt sowohl vrn Fraam der V,
cZaügenheit wie der Znknnst. So hat die Sage vom , trojanischen Krieg und seinen Haupthelden gerades durch die neueren Entdeckungen bedeutend s an Wirklichkeit gewonnen. Und wie länge schön hatte Amerika im Dämmerlicht der Volksfage als Atlantis- geglänzt, ehe der Fuß des ersten (bekannten) Ent deckers die Neberlieferung einholte! Es ist durchaus verfehlt, gegenüber der Vollsüberlieferung eine Bilderstürmer"' Politik um jeden Preis zu irei ben. 'Alles in Allem muß die Frage, ob es Riesen gegeben hat, jedenfalls noch !s eine ojsene erklärt werden. . I 1 r 1 " " 111 Vom Jnlande. Die Flugschnelligkeit einer wilden Ente ist neunzig Meilen in der Stunde. Brasilien bat-eU Gesetz zwecks Ermuthigung d:r chinesischen Einwanderung erlassen. Ein schneeweißes Rehwurde kürzlich in BakerS Run, Minton Coun tu. Pa., erlegt. Teppich e würd en schon i n Ninive und Babylon gebraucht wie Gemälde von 1500 v. Ehr. gezeigt ha. ben. ' Eine Kette, welche kür die Ä. St. .Negierung 1833 in Troy, N. A, gemacht wurde, war über sechs Meilen lang. . ; . Eine Fra u i m -:0. i o Butterfaß seit fünfundzwanzig Jahren in . Gebrauche und Butter im Werthe von mehr als, Sw,000 darin gemacht. In D u n denon MM'u ör.' lien, wächst ein ! blauer, Gummibaum bis zu einer Hohe von 450 Fuß7" Es soll dcr höchste Baum in der Welt sein. Frau LucyStone, die län ger als irgend eine andere Frau den Kampf für die Emancipation ihres Ge schlechts geführt hat. ist jetzt 80 Jahre alt, sieht aber jünger aus, als viele Frauen von 60 Jahren. Jüngst kamen die beiden kleinen Kinder des Farmers Ashmore in Elcbnrne Eounty, Akab., ein Knabe und ein Mädchen, beim Spielen im Walde an einen kleinen verfaulten
Baumstamm und wandten denselben um, weil sie sehen wollten, was sich da runter befinde. Sie legten dabei eine Klapperschlange loS, welche schnell wie der Blitz dem 'Mädchen ihre Fänge in'S Bein schlug. Der Knabe sprang herbei, um seine Schwester zn vertheidigen, ergriff einen Stock und griff die Schlange an. Der erlte Schlag ging fehl und die Schlange biß den Knaben in den Fuß. jedoch ging dieser entfchlos fen aus die Schlange los und tödtete dieselbe schließlich, nachdem sie ihn zum zweiten Male gebissen hatte. Der Va t.r, welcher d:e Kinder schreien hörte, eilte herbei und als er sah, was gesche hen war, wandte er eilig Gegenmittel an, jedoch war es bereits zu spat und schon nach wenigen Stuudm starben Heide Kinder. Unlängst kam eine hübsche ,ünze Frau in's Lee Avenue-Polizeige richt in New Port und erklärte, ihr Gatte fei verschwunden. Mein Name ist Elise d'Amefon-, erzählte sie. und lch bin Vollständig fremd hjer. Vor fünf Monaten verließ ich mit meinem Gatten Frankreich, um uns rn Canada niederzulassen. Wir besaßen 5800. Aber weder in Quebec, noch in Mon treal und später in New Bork gelang es meinem Manne, Arbeit zu erhalten. Am Freitag verkaufte ec' unseren Hausrath an emen Trödler. Wir begaben uns daraus nach Ärooliyn und gestern Morgen sagte er mir an Marc Ävcnue und Broadway, ich möchte aus . ihn warten, er wolle nur einmal mit dem BilletVerkäufee der Hochbahn Rucks spräche, nehmen. Eme stunde wartete ich vergebens ans seine Rückkehr. Als ich mich bei dem Bahnhosbeamten erkündigte, erfuhr ich. daß wem Mann mit einem , Zuge davongefahren tu Ich glaube, daß die Erfolglosigkeit, sei ner Bemühungen Arbeit zu erlangen. ihn wahnsinnig gemacht hat. und dan er sich von mir trennte, um Selbstmord zu begehen.- Der unglücklichen jungen Frau wurde gerathen, sich an die Wohls hätigkeitS'Commission zu wenden. Sieben Studenten b t'x Universität $alc, welche dem kürzlich in New Vork gewonnenen, großartigen Siege ihrer College im Fußballspiele beigewohnt hatten, machten ihrer Be geisterung .darüber am Abend Luft, indem sie eine große Reise durch die wilden Gegenden" des Tenderloin Bezirkes unternahmen. " Madame Jsa bella Encel empfing die lustigen Bur fchen mit offenen Armen in ihrem Himmel-. in No. 112 West 32. Str.. und die verschiedenen gefallenen Enzel dart-versetzten die vergnügten Brüder Studio durch allerhand zarte Aufmerk iamkeiteu in das höchste Entzücken. Der, allgemeinen Freude wurde aber ein starker Dämpfer aufgefetzt, als Po lizist.' Sullivan, angelockt durch , den Larm, welcher aus dem Hause -weit über die!, stille Straße hinaus ertönte, wie ein Ovus mAcu!u. plötzlich in dem fröhlichen Kreise auftauchte. ..Ein fideles Gefängniß." brummte der Ser geant, als dir ganze Gesellschaft sicher hinter Schlag und Riegel im biahons hause der West 29. Str. saß' Sehr ernüchtert standen die jungen Dämchen und Herren an nächsten Morgen vor Richter Ryan im Jenerson.Market Po lizeigericht. Derselbe hielt Allen eine donnernde z Strafpredigt, H drückte dann arer beide Augen zu und ließ die ganze G;i?ll,chaft:;!ife. , ; i ili,;,;,;,,,;,,. ,,p '4,?. fS ,)-..., . k " r?. : 's-: w-. "v ' if . 'Es m ar ein lustiger M u sikante". der einst amRil spazierte und dem aus dem Waer gekrochenen Kro kodil so lange zum Tanze aufspielte. diS die wackeligen Pyramiden das Teufelsvieh- erschlugen. Zu dieser M'usikantengattung gehört der Cellist Likman, der im New Yorker Bizou Theater seinem Wimmerhclze" Klage t?ne entlockte, allem Anschein? nach nicht, denn lonst wurde er auch wohl in Ermanglung des Krokodils, statt dessen er eine hübsche Operetten-Diva vor sich hatte und in Ermanglung der wackli gen Pizramldeii-, emzia durch.. die ..Macht der Töne", sich als Meister der , Situation gezeigt haben. Im erwähn ten Tbeater wurde die Operette .Fuy
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of Bristol" einstudirt. , Jrz der Prode vor der ersten Ausführung warf Diva Madame .Blanche, Siegrist dem', hüb. fchen Cellisten den'Crisapfel zu, indem sie ihn mit feurigen Blicken ansah, dabei wie von ungefähr mit dem linken Auge blinzelte und ihn ansang: Geora George -Du Herzensdieb, ich' kann Dich nicht "lagen, ich hab' Dich zu lieb!Lieman glaubte anfänglich, Blanche mache ihm in aller Form, eine .Liebes erklarung. doch als die Diva die Strophe ! rcpetirte und dabei mit den kleinen Füf.ch?n zornig den' Takt trat, da ging oem schwärmerisch angehauchten Cellisten ein Seifensieder auf. Er ver bat sich kategorisch eine dnartige Hän selei und stellte, als Madame 'SZegrist zornschnaubend von der Bühne abtrat, kurz resolvirt sein Instrument in die Ecke und verließ das Theater. Die College standen schon auf dem Sprunge, dem anscheinend Gefopp reu Zu folgen und einen Generalstrike zu insceniren. als sich Director Rosen quest in's Mittel legte. -Letzterer hatte bald herausgebracht, daß die Diva durchaus keine Ungehörigkeit begangen, Widern einfach die AnfangSstrophe eines Liedes, das sie sich als Einlage? erwählt und welches der Cellist , mit dem g lnzen Schmelz seines Jnstrumzntes begleiten tollte, citirt hatte. Die lultigen Musikanten- nahmen ihre tläti wieder ein und der bärbeißige Zellist wurde nach dem 14. Str.-Thea 'er verhetzt. Et war eben Jtin lustiger Kußtaate". r , ,i iii im! " i" ' . Deutsche soeamachrichken. Provinz Ar an dend urg. r f Der älteste' aktive Vorturner, der Berliner Turnerschaft, der einst , die Korporation' mitbegründet, Schneider Meister August Arendt.. Dr. Muck ist Ms fünf Jahre für das Königliche Opernhaus als Kapellmeister verpslich tet worden. An den Ufern der Spree errichtet man' jetzt ; für die Schisser Adessynier-Brunnen. , solche Brun nen aeben dicht au der ' Spree ein , sehr schönes Wasser,' weil man in geringer Tiefe auf Kiesgrund stößt. Wegen Maiestätsbelezdigung ' wurde der Re dakteur d.S Vorwärksl, R. Cronberg. zu drei Monaten , Festungshalt verur? theilt. Die, Tochter des , Cöpenicker Raubmörderpaares. deren Väter am 20. ' v. Mtö unter )em Peil des Hen? kers , endigte,, ist , von ihrer zur lcbens länglichen Zuchthausstrafe , begnadigte Mutter Christiane Schütt getrennt und dem hiesigen Waisenhause überliefert worden., 'Die Schütt benahm sich bei der, Trennung völlig , fassungslos! Immer und immer wieder. herzte sie ihr Kind, das sie voraussichtlich zum leßtch Male im Leben gesehen hat. Der ül. teste Feuerwehrmann" der " Provinz Brandenburg lebt in Eöpenick.' -A M ist der Schornsteinfegermeister Georg Leist ner welcher auf feine 52zjährige Thä. tigkeit als Feuerwehrmann zurückblicken kann'. ,' Er ist MmwärtiglEhrenmitgZied der hiesigen ' sreiwilligen Feuev wehr, zu Seren Versammlullgen her alte Herr trotz seiner 70 Jahre noch re gelmüßig in Uniform erscheint. Seine Laufbahn" als Feuerwejrmann , de gann 'er in Berlin zu einer Seit; als die jetzt noch bewährte Hakenleiter ein geführt wUrdederen Zweckmäßigkeit mit zu erproben gerade L. mitberufen war. Wegen der' bei vielen Bränden in Berlin geleisteten Dienste erhielt der selbe die , hiesige Stelle , eines' Schorn steinfegermeisters, welche derselbe heute noch inne hat. Das großartige Etadlissement W.' Spindler im nahen Spindlersfeld beging am l.'October d. I.' das ' Jubiläum seines 00jährigen Bestehens.. Nicht weniger, als drei goldene Hochzeiten werden in diesem Monat in Fehrbellin gefeiert. Am 9.. Ockober , beging , der seit 40 Jahren er, blindete Stuhlpächter Dreupcke mit sei. ner Ehefrau dieses Fest: am 12. Octo der kcicrten die Eheleute Höffler und am 30.-'October die Eheleüte Blumenreuter in der Neustadt ihr goldenes Ehejubi läum." - . ; ; , ''Provinz O st Preußen., i Orgelbauer, Terletzki in Königsberg hat den Auftrag herhalten, .für unsere Schloßkirche, "ans Anlaß ihres auf den 1 Januar .nächsten JahreS. fallenden .dreihundertjährigen , ,, Bestehens, .'eine neue Orgel zu erbauen. . Für das neue Musikwerk sind 30,000 Mark . auSge. setzt.. ,Ter Eigenthümer Karl. Kal. kowSki aus JohannSdors war beschul digt, am 5. April .d.. J. seine auf Al tentheilbei ihm wohnende Schmieger mutter. , die Wittwe 1'Göricke, mittelst Arseniks vergiftet zu habend ,AlS die Letztere im Alters von73 Jahren ihren Kindern .' das , ihr gehörige Bauerngut überließt bedang sie sich ein Altentheil aus. Die alte Frau ist den neuen Be sitzern bald lästig geworden und diese rä u m ten sie d ilrch Gift auS dem Wege. Die junge Frau erhängte sich im Ge süngniß. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten des MordeS schuldig, worauf der Gerichtshof denselben zum Tode verurtheilte., ' i Provinz Weftpreußen. ' Die Liedertafel in Lautenburg, welche im Jahre 1653 gegründet ist,' hat be schlössen, im nächsten Sommer das 40. Stiftungsfest zu feieru. f Dr., mch. Woldemar Berg in Marienburg. Der Geistliche MaliSzewski ist als Bikar.in Putzig angestellt. Dr Pfarl'er Schapke in Neumark ist als Dekan des Dekanats Neumarkt eingesetzt. Zm Schluß des diesjährigen Schießens fand in der Riefenburger Schützen'Gilde das En ten-Schießen statt. Den ersten Preis errang , Geschäftsführer Zollenkopf, welcher als . EntenKönig i proklamirt wurde. Die TeSk'fchen Eheleute feierte in Anwesenheit ; einer ansehnlichen Kindet' und Entelschaar, das Fest der goldenen - HochM. Beide sind noch recht rüstig. In der Kirche wurde das Jubelpaar eingesegnet und empfing vom Altar auS die EhejubiläumSme daille. Der Gemeindekirchenrath schenkt? IHnt'''i6eli1::!lj!;fi:: . Schleswig Holstein. t Ein alter schleswig-holsteinischer Kampfgenosse, der Rittmeister a. D. Kar! Hänfen in Kiel. In Kiel hat ein Landmann aus der Nähe von Bre men,' Namens Säger, em junges EchSnkmädchen, B.' Bromberff, mit der er in einer Droschke in der Stadt herumfuhr, wählend der Fahrt eriöos
itn. - Der AmtsgertchtZralh Lang von Lunden, welcher- sich zum SesUch in Hamburg aushielt, ist dort an der Cholera gestorben. Da5 vom Alto nacr Schwurgericht wegen Mord. Mordversuchs und vorsätzlicher Brand ftistung zum Tode und zu 3 Jähren Monaten Zuchthaus verurtheilte Dienstmädchen Anna Marg. Nie. Brinckmann aus Rellingen i: vom König zu lebenslänglicher Zuchthaus strafe begnadigt worden. Die zwölf jährige Tochter des Hufenbesitzers Schneeiloth in'Brodersdorf, welche mit Zmischensahren beim Einheimsen des Getreides beschäftigt war. gerieth so unglücklich unter die Pferde, daß der Tod augenblicklich eintrat. Der Be sitzer von Hotel Danmark" in Sonder bürg. Bartram, fiel Abends von der Treppe hinab und ist an den Folgen des Sturzes gestorben.' s In Tondern der Stadtrath Kausmann Peter len KrauS. Provinz Schlesien. In Deutschpiekar wurde gegen den Gemeindeschreibec Kuhna ein Dynamit Altentat verübt. Sein Haus wurde lhnlweise zerstört. Die benachbarten Fenster sind zersprungen. Man per muthet einen Racheakt. . Der. Thäter ist entflohen. Der Turnverein in Frei bürg beging' das Fest semeS 30jäh?igen Bestehens. Gleichzeitig wurde die neu erbaute .Turnhalle geweiht. ' Bei einem Zusammenstoß mit Wilddieben sind die. Förster Wolff und Jesterin Gleiwitz ermordet worden. Die Morder wurden verhaftet. . Schlosser geselle Ernst Eckert in Glogau verfolgte auf der Promenade eine junge Dame. Als diese, eine Schauspielerin, sich die Zudringlichkeiten energisch verbat, zog er einen Revolver: und feuerte einen Schuß auf die Dame ab, ohue diese verletzen. Unmittelbar darauf ergriff Eckert die Flucht, wurde aher verhaftet. Wegen erheblicher Unterschlagungen amtlicher .Gelder wurde Pfarrer Bringst aus Spreewitz zu zwei Jahren GefänzMV und zwei Jahren Ehrverlust verur theilt, Wegen Betrugs und Unter schlagung wurde der Amtsvorsteher Kretschmer-Seifert zu Rudelstadt feines Amtes enthoben. Derselbe sollte sch.n vor einigen Jahren wegen falsche? Des nunciation abgesetzt werden. In der Stranache gegen den Bicefeldwebel Barthcl in ?eisse. der iine Ehifrau er'chos sen und nch der i,.chuen'luchl icku'w gemacht hatte, ist, nachde das erste Urtheil vom Kaiser mcht bestätigt wor den war. zum zweiten Male das -'riegS Oericttliche Urtheil gefällt worden. Das selbe lautet aus 7 Jahre ZrchthauZ und Ausstoßung auS dem Solo ate.r stände. Provinz Posen. :; Die Fischerinnung Posens desitzt seit dem Ib. Jahrhundert das ihr von pol Nischen Königen verliehene Vorrecht, üuszchllettllch aus der Warthe rou Rew stadt a. W. bis Wronka Zu fischen. Da nun die Interessen der Flußschiff fahrt und der Filchcret m vielen tlu auseiuandergchen und ans diesem Grunde , stets Prozesse zwischen dem StrombaunZkuS und der FllcherJn nung geschwebt haben, will die Regierung'dleien Prozessen em für allemal dadurch ein Ende Machen, daß sie die Posener Fischerinnung abfindet. Die Jnnüng beansprucht für die' Aufgabe ihres Vorrechts 250.000 Mark. Der pensionirte Lehrer 'Wojezechowski . in Argenau seierte mit semer Gattm die goldene Hochzeit. Es gibt wohl selten eine kleme Stadt, m der i viel Jubel paare wohnen, wie hier. In tünfti gen Jahren feiern zwei Ehepaare die diamantene Hochzeit, außerdem wohnen hi?r Noch Ehepaare, die längst die "go!s dene Hochzeit gefeiert haben. A3e fünf Paare erfreuen sich der, besten Gc fundheit. Das Schlosser Hertersche Ehepaar in Jnowrazlow wurde von einem schweren Unglück betrogen. Ein vom Umzüge auf dem Hofe in aufrech ter Stellung zurückgebliebener Klavier tasten, dessen sich ein fünf und ein drei jähriger Knabe zum Versteckenfpiclen bedient haben sollen, wurde umgewor fen und traf den jüngsten Knaben zo unglücklich auf dem Kopf, daß das Kind kurze Zeit darauf starb. Vom Schwurgericht wurde der Wirthfchafts befitzer Trzxiak, welcher den Gendarm Krüger in Kuchari erschossen 'hat,.zum Tode verurtheilt. Die'Ausmande rung der ländlichen Bevölkerung nach Amerika hat in , neuerer Zeit gänzlich aufgehört. Da sich die Löhne infolge der diesjährigen guten Ernte nicht un erheblich gebessert haben, so ist die Neigung zur Auswanderung verschwun den,, und es werden. in fast allen Ar beiterfamilien wirthschaftllche Einrichtungen. welche auf ein- längeres Verbleiben in der Heimath schließen lassen getroffen. , , Königreich Württemberg. Professors Candidat Paul Beck in Ulm hat sich in einem Anfall- von Gei 'stesstörung mit Karbolsäure, vergiftet. In. feinem GeschästZlo-al in der Wildstraße beging der Flaschenbier hä ndler H um m ler in U l m Sc l dst m ord: In einem zurückgelassenen Brire be zeichnet er .als Motiv der That, daß , er feine Braut , nicht unglücklich machen wolle, indem er geistig gestört und we gen Geistesstörung schon , einmal, in einer Heilanstalt untergebracht gewesen sei. Die Colonial und Fischwaaren Handlung von I. G. Maicr, in Ulm bat ihre Zahlungen eingestellt. , In Sachen der Ermordung des Fabrikanten Herz in Billigheim (Baden), welche in das , benachbarte Langenau hinüber spielt, sind jetzt dort durch einen Land gerichtSrath auS MoSbach umfassende Erhebungen angestellt worden.,, Das Ergebniß derselben war die Verhaftung eines , EöldnerZ Kroninger auf dem Schotthof, Gemeinde Langenau,,, .bei dem. sich der Thäter, der Fuhrmann Schcmpp aus Langenau, der sich be kanntlich vor feiner Verhastung er hängte, aufhielt und in dessen Scheuer die bei der That getragenen blutigen Kleid.'r des Schempp und feiner Schwe sier gefunden wurden, sowie die Fest nähme dex Frau des Schempp. Auch in Ulm sind zählreiche Personen der haftet worden. In GlenS wurde die Ehefrau des . Fabrikarbeiters Christ, Fauth auf ihrer Hausstaffel hinterrücks niedergefchlagen, wobei ihr der Schädel zertrümmnt wurde.- so dsV st: ' nach
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kurzer ?Au narö. sitz :rAzt?. ?a?n i meldete sich bei der Polner der Soün der Getödtctm mit dem Geständnis? daß er seine Mutter erzchlagen habe . im Zorn über beten Trunk und Hänsj delfucht. Pie Mutter habe noch in der Woche vor ihrem Tode seinem Vatcr heimlich Aepfel beseitigt, um den Erlös, dafür zu vertrinken, und als ihm dies' fein J'ater in der rtinbenmkrtlisrfxiit erzählt habe Hie Mutter wegzMaffen. In Thal bei Bngakeule ist dZ unter dem Namen .Klögerle belannie An. m , . r - - . M,,. -f wefcn Niedergebrannt. Die Bewohner ' konnten nur das nackte Leben retten.Ein größeres Schadenfeuer hat in Weilderftadt die Gebäude des Geome-! äschert. R h e i n p r o v i n z. TXXtL t. .1 , O l"un vrr lucauna einer Straße nahe unter der Erdober fläche die Uederreste eines römischen Hauses gefunden und bloögelegt lnterettantenen ut itt aefundenen ' Reste biloet 'eine Badeanlaae. van wel. cher der aus Ziegelplatten auf starker Betonunterlage gebildete Boden An sätze der Seitenwände einer .ovalen Padewanne und die WasserzusührungS und Ableitungscanäle (ebenfalls auS Ziegelsteinen hergestellt) noch wohl erhalten sind. In der Nähe des Bade raumes wurde außer einigen Paar nadeln aus Elfenbein eine .sehr schöne, aus Golddraht, überaus geschmackvoll hergestellte Halskette sowie die Münzt eines christlich römischen Kaisers gefun den. - Bor dem Eifelthor, : bei der BloZstation. am Gotteswege. fuhr ein. Güterzug in den legten, mit Reservisten besetzten Wagen eines Personenzuges hinein, welcher auf dem Geleise hatte halten müssen. Von den Insassen des getroffenen WagenS wurden zwei, die Kürassierreservisten Karl Schneider auZ Osthausen und Karl Röeckcr aus Boöfz heim, a,etödtet; schlver verletzt sind die Kürasstere Lemmerwein, Dennelfeld, Rehn. Dielemieger, Hartgemann,Frau lob, Kieser, Dick. LenS. Ols,.und der Marinereservist Geis., In. Aachen starb der Rentner Gerhard Rehm. Als junger Zimmergeselle kam er vor vielen Jahren aus seiner Heimäth Langer wehe nach Aachen, wo er zunächst Schubkarren für den Bau der damals im Entstehen 'begriffenen Eisenbähn Linie AacheN'Köln herstellte und sich dadurch ein kleines Vermögen erwarb. Damit gründete er eine Eisenbahn genfabrik. , Später, warf er, sich aus schließlich auf die Grundstückspekulation und erwarb umfangreiche, damals noch wüst und unbebaut' liegende Flächen tm Osten der Stadt, die sich bald mit Häü, fern und Straßenzügen bedeckten. . ES entstand das sogenannte .Rehmvier tel". das seinen Begründer zum reichen Mann machte. BiS an sein Lebens ende blieb er seinen einfachen Lebens Gewohnheiten treu. Er starb im ffa thnneninstitut. einem don ihm er richieten und ich seiner verstorbenen Fan: v?' tm Krankenhause in. Aste w j V i e, P a p st e u n d di e I u d e n. ' Der jüdischen, durch ihren gro? ßen Reichthum angesehenen.. Familie der Pierreleoni zu Rom, die nach ihrem Uebertritt 'zum Christenthum für die oftmalige finanzielle Hilfe, die sie - der Kirche leistete, in den erblichen Fürsten stand erhoben wurde, entstammte der .Papst Anaclet II. Seine Neigung, Geistlicher zu werden, begrüßte sein Vater mit Freuden, sollte doch' durch den Sohn der Glanz seines Hauses im mer, größer werden. Nachdem der junge Pierreleoni al. apastlischer Legat an verschiedenen Höfen ruhmvoll gewirkt hatte, bestieg er 1130 als Ana clet II. unter dem Jubel eines großen Theiles des römi'chen. Volkes den päpstlichen S tuh! und behauptete sich auf demselben bis zu seinem 1 133 erfolgten Tode. Obwohl- als ;; Christ geboren, konnte er dennoch seine Abstammung nicht verleugnen, seine Züge trugen zu deutlich den Stempel , seiner semitischen Abkunft, und wenn auch seine Freunde und Lobreoner sein echt iüdischeS Aussehen damit . zu entschuldigen suchten,daß, einige Apostel noch jüdischer. auS gesehen hätten, so wurde er doch von seinem Gegenpapst Jnno5enz II. seiner Herkunft wegm verhöhnt, und ein deut' scher Fürst warf ihm in einem von- Be leidigungen7 strotzenden :i B riefele seine jüdische ,?ldstammung vor. t Die Groß i.kutter dieses Papstes starb als Jüdin, nachdem sie noch erlebt hatte,, daß ihr Sohn Fürst und römischer Consul, ihre Enkelin ein Mitglied der! angesehensten Familie RomS : auS dem Fürstenhaus Frangipani , geheirathet hatte und ihr berühmter Enkel Legat deS PapsteS war. ' ' ' ;! " 1 ' ": "' ; M: - Verlangt Mucho'S Best Havanna 5. '-"rti ' f (- kP .:;!':.- .... . ... - iSliijiltttWe ' fi j ih;. 1 ai:
habe er die Mirthichast erlaien. um wm ii,imäin feinet Mutter den Kops zu zerscklagm. JÄ'iy Aater und feobtt wurden bernntM. ' cuf. d tfht rm fctintft fitrirt. I KSllk von
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