Indiana Tribüne, Volume 16, Number 42, Indianapolis, Marion County, 30 October 1892 — Page 5
reiM57j I i m Die Kedest. ungdeSBlU" M für den Bestand teS menschliche Körpers ist Jedermann bekannt. Es fsrav&t ta ME h" , kaum erst WHert zu erden., baß äUi Werä. ßerunMbks Blute Einfluß auf die G5esllnhheit abe. T!e Grundstoffe zu dir frei CrgänzungsAaterial sind natürlich fen, festen und siössigen Nahrungsmitteln kÄnvZNWen, welche der . Mensch genießt, dlaber zu ihrer Verwendbarkeit besondere VeimlschUKg ton KörPersästen erfordern. Die'Terdauunz, und it ihr die richtige AftMÄenfttzung deS BlukeZ für die eWdhkit.deS Körper? spielt eine wichtige Kolle, und das durch eine mangelhafte WerdSANng, eine sehr große Anzahl von meist sehr langvierigen, die Gesundheit VÄtergrabenden Leiden hervorgerufen wer tzen kann. Ist dieser Zustand eingetreten, so wähle man zur Abhälft' ausschließlich solche Arzneimittel, welche den Verdau LZschParst zu größerer Thätigkeit milde anreize und die überflüssige Galle enlfernn, ehne für den Körper schädliche FolZen zu haben. AuS rein vegetablischen Stössen bereitet sind Ti.Ängnft üönig'S HslUtäTger Trspfm gerade das Mittel, welches mit Erfolg angewendet werde lann, da es alle jene Anforderungen tn sich fSließk. die man an ein wirksames, tonisches Reinigungsmittel ßellm kann. ZiliilMse Eljen -WlIlKMMWiMl'WWW, find selten glückliche. ' Gl nd odurch diesem Uebel ta tarnet JN dZkhelseu wndea kann, zeigt der ,,Skt Utilnttt' 20 erntn, mit ahlttiche ltvgktu Bilder, welcker o lern alten a deähe Deutsche HetUJnstttut la Re! fort hnasSgegede trd, auf die klarst Bette. Junge Leute, die ia den Stavd In trete otte, 1Ute fe,n Spruch Scht2er' : ,D'r x?ate.er ft rat j bindet, ohl, ,Zche?gka und tat vortreffliche Buck lese, he sie tat tedtiaft Schritt V grtesl thaa t Wird für Crati ta .üatfflaxtea In fcentf&er Zxta&t. stet nid Kzjsm Xrxack Versandt. dnsse ? Deutschet HeiMatitut. 11 Oiaton flce, New Yot. R. X. TZ rr.JKertiiitaan!ert!r oucö u ade inSXn Itanajclia, And., bei . .Brandt ö 4öjf Off sazsington Ttrase. - OOOOOOOOOO O Saueres Ausstößen, O 015atHlr5lifi aÄ Tisch, bneiimnz ßt e tdr,er1Iche der eigige itöttafcH. W , MirtzSsrkeit d Temvera, r5, llge meine MMt nadHinfMigkrit ntt lchku. CJ jzg brzkiMt dmch de Skdrimch v , O Hutt'S Z q Ghylfle n e öf rpille n j o Ä UnZn VvktZt, feSftlae Verdauuna. Tdä O kktt ti Stimtt d f iftf eftattt Ci ys ttit, fiHölse fuatttuK&timbMt und w O Krstt treten ihre SteLe. Preli tt k. 0stt 14S-1 Wasdtuzt Et.. K. S. 0000000000 Ir. Wagner, Office .-'Zls. 60 Sol Shko Str. Olftee.Ttunde : 9-ta Udr Vormittag. Zph Nachkt,as. Vghna:ckVrttdah m,d tsl uves Telex m. r. Wanher, Chnurg und Frauenarzt. HeUanstalt und Office : , i C. 194 st Michigan Straße. (Eckt WaffachusettS Ave.) Täglich von 2 bis 4 Uhr. gensMmm. Telephon 22N. Sonntags au? Ferd. A. Müller, ,'. lRachfolger eaeVtällr. Apo ttzekev. Tt, R?krttgg oa Rezepten geschiebt im z,XrlZfia. ia4stöbiar 0tf . . ' , Südvefi-Scke der , OS Washington und jQ Otr. Televbon 870. .Bloß diS Neueste in H? JZl IPXE3 lETSEJ ' . '" 'Ifc ä '"f" :: ' iin " ' : -ii - DKUtiMM d schönsten , ge Skollvorhänge mit Fransen, i 1 w ,, ' :v:,.ri m..:e. , ZU veu Nirtiiru irz,ri:. WDWUA '-JjijtJp Washington Straße. ? Y Qenkevalter. ia 'mtiettT, 3i ilddad. Snelpp'sche Was. ttrittiaaftalt, - Llt?rrt . iifc Leidende mit "ilf sUn. . VxtlU mihig. U 2 . - : . - ' -
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Der Trug deö Lcbenö. efj" ton ?:nil Peschka.
Man sah sie taaltji ::i;aniniii auf de Spazierwegen der Slavt. Die K'ne eher klein als groß, mit einem bZühettden. lachenden Kindergesicht, keck in die Welt blickenden Vlauaugen und goidblondem Haar, das in koketten Löschen u:n Stirn und Schläfe iplkkte. Die Andere sie um einen Kops uberragkuo, dnttkel, ernt lind schlicht, mit einem fast strengen Ausdruck nm die immer fest geschlossenen Lippen. Trotzdem sagte man sich aus den ersten Blick, daß sie Schwestern seien. Sie glichen einander wie der Frühling und der Herbst an manchen Tagen.' wie zwei Pdrtratts, das erne von yobanei gemalt, das andere von Gadnel max Bisweilen blieben die Manner flehen und sahen ihnen nach. Sie waren beide von einer eigenthümlichen Schönheit, aber von sener feinen, zarten Schönheit an der die Meisten achtlos vorübergeben. VieUttcht war auch die Jüngere noch zu sung, noch zu sehr Kind, um Aufsehen zu erreg n, und die Aeltere schon zu alt oder bocy in xrn t, zu vukter, zu streng Ein Schalten schien auf ihr zu ruhen, in dem die Jugend vor, der Blüthe dahingewelkt war. Und wenn die Jüngere fröhlich wie ein Kind, mit den lebhaften Geberden eines KindeS von einem Schaufenster zum andern wies, sah die Aeltere meist tbeilnahmsloS über all' die Herrlichkeiten hinweg. So sah man iie Jahre lang, täglich zur selben Stunde, ihren Spaziergang machen. Bekannte hatten sie wohl nicht viel, denn sie wurden selten geqrüßt und r .-. " i- . f. noch seltener .angesprochen, ines fl qes aber wurde daZ plötzlich anders. Bon diesem Tage an flogen die Hüte bald rechtS, bald links von den Kopsen und die meisten der Vorübergeheaden wandten sich nach ihnen um. Nicht blos die Man ner, auch die Frauen. Und in allen Gesichtern war dabei ein gewisses freundli? ches Lächeln, mehr Theilnahme als Neugierde, mehr Interesse als Wohlgefallen. Die Schönheit der iünaeren Schwester war inzwischen wohl reifer, anziehender geworden, aber das war gewiß nicht der Grund der Ausmerkfamkeit, welche nian Beiden jetzt widmete. Man blickte nach ihnen, wie man sich nach einer Berühmtheit umsieht. Und das zierliche junge j . ' K . .. .t -L saomen mir oen viauen invcr äugen und dem hellen Goldhaar war ja zeyt auch eine Berühmtheit 'wenigstens eine ttadNZche. te war noch keine Kunst lerin so sagten Freund und Feind - aber eine so süße, reine, Ohr und Herz erfreuende Sopranstimme hatte man seit einer Ewigkeit nicht im Theater vernoms men. Schon am Abend ihres ersten Austre? tens-nach dem zweiten Akte hatte der Direktor den Kontrakt unterzeichnet. Sie sang das G reichen, und das Publi kur wußte sich vor Jubel räum zufassen. Geaerrdas Ende zu wurde man freilich etwas nüchterner. Man fand sie kalt sehr kalt aber man mußte ja auch mit der Befangenheit rechnen und mit der ,x 'lt. ' ...st tt. i'-j-i! ..t--. jr yugtno -r uno o ic llmine war oen o chonWle man sie lett einer wiarett nicht im Theater vernommen hatte. Der Slrector bereute das Engagement nicht, das Opernpublikum fuhr fort, sie mit 'cifall zu überschütten, und wenn die beiden Schwestern jetzt ihren Spaziergä:: -.jr.t-.- s . t- '.: v ?. '!: lnachlkn, s? iynen aue '-citn nach uns ille Welt flüsteite sich zu: ,DaS ist stetEtwa ein Jahr nach dem ersten Auf .reten ihrer Schwester saß Johanna eines TageS am Fenster ihrer Wohnung u. sah . .? k t.r . . c k . l .. .1 . .? . rraumrriicy yiuas ,n oen zuuen ommer frieden ihres Gartchens. Das Glück war nun gekommen, die orae war ver scheucht. Aber der schatten aus ihren uzen war doch nicht aeschmunden und auch die Blüthenpracht und der Sonnen alani da unten vermockten nickt iie bei terer zu stimmen. : Ja, es war etwas in oen Auaen und um ihre Lippen, das trotz blüht Ihr denn? Was lacht Ihr denn? Das Leben ist, doch so ernst, so ernst.. ; Plötzlich aber erbleichte ie und dann schoß ein dunkles Noth über ihre Wangen und ihre Stirn. Ihre Hand faßte nach der Brust, als müßre das Herz zerspringen; in ihren Augen leuchtete eS auf und' ein unbeschreiblich frohes La cheln flog plötzlich w:e ein Wunder über ihre Lippen. ' - - ; Sie sprang auf nach der Thüre und dann wieder einen Schritt zuru5, Die Hände an dje Schlafe pressend schüt, leite fle den Kopf ihre Wangen waren wieder blaß geworden und die Augen müde schmerzlich müde - dann aber lächelte sie von Neuem sie hatte doch nicht geträumt. . Nun hörte sie die Stimme abermals deutlicher so deutlich, daß eine Täuschung nicht mehr möglich war und dann kamen Schritte naher die Thüre öffnete sich und das Dienstmädchen trat ein. - .Herr Dr. Wagner läßt fragen, ob tx das Fläulein sprechen kann " -Ja, ja,' schrie sie auf, .führen SU ihn her.Und dann strich sie das Haar zurück - wie ihre Hände zittelten es ,wärs doch besser gewesen, sich . erst zu fam, )nelnM , ,: ' "t . " '! - . ; ., vi-1s Aber nun öffnete sich die Thüre schon uleder und er trat ein. ,."'7 .i ,: ; :. vj-i' ' :: :- . .. :. ; ' , Sie reichten sich die Hände und dann war es, als ob Beide kein Wort finden könnten a ir " " -' : H : v ; . "k :; ,Es geht Ihnen gut, nicht wahr? sragte er, endlich. , habe in den Zeilunqen von Franzls Erfolg gelesen , ... iii hat mich ae freut, wie ach. das brauch' ich Ihnen ja gar, nicht erst zu sa en. Ist Fräulein Franziska zu yaufe?, Ich kann , mir das Kind gar nicht vorstellen ge stell, las ich noch von ihrer Ophelia ' ; ist sie wirklich so wumwm im siSA Lie ist zehr gut. , Aber, nehmen l r örAerr Tsiftrtr Ärt m'i-"v': So kalt v unter alten Freunden Da darf ich Sie am Ende Nicht mehr Johanna nennen i Vie sind eine große Dame geworden die kleine Franzi ist eine berühmte Primadonna und ich .Sie sind Doctor geworden ,Ja Doctor ich habe die Tollheit abgestreift fleißiger studirt, als ich mir's selbst zugetraut hatte. Aber wozu hrinat es unsereins mit allem Fleib?
Vlin Cm ich Veamter mit tanjeno maxi
'fätbcdi mib'it Jch gebe noch immer NRterricht und ondkene so viel wie damals- keine tausend '!uk wAch, was sprechen Sie ! Sie sind die Schwester der berühmten Sängerin, die das Geld schkfttlweise verdient oder doch verdienen whd. Geben Sie denn wirtlich noch llil-.rricht?" ...Ja. Sie sah wieder mit demselben t.äumefischen Ernste in das Gartchen hinab, wie vor weikigen Minuten. Und dabei zog die Vergangenheit wie flüchtige Nedelbitder vor ihrem Auge vorbei: Der Tod ihres Vaters die Sorge für daF Kind für ihre Schwester dieses Le: den vcll Arbeit voll Entbehrungen voll Sorge, Sorge und wieder orge. Dann der arme Student, der ihr Herz gewann ein Augenblick , namenlosen iVluckes aber als tt, toll? wie er war, sie auf der Stelle heirathcn wollte, da sagte sie: .Nein". . ...Nchr ich kann das Kind nicht lassen, .ich muß für t . r. t. . mtiKt lZwesirr irrflni. sie; ai ein 3 'kunst ich darf sie ihr nickt raubeO ja. ich hab' ich lieb daß ich Alles gebe möchte für Dich ' aber that ich das ich würde zusammenbrechen -ich konnte nicht mehr leben.? Und wie er auch bat sie blieb bei ihrem Nttn. Und dann ging er fort, um selber etwas zu werden. . Aber setzt war er etwas geworden Und war wiedergekommen. Er .hatte doch nicht vergesten, doch nicht überwunden, wie sie längst geglaubt. Er war wieder, gekommen.... Was machte ihr das Herz nun auf einmal so schwer? Hatte der Ernst des Lebens zu lange auf ihr gelastet. . . . daß sie nicht mehr froh wer? den konnte. . . . daß sie in jedem Freuden becher nur bitteren Wermuth fand? Er hatte aus ihr Ja nichts entgegnet und betrachtet sie lange. Erst nach einer' Weile sagte er, ernster und ruhiger als vorher. Dieses Ja" verräth mir, daß Sie die Alte geblieben sind, Johanna.' Noch immer diese öde Arbeit, obwohl Sie's nuir nicht nöthig halten." Jst 'dii Arbeit wirklich öde? Kommt sie Ihnen noch immer ode vor?" .Ich finde. Sie ernster, Johanna als ich erwartete." , Ich bin nun bald dreißig Jahre alt .Und ich Sin es längst und freue mich doch des Lebens. Johanna " . , Er hatte ihre Hand erarltlen, aber sie entzog sie ihm rasch und stand auf. .Wenn ich mich nicht tauiche. agte sie, so höre ich eben Franz! kommen. Sie war auf der Probe. . . . Ja, sie ist es. Hören Sie. wie sie trällert? Das freut sich auch des Lebens . .. Komm nur herein. Franziska der Besuch gilt auch Dir." Sie hatte dtt Thür . aeSnnet und der Doctor blickte verwundert nach der frem den Erscheinung. Was tur em prächtiges Weid aus dem Kinde geworden war! Aber franziska zeigte weder Werwun derung noch Befangenheit. Mit einem Lächeln aus den Lippen trat sie naher und reichte ihm die Hand. ! . t ' t .-. ' . . jsst Zlnv ver tuzllge Vluoenr, nir oahr?.. .. Den meine Hanna immer so traurig machte. ..." Er führte ihre Hand an seine Lippen und sah ihr so seltsam in die Augen, daß ste laut auflachte. . .Mein Gott." sagte sie, sind Sie venn traurig geblieben? Sie sehen mich ja gerade so an, wie es Hanna immer thut. ... Oder hat sie schon wieder! gei zankt mit Ihnen Nein," erwiderte er' lächelnd, .nicht im mindesten." ' Nun dann und wenn Sie verspre chen, recht lustig zu sein so lustig wie damals dann lade ich Sie ein, heute eine Landpartie mit uns zu machen. Ich singe heute nicht und eö ist solch ein schöner Tag zu Dreien wird eS auch lustiger sein, als zu Zweien. Ist es Dir recht, Johanna?".... Äm Nachmittag fuhr man wirklich hinaus in die schone Umgebung Her Stadt. Zu Dreien, wie Franziska es gewünscht hatte. - In einem ländlichen Wirthßhanse wurde Kaffee getrunken und dann ging es bergauf in den Wald. Franziska. war sehr lüstig, Johanna fast noch ernster als gewöhnlich. Der Doctor aber war in einer seltsamen Stimmung. Bald toll, ausgelasfen, wie in seiner wildesten Studentenzelt, und dann wieder einsilbig verdrießlich, gereizt. Franziska neckte ihn deßhalb bisweilen. Johanna schien nichts von alldem zu bemerken. Es war eine eigentümliche Landpartie und die grüne Dämmerung des, Waldes entfaltete für die drer vergeblich ihren lieblichen Zau ber. Abends, als man schon auf dem Heims meae war. wurde noch in einem Kassee garten in der Nähe der Stadt kurze Nast gehalten. Es war eine "sommerliche Äieltauration em VretterhauS inmit ten eines großen Parks die an den Eoncerttagen jehr, befucht war, , Heute laq der arone Garten still !nd einsam. und als die drei Gäste kamen, mußte sich der Kellner erst den Schlaf US den Au aen reiben. . Der Doctor bestellt "eine Flasche Rheinwein und die Unterhaltung floß eine Weile harmlos,,, gemüthlich , dahin. Franziska gab allerlei Bühnenkomik zum Besten, der Doctor erzählte Studenten streiche, Johanna hörte 1 Plötzlich ttlea es wie Feuerschein hinter dem aru uen Laub empor es war der Mond. .Bravo, Maichlnenmelster! nes Iran iiska und klatsch,? in die Hände. .Aber das ist eigentlich der Mühe werth, daß man sich'? vom AuSsichtSkhurme ansieht. Gehn Du mit, Johanna?" Sie sprang auf und einen Augenblick tpaler war sie in dem, ,hurmchen ver MwuttdrnFZDZV?ch Gehen Sie nicht, Johanna?" sragte i: fc e r,, X' c c t oril;!;i!?:;8!::':i m Wenn man alt wird, scheut man die Treppen. Aber Sie lassen 3,u sich nicht abhalten. ..." Der Doctor schmieg und starrte hinauf auf den iyiirm, Dann wandte er sich plötzlich wie der zu Johanna und sah sie forschend an. Sie schien es nicht zu bemerken, ihre Augen waren auf den Mond gerichtet, der nun schon wie eine rothe Scheibe über den Zweigen hing..
!, ; Johanna," sagte er nach einer Weile, einrnltis, W Pjt-f-j';:i Ein ernstes Wort was. meiner Sie damit?" - . Ich habe Sie einmal gebeten mein Weid zu werden. Sie wiesen mich ab Ihre Antwort war Nein" und immer wieder Nein". Die Gründe für dieses Nein" sie bestehen heute nicht mehr. Wenn ich wieder käme und sragte wieder: Johanna wollen Siemein sein? Ich d,n da, Jobannki, und tose mein altes Wort ein. Wollen Sie mein Weib wcrden?" ' Sie wandte ihr Gesicht nicht von dem Monde und kalt, fast schroff klang es ;urück: ) ' .Nein." ,. Dann hatte ich damals doch Recht," oranste er auf. Sie haben mich nicht geliebt. Die Liebe kann nit fo, hart fein, wie Sie es waren. Nein verzeihen Sie mir ich will Ihnen nicht wehe ib. im. Ich will Ihnen keine Vorwürfe macken ; ssgen Sie mir nur, ob dieses .vteitt- Ihr tetzicS Wort ist
mm t mem letzleS Wort. Aber boren Sie Franziska ruft Sie. Gehen Sie doch!" Und nun stand er auf und ging nach dem Thurme. ..... Rrzel fab lind veraanaen. streit ziska, die jetzt Frau Doctor Wagner heißt, ist bereits der Stern eines Hofiheaters geworden. Johanna lebt noch immer , in ihrer Heimathstadt und -gibt Unterricht wie sonst. Sie macht auch noch wie sonst lagiich zur gewohnten Stunde ihren Spaziergang, aber Mie? mand sieht sich nach ihr um. ... Von Franziska hört sie nur durch die Zeitungen. Lob, nichts als Lob. Bisweilen findet man das Spiel etwas kalt,! aper welche timme. welche Erzcheinung. welche kecke Sicherheit und Gewandtheit bet Zo vtel jugendlichem Reiz I Sie hat sitzt ein Gehalt von. 15,000 Mark und bereits Auträge auf das Doppelte. Was für eine Zukunft! Wie gut war es. daß Johanna damals Nein" gesagt, als der arme tudent sie hetrathen wollte.... Einmal sind sich die beiden Schwestern feit der Hochzeit auch begegnet. Fran ziska sang zum Besten deö Pen" 'nsfon?s t ihrer Heimath stadt U Margarethe. Der Doktor war in ihrer Begleitung, aoer er sah gar nicht mehr so lustig aus, . f. m t n , - i i f . .. i. . 049 tonn. Bklm Avichkeo Ykel! er ohanna's Hand Minuten lang in der fei nen und dabei stiegen ihm die Thränen in die Augen. Arbeiten Sie ! flüsterte sie ihm zu, die Arbeit ist nicht öde, sie ist ein Segen." Dann verging der Sommer und die Hälfte des Winters,' ohne daß sie von den Beiden etwas horte. Manchmal, wenn sie in der langen Winterdämmerung am Fenster ihres Stübchen saß, schweiften ihre Gedanken fort aus ihrer Einsamkeit . zu den zwei Menschen, die sie liebte.... fa, dje sie liebte, mit all der leidenschaftlichen Zärtlichkeit, die n ter dieser starren Rinbe glühte.... Wie können sie leben? fragte sie sich wie können sie leben ? Sie hart und kalt und er weich und warnt und schwach. Hatte sie damals, das zweite Mal, doch sa sagen sollen? Aber wozu hätte es gc, führt? Das Leben ist nicht blos ernst.eö ist furchtbar für C)en, der.es nicht zu bezwingen vermag.. .. , ' ' Es war an einem Abend km Januar, als sie wieder so in ihrem Stübchen saß. Es war bereits Nacht, aber sie hatte ein Licht angezündet. Plötzlich klopfte es an der Thüre Und dann trat die alte Frau ein, mit der Johanna die Wohnung theilte. : .Ein Brief, Fräulein, sagte sie. Aber Sie haben ja doch gar kein Licht. Soll ich Ihnen .Danke, Fron Noll, danke. Da ha ten wir schon Lichts ; " Sie nahm den Brief und erblaßte. Er kam öus der Stadt, in der Franziska lebte, uud die Handschrift konnte nur die dcs Docters sein. Die Frau entfernte sich und nun öffnete sie das Blatt. ,DaS Leben kft !cht blos ernst. Jo, hanna, . schrieb ??r Doctor. ' .es ist furchtbar. Furchtbar für Diejenigen, die erst sehen lernen, wenn es zu soät ist. An Ihrer Seite, Johanna, wäre ich ein glücklicher und eln nützlicher Mensch ge, worden. An der Seite iran,iskas wurde ich ein arbeilsfcheilkr Tagedieh, der Sklave der niedrigsten Leidenschaft, Ich l hasse dieses alte, thöricht? Weib und muß es doch lieben metli Leben ist nichts alg Eifersucht, Sklavendienst, Rausch, Qual und Schmach. Ich mache diesem Leben ktN Ende behüt' Sie Gott, Johanna. und denken Sie nur mitleidig an den armen Narren, an dem das Gluck so trü aerisch vorüberaeqanaen ist." Als sie den Brief zu Ende gelesen, sank ihr de? Kopf auf die Brust herab, und so saß sie mit gefalteten Händen bij tief in hie Nacht hinein. Die alte Frau kam einmal, um nach ihr zu sehen, als sie aber ihr halblautes, schmerzliches Sprechen hörte, zog sie sich wieder zurück. Dle Äermste! Ader,o es dann bettee gekommen wa,' wenn sie damals ja gesagt hätte? 1 Die alte Frau schüttelt, den Kopf und winkte leise mit der Hand, -ls meinte sie, es wa-e ein recht über, .flüssige Sache, , sich mit der Vergangenheit zu auaien. :. e v'1 :wß Seitdem sind wieoer fünf Jahre da, hingegangen, die beiden ,, Schwestern haben sich nicht mehr gesehen. Franziska ist Kammersängerin geworden und hat eiueu Grafen geheirathet. Johanna leb! lhr altes Leben in der.Hrimathstaot wei ter. Im lehren Winter hat Franziska wieder zu einem wohlthätigen, Zwecke an der Siäite ihrer ersten Triumphe geiun? gen, aber an demselben Tage, der sie der Heimath, zuführte,!, reiste Johanna ab. Sie liebt jetzt! nur mehr einen Mensche" und,; deMir: tool tiTSisPSWä tWtliiti jf!,'! E,;,. ;;;!! ""ii.ji:;:; ia'MiSh; : .'ilii;.;':':!-::!;; ilvi1;!1:!!!'.!-: :MJ:.;;;L:::!.;i!!h!:''::"'riii!:; liiiiil :.; ' " Das Telephon in Rumänien. B;mMßm Ihre Fernsprcchleitung hbcn sie nun. die rumänischen Städte EuloK und Braila. den Forderungen der Neu zeit gemäß, und dazu, wle.es sich nich anders gehört, eine amtliche acu-d nung. Ter?n Hauptbestlinmunz isjb ftolaendes kund und zu wisttn: mfyfx Ionen, die von einer dieser Stationen a's telephonifch mit einanher verkehren mouen. und ver.vttiSiet. iene Pexioa
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gegruen, rtinofinnounca , drum hoch soll sie leben! Euß duften die Kleider, hell glänzet das Linnen, Das Haus schaut so freundlich von außen und innen; Das Alles so rein, so hell und so sauber : . Durch Santa Caus Seife gelang es ohn' Zauber. CC
OMieller Bericht
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30. September 1892.
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