Indiana Tribüne, Volume 16, Number 35, Indianapolis, Marion County, 23 October 1892 — Page 4

Fndiana Tribiwe. Erscheint Täglich und Sonntngs.

Die tägliche. Tribune löstet durch te TrSge, M CentS per Woche, die SsnntagS-TriSüne- K ffieml per Woche. Beide infammen 15 Cent oder SS Sems perMonat. Per Post zugeschi in Vrsusbezahlunz t? per Jahr. Office : 130 Oft Maryland Straße. Indianapolis, Ind., 23 Oktober '92. Durö)'S Telephsn. on . mtt mminQ, kling!Es war die Telephonklingel, welche am Carl-Ludnnghause auf der Rar Alpe aus das Vermittlungsamt in Neichenau anrief und all sich der Beamte nach den Wünschen deS .hohen Clienten erkundigte, kam eS von dem erhabenen Akpenfchutzhaufe mit silberner Mädchen stimme wer hätte daS nicht gleich er sannt? herab: Verbinden Sie mich mit Nummer einunddreißig.ctlincj, kling Z Der dlenstba're Geist in Reichenau im ten hatte den Wunsch aus der Wolkenregion erfüllt, und eine feste Männerstimme rief in den Fernsprecher hinein: .Sie sünfchen?" .Aber Papa, ich bm5 st, Madeleine! Wir sind soeben bier im Schutzhause angelangt! ES geht ausgezeichnet Z Ich bin nicht einmal müde! Wir haben Glück mit dem Wetter! Die herrlichste AuSsicht! Kein Wölkchen! Am liebsten möchte ich jetzt gleich den Gipfel stei ien I Aber Robert und feine Freunde ha sen keine Lust. Die Ungeheuer wollen wahrscheinlich den wunderbaren Abend mit Tarokspielen zubringen. Jetzt steizen sie draußen herum und suchen Edelweiß und Enzian. Das will ich nachher auch. Dann heißt es aber zeitig zu Bette zehen, denn morgen früh stehen wir noch um zwei Stunden früher auf als die Sonne und sehen uns ihr Lever von der Heukuppe aus an. Bis Mittag sind wir wieder unten bei Euch!" Freut mich sehr!" tönte eS an die Ohren des jungen Mädchens, welches :den die Muscheln des Apparates an die, klbcn gehakten hatte. Die Stimme kam chr nun so fremd vor. .Aber bist Du es denn auch, Papa?" Zeug sie ängstlich. Nem, ich bin nicht Papa. Vaterfreuden find mir noch versagt." Wer ist es denn? Fritz vielleicht? .Natürlich, Fritz!" "Ach, so! Ich habe Deinen Provinz cheaterrenor doch gleich erkannt!" .Wahrhaftig! Sehr schmeichelhaft! Besten Dank, schone Magdalene." .Keine Ursache! Und Du weißt doch, ritz, ich kann es nicht leiden, wenn man mich Magdalene nennt! Das erinnert nich immer un die Büßerin mit den aufgelösten Haaren! Du kannst Deine Cou mboSbeilen nie lassen! Wo ist denn yspa?" .Wie foll ich das wissen? Bin ich der Hüter Deines Vaters?" .Gesprochen wie Salomo, nur nicht so weise. Alfo Papa ist nicht zu Hause ? Dann vergiß nicht, ihm alles zu berichken, roeim er wiederkommt, hörst Du? Sonderbar! Papa versprach doch, den zanzen Nachmittag zu Hause zu bleiben! Sr war so besorgt, der arme Papa, ob ks mich nicht zu sehr anstrengen würde, sie Rar zu besteigen. Und dennoch auszeganAkn! Gewiß hat ihn Baron Born um Whist abgeholt. Wie die Jungen mmmen, fo die Alten brummen ! Doch f'aae mir, Fritz, wie bist Du denn so slötzkich aus Reichenau .ekommen?" .Wie? Mit der Eisenbahn!" . Ach, an dem Witz erkenne ich Dich noch besser als an der Stimme. Warum schriebst Du gestern einen Absagebrief, Wenn Du heute doch gekommen bist? Wir hätten auf Dich gewartet!" .Mir thu: es unendlich leid!" 1 .Mir n cht unendlich, aber ein bis chen! Ewald und Hans, Roberts Freunde besitzen zwar mehr Schnurrbart als Du, da eS leicht ist, mebr zu besitzen i!s nichts, aber weniger Ritterlichkeit. Unter uns gesagt, sie sind beide sehr NSpfiz. Du warst ein recht dummer Zunge, Fritz, nicht zu schreiben, daß Du heute kommen würdest." .Hat Dein bärbeißiger Rittmeister plötzlich in Einsehen bekommen und Dich armen Wurm doch wieder für ttnize Tage zu einem Menschen avanciren lasse? DaS ist etwas, was Deinem Rittmeister oder einem Rittmeister überZzaupt nicht ähnlich sieht! Weißt Du, ich hasse die Rittmeisters in corpore. Sowohl die alten Brummigen, die ein so strenges Regiment im Regimente füh ren.als auch die sporenklirrenden'fchnurrbartwichsenden, enggeschnürten, pomadi sirten.geschniegelten und sich unwidersteh lkch dünkenden jungen. Ändere giebt ks doch nicht! Richt wahr. Fritz?" .Danke sehr, mein Fraulein, fürJhre zute Meinung von den Rittmeistern." Und die Fernzprecherin oben vernahm ein seutliches Fersenzusammenfchlagen in de zleuung von Sxorenklirren. .Aber, Fritz, das ist ja garnicht mehr Deine Stimme!" rief die junge Dame rathlos. - , .Oh doch, ich spreche nur mit meine? eigenem Stimme !" klang es etwas spottisch von unten. .Nein, das ist nicht Fritzens Stimme. Ich erkenne eS jetzt genau Wer sind Sie Senn da unten?" .Gerhard von Lanenbach, Rittmeister im zweiten Husarenregiment, mein Frau kein, Ihnen zu dienen (wieder Absatzzu sammenschlagen und Sporenklirren!), aber nicht von einer der beiden Ihnen bekannten, sondern von einer dritten, Ihnen noch unbekannten Sorte." .Mein Herr! Wie kommen Sie denn In Papa's, in Hofrath Wiedemanns Villa? Sind Sie etwa ein WohnungS - nntchmcher?" ' v,v L-.-y?. .!: .Mein Fraulein Z Ich 1 bin eben gar nicht in der Villa Ihres Herrn PaxaS, fondern, fo. viel mir bekannt, in der mei nerSchefter, , Frau von DütinSk 1'' fi" f W 1 ää' ' '" i- '' " "lii'll:ii1i:!,li",!;ilrlL'li "'i'Min'.i'ili Villa ssa . '4-' "'' 'iß 't'W' ! " 1 i .Und Sie stehen da und reden mit mit, als ob wir Bruderschaft getrunken hat Un, und machen , mich 1 nicht auf meinen

- Irrthum " 'SMm.

Sie brach ab. und der am Telephon

Lauschende - horte, wie die junge Dame in der Schutzhütte oben in erregtem Ton auf Jemanden einsprach. Gewiß der erwähnte Robert! Und in der That strömte auch schon der volle Klang ei neö kräftigen Jünglingsorgans auf ihn ein. .Mein Herr, was unterstehen Sie )ich Wie können Sie es wagen, meine Schwezier zum Besten zu halten?" .Wer sind Sie denn, der mich zu interrelliren wünscht?" .Wer ich bin? Robert Wiedemann, Techniker im vierten Jahrgang und Re fervelieittcnattt!" .Schön! Jetzt wollen wir weiter spre chen! Wenn Ihr Fraulein Schwester nicht mich meinte, so hätte sie mich nicht ans Telephon rufen sollen.!" .Meine Schwester hat Nummer einuuddreißig gerufen. Haben Sie Nummer et ttm emunoorekL'gk" .Wir haben Nummer neununddreiHig. Es ist folglich eine VerwechSlung" .Welche Sie sogleich aus klaren muß ten:" .Junger Mann, Sie brauchen mir keine Lehren zu geben, am wenigsten in solchem Tone" .Ich bin nicht Ihr junger Mann, und eine Lehre haben Vie sehr nothig!" .Sie noch mehr, ich will Ihnen eine ertheilen!" .Ich schicke Ihnen morgen meine Sekuttdanten!" .Gut! Ich erwarte sie!" .Aber, Robert, bist Dn verrückt?" zürnte oben die jugendliche Mädchenstimme so nahe am Telephon, daß es der soldatische Heißsporn von Nummer neunUttddrekßig ebenfalls borte. .Wenn ich gcwum hakte, daß dies so enden würde! Ich will mit Papa reden, und es wird ein Duell daraus. Sprich doch ein begüt gendeSWon!" Schluß Zurief der ingrimmige Ro bert in den Apparat hinein und der jung Ofsicjer in der Villa Elsa hörte nichts weiter, aber er konnte sihs wohl denken, daß der junge Mann jetzt die Schale seines Zornes auf den unglückseligen Beamten entleeren würde. Ein Duell ! Das lag ihm sehr wenig am Herzen, dem Herrn Rittmeister Gerhard o. Lanenach. Aber daß dadurch die so originell einge leitete Bekanntschaft mit der hübschen Madeleine in Todfeindschaft umschlagen sollte, das wars I Denn hübsch mußte sie sein! Und nicht ohne Chlck, wenn sie auch seine Stimme einen Provinztheatertenor genannt hatte. Bah ! DaS hatte ja dem unbekannten, schnurrbartlosen Fntz gegolten! Es war etwas so Frisches, Klingendes in ihrer Stimme, daß dazu unbedingt eine aufgeweckte, pikante Brünette gehorte, an deren Phantasiebilde sich Herr Gerhard fogleich mit Schöpferfreude machte. Und als er 'das schwarzäugige Geschöxfchen mit dem lachenden rothen Munde wie leibhaftig vor sich stehen sah, da that eS ihm sogar leid, daß er Herrn Robert nicht etwas sanftmüthkger geant' wonet hatte. Es hätte sich daraus eine Bekanntschaft anspinnen können, eine Bekannt fchast! freilich, wenn ihm einsiel, daß Fräulein Madelein vielleicht doch haß lich war! Denn welche Garantien hatte er für das Gegentheil? Keine als das allerliebste Selbstbewußtsein in ihrer Stimme, ein Beweis, welcher allerdings auch trü gen konnte. Immerhin war die Neu gierde des jungen Rittmeisters in hohem Grade rege. 'Niemanden wird es daher mundern, wenn er des andern Vormittags ununterbrochen, mit einem scharfen Feldstecher bewaffnet, an dem Fenster seines Zimmers stand und auf die Straße hinauslugte, welche sich grell weiß zroi scheu Wiesen und Gärten hindurch schlangelte. Villa Elsa lag am Abhang der Hohen, welche das Reichenauer Thal nach Süden zu abgrenzen, und man konnte von ihren Fenstern aus nicht nur den langgedehnten Höhenzug derRaralpe, sondern auch das Thal und eine ziemlich große Strecke der Straße überblicken. Der Marssohn blickte lang getreu und unermüdlich in die Richtung der Prein, von wo die Ausflügler zurückkehren muß ten. Endlich hielt er es nicht melr aus, fondern schlenderte den Wiesenpfad zur Straße hinab bis an die Stelle, wo sich, in einen großen Garten eingewickelt, das hübsche Schweizerhaus erhob, welches über die Telexhonnummer einundreißiz verfügt?. Und hier spazierte er im Schat ten der Gartengebüsche geduldig auf und nieder und blick? neugierig in alle aus der Richtung der Rar "kommenden Wa gen. Plötzlich sah er ein Gefährte mit einer Dame und einigen Herren heranrollen. Sein Adlersblick heftete sich auf die Da me, aber o weh ! - Sie war über die erste, sogar über die zweite, ja fast schon über die dritte Jugend hinaus und besaß eine Nase, vor der Herr von Lanenbach weit sicherer die Flucht ergriffen hätte, als vor einem Dutzend KruppKanonen. Rasch entfernte er sich von dem Wiede mann'fchen Garten. Wenn dies Made leine fein sollte, jene Madeleine, die ihm feit gestern im Kopse herumging, dann verleugnete er sie einfach ! Allein der Wagen hielt nicht vor der Villa, er rollte vorüber, und Gerhard athmete soeben auf, als ein zweiter Wagen nachfolgte. Auch hier eine Dame und mehrere Her renl Diese Dame war aber ein blutjunges Madchen mit einem engelshübs schen Gesichtchen, eine Blonde, deren lichtes Kraushaar unter dem Filzhute mit dem grasgrünen Bande besondeiZ reizend hervorguckte. Sie war ss hübsch, diese kleine Touristin, daß Herr von La nenbach sich aus Furcht vor der Enttäu schung nicht zu hoffen erlaubte, es könne Madeleine sein. Madeleine war ja aller menschlichen , Voraussicht nach , brünett. Und dann konnte der harmlose, sehr junge Jüngling neben ihr doch nicht der ingrimmige Robert , sein ! ,;' Nein, auch dieser Wagen wird voruberrollen, dachte Gerhard, und betrachtete mindestens ; di wunderhübsche Touristin, so lange es möglich war. , Da eö gab dem Zuschauer im Schat, ten deS GartenrandeS einen Ruck hielt der Wagen. Der harmlose Jüngling und noch zwei andere ebenso junge und harmlose sprangen auö demselben. Einer , von ihnen wollte der iunae

Dame helfen, aber diese wies seine Han? lachend ab, setzte ihren langen Bergstock auf den Boden und schwang sich daran mit schalkhafter Grazie herab. Zwei von den jungen Leuten öffneten die Gartenpforte und verschwanden sogleich hin ter derselben, der Dritte unterhandelte noch mit dem Kutscher, als Gerhard den Moment benützte, wo das junge Mädchen ihren Lodenanzug glattstrich, um an sie heranzutreten. Sie erschrak ein wenig, als sie baS Klirren seines Säbels hörte, und dankte mit mädchenhaftem Erröthen auf feiner Gruß. .Ich gehe wohl nicht fehl," begann er. die Fersen an einander schlagend, .wen ich in dem gnädigen Fräulein meine Te lephonbekanntfchast von gestern erblickt. Erlauben Sie mir, mein Fräulein, mich diesmaj iu persona vorzustellen : Ger

hard von Lanenbach, leider Ntttmeister l Und Ihnen, Ihnen allein, mein Frau lein, biete ich meine Entschuldigung für die Freiheit, die ich mir nahm, an. Wollen Sie mir verzeihen, daß ich den Irrthum nicht gleich aufklärte, um noch ein wenig langer das Vergnügen zu ha ben, mich mit' Ihnen zu unterhalten?" .Ja, ja, ich verzeihe Ihnen," versetzte Madeleine, mit der frischen Stimme, die ihm schon durch's Telephon so gut gefallen hatte, und mit einer gewissen entschlössen! Keckheit, die mit ihrer Blon dinenanmuth im entzückendsten GegenZ satze standen. .Ich verzeihe Ihnen und, nun brauchen Sie mir auch meinen Bru" der nicht zusammen hu schießen." .Lege auch gär kein Gewicht darauf," betheuerte Lanenbach, mit Vergnügen be merkend, daß Madeleine schwarze Augen hatte, seinem Phantasiebild also doch in etwas entsprach wenn sie es auch dabei himmelhoch übertraf. Denn solche Auzen konnte man nicht träumen. .Auch ich lege keinen besonderen Werth darauf Herr Rittmeister," sate der nahertretende Robert etwas steif, .von Ihnen erschossen zu werden, oder Sie zu erschießen, und da Sie meine Schwester um Entschuldigung gebeten huben, ss erübrigt mir nichts" .Als den Herrn Rittmeister gleichfalls um Entschuldigung zu bitten," siel Ma deleine gebieterisch ein. .Vteine Schwester befiehlt, und ich gehorche," sagte Robert nicht ohne Vertegenheit. Gerhard schüttelte ihm kräftig die Hand. ' .Und bitte. Herr Rittmeister." fuhr Madelcine fort, .kommen Sie jetzt für einen Moment mit herein. Robert hat Papa noch gestern von Allem unterrichtet, und Papa wird gewiß froh fein, zu er fahren, daß die Sache gütlich beigelegt ist." .Mit Vergnügen," erklärte Gerhard. .Aber wie werden Sie die Anwesenheit eines der Ihnen so verhaßten Rittmeister erklären?" .Sie können mich ja bekehren!" sagte j Madelcine mit spöttischer Herausforde- : rm.g. I Und er that eZ. Mindestens glaub . daS bis täSne Blond ne d e R tt. --yf . , ? - mster nicht mehr so sehr haßte, als sie im Herbste mrt einem derselben (?om zweiten Husarenregiment) vor den Altar trat. Persisch Kochkunst. Der Schah von Persien hat auf seinen Reisen Gelegenheit gehabt und genom men, die europaische Kochkunst gründlich zu studiren. Beschäftigen wir uns auch einmal mit der persischen Kochkunst, welche,' nach den Versicherungen von Kennern, trotz ihrer Beengunet durch die Gebote des Korans, sich auf einem hochentwickelten Standpunkt desindet. Wie im ganzen Oriente, bildet auch in Per sien, bei den reichen sowohl wie bei den ärmeren Classen, der Reis die Unterlage aller Kochkunst; der persische Koch ist unerreicht in der Kunst des WürzcnS dieser einfachen Speise. Das Fleisch des Rindes, Kalbes und Schweines ist un bekannt in Persien, und Hammelfleisch allein der Punkt, um den sich die persische Küche dreht, welches sie aber trotzdem zu den schmackhaftesten Gerichten zu benutzen versteht. Auf die Tische der Ari stokraten allein gelangen auch die ein köstliches Gericht bildenden zwei bis drei Wochen alten und sorgfältig mit Datteln, Mandeln und Trauben gefüllten Lämmchen. Der Perser ißt das fleisch am liebsten gesotten. Die persischen Hammel zeichnen sich durch einen beson deren stark entwickelten Schweif aus, der, bis zu sechs Kilo schwer, ein vorzüg liches Fett liefert. Dasselbe wird mit zerlassener Butter gemengt und gesalzen in Ledersäcken ausbewahrt. Die persi schen Hühner sind klein, zart und gleich den jungen Lammern nur für die Tafel deS Rkichen bestimmt. Man. genießt dieselben entweder in einer Brühe aus schmackhaften Kräutern, oder in einem Weinblatte gebraten. Die Tauben, welche ziemlich allgemein sind, werden auch sehr geschätzt.' Das persische Wildpret beschränkt sich auf Wachteln und Rebhühner. Ein gleichfalls sehr geschätztes Gericht ist der wilde Esel, der ehemals zu Pserde verfolgt und mit Pfeilen erlegt , wurde, gegenwärtig aber mit Windhunden und Falken gejagt wird. Die Falkenjagd, dieser so aus, regungsreiche, heute im Westen aber fast schon ganz vergessene Sport, steht in Persien in vollster Blüthe. Der Hase ist, als ein .unreines" Thier, vom Tische des .Mohamedanerö verbannt. ' Fische, die so häusig sind an den Ufern deS persischen Golres , fehlen im Innern des persischen Reiches gänzlich. Keine Auster, Schnecke oder Molluske ist daselbst, zu finden." DaS einzige Schalenthier welches auf den Tisch des, persischen Feinschmcckers kommt, jst der Seekrebs, der in Söckchen auf den Markt von Teheran gebracht wird. 1 Die Hummerarten hin, gegen sind als unrein verpönt. In den unterirdischen Wasserläusen, die Persiey durchziehen, sindet man stellenweise prachtvolle Forellen, die bei de Perse rinnen sehr beliebt sind. Nüsse, Man, deln, Aprikosen, Birnen, Trauben, Datteln, Feigen, giebt eS in Persien die verschiedensten und schmackhaftesten Gat' tungen. Die Früchte werden zumeist zu Mar melade verkocht genossen. DaS Diner wird in vornehmen Häusern in schweren goldenen Schüsseln auf einem auf den Boden auSaebreiteten Tepvie aus wohl

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Wir geben unsern Freunden und 'dem Publikum den Roth von diesem Verkauf guten Gebrauch zu machen, da unser großer Vorrats) von folgenden Wwter Waaren bedeutend rednzirt werden muß :

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riechendem Leder servlrt. SNnaS herum ruhen die Theilnehmer am Mahle auf feidenen Kissen und schlürfen den Duft und den Wohlgeschmack der kunstvoll de reiteten Speisen schweigsam ein, den melodischen Klängen einer Musikkapelle lauschend, die Schlachten-, Jagd- und Liebeslieder spielt. Nach dem Mahle bringen die roth gekleideten Diener die gold- und silberbeschlagenen glänzenden Wasserpfeifen herber. In Per sien raucht alles, Frauen, Greise, Kincer, Arm und Reich, unmaßig. Die Zahl der in einem Hause befindlichen RarhileS ist bezeichnend für die sociale Position seines Besitzers. Der PfeifentrLger deS Schah ist denn auch einer der ersten Würdenträ ger des Landes. Die Fraum in den Ha rems rauchen aus reich und bewunde rungswürdig kunstvollen Ztarghiles. Bei Hose sind die Pfeifen reich mit Diamanten, Rubinen und Türkisen besetzt und werden an Festtagen mit Blumen um wunden, deren Duft sich mit dem Aroma des orientalischen Tabaks zu berauschendem Wohlgeruche vermengt. Eingegangen. Privatier Wamxerl lebt Zwar sehr glücklich mit seiner theuren Ehehälfte aber in einem Punkte übt sie strenges Hausrecht, und wenn er darin unfolgsam ist, fo gibt es regelmäßig ein Donnerwetter. Herr Wamperl mußte präcis 10 Uhr zu Hause sein, und war er nicht um diese Zeit zu Hause, so . Eines Abends das alte Bier war eben gerade sehr gut vergaß sich Herr Wamperl, trank eine Maß mehr wie gewohnlich und Himmel, hab' Erbarmen als er, im größten Glücke schwelgend, auf die Uhr sah, war es bereits Z12 Uhr. Entsetzt fuhr er in die Höhe er mußte unbedingt vor 12 Uhr im Bette liegen. Wamperl hatte zum Glück nicht weit nach Hause, und fo stand er (seine Alte schlief Gott fei Dank) bereits vor feinem Bette, selbstredend im sinsteren Zimmer als die neben seinem Bett befindliche Uhr 12 Uhr schlug. Im gleichen Augenblick aber horte er auch, mt seine Alte sich im Bette um drehte und halb wachend sagte: .Taverl, bist z'HauS in Dci'm Better! ?" .Ja, Meigerl!" sagte Wamperl, im Stillen die Schlage der Uhr zahlmd. Als eben der zehnte Schlag vollendete, nahm er schnell das Uhrgewicht in die Hand, so daß es also nur 10 Uhr schlug. So blieb er wohl eine halbe Stunde vor seinem Bette 'stehen, das Uhrgewicht haltend, bis er dachte, seine Alte sei wieder eingeschlummert. Er hatte sich aber ge täuscht, denn sie lag nur im Hatbschlum mer, da ihr die ganze Geschichte verdäch' tig vorkam. Eudlich wurde Wamperl doch des Watten? müde, zudem e ihn etwas ixfc ftelte, und so ließ er auf einmal das Gewkcht'fahren und schlüpfte hurtig in sein Bett hinein. Durch dieses Geräusch wurde aber Frau Meigerl vollständig wach und horte dieselbe deutlich, wie'die Uhr ihren Schlag vollendete und zwei Uhr schlug. .Wart', Du alter Saufaus also um 2 Uhr kommst Du Haus daS ist ja recht nett!.... Ro wart' nur, bei'm Käme reden mer noch a' WörtN" Taubbelt kann nickt gebellt werden durch locale Applikationen, weil sie den kranken Theil des Ohres nicht erreichen können Es giebt nur einen Weg, die Taubheit zu kuriren, und der ist durch konstitutionelle Heilmittel, - Taubheit wird ourch. einen entzündeten Zustand der schleimigen Auskleidung, der Eusi chischen Röhre verursacht.. , Wenn -tese Röhre sich entzündet, habt ihr e nen rumpelnden Ton oder unvollko ttmenes Gehör; und wenn sie, ganz geschlossen ist,, erfolgt Taubheit und trenn die Entzündung nicht gehoben und diese Röhre wieder in ihren gehörigen Zustand verseht werden kann wird das Gehör für immer zerstört werden; neun Fälle unter zehn sind durch Katarrh verursacht, welcher nichts ,, als ein entzündeter Zustand der schleimigen OberfiöcheaißU?UWWW Wir wollen einhundert Dollars für jeden (durch Katarrh verursachten) Fall von Taubheit geben, den wir nicht durch Einnehmen von Hall's Hatarrh Kur heilen können. Laßt Euch umsonst Eirculare kommen. F. I. C h e n e u& E 0., Toledo, O.

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