Indiana Tribüne, Volume 16, Number 62, Indianapolis, Marion County, 20 November 1892 — Page 2

naG MW! Hunde-Ttudicn. Derselbe Dr. LouiZ Äobinson, dem tü'it interessante Forschungen über die Mnde und Füße der Mugcdorenen verdanken, hat auÄ vielfache Studien Lber Jnstincte und Gewohnheiten von Thieren und insbesondere der Hunde angestellt. Seinem Berichte in der Contemporary Ileview" entnehmen wir die folgenden Angaben: Obgleich der Hund jeht vollständig gezähmt ist. unterliegt es doch keinem Zweifel, daß er einem wilden freien Geschlechte cnt stammt. Er und der Urmensch haben sich wahrscheinlich auf der Jagd zusam ungesunden, und vielleicht hat der Jäger einmal jnnge Hunde zum Spie !en für seine Kinoer nach Hause gebracht Aber nach der Gleichgiltiglei! zu urtheilen, die heute noch die Wilden für die Hunde zeigen, ist nicht anzunehmm, daß der Urmensch sich mit der Züchtung und Zähmung dcZ Hundes viel abgegeben habe. Doch ließ man ihn in der Familie und er detrach tcte sich bald als vazu qchörig. Später entdeckte man sein agdtalent und machte es nittta. Der Hund betrachtet daZ Haus feines Herrn als fein Eigenthum, auf das er selbst auch Ansprüche habe. So unterwursig und anhänglich er an die Be wohner ist. so mißtrauisch und böse ist er gegen alles Fremde, das sich einen Einariff auf fein Eigenthum erlaubt. Diese Art von Eigenthum-begrist rindet sich auch bei Hunden, die mehr im Freien leben, so z. B. bei den Hunden in Konstantinopel, die so wild sind wie die Geier. Naben und Schakale, mit denen sie sich in das Geschäft theilen, den Unrath der türkischen Hauptstadt sortzuschaffcn. Sie haben Alle 'ihre bestimmten Straßen, ihre bestimmten Quartiere, die sie als ihr eigen ansehen und gegen Menschen und Hunde anderer Quartiere vertheidigen. In Indien vertheidigen die Hunde ihr Reich sogar gegen die Tiger. Die gezähmten Füchse zeigen den nämlichen Zug; es ist das ein Hauptmerkmal der Raste. Die VertheidigungSmaßrcgcln des Hundes sind immer vom Bellen be gleitet, was die Gewohnheit gemeinschaftlichen Handelns beweist. Das Bellen kann nur den Zweck haben, an dere Hunde von einer nahen Gefahr zu benachrichtigen. Ein einziger Hund kann bekanntlich einen ganzen großen Bezirk in Aufruhr bringen, namentlich in der ?!acht. wo das Bellen weit ge hört wird. Der Hund ist also ein 6eseüschaftsthier, daS gewohnt ist, mit Seinesgleichen zu leben und im EinVerständniß mit ihnen zu handeln. Die Modulationen seiner Stimme sind cnt weder ein Signal für seine Freunde oder eine Drohung gegen den Eindringe ling; sie geben fernen Obren Ausschluß über die Beschaffenheit, den Grad und die Nahe der Gefahr. Diese Eigenschaft macht den Hund besonders geeignet für das Haus, denn er ist schon an Verpflichtungen gewöhnt, deren Erfüllung für ihn cben'o von Vortheil sind, wie für die Gemeinschaft, die er bewacht. Er muß sich dazu ver stehen, unter Umständen seine Beute fahren zu lassen. Anderen zu gehorchen. sich freundschaftlich zu verhalten, die allgemeine Nuhe nicht zu stören, Treue zu halten, seine Freunde zu warnen und im Nothfall zu vertheidigen. Oft ist die erstrebte Beute stärker, als der. einzelne Hund: dann hangt der Erfolg nur vom verständnißvollen Zusammen wirken ab. Das sieht man deutlich an einer Koppe! Jagdhunde. Ein einzelner Hund kann leicht den Kürzeren ziehen, aber die ganze Meute macht getheilte Arbeit und stürzt auf ein ge aebenes Zeichen aus das Ziel los. Disciplin, Theilung der Arbeit. Gc borsam der Jüngeren und Schwächeren sind die unerläßlichen Bedingungen des Siegel. Zuweilen verdirbt ein ein zelner Hund die tzanze Jagd, wenn er zur Unzeit bellt, ohne wirklich etwas ge sehen oder gehört zu haben. Jäger wissen, daß solche Lügner und Auf schneiser unter den Hunden nicht selten sind. Da ist es nun ngoklich, zu beobach ten. daß solche Hunde, wenn sie nur ein- oder zweimal einen Fehler gemacht haben, der Verachtung ihrer Mithunde anheimfallen ; diese haben lein Vertrauen mehr zu ihm und mag bellen, so oft er will, sie kehren sich nicht mehr daran. Wie erscheint nun aber der Mensch dem Hunde ? Die Frage ist schwer zu beantworten, doch kaun man wohl sagen, daß. gleichwie der Mensch sich Alles menschlich denkt und begreift, so auch der Hund sich Alles hündisch vorstellt. Der Wilde sieht seine Götter als höhere Menschen an. gibt ihnen zu essen, fleht sie an und schi'mpst sie mit. unier auch ; man kann also wohl an nehmen, daß der Hund im Menschen nicht gerade einen Gott sieht, wie schon behauptet wurde, sondern einen höhe xcn Hund, der ausrecht gehen kann, sehr stark und böse ist und das Recht zu befehlen hat. Mit dieser Hypothese läßt sich das thatsächliche Verhalten des Hundes gut vereinigen. Der Hund behandelt sei nen Herrn und die anderen Glieder des häuslichen Kreises immer wie Kamera den und Meutegenossen. Er wendet seine gesellschaftlichen Tugenden auf sie an, indem er das gemeinschaftliche Haus bewacht und im Nothfall seine Brüder zur Hilfe ruft; er fügt sich der Haus ordnung, weil er als Gefellschaftstbier weiß, daß eine Gemeinschaft ohne Ge setze nicht existiren kann: er vertheidigt seinen Herrn und gehorcht ihm, weil das seine erbliche Gewohnheit ist .und weil es zur gemeinschaftlichen SSohl fahrt beiträgt. So befähigen den Hund seine vererbten Eigenschaften gleichmä. ßig zur Vertheidigung, zur Jagd und zur Huth des Eigenthums. Ein ganz Gescheiter. 1. EommiZsionZmitglikd: Wie viel Diebe dürften eS wohl gewesen sein, die hier eingebrochen sind?' 2.' Eommissionsmitglied: Dem Loche nach kann's nur V . r , " ,: I1TT1 nm1TT Itl" Mtkfc tibiVkiVt IVtil

HSHfflHGäSSEä

Xtt Geschichte der Mary Jror.

Ein Ottd tni Londoner l'ctcn von Walter Bst. I. Sie war eine Kleidermachcrin: keine safti .adle, t ie Weftcnd-Klcidcr aherin; sie wurde auch nicht Madame Sybille oder Madame Fclicie genannt, sondern einfach Mary Jvors. Fast jeden Tag ging sie außer dem Hause arbeiten, mit Tinncr und Thee für eine halbe Krone, glaube ich. Die MittagsMahlzeiten, welche man ihr vorsetzte, waren meistentheils. was man einfach nennt eine Schnitte Qchfenfleisch mit einigen wachöartigen Kartoffeln; der beste Theil des Mittagscsscns ist sür eine tägliche Kleidcrmachcrin die Ruhe. Ihren Thee nahm sie ohne Pause zmischeu Nadel und Faden, doch zog sie ihn dem Mittagessen vor; das letztere ist ein Stärkungsmittel, der Thee dagegen. wie alle Frauen und viele Mänuer wissen, ein Mittel zur Aufmunterung. Sie wohnte bei einer achtbaren Familie, von welcher sie Frühstück und ! Abendessen bezog; ihr Zimmer lag auf gleicher Erde nach rückwärts und sah nach der benachbarten Gartenmauer während vier Monaten im Jahre war -auf ihrem Fensterbrett eine Virginia Schlingpflanze zu sehen. Manchmal hing ein Zweig über, der sich im Herbst purpurn färbte. Das Haus lag in einer stillen Seitenstraße des Mi End Road. Mary war ein Landmädchcn, welches die Aussicht auf hinreichende Veschästi gung und gute Bezahlung, sowie die Ucbcrrcdung einer Tante, nach der Stadt gelockt hatten. Sie war ein so sauberes und hübsches 'Mädchen, als man nur finden konnte, stand fünf Fuß hoch in ihren Strümpfen, war starkgliedrig. kräftig und thätig; ein Mäd cyen, welches sich vor nichts fürchtete, selbstverständlich auch vor keinem Manne; ein Mädchen, das bei Allen, welche sie kannten, in großer Achtung stand. Theils durch die Einführung der Tante, welche dieselbe Bezchäftigöng hatte, theils durch das vorzeitige Hin scheiden eben dieser Tante, welches eine Lücke in der Klcidcrmacherei verursachte, nahm MaryS Erwerb einen sehr guten Fortgang. Ihre Kundschaft wohnte meistens in der nordlichen Gegend von Tower Hill, welches nicht sehr weit von Milc End Roao entfernt ist. Ein Penny Fahrgeld des Morgen? und des Abends, verkürzt den Weg um eine große Strecke. Für die, welche London stuoiren, ist diese Ecke der Eity auf mancherlei Art interessant; fo ist sie z. B. der einzige Theil der Eity, welcher eine Vu'ölterung hat. . Höfe, Ecken und Höhlen gibt es auch ander warts wie hier, aber hier wohnen auch die Leute über ihren Läden und über den Haupt Durchfahrten und in den Privathäusern der Seitenstraßen welche von hier auslausen. Gehört ihnen Amerika Square nicht ganz allem? In der That wohnten auch die mt sieu Kunden Mary's in ' Amerika Square. Besonders stark begehrt war sie bei Nickels, wo sie, wenn sie es gc wünscht hätte, das ganze Jahr über Beschäftigung hätte finden können. Denn Frau Nickel, welche ein Voar dinghaus für deutsche Kaufleute hielt, fand das Mädchen ganz nach ihrem Wunsch: zuverlässig, keiner Arbeit aus dem Wege gehend, sauber, nett und ihrer Acchästkgung ledend. Diese Frau war immer bereit, zu be reit vielleicht, eine ihres Geschlechts in ihr Herz zu schließen, sie war auch eben fo schnell bereit, bei demaenNasten Ver dacht von Falschheit, Verrath oder gekranttcr ureundchast diese Villen srcundin wieder aufzugeben und wie es auch bei wirklich Gutherzigen manchmal vorkommt, fchenkte Frau Nickel. Allem, was man ihr sagte, nur zu schne? Glauben. Da Mary jung war. einen schönen Verdienst und ein angenehmes Acußcre befaß, braucht eigentlich nicht gesagt zu werden, daß sie auch ihren '.jungen Mann" halte. ES war ein sehr hübscher junger Mann, etwa sechs oder sie den Jahre älter als sie. welcher Unter schied sich dadurch wieder ausglich, daß sie ihn um vier Zoll überragte. Seine KIttduna war sauber und nett. Er hatte ein blasses Gesicht, dessen Glätte von keinem Bartwuchs beeinträchtigt wurde, schwarzes Haar, sanfte, dunkle, mandelförmig geschnittene, ausdrucksvolle Augen, wie sie phantasicvolle (Se wüthe? wohl einem Don Juan derlei' hen würden, und zarte Hände, welche noch nie em Tagewerk verrichtet zu haben schienen. Ein schöner Mann vielleicht für die welche den Typus lieben. Als Handlungsreiscnder war er arößlenthcilS in seinem Berufe abwesend. Welches'HauS oder welchen Artikel er vertrat, darüber hatte ihn Mary nie gefragt. Seine Verwandten feien alle in Amerika; er stehe allem und hierbei pflegte er zu seufzen. Er war auch ein poetischer junger Mann und las Marv zuweilen Verse vor. welche er, wie er sagte, für sie geschrieben habe; er liebte sentimen tale Gesänge und konnte Thränen ver gießen beim Anhörendes Lose Chord" in der Musikhalle. Von Erzählungen gab er solchen den Vorzug, in welchen das Mädchen durch einen Schurken zu Falle gebracht, immer tiefer . im Elend versinkt, bis sie endlich im dunklen tat ten, Flusse Trost sucht, nachdem sie zu. vor von der Brücke aus die rührendsten Worte in die Tiefe geflüstert. Erkannte auch auf der Flöte spielen sehr, sehr herzbewegend. arold Vere er hatte, einen so schönen Namen! war so in Liebe zu Mary entbrannt, daß . es ihm Bedürfniß war. alles über ihre Beschäftigung zu erfahren; über die Häuser, in welchen sie ein- und ausging, über die GeWohnheimen und VermögenSumstände der Leute, welche sie beschäftigten. Die meisten ihrer Kunden waren in guten Verhältnissen lebende Ladenbesitzer.

üawaaas

Der junge Mann hörte nach einer Weile auf, sich nach diesen zu erkund!gen, dagegen zeigte er eine merkwürdige und .beharrliche Neugierde in Betreff Mrs. Nickel's und ihres Privathotels. Das Haus schien ihn zu interessiren war es immer von Teutschen besetzt? Waren viele Zimmer darin? Die Miether waren vielleicht Tags über nie zu Hause? Auch die Wirthin interessirte ihn. Pflegte sie bei Mary zu fifecn, wäh rend diese arbeitete? Schien sie reich zu sein? Hatte sie wohl Mary ihre Schmucksachen gezeigt? Mary berichtete ihmalleS, was sie wußte. Mrs. Nickel ging den ganzen Tag über bei ihr ab und zu, ausgenommen zwischen zwei und drei, wo sie auf ihrem Zimmer ein Schläfchen machte; es war überhaupt die Schlafstunde des Tages; alle Gäste waren dann weggegangen; der Thürhüter schlummerte; das Hau? war um diese Zeit sehr ruhig. Mary vermuthete, datt Mrs. Nickel nicht sehr reich sei; sie wisse es aber nicht; wer könnte das sagen? Mrs. Nickel hatte einige schone Ringe und Ketten, welche sie mit ihrer Kasse in einem kleinen Kästchen bewahrte, das in dem Taschenschränkchen stand: sie hatte ihr einmal diese Schätze gezeigt. Mary arbeitete in dem Zimmer, in welchem sich dieses Taschenschränkchen befand. Noch über Verschiedenes be fragte sie ihr junger Mann", und noch Verschiedenes beantwortete auch Mary. Samstag hatte Mary, wie die übrige arbeitende Welt, einen halben Feiertag. Sie pflegte dann gegen zwei Uhr aufzubrechen. In anderen Häusern hatte sie an diesem Tage kein Mittagessen, aber im Privathotel. wo immer Ueberfluß an Speisen, und zwar von den besten war, nahm Mary wie gewohnlich ihr Dinner mit Frau Nickel ein. II. Es war an einem Samstag im Sep tember: der Tag war schön und die Lust warm; Mary suhlte sich glücklicher als gewöhnlich, denn Harold war zurückgckommcn. sie wollten zusammen einen Ausflug auf's Land machen, an irgend einem ruhigen Platze ihren Thee trinken und dann Hand in Hand, während der glückliche Harold süße Sorf flüsterte, heimkehren. Sie sprach während des 6sscns mit Mrs. Nickel über ihren Liebhaber. Die gute Dame zeigte wahre Sympathie; eine Licbesgcschichte bewegte sie immer tief, war sie doch selbst jung gewesen. Sie fragte, ob er achtbar und beständig sei. was er sür einen Beruf habe, ob er nicht trinke, ob er von guter Gemüths art und guter Gesundheit sei. Auf alle diese' Jrageu antwortete Marv befriedigend. Meine Liebe sagte Mrs. Nickel und nahm Marys Hände in die cigeneu weichen, fleischigen Hände. Sie werben eine gluckliche Frau werden. Nichts, meine Liebe, macht eine Frau glücklicher, als ein guter Ehemann und ein Hans voll Kinder. Und wann werden Sie hcirathen, meine Siebe?" Ich weiß es nicht. Harold meint, mir könnten schon in einigen Monaten heirathen.Nach dem Essen saß Frau Nickel noch eine Weile bei ihrem Schützling und sprach von den schönen Aussichten, welche sich vor ihrer jungen Freundin auszubreiten schienen. Dann wurde sie schläfrig und indem sie sich langsam erhob, denn sie war eine korpulente Persönlichkeit, begab sie sich in das obere Stockwerk, wo sie sich auf ihr Lett legte und vom Einkauf eines HochzeitSgcschcnkeS träumend, in Schlaf ocrsiel. Es schlug zwei Uhr. Mary suchte ihre Arbeit zusammen und legte sie sorgfältig auf einem Seitentische für Montag bereit, wo sie hierher zurückkehcen sollte. Dann setzte sie ihren Hut zus. zog ihre Jacke an und verließ das Zimmer. Später erinnerte sie sich, daß die Thüre des Kassenschranks weit offen gestanden, mit der Kassette ir Sicht.' Das Haus war ruhig; die deutschen Kaufleute waren nach der Eity gegangen oder wohin sie sonst ihre Geschäfte riefen; das die ganze Zeit über in beständiger Bewegung gewesene Dienstpersonal ruhte' aus oder schlummerte; auch der Thürsteher (Portier) war auf seinem Stuhle eingenickt. Mary ging geräuschlos weg. . Hätte sie jetzt, als sie die äußeren Treppenstufen hinunterstieg, nach links geblickt, so hatte sie an einer Ecke des Square ein Gesicht bemerken müssen, welches verstohlen die Thür des Privathotels beobachtete. Aber sie sah gar nicht nach der linken Seite, sie wendete sich nach rechts und ging rasch hinweg. : Da wurde aus vielem Genchte emeFlgur, leitte andere, als die von Harold Vere, Marys jun gcm Mann-. Harold ging geradeswegs nach dem Privathotel, stieg die Treppe hinauf und ging am schlafenden Thürhüter vorüber. Dann öffnete er die Thüre zu MrS. Nickels Privatzim. mer, sah sich um und trat ein. Gleich daraus kam er wieder heraus und verließ mit geräuschlosen Schritten das Haus.' V'. , Oben schlummerte Mrs. Nickel: 'In der Küche nickten Köchin und Hausmädchen; in der Halle schnarchte der Portier. , ES war ein friedvolles, schläfriges Privathotel. Und Mary saß in der Trambahn auf dem, Wege, nach Hause, wo sie mit Harold zusammen treffen wollte. Eine Stunde später kam er. Mary kannte sein Klopfen und eilte ihm entgegen. Lachelnv, glücklich, mit srcudigerMicnc stand er vor ihr; sie erinnerte , sich nicht, jemals mit so warmen Wor ten von ihm begrüßt worden zu sein; es , überwältigte : sie fast der Gedanke, von einem so hübschen, s o artigen Manne so sehr geliebt zu werden. , .Ich bin vollkommen , bereit, mein Lieder," sagte sie. I Ich bin es auch, so laß unZ keine

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Zeit verlieren. Der September wird bald vorüber sein und der Winter kommt. Aber Du weißt. Theure, ws Liebe die Herzen regiert, da gibt es kcincn Winter, kann es da einen geben?" Mary ging zuerst hinaus und Harold .var im Begriff die Thüre zu schließen Halt!"' sagte er, ich habe meinen Stock vergessen!" Zufällig verschloß er die Thüre hin4er sich, als er wieder in's HauS hinein eilte, kam aber im Augenblick wieder zurück. Da!" sagte er, das wäre geschehen." Aus irgend einer Veranlassung war er dabei sehr roth gcworden. Mary, meine Liede, ich glaube, daß wir in sechs Monaten hcirathen können. Nur noch sechs Monate müsfcn wir warten." III. am drei Uhr erwachte Mrs. Nickel and kam etwas verdrießlich die Treppe herunter. Beim Geräusch ihrer schweren Schritte setzte sich der Portier aus, rieb sich die Augen und stellte sich beobachtend an die Thüre, wie es ein ordentlicher Portier thun soll. Beim Geräusch ihrer schweren Schritte crwachte die Dienerschaft in der Küche und begann geschäftig umherzustödcrn. Frau Nickel ging nach ihrem , eigenen Zimmer. Mary Jvors war gegangen, wie sie erwartet hatte; sie zog ihre Rechnungen hervor und begann zu addiern und zu prüfen. Tann erschien es ihr nöthig, die Kasse nachzuzählen. Sie ging nach dem Schränkten, um die Kassette zu holen. Diese stand nicht wie gewöhnlich im niedrigsten Fach; Mrs. Nickel sah nach dem zweiten, auchda stand sie nicht, auch nicht im dritten und obersten. Mit einiger Acngstlichkcit fing sie noch ein mal von unten an nachzusehen, aber ohne Erfolg. Nun begann sie mit siekerischcr Hast das Schräntchen seines Inhalts zu cnt leeren, und als dies geschehen, mußte nc feststellen, dajj die Kassette nicht darinnen war. Das Küstchen stand vielleicht in ihrem Schlafzimmer, schon öfter hatte sie es mit binaufgenommen. Sie eilte hinauf, die Kassette war nicht zu finden. Nun kehrte fie zurück und zog mit Heftigkeit die Glocke. Als das ganze Haus und die Koffer der Dienstboten durchsucht waren, die weibliche Dienerschaft in Thränen aufgelöst und sie selbst vor Aufregung dem Umsinken nahe war sie würde umgesunken fein, hatte sie sich nicht durch ein halbes Glas Kirschbranntwem gestärkt gedachte sie des Portiers. Sie waren eingeschlafen." rief sie. Sie haben einen Dieb in'S Haus gelancn!" Nein, er versicherte, sie, daß er nicht nur die ganz: Zeit wach gewesen sei, sondern auch beständig an der Thürschwelle gestanden habe. Hinau-ae-gangen war außer Miß Jvors, der Kleidermann, Niemand. Da kam es wie eine Eingebung über MrS. Nickel. Mary Jvors!" rief sie. nach Luft schnappend, o Mary JvorS! Ich habe sie mit Güte überhäuft und sie vergilt mir O sie vergilt mir indem sie mn meine Kasse stiehlt. Mary und ihr Geliebter tranken gegen Sonnenuntergang Thce rn Jlsord. Sie kamen mit dem Zug zurück und erreichten das Haus gegen acht Uhr. An der Schwelle trennten sie sich das heißt, sie waren im Begriff sich zu trennen, als die Thüre von innen ge öffnet wurde. In dem engen Hausgang standen ein Polizeidicner und Mrs. Nickel. Mary JvorS! Mary Jvors!". rief Mrs. Nickel, in Thränen ausbrechend ..ich machte Sie zu meiner Freundin ich liebte Sie und nun stehlen Sie meine Kassette!" .Ihre Kassette stehlen?" rief Mary. Stehlen? Mein Mädchen stehlen?" schrie Harold hervortretend, wer wagt eS zu sagen, daß mein Mädchen eine Diebin sei?" Dame vermißte ihre Kassette," .-rklärte der Polizeimann im Telegrammstil. Gefunden unter dem Bett der Gefangenen, mit ihrem eigenen Ta schkntuchzusammengcbunden Kassette lcer." IV. Mary konnte sich nicht vertheidigen. Sie wußte nicht, wer die Schatulle unter ihr Bett gestellt hatte. Sie konnte gar nichts darüber sagen gar nichts. So war der all einfach und unab wendbar gegen sie. Niemand war außer ihr ln ihrem Zimmer gewesen und da war die Kassette,' in ihr eigenes Taschenluch gebunden die Kassette mit MrS. Nickels Namen darauf und, lcer. So hatte sie also in den Augen des Gerichts und in Jedermanns Augen nicht blos die Kassette gestohlen, sondern auch den Inhalt bei Seite ge schafft. Wo hatte sie die Sachen hin gethan? Montag Morgens stand Mary mit weißem Gesicht, zuckenden Lidern und zitternden Lippen vor den Schranken des Gerichts. Für einen Vertheidiger hatte Harold gesorgt und die Scene ähnelte einem jener Melodramas. ' wie sie ihr junger Mann" liebte. , Während der ganzen traurigen Ber Handlung stand dieser treue und zärt lichc, Liebhaber neben ihr und hielt ihr? Hand,' aber sie hatte nichts zu sagen, was dem Vertheidiger auf die Spur des Diebes verhelfen konntet Sie wußte nichts, sie hatte keinen Verdacht: MrS. Nickel gab ihre Aussage in der gewöhnlichen Art warmherziger und leicht gerührter Leute, unterbrochen von vielem Schluchzen, was ihrem guten Herzen Ehre machten ! ! Ter Polizeimann bestätigte den Fund der Kassette unter dem Bett. Die Sache war ganz klar.' ,;Dcr Magistrat beschloß, den Fall summarisch zu bestrafen, und verurtheilte das Mädchen zu sechs Monaten verschärftem Gefängniß. - !',,',

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Mrs. Nickel verließ laut weinend den Gerichtshof. Harold ergriff, als sie weggeführt wurde. Mary's Hand und flüsterte ihr zu: Meine Liebe, meine Theure, ich glaube an Dich; ich werde numcr an Dich glauben. Warte geduldig und

Du wirst mich treu nnden." So war das Mädchen, das noch we. nigc Tage zuvor so stolz und glücklich gewesen, nun eine Gefangene für sechs Monate. Die Zeit galt ihr nichts. Früher oder später wurde sie ja wieder frei, aber sie blieb für immer, für ihr ganzes übriges Leben, eine des Dieb stahls Ucbersührte. Ein kleiner Trost war ihr geblieben während der ganzen Zeit, die sie im Gefängniß zubrachte, dachte sie über die tapferen Worte ihres Geliebten nach des aufrichtigsten, edelsten Liebha. bers. welchen das Mädchen hätte finden können.Was diesen jungen Mann anbelangt, so verließ er die Gerichtsverhandlung mit überströmenden Augen, denn tragisch genug schien ja auch sür ihn die Situation zu sein. Als er einige hundert Schritte fronv Gerichtsgcbäude entfernt war. heiterte sich sein Gesicht auf und cr lochte leife vor sich hin. Arme, liebe Mary." sagte er. sie ist die beste von der Partie, und die nül)llchflc. Ich sagte ihr. daß wir in sechs Monaten heirathcn würden. Si bekommen immer sechs Monate." Er verbrachte den Abend in einem rührenden Melodrama, wo er sein Ta schentuch durch seine Thränen in einen träufelnden Lappen verwandelte, in Gesellschaft eine? jungen Dame, welche sich durch beträchtliche persönliche Reize auszeichnete, doch nicht im Stile Marys. In dieser Beziehung war Harolds Geschmack universal. V." An dem Morgen, der Mary dle Feiheil wiedergab, erwartete sie ihr Gekiebti: an den Thoren des Gefängnisses. Wrine nicht, meine Liebe." tröstete e? sie, indem er ihre beiden Hände ergriff und küßte. Ich habe alles geordnet. Wir werden auf der Registratur getraut werden, wenn Du etwas zu i .. . ... . Ti m c . 3 UlllUUIlilUl UU I. uuu luumtiu ueu Frühstücks wollen wir übe? unsere Pläne reden. O! wer wer mag die That verübt haben? Ich habe Anzeigen ge macht; ich bin bei Mrs. Nickel ac wescn und ließ mir eine Beschreibung von den in der Kassette enthaltenen Sachen geben; ich veröffentlichte eine solche von den Ringen, Uhren und Ket ten. Aber es war .ein listiger Dieb! Ein schurkischer, grausamer Dieb! Das war kein Mann, meine Liebe, es muß erne von den Frauenzimmern rm Hotel gewesen sein. Das ist gewiß. Reden wir nicht mehr davon. Laß uns das Vergangene vergessen. Du siehst blaß und abgemagert aus, Liebe. Natür lich! Wir wollen Dich bald wieder blü heud machen. Du sollst das Bergan gcne vergessen. In einem Ncstchcn sollst Du leben, wo alles Liebe unlGlückseligkeit ist. Komm!" Zwei Jahre später saß Mary Vere nicht mehr JvorS an cmem Sam stag Nachmittag in ihrem Hause zu Kcntish Tom. Ueber der Fcnster-Ja-lousie. welche weil eS Samstag, hcruntergelassen war, stand ihr Name Mary Vere, Kleidermacherin." Sie führte ihr Geschäft in dieser weit von Milc End Road entfernten Borstadt fort. Niemand wuvte von ihren über standcncn Schicksalen, sie hatte ein hübtchcs, einträgliches, kleines Geschäft, einen guten Mann und ein allerliebstes Baby rund, kräftig und gesund, wi sie selbst. Bon der schmerzlichen Erinnerung an ihre Verurtheilung und Einkcrkerung abgesehen, war sie vollkommen glücklich. Den Tag über arbeitete sie mit ihren Mädchen, während das Kind in feiner Wiege schlief, auf deni Fußbodcn herumtrabelte oder in ihrem Echooße lag. Abends saß sie dann stille und gedachte, ihres Gatten, der meistentheils auf Reisen für die Artikel seines Hauses, abwesend war. Das HauS war eines jener gewöhn lichcn seckszimmerigcn Häuser ln den ärmeren Vorstädten. Das Erdgeschoß enthielt die Küche, ein Arbeitszimmer, ein Ladenzimmer und das Wohnzim merz im oberen Stock befand sich ein größeres und ein kleineres Schlajzim mer und das .Reservezimmkr". : Dieses letztere enthielt einige. Muster .oder Waarcnvorräthc Mary wußte Nicht, was für welche-, die ihrem Gatten ge hörten, welcher, die Thüre rminer derschloß und den Schlüssel überall mit sich führte. Es war ein Blaubartzim mer. aber, noch niemals hatte es der Frau zu denken gegeben, noch, niemals war sie versucht worden, einen Blick hineinzuwtrfcnzals an diesem n$Ukf seligen Nachmittag, wo sie. allein srn Hause anwesend, ihr eignes Zimmer aufräumte, während ihr Kind schlief. Noch niemals, bis an diesem Ndchrnit tag war sie versucht worden und gleich der Eva unterlegen. ' 4 Was mag er in diesem Zimmer auf bewahren?" flüstcrie der Versucher, vielleicht etwas Werthvolles, womit er Dich zu überraschen, wünscht. Möchtest Tu es nicht sehen?- ' ' - - Noch widerstand Mary, doch der Ver suchcr änderte InnejRcDenjcisfwl f.$ß :' Wenn es nun ganz leicht für dich wäre, die Thüre zu offnen und hinein zuschauen, wurdest 'du es nicht thun? Versuche es doch mit dem Schlüssel- deines eigenen Zimmers". i,1 Sie lieh dieser Stimme ihr Ohr: sie wurde roth, sie, wurde bleich. Dann nahm sie den Schlüssel ihres Zimmer? und steckteihn in's Schloß. Er paßte, er drehte sich. Sie öffnete die Thüre, sich schuldbewußt umschauend, und trat ein. Da stand in der Mitte des Zim mers ein großer, eisen beschlagener Kos ser. , Weiter befand sich nichts, in dem Gemach. Und im Schloß des Koffers ftack ein Schlüssel, welcher zu einem

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Schlüsselbund gehörte, das ihr Gatte ' immer bei sich trug. Er mußte es hier j zurückgelaiien haben, als er zuletzt an wesend war. Mary lüftete den Deckel des Koffer S. Ihr Blick fiel auf sorgfältig zusammengebundene Pgpierbündel und Packeie. Sie nahm eines der Papierbündel auf. Auf dem zierlich zusammengefalteten Umschlag war zu lesen: Clara Jen kins, EorrectionshauZ, Ehester, sechs Monate verschärftes Gefängniß. Juni 1836". Mary öffnete das Päckchen. Es enthielt eine Reihe von schlecht und unortbographisch geschriebenen Briefen dieser Clara. Die Briefe reichten von 1SS7 1801. Sie begannen manchmal mit Liebster Harold", manchmal mit Liebster Gatte. Mary legte sie mit schwerem Herzen bei Seite. , Sie nahm ein anderes Bündel, überschrieben Mathilde Palmer. summarisch verurtheilt, sechs Monate verschärftes Gefängniß. Liverpool 1883-. Auch dieses enthielt von diesem, Jahrgang an. Briefe, gerichtet an den liebsten Harold oder theuersten Gatten. Dann noch eines und noch eines und wieder eines. Es waren ihrer zwanzig. Ihr Gatte hatte einundzwanzig Frauen und jede war zu sechs Monaten verschürften Gefängnisses verur theilt g Wesen. Brennende Röihe auf den Wzngcn. legte Mary die Bünde! weg. Sie versuchte zu überlegen, was ge schehen solle. Sie tonnte keinen Gedanken sassen. Dann öffnete sie mcchanisch eins der in braunes Papier eingeschlagcnen Packcic. ES enthielt Ringe. Unter ihnen erkannte sie zwei Ringe, welche in V!rs. Nickels Kassette gelegen hattenl Sie öffnete ein anderes Packet. Dieses enthielt Broschen, darunter Mrs. Nickels Brosche. Sie öffnete ein drittes. Armbänder, darunter Mrs. Nickels Armband. Und dann ein viertes. Uhren, darunter MrS. Nickels Uhr. und ein fünftes, Ketten, darunter MrS Nickels Kette. Sie zögerte nicht länger. Die Pa Piere. Ringe.Broschcn und anderen Sachen in ihren Ridiküle steckend und ihr Kind auf den Arm nehmend, bestieg sie ein Cab und fuhr nach America isauarc. Hier gab es alsbald ein Weinen und Lamentircn, daß man es bis Torre' Hill hatte hören können. . Sonntags Morgens kehrte ihr Gatte heim. Er kam lächelnd; glücklich in dem Gedanken, wieder unter seinem Dach einkehren zu können. Sein Wäd jedoch stand im Thznvcg, .incn dicken Stock in der Hand. O Du Schurke!" rief sie. Er wich zurück. Sie war stark und kräftig und jah so schrecklich aus, dap er zurückwich. Ich weiß Alles", fuhr sie fort. Du hast zwanzig Frauen außer mir. Du hast sie alle in'S Gefängniß gebracht und lebst von ihrer Dankbarkeit. Du gehst von Hans zu Haus und lebst von der Frau, welche für Dich arbeitet. Und in diesem Haus hast Du die Sa chen aus bewahrt, welche Du gestohlen hast. Aber Du wirst nicht 'mehr hier hereinkommen. Elender. Wenn Du e? wagst, diese Schwelle zu überschreiten, werde ich Dir jeden Knochen im Leibe zerbrechen. Geh ! Dein Koffer und alle Juwelen und die Briefe, alles ist in den Händen der Polizei und sie wcr den Dich ergreifen, sobald sie die Papicre gelesen haben. Gehe ihnen aus dem Wege, wenn Du kannst und vcrgiß nicht: keinen Bissen sollst Du je von mir erhalten und solltest Du vcrhungcrnd vor mir auf dem kalten Pstastc' liegen." Der Mann wandte sich und floh. Ich glaube, er wird nicht wicderkomwen und was die Polizei gethan und was die anderen Frauen, die er in's Verderben gebracht, gethan, weiß ich nicht. Der Wlnterrok. ?,; rz urwisz,nlchckflliche Sinii.) Der Wintcrrock erreicht eine Länge von 110 120 Eentimeter, hat eine schön gefütterte Brust, kurzen, oft sammtartigen.HalS und lange Vorderarme. Er .ist manchmal glatt, manchmal behaart, und spielt alle. Farben. Am seltensten ist der weiße, der hcllrothc. der rosenfarbene und' der lichtgrüne. Er besikt 4 5. Taschen. Der Wintcrrock ist sehr gelehrig; am leichtesten lernt er das Schießen. Seine Heimath ist der Norden. In Griechenland. SüdItalien. Egypten und Ccntral-Afrika findet cr sich höchst selten. Sein größ tcr Feind ist der nach ihm benannte Marder, den man in den seltensten Jallett erwischt. Zu den merkwürdigsten Eigen schost.'n des Winterrocks gehört der Sommer schlaf. Wenn nämlich die wärmere Jahreszeit naht, rollt er sich, oft in Gesellschaft von Hunderten jeinksglei chen. mit einer Nummer versehe, in Hohlen zusammen und rührt sich nichts bis ihn nicht ein kalter Nordwind a 'emem Schlaf rüttelt. WSc vlla u nd E harybdi s:1 Ein Referendar ist bei einer Familie zum Thee geladen. Spater setzt sich die älteste Tochter an'S Klavier und singt. Der Referendar glaubt sich un. bemerkt und gähnt. Da kommt die Hausfrau auf ihn zu und fragt ihn. ob er sich denn nicht amüsire. ;O. ganz ausgezeichnet, gnädige Frau! erwiderte dieser. Wenn ich gerade ge gähnt habe, fo kam das nicht von Lau gcroeile- sondern vom leeren Magen. " Aus richtig. Alte Frau sin die Apotheke kommend): Ich bitt' Sie, Herr Provisor, meine Kat)' ist krank ge. worden! ' Können. Sie mir etwas ge den ?"-Provisor:. Gewiß! , Wir ha. ben ja eint Menge MtZ,'b!d U' die Kä',sindl - .r: : - v-tt.; .Haben Sie Dante'S .H52e" schon c. lesen?" B.: ein, clix ich war zwei Mal oerheirathetl- ; -MfMiHH

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aZ3ttft Der gtsammte KohlenverbrauH der Erde ist jüngst von fachmännischer Seite einer möglichst sorgfältigen Schätzung unterzogen worden, die zu sehr intcrcs santen Vracbnincn führte. Der Koh lenverbrauch vertheilt sich auf die Hei znng von Dampfmaschinen, auf die Gaserzeugung, die Gewinnung von Metallen aus Erzen und die Berarbeitung derselben und schließlich auf die Benutzung am häuslichen Herde. Man kann annehmen, daß die heutigen Dampfmaschinen zusammen Dampf für zehn Millionen Pfcrdckeäfte liefern un daß durchschnittlich die Hälfte der letz tern Stunde für Stunde der Kohlen feuerung gewonnen wird. Ebenso ent spricht es ziemlich genau den Thst fachen daß im Mittel für Perdckrast -un! Stunde mindestens zwei Kilogramrrz Kohle erforderlich sind. Sonach beläuft sich der stündliche Kolenverbrauch der sämmtlichen Dampfmaschinen auf 'MO, 000 Centner. Wahrscheinlich ist diese Zahl aber zu gering, denn nach anderen Annahmen wird die Leistung fämmt licher vorhandenen Dampfmaschinen auf zwanzig Millionen Pferdekraft ge schält. Was die Gasbereitung anbe langt, so schätzt man den stündlichen Verbrauch auf fünf Millionen Eubik metcr Leuchtgas, was einen Kohlcnrer brauch von mindestens zwanzigtausend Ecntncr in der Stunde erfordert. Schwieriger zu fchäi):n ist der Verbrauch zur Erzeugung vin Kraft und Hei; gas, cr lann auf 90,000 Erntn in der Stunde veranschlagt werden. Eine fehr große Kohlenmeuge erfor dert die Gewinnung der Metalle aus ihren Erzen. Deutschland allein erzeugte in den legten Jahren täglich 1L0M0 bis 2-i0,W0 Eentner Eisen, und man kann die Roheiscn-Ecwinnnng auf der ganzen Erde zu 100,000 Ecntucrn in der Stunde veranschlagen. Die ge sammte übrige Metallansbcute ist etwas geringer, als die an Eisen, so daß int ganzen ein stündlicher Verbrauch von i 80,000 Eentnern Kohle anzunehmen ist. Die gewerblichen und FabrUbetriebe erfordern nach einer berechtigten, spe cicUcn Schäl)ung stündlich 100,000 Eentner. Am schwierigsten zu schätzen ist der häusliche Bedarf an Sohlen. Nach den Angaben eines KohlcnGroß Händlers vertheilt sich dessen Absatz zu $ an Industrielle und zu i an Privat leuZc. Nimmt man dieses Verhältniß als allgemein zutreffend an. fo würde der häusliche Bedarf mit stündlich 200.. 000 Eentnern gedeckt lein. Sonach be ziffert sich der Gefammtverbrauch der Menschheit an Kohle auf stündlich 1.100.000, also täglich aus 25 Millio. nen Eentner. Im einzelnen wechselt der Verbrauch natürlich von Tag zu Tag ziemlich erheblich, aber im allge meinen nimmt cr zu und zwar im wach senden Verhältnisse. Jeder neue transatlantische Dampfer, jedes neue grohc Panzerschiff vermehrt den Verbrauch um täglich Taufende von Eentnern. Äoch immer hält die AuZ. beute Schritt mit dem zunehmenden Verbrauch, denn der Reichthum dcc Erdschichten an Kohle ist ungeheuer. Aber freilich ist cr doch begrenzt. Für England wird die Erschöpfung in viel leicht kaum 200 Jahren eintreten, Deutschland hat noch Kohle für Jahrtaufende. Rußland, Nordamerika.Ehina bergen ebenfalls unerschöpflich scheinende Stcinkohlcnvorräthe. Aller Wahrschein lichkeit nach aber werden Menschen noch vorhanden sein, wenn die Steinkohle so selten ist wie heute, ein Diamant. Daö gestörte Mittagsschläfchen. 1. II. in. W oi um! Sie herzten sich, sie küßten sich Und wußten doch nicht warum, Sie liebten sich, sie freiten sich 1 Und hielten sich nicht für dumm ' ?, ff" ' f'fffiffSfff'ff''' ! "'.;: " " , ,, ;' '..ff- - . '''-'''.' '" i... - lkkS!,?',!,z,x' -,7 'iitij.''' " '; r'1,';'" Doch die Zeit verging, sie mußten's . 1 fahr'n Sie sahen sich staunend um Daß beide sie duinm gewesen war'n Doch wußten sie seht warum! er In der Töchterschule. Lehrer: Akfo sagen Sie mir. Fräulein Mathilde, wem reichte Paris den Äpfel der Schönheit i Mathilde: iiij, $txt Oberlehrer, mir hajerihn wirtli) nich gegeben? ' " " Manche älteren Damen wollen sich noch immer einen AnstriÄ lcn Jugendlichkeit geben, leider nur' ist meist der Anstrich großer fl!5 die Ja !Xf"'Jt if a. f ','ilh';i,'i:'l''-1';i!ll!l' ' ,. ' HMKW- '

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