Indiana Tribüne, Volume 16, Number 58, Indianapolis, Marion County, 16 November 1892 — Page 2
r i 6
. tt ß 1 I. I f; K - . t 'i?.ti sr s 'M i h t: n l I Fr W
1 ß !iJ K'K. )X i
" Y Y"i J fi
KM tW:JE'' f :lr lfCi
il:.W ifif i. t fr-ife:
JndZana. Tribüne. 11""" Erscheint l-'flÜ-S ';. ligtich und SonntngS.
X tätliche trt&Sac fafüct durch den Träger 22 ErniS per Woche, feie Sonn:azSTribünk" 5 cZenl-Z per Ödste Beide zusammen 15 Cent oder Cent i perMonat. Per Psst jnfsf tit 1 Vorsusbezahlung tC per Jahr. Cfftcc : 130 Oft MaryZand Straße. JndianavoUS,3nd.,16 November 92. Bei der ESNino-Schnetderi. Tr. Keely gibt !n feiner Schilderung der berühmten Fahrt des Dampfers ,Ute welcher den Lieutenant Peary und dessen Gattin im vorigen Jahr in die PolargegenÄen beförderte, auch einen Uierlwürd!gen Zwischenfall zum Besten, ttie er sich' bei den Eingeborenen Von , Weft-Grönland ein Paar Unaussprechliche treten !ie.. Er erzählt darüber JsosqendeS: Wie ich zufällig in eine der Hütten iii te, sah ich eine Frau eifrig damit beschäftigt. SeehundsfeLe zu schneiden und zusämmenzunühen. Ringsum la "c;fn Pelzslücke und Nähmerkzeuze ver streut, und e schien mir gewiß, daß ich , eine Schneiderin entdeckt hatte. Nun brauchle ich gerade ein Paar neue Ho- . sen, und wer konnte wissen, wann diese " Gelegenheit wiederkam! Daher begann ich sofort, mit der Jnuit-Fral! in Um terbandlunz zu treten, indem ich ihr ein Messer zum Geschenk machte. , Es hielt indeß ungemem schwer, ibr eine annähernde Vorstellung davon bei zubringen, was für ein Kleidungsstück ich wollte, und wie ei beschaffen sein sollke; namentlich dauerte es lange, bis ich ihr tlargemachk, daß die Hosen bis zu bereuten gehen sollten, und nicht blos bis unterhalb des KnieZ. Ich hätte ihr auch c;erne noch begreiflich gemacht, baß .-'. ,, m jt- ' d. r if irf" J in die oie aucy naschen yaven wollte, aber von so etwas hatte sie ossenbar gar ke'nen Begriff, und ich mußte eben in Gottes Namen auf dien Luxus verzichten. (Tiese Cskime'5chneid!rinnen sollten .-izentlich von den Besitzern gewisser Sommerfrischen Restsurationen dazu engagirt werden. Hosen für ihre Kell' ner zu machen, dann brauchte man auch nicht eztra die Taschen daran zu zunähen.) Sie nahm nun mein Maß. indem M ein Stück RobbenfeU von genügen der Lange und Breite um mein eines - Bein wickelte, mit dem Pelz nach innen gekehrt; die Größe markirte sie nur. in dem sie dos Fell an. der betreffenden Stelle mit den Fingern überbvg und donn mit den Zähnen die Falte entlang bis. Nochmals wurde das Fell nm das Bein gelegt, und , abermals winden mit Bissen da und dort einige zweckmäßige Aenderungen angedeutet. Tann wurde mit einem robinsonmäßi gen Dkeg?r. von einer Bißstelle zur anderen ge'chnitten. Ich bot ih e:ne Scheere an, die ich rom Schiff mitge bracht hatte, aber die Inuit.Frau hatte keine Berwendung dafür, und ich sah, daß ich mich blos unnüs machte. Vom Wunsch beseelt, die Arbeit .chneller von statten gehen zu machen gab ich der Schneiderin ncch einige Na deln. indeß merkte ich bald, daß der (5skimo-(harakter in manchen Beziehungcn demjenigen ähnelt, den man auch in vielen genmßigkeren Erdstrichen finden kann, und daß es nicht immer gerathen war, etwas im Voraus zu ge den. Statt schneller zu arbeiten, tro delte die Schneiderin noch mehr, als zuvor, und offenbar sah sie es darauf ab. noch viel mehr aus mir hcrauszukriegen. Da kamen' auch meine Freunde vom ,Kite- herein, und ich , mußte mit ihnen nach dem Schiff zurückkehren. So , nahm ich denn, die Beinkleider, unvol landet, wie sie waren, mit; nur mit 'Äühe konnte ich s?e der Indianerin wegnehmen. Auf dem Schiff, wo ich einen ganzen Haufen Eingeborener traf, machte ich mit einigen derselben aus. daß sie die Arbeit vollenden soll' ten. Kaum aber hatte ich den Rücken gekehrt, so schloß sich ihnen auch meine erste Schneiderin an, die uns von Wci tem gefolgt war, und aus dem Geläch ' rer, das bald in der Gesellschaft erscholl, konnte ich entnehmen, daß von mir ge- , sprechen wurde. Die Hosen bcwahre ich als Ccdenkstück. VismartkS treuester Mitarbeiter. . Ueber Lothar Bucher schreibt ein Berliner V!i!arbeiler der Weser-Zei-, tun er" u. Ä. : Lothar Bucher hat als Gehilfe Bismarcks eine sehr wichtige und sehr um fassende Thätigkeit entfaltet. Die (Beiächie jedoch über die Art derselben find zum größten Theil irrig. , Bei der Socialpolitik des Reichskanzlers, beider man besonders den Einfluß dieses Nath eb?rs vermuthete, hat zum Beispiel Bucher ,nach seiner gelegentlichen be stimmten Versicherung überhaupt keine Stimme gehabt. " Ueber seine politische und publl.ittifche sehr umsoffkttve Thä ttgkeit wird rcottst eine spätere Zuunfr vollen Aufschluß geben.' Feststeht, daß mancher viel besprochene Artikel in deutschen Monatsschriften seiner Zeit von Bache? im (iinverstandniß mit dem ' 1 Fürsten r BiZmorck veröffentlicht rvorden ist-.; Am innigsten waren feine Benebunaen zum Nelchskanzler wäh rend dessen größter Zeit, in d.'n NriegS jähren, yot ryn vayer av.q aus dem eldiuae nach Frankreich begleitet und dort so manchen wichtigen , Dienst geleistet, s lag mdeen ncht in VlS marcks Natur, irgend ,emand auf die Tauer herzlich raher " zu treten. ;,, Er hat fast immer vie Menschen nur so lange um sich geduldet, wie sie ihm in bestlmmtcr Nichtung nützlich od.'r un entbehrlich waren. Schien , ihm daS nicht mehr der Fall, so ließ er sie einfach fallen. AuS Bucher omt das erpro 'Mi0äSilS Während er früher der stete Gesell fchsfter des Kanzlers in seinem tändli chen Sommer'Aufenthalt war, wurde er vom Ktvxtt der titbpger zayre an nicht mehr rüt aus's Land genommen. fi KltrÄVHötflle traten dtt hersnaewüch
lenen Söhne des Fürsten und deren Freunde. Er wurde immer mehr bei Seite geschoben und mit dem Gefühle seiner Ueberflüssigkeit vertraut gemacht. Der alte Her? sah sich das eine Zeit lang schweigend an. dann verlangte er, wie' begreiflich, tief verletzt feinen Adschied, der ihm auch ohne Weiteres be willigt wurde. Der Reichskanzler soll ihn damals gefragt haben, ob er nicht den Excellenztitel oder einen hohen Orden wünsche. Sein verad chiedeter Rcthgeber Ichrne aber Beides mit dem Hinweis auf feine solchen Auszeichnungen widerstrebenden Ueberzeugungen ab. Die unfreiwillige Muße benutzte Lothar Bucker zu Reisen und Studien auf dem Gebiete bet Geschichte und Vottswirthschaft. Man konnte ihn in jener Zeit. Witte der achtziger Jahre, HZufig im Lesesaal der königlichen Bibliothek, tief in Bücher vergraben, sehen. Es war damals wohl die einzige Zeit, wo er gelegentlich etwas freier von der Lebe? weg sprach. Ohne CmPNNdlichkkit über die ihm zu Theil gewordene Behandlung zu zeigm.öllwie er doch schwere Bedenteii gegen die Bahnen, welche die Bismarck'fche.Politik damals' schon eingeschlagen hatte und die Persönlichkeiten, deren .Einfluß mehr und mehr, in den Vordergrund trat. Die Wendung, welche die Dinge nur wenige Jahre später genommen haben, hat viele- seiner Befürchtungen glänzend gerechtfertigt. i Leider, oder wollte Fürst BiSmarck damals keine Kritik mehr hören. m , m TeeBiereonsum der Erve
Die Redaction der in Wien erschei nenden Brauer- und Hopfenzeitung i Gambrinus" erfreut alljährlich ihre ! Leser mit einer Tabelle über die Statt stit der Biererzeuqung auf der bewohntm Wrde. Die Tabelle für 1891 berichtet nicht allein über das erwähnte Thema, sondern gleichzeitig auch über die Art der Besteuerung der Biererzeugung, das ErtrSgniß der Steuer, die Einwohnerzahl, die Restitutionsquote, über die Malz- und Hopfenerzeugung. sowie über deren Verbrauch; sie belehrt uns auch? über, die neuesten Zollsätze auf Bier Malz) Gerste und. Hopsen. Im Jahre 1891 waren !n sämmtlichen ! 21 Ländern, aus denen sichere Angaben eingegangen : sind, 49,453 Brauereien im Betrieb gegen 50,488 im Vorjahr; sie erzeugten 196.418.000 Hektoliter Bier gegen 195,678.328 im Vorjahr. Darnach ist das Bier da es ja aus Ge?s.e und Hoen hergestellt wird, von ,o großer Bedeutung für die Landwirthschaft und den Staatssäckel, daß jeder wohldenkende Staatsbürger die Erhaltung und Verbreitung diefer Induftrie nur wünschen kann. So betrug der Steuereingang in den 21 Staaten im Jahre 1891 262.532.173 Gulden, und zwar war das eine Steigerung ge gen das Vorjahr um 2.371,083. An dieser Vermehrung waren Haupt, sächlich Ungar. Oesterreich. Deutschland und Frankreich betheiligt, in wel chen Landern bekanntlich die Weinernte durch die , Reblaus schwer geschädigt wird. . Sehr interessant ist auch der l'YSavf'V.V nn flslfrts kifrt itt IttUM U A'kUI)) Ifc UHIUVJ tt UUlll Staaten zusammen 61,164.420 Kilocentner gegen 61.331,893 im Vorjahr. Die geringere Menge gegenüber der Mehrerzengung an Bier findet ihre Er tläruna in der guten Be.chanenhert der Gerste und in der durch die Technik durchgeführten höheren Mehrausbeute. Die Hopfenernte betrug rn allen Lan dern zusammen 1,456.440 Mlocentncr, der Verbrauch beziffert sich auf 1,56'!, 642: der Unterschied wurde durch Vor'äthe aus früheren Jahren gedeckt. Hypnotismus i OttiQtilaaU Ein recht interesfanter Versuch ist dieser Tage, in Santa , Rosa, Cal., öffentlich vorgenommen worden, wahr! Icheinlich der erste seiner Art unter sol chen Umständen. Wie man sich erin nern wird äußerte bei dem berühmten Eyraud'schen Mordproceß in Paris der Vertheidiger den Wunsch, daß Gabriellk Bompard, die Geliebte EyraudS, in hypnotischen Schlaf versetzt werde, da mit sie , in , diesem Zustand die Mord? tragodie nochmals durchl.be und natur' getreu erzählen könne; indeß weigerte sich der Gerichtshof, darauf einzugehmj Im vorliegenden Falle aber Hai daZ Gericht einen solchen Versuch zuge, lassen. Es handelte sich um einen Proceß ge gen einen etwas übergeschnappten Zei tungsmenschen. Namen? Edward I. Llvermashwegen Mordversuchs. Li v.'rn'aih begann' vor etwa einem Jährt rappelig zu werden, und,.fein erste? Streich war. daß er sich. ,, als Negerin verkleidet, in San Francisco herumtrieb; damals wurde er verhaftet und mit einer Geldstrafe : belebt. Vorher hatte er mehrere Landblätter erfolgreich geleitet und die Tochter eines reiche? LandwirthS geheirathet. - Nach feiner Verhaftung kriegt tx plötzlich den Verfolgungswahn Und sprach nur noch von Leuten, welche sich gegen ihn verschworen hätten, und sv' bald er sich wieder auf freiem Fuße be fand, ging er nach Eloverdale in der Nähe von Santa Rosa, und machte ei neu wüthenden Mordangriff auf den alten Darius Etherioge. von welchem er behauptete,,, er habe versprochen, ihm ein Vermögen zu vermachen. Secks kugeln jagte kr den alten Mann in den Leid, doch erwies 1 sich ' keine br Wunden als tödtttch. , Als man ihm fest nahm, erklärte er. er habe Etheridge irrthümiicherweife für den Pollzeirtchter gehalten, welcher ihm in San Francisco die Geldstrafe auser legt hatte. Im Uebrigen fchwäßte er zuzammenhangloZes Zeug und behaup tete zeitweise, der König' von Siam zu sein. , Auf Antrag seines Vertheidigers wurde er vor die WahnstnnZ-Eommli k :i " ; t -j. X. i . . W'1 w i i-: , , v -c )uik luiuayi uiiu uuuii m lrrttuus geschafft. Nach vier Monaten entließ man ihn indes von dort, und alsbald wurde ihm abermals der Proceß g? machuil; Verschiedene Zeugen, darunter vor Allem seine Gattin, erzählten von feinen excentrischen Manieren ' und Handlungen. - Nun beantragte die Vertheidi gung. L.vermash unmittelbar ,m Ge richtszimmer in einen chhpnotischen Zustand zu versetzen und die Ereign!sie,in der Neät d:Z Mord2ttkNt-!eZ in ncÄ
emmat durchmachen und ichttdern zu lassen. Man ging wirklich darauf ein, und Dr. Gardine?, welcher großen Ein fluß auf Livermash erlangt hatte, wi ternahm es. ihn zu hypnotisiren. indem er eine glänzende Scheibe beständig vor feinen Augen hin und hcrbewcgte. Sehr bald stellten sich die bekannten hypnotischen Erscheinungen ein. Die Vertreter der Anklage suchten sich zu überzeugen, ob der Beklagte sich nicht lediglich verstelle. Sie stießen ihm z. B. eine Nähnadel durch das eine Ohr; allein er gab nicht das gc ringst e Zeichen, daß er dergleichen fühle. Dabei war bas Gesicht so, bleich, wie da? einer Leiche, und die Glieder waren völlig erstarrt. Indes beantwortete er jede an ihn gerichtete Frage und schil derte ganz genau, was er in jener per HSngnißvoUen Nacht that, und was er dachte. Es war ein unheimlicher An blick, zum ersten Male einen Fall zu sehen, daß ein fcheinbar lebloser Kör per von Dingen sprach, die so unwahr fcheinlich klangen, wie nur irgend etwas, was Stevenson in feinen Neuen arabischen Nächten" erzählt. Schließlich aber begann die Gestalt, sich der Herr schaft des Do o,s zu en z'ehn, geber dete sich als der König von Siam und gab dementsprechende' Befehle, bis sie endlich vom Arzt vollständig aus dem hypnotifchcn Schlaf aufgeweckt würbe.
Der Doctor fetzt nun auseinander, daß Livermash ein Opfer des Auto.Hypno tismus fei, d. h. daß er sich jederzeit selber in einen schkaswachen Zustand versetzen könne und alsdann nicht Zur 1 seine Handlungen verantwortlich sei; in einem solchen Zustand habe er auch den Mordversuch gemacht, und er sei überhaupt gesührllch. wenn er stch mcht unter Einfluß emcr stärkeren vlata befinde. Der Gerichtshof gelangte noch nicht sogleich zu einer Entscheidung. Auf alle Fälle dürfte das nun einmal ge aebene Beispiel noch gar 'manche Nachahmung finden, und auch viel Mißbrauch. Vom Jnlanve. Ohrringe lind in der so nen Damenwelt gänzlich außer Mode. Gegen 800 Kapseln trügt ein einzelner Vaumwollenftrauch 'auf einer Pflanzung von R. T. Wilkinson in Berclair. Tcx. Kürzlich wurden in Mon roeville im Eounty Monroe inAlabama vier Neger gelyncht, welche sich schuldig begannt hatten. Richard L. Johnstons Tochter Jeannette, in dem Landhause ihres Baters bei Davis Ferry am Alabama vergewaltigt und sie und ihren Vater ermordet zu haben. Seit der Vcrübung dieser Verbrechen herrschte unter den Weißen und Farbigen in Monrocville eine ungeheure Aufregung und es wurde zur Entdeckung der Mir der Alles aufgeboten. Zehn Neger wurden verhaftet und einem strengen Verhör unterworfen.' ' Die Furcht vor einem Lynchgericht löste den Unschuldi gen unter den Verhafteten die Zungen und sie erzählten alles, was sie von den Thätern wußten und schließlich Hekannten sich Mole Johnson. Jim und John Packer und Burrell Johnston, vier Burschcn von achtzehn bit dreiundzwanzig Jahren der Thäterschaft für schuldig'.! Unmittelbar nachdem die Nach: icht von dem Geständniß der vier Schuldigen inj das Publikum gedrungen war. sam melte sich vor dem Gefängniß in Monroeville ein aus Negern und Weißen bestehender Bolkshaufe und forderte dem Shris! die Schlüssel ab. A K die-! ser sie verweigerte, erbrach die Menge, die Thüren des Gefängnisses, bemäch tigte sich der vier Verbrecher und machte sich mit ihnen nach dem zehn! Meilen entfernt belegcnen Thatorte aufden Weg. Unterwegs jedoch wurde der Borschlag laut, mit den Kerlen kurzen, Prozeß zu machen. Da die nöthigen Stricke zur Hand waren, baumelten sie bald an Bäumen an der Landstraße.! Als die Lyncher sie für todt erachteten.! schnitten sie sieab und warfen sie auf einen brennenden Scheiterhauken; einer der Gelonchten soll noch amLeben, ge-! wefen und lebendig verbrannt worden sein. Burrell Johnston hatte sich als Mörder des Richard Johnston bekannt und - die beiden Packer hatten, dk Er mordung des Mädchens eingestanden nachdem alle Bier sie mißbraucht hatten.! Mose Johnson hatte , an, allen diesen Schandthaten theilgcnommen. ' ' E in Unfall, der sich um ein Haar zu einer .schrecklichen , Katastrophe! verschlimmert hätte. , aber,. Dank eines merkwürdigen Zufalls gegen alles Erwarten gut verlausen ist. ereignete sich dieser, Tage in der, Stadt New Yort. Die große Tally-ho-Kutsche Republik die bestimmt war, eine Gesellschaft von dem Psaza Hotel- nach dem Tuxedo Park zu bringen, , war in 5s in? Leih.' stall, an der Ecke von Park Ave. und 58. Straße, mit vier wüthigen Brau nen, dem Eigenthum von Pierxe Loril lard und R. Mortimcr. bespannt war den, und wie der Kutscher den Sitz aus dem, Bock eingenommen hatte und die Pferde antrieb, , wurden diese' plötzlich scheu und jagten, wild in das Gebiß knirschend, auf die Straße, wobei Herr NeeveS.der die Pferde vom Plaza Ho tel aus fahren wollte, beinahe unter die Hufe gekommen und getödb.t worden wäre. In wilder Flucht jagten , die Thiere , bis nach der 57. Straße, wo eine Anzahl Ardeiter gerade damit be schäftigt waren, die Brücke über den Tunnel auszubessern und das eiserne Geländer theilweise entfernt hatten. Die Leute, welche die Durchgänger kommen sahen, ! , stoben auseinander, ohne daß Jemand wagte, den Thieren in die Züge! zu fallen, und im nächsten Augenblicke waren drei der, Pferde über die Erhöhung des TrottoirS hinweg in die Tiefe gestürzt,' während das vierte, an allen Gliedern zitternd, am äußer sten Rande stehen blieb. Wie durch ein Wunder waren die Pferde dem Tode entronnen, denn die starken Leder stränge waren nicht gerissen und die Kutsch?, gegen einen Stein gerannt, faß fest, so daß die Pferde halb in der Luft in ihrem Geschirr hingen, wo sie mit den Hufen um sich schlagend, blieben, bis es den Arbeitern und den im Leihftall Angestellten endlich gelang, das Qt schirr zu durchschneiden und die Tbiere in den Tunnel binabzulasien. Dies
war ein Ä5erk. das gur eine Stunde in Anspruch nahm, und während der Zeit trat eine Verkehrsstockung auf der New Jork Ecntral-Bahn ein. Die Thiere waren, wie eine Untersuchung ergab, nicht schwer verletzt, und man hofft, sie bald wieder herstellen zu können. Auch die Kutsche hatte keine erheblichen Be fchädigungcn erlitten. Die Liebe hat schon Man chen in Verzweiflung getrieben, dem Bildhauer Türk in New York aber hat sie den Verstand geraubt. Emil Türk wohnt No. 202 Ost sechste Str. und ihm gegenüber wohnte früher die sehr hübsche Mary Banbcl. Seinem Känst. lerauge fiel Mary selbstverständlich auf und bald brannte sein Herz lichterloh in Liebe für sie. Mary gefiel die Idee. die Frau eines zweiten Michel Angela zu werden und so verlobte sie sich denn mit dem um 25 Jahre .älteren Manne. Dann sah sie andere und jüngere Män ner, deren körperliche Porzüge bei Weitem die geistige Größe ihres Emil über ragten, und sie hob. die Verlobung auf. Das paßte Emil nicht, und er verfolgte Mary ans Schritt und Tritt, bis sie die Geduld verlor und zu Freunden, der Familie Wehde. No. 513 Ost 83 Str., zog.' Aber auch dorthin folgte ihr der' verrückte Bildhauer, stand stundenlang
auf der Straße nud starrte das Hans an. Vor einigen Wochen ging Mary in ihr Zimmer und' wollte sich gerade schlafen legen, da sah sie ein Paar Niännerftie'feln unter dem Bette hervor' ragen. Wie es einem keuschen Mädchen" zukommt, schrie sie laut um Hülfe und sie herbeigeeilten anderen Bewohner des Hauses zogen denn auch mit den Stifelrr den ttebestolken Bildhauer hervor. Erst bekam er eine gehörige Tracht Prügel und dann ließ man ihn ein stehen. Am nächsten Tage erschien Mary nicht im Gerichte, und Emil kam deswegen mit einer' Strafe von Sl0da von. Am folgenden Abend kam Türk in die Wehde.'che Wohnung und ver langte, mit Mary zu sprechen. Der 22 Jahre alte Sohn des Hauses, der ebenfalls Emil heißt und auf den der Bildhauer am meisten eifersüchtig ist, erklärte ihm. Mary sei nicht zu Hause, und warf die Thüre ins Schloß. Türk wurde hierüber wüthend, zog einen Revolver aus 'der Tasche und feuerte drei Schüsse'' durch die Thüre, verletzte jedoch Niemanden. Polizist Brady borte die Schüsse und verhaftete den Schießbold. Er behauptete daß er Mary schon inf Deutschland gekannt habe und sie ihm' nach Amerika gefolgt sei, hier jedoch habe , sie ihn verlassen und ohne ihr" wolle er nicht leben. Sie bestreitet jedoch entschieden, daß er irgend welche Rechte auf sie habe. Daß Türt die feste Absicht hatte, erst das Mädchen und dann sich selbst zu erschießen, geht aus einem an seinen Freund Holländer, der mit ihm zusamnlen wohnte gerichteten Briefe hervor, der bei ihm gesüttdcn wurde. Vom ÄuAlande. Vor der .Strafkam mer in Nürnberg hatte sich vor einigen Ta' gen det Braumeister Georg Wagner auf Grund des Nahrungsmittelgesetzes zu verantworten. , Es lag ihm zur Last, büß er vor einigen Jahren wissentlich verdorbenes Bier an die Kunden : der Denl'schen Brauerei abgab, da ihm betonnt war, daß in einem Sud Bier eine Katze oder ein anderes zü? mensch' lichen Nahrung ., ungeeignetes Thier mitgefotten worden - war. Die Straf kammer am Nürnberger .Landgericht hatte beschlossen, Wagner außer Ver folgung zu setzen; m Folge des von der Staatsanwaltschaft, ergriffenen Rechts-! mittels verwies jedoch das Oberlandes-' gericht München die ?ache zur strak. kammer. Wagner erklärte im Ter min. er wisse nichts von einer Katze, es seien , ihm vor Jahren einmal, als das noch nicht- gegohrene Bier von der Pfanne in den Bottich geschüttet wurden einige Knöchlein gezeigt worden, er habe nachgehen lassen, ob die vier Katzen der Brauerei noch Vorhänden seien,' iind es fei keine fort gewesen. Medici nalrath Dr. Merkel gab in seinem Gutachten an, instruier Sinne des Wortes könne nicht von einem verdor denen Bier im concreten Falle gespro chen werden, da durch die Gahrung der etwaige Einfluß vorhandener thierischer Körper beseitigt worden sei. , Eine ändere ffrage'sei.es für Diejenigen, ' welche wissen daß ein Thier nzitgesotten wo? den , r. , Dies sei der ideale, ethische 'Standpunkt, das Bier fei nur verdor ben für Diejenigen, welche wissen, daß ein' Thier 'mitgesotten , worden sei, da wohl bie meisten Personen,' wenn sie hiervon Kenntniß erhalten, Ekel em pfinden würden. ,Stoffe,' die das Bier alteriren seien in dem vorliegenden Falle : nicht anzunehmen. Der Borsitzende erklärte, nach den bayerischen Gesetzen dürfe zur Bereitung von Bier nur Wasser, Hopfen und Malz genom men werden, und daß nach reichsgcricht licher Rechtsprechung die Nahrungsmit tel als gefälscht zu betrachten seien; wenn der normale Zustand 'verändert und dadurch Ekel erregt wird ' Darauf erwiderte Dr. Merkel, ekelerregend sei ein solches Bier nur für Denjenigen, welcher Kenntniß vom Borgange hatte. Dr. Prior erklärte ebenfalls, daß das Bier absolut nicht verdorben gewesen sei, weder vom technischen noch vom medizinischen Standpunkte aus.- Nach den Acten sei der tägliche Sud nicht sofort mit Bier ' aus einem anderen Sud vermengt worden, es sei dies erst geschehen,, als sich herausstellte, daß das Bier unverdorben sei. ,Jm Verlaufe der Verhandlung wurde auch erwähnt, daß der Vorfall erst durch den letzten Bierbrauerstrike zur weiteren Kenntniß gekommen sei, während frühe: die Brauergehilfen hierüber znlchts verbrei teten. Es ersolgte Freisprechung. Aus Budapest wird foi MdeZ Gefchichtchen gemeldet: Anläß lich des jüngsten Empfanges der Dete girten bei Hofe entdeckte ein österreichi fcher Delegirter, nicht lange bevor er sich in die Festtoilette werfen wollte, zu seiner nicht geringen Uebcrraschung, daß ihm feine Orden fehlten. Er durchfuchte seine Koffer auf das Sorg fältigste. durchstöbe?te alle feine Effec ten, aber nirgend waren die Orden zu finden. Das, Fehlen her Auszeichnung cen würde nun dem Politiker teine all
zugroe Verlegenheit bereitet haben, wenn nicht just zur Zeit die Reichenderger Affaire sich abgespielt hätte. Vor den entsetzten Augen des Dclegirten stieg bas mahnende Knopfloch des Bürger'meisters von Neichenberg auf u. eine Reihe der unliebsamsten politischen Mißverstände schien unserem Manne unvermeidlich, wenn er ohne die ihm verliehenen Dccorütionen bei Hofe er-
scheinen würde. Rasch entschioücn, be stieg der Telegirte seinen Wagen und suchte den Ministerpräsidenten' Grafen Taaie auf, um ihm den Sachvcrhalt darzulegen und ihm über bie wahre Ursache der zu gewärtigen Schmuck losigkeit seiner Festbrust Aufklärung zu 'geben. Denken Sie sich nur, Excellenz rief der Volksvertreter in verzwciflungsvollem Tone, meine Frau hat vergessen, mir meine Orden einzrlpacken!" Graf Taaffe, der auch ein wenig vräoccuprrt schien, erwiderte aber mit milder Gelassenheit: Trösten Sie sich! Meine ttrau hat veraenen. mir meine Beinkleider einzupacken". Gegenüber dem ernsteren Mlizgeschick des Ministers sank das kleine Ordensmalheur des Delegirten zur Vedttl tunaslosigkeit herab und seiner, eigenen Lage vergessend, frug er ängstlich: Und was werden Excellenz machen r Gras Taaffe, der sich bekanntlich in jeder kritischen Lüge zurechtzufinden weiß, er widerte aber mit dem Gleichmuth des er ahrenen Staatsmannes: Andere an üehen!-. - Die Wiener Presse schil. ert folgende Scene: Ort und Zeit der Handlung: Die jüngste Sitzung der Gesellscha'tt der Aerzte. Hofrath Pro iessor Dittel: Hochverehrte Herren! Ich begrüße Sie (Man hört ein lau tes: Mäh!) .... Professor Dittel setzt nochmals ein: Ich begrüße Sie und zebe der HoZnung Ausdruck'..,. Määäh.. .. Professor Dittel (einiger maßen irritirt): daß Ihre rege Theil nähme auch fernerhin Määäääh! . . . Allgemeine schallende Heiterkeit. Auflösung des Räthsels, für den Leser: Dr. von Eiselsberg hatte zum' Zwecke ser Demonstration über die Wirkung der Schilddrüsen Exstirpation zwei junge Schafe in den Saal - bringen lassen, und diese waren so vorlaut, vem Herrn Hofrath mit ihrem Mäh in yie Begrüßungärede zu fallen . . In London würd e n zwei Zetilec von den Polizeigerichten abge urtheilt, die lebendige Zeugnisse für die Einträglichkeit des Bettelns sind. Der Eine besuchte als blinder" Musi ker im Sommer die Badeorte, im Win ter die nobleren Quartiere Londons, trank, wie die Bettclpolizei bezeugt-, jeden Mittag seinen Portwein und speiste zu dem Preise von 4 bis 5 Sh. Außerdem hatte er vlenty? rnorißv in der Tasche. Nebenbei "befand sich seine Frau mit den Kindern "schon seit Jahren im Worlhouse. Der Richter verurtheilte den Lebemann zu drei Monaten Zwangsarbeit. Ein an derer Bettler. Namens Andrew Jacobs, betrieb fein Geschäft mit gleichem Er folge, war aber weniger verschwende lisch in seiner Lebensweise. Die Poli ja ermittelte, daß er in seiner Wohnung höchst behaglich eingerichtet sei und in seinem Hause ein w.'rthvolles Piano barg, aufdcm seine Töchter, zwei, wie der Pollzei-Jnspcktor sagte: hübsche Mädchen, stets in stilvoller ele. ganter. Garderobe- musizirten. Auch war Herr Jacobs Eigenthümer von zwei,, eine gute Rente abwerfenden Häusern. .Da jhm weiter nichts zur Last gelegt werden konnte, als daß er gebettelt habe, entließ ihn der Richter mit der Warnung, daß. wenn er noch malS erwischt würde. Zwangsarbeit in Ihrer Majestät Gefängniß ihm sicher sei akZ "mg and vaabond". In Dresden erfolgt, jüngst die Verurtheilung eines am 10. Juni d. I. in Berlin verhastetcn Zech prellers Arthur Grün, alias Green, bc, eine internationale Vergangenheit hat Er ist in Siebenbürgen geboren, Hai alle Erdtheile burchmandert.- will 'auch ein guter Freund von Stanleli sein. Anfangs der ' sechziger Jahre ist er in Kentucky amerikanischer Bürger gewor ten, und vor vierzehn Jahien will, der jetzt im 53. Lebenswahre 'stehend am Kap der guten Hoffnung vom Judenthum zum Protestantismus übergetreten sein., Er gibt an, früher r?iel Ber mögen besessen zu haden will dies 1370 verloren hab.m, worauf er als Gold suche? in Ealifornien und bei anderen Unternehmen wieder viel Geld ge:von' nen haben will, von welchem aber nichts mehr vorhanden war als er von Zanzibqr kommend im Januar d. I. ir Donauefchingen eintraf. ,,: Nach einander machte , er nun , dort bei dem Gast. Wirth Buri, dann in Dresden im Hole' Stadt Metz- und im Hotel Royal". so)ann in Ehemnitz im Hotel Viktoria Zechprellereien und trat dann in Berlir auf, wo er sich im Hotel Branden, burg ein.?uartlrle,l nachdem, er einigt Tage anderwärts logirt und vom Po?. tier des genannten Hotels die im ande. ren Logis '. entstandenen Kosten ' hatt auslegen lassen. .Auch im Hotel Brandenburg" spielte natürlich Green dik Rolle eines reichen Mannes; i er bedauerte unter Anderem, daß fein Koffer, der sechs neue Anzüge enthalte. 1 infolge eines Versehens' der Bahn verschickt' sei, auch ließ er sich , vorn Portier noch zehn Mark geben, um an Stanlcr nach Geld zu telegraphiren". Jmmrhin waren im Ganzen die Betrügereien nicht groß, da er nach seinen Schwindeleien in Donauefchingen wohl Geld verdient haben muß. wie er angibt, aus einer Geschästsieise durch Italien. Sc verurtheilte die 3. Strafkaminer ihn nur zu acht Monaten, von denen zwei Monate als durch die Untersuchung haft verbüßt abgerechnet wurden. Die Umwandlung dei Stadtqemeinde Zaborowo in der Provinz Posen in eine Landgemeinde ha! kürzlich die königliche Genehmigung erlangt. Damit ist aus der Reihe de' preußischen Städte eine der kleinsten, aber bei Weitem nicht die kleinste, aus geschieden. Zaborowo, das im Krcift Lissa liegt, hatte nach der Zahlung von 1890 nur 837'Einwohner. es gibt aber noch 32 Städte- in Preußen, die noch . kleiner sind pnd wohl ohne Ausnahm sich besser stehen würden, wenn sie aus die, Üädtilcden Recht- verzichten
ilf.
sich in Landgemeinden umwandeln woll ten. Im Ganzen gibt es , in Preußen nach der legten Volkszählung 47 Städte, deren Einwohnerzahl unter' 100t bleibt. Davon entfallen 14 auf dir Provinz' Posen, 13 auf Schlesien. IC auf Hesjen-Naffau(auf den Negierungs bezirk Easscl), 3 auf Brandenburg, je 2 auf Westpreußen und Westfalen und je eine auf Sachsen. Hanuovei, und die Rheinprovinz. Die bcid?v kleinsten Städte sind Schleiden in der Rheinprovinz mit 515 und Lagow in der Provinz Brandenburg mit 49.1 Einwohnern. Diesen Zwergstädten steht eine ganze Anzahl von Landge meindcn mit mehr als 10,000 Einwohnern gegenüber, und diese sollten, wie cS ja auch bei der Berathung de, Landgemeindeordnung der Minist Hcrrfurth als wünschenswerthbezeichb ete, einer Umwandlung in tadtge, meinden näher treten. Nicht weniger als 37. dieser großen Landgemeinden werden gezählt, von denen die meisten in den Bezirken, in denen die Groß Industrie überwiegt. . liegen oder als Bororte der Großstädte angesehen wer. den müssen. Schlesien weist fünf so große Landgemeinden auf; und'be sonders interessant ist, daß sich unter den großen Landgemeinden Schlesiens noch ein Guksbezuk befindet, Laura. Hütte, mit 10,572 Einwohnern. A ll s Schweningen in Württemberg wird ein Fall von Ver
urtheilung eines Unschuldigen berichtet, der wiederum geeignet ist, die Gegner der Entschädigung stutzig zu machen Wegen angeblichen Diebstahls von 30L M. wurde der Pferdeknecht' Andreas Pfau von Dornhan im Jahre 1889 zu 2 Jahren Gesängnik vcrurtheilt welche Strafe er am 15. Sept. auch richtig verbukt hat. Nach seiner In hastirung gelangte ein anonymer Brief an die Staatsanwaltschaft, in dem eS hieL. Psau sei der Dieb nicht; dieser selbst betheuerte immer, .auch noch brieflich rm Gesängnin, ferne Unschuld. Jetzt, dci er wieder auf freiem Fuße ist, bekennt wie die Neckarquelle" be richtet ein unter dem falschen Na men Friedrich Keller von Steinhofen feiner Zelt neben ihm arbeitender Tagelöhner in Wirklichkeit der Schneider Ludwig Stohr von Fecken Hausen der inzwischen wegen' ver schiedencr Verbrechen in's Zuchthaus kam. er habe das fragliche Geld geftohlen. Dieser Tage wurden nun durch das Gericht Erhebungen " angestellt, ob seme Angade auch aus Wahrheit ve ruhe. Der freiaeiftiae Maire eines kleinen französischen OertchcnZ hatte es übernommen, bei der Becrdl gung emes Gesinttungsgenoyen die Grabrede, zu halten. Das war , leichter gcdacht.als gethan. ' Der gute Vkaire befaß dl Gabe der Beredsamkeit in sehr bncheidenem Mar,e- und! als der entscheidend: feierliche .Moment getom men wär, entblößte er das Haupt, trat an die offene Grust heran undHrach ö:e bedeutiämm Worte: Bürger Po chard, im Namen des Gesetzes wir beerdigen Dich.-' ' ; i Anspruchsvolle The a terbesuchcr scheinen' die Einwohner der ehrsamen, alten Römerstadt Nimcs in der Provence zu sem. Da kürzlich bei einer Borstellung viele Personen zu tpät kamen, ging durch das beim Ein nehmen der .Plätze verursachte Geräusch der Anfang des gespielten Stückes fast gznz verloren. Man verlangte nun. daß nochmals begonnen würden und in der That ließen sich die'Schau'pieler dazu herbei, das Spiel abzubrechen und von vorne anzufangen. B e l g r ad h a t vor einigen Tagen die er te Pferdebahn erhalten, Der Picis ist ein einheitlicher, zehn (5entim?s für die Strecke. Nurist manin Betreff der 5!inder von dem sonst üdli' chen Verfahren abgewichen, indem nur solche Kinder für die Hälfte des Preises fahrcn dürfen, welche noch nicht einen Meter hach sind. Beim Einsteigen derselben kann der Eonducteur an mehreren im Wagen angebrachten Maßen die wirkliche Größe" seiner Passagiere feststellen. . Der noth leidenden Land wirthschaft ganzer Jammer' faßt uns an.wenn wir das nachstehende Inserat der .reuz;eitung" le.'en: ,Ein Herr, in mittleren Jahren, aus guter Fami lie der .gut, Whist, und Skat spielt, wird für den Winter auf einem Gute in Mecklenburg bei freier Station a sucht. , Offerten unter H 743 an die Ezpedltion dieser 'Zeitung." ., v Kaufe Mucho'S ,.Vest Havanna " ? , uy 'tet&.-J'v& -.ZgarS. VdGGGGGHAGTGGGchO1 .Werth einer Schachtel eine Guinea." ' lEWf IÄ ii Rollen - Ct. Hei,. ffwnTrt v ft Xw w ij V j w Sitz einei groß. , rzrgen ist i schäfte. ' , A ' aBEEOMAD'S iWILLib sind ein Heilmittel bei allen nervöse nd billifen BeslKWttde. die Folg von Mas'? wmi m. veroen oen aenugr. schwäche, efiörter ndamg, kranker Lb nd litt rauenieioev. EiesindmttetneraeschaSls5 n :aut li doTenonuc ud ex,o ge.Z t Bei alle Vpothekr. Prer, s ttttZ die $ Lckackt. New ?!ork Jütvoi: as anai etr. , MM. m , , , Spezialarzt für Zlugc, Ohr, Nase und HaZs. In Praziö feit I7. Dauernd etablirt 4 West Washington Str , der Meridian Ct.aöe segenkirr. Indianapolis, 3nd. Patienten, welche außerhalb der Stadt wohne, werden erfolgreich .durch. Correspvndenz behandelt.
mim
HOWWDch. 0s W -39 RwrWZZaM
Herjlkche Vmpseblung elne MisssonSrö. I E U !B a m tu 22 i M l o n. Chsie 5t... Mont.. l2.5ez. i.Mirku o -haftet ZiSnZa'S SIcrocft-tätTci ift wundervcll. um Ankma b"üti ovil durch "XtTCtn schwächender NederaniZrenFnng herbeigeskhrtt Nerven - Hj;z ss- " Trv ahmen th gcge FaLZuchl. Di KvZSll hör; soso auf. und ftyt sind d , Kinder tur tt. I HaAn v kranideltt ta danviarn. -ietn Atinctr vinnfT t&oct Hinsälligttit und Schwkchk stärtt n fcoS Eys hnk ALZuaKme. Ich tmpskhle ve,ve erzna,,,. Siitb. t&trweiict, s.j. 802 B r k t , n. R. V . 4. MSrz I8SI. ?ck ebraute S Klelch ..VaKor KSnia'A Nirveu Etär? aeaen Ebcra odcr Et. DeNSKTnz. e Icke ich 6 Monate lang lchreikUch gkli:ten vnd derkribe kurin, ich. .1 Wm. Mekormt. 827 Dost. . September 1?81. !A halt I.PaNok &Klä'S Nervkn-T:äri tel seit viele Leidende gebraucht ad t ledkM Falle slelllj egerung nq tiiu - xtmptr. tiaviaiu ?iaiiona io&icncm. Frei tm wnihdolleZ W'.ch für Newekldende und lue Prebe.Jlache zugesandt. Arme rbalten aua die Atedixi mfontl. Diele Medttm wcrde lrit dcm!1abre 1373 von dem Hoch. aftorKSni ii Fort Wayne. Jnd zudereüet und Jetzt unter feiner- tveilung von der KOENIG MEDICINE CO.. 238 KndolpU St CHICAGO, BH tlbothttcrn n kal. ü die Flasche, Flaschen für?S.V, S,Ss ,1.70, fut W.U. Dr WagNer. Ospee : ?o. si hio Oisiee-Siunden : Ubr c tiito&. 4 Uhr Nachmittags. onkn? V?eBroudtwv ?si Adx. ß?t TeiepiZvn Dr. I. Bühl er, Teutscher Arzt. Office und Wohnung: ejo i n K i&iiU 7si QtAi& v (uivitw Ofsick'Slunden: S - 9 Uhr Vorm.; Z 3 Uhr Nackm.: 7 ö Udr Abends. Telephon m. C. C. Everts. Deutscher Zahn-Azt, No. 8i Nord Pennstzlvania Str. "9 ft wird uf Wunsch antandt. r. Pantzer, Chirurg und Frauenarzt. Heilansialt und Office: 19 Ost Michigan Straße. (Ecke MaffachusettS Ave.) Täglich von 2 bis 4 Uhr. Sonntags aus genommen. Telephon 22. , Ferd. A. Müller, . Mschsolger von Belege riSÄer.i KpsfheKeV. Die nfertiguus vva ?kkze?!cu seschiebt ir zuverlssfiger. Zkchver.'jSuvtökr Seife. Süd West. Ecke der OstMasbingi? und OS Str. Te in bn Gi M M WM Ta8 beste Stärkungsmittel. N.00 per Flasche. .... 6 Flaschcn für Z8.V0. Jadeit in fc Deutschen Apotheke von F. Will. Pantzcr, 54 West Washington Straße und Eckt Saft Straße und Lincoln Lan?. Die ante Nackt offen ! Dr. ADOLPH BLITZ, Deutscher lrzt. ' Spezialität, Augen, Ohren, Nase und Halskrankheiten. Oifice : No. 2 Odd JcllowS L alle. Eöe Washineton und 'ennjvlV. Str. Dr. W. B. Nyan, Ossice : 152 Massachusetts Avenue. - Wohnung : 3 Clissord Avenue. Ofsice-Stunden: 9 Vorm.; S-4Nchm.; 8 w.wiioo.; tfconnraa von iu vorm. ; Telephon; Office !7t ; Wobnung : 10W. !Mary C. Lloyd, Zahnärzttn, Zimmer No. 19, über FletcSer'S Bank, eegen - über vom 3!ew Zock Store. Eimer A. Smytlie, D. B. S., ;.r . Zahn-Arzt. Zimmrr Na. 12. Masonkc Tempi?. Eüdostcke , ,' Tenneffre und Dajhkngtvn ?Strane. ' , udlc.iapi'llS.Jnd. , XEDJ3T ürÜfeS, Slt . 28 Virginka Avenue. Vvrecbstundrn !: 10 M Uhr BarmittaaS. 1 3 aAnltccs und T beud. Sonn;aT von S-ä Ul,r iachmittagS. , , Dr.TPAPF, r ! Ossice: 134 Nord Pennsylvania Str. : Ofnce-Sluvden von 24 Uhr Nackm. fsZ 5 No. 425 Madisan Aiien,,, " fli.K.-'te-,nJn .. " ir,, Hi(i v,iaiti l. ! ,l?kan Z MceS. iÄäSfe Keine Heilung ! Nein: Bezahlung ! Mü Crosa-evea s cured bv Sr. Barker in one ininute bj new irnproved nd laiilen atibi. rut t2prTea:i liHi i i;pftruc Qchiekaügen. , Wie sie von Dr. Patte? durch eine neue, verbesserte schmerdose Wethove kurirt rserde 37? Fälle in Indianapolis gftkUt, von denen Sie sich persönlich überzeugen können. KSK ize Berechnung.
In Jndtsnapott in den dentscken votheken in S.Wtll. Vantzer. M Weft Washington rr. und Eck Süd ak Str. und Lincoln Lane.
WfJ )&Ji,
Wii
Dr, T. J. Young. OsZce: Ms. n Ost Mshwm EtMe. r " Spezialitäten: Kant ktraukhkZ ten. Epikcb
stunden: j'0 13 Nhr ,Borz... tt Uhr odun. ud h im Abends. Dr. F. Harrisvn, Arzt, OfsiceAMWöhnuKg: 7 Nord Alabamn Str. - ' Telephon 14T4. Boston Znhtt-Acrzte. News - Ecbüude. U n m in HrM. WelMLu z . Eil? fTjuu.unftr.c merKw,esssie . ähnerciNigem k. AJ v D. N. Vrvwn, . Zabnarzi, M Circle Str., im JrynHöll Gebäude. Oisic-e-Skunden: I, SnntaaA lbr. lue ebörttttl,r rvrr rüeA,K frgt. Gsb'und vttMte am tmfu ' Bandagen und wnndärztlicke Apparat?. irnbär.drr. Lruckcn, Tckieen N Ue wnndSrztttchen wegenstände. DA ribte Lager künstlicher AuKe. Wni H Armstrong & Co., n Süd MM trSe. Ä r c vs, ezanrure, giein, Tumvr, tn Anwendung de Messer lunrt. Dr. X. N. HOWARD, SASübJLinMTttebe. Frage nach einem Zirkular. Germ an LungTonle he!tt sofort jeden Pusten. Freie Proben überall. Cheer5ul Pillen. j. D. Pearsoii, 248 Massachusetts Avenue. cke Park Ave. Elettnzität dZe MeNzIn der Zukunft. Ter beste und eiuzZqe regenerirbare elektrische Gürtel in der Weit. iZadriiirt ton Dr. S. DeUaun & Co. 23 W.Ohio st. Taufend mn ZcugniZIen liegen zur Einsicht ffe. Robe Denn. NttvtoM.Tavlor. Benny & Taylor," A dv p k n t e n Zlnd N 0 t a r t, praNtzire in allen Skaais .Bundesgerichte. Zimmer I . 'mMx s?fr' Ost MarketKr. Indianapolis, I,o. Cropsey McTonald, A d v 0 k a t e ll und Nota r e, Zimmer IS und !S in No. 0 Ost Market Straße. Praktizi'J in allen (erichtSHSfen Ovid B. Jamefon, Advokat und NcchtSanwalt, Zimmer 5 7 Branden Block. Ecke Dclaware k Washington Straße. I. H. Hcrrlngtou, Fabrikant von Pferdegeschirren, . No 81 Ost Market Straß e. Reparaturen werde promvt und hlllig besorgt Capital Harnes Store, Bolz Brothers, Fabrikanten und Zdandler in Sätteln und Pserdegsschirren. mo.UQ Weft Wasbingto Straße, Neparatureit gut uud dillig desorgl. Jno. A. Kutsch Z atrlt ant nd Händler i P ferde Geschirre Sattel. Zügeln. Pritschen. Lammen. Bürste ic; Reparatur werde gut uZpromptaükekuh Sko. m MaffachufMS Apenue.H. L. Hei t man, Zimmer No. ö, 3ohn Block, liz Aord Meridian Straße. Versicherung u. Grunde!genit)NWZ' Agent. Bl kondere ufmerlsamAit dem CSllettlre von 3.'ilclije geZchknIt :Jt 01IAVEII & CO., ' 74 GrundeigenthumS- und Lelh'Agenten, Rs. H Virginia renue, BanceBloik. Wir habe eine r,Ze Lifte Hon Farmen in die sem und den angr eifenden Ceuntie, die wir vr kauft oder verlaus. - Oapttal Aaeliiue Works; Louiö Kotz. Eigenthümer. , . Jäbrikanten rvn Werkzrugen nnd fpiielle und Ezperimentai'iöka'ckt, ene u. . - Prellen rnd Et?mp.l rlne Zpezialiläk, : ' No. S5 Süd Alabama Straße. Indianapolis Brass Works, Messittggiesitr und FinisherS. Stockenmetali, Aluminium ronre, Mristngzuk Waaren, Reparaturen prompt besorgt, No. 31 bis 35 West South Str. The hong Steel arid Iron Roosing and Corrugating Co. Fabrikanten und Händler kn Stahl, und ?ifen-Dach und Bau Material.,. m Weg AZarr land Ctra&e. ,', Telkpb 144t. A. ?. Long. Vräftdfnt. '."""": Die Duthie Dagqett , 'Tool KZanukaeturinF öomp' Alle Arte jeinr ii3rrk,,uge u. trine Maschinerie Llektrifche Vafcdinrrie grmackl un rrarirr. 193 & 195 SudMeri5ian Straße. , , Besondere Ausmrrs amrlt uf H5rt, Kg Metallen. Zeiephons?. '" f- ! . utbie. Präs. TV. H. Taggett. 2kr. . Scha,. Model Fence 5o., L8 Ost Couth Ctr Ltaar nd Schie langen ! werden oliti in menigen Ninute firteril! .1 - f fe. . . j- . . . " . 9 r - grqrui. inrxr loutcn urflanpcii iccrce 9 tnge sie sihr in sin. üllunde 1Kk,gen. schliche, wöfferiq, ze N ienkatarrb. Tauihett. ülK im 0x; alle tfllU ren Äuge:,. Ohren. lntn. uni illetdea werden nadi einer nenen, verbeZZnt Methode schmerjlo kurtrt. rille erden für jede Auqe speziell ,ngrffrNst, iend für Lurzstcht der üervi't, ichiich der ftlgMktichc Auen. LÄNftliche Wg. ' DaS retchhaltlAfte fforttmeoe t WO. Mx seiden k,de ohne n(iee szdmerzko, r!,r frei. Haben die 5eaANA und ta enti,t des natürlich eu Age. Preise WäM. Sprechstunden von 9 Uhr NerzenZ bis 4 Uhr UbendS. Cy Uenfltaticn zu. . , "
-aX
lZKWHMWWUW " wW7z I tsCxJI 'ÄS IE - - ifTOsiT , tgCCjrV
i; ii ' i ,ii
MÄiä
r i , 1 ' WiM-
Vil! ti 'i" i
M!W
