Indiana Tribüne, Volume 16, Number 55, Indianapolis, Marion County, 13 November 1892 — Page 6

SeatYVaNeyund seine Bewohner. Vielleicht eine, der ödesten und ' tröst' losesten Landstriche ist die tiefe (Stirn n kung, welche mitten in der,, großen Mo jave-Wüste genau zwischen dem südlichen Californien und Nevada,, belegen ist. und welche den bezeichnenden Namen Deatb S3aflet) führt. Begrenzt wird dieser Landstrich auf einer Seite durch die Bergkette der Funeral Mountains, welche zu einer Höhe von 6000 Fuß mit schwindele cregender. Steilheit fast un mittelbar aus der 'Ebene emporsteigen, und auf der andern - Seite durch die kahlen und öden Felsgipfel der Pana mint-5lette, welche .sogar' eine durch schnittliche Höhe von 10,000 Fuß errei chen. Die dazwischen , liegende Mulde eben unser Death Valley bietet die nur an wenigen Punkten, der Erde sich wiederholende Erscheinung e rne? Sey? kung unter dem Wasserspiegel des Mee reZ. In allen solchen Fällen hat man es mit ausgetrockneten Meeresbecken zu thun, und so auch hier. Auf viele Quadratmeil?n hin glänzt der Boden in blendender Weike, wie ein winterliches Schneefeld. Es ist das Salz, welches in Krystallen ausgewittert ist und weithin den Boden bedeckt. Auch Borar tritt massenweise in reinen Krystallen zu Tage. Von Regen oder selbst Thau ist in diesen Breiten Niemals die Rede; es ist fast ein Wunder zu nennen, daß in diesem Gürtel absoluter Trockenheil noch eine dürftige und spärliche Begetation überhaupt fortkommt. Und doch fmWt mm fit ,S Js! Wo2Wiit.

WH UlWt Ut. VU iHiJUll" . . : ' , . . .. T 9 f. . Gestrüpp, dm harzigen Grease. Busch " Pemm!mcht. w Ik k' nund die mMSa, . ' d n Chchpewabz oder die gAS.

Die stellen Bergwälle aus beiden Längsseiten hindern das 'Eindringen frischer Luftströmungen. Wochen und Monate lang strahlt die Sonne ihre Gluthen von dem ungetrübten Blau des Himmels herab, und da keine Ab. Zahlung wahrend der, Nacht stattfindet, häuft sich der Hidvorrath.dieses Gluth. ' ' T ' v ens von Tag zu Tag in beängstigen 5.55, sV:?a .o,f;ty, auf der FaHrenHeit'sche Scala Zm Hoch. sommer eine Temperatur von 120 bis fömh im ArtH.r, fcrr VvH err,;t tnr itn-r 1rVVtV4J. I VU M UlllWi 1111111 I besonders ünNien Umstünden den nhfnfnn V..ss.f." s u ift hrr.wLnif:w .t?.4.-: lUIViVUUV VIII l Atom Wasserdampf beigemischt. Unter s.., ,;?i,t:r? uvilliuivil VlU,UUIll an l.ll l Ull -tu I int Teath Valley wahrend des Som. tvpri fünf Proienk, wozu man zum Verm - - I aleiÄ erwäaen maa. da n un erer aemäßigten Zone ber Feuchtigkeitsgehalt 70 Procent beträgt. Wir verdanken diese Angaben den soeben gedruckten und veröffentlichten Reiseerlebnissen der von unserem Ackerbauminister Rust ausgerüsteten Erpedition, deren botani sches Mitglied, Frederick Vernon Eoville, sich der Redaction der gemach ten Aufzeichnungen unterzogen hat. , , ir X. S. 1 " . if i-w. i p :--5rS.ÄS? B6 &&Z& .so? i&i:' svi-. ATA$ttfi&-?& -iii -sj'.;. - vi Zi&mKmA'-: mi&j i um y s? Panamlnt-Zndianer. Entfctzl ich und verheerend sind die glühenden Staubsturme dtezer siegend, nur den Versen gendcn und blendenden Samum der Wüste Sahara in Afrika emlaermaken veralerazdar. Men cden und Tbiere. die von , ihnen ereilt werden, sind etnem sicheren Untergange ge welht. Gluty und Trockenyett steigen während des .Staubfturmes zu kaum glaublicher Höhe. " -Ä: - " m tt- m 1 k viam oem Vornevenoen . icvemt rneie Region des TodeS, die sich die Phan taste eines Dante leicht als würdigen Vorhof der Hölle ausmalen könnte, als W ohn ort menschlicher Wesen aerad ezu unmöglich zu sein.' Und doch entdeckten Eoville und seine Begleiter hier einen Jndianersiamm, m Panamlnt-Jndla ner, welche hier schon seit undenklichen Zeiten hausen und ihrem Aussehen und ihrer Lebens niciZe nach keineswegs zu den erbärmlichsten und am tiefsten , . ' ' .d. 'rf:,:' .. I f. , ,i stehenden y amiltm . der 1 weltverbrelte ten lupierroidon vrane aevoren. ie Pescherähs an der Südspike des Erd tbeüs. die Botokuden in Brasilien, die Utes in Nordamerika stehen in jeder Beziehung unter den Panamints ein Beroeis für die bewunderungswürdige Anpanungsmhzgkeit des Menschen selbst an die ungünstigsten Eristenzbedinaun gen i,:fei::i'lfc; f-JkJ& y' vL , A JCs?s - -r l y , 1 Mö- , " ' A rn t ." ,. !'! "i'.ji:: i!,;:!:;,,:!::;:!!!!,!!;'!!!;,mhmte üti den PanamwtS. Dieser Stamm ist allerdings so be deutend zusammengeschmolzen, daß man von ernem Volksstamm der Pana mints kaum noch reden kann. Coville hat nur fünfundzwanzig Exemplare zu Gei'.cht bekommen, obwohl damit nicht i'imnttiiiv'its:1:-'' . vi..xi... w cC!ugi uug iii ütii scuiucgicu uno Etttcnthälern der beiden Gebirgsketten nicht ! noch mehr Familien sich aufhal. ! tc. v . v. : . r- cv: ctjc icu. iiiji mrruuc uicjc jnumner diesen öden Gluthofen, Death Valley t 1 i i A genannt, zum 'oynns erkoren yaden, erklart sich leicht. Verfolgungen und

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schlechte Ernten, auch Übervölkerung und Verdrängung durch mächtige Nach bartt sind die Ursachen, welche die Be stedelung öder, rauher und kalter Land striche veranlassen. , So wurden die PolarlMer u,nd AlhingüriesAnerZeUS, so die Fieber und Sumpfgegenden der tropischen Zone andererseits colonisirt.

1 - : ' y , ' JiXr-'' $vX :?h: --JSl: ' """" i'isw,''?' i . . ' - VatJ'V! ''' rt' V"r.W M V , V" Cx v - - i1;v li' WV IHY'SV - Av- -jV 'WMM6''SMr ; wpIVM i mWss-.M ' ' - iimww rhy 21 ; H-SuT)iM i ' C" 1 , WSr ' M. ' " r - - r:NA ,. ' - W ' . ,, ,.. -V Wjr

": ' ' Panammt-Squaw. ' Doch wie'machen'eNMH Indianer möglich, im Death Valley zu leben und ihren Lebensunterhalt zu er werben? Nun, einmal üben sie dort, wo Covillesie antraf, die nützliche Kunst ver Berieselung. Man nimmt an daß diese bei ihnen sehr jungm Datums ist, und daß sie dieselbe von einem versprengten Mormonen gelernt haben.' Unsere Regierung hat sie dabei nicht durch Subventionen untcrstüht. Ruhig und friedliebmd.wie sie sind, haben sich m"' .p... Respekt zu sehen gewußt, und manchat lbnen.deshalb auch kerne fette wn abgetreten. Trotz derUnwirth. llchkett der umgebenden Natur haben lf die Panannnts verstanden,, durch ges Haushalten mtt der yarlichen Feuchtlgkeü der wjen Geblrgsjchluchten am am crsnl Va. lürX4 rtn hlithtn. lf"MVc7 4 u wv Vk den Garten zu verwandeln. - Kartof seln, Bohnen Erbsen und Wassermelobw . In den Bergen glbt es wlldeZ Gcflü gel, namentlich Ptarmigan, in Masse. w . fc. f CX t S Z W T" - tt . , luch das scheue Bergschas, den n Jagd für weme Idaer meist zu mUhiam ,,t fällt dem ausdauernden und schlauen r. L ' m 1 Ct - V Jndlaner hauyg zur Beute. Aus den Nüssen der Änbelkleler. den Kornern . . v , " - M - v v ft d;? Bundelgraes und den flenchlgen Stengeln aewiner .acteen verstehen die Panamints nahrhafte und gut schmekI fctfc kMilAM .!!, '!:' X 'mVI"'!:''1 ,.. 1. 1 Reifende Ytt,e es. M ') 11 m rrCVTA! V liiii i6iii! .nSS' v: fJ z?7Z)!W , fHltsm. Altborpe: Also alücksich wieder zu? rück, alter Junge, von deinen langen Reisen! Du mußt aber auch viel gesehen und viel erlebt haben! -'''' ' Newlands:' Und '.mitgebracht noch mehr. Freundchen ! Der ganze Schrank hier lst voll davon: Hier hast Du tm paar Goldfransen, die ick von Kaiser rmir ' -v r t rr.f ; ... . n-r: tiyarnä ATonimei im grüner Schlosse abaeschnittetl habe da ist eine bronzene- Thürklinke, abgebrochen von emer Fwaeithur im Vaman da ein Ohr aus weißem Marmor, das ich heimlich einer Alhene auf der Akro polis abgeknipst habe hier ein tetiick Pergament, abgerissen von einem Ma nuttnvt :m loner san Juste m Spanien! Und Alles umsonst mein Junge! Der Ehemann als Probiersteins PraWche Ehesrau lzu ihrer sie um Rath fragenden Freundin): , Wie ich das mache, um gute Dienstmädchen zu bekommen Nichts emsacher, liebe Freundin! Wenn sick, ein neues Mäd chen bei mir meldet, rufe ich allemal m'inen Mann. Gefällt ihn das Mädchen. so schicke ich sie augenblicklich fort. Die iym nicht gefällt, behalte ich! 1 , Der spanische General Morillo begann seine kriegerische Lauf. bahn als gemeiner Soldat. ' Bei der Erhebung gegen die Franzosen war er nichts als Sergeant bei der. Marine. Bald darauf wurde er wegen feines braven Verhaltens MfereZ lFähnrich), nlÄ tfil&tr krackte er eine Menn? ht wassneter Bauern zusammen, mit denen Vigo angriff. Nachdem er die Iran. inn riifilnnpn iinh in di? t Q '1 jw I 7 j 1 w it t-iti"? iitr pn ftnH - fnrXoi-t Ct suimuvhuwhiiiiiiv, jwviiu 11 ituu, !lch zu ergeben. Der französische Kom manoani weigerte sich, dies zu thun, initsi sli! d?r llrtslrf rntf fr nhfir i -rmf f- V V gktfV! hnhf hrtte f?t ttm SinvYifi trin ,ff fit I M N k '-i U'" !W I I lAtVfc j0n 6inIänaH bedeutenden Ranae sei. mit dem er unterhandeln könne. Mo rillo ernannte sich daher selbst zum Oberstlieutenant und ließ den Fran zosen wissen, Oberstlieutenant Morillo werde seine Kapitulation annehmen, worauf auch der Platz übergeben ward. . . ' r i VI IS oie eglerung von oer rooerung ! und der Art. wie diese sich vollzoaen hatte, erfuhr, ertheilte sie Morillo nicht I , r r. . w ' i nu? oie veroienren oosprucye sonoern ermächtigte ihn auch, den Rang, den er m -- nck selbst beigelegt hatte, ferner zu be j halten.

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Znnig. und erfährt er. daß sie ihn hiu iergangen hat, so wickt diese Thatsach: wie der zuckende Blitz. Gelähmt, gc blendet fühlt er, wie die versengende Flamme in sein Innerstes dringt und dort das stolze Gebäude seines GlückeS vernichtet. Nichts bleibt als ein tra. nges Häufchen Asche. Unter' dieser aber glimmt ein Funke ein ganz kleiner Funke, der .letzte Rest seiner Lleve. ' Ware dem nicht so, wie wäre eS dann möglich.' daß betrogene Mn ner im Stande sind, ihren Frauen zu verzeihen, ' ja m die Wlcderausnahme des ehelichen Lebens mit der Frau zu willigen? Freilich der Grundpfeiler der Ehe, das Vertrauen, ist dem surchtba. ren Blitzstrahl zum Raube geworden. An dem kleinen Funken dort : in dem armen leer gebrannten Herzen aber ver mag wohl die Fra u : durch ein Ion) e qüenkes hingabevülles Leben das Per trauen aufs Reue anzufachen, die Fackel des ehelichen Glücks aufs Neue zu entflammen. Xt Fälle sind selten, aber sie kcM meii ' vor uno oraucyen nlcyt ourcy äußere Rücksichten, wie die auf die ffinder. den Skandal, bestlmmt zu sein. Auch ist k der, Rehäbilitirüngsprottß der t j: 'r?".1' r . . irau ein -, lungiDierigcr, ?:: lajiuterigcr, aber er ist nicht unmöglich. Ader wehe, wenn das Opfer perionllcher Würde. welches der Mann . hat dringen wollen. ein vergebliches gewesen, wenn die Frau die Veneihung . verschmäht. Riefenhast, gigantisch schlägt, dann von dem Altar der Liebe, auf dem dieses Opfer gebracht wurde, die Flamme des Hasses und der Rache für die'doppett' erlitten? Schmach auf. ' Nur wenn man sich diese Reslenonen macht, kann man sich das furchtbare' Verbrechen erklären. welches der in den weitesten Kreisen be kannte Maler Luna begangen hat, über das wir bereits kurz berichtet haben. und das augenblicklich ganz Paris de WW;i"yr:;:'' Herr Luna ist ein in Belloc (Philip. pinen) geborener Mestize, der einen sehr charakteristischen Malaycn-TypuS hat. Seit feiner fugend zeiAte er feinen m schmack u nd eine gro ße Bega bung sttr die Malerei, so daß die Stadtgemcinde von Manilla ihm ein Stipendium aus-, warf und ihn zu feiner Ausbildung nach Madrid schickte. Hier protegirten ihn Ramon Rodriguez Eorrea und der frühere lStaatSmlmster Manuel Sll vcla.1 Die Madrider . Akademie sandte ihn nach vollendeter Lehre in dcr'spa mschcn Hauptstadt auf die Hochichule der Kunst nach Rom. Dort oben auf dem Janiculns malte er, am Ende sei ner Studienzeit angekommen, im Wettbewerk mit den Kameraden seiu ? Lpo Uariuln. mit welchem er den, ersten PreiZ erranß. und den die Provinzial Deputation von Barcelona . für die stattliche Summe von, 120,0m FrcS. ankaufte. . Herr Luna hat ferner ein anderes officielles , Bild. ! das , .dcr Schlacht von Lepanto, für den fpanifchen Senat gemalt. Was ich hier! von seinen Werken !n den verschiedenen SalonS gesehen habe, trägt einen schwermmhigcn Charakter. In seinen letzten Bildern beschäftigten ihn die vom Glück Vernachlässigten, die Armen, wenn er sich nicht an die schau rigen " Darstellungen der Arena hielt. Wo er aber einmal seinem Humor die Zügel schießen ließ, da war dieser ein bitterer und beißender. Auch sein Kolorit war. wenn ich mich recht '.nncre ein trübes, dunkles, leicht in'S Bläuliche gehendes. ";: ; Uuwillkürlich ' kam Einem aus den Bildern der Gedanke, daß d?r Mann starke Eindrucke von derRoth des Lebens empfangen haben müsse. Das Talent des jugendlichen, erst 35jährigen Meisters' ist ein hervorragendes, allgemein anerkanntes. . In Paris lernte Luna vor etwa sechs Jahren die fpa nische Familie Pardo de Tavera kennen und hcirathete die einzige Tochter. Die Heirath war U eine Neigungsheirath. Das junge Mädchen hatte keine eigent liche Mitgist, obwohl die Familie , Ta Vera, die kreolischen Ursprungs ist und ebenfalls von den Philippinen stammt, sehr wohlhabend ist. Die Mutter, welche die Tochter zärtlich liebte, hatte das jungePoar in das einzige Haus gcnommen, und dort fehlte es ihnen um so weniger an Allem, was daS Leben schmückt, als nicht nur der junge Kunst lerÄIci ne K Bilder gu t k bezahlt bekam. sondern auch die Mutter jeden Wunsch ihrer Tochter zu erfüllen bestrebt war. tc ersten Zahre der ye vcrstonen in ungetrübtem Glück. An Scenen hat es wohl, wie IN so vlelm Hausständen später nicht aefehlt, und daß sie heftiger als , anderwärts, war weniger die Schuld des Ernstes der Differenzen als des in den Adern dieser Südländer heiker rollenden Blutes. Äwe! Kinder wurden ihnen geboren, ein Knabe, der heute fünf Jahre ist, und der, während der schrecklichen That für das Leben der Mama stehend, die Hände zu dem ra senden Vater emporstreckte, und ein klei neS Madchen, welches vor einigen Mo naten gestorben ist. Im Monat Juli klagte der Knabe über Brustschmerzen, und Madame Luna ging mit dem Kinde auf den Rath des Arztes und unter Justimmung ihres ManneS nach Mont-Dore. wohin sie eine englische Gouvernante Miß Baley begleitete. Herr Luna er. hielt nach einiger Zeit von dort anonyme Briefe, die ihn von der Un treue seiner Frau benachrichtigen. Er telegraphirte ihr sofort nach Paris zurückzukehren, was geschah. Bald nach der Rückkehr verließ die Gouvernante das HauS und trat in eine andere Stellung. Es scheint, daß . sie das Benehmen der Mutter ihres kleinen kranken Pflege befohlenen empört hat. die sie allabendlich im Hotel allein und oft bis tief in die Nacht hinein auf ihre Rückkehr warten ließ. Luna klagte fein Leid seinen Schwägern, die beide Mediziner sind. Es scheint, daß Beide Partei für ihn

gf dringlichsten Vorstellungen machten. ? .Iam n '::' l! iiif mM !! 4iVV IViiyilVV : JVWV 1 UltliiUUVIl rj(.jl( hung mit Herrn Dussacq, das war der !ame des angeblichen Verführers. DerI c 1 b c4 ein'; 5 oci ti ri q c f c B c n c r a u f in a ri n I dessen Bruder Inhaber eines der ersten 'Xri' .v . - J'." t s , ''"ti i; '!.': t'',i,!j.!,i!:f'--v , ororauj4?auicr, wayreno er elon Präsident der Handelskammer der Havanna und Ritter der Ehrenlegion, ver heuathet und Vater mehrerer Kinder ist. hat das stattliche Alter von 45 Iahren., Frau Luna erk:-rte, ,hr Verkehr mit diesem Herrn sei kein and'rer gewesen. als ihn jede Dame , im Bade mit dort angeknüpften Aekautttschaften , zu Üben pstcat. Die Annähttung hatte dadurch stattgefunden, daß HerrDussacp vortttfsllch spanisch spricht. Herr Luna hatte sich schon mit den Erklärungen seiner Frau Zufrieden äc geben, ja er hatte Herrn Dussacq in seinem Hause empfangen,, und'cS waren sogar frcundschastliche Beziehungen zwischen, beiden Männern entztanoen. so daß der neue HauSlrcund. nachdem er Luna den hygienischen Sport des Zweirads gerühmt hatte, diezem cm elegantes Bicycle zum Geschenk machen konnte. Da erhielt,, der .unglückliche Gatte eines Tages einen neuen anonymen Brief, worm ihm mitgetheilt w urde. . das; Herr Dussacq mit seiner Frau G'u einem Ha.lse der Rue du Mont.Thabor heiinlich zusammentreffe. Vor etwa vierzehn Tagen folgte vuna seiner Frau und sah sie,thatsüchlich im gedachten Hause verschwinden, crckam aber zu spät, um ermitteln zu können, in, weiaze , ilaae ne gegangen war. er Portier zeigte sich gegen jede Rccherche widerspenstig, und, schon wollte Luna.! ohne ein positives Ergebniß erlangt zu habcn, das Haus wieder ver lauen. , alZ ihm Herr Dussacq von deStraße entgegenkam. , AlZ ch in den aus lur trat,'' o erzählte Herr Dussacq, sah ich Luna bleich, mit verstörtem Gesicht und fllegendem Ahem auf mich zukommen." Wie kommen sie denn hierher fragte ich ihn. ihm. die Hand reichend. . . . r': ' ' . r' " ""t cyw0!ileleauijucyen,icugiauoie : . f...i- f.:.- u ' -L;V!: !i iK lUUUilllil UICl. . , Wie denn? Sie wissen doch, dan ich Avenüc Kleber wohne. Ich selbst wollte , einen hier wohnenden Freund besuchen. , .Run': ich will Ihnen die Wahrheit sagen," siel mir Luna rn's Wort. Ich bin meiner Frau nachgegangen Z und habe , geglaubt, sie hier eintreten zu sehen habe sie jedoch ,': nicht mehr gefunden." SM-M'-Jch well! natürlich nicht, ob Frau Luna hier in das Haus gegangen ist, aber ich kann Sie versichern, daß ich fi nicht gesehen habe." ; Ich reichte 'una die Hand, der sich eilig entfcrnte.'ich selbst trat bei meinem dort wohnenden Freunde Fremy, einem Junggesellen, , ein. Sechs Tage rergingen, ! ehe ich .wieder von Herrn Luna hörte, als ich den Besuch der Doktoren Felix und Trinidad di Tavera, der Schwäger LunaS, erhielt, welche erklärten, .daß sie als Zeugen desselben kämen. , Luna behauptete, ich hatte galante Beziehungen zu seiner Frau unterhalten, und verlange Genugthuung mit den Waffen., ' Ich begriff nicht recht was man von mir wollte, dennoch beauftragte ich , zwer meiner Freunde, . den eben in der Rue du Mont-Thabor wohnenden Paul Fremy und einen Herrn Eloszenton. mit den Verhandlungen. Meine ? Zeugen er klärten nach meiner Instruktion den Zeugen LunaS kurz und i bündig, daß 's "'' ' r1 :i ' . : n ,: ''"'.!":, j im reinerm unerlauoie zezleuunaen zu Frau Luna unterhalten habe, und daß mem Verkehr Mit ihr kein anderer ge. Wesen sei als der, welcher sich zwi schen einem Herrn und emer Dame, die sich täglich an einem . Badeorte sehen, herausbildet. , Auf! die Fragen der Zeugen LunaS, ob ich eine bezügliche Erklärung unterzeichnen würde, willigte ich auch ' d a und Trinidad Pardo Tavera folgendem r,ktstuck,überreichentMMNM Herr Dussacq erklärt auf Ehre wort, daß er mit Frau Luna weder in Eorrefpondcnz gestanden, noch irgend welche Rendezvous gehabt hat. Er wurde dieser Dume im Monat Jull tr onDoretvorgePeat Meine Zeugen, die auf meine mündliche Erklärung hin sich geweigert hatten, mich auf das Terrain zu begleiten) leaten. nachd.'m ich dieses Dokument niedergeschrieben, und die gegnerische Partei keiiierlei Beweise des Gegentheils beigebracht hatte, ihr Mandat in meine Hände mrück. ' Seit jenem Tage habe ich nichts wieder von der Familie Luna gehört bis vorgestern, wo ich das schreckliche Drama aus den Zeitungen NsUhrMMiWMMM Dr eine der Zeugen, Herr Fremy. der Bewohner des Hauses Mont-Tya bor, war bei diesem Berichte, den Herrn Dussacq einem Mitarbeiter der Temps erstattet hat, zugegen und bestätigte du Richtigkeit der Angaben. ,! , Wir erlauben uns dennoch, dieselbe anzuzweifeln, da Madame Luna nach den Aeußerungen ihrer Brüder ihrem Manne selber gestanden hat. daß sie mehrfach mit Herrn Dussacq in der Rue du Mont Thabor Zusammenkünfte ge habt hat. Herr Dussacq hat und das ist begreiflich um die Ehre der Frav Luna zu retten, gelogen. Trok allcdem vergab der Mann sei ner reuigen Frau! Die Familie Luna beschloß, Paris zu verlassen und nach Vigo zu gehen. DaS Verzeihen schließt aber leider nicht ein Vergessen, nicht ein Heilen der geschlagenen Wunde ern. Bei der geringsten Berührung schmerzt dieselbe wieder auf das Heftigste, und dieser Schmerz ruft wilöe Aeußerungen hervor. Vielleicht hat Frau Luna die Schwere ihres Unrechts nach Art der Südländerinnen Nicht in ihrem ganzen Umsange empfünde:.. vielleicht ist die verwohnte Frau und Tochter nicht de müthia aenua während der Vorbereitungen zur Reise aufgetreten, vielleicht bat der Gedantt. Paris und die Mutter verlassen, um mit dem mit Recht

ergriffen und ihrer Schwester , die ein

',MUf :! Mißtrauisch gewordenen Manne fern ' von der glänzenden Metropole, fern von ihren natürlichen Freu nden u u si j Beschützern zu leben, eine gewisse EiN'j rHH A ilil ''' C 1 sZt am i ! k " sk j'' ?

V y i u u ij ui iij'ixi jcuii. !i vz)kttlg , wuifrend 'deMo r berei tungen zur A dreise kam cs zu öen heftigsten ' Scenen zwischen Frau und Mann, die in Thätlich keiten ausarteten. Am Zrcitaa vor acht Tagen sollte die ?l breisr bet Fa. milie, stattfinden. " Am Abcnd vorher entstand abermals ein heftiger Konflikt. und am; M orgeir au ßerte Frau Luna r ' nv " "j . 'i--..1,!; . , "Ü.1' , r - .i zu iyrer Rainer: u oll,l seyen, er ". : : - : i . ' '. 'i : : : i: ! 1 - 1 " :" --mms A jv:1' ! orin gr mica ny in uimm-m Diee. die ihre Tochter vergölterte. veranlaßte ihre Söhne." nunmehr die Vertheidigung ihrer Schwester Z!i!Über? nchnien. Die Brüder telegraphirten an einen Haussrcund. einen in London domizilirtcn . spanischen Advocalen Rcgidor I urado, da m i t er ihn en b c i der von der Famille Pardo nunmehr beadtt i. i'l i o..-- " 1 i: -ir'ii1, 12' jiujuuit ,ji.ienuunii ver viuucn uc ri.t,. ':.'-:;'- - ". '-.; .'.''.' y-fl' Juiado kam- und ward Zenge deZ Drama-Z. Wir folgen feinem Bericht über dasselbe, obwohl wir unS der Ansicht nicht verschließen könn. 'kl. diß der kluge IuriZt schon heute Stimmung gegen Luna machen will, em Beginnen, welche? dem hochherzigen und geraden Charakter der Gebrüder Plado geradezu widerspricht, die noch gestern ihren fiiri stljchcn Freund bejchworen. Luna n,ch! Fremden gegenüber übermäßig zu It lasten. ES gälte im Gcacntheil ieltt. wo fn viel liilhcil über die Familie hereingebrochen, wenigstens den Kopf des unglücklichen Luna zu , reiten, '4er ahnend, baß man die Gattm und da; Kind von, ihm trennen wolle, die schreck liche That offenbar in einem Awall" von Wahnsinn begangen habe. ' uever oas Vrama selber erzahit-verr Rcaidor Jurado Folgendes: , Ich bin gestern (am 22. September) angekominen, um die Bedingungen der Trcnnunq zn regeln, und begab mich , sofort zum Dottor Trinidad, den ich nicht zu Hause traf. Ich ging darauf zur Villa Dupont. wo mich Herr Luna empfing. Wir sprachen über allerhand, aber kein Wort von der Schciduna s?elir. saate er mir schließlich, ist oben bei dem Stiiaden. der an einer leichten Lungencongestion leidet. In demselben Augen blick trat der Dr. Trinidad' in das Zim mer und fra gte ' kurz: W a Z i st hier eigentlich im Hause loS?", worauf ihm fein Schwager antwortete: Was soll denn los sein? Das Kmd ist nicht wohl. Felir ist bei ihm." ; Der Doktor Trinidad stieg in das Krankenzimmer hinaus und kehrte bald daraus mit seinem Bruder zurück. , Dann brachen wir auf, um über die Trennung in aller Ruhe zu verhandeln, über deren Gründe ich noch nichts wußte. Der Doktor Trinidad hatte einem der Mädchen den Auftrag ertheilt, uns,' sobald Luna irgend etwas gegen seme Frau oder gegen deren Mutter unternähme, auö dem benachbarten Cafe herbeizuru fen. Unsere Zusammenkunft hatte ihn offenbar erbittert, da" er ; sich , sagen mußte, daß jede Aussöhnung mit seiner Frau nunmehr unmöglich sei. ' Kaum hatten wir in dem Cafe Plak aenommen. als das Mädä:en wie eine Wahnsinnige schont von Weitem uns zunez: ommen sie, io zcyneu ie ;-: ' ' : 1 : ''s ' r . 'et' i Ihre Fune tragen, der Herr will Ma. dame umbringen.- Wir stürzten uns auf das HauS, von dem uns der Hilferuf der beiden grauen enlgegcntönte. Die Villa, , in der, HerrLuna wohnte. liegt gegen die , anderen etwas zurück, und ein schmaler Gang führt zu derselben. , Jünger und schneller als ich. hatten die beiden Brüder den Gang zuerst ; betreten, als ihnen die beiden Frauen, von ; denen tfrau . xiuta iyr ' W-'.. " 'iv ': !i ' Kind auf dem Arme yalle. , zurieten: .Gebt nicht iveiter, er hat einen Rcvolver in der Hand.7 In der That bemerkten wir an einem Fenster der ersten Etage Luna mit einem Revolver, der unS andonnerte: Steht, oder ich schieße!- Da er keine Antwort erhielt, und seine Schwäger auf die Eingangs thür losstürzten, so schoß , er. v Die Kugel traf den Doktor Felir über der rechten Brust. ,', Er suhrintt der Hand nach der verlebten Stelle und brach mit den Worten: O, ich bin verwundet! Vüfanimp" zUsUIiiiNrll. 'jiä:,,,,,,:;:;!!;;1:!'!!!-',! j ; t i:i,,Mf:.; , jif; !S 'fr ' ; ' In demselben Augenblick erreichte ich die Thür, die den schmalen Gang von der breiten Allee trennt, ich önnete und wir konnten den Verwundeten in ein Nachbarhaus tragen f und ihm die erste Pflege an aeoei hen lassen . I n zw i schen hatte Luna. der in diesen wilde Zorn erst durch die Weigerung seiner Frau verletzt worden war, ihm die Thür zum Schlafzimmer zu öffnen, in das sie sich mit ihrer Mutter eingeschlossen hatte. die Thür eingeschlagen, die Frauen hatten sich daraus in daS Badcztmmer geflüchtet und auch dieses hinter sich verschlossen. Aber auch diese Thür widerstand nicht der durch die mahn sinnige Aufregung verdoppelten , Kraft LunaS. Sie flog in Trümmer und nun schoß er auf die beiden Frauen m unmittelbarer Nähe zwei Schüsse ub. von denen der eine Frau Pardo tödtete und Frau Luna tödtlich verwundete. Ich lief, um Polizei herbeizuholen, fand auch einen Schutzmann, der aber. als er Herrn Luna mit der Waffe in der Hand sah, erklärte, er wolle erst einm College hinzurufen. Endlich erschienen zwei Polizisten und bemäch tigten sich LunaS, der keinen Wider stand leistete. Vor den Polizeicommissär geführt, trat nun die Reaction aus den Wuth ans all ein. Erschöpft brach der drei - c . fr t iacye ncoroer zusammen, uno em Weinkrampf löste den entsetilichen Zu stand. Man hat auch gestern Luna noch mcht verhört, da-er noch immer in vollständiger Thcilnahmlofigkcil gegen die äußere Umgebung dasikt, wobei ihm die Thränen über die Wangen flicken." Der Zustand der Frau Luna ist, obwohl die Kugel nicht in'S Gehirn ge drungen ist, biS jetzt hoffnungslos, sie soll unsagbare Schmerzen leiden und

dennoch vielleicht ntcht so gewaltige. wie sie ihr Mann erduldete, bis ihm der Wahnsinn den Revolver in die i

Hand drückte. Man hofft, den Doctor FdiriiKbozuJreU SiRtchÖgiJcrsuch Mann zur verzweifelten That getrie den. sondern : die verschmähte Verzeihung, der doppelte Schlag gegen seine Würde als Mann. 1? t d r nd SZlit v e. ? Vsa Viktor a,. Ich .kann es gar nicht begreifen, wie es möglich ist. daß eine erwachsene Per son von einem Thier, wie etwa , einer MauS. einem Wurm, einer , Spinne oder dergleichen. Furcht haben kann. DaS liegt a der n ür a n der E rzieh ungl Würden die Menschen als Kinder schon daran gewöhnt, derartige Thiere zu sehen oder aufzufassen, so würden sie ' auch später leine Scheu davor' haben. Zum guten Theil aus diesem Grunde geheiich aUeWahre,eitt!'.päar Wochen aufs Land, damit meine Kinder dort GelegenheiabenSt tur kennen zu lernen, denn hier, mitten in der Großstadt, ist so etwa? doch nicht möglich!" ' So horte ich eines TageS einen Herrn sprechen, und die Zlnsicht, die er da äußerte, fchien mir eine ganz vernünftige zu sein. ',- , Ein Zufall wollte es, daß ich einige Zeit darauf wiederum mit dem Herrn zusammentraf es war dies in einem idyllisch gelegenen Dorfe und ich hatte b 0 r l i Ö5elefienr)eit ,1 u -bc d b ä erj t c rt J ; ro i c der Herr seine Theorie in die Praxis übertrug. Ich traf den Herrn, als er in Begleitung feiner Gattin und seiner beiden Kinder den schmalen Fußsteig über die saftig grüne Wiese dahinschritt. dem nicht " allzu fernen Vorwerk' zu. Ich folgte der Aufforderung des Herrn, mich anzujchli.'ßen, u.m so lieber, als die ganze Fanlilie im besten Zuge war, Raturstudien auf ihre Art zu treiben auf ihre ! Art. das heißt: Elise und Benno, die beiden Kinder, auf der Wiese umherlaufend, daS , Mädchen Blumen pflückend und wieder wegwerfend. der Junge mit einem SchmetterlingZnetz bemannet, alles fangend, was ihm gerade in den Weg kam:'.' SchmetörliflgSafetKeuchrÄ u nd damit fe i ne Äotan isirtromme! n der sich bereits einige Eidechsen befan den, f ü llend Kder Va ter hiel t- Um ich a u nach weiteren Thieren, auf die er feinen hoffnungsvollen Sprößling aufmertsam macheu : konnte, und Frau Ludmilla, die Mutter, hielt krampfhaft mit beiden Händen ihr Kleids zu Zeit, wenn ein Käfer vorüber lief oder ein Wurm ü der den Weg kroch, einen Schreckensruf ausftoßend ; nnd einen kleinen Luftsprung machend sie hatte eben 'ZeinerichilgeiErzichung genosscn", d. h.fie war als Kind nicht mit den Schöpfungen der Ratur genügcnd vertraut gemacht worden , i i Benno hatte' sich eben w.eder einen goldglänzenocn Laufkäfer gefangen, und brachte - ihn triumphirend i seinem Vater. Frau Ludmilla wandte sich fröstelnd beim Anblick des mit ängstli cher Hast seine Beine bewegenden Käsers ab, während der Vater die Gelegenheit, wahrnahm, mich von dem Werth seiner Erziehungsmethode zu überzeugen. Wieviel Beine hat der Käfer?" eraminirte er den Jungen. , Sech," antwortete I un gBcnno prompt und riß, dem Thiere, um zu zcigeu, daß seine Angabe richtig , sei, alle sechs Beine nach Lmand?rausi;.;j . , .Sehen Sie", wandte sich dann der Vater triumphircnd an mich, so lernt der Juuge spielend die Thierwelt kcnnen. und Furcht kennt er nicht." ; Rein, Furcht kannte er nicht, davon hatte ich mich überzeugt. Er warf den auf s o grausame Weise verst ü m nie l ten Käler weg und ich machte den Leiden des UeauültenZ Geschöpfes- ibürchf einen'' Fußtritt ein Ende, war allerdings darnach lange Zeit noch im Zweifel, ob der kräftige Tritt an die ernzig richtige i Adrellegelanqt,,warU.,, H'M'' Auf dem Vorwerk konnten die weiblichen Glieder der Familie. Frau Ludmilla und Schön-Elsa.. bethätigen, daß a.uch sie ein nicht geringes. Jnteresie an derThicrmelt nähi'ncn. Tort watschelten nämlich kleine, kaum mehr als acht Tage alte Gänschen auf dem Hos herum.yii .Xie drolligen gelben Dingerchen mit ihren noch etwas unbeholfenen Be wegungcn l sahen mir allerdings allerlre b st auS u nd rechtfertigten d ie ver fchiedenen Ausrufe de Entzückens und) ließen auch den Wunsch Elsen, so ein niedliches Geschöpfchen zu l besiyen, de gntfllch l sl nden. Die Mutter u nter stützte Elsens Bitten, der Vater war nicht abgeneigt, tm Mädchen den Wunsch zu erfüllen, und nur der Bauer schüttelte bedenklich den Kopf. Das GanSchen geht dranf, wenn wir'S von den Alten nehmen und wenn s kerne richtige Pflege hat," sagte er, allein eru blankes Markstück verscheuchte seine Be. denken und Elfe ward somit glücklicht Besitzerin eines kleinen GSnschenS. Benn o mußte die Insassen sewn Botanisirbüchse an die Luft setzen, und an ihrer Stelle ward das gelbe Ge schöpfchen hinein gebettet. Daheim räumte dann Else ihren Puppenwagen für ihr lebendiges Spielzeug ein, was an Backwerk und sonstigen Süßigkeiten aufgetricben werden konnte, ward dem kleinen Pflegling vorgesetzt, und als dann am Abend Elfe ihr Bettche auf suchte, nahm sie das Gänschen mit zu sich. Am nächsten Morgen aber gab's reichlich Thränen: Schon-Else hatte ,m Schlafe ihr lebendiges Spielzeug erdrückt. Ja Lebendiges Spielzeug, das ist wohl der richtige Ausdruck dafür, wenn Kindern Thiere in die Hände ge geben werden. Und Scenen, wie die . vr i , n ' ' i' . even gelcyiioerlkn, ueycn vurcyaus niazr vereinzelt da, sondern wiederholen sich leider gar zu oft. Und auch wenn das Beschäftigen mit Thieren anscheinend geschieht, um. den Kindern wirkliches Verständniß für die Natur und ihr gehnmnißvolles Walten beizubringen,

such dann lSilft c. lo'ern cS oe tvA sachgemäße Anleitung und olznc ZrieZ Ucberwachcn vor sich gehtH aus miZ weiter hinaus alS auf Spielen mit Ge. fchöpfen. die für Schmerz cbenso emWngliMnd!wie,wir " Aber eine Schmetterlings- oder KZ fersamml,:ng darf sich doch mein Junge anlegen'." höre ich da Diesen und Iccn ausrufen. Ader auch hier kann und darf die Antwort nur lauten: nurdann. wenndie Sammlung vernünftig, unter Auleitung eines Erwachsenen., der von der Sache etwas versteht., am besten etwa unter Aussicht des LchrcrS' vor, genommen wird. Wie viele Taufende und Abertausende von Schmetterlingen, Käfern und Band alljährlich auf grausame Weise zu Toöe gequält von Kinoern, die angeblich ihre naturgcschichtlichen Kenntnisse durch Anlegen von Sammlungen reichern wollen. Da kommt es zumeist nicht darauf an von den verschiedenen Arten je ein Eicmpl a r zu desißen, sondern von einer Art möglich viele. ,; : . . : , : Und wkin auch eine Sammlung nach , cineni guten Buche oder, unter sachgemäßer Anleitung angelegt wird, hat sie denn wirklich süc den Knaben einen so großen Werth., daß sie daS mitunter recht grausame,, . Todten so vieler , Insekten rechtfertigt? In dc? Schule, beim Unterricht ist jede Sa mm lung am .PlaZ,e. skmst aber hat ficeinen zumeist nur eingebildeten Werth.!' Von viel größerer Bedeutung ist eS für die Kenntniß der Natur. - dieselbe draußen im " ' Freien. ' gewissermaßen an der Quelle, zu,', studircn. ,, Daß dieS aber nicht in einer Weise zu geschehen hat, wie es oben gefchlldrt wurde, liegt auf der H a nd. U m dnn Knaben .zn b eivei sen. daß ein Käfer sechs Beine hat, draucheil dieselben iioch lange nicht einzeln auSgerissen zu werden. Jener oben erwähnte Vater gestattete ja aller dingS das AuSreißen der Beine nur, um zu beweisen, daß sein Junge keine Furcht vor Thieren kenne. Allcin auch in der Furchtlosigkeit ist Maß zu' hal ten, denn allzu große Dreistigkeit kann

gar zu leicht auch Schaden bringen. So gut ein Junge furchtlos eine Blindjchlelchc ode? etwa eine Ringel !' rratter gnift, ebenso furchtlos wird er auch jedcö andere Reptil fassen, und daskann z. B. bei einer Kreuzotter recht 'Mt, schlimm ablaufen. ';" , .... -. Aiich,,!;; derÄ Einwand kann gcmachtM werden., daß sich unter den Tausenden von Infekten, die alljährlich durch sammelwüthize Kinder zu Grunde gehen, ein gut Theil schädlicher Thiere ' ', befindet. Ganz recht, aber wir haben ja im Haushalt der Ä atur ein großes Heer von Mitarbeitern Jan ht; Ver tilgung schädlicher Infekten auszuwei sen,, die der Unterstützung durch Kin der in ihrem Vernichtungskriege durch auS-nicht bedürfen. Und daß sich unter , den vielen Tausenden getödteter Insek ten auch eine ganz erileckliche Anzahl ' ,, rcchkütlichSD Wirthen hochgeschätcr, Exemplare be- . findet,! fällt doch auch mit ins Gcmicht. Ja, wenn die schädlichen Insekten we nigstcnS noch schnell getödtet würden!, So aber werden sie meist langsam zu Tode gequält, und da? ist eine Er scheinung. die auf das Gemüth eines Kindes eine Wirkung, ausüben muß, die von den schlimmsten Folgen be gleitet sein kann. Ein Knabe, ber sich kcmec Gedanken darüber macht, ein kleines Geschöpf langsam zu Tode zu ,, rnartcrn,. : quült 1 a l im Blute sDu n d H und Katze, lind ist ein Gemüth erst einmal soweit verhärtet nd gegen jeg liche weiche Äegun g abgestumpj jMa n nM macht , : me Verrohung reißende Fort schritte und führt zum slimmsten iM-Wr " i ". ,::' p-m m Uyi s'L, . r -fi ' ', 'n l " 'l 1 ' 'il ' 'cv'i, ' ,' 1 Der Lsnd'ontr Polizei inspecdr , Shannon hat einen großar tigen Gedanken gehabt, Personen, die während- einer Theatervorstellung ein : schlafen, in Polueiftrase zu MchmenW

Als-er jüngst in Beglertung eines, Po lzzeiagenten dZS Alhambra-.THeater be , .

suchie, um pflichtgemäß einen Rund , , gang zu machen, bemerkte er aus der

Galene drei Ä!änner, die. ohne sich um ; die Vorgänge aus der Bühne zu küm mcrn;,;;DCifSchl ten. Für den anuSeirrigen Vollzeiin

spector stand es- sofort fest, daß solche unaufmerksame! Individuen betrunkenHR fein müsien; er erklärte sie also ZÄ der

haftet und sühcte sie cuu nächstenMorHW

gc.ni dem PoliZeirichter vor, der sie indeWM im sofort entließ. Die Künstler der Albambra mii.ftn sich durch die ' hohe '"A Meinung, die der Inspector EhannLTL von ihnen hegt, ungemein geschmeichelt fühlen. Aber lrcnn der ' Schlaf em Verbrechen wird, sobald man sich ihr w Theater hingibt was , soll eudeu armen TheiUerdirertoren werden?! CZ. gibt eine Menge Leute, die nach emem guten Diner eS lleben. in einem Qrche. fterfauteuil oder in einer '2c&t ihr Schläfchen zu haltm. Sollen G nun jetzt sämmtlich festgenommen und vor den Polizeimeiftcr geführt werde? Und wenn man gar erst in einer Kir: ro2h. rend der Predigt einschläft, wie eS ss viele Engländer beim CoMtag.Nach. mittag? -Gottesdienst thun, zu welchen furchtbaren Strafen wird man, diese Sünder verurteilen? Denn rnau jäüt nicht immer in die Hände eines so mil den, einsichtsvollen PolizeimWtrZ, wie eS der von Malborough Street ist. und dit Shannons gehören irs Lande durch"

MS nicht zu den Ausnahmen. , ; Einziger Ausweg. Änna hat von ihrem ÄrSuUgam, der pralti scher Arzt ist. den ersten Brief erhalten und ihn hochklopfenden Herzens geöff. nct. Beim Anblick der unenWerba . ren Hieroglyphen aber fleht si?ratbloZ. Komm', tröstet sie ihre lleintSchwe ster, .gehen wir zum, Apotheker de, Nest ihn Dir vor!- . . 1 - Ein Muthiger. iJWtk wirklich. Herr Mazor,.Sie. wollen mich heirathen'i- gewiß, Gnädigste, kann'S wagen, in ja auö allen tliV

j zügen heil zurüiZgkkomraen!-

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