Indiana Tribüne, Volume 16, Number 55, Indianapolis, Marion County, 14 November 1892 — Page 2

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JttdlNtta Tribüne. Erscheint ICilcjllcf; und Sonntngs. Tie tSzliSe .Tribüne' Zsstet durch den Träger 11 Cent per Woche, die SntogS,Xrtbüne 8 EeniS pcrWcoe. Beide zusammen ZL II entS oder LZ Cent perlMonat. Per Psst iuzesch:ckt in Vor susliezahlunz fc per Jahr. Offte: 130 Ost Maryland Straße. 3nd!anapoZ!S,Jnd., 14 November '92. Sscial):ms5rattfcheZ ZuknnftS bllS. , AnZ einem Interview, welche? ein .Berichterstatter der New Hort Sun ,.nii dem bekannten sociakistischcn Füh rer von Vsüinar in Soiensaß. seiner Privatdcsisung in den dänischen Alpen, gehabt hat, sind folgende Stellen bernerkenZwerth: Herr von Vollmar erklärte, daß nach seiner D!e!nunz das flache Land, der Baucrnftandstets gegen ihn, das heiß! , gegen die '-ocialdemokratle stimmen würde. Wenn jedoch eine bessere Wahl kreiseintbkikun!; erlangt sein werde. !ann wmde dle Sscialdemokratie ohne Zweifel eine so grotze Anzahl SiZe erobern, daß seine Partei im Zusammenschkuß mit irgend einer kleineren Fraktion die MerM besitzen und 'Zocialistische Gesetze im Reichstage dann durchbringen könne. Herr von Vollmar glaubt, daß, falls eine focialdemokrati jsche Regierung in Deutschland jemals ais3 Nuder kommen sollte, dieselbe die 'Karte ViifTsfifsinM tmn ?nisiem unterziehen würd?. Die kleinen deut schen Mittel- und Duodez-Staaten ha , den nach Herrn von Vollmars Ansicht 1 keinerlei Existenzberechtigung. Herr v. vi.ft i -i- rrjt r-t -t -litx. "uui.iai cuwric cjupquuiuj gegen eine gewaltzame Aevomtion und ,sagte. eine sollte habe in Deutschland , auch nicht die geringste Aussicht auf (ZrfoZg. Seine Partei würde auch nie solch' ein seltstmörderifches Abenteuer begünstigen! Auf die allgemeine politische Lage in Deutschland übergehend, sagte Herr v. Vollmar, daß die süddeutschen Wo narchen dem sogenannten neuen Kur? im Reiche durchaus nicht sympathisch gegenüber stünden. Die Berliner d'enlral-Orzane wütet eigentlich noch gar nicht. 'welchen Kurs sie zusteuern beabsichtigten. Unzufriedenheit mit der Berliner Leitung fei an den süddeutschen Höfen allgemein. Noch größer sei aber daselbst die Furcht vor dem rothen socialöemokratifchen Gespenst, und die verschiedenen Herrscher lehnten sich daher doch noch lieber an den vet terlichen" Hof in Berlin an. der ihnen unsympathisch ist, als daß sie. sich auf ihr eigenes Volk stützend, den gerechten Wünschen und Bedürfnissen ihrer Landesangehörkgen ans eigenem Antrieb und aus eigener Erkenntniß Rechnung verr v. Vollmar kam dann auch noö auf die Bismarck-Temonstrationen des vergangenen Sommers zu sprechen, und erklärte den ganzen Bismarckschwinde!" als von Fricdrichsruh aus in Scene gesetzt. Vollmar gab zu, daß der Fürst ein größer Mann fei, aber Deutschland habe keinen Grund, seinen aUsn beklaacn. Allein feine Varte! konnte vielleicht ein Bedauern fühlen. deun nur den Maßregeln des F ür stcn Bis marck sei es zu danken, daß seine Partei in der kurzen Spanne Zeit von 10 I a hren zur mächtigsten Partei Deutschlands änge wachsen sei. Vollmar sei über- ' zeugt, daß Bismarck nicht eöer ruhen :vürde. als bis er Caprivi zu Fall a bracht haben werde, und bis Graf Walder,ee als Blsmarcks Statthalter in's 'eichskanzlechalais einzieht. Ein echter Schlachtenmaler. Ueber Meister Bleibtreu, der nun nach schaffensreichem Lebm von uns hinweggegangen ist. findet man in dem vom (enerallieutenant z. D. I Hartmann verfaßten Bache: Erlebtes aus dem Kriege 187071 eine Mittheilung. ; welche für d?n kriegerischen Muth des Künstlers bczkichncnd ist und zur Geuüge beweift, wie er seine Studien i während des FeldMges, unbekümmert um Granaten und blaue Bohnen, Zm (Gefecht zu machen liebte. Es war in der, Schlacht bei Wörth, als der General von Kirchbach mit frischen Jnfanteriemasien seinen Angriff- gegen die Höhe von Frö;'chw5iler unternahm. Das mörderische Ringen wogte hin und her., Infolge der hartnäckigen Ver lheidlgung der Franzosen war kaum ein Fuß breit Boden zu gewinnen. Harimann wurde vom Stäbe zur preuNischen Artillerie geschickt, die sich gegen Wörth in Bewegung setzte. Ans dem Wege, der von feindlichen Geschossen oft erreicht wurde." so berichtetknunder General, stand ein klei ner Mann, sorglos und aufmerksam die kriegerische Handlung betrachtend, (r fiel mir auf, ich sah mich nach ihm um und erkannte den Schlachtenmaler Bleibtreu aus Berlin, welch.'m gestattet war. unser Hauptquartier zu begleiten, wo ich ihn noch nicht gesehen hatte. Er warf mir einen vergnügten t Gruß zu. Später hat er mir 'erzählt, " daß er in einem thüringischen Torfe, wo er sich zur Sommerfrische niedergelassen, den Friedensbruch erst spät erfahren, dann aber sofort an das Kriegsministerium einen Biiei mlt der Bitte umTrophäen atgeshickt hatte. 1866 in Böhmen wäre er zu bescheiden gewesen und hätte für sein Ateli? kein Musterstü bekommen." Die Erlaubniß; welche Bleibkreu er theilt wurde, sich dem Hauptquartier des Kronprinzen anzuschließen, hat dann reichlich seine So ge um etliche Trophäen gestillt 'Als Schlachtcnmaler hat er wirklich Schlachten beigewohnt, was manche andere Männer des Pinsel, bic sich) als Schlachtenmaler bezeichnen. , gerade nicht von sich behaupten können. Crwähnenswcrth und bezeichnend für Bleibtteu ist ferner auch nsch. daß er .u tut Turnern in freundschaftlichen ...... -;.i2;ff

zenes Gemälde für diö RuhmeZtzäSe entwarf, das die Freiwilligen von 1813 zu Breslau vor König Friedrich BU Helm lll. darstellt, hatte er auch Fr. L. Iahn mit aufgenommen. (5s wurde dies von hoher Stete ansang' lich beanstandet, da Iahn eine solche Bedeutung, nicht deizumessen sei. Bleib'Ireu schrieb darauf an Persönlich' leiten, die der Geschichte der Befrei unMriege und besonders Zahns kun dig waren, und fragte bei ihnen an. welche Stellung Iahn zu dem Befreiungskriege eingenommen, zugleich den Grund der Anfrage kurz angebend. Es wurde ihm 'erwidert, jede künst lerische Darstellung der Erhebung Preußens 1313, welche Anspruch auf historische Treue mache und in der Iahn nicht berücksichtigt werde, enthalte in gewissem Sinne eine geschichtliche Unrichtigkeit. Und so schen wir heute jene Gruppe der drei Männer Iahn, Theodor Körner und Fr. Friesen ver

eint auf dem Bilde. Der relnaefallene Bandit. In der Spitzbubenzunft gibt e nicht minder, als bei den Künstlern und großen .Denkern, einen Unterschied zwischen Universalgen ick" und bloßen Rational oder Localgenies. Erstere gedeihen unter jedem Himmel, Letztere aber, so Großartiges" sie auch auf ihrem heimifchen Gebiet leisten können, sind in fremden Verhältnissen so jäm merlich unbeholfen, wie Fische auf dem Lande. Die meisten berühmteren Ban ditcn mit noch etwas romantischem Glorienschein sind der letzteren Klasse beizuzählen. Folgende wahre Geschichtwird neuerdings mitgetheilt: Auf Cuba lebte einPlantagenbesitzer Namen? Domingo Herrera. In der nächsten Nachbarschaft hauste ein ganz gefährlicher Bandit, dessen ehrlicher Name doch nicht mehr zu ermitteln ist, weshalb es jedenfalls nichts schaden, ihm in dieser Geschichte den Namen Gonsalvez beizulegen. Selbiger kam von Zeit zu Zeit aus seiner Bergveste und erhob den üblichen Tribut- von den Pflanzern; er war dabei von etwa hundert Kerlen begleitet, welche der Macht des Königs von Spanien trotzten nnd im Saufen und Cigarettenrauchen Unglaubliches leisteten.' Wem das Alles und die fürchterlichen Schnurr Karte noch nicht genügend imponirten, dem wurde einfach das Lebenslicht aus geblasen oder mindestens der rothe Hahn auf'S Dach gesetzt, mitunter aucb Beides zugleich. Run führten die großen Geschäfts interessen des Plantägenbesitzers Her rera ihn mitunter nach New Port, wo er sich ein Bischen mit amerikanischen Geschäftsmanieren vertraut machte. Schließlich wurde er der Erpreffungen des Gonsalvez müde, und er sann auf eine recht ruppige Rache. Eines Abend?, als er wieder "auf seiner Plantage in Cuba saß, hörte er das wohlbekannte Pferdcgetrappek und im nächsten Au genblick kam Gonsalvez mit feiner malerilchen blutdürstigen Garde stolz in den Speisesaal geschritten, streckte Herrera zwei in Gold und Perlmutter gefaßte Pistolen entgegen und forderte die ge wohnte Abgabe. Herrera kam d'r Forderung ohne Weiteres sehr höflich nach, indem er dem Banditen eine Handvoll Gold übergab? gleichzeitig aber ertheilte er ihm folgenden verhängnißvollen gr tenRath": Hören Sie einmal, ich bin soeben wieder von den Ver. Staaten zurück, gekehrt, und meine Geschäfte daselbst haben mir leider nicht viel eingebracht. Hätte ich nur soviel Muth und Krast. wie Sie, so könnte mir 'diese ganze Insel gehören. In der Stadt New ori ist ein Mann, welcher mehr als $100,000,000 besitzt, und viele Andere dort haben 10 bis 20 Millionen, und sie gehen stets unbewacht herum. Wie Sie wissen, bin ich stets Ihr guter Freund gewesen und habe Ihnen rege! mäßig bezahlt, was Sie verlangten. Es thut mir leid, zu sehen, daß ein solcheS Genie, wie Sie, seine Zeit mit uns armen Pflanzern vertrödelt. Ich sage Ihnen nur, Ihr Muth und Ihre Ener gie haben ein viel besseres Feld verdient. Donnerwetter was für eine Rolle wür den Sie in New York spielen!" 1 Das stach dem biederen Banditen !n die Nase. Auch las .er ; in cubanischen Blattern von dem märchenhaften Reich thum mancher Geschäftsleute in de.. Ver. Staaten. Er machte sich lÄedan ken darüber und er kam zu einem Ent schluß.. .. Ein Jahr war vergangen. In sei ner Geschäftsftube in Maiden Lane zu Nero York saß ein'Kaufmann Namens Jsquerdo, als ihm angemeldet wurde, ein Eubaner', wünsche ihn zu sprechen. Laßt ihn kommend sagte er, und herein , trat , ein ganz zerlumptes und ausgemergeltes Individuum." Semor JSquerdo", sprach der Fremdling, ich bin Gonsalvez. welcher so oft auf Euren Plautagcn Tribut erhoben hat" Jsquerdo' sprang ungefähr zwei Fuß in die Höhe; er erinnerte sich des Mannes nur zu' gut.,',, Unv was wollen Sie hier?"., fragte er schließlich. Der Bandit erzählte ihm wehmüthig, wie er durch den guten Rath" des Sennor Herrera nach ew Vork gesührt worden und so jämmerlich enttäuscht worden sei. ' ' Und was treiben Sie jetzt eigent lich " fragte ihn JSquerdo. , Jch bettle in den Straßen, bis ich Gels genug beifamen habe, um nach Cuba' zurückzugehen und den eleilden Schuft umzubringen." Da haben Sie auch von mir 5 Cents", versetzte Jsquerdo. Der Bandit verbeugte sich :iieiin'bll'l!lftin3l;;;ip " "fS g; !il !l AuS Dahome meldet Oberst DoddZ neue siezreiche Kämpfe. Sein Bericht lautet: Die französischen Truppen haben am 13., 14. und 15. Oktober ihren Vormarsch fortgesetzt. Am 13. besetzte DoddS ein großes Lager der Dahomeer nachdem er diese nach Norden gedrängt hatte. Am 14. wurden die Franzosen in ihrem Biwak im Norden des Dorses Kato vom Feinde angegriffen ; sie schlugen ihn jedoch zurück. Am 15. wurden zwei aufeinander folgende Angriffe der Dahomeer abgewiesen; bei dem zweiten gerieth der Feind in da5 Kreuzfeuer der xr.r. r- erlitt trtriU:: C:r-

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i s v- II , .fci.-i-.v lttste. Aus trattzöstlcher ette wurden in den Kämpfen vom 13., 11. und 15. Oktober 10 Mann getödtet, darun ter 1 Offizier, und 85 Mann verwun det. darunter 0 Offiziere. Oberst Todds beabsichtigt, nach einer Verpro viantirung seiner Truppen, den Feind in der Stellung om Katoflusse, der die Streitkrüfte der Dahomeer, darunter die. Leibgarde des Königs Behanzin, deckt, von Neuem anzugreifen. Die ser Bericht beweist, daß die Wider standstraft der Dahomeer noch lange nicht gebrochen ist; sie sind sogar zur Offensive übergegangen und haben den französischen Vormarsch ins Stocken ge bracht. Die Verluste des Obersten Dodds sind für afrikanische Verhält nisse ungewöhnlich groß. Besonders erfreut wird man Über diese Siegt v Paris nicht sein. Vom Inlands. Eine Eolonie von unge. fähr tausend Japanesen wird in Sina loe. Mexico, gegründet. Fünf Präsidenten der Ver. Staaten sind ohne die Elettoralstimmen des Staates Ncw York erwählt wor den, nämlich George Gashington in der ersten Wabk in 1789, Ja:ues Madison in 181, James Buchanan in 1850, U. S. Grant in 1803 und R. B. Hü'es in 1370. In dem beschränkte n'Raum zwi chen Worthstr. und der Aattery in New Port, wo sich viele große Engros geschäste besinden. sind nah .'zu 1 0.000 Frauenzimmer als Typewriters" be schäftigt. Eine einzige Schreibmaschi nencompagnie findet iährlich durch ih?e verschiedene Geschäftsbureans für zehn taufend Frauen Beschäftigung. Ein schweres Loos ha Frau Mack in Smithport. Pa., zu tragen. Lhr ältester Sohn James starb im StaatZzuchthause nnd während sie mit dessen Leiche auf der Fahrt nach ihrer Heimath war, traf sie auf den Sheriff von McKean Eounty, der ihren zweiten 20 Jahre alten Sohn mit andnen Gefangenen zusammen nach der Strafanstalt bringen wollte. Die unglückliche Mutter warf sich vor dem Sheriff nieder und flehte um Freilaf sung ihres Sohnes, allein der Beamte hatte dazu natürlich keine Vollmacht. Er gestaltete ihr jedoch eine kurze Um terredung mit ihrem Sohne, dem Scham und Reue bittere Thränen auspreßten. Ein dritter Sohn der armen Mutler m gleichfalls im Znchthause. Alle drei Söhne sind Diebe. . Beamte des Ackerbau De partements. welche sich für den Dyren furtb'schm Plan zum Regenmachen intere siren. ließen kürzlich vom Fort Myer, gegenüber von Washington am anderen Üier des Potomac, einen Luft ballon aufsteigen, ln dessen Gondel sich Professor H. Ä. Hazen vom Wetterbu reau und John T. Ellis ro.n Ackerbau DepaUemeut befanden. Der Ballon stieg 10.000 Fuß hoch und blieb drei Stunden in dieser Hohe, während wel cher Zeit die Lustschiffer Vkessungen der Luftströmungen vornahmen und anderweitige interessante Beobachtungen machten. Die Luft in diejer Höhe war sehr trocken und die Temperatur 40 Grad niedriger als auf der Erde. .Die Luft.'chiiftr 'landeten schließlich sieben Meilen stromüdwärs. D i e E her okeeEommissio r. hat den Handel um das überschüssige Gebiet der Kiowa- und Comanche Indianer, sobald diese auf Sonder eigenthum angesiedelt fein werden, ab ge'.'chloffen. Der Kaufpreis beträgt s2.000.000 und wird bis zur vollständigen Bezahlung von der Regierung mit sechs Pro.ent verzinst. Eine weitere Abmachung gestattet den Jndia nern. um die Erhöhung. des Kauspreises um O500.000 anzugeben. Die be treffenden Länd.'reien bleiben bis 1894 im Besitze der Indianer, bis wohin sie an Hcerdenbesitzer verpachtet sind. Die Wichita'Bcrge sind in den Handel nicht eingeschlossen, sondern einem späteren Vertrage vorbehalten. Die Gesamn t flache der abgetretenen Ländereien, nach Abzug des Flächeninhalts der WichitaBerge, der Militär Reservation von Fort Sill und das den 3.000 Jndia nern im Cinzeldesitz verbleibenden Grund und Bodens beträgt 2,276,893 Acres, welche in Abschnitten von je, 100 Acres für 14,230 Familien Heimstätten geb'n werden. Bei dem jüngsten ,Unfalt .n der, dem Philadelphia k Reading Bahnmonopol gehörenden ; Jndiana Ridge - Kohlengrube wurde der dort beschäftigte Stanislaus Klcmoritsch verschüttet und man hielt ihn, ansang lich für verloren. Es ist jedoch gelungen, nach 20stündiger, gesahrvoller Ardelt den lebendig Begrabenen glück lich zn retten. : ' Sechundzwan;ig lange und bange Stunden hat er rückwärts liegend unter Kohlenmassen , in einer Höhlung von drei Fuß Höhe und fünf Fuß Länge unter Todesängsten zugebracht, ein lebendig Begrabener. . Als man ihn zu Tage schaffte, , und ihm Stimulanzmittel eingegeben hatte, so daß er.seine Glieder allmählig wieder rühren konnte, geberdete er sich fast wie, mahn sinnig vor Freude umarmt? und küßte' seine Retter, stürmisch. Er hat e keine Verletzungen erlitten und war sogar nach einiger Zeit im Stande ohne Beistand nach Hause zu gehen. Er äußerte sich, er, wolle lieber tausend mal sterben" als noch , einmal , die Seelenquälen ertragen, die er während jener 26 Stunden tief unter der Erde durch-'ßMacht-:: Vo ttffi 9MS00n0sujn. den Ver. Staaten das erste Patent auf Streichhölzer ; ausgestellt. Von der Ztreichholzlndustrie in!, der, Einzahl darf man eigentlich jetzt nicht mehr sprechcn denn dieselbe hat sich bereits in verschiedene Theilindustrien verzweigt. Das Schneiden der Hölzer ist vor Allem zu einer besonderen Industrie geworden, und zwar von bedeutendem Ümsang. Die .modernsten Maschinen zum Schneiden der Hölzer, können täglich 10.000,000 solcher liefern. Trotz dem nicht mehr der frühere Streichhöl zerzol besteht, hat dieses Geschäft in unscrem Lande rne solche Stärke er langt, daß es keine auswärtige Concur rcnz zu fürch!en braucht, und'sich immer weite? und vieiieitigkr entwickelt. . Eine Streichhötzerart mit irgend einem neuen crzur teilt die untere. Von einer

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, j . . .... r andekttt tüe aber erleidet das Streichhölzergeschäft nothmendigerweife Abbruch.' und in naher Zukunft dürfte sich dies noch mehr fühlbar machen, als bis her, nämlich durch die immer ausge dehnte Anwendung der Elektrizität. Das Anzünden von Gas auf elektrischem Wege wird bereits in großem Ä)kaße in Theatern, - Kirchen u.' f. w. durchgeh führt.hat auch schon in dielen Wohnun gen Eingang gefunden. Eine weitere Aildungs. anstatt hat Baltimore in aller Stilleer halten,, auf die es stolz sein kann. Der reiche Kunstsrennd I. McCoy hat den größten Theil seines Vermögens der John Hoplins Universität- vermacht. Unter den Erbstücken war neben einer bedeutenden Baarschaft die fürstliche Wohnung des Erblassers, Ecke des Eutaw Place und der Lenvalestraße. zur Zeit vom Präsidenten, D. C. Gil man. bewohnt, und die reiche gewählte Bibliothek - Die letztere hat viele Werke über bildende Künste, und die Behörden der Universität haben beschlössen, diese Kunst Bibliothek dem Publikum wöchentlich zwei Mal Mittwochs und Samstags zwischen 2 und G Uhr Nachmittags zugänglich zu machen. Der Eintritt ist frei, doch muß man vorher bei der Universität eine Eintrittskarte erlangen. Die Biblisthe! steht inner der Aufsicht des Orientalisten Dr. W. M. Arnold. McCoy's Bibliothek zählt etwa 18,000 Bände, davon behandeln 6000 die Kumt. Stiche, Photographien und Holzschnitte der berühmtesten Kunst werte der Welt sind hier zu sehen, fer ner die berühmtesten illu stritten Pracht werke. Lucusausgabcn n. f. w. Vor dem Jahre 1800 wurden in den ganzen Ver. Staaten nur zwölf Zeitungen herausgegeben. Die älteste Kirche in den Ver. Staaten ist die San MiauelKirche in Santa Fe., N. M. Dieselbe wurde 77 Jahre von dem Landen htt Pilger auf Plymouth Rock", 20 Jahre vor der Gründung von St. Augustine, Fla., und 53 Jahre nach der' Landung des Eolumbus nebaut. B c n d e n K ot en a i N nd za nern zn Jdaho drohen ernste Unruhen. Die englische Gesellschaft läßt den unteren Lauf des Kotenaiflusses eindämmen und die Jtldianer glauben sich dadurch in ihren Besitzrechten gekränkt, indem sie behaupten, daß ihnen der Grund und Boden, auf welchem die Dämme errichtet werden, von dem Indianer Agenten in Fort Steel überwiesen wor den' und sie nicht gesonnen seien, das Besttzrecht aufzugeben. Dieser Tage erschienen fünfundzwanzig wohlbewaff nete Indianer an der Arbeitsstätte und verlangten durch einen Dolmetscher die unverzügliche Einstellung der Arbeiten. Der erwähnte Jndianer-Agent erschien ebenfalls an Ort und Stelle und ver suchte zu vermitteln, aber ohne Erfolg. denn die Indianer erklären, in keinem Falle nachgeben- und bei dem ersten Versnche, die Dammbauten fortzusetzen, von ihren Winchesterbüchsen Gebranch machen zu wollen Vom Auslande. -Peinliche Zwischenfälle sind während der madrider Eolumbusfeste vorgefallen. In der Ausstellung der schönen Künste zu Madrid kam es noch vor der eigentlichen Eröffnung zu großem Skandal, der mit einer Protcstkundgebung der Maler und BildHauer gegen die Regierung und das AusstelluiigZcomite endete. Die Räume, in denen die Kunstwerke untergebracht sind, erweisen sich als vollständig unge nügend; sie siqd nicht nur schlecht beleuchtet, sondern auch so eng und nied rig. daß kein Bild und keine Statue zu voller Geltung kommen kann. Daß sich die Künstler daneben noch über viele Acgehungs- und Unterlassungssünden der sogenannten Hängecomm'ission zu beklagen haben, ist selbstverständlich. Am 15. Oct.. dem Firnißtage, kam der langverhalteneGrollzumAusbruch. Die Maler rannten wild in den Ausstel. lüngsräumen umher, ihre Bilder zu suchen und' schrieen 'zum Himmel, wenn sie sie endlich in irgend einer heimlichen ßcke fünden. Mehrere Künste ler gingen in ihrer Wuth so weit, die Bilder wieder von den Wänden zu rei ßen, und einen sehr bekannten madrider Mäler übermannte der Schmerz so sehr daß er einen Borstenpinsel ergriff, und sein ' prachtvolles großes. Gemälde mit schwarzer Farbe übermalte.' Als man ihn von diesem Zerstörungswerke zu rückhalten wollte, rief er mit grimmiger Ironie ; , Ist heute nicht Firnißtag ? Run, das -ist der Firniß, der mir gefüllt " Auch fönst sind die madrider Eolumbusfefte gerade nicht sehr Harm onisch eingeleitet. Ganz abgesehen von der unerwarteteu Auflösung deö Frei denkercongresseS, sind auch die anderen in der! Hauptstadt' Spanien? zusam men getretenen Versammlungen durch ?'orschiedene , , unerauickliche Vorfälle .e'tört worden. , So , erschien währeno, einer. Sitzung ' des padagog. schen Eougresses ein alter, , ' in ärmlich?, zerrissene Gewänder , gekleide ter Mann in der Festhalle, der vorn an der Brust ein Tafelchen trug mit der Inschrift: ,D Lehrer von Eanencia, der nichts zu essen hat, weil ihn, die Regierung nicht bezahlen ,will." 'Man lanu sich denken, welchen peinlichen Eindruck dieser Auftritt ; hervorrief. Die Eongreßmitgliedcr und einige im Saale anmefenden Studenten veran stalteten eine Tellersammlung für den armen Lehrer und übergaben ihm 50 Pesetas. Darauf wurde der alte Herr von zwei .diensteifrigen GuardiaS zur Polizeiwache geführt, wo er angab, daß er fcdon seit vier -Jahren keinen Sold erhalten habe und daß ihm die Regie rung 5000 Pesetas schulde. Da er demnach auch keine Steuern zahlen könnte habe man ihm vor einigen Tagen auch noch sein Häuschen in Eanen cia gepfändet und öffentlich versteigern lassen. Die Angaben des Lehrers er wiesen sich als vollständig richtig, und sür diesen Fall, der in Spanien durchauö nicht vereinzelt dast.ht. hat der Minister Linares Riva? strenge Untere suchung eingeleitet. . Ueber Beschädigungen der Telegraphenanlagen in Deutsch Oftafrika durch Giraffen berichtet die neueste Nummer der Deutschen Ver !r"i3." Kcl:ent:3: $is r?n l:z

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NiichZtelegrapettverwaltunz tn TcmsHOstafrika hergestellte und am 8. Okt. d. I. vollendete erste oberirdische Telegraphenlinie von Bagamoyo nach Tanga ist bereits während der Bauausführung wiederholt durch Giraffen beschädigt worden. Die erste Beschädigung war im Monat März erfolgt und bestand darin, daß unweit des Dorfes Karabaka eine der aus Mannesmannröhrcn in Riemens Martin Stahl gefertigten Stangen abgebrochen und zu beiden Seiten derselben t drei Stangen gebogen waren. Außerdem wär der Leitungsdraht . (Gußstahldraht von 4 Millim. Durchmesser) von diesen sieben Stangen herunter gerissen, ohife einen Bruch erlitten zu haben. Eine zweite Beschädigung fand Anfang Juni ebenfalls . ' in der Nähe von Karablka einige Kilometer nördlich der ersten Beschädigungsstelle statt, und es ergab sich, daß vier Stangen verbogen öoer schief gedrückt, bei drei folgenden Stangen der Leitungsdraht mehrfach durchgerissen, in einen Knäuel usammengewirrt und ein Stück landernwärts geschleppt worden war. Die Stangen mußten in beiden Fällen zum Thzil' durch neue ersetzt,, der Draht er neuert und neu regulirt werden. Wie durch Nachfragen festgestellt worden ist, kommen die Giraffen in jener Gegend ab und zu aus dem Innern zur Küste, in deren Nähe die Telcgraphenlinie'im Allgemeinen angelegt ist, und lausen, da sie größer sind als der Abstand der Leitung von der Erde, bei ihren Zügen gegen den Leitungsdraht. Die Giraf jen bilden mithin eine ernste Gefahr für die Telegraphenanlagen. Befchädigungen durch andere Thiere, namentlich Äffen, Gnus und die in den Flußmün düngen zahlreich vorkommenden Fluß Pferde, sind bisher noch nicht beobachtet worden. Als- Familientragödie stellt sich die' Ermordung des Fadrilan ten Gerson Herz in Billigheim heraus. Es steht jetzt fest, daß die Urheberin dd Mordes die Gattin des Getödteten ist. Sie wollte ihren Mann aus dem Wege räumen, um ihren Liebhaber, den Buchhalter ihres Gatten, ehelichen zu können. Frau Herz lebte in sehr unglücklicher Ehe; sie hatte ihren Maun gezwungen und mit Widerwillen gehetrathet, und scheute sich nicht, nach ihrer Verheirathuna einen früheren Vereyrer, einen auf der Würzbürger Universitat ftudirenden Jugendfreund, in geheimen Zusaminenkünften zu empfangen. Dabei wurde sie von ihrem Dienstmädchen Schempp. überrascht; das Mädchen ließ sich durch ein Geschenk von 1000 Mark zum schweigen bewegen. Als der Student in's Ausland ging und seine Beziehungen zu Frau Herz vorher abbrach, such'e diese Enatz m dem Buchhalter des Gefchästs. Vor einigen Tagen reiste Frau Herz nach Ulm. wi sich ihr früheres Dienstmüdchen Schempp aushielt, und ver handelte mit ihr über eine Beseitigung ihres Gatten. Die Schempp. die sittlich tief gesunken ist, ließ sich auch zu der That überreden. Kürzlich nun lauerten die Schempp und ihr Bruder, der Fuhrmann Johann Schempp von Langenau bei Ulm. dem Fabrikanten auf.' als dieser von feinem .außerhalb des Ortes Billigheim belegencn Geschäste'nach Hause gehen wollte, und überfielen ihn. Um den Anschein zu erwecken, als liege ein Raubmord vor. raubten sie die Leich: aus. nur , verga ßen sie, die 'goldene Uhr und den Arillantring sich anzueignen, welcher Umstand auf die Spur der - Mörder führte." Die verhaftete Schempp hat bereits gestanden. Frau Herz, die einer reichen Ülmer Familie,, entstammt, ' bot für ihre Haftentlassung eine Bürgschaft von 100,000 Mk.. welches Gesuch abschlägig besch'.eden wurde. Der gedungene Mörder, Fuhrmann Schempp. hat sich in einem Wildchen bei Ulm erhängt. ' ' . ' Aus Leipzig wird ge, schrieben: In weiteren Kreisen beschäf tigt man sich hier mit zwei Geschichten aus Stadt und Land, deren Helden Aerzte sind. Erster Fall. Wegen Belruges, begangen an der hiesigen Orts krankenkasse, wird sich am 21. Oktober abermals ein hiesiger , Arzt - vor dem Landgericht zu verantworten haben. Es ist dies der Dr. meo.'von Tischendorf, dem eine fortgesetzte Reihe von Betrugsfällen zur Last gelegt wird. Für die Verhandlung sind drei Tage in Aussicht genommen und etwa l 00 Zeugen geladen. Erst vor einiger, Zeit wurde der Ortskrankenkassenarzt 'Dr. mcdl Sutoris wegen des gleichen , Vergehens zu längerer Frecheitss!ra'e verurtheilt, was begreiflicher , Wcise in Leipzig das größte Aufsehen triegte. Dr. SutoriZ sowohl wie Dr. v. Ti-chen-dorf sind bereits vor, einiger Znt aus dem ärztlichen Bezirksverein Leipzig ausgeschlossen. Auch, über die Geschäftsgepflogenheiten eines . dritten Arztes ,, soll . bereits eine Untersuchung im ' Gange , sein. Die zweite Geschichte spielt in dem Nachbarstüdtchen Markranstädt. , Ter dort angesessene praktische Arzt, Oswiecimsky stand vor, dem Leipziger Landgericht, um sich wegen gefährlicher Körpervcrleung sowie, wegen versuchter und vollendeterNöthiguttgu von Hunden auf Menschen zu rerantWorten. Dr. Oswiecimsky hatte bei einem Sängerfeste in Markranstädt in etwas angetrunkenem Zustande auf, der Festwiese sich in einer Weise betragen) die ihm' drei Polizeiliche Strafmandate wegen groben Unfugs einbrachte. Kurz nach der' Rückkehr in feine Wohnung wurde er zu einem Kranken s.c-.ufen. Auf dem Wege dorthin fchlug- 'cr ohne jede Veranlassung einen Maurer und einen k 1 5jährigen ;, Kürschner mit i einer Reitveitsche über den Kop'g hetzte sciuen Hund auf sie und mißhandelte namentlich den Kürschner derart, daß dieser zu Boden stürzte und nach Hause getragen werden mußte. Unter Ausschluß mildernder Umstände erkannte das Landgeeicht gegen den Dr. Oswiecimsly auf eine Gefangnißftrafe von 4 Monaten und 3 Wochen, fowie auf 20 M. Geldstrafe. Das Luzerner Vaterland" schreibt: Das Wunderbarste auf dem Gebiete der sonst schon an Erfindungen fo reichen Uhrmacher ist eine, '.tepmruyr, welche, dze Zettanga-

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schlagen. Diese sprechende Repetiruhr ist soeben dem Genfer Uhrmacher Easi mir Livan vom eidgenössischen Amt für geistiges Eigenthum patcntut worden. Diese sprechende Uhr ist mit ZuHilfenähme des Phonographen construirt. In dem Gehäuscboden einer Taschenuhr befindet sich eine phonographische Platte, auf weläze vor der Fertigste! lung der Uhr die stunden- und Viertel stunden -Zeiten hinaufgcsprochen worden sind. Im Ganzen trügt die Scheibe 48 conccntrische Furchen, von welchen zwölf die phonographischen Zeitangaden der Stunden. 12 diesem gen der Stunden und oer ersten, 12 diejenigen der Sunoen und der zweiten und 12 diejenigen der Stunden und der dritten Viertelstunden in sich tragen. Zeigt nun z. B. der Stnnden zeiger auf dem Zifferblatt 12 Uhr, so greift eine feine Spitze in die entsprechende Furche ein und von der gleichzeitig rolirenden Scheibe wird dann die Zeitangabe Zwölf und ein viertel ertöneu, gerade so wie beim Phonographen von der rotirenden Walze die auf letztere hmaufgesprochenen Worte ertönen. Der Rückendeckel der Uhr hat in der Mitte eine tleineSchallöftnung, ähnlich wie die natürlich bedeutend größeren Schall öffnungen beim Telephon. Wird Die challönnunq der Uhr an das Ohr gehalten, so ist die gesprochene Zeit um so deutliche vernehmbar. M an schrei bt aus Lon d?n. 19. Oktober: Vor kurzem erhob eine hiesige .irma Anspruch darauf, Mittel und Wege entdeckt zu haben. mittelst elektrischen Lichtes Buchstaben und andere Zeichen bis zu eine? Entfernung von vielleicht 700 Meter auf die Wolken zu merzen, eine Erfindung, die uns gewiß "mit Interesse, aber auch wieder mit Bedauern erfüllen muß, da vorauszusehen, day dieielde. wennüber Haupt von praktischem Nutzen, m aller erster Reihe jedenfalls Reklamczwecken dienen werde. Schon deshalb durfte das Verlangen nach einem wolkenlozen Himmel lncht um io reger rn uns wer den. Indessen seither wird die Ehre dtcfer Erfindung von verschiedenen anderen Personen beansprucht und eine derselben mach! sich gar anheischig, Inschritten selbst aus künstlich erzeugten Wolken hervorbringen zu können. Das fehlte auch noch gerade, uns nun auch noch den klaren Himmel wenn wir einmal einen bekommen! umschlelern zu wollen! Doch trösten wir Uns nur, die Nachricht von der ganzen Erfindung zum himmelschreienden Rcklamemittel izt wohl zunächst nichts uls n blschen Reklame der Herren Wolkenschreiber für sich selbst, und die Erfindung ist soweit ihre praktische Verwerthung in ragc kommt rein erfunden. In der T ü rk ei wird ei N wegen Mordes zum Tode verurthcltter Verbrecher nur dann hingerichtet, wenn die Erben des hittgemord'eten Opfers es ausdrücklich verlangenz.sie müssen jedoch auf dieses ihnen durch das Gesetz gcwahrleistete. Recht verzichten, wenn ihnen für das unschuldig vergossene Blut ihres Verwandten von dem Mör der ein vorher. festgesetzter Preis gezahlt wird. In Smvrna trat nun jüngst der Fall ein. daß zwei zum Tode Verurtheilte zahlungsunfähig waren., und der Erbe des Gemordeten bestand darauf, daß die Todesstrafe vollstreckt werde. Den türkischen Behörden war die Geschichte' sehr unangenehm,' da schon seit vielen Jahren in der Türkei keine Hinrichtung stattgefunden hat. Man setzte daher, den Sultan von dem Stand der Dinge in Kenntniß, und dieser erklärte sich sofort bereit, aus sei ner Pri?a!'chatulle 0900 Francs den diesmal geforderten Preis des B!utes zu zahlen,, um das Leben der beiden Verurthciltm zn retten; sie wurden demgemäß auch zu lebenslänglicher Kerkcrstrüfe bchnadigt., Per L o t to kö u i g" Mel chior Jarkas, welcher, wie man sich erinuern wird, durch einen raffinirten Betrug in Temcsvar den Haupttreffer" machte, h itte seiner Zeit dem Arader Bürgermeister Julius Salacz ,1500 Gulden als Wohlthätigkeitsfpendc für dortige Institute eingehändigt. 050 Gulden wurden bereits an ihre, Adresse abgegeben, als arkas verhaftet wurde. 850 Gulden , wurden, zu Gunsten des Staates zurückerstattet; diejenigen Anstalten aber welche die 650 Gulden erhielten, sind nach beendigtem Processe verpflichtet worden, das Geld mit sechs Prozent Zinsen zurückzuerstatten. Der edle, Wohlthäter Farkas hat noch immer Muße im Gefängniß darüber nachzudenken, daß d?s corngar U fortune auch seine unangenehmen Seiten haben kann. . ' . yft .Wfc ; ct:Aif(ii.l in. RlnlnM " ..wv4uvi wu;m.. ...iv w... i ' 2 v " I kVa . : .. . ::. ur -i. ; m ir ' s -. : nam r ... rlLLO i achen einen i Familien. S MeZilzmkastcn j oui. i ; KtgTii, fi 2 ü enjchwöche, j Pprtttto? z s teil, vha S e s. Regn jct'innz. j Ütumtl. ' S c" Nebersktlia?. . SlLhu ach im ttm, Tihvindel kalle , Fchi-friakeit. ttUt i i;;: i.if.. r. . . " W t. tmnir, uripc arainuRiiQCW. urjBiinuiicii. VnIopfnng, Flkarn ans der Ht. gkKöNer j S,Mti. vn kls rrritim U rfTuii rfiMntnnah. f'i ! lange werde durch ae Eedrouch diejer Pikin, ! i cfiiaHtTt. Kit einer ejcha'lle auflid?! irr fast uoerzige. 5 l i.; .ir.n w..u O..HA.. a!. .ii.r-T: ci uucii a(.'tuyiitiu. vir c-iviuyin. ; Rem '!Zork Depot: 8tÄ Sana! Str. 137 Spezialarzt für - Auge, Ohr, Nase und Hals. In Praxis seit 18lZ7. 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