Indiana Tribüne, Volume 16, Number 48, Indianapolis, Marion County, 6 November 1892 — Page 6
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C9S3MjA JLJ ÄM JHtüA Wunderliche Ehen. Ctafctf ax let Dozel:vel! von Tr. Krt Remraut. Alles dagewesen 1 Mit diesem Ciwt pflegen sich dZejenlgen Menschen, die übe? nichts erstaunen wollen über alle ugZkligen ErscheittungeWMelche ihnen vor Augen kommen. Sie ahnen dabei häufig nicht einmal, wie oft. seit langer Zeit schon die wunderlichsten Ding? dagewesen' sind.. Sie denken wohl an du Geschichte der Menschheit, an die alten Römer, die Griechen oder gar die uralten Aegypter, wenn in un seien Chm ' gelegentlich komische Geschichten an's Tageslicht kommen,, die lercifltches Aussehen erregen.,, Manche wunderlichen Zustande im Eherecht der Thiere aber von einem solchen dürfen wir wohl sprechen! sind zweifellos uralt. Besonders in der Vogelwelt giebt es Gewohnheiken, die aus ganz bestimmten Gründen aus langst ver gangenm Jahrtausenden oöer sagen wir lieber Jahrzchntausenden?herrüh rett. Sie sind theilweise so drollig unb erinnern uns so sehr an unser eigenes Lcbcn und Treiben,, daß wir gar nicht können, pe mit uns in Verglich zu sehen, oajj wir sagen dürfen: solche Zustande wie bei uns sind schön jbaqe Wesen"; ehe ein menschliches Auge übe" die Erde blickte. Mit Recht erregt der Ehemann, Aufsehen, der in übertriebener Eifersucht oder aus andern Gründen seine Frau teacht, sie förmlich einsperrt", wie wir zu sagen pflegen. Bei den Vögeln finden wir sehr wunderliche Beispiele hierfür, dieselben gehen noch über un sere Erfahrungen hinaus. Die Näs hornvögcl, jene auch uns bekannten, mit groben höckerigen Schnäbeln verzierten Aaumklettcrer aus den Tropen, kerkern ihre Weibchen in einen kleinen Raum und füttern sie durch eine enge Oeffnung von außen her. Warum? Wahrscheinlich doch, um ihnen die zum Brüten . nöchige Ausdauer, gründlich aufzudrängen; die Mannchen müssen wohl starke, angeborene Zweifel an der Häuslichkeit ihrer Gemahlinnen heaen! 1 f t 1 V - '1-1 in kurzer Zeit. Das Eigenthümlichste aber ist. das die ostindischen Nashorn Vögel es ebenso machen wie die afrika rächen und dcch sind sie so, weit, von einander getrennt und kommen nicht ir Berührung. " Die Familie der Drosseln ist bekannt durch ihre Vorliebe für ein kunstvoll gebautes eheliches Heim. Die fiid amerikanisch? Trcsiel hat obenein noch die sonderbare Gewohnheit, ihr Nest mit Schlamm auszukleiden, und ganz , dasselbe thut die europäische Drossel auch. Weshalb gerade diese beiden Vögel, die doch seit der Bildung der, Meere immer getrennt gelebt haben müssen? Der kleine Zaunkönig, fröhnt einer uns wenig sympathischen Sitte. Wir sinden eZ im Eheleben sehr natür tf -rf P M . . w J. uq, i ergenincy scionerflanoi:cy, wenn Mann und Weib dasselbe Heim beziehen; .Eheleute mit getrennten WohZungen betrachten wir mit Argwöhn, als ob sie sich nicht vertrügen und Lust hatten, aus einander zu gehen-. Das Männchen dc kleinen Zaunkönigs ist nicht zufrieden damit, in dasselbe warme Nest mit Weib und Kind kriechen zu dürfen, cr beanspruch! ein Nest für sich, und der Zaunkönig in Amerika ii? ebenso anspruchsvoll! -; . Ä L ;t : Die Vogelwelt gibt uns Anspiele für diele andere uralte eheliche Litten. Die amerikanischen Strauße bedienen sich 'eitles wunderlichen, fast socialdemokratischen Mittels, um für ihre iieb: Nach, kommenfchaft zu sorgen. Die Straußenhennen lhön sich nämlich zu mehre. ren zusammen, wandern von Nest zu Nest und legen ihre Eier hinein. .Dann müssen die Männchen sich darauf setzen und ausbrüten. Allerdings werden auf diese Art die Familienünterschicde siark verwischt. Denn es können, von einem brütenden Vater ans Tageslicht qesrärat. brüderlich v.'reint die Sprößlinge verschiedener Mütter .und Verschiedener Väter im selben Haus aufkommen, gleichsam, in einer kleinen Pension für üderbrütete und sehr jung' Etraußenkindcr. ;- . Die Sache bat für den Strauß ihre sehr praktisch? Seite. Die Mntütt den nämlich von den! einzelnen Hennen in Zwischenröumcn gelegt, so daß ohne jene Einrichtung leicht das Brutgeschäft ein langwieriges werden und die Alten wie bei uns eine Mutter' von sieben bis zehn Kindern immerwährend ganz kleine und etwas größere durcheinander versorgen müssen. Es lohnte sich auch gar zu wenig sür den Strai ßenvater.' um eines Eies feiner Gestrengen ' willen' sich zum Brüten sestzr foen! ' ' . . :- MSß0.i Aehnliche Gründe schiebt man dem Kuckuk unten unserem viel verschrieenen, earistilchon amilienstörer. Das große Thier bewirkt die Vernichtung so vieler Brüten in den Nestern von viel Heineren anderen Vögeln, wie der Lerche, indem es sich der Mühe entgeht, selbst zu brüten und zu füttern un diese Last einfach anderen aufbürdet. Der Kuckuck ist Nicht so grausam, wie diejenigen Menschen oder Unmenschen, die ihre Kinder aus'e.cn; denn er mag recht wohl ahnen, daß sie wohl aufgehoben sind. Aber er macht es doch wie die Leute welchDre Kleinen an Kindesstatt vergeben. Bei funs; pflegt i das aus Armuth zu geschehen oder auch in Folge des Wunsches von kinderlosen. iWi f seinen Pfleglingen sich sehnenden ISeuicfc;;:!;:!:!!:: ,, Der Kuckuck lebt lustig weiter, wenn er seine Kleinen sehr frühzeitig los ist, und die getäuschten Pflegecltcrn scheinen aar nicht zu ahnen, daß der große Eindringling ihre elgme Brüt mörderlsch in'- Jenseits beförderte! Das geht noch Mder die Geschichten hinaus, die beim Menschen schon dagewesen sind. , ' Wahrend die australischen Kuckucks icrte es ähnlich machen, wie die unsrige !, die Natu: het eS o eingerichtet, daß.
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tajmicij getanem uns ziour jrDcnei los seit undenklichen Zeiten; denn solche feste Gewohnheit erwirbt sich kein Thier
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sie unverhältnißmäßia kleine Eier legen brütet der amerikanische Kuckuck selbst und leat Eier, die seiner Größe entsprechen! Das fordert doch sehr zum Nachdenken über die Gründe auf. Sind das Alles nur wnnderliche Spielereien der Natur? ' :.: Ein denkender Mensch wird sich M solchem Worte nicht beruhigen.. Dar win lehrt uns hinwegschauen über die ungeheuren Zeiträume der Entwickelung des, Thierrclches. Ein Beispiet zeigt schnell, worauf es ankommt. . Em Aeltervater unzercs Kuckuks oder vielmehr eine Urururur-Großmutter legte flatterhalt, wie sie gewesen sem mag dann und wann bei Gelegenheit, wo sich's gerade so traf, in ein fremdes Nest so etwas kommt aelegentlich auch bei anderen Vögeln vor! Aehnlichcs ereignete sich mit' anderen Kuckukswttbchen, sie neigten zur Zcr streutheit. Sie neigten auch wohl zur Nachlässigkeit bei der Pflege ihrer eige nm Nester. So kam's, daß von den selbst bebrüteten Jungen viele durch Unachtsamkeit umkamen. Auch von den hier und da vielleicht auch einmal an die Erde verlorenen Eiern amaen viele zu Grunde, namentlich die. welche nicht der Größe nach für's fremde Nest und die' fremden Bebrüter pa$' ten. Aber die kleineren Eier brachten Junge hervor. In diesen Jungen ver erbte jlch beionders stark, nach emem allgemeinen Naturgesetz, die Neigung es wieder ebenso zu machen. Zunächst thaten sie es auch nur gelegentlich. Dre klemen, in fremde Nester gelegten Eier teattt wieder am besten weg allmählich im Laufe von Jahrtausenden entstand auz der flatterhaften Gewöhn heit der Kuckuksfamilie das mit der stehenden Sitte begabte .heutige Kuckuksgeschlecht. Die regulär ausge brüteten starben allmählich aus. Viel leicht wären alle Kucknke ausaestorben. wenn die Flatterhastigkeit, verbunden mit dem Legen von etwas kleineren Eiern, nicht zugleich jene egoistisch' Titte begünstigt hatte. Durch mancherlei Umstände konnte es auch wohl kommen, daß hier oder da beim Kuckuk war es auch in Amerika die Unsitte nicht recht einschlug und die Gewohnheit des Selbstbrütens btf auf den heutigen Tag erhielt. Die WcltnnschattUttg deS ColumvuS. Unsere New Yorker Lenox-Bibliothek besindet sich im Besiöe einiger äußer ordentlich interessanten Reliquien lite rarifcher Natur, nämlich von vier Ab drücken des , berühmten Eolumbus Briefes, in welchem dcr Entdecker der neuen Welt seine RclseFelbst beschreibt. Ein Exemplar ist mit sehr merkwürdi? gen Abbildungen geschmückt, höchst wahrscheinlich nach den eigenen Zeich nungen des großen Genuesers aus geführt. ES' ist bekannt, wie im 15. Jahrhundert die märchenhasten Be richte, welche Marco Polo von leiner Fahrt mitgebracht hatte, die Phantasie der? Seefahrer mächtig erregt hatten. Es herrschte damals noch die Auffaf fung. daß es nur ein einziges zusam menhänaendes Festland gebe. Die Methode zur Bestimmung der Entser nungen war noch ganz unzulänalich: man wußte nicht, wie groß die Breite des Oceans Ml die Entfernung von Spanien zur chinesischen Küste wurde weit überschät; ebenso , irrig war, da? mals die Vorstellung von der Vertheilung der Land und Wasserfläche. ' ' Als Eolumbus am 12. October 1492 an der heute San Salvador genannten Insel land.'te und dieselbe im Namen Ferdinands von Arragsnien und Isadellas fton Eastilien in Besik nahm, war er sich der Tragweite feiner Ent deckung keineswegs bewußt. Er war ausgezogen, begleitet von dem Gedan ken. einen neuen, kürzeren und dequemercn iecw.'g nach! dem' goldreichcn Kibango,' dem heutigen Japan, und nach dem an Schätzen und Gewürzen reichen Indien zu twden. Nachdem ihm das Wagniß gelungen war, hegte er dle feste 'Ueberzeuguna. daß er den Weg, gefunden habe. Als er am 2 l. October Enba berührte, erklärte cr diese -Insel als einen Theil des ostasiailii' "S '3 !- 'V '!'" . V'1' ' tiichm Jeitlandes. , , , AWz-'Ske ,,Sant TlAtlcu" (Nach einer wahrs beinitch voa LolumduT selbst vcr . saßken eidaug.) Sein ganzes Streben ging nur dahin. Alles, was er fand, in Einklang zu bringen mit dem, was nach seine: Vorstellung dort liegen sollte. Es hat selten einen Entdecker gegeben, der mit so mächtiger Phantasie ausgestattet gewesen wäre, wie er. In kühnster Weise suchte er' alle literarischen Notizen, ja s lbst Sagen, zur Unterstützung seiner irrigen Annahmen heranzuziehen. Seine Ueberzeuguugen suchte er mit dem Auf gebot aller semer Autorität auch auf seine Mitfahrer zu übertragen; so ließ er bei seiner Landung auf Euda die Schiffsmannschaft feierlich und unter Androhung von Geldstrafen daraus in Pflicht nehmen, daß sie niemals daran zweifeln wollten. Euba gehörte zum ostasiatifchen Festlande. ' Der Glaube, daß er sich an der ostasiatischen Küste
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befunden habe, hat ihn bis zum letzten Augenblick seines Lebens nicht verlas sen. Im ganzem geographischen System des Columbus' findet' sich eine Menge von Mißverständnissen n und Irr thümern. Als er in Panama landete, glaubte er an der Halbinsel Ma laka' zu sein und . spricht von der Anknüpfung von Handelsbezichun gen zu Araöien; das Meer hielt er
Tke Abfahrt v-m Hasen von Palo. iNaZk einer wabrsck?in?ich von EorumöuA selbA her' lehrende Zeichuz.z für den Indischen Ocean Und, bestärkt durch das, viele Gold das er vorfand, das Land für das' gesuchte Goldland Kibango. Seine Phantasie führt ihn dazu, auf o:m Äeer Sirenen zu sehen die aber bei weitem nicht so schön waren, als sie gemalt .werden" er will Leute .gefunden haben welche nur ein Auge, und zwar auf der Stirn, haben, i Eigensinnig hält er an dem alten Weltbilde, der mittelalterlichen Vorstellung fest; nur sindet er, daß die Gestalt der Erde nicht ' kugelsörmig sei, sondern eine Aehnlichkeit mit der Birnenform habe. -: Mit allen solchen Hypothesen .hat er kein Glück gehabt und es ist kein Wunder, wenn er von seinen Zeitgenossen vielfach als Schwärmer' oder Großsprecher angesehen und er darüber verbittert wurde. Dagegen kann man ihm ein gutes Beobachtungstalent besonders für physi kalisch: Erscheinungen, nicht absvrechcn: wo er aber daraus theoretische Schluß folgerungen zieht, geräth er bedenklich rnS Straucheln. Durch" feine Entdeckungsfahrten war das in der Vor stellung des Mittelalter feststehende Weltbild durchaus nicht aus den Fugen gerathen; aber eZ floß der Welt durch ihn eine große Fülle von Erfahrungen zu; ein machtiger Drang erwachte nach einem unerschlossenen" Boden; er hat allen seinen Nachfolgern den Weg gewiesen. 'Die weltgeschichtliche Bedeu. lung der Entdeckung Amerikas beruht darin, daß sie plölich eine Ausdehnung des geographischen Sehfeldes be? wirkke. So wurde dieZeitdes Columbus und seiner Nachfolger eme Zeit der größten Entdeckungen im Raume, und diese hat auch in hohem Grase zur ErWeiterung der Jdeenkreise beigetragen. ColumbnS und PatrleluS. O'Hara ; (sittlich entrüstet). Maü sollte wirtlich denken, es sei St. Patrick's Tag, und nicht der Erinnerungs tag an einen Dago! - f f :,. ' - - O'Mara:- Wenn man'S recht nimmt, Jim. so war Eolumbus der , Größere von den Äcidcii! ; ; : O'Hara (wüthend): O Dn lüsterli. cher, gottvergessener , Baterlandsverrä tyX - ,:,,. "': ;; :.' . O'Mara: Sachte, ' fachte! nicht so hihig! Erst Anhören! Also Sanct Patrick hat ein Land entdckt, das-die Jrländer niemals beherrschen konnten, aber Eolumbus hat ein viel größererS zefündeW das die)Jrländ mel sei Dank! stets beherrscht haben! i ii .,,,;;, '..ili,: ',;;;,' i i ... , ..i,; i'r.T .'..ii-iM., n-:l '! !. t.wTl oderner Tram p. :l::il;",l( :-";:;!!:; '::l'-!i:H,"';:!i!-IjIj n. v' f S! P! Mildthätige Dame: Hier, armer Mann, haben Sie ein noch ziemlich neues Oberhemd von meinem Mann ! Landstreicher: Sie haben vielleicht ein paar einfache Perlenknöpfchen dazu, Madam? Dame: Wozu? DaZ Hemd ist vorr geschlossen! Landstreicher: Nur des AnstandcS halber. Ich könnte heute Abend zu einem Tanz oder Musicale- eingeladen werden, und ohne Busenknöpfchen sieht man doch zu schäbig aus! Die S chuld einer Frau ist ii zform einer undzahtten ischneiderrech nung immer noch am annehmbarsten.
'".t . . "' , : '""äs55 1 "' t4ii" V H vvJtei ' ?; MMs-H-., I t'iV k Q t Vi Zal0r" nl JISsi 2j3r"rw:' dt' V 1 vv 1 kiM,W7.X -, V&ii?i : - s- 1 :: 1 "rmkmP J.:-, WWMS, a : - vi "feirAv"'' n&.A 3 a : ir AW'S! rzZJh AMMSA kLh ' ' ,
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FITE-0-CL0CK. Das Schlagwerk in der Uhr des Buf. fetzimmers hatte einen Klang, der eigen scharf nachtönte. Ein Biertel nach funk, sagte Ste. fan, der Diener, es ist noch Niemand dünnen. Sie werden es in der Stadt schon wissen," meinte Josefa, das KammerMädchen. , Das Bunetsimmer war mit Eichen holzschränken bis an die Decke eingelas sen. Ein großer Tisch stand in der Mitte, darauf ein Servirbrett mit einem Samowar, der pustete und sprudelte. Eine silberne Kanne, umgeben von einer Menge kleiner Tassen, war darum aus gebaut. " Das Kammermädchen, das den Thee zu bereiten hatte, spielte mit der tfanm deren Teckel sie aus- und zuklappte. Der Diener lehnte, die Hände aur dem Nucken, an der Wand. Ist es denn auch gewiß und wahr--haztia?" frug das Mädchen. Wenn ich es Ihnen sage," vcriehte Stefan, Spinner sso heitt der Kuk scher) hat ihn ja selbst hinacsahrem An der. Thür saate er : Fahr nach Haus. Wenn die gnädige Frau nach mir jräl ich werde ihr schreiben. Dann ging er hinein. Spinner hat noch eine Z?a läng gewart 't, dann fuhr er weg. Er hat noch geiehen,, wie Alles in der Hall'' zusammkiltiej.", . Und wenn er Nicht mcl,r herauskömmt, was wird aus unsrem Lohn. und dem Weihnachtsgeld" frug da Mädchen besorgt. Deshalb rönnen Sie unbesorgt sem. Fräulein Josefa," sagte Sicfan belehrend, das wird immer von dem erstw Gelde bezahlt." ., .Ob mqn es der gnädigen Frau mcht sagen sollte? Es sei doch schrecklich, man tonne es sich gar nicht denken,- wai . :. k-i :r ozesu nacu einigem Vezinnen. Thun ie es, wenn Sie wollen. entgcgnete Stesan. Ader da nehmen Sie sich gleich Kölnisches Wasser mit. hinein. Drinnen wird es was sehen Sie hört es noch früh genug." Man vernahm den Klang der anaezogenen Hausglocke. Da kommt doch Jemand,- sagt Jojesa. Es sei aus der Hlntcrtrevpe gewesen. erklärte stefan? aber er wolle doch nach sehen. Es sei Alles noch so unheimlich ruhig. Er verlief! das Zimmer. Aus dem Salon der Villa BSkner trat man durch eine aufgeschlagene Por tiere in das kleine Boudoir, wo die grau vom Hanze ihre hcegäste ermartete. Das Boudoir war weiß mit goldenen Ltokokolcisten und bunten Amo retten. . Eine schlanke Dame in den Anfängen der Dreißig. Der einzige Schmuck eine Rose in den dichten braunen Haarwel len. Der matte Teint n?ch gebräunt von der Smmcrreise. Das zierliche Gesicht, daZ Lichtblau und Eelb der Toilette paßte vortrefflich in die Rokoko i.r.. V . ; ri-, muoclgarnilur oes Jimmers. Mit der , zarten, vielfach bermgten Hand fuhr sich Frau Bökner vor das Besicht, als sollte kem äußerer Eindruck den Zug der Gedanken stören, blt eben durch das kleine Köpfchen passirten. . . ..Wenn die Theestunde nur bald herum sein wird, so zwitscherten ihre Gedanken. Dann kommt er. Gemik kommt er. Sr hat es fest versprochen, als sie vor dem Seehotel in Zürich b: tief in die Nacht auf und ab gingen. Von was hatten sie nicht Alles ge sprachen! Das große Geheimniß des Zcenicheniebens, das Herz und feine Bedürsnisse, das war ihr Thema gewesen. Wie er das Alles fcgte er hatte so viel zu geben. Und sie so viel z mpfangen. Alles. Alles! . Dean was bot ihr ihr Mann? Geld .. ..ja. so viel sie wollte.' Und das erfüllte ihn ganz, nur an das Geschäft sachte er; anch nicht einmal begleitet hatte er sie Nach der Schweiz. Wird er denn nie genug bekommen? dachte sie. Und immer das sorgenvolle. Gesicht i a btu Seines Lebens wird man bei h rr doch nicht froh. Aber er Dr. Nechenbera ? zuna. reich, unabhängig, dabei ein studirtcr Jurist. Ein neues, nie geahntes Le den könnte es mit ihm werden. ; Nur. zweimal hatten sie sich gespro chen; aber da-Z genügte. Das war doch sur das Leben. ; Mit wem man sich so ausgesprochen, mit dem ist man unlöslich verbunden, natürlich nur als Freiinde aber unbedingt , rückhaltlese freunde.. . ;y ' : Und bald wird er da fein. 5, Was wird sie ihzn sagen? ' , ysiS-'; Der Salon blieb noch immer leer. Es sing an ihr aufzufallen. Es ist doch .schon : fast , Alles in der Stadt zu rück.' Es ist ja schön, so ungestört an ihn zu denken, aus ihn zu warten. rwi . ' '-,' ri : v -r :i r 1 ! . n. ! ' "' Äocr eä i i ooc) zonoerva t.; Jhr Mann hatte heute ! Morgens ein o besonders ernstes Gesicht gemacht. Er war noch einmal an ihr Bett getrc ten, hatte einen Knfc auf ihr Haar ge, drückt. Sie hatte soaar einen Auaenblick geglaubt, sie fühle etwas, wie einen sollenden Thränentropfen auf il)rtrlStun!;::f'S lber das konnte nicht sein.. .. Ihr M ann, die N echc: imaschine! Welch' ': Thor6dt!i: Immer noch Alles still. Sie ward ungeduldig und klingelte. Bicflcich stimmt es draußen nicht, dachte sie. gSierm heute zu Haitis 'bm,"j,'föftt.::;iie7ju-bem eintretenden Diener. Ist denn Nie' mandge!oinmen?7IzkZÄ HWerKDienerZ wurde verlegen. Ein ganz unverschämter junger Mensch aus dem Telikatesiengeschäst sei da und dringe die Monatörechnunz. Das ist doch sonderbar." sagte die Dame. ES wird doch sonst immer im Eomtoir bezahlt. Er soll dort hin gehen. , Dort sei er schon geeien, sagte der Mensch. Aber Er verstummte. .
; : Aber, aber,, frug die Dame unge butbigl - Was ;' bedeutet dies . aber? Mden;Sie.w's .Nun, wenn Sie eZ durchaus wissen wetten,- fagte Stefan. , ..der Mensch erklärte, dort sei zugemacht." ' , Unsinn, ief die Dame, der Mann wird betrunken, sein." ,i . Aber sie zitterte doch." , : Es wird fchonHfo sein," entgegnete Stefan, Spinner, der Kutscher.' hat den Gnädigen auf das Kriminal sah ren müssen. Tort ist er geblieben." , , Allmächtiger Gott!" rief die Dame. Sie stieß einen heileren Schrei aus. Was lag da Alles darin." '. Slefan wartete, ob er das KammerMädchen mit Kölnischem Wasser rusen sollle. Aber die Dame faßte sich ausfallend schnell. Ein seltsames Feuer' strahlte aus ihren Augen. Wemi der Doctor Nechenberg' kommt. ' stieß sie heraus, er soll herein. Gleich, gleich . . . ." ,.Do.'tor Nechenberg." sagte Stefan, ist dagewesen, gerade wie ich mit dem unverschämten ' Wuschen herumstritt. Er wollte nicht stören, ich möge , nichts von ihm melden. Das Aouquet, das er in der Hand Hatte, fiel auf den Bo den. Tort liegt es noch." ' . Erschrecken" Sie nicht, gnädige Frau, so stürzte das Kammermädchen herein. Ein Zettel vom gnädigen Herrn! Ein Gerichtsboke bat ihn ge bracht." , ' Die Dame wankte und siel auf den Sessel zurück. 'Sie hörte nicht mehr, als Steran eigenmächtig den Zettel entfaltete und vorlas: , ' r; 'och yave imch selbst überliefert, ich bin verloren.- Lebe wohl, verzeih' und vergiß mich.Spring nach dem Kölnischen Wasser, Stefan!" tief . das Kammermädchen ängstlich., während sie mit geschicktem Schnitt das Korset löste. ; Da schlug es sechs Uhr. ES tönte i o eigen scharf nach Die Theestunde war vorüber.... Fri ed rich D er n bu r g Bescheidenes Verlangen.
wem. - SVirS' 1 'w ZuchthaüSschließer: Da übermorgen Euer Geburtstag ist. Nummer 436,', so will ich Euch eine kleine unschuldige Erholung an dem Tage zur Belohnung sür Eure bisherige iadelfreie Aufführung gern gestatten. Was für einen Wunsch habt Ihr? Sträfling (bescheiden): Uebermorgen gibt'S einen Wettlauf. Ich möchte gern mitlaufen, wenn der Herr Schließer gütigst erlauben! y Strafbarer Widerstand. Voliieirichker MberraschN: Wesbalk ist diese Dame denn verhafje?, Polizist? McGinnis (unlängst angestellt): Wegen Widerstandes gegen die Staatsaew'alt. Euer Gestrenaen! Ich wollte ihr einen Kuß im Eentralpart geben. und ic hat nch unternandcn, mir das Gesicht zu zerkratzen! ;t?- "M ; ' Vergeltung. : Gattin (sich die Handschuhe zu knöpsend): Aber Lothaire. was fällt Dir denn ein? Auf der Straße ziehst Du Dir die Stiefel an? ! Kannst Du das nicht vorher im Haufe besorg? ehe Du ashst?fe i Gatte : Genau so, wie Du, mein Engel. Was z Dir recht ist, ist mir MiljiKWWW 00&. Sie tröstet' sich. WaS macht denn Deine Mama, Elli. feit man ihr den werthvollen Spitz geftohlen hat?- Ach, sie tröstet sich mit dem Baby.Die Hauptsache. Ich begreise nicht, was Du nur Hübsches an diesem Menschen findest!" Ist es denn nicht hübsch, daß er michheirathe? will?" Der tra u ' auf niem an den. als auf Dich selbst, sorge aber dasür, daß Du dann auch an den Rechten gekommen bist.
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! jiyiifJ,; ; :'!; ' -::'!,!' ;" In fast untrennbarem Zusammen hang mit dem Schreckruf Cholera läuft das Wort' Tesinfection- durch die Zeitungen nnd erfüllt alle osficiellen und , nicht osficiellen , Berichte. Wie öies bei Fremdwörtern zumeist der Fall ist. so hat sich im Volksmunde um den Begriff desinficiren eine ganz nn sit.4,.,Ai.JLsA mi-fii . tr- x.i... :.f juiiyui niuujc irüiic vini , vsriiiiüEiti i Dunst oder besser schaurigen Nimbus gebildet. D.mn öffentlich verbrannt und geräuchert wird ja nur in Zeiten ! von , Epidemien und Seuchen, wenn das unsichtbare giftige Gespenst bereits i taufende von . Opfern gefordert :ind ; leine vjßtx über Angst, Schrecken und unzählige Glichen hinweg erbarmungslos fortgesetzt , hat. In Folg: dieser Jdeenassociation kommt es deshalb nur zu oft vor. daß in vielen Bevollcrungsschichten sich , die Leute vor der DeslN' fection mindestens ebenso fürchten wie vor der Infektion, also vor der Krank, heit selbst, und daher von dielen angeblich ,modcrnen Vorsichtsmaßregeln nichts wissen wollen, oder sie nündestens sür nuhloZ und überflüssig hal, ten. Vielleicht würde es diese ängstlicher. tlngläUblqen tbeilweise berubi ien und überzingen, wenn sie hören, daß DiZrinfektion nur ein neues Wort für die ZltestcnVorschriftenurältesterGesekaeber ist und daß das radikalste Mittel, wclches die Menschen von jeher gegen die euche.verwandlen, das Feuer war. und man sowohl den Herd als die Wohnstälten, wo .die Seuche aehaüst. und die Leichen der an ihr verstorbenen Menschen verbrannte. Das Mittel war probat, , aber doch nicht überall anwendbar, denn man konnte nicht alles verbrennen, namentlich nicht die Kranken. die Genesenden und deren Woh nungen. Darum suchte man damals nach andern Mitteln und glaubte wohl sie gesunden zu haben, denn in der Odyile heim es an einer Stelle: Alte, nun hole mir Schmesel und Feuer von schädlichen Dämpfen frei zu schwe feln den Saal.- Also schon den alten Griechen zu Homer's Zeiten war die reinigende Krost der schwefligen Saure bekannt, und man wandte zur Todtung der Pestgeifter auch Räucherungcn von Weihrauch. Benzoe. Myrrhen u. dal, an. Damals befolgten die aläubiae Menschen noch blindlings die Sahunaen und Borlchriften, welche ihnen aus dem Munde der geweihten-Priester der kündet worden, selbst ohne über die in undurchdringliches Dunkel gehüllten Ursachen der, epidemischen Kranlheiten auch nur den geringsten Ausschluß tu halten zu könne. Heute aber am Ende des neunzehnten Jahrhunderts i.er Auf klärung und auch der Zweifel, glauben die Leute nicht mehr blindlings ge horchen zu dürfen, sonder sie wollen durch Thatsachen überzeugt werden. und so lange du Wlssenlchast es nicht so weit gebracht , hat, solche Epidemien einfach unmöglich zu machen, legen sie mich den Mitteln, . mit welchen eben diese Wissenschaft den Feind bekämpft, keinen absonderlichen Werth keine ent scheidende Bedeutung mu Zwar hören und lesen sie, daß es eincue ganz rno dernen Manne der Wissenscha'jt gelungen war, den Erreger der schlimm sten .ansteckenden ttranlhut, der l; holera, - zu , entdecken, daß ferner wieder auf . wissenschaftlichem Weze diese ffrankheitZerreaer, in Reinkulturen dargestellt wurden, damit man reichliche Gelegenheit habe, alle jene chemischen DeslnsektlonZ-Mittel zu prüfen, welche diesen kleinen, schier unsichtbar feuidltchen Wesen am raschesten und sichersten den Garaus zu machen im Sta-nde waren. Dennoch ist es keine Seltenheit. daß von einer große Anzahl Men lchcn Allerdings m unserem andeweiger. wie drüben im alten Kontinente) sadald es, vorkommt, daß. troA aller Desinsektion, die, Krankheit sogar an schon desinsicrrten. Plätzen wieder neue Opfer fordert, eben diesem, also nur vermeintlichen Schützmittel der Tesinfettion mit Mißtrauen und Gleich giltigkeit begegnet wird. Aber in einer so gesahrdrsbenden Zeit, wie der unsrZgen, wo die Cbolera den Weg bereits, bis zu uns gefunden, müssen wir Alles thun, um jeden Zwei fel und namentlich alle ElkichziltigZeit zu bekämpfen, und . da : gerade wir Frauen ? es ; sind. . in : deren ; schwache Hände die gewissenh aste Auss ührung a H e 'r j e r-'23 o r fi c!h t s rn a b' r eg c 1 ti;; e e g t ist. , welche den ungemein wichtigen Zweck verfolgen, die' gesürchtete Epide m i e aus dem Bereiche u n serer, Wohnstätten fernzuhalten, müssen wir uns bemühen so klar 1 f .ni ÖgU':iu;; scen Und deshalb wollen wir hiermit den zu manche n M ißdeutu ngen Beranla ssunz gebenden Begrisj Desinfektion" fallen lassen und dafür ein allgemein ver stündliches Wort setzen, und da; heißt: Reinlichkeit! 'WM Wir Hausfrauen wissen aber nur zu gut, welche ! grundverschiedene: Begriffe und Vorstellungen selbst über diese unzweideutige Reinlichkeit kursiren. und deshalb erscheint es mir nicht überflüs stg. zu 1 betonen, daß, wenn wir von Reinlichkeit, als dem einzigen sicheren Schutzmittel gegen das Auskommen von Nrankheitskeimen sprechen) wir nur die sorgfältigste, minutiöseste, fast übertrieben? Reinigung und ReinhalNing aller zum Leben nöthigen Dinge, wie Nahrung, Kleidung und , Wohnung meinen können. Ich bin weit entsirnt, den guten, vortrefflichen, erfahrenen Hausfrauen eine Moralpredigt halten zu wollen, sondern will nur die Neulinge in diesem schweren Berufe, der noch durch die Indolenz und den Eigenwillen der Dienstmädchen beträchtlich erschwert wird, auf dies und das au smerk sam machen. ES genügt durchaus nicht, wenn wir uns damit beruhigen, daß die Vorsichtsmaßregeln in unserem Hause schon lange durchführt wer den, sondern auch dabei spielt das .Wie" eine große Rolle. ES aenügt also nicht, daß man . B. da Trink'
Wie sollen wir desinfikiren.
vafser abkoche, sondern man soll das selbe in sorgfältigst gereinigten Jlasä-en auf dem Eise kalt legen,' denn wcr.n man (wie ich es neulich fand) den Topf mit dem gekochten Wasier unbedeckt in 1 irgend einem Winke! deZ Eßzimmers, vielleicht sogar an der Erde, sicher laßt, wo Staub und alle Krar.khciiölcimc sich dem Waffer wieder mittheilen, das macht das Archen ganz illusorisch und überflüssig, ldenso ist ' es in allen Dingen in der ZZüche; Speisen und auch Speisereste sollen, niemals frei bcrumstehen, man entferne die ,J!eisch-.ünd . andern Waaren augenblicklich von den vielleicht staubigen, unreinen Papierhüllen lud verwahre sie auf reinen Schüffeln oder Behältern im Eis und Speiseschrank. Die Brod- und Back Waaren sollen noch einmal sür einige Momente der Hitze des Backofens ausgesetzt und dann' in abgekühltem Zustände erst genossen werden.' - ii; , Natürlich erfordert die Nahrung der kleinen Menschenkinder wie auch sonst, jetzt noch ganz besondere Sorgfalt, denn diese inUiniren ja gerade für alle Krankheitserlcheinungen, die durch Berdauunasstörung hervorgerusen werden. Als ich aber letzthin einer Frau aus . dem Volke rieth. ihrem Baby dech Innen rohen Apfel zu geben, trat sie an den Jischbehälter vor dem Laden, nahm ein Stückchen Eis reinigte es in ihrem eigenen Munde und gab dem Kinde dann diesen Leckerbissen an. Stelle der geraubten Frucht. Wohl kann man begreifen, daß manche junge Mutier ans Mangel an besserem Verständniß Fehler machen, aber man sollte doch an nehmen, daß ihnen schon in der öffcntlichen Schule die Grundbegriffe von Reinlichkeit bcigebrachi werden. Doch so könnte man ja fast sn jene unkultivirte böhnzische Bäuerin erinnert wer den, von der man erzählt, daß sie am Sonntagmorgen ihrer holden Tochter zuzurufen pflegte: Schau,, daü sirti wirft mit Waschen, damit i endli den Buchtelteich (Hefe) onmachen Uwx ir der Schiffe! Hiermit bin ich allerdings etwas weit von unserem eigentlichen Thema abgeschweift, denn in Amerika ist es Gott sei Dank nicht zu befürchten, dß die sutienary Waschbecken zu anderen Zwecken. Höchstens noch die Waschtöpfe als Babq-Badewannen verwendet werden, und das ist immer noch verzeihlich, ja es bietet sogar theNweise'eine Garantie dafür, daß lowohldieWash tubs- als die Babies reingehalten' werden. . " r 's :" Ueberhaupt sind wir hier, was den reichlichen Verbrauch von Wasser, zur Wäsche- und Körper-Reinigung anbe trifft, ja in einem Eldorado, denn in keinem Lande der Welt (vielleicht Eng land- ausgenommen) sinden wir die praktischen und bequemen Wasch- und Ls.Ap?arate so allgemein verbreitet, wie gerade im gesegneten, Reiche der all geuxil.en Badc-iZreiheit und Gleichheit. Hingegen könnte manche hiesige 'Haus frau,, was die Gründlichkeit des, Haus-putzens-, Klopfens und Lüftens anbelängt,, wohl bei den guten Teu tschen in die Lehr? gehen. Die feinen Dämchen würden recht erstaunte Augen, machen, , wenn sie sehen würden, welche Massen van- Stand sich z. B. unterhalb' der Eloset-Schicbladen oder oben auf den Thür- und Fcnstergesimsen, auf den Hohlkehlen der Wände, hinter den bn genden Kamineinsätzen u. f. w.. aussinden, liefen. Und doch ist es vollständig, einleuchtend, daß nirgends besser und ungestörter als in diesen verborgenen Ecken und Wenkelchen die Krantheits. keime sich entwickeln und gedeihen können. Darum müssen abermals als die allerderläßlichsten Tesinfettionsmitkl der Wohnräume nur mechanische Reini qungsmittel in möglichst gründlicher Anwendung empfohlen werden. ' " Wo die Wände mit Brddlrume abgerieben, oder wenn der. Qelan strich es gestattet, . ebenso wie Dielen, Fenster, Thüren und Holzwerk (eventucU euch Möbel) mit Wager und Seife gcreinigt. auch die Tcppiche mit ammon'akhaltigem Wasser , ebgcricben werden, da. Müssen wohl auch Bakterien und Bacillen mit hinwcggespült und tcr tilgt worden sein. " l r;... 5 g 'ß1:Schließlich mochte ' ich nur ti och für die empfohlene Tesinfectionsmcthode meinen Eewahrsmann'in der Person -des Jnstruckors der ftädlischc Woh-nungs-DeZinfettoren in Berlin. ' Dr. : M.Goeldcr. anfübien, welcher sich übe? dieses Tbcma bei der letzten Bersammlung der deutschen Ncturforscher un, Aerzte wie folgt aussprcch: : Wir können dann getrost das Wort Desinfektion" durch das Wort Reinigung7 , ersetzen. Und ; fcxnn diese Reinigung mi der dazu erzorderilchen Gerojgenhastigkeit . auZgesührt wird, wenn sie nicht erst in der Stunde der Gcsahr, sondern ab und zu vorbeugend vorgenommen n?ird. so werden wir niemals und lästiger Keimbezwinger bedauern, sondern in allen Schichten de- Volkes wird man sich über den Erfolg der Fortschritte freuen, welche die Tesinsection volksthümlich gemacht haben.E i n Be rl iner stnä. meä. schwitzt im Physikum. Jn de Botanik weiß er so gut wie gar nichts. Der barmherzige Examinator will dem iun gen Mann zu Hilfe kommen. Er logt ihm einige Pflanze vor, deren Name er angeben soll, unter Anderem auch eine Tabakspflanze. Was ist daS? Tiese Stille. .Besinnen Sie sich. Die Pflanze ist Ihnen recht wohl bekannt. Sie brauchen sie sehr häufig, sicherlich täglich. Sie bringen sie in den Mund, wenn Sie Ihr Bier trinken. Nun. was ist das?- Da erhellt sich das Antlitz des Gefolterten und siegesfrch kommt es über seine Lippen: .Kümmel, Herr Prosessor." , , -1 Kindlich. Hä nZchen:.Papz, was ist ein Künstler' " Vater: .Wenn zum Beispiel Einer g't malen kann.Mar: .Aber Papt,, xztxx er s Ur.N, ist'S doch keine Kunst l
