Indiana Tribüne, Volume 16, Number 35, Indianapolis, Marion County, 23 October 1892 — Page 3
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Rosu vonLaRosce. (4. Fortsetzung.) Ich habe ihn nie geliebt, deshalö ?ax er auch keinen Anspruch auf meine Treue. mein Wort ich gab es ihm auZ Gehorsam, ohne zu wissen, was ich that. Ich fühle mich nicht gebunden. Mein Gewissen spricht mich frei, und seit mein Herz die Liebe kennen lernte, seitdem ist mir Henri zuwider geworden mit seinem Drängen und Zwingen, sei nem Eigensinn und seiner Herrschsucht. Wenn Sie aber nicht mein Verbündeter sein wollen um einer guten Sache wil len, so werde ich allein handeln. Ein Weib wird dem armen Verwundeten im Feindesland zu seinem Rechte ver helsen." Gären Ihre Vermuthungen be gründet. KonteNe. fa wäre ick der erste. der den Deutschen befreien würde. Aber auZ den Armen des Todes kann ich ihn nicht lösen." Leihen Sie mir also Ihren Veistand, wenn ich ihm aus die Spur komme?" Mein Ehrenwort, natürlich, wie aber wollen Sie es beginnen ? Ich weiß es noch nicht, vor allem gehe ich nach Millecroir." Was wollen Sie dort?" ..Henri sagt, er sei dort begra. ben. Ich will die Leiche ausgraben lassra. vitin Gott, welch' einen schweren Verdacht werfen Sie dadurch öffentlich auf den Grasen.Ich kann es nicht ändern." Komtesse, besinnen Sie sich doch, wenn Sie auch Verdacht hegen, so handcln Sie wenigstens so, daß Sie nicht die Ehre Ihres Verwandten verdächti fin. Stellen Sie Ihre Nachsorschun gen oder halt! Thun Sie nichts, Frauen überlegen nicht und. Cecile. Sie hassen und lieben. Nein, lassen Sie mich statt Ihrer handeln." Sie? Sie wollten wirtlich? Ja, ich will Nachforschungen anstellen, um Sie zu beruhigen. Geben Sie mir Ihr Ehrenwort." Kenügt Ihnen nicht mein Aus spruch? .Nein." Ano mein Ehrenwort." Professor Etoile ging sehr bekümmert von (zecile weg. Er sann nach, ivie er es beginnen sollte, ihre krankhaste Er rcgung zu beruhigen, und dann er konnte sich selbst keine Rechenschaft ge ben. aber er fühlte sich von ihrem Zwei' sei angesteckt. Mionville war herrsch süchtig und leiden schastlich in Eecile verliebt, er erinnerte sich seiner rasenden Eifersucht. Wenn sie recht hätte? Wo hätte er ihn hingebracht? Er müßte die Halste der Dienerschaft in Anspruch genommen hödm. Mit Geld läßt sich viel machen, viel Schweigen erkaufen. Ob er ihn in Millecroix' verbogen hält? Aber er würde dann doch nie den Ort genannt haben; er hat sa noch andere Besitzungen, die weiter entfernt und einsamer liegen." Als er am nächsten Tag kam, um Ccctte wieder zu besuchen, hieß es, die Gräfin sei abgereist. Abgereist i wohin?" fragte er höchst erstaunt. Ich weiß es nicht," erwiderte der Portier. So fragen Sie, ob die Gräfin ! nen Brief an mich hinterließ." Nein, die Grafin ist ohne jede Be gleitung auf den Bahnhof gefahren, der Ticner wurde mit dem Wagen wieder zurückgeschickt, er weiß nicht, wohin die Gräfin fuhr." Kopfschüttelnd ging der Toctor zum Haushofmeister. Monsieur Granville, ich möjte einig? Worte mit Ihnen im Vertrauen sprechen. Ich bin seit vielen Jahren der Arzt der Familie. Wissen Sie. wer meine Stelle während meiner Ab Wesenheit bei dem verwundeten deut scheu Ofsicier vertreten, ich meine, welchcr Arztfür ihn gehclt wurde?" . Ich habe ihn nicht gekannt," ant wartete Granville. War es ein junger oder ein alter Herr, ich suche Sie, ihn mir zu fcc schreiben." Ich sah ihn nur einmal fluchtig,' aber Jeanette, welche die Pflege bei dem Teutschen statt der Schwester Ma ria-Martha hatte, kann Ihnen genaue Auskunft darüber geben." Warum pflegte ihn denn die Schwester Maria-Martha nicht mehr?" Weil der Herr Graf wünschte, sie solle zur Komtesse." Ach ja, ich vergaß, aber man hätte doch eine andere Pflegerin haben Un nen, Jeanette kam nur in diesem Falle immer ungeschickt vor." .Wir waren fo erschrocken über die ze Gefahr. :n der-die Komtesse sqwevte, oa$ man an nichts anderes mehr dachte; deshalb hat auch der Herr Graf verlangt, daß der Teutsche aus dem Palais gebracht werden sollte." Ter Graf hat es verlangt, ich dachte der Teutsche selbst?" . - 'Kann auch fein. Ich weiß eö in der That nicht, ich habe mich nicht darum gekümmert." Wie lange war der Hauptmann Abensbcrg noch im Palais nach der Erkrankung der Gräsin?" -:' Wie lange? " Monsieur Granville dachte nach, ach, Za, seht entsinne täj mick. es inoacn unnerähr zm?Z L, '!'-. i, 1-1- U""' Tage gewezen fern; Wi:2i Wie wurde er fortgebracht?" 0r mit möglichster Sorgfalt," erwiderte Granville kühl, mit einer Sorgfalt, als wäre es ein französischer Edelmann, statt so ein " 11 1 Sie mißverstehen , mich, Monsieur Granville. natürlich achtete man auf die Bequemlichkeit des Kranken, ein Arzt, ein Krankenwärter war zuge Len?" . pii! Jawohl, und ein Diener, destä. " i i- rzt . rt r."-:-A'Kitii Kj'j'!mXfii:v5MSUAPi .(1 ;igic ranoiue
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Welcher Diener war es, Louis, Xamir durch's Herz hab nie so schöne, vier oder Gilbest?" luriae Augen gesehen. r Und ob.
Nein, keiner der unserigen. es mt;i glaube ich. einer des Grase en." Äy, warum denn dask" Mcnjinir Granbllle hob gleichgiltig seine 'Achseln in die Höhe. .Herr'Pro sessor, es ist nicht meine Sache, den Herrn Grafen darüber zur Rechenschaft zu ziehen." Etoile ging, ohne ein Wort zu erwi dem, zur Haushälterin. Madame Neige, haben Sie die Güte, mir Jeanette zu rufen. " Jeanette?" fragte erstaunt Ma dame Neige, ..die ist nicht mehr da." ,,So, wo ist sie denn?" Ich glaube, sie ist zu ihrer Schwe ster." Wo wohnt die Schwester?" ,.Jn Passy in der Nahe der Passage de L'eau." Wissen Sie den Namen dieser Schwester?" ..Jawohl, Antoinette Cherson, sie kam öfters zu Jeanette." Gut. können Sie mir Auskunft geben über den Arzt, der während mei ner Abwesenheit Monsieur Abensderg behandelte? tannten Sie ihn? Kam er oft?" Ich kannte ihn nicht, der Herr Graf führte ihn ,zu dem Sterbenden, dieser war sehr schlecht daran. Jeanette dehauptete " Was?" Daß er, daß er sich versärbte, Äs er hörte, die Gräsin sei so trank, und daraufhin sei er wie toll lange Zeit gelegen, und sie glaubte, daß er jede Secunde aushören werde zu athmen." Wurde da der fremde Arzt ge holt?" Ja. ich selbst bat den Grasen, denn Jeanette war über den Anblick des Teutschen ganz cntsct)t, und Sie können sich, denten, daß ich selbst von Zeit zu Zeit bei Monsieur Abensderg nachsah, tch wunderte mich, daß er nicht schon langst seinen Geist aufgab. Der Herr Doctor sagte uns auch, daß es nicht mchr lange bei ihm währen werde...Warum ließ ihn dann der Graf nicht im Palais sterben?" Herr Professor, ich glaube, wir haben großmüthig genug' an dem Deut scheu gehandelt. Wir sahen nicht den Feind in ihm, wir thaten, als wäre es ein französischer Prinz." Nachdem der Prorettor die Haushäl terin verlassen, summte ihm das eben Gehörte im Kopf herum. Seltsam, den Sterbenden fortzuschaffen und noch seltsamer, emen fremden Arzt, den Niemand kennt, rusen zu lassen. Warum kam Doctor Autin oder Mi cotte nicht? Er gab seinem Kutscher den Befehl, nach Paffy zu fahren. Dort fand er leicht das Häuschen, in dem die Person wohnte. , Er stieg die steile Treppe hinauf und kragte, ob Jeanette hier fei. Das'Geficht der Frau verdüsterte sich. Leider min." antwortete sie, das tolle Mädchen verthut ihr Geld mit ihrem Geliebten, statt ein hübsches, kleines Geschäft anzufangen." Etoile gab der Frau seine -Karte und sagte: Ich bitte Ihre Schwester, zu mir zu kommen, um zwölf Uhr bin ich zu Hause, es wird ihr Schaden nicht sein, ich habe nur ein paar Worte an sie zu richten." Ah. der Herr Professor Etoile!" rief die Frau, einen tiefen Knicks ma chmd, und Sie bemühen sich felbst bis zu uns herauf; welch' eine Ehre! Meine Schwester wird pünktlich um 12 Uhr kommen." Jeanette kam. Etoile war über das Madchen höchst überrascht, denn sie war in Sammt und Seide nach der neueficn Mode getleidet und erröthete, als sein Blick sie musterte. Wie kommt es." fragte er, daß Sie das Palais Doron verlassen haben?" Ich habe das Dienen nicht mehr nöthig." Wieso? haben Sie in der Lotterie gewonnen oder eine Erbschaft gemacht?" Nein. Herr Professor, aber ich habe so viel Angst mit dem Deutschen ausgestanden, und dann, wissen Sie, ich vekam einen tiefern Blick in die Ber Hältnisse, und deshalb hat der Herr Gra? muh fürstlich belognt. " Eden darum, meine gute Jeanette, bat ich Sie, zu mir zu kommen. Erstcns möchte ich wissen, wie sich der Deutsche befand, und dann nun wissen Sie, mir. einem alten , Freund der Familie Daron. dürfen Sie getrost alles sagen, was Sie gesehen und gehört haben. Oder hat Ihnen der Graf verboten, darüber zu sprechen?" Bewahre, er weiß ja selbst nicht, und ich habe mich , gehütet, es ihm zu sagen, obwohl er sich seine Gedanken darüber gemacht haben, mag. sonst hätte er mich nicht so fürstlich belohnt. Aber was wollen Sie wissen, Herr Professor?" J ' v Wie ich Jhne schon sagte, erstens, wie der Teutsche sich befand, als er fortgebracht wurde; dann, ob er gern ging, was der Doctor darüber sagte und so weiter. Erzählen Sie mir die ganze Geschichte vom Anfang bis zum Ende."" " , - . " Jeanette lachte verschmitzt. r Ma. dame Neige behauptete immer, ich sei dumm," sing sie an, aber so viel sah die dumme Jeanette doch, daß, als sie zum Deutschen mußte, nicht alles so ganz in der Ordnung war. Natürlich wir alle erschraken nicht wenig, als unsere Komtesse so krank wurdet SchweIfeMätm und Toctor Micottc kam alle Tage. Ich muß:e den Deutschen pflegen und wußte nicht, wie ich es anfangen sollte, hab', all mein Lcbtag nichts dergleichen WSWMZKUWWMM DßAlfo gut, ich ging zu ihm und sagte: Mein Herr, was wünschen Sie?" Er sah mich an. Ach, Herr Professor, und da passirte es mir wie just unserer Gräfin, glaube ich
wohl ra) eme ame Pamottn M und
die zeukzcyen Wm ? grunonch yae ich hakte ihm nichts Böses thun kön nen, dem armen sterbenden Menschen. Ich sagte ihm, daß die Gräsin so schwer erkrankt wäre, und da wurde er kreide weiß wie ein Tod'e.-. Er sie! zurück, schloß die Augen und stöhnte. Na, ich habe es wohl verstanden. Es war nur natürlich, denn er war in unsere Gräfin, trotz seiner Wunden, rasend perliebt. Sie war ja auch immer nur bei ihm. , Ich fürchtete mich und lief zu Madame Neige, um ihr zu sagen, daß der Deutsche eben sterbe, diese berichtete es dem Grafen, und der stieg in feinen Wagen und fuhr fort. Ich mußte, wieder 'zu dem Sterbenden, zum Glücke merkte ich. daß er noch athmete. Nach einer Stunde öffnete sich die Thüre, und der Doctor kam." Welcher Doctor, Micotte oder Auim? Nein, keiner von beiden, sondern cm anderer." $ Kannten Sie ihn?" Nein, ich habe ihn nie gesehen." Und was weiter?" Erst sprach er mit dem Deutschen, und dann sagte er mir, was ich zu thun hätte, und das that ich auch nach besten Kräften. Am nächsten. Morgen kam der Doctor wieder und fragte den Deut schen, ob er heim wolle. Der aber sagte, er wünsche zu bleiben, darauf erwiderte der Doctor, daß dies jetzt unmöglich wäre, denn die Herrin des Hauses sei schwer krank, sie ringe mit dem Tode, und daß er fort müsse. Der Doctor wollte ihn begleiten, der Herr Graf werde Sorge tragen, daß er gut untergebracht werde. Der Kranke erwiderte, daß es ganz unnütz sei, wenn man ihn frage, denn er wäre fo elend, daß er sich nicht gegen fremden Willen lvehzen könne. Als der To:tor fort war, fragte mich der Teutsche, wie es der Gräsin gehe, und dann bat er mich, sie zu grüßen und ihr in seinem amen'für alles zu danken, was sie ihm gethan. Ach, mir that er so leid! er war sehr traurig, uud ich wollte ihn trösten und sagte, daß er vielleicht doch nicht sterben werde. Er aber seufzte: der Tod ist besser als das Leben. Nach einigen Stunden kam der Arzt und ein sremder Mann und der Diener. Sie trugen ihn hinunter in einen Wagen. Der Deutsche war so schwach, fo elend, daß ich glaube, er hat keine Viertelstunde mehr gelebt. Ich finde, der Graf hätte ihn in seinem Aette sterben lassen können, ja, Herr Professor, zu Ihnen gesagt, das Fortschaffen war sehr grausam, ich möchte es nicht auf meinem Gewissen haben. Was aber geh! es mich an. Ich war noch im Zimmer und weinte über den Teutzchen. als der Graf hereinkam und mir zurief: Sie sind entlassen, Sie haden sich brav und ordentlich benommen. Mit diesen Worten legte er mir fünfhundert Francs in die Hand. Ich glaubte zu träumen war aber fo derniinstig nichts zu sagen, zu Niemand; denn so viel verstehe ich doch, daß der Graf mir nicht umsonst das Geld gegeben hat. Ich habe auch der Gräfin die Grüße des Deutschen nicht überbrachte sondern ging zu meiner Schwester." .Wenn ich Ihnen das Bild des Arz ies zeige, kennen Sie ihn dann?" Sicher," erwiderte sie. So seien Sie so gut und kommen Sie inzwei Tagen um dieselbe Stunde wieder zu mir." Als Jeanette an dem bestimmten Tage kam, legte ihr Etoile eine große Zahl Photographien bei Aerzte von Paris vor; aber derjenige, welcher Abensbcrg begleitet hatte,' war nicht darunter. Jetzt will ich doch mit dem Grafen selbst über die Sache sprechen, entschied Etoile und suhr nach dem Palais Thionville. Sie kommen wie gewünscht," rief ihm Henri entgegen. 'Sie waren ja stets der vertraute meiner Cousine, können Sie mir sagen, wo sie sich ver borgen hält?" Nein, aber ich verbinde die Reise der Gräfm mit dem räthselhaften Tods des Hauptmanns Abensderg." ?täthsc!haft! rief der Graf, wie so memen :e das r Herr Graf. Sie wissen zur Genüge, wttch einen 'Antheil Ihre Cons n.- an dem Verwundern nahm." Erinnern Sie mich lieber nicht daran," unterbrach ihn Henri finster mit grollender Stimme. Leiderbinich dazu gezwungen, ich kann Ihre Gefühle nicht schonen. Die Gräsin hegt Zweifel. Herr Graf, Sie hätten besser gethan, den Hauptmann im Palais Daron sterben zu lassen. Ich habe es bisher vermieden, mit Jhneu darübe? zu sprechen, - aber als Freund des Hauses' bin ich nun wohl gezwungen dazu. Haben Sie doch die Güte, mir, alles mitzutheilen, was und wie es sich während meiner Abwesenheit zutrug." - Sie mächen ein s o wichtiges Ge sicht," höhnte Henri, daß man meinen konnte, Sie waren gesonnen exn ern stes Verhör anzustellen." - " Ich spreche in der Eigenschaft all m .v' .. "' r rr . ' ' rt , hreuno, mars ioue ein. Ville. vergessen Sie das nicht." Gut, das will ich Ihnen ja auch glauben, sonst, sahe ich überhaupt keine Veranlagung. Ihnen in , dieser Ange legenhcit zu antworten." ' " ' 'Wie Sie wünschen," sprach Etoile, verbeugte sich und wollte das Gemach hlasse :: et? n": icjti tct) I :öTe ici;; 100 e j':!iit r c t , Freund, bleiben Sie, ' aber , sagen Sie vorerst, wer in ; aller Welt Sie veran laßt, mir solche Fragen zu stellen." ,Jhre Jmtff , Meine Braut?" Die Gräfin ist beunruhigt über das Schickjal des Deutschen." Aber mein Gott! Das geht doch zu weit. Es übersteigt meine Geduld.
ein Stich arna j Als Eecile krank wurde, wollte icd den SffiilÄMSÄÄMKl
W Menschen entfernen. Ich dachte, ihn in das Hotel Dieu schaffen zu lassen, er widerstrebte, dann schlug ich ihm vor, ob er nicht auf's Land wünsche, und da er damit egwerfanden war, wollte ich ihn dahin bringm lassen." ..Welcher Arzt hat ihn denn begleit tet?" Henri schwieg einen Moment, dann sprach er: Ein englischer, er war eben in Paris, ich kenne ihn schon lange, den bat ich, den Hauptmann zu beglci ttn' Wie heißt er?" Aber. Herr Professor, wie Sie fra gen, er heißt Earlisle." So. und wo lebt er?" Meist auf Reisen, so viel ich weiß. Ah. das ist seltsam, also eigentlich lein vractizirendcr Arzt?" Q ja doch. Earlisle besitzt Vermögen und ist Arzt, eigentlich mehr zum Vergnügen. Er will eine Veschäfti gung. und da er Talent zu die'em Fache besitzt, so hat er es ergriffen. So viel ich weiß, ist er wehr als die Hälfte des Jahres auf Reisen." ! ..Ein sonderbarer Aizt. dieser Ear ; liste; doch kommen wir zur Sache. Wo und wie starb Abensberg? Und wer war noch,ln snncr Begleitung? Ein Krankenwärter und zwei Dlkner. Wie heißen die beiden? Wo sind sie?" O Du Allmächtiger!" rief gering schätzig lachend de? Graf, ich bin kein geheimer Beamter der Poz. ..Das nicht. Herr Grat, aber da Sle den Sterbenden fortschassten, müssen S:e doch auch wljzen, mit wem Sie es thaten." Ich habe es Ihnen ja soeben ge sagt." Ja, aber die Namen und den Wohnort möchte ich wissen." Das ist auch kein Geheimniß, mein Bester. Den Krankenwärter kannte ich nicht, Herr Earlisle sagte, daß er ihn empfehlen könne. Ich hatte keine Ver anlassung, ihm in dieser Hinsicht nicht zu vertrauen. Wenn Sie mir heute sagen, dieser oder jener ist ein guter Krankenwärter, so werde ich Ihnen auf's Wort glauben. Und der Diener, das war man eigener, es war Jean." Wo sind jetzt diele Männer?" Weiß ich es? Der Krankenwärter, glaube ich, ging .mit Earlisle wieder nach England, ich habe aber, ich gestehe es, nicht "weiter darüber nachgedacht. Und Jean, den entließ ich; wo er sich jetzt aushält, weiß ich nicht. Sind Sie jetzt endlich zufrieden?" Nein. Wo starb Abensbcrg?" Auf der Reife. Ich habe wirklich nicht nach dem Orte gefragt, wo er seine schöne Seele aushauchte, vielleicht wußten es selbst seine Begleiter nicht; er kam todt in Miüecrpix an, da wurde er auch beerdigt." Wissen Sie, daß die Grättn ?m -nrne hat, die Leiche ausaraben zu lassen?" Henri stampfte zornig mit dem Fuße. Das ist schändlich, mich derartig zu beleidigen. Das ist eine Injurie, erst muß sie mich anklagen, ehe sie die Leiche ausgrabcn lai,cn kann." Grat Tbionville, ich selbst bat die Gräsin, vorsichtig zu sein, ich bitte Sie, betrachten wir Männer doch die Sache mit klaren Augen. Eecille nimmt ein Interesse an dem Deutschen, das dem Herzen entiprmgt, sie wird nicht eher ruhen, bis sie weiß, wo er ist. Wenn Sie ihr also Aufschlug geben können, so thun Sie es doch. Bedenken Sie, in solcher Nebenbuhler ist Ihnen aus die Dauer nicht gefährlicher, er ist dem Tode verfallen." HerrProkenor, JhreJahre schützen Sie, sonst müßten Sie mir Rechenschaft geben für Ihren Zweifel. Sie beschul bigen mich, weil meine Braut eine krankhafte Idee nährt. Ich erkläre Ihnen, daß ich über die Sache keine Silbe mehr spreche. Mag Eecile oder Sie, Herr Professor, hingehen und mich als Mörder anklagen,' dem Gerichte werde ich antworten, Ihnen oder Eecile nicht. Ich habe genug." Die Herren verbeugten sich mit kuhler Artigkeit ge gen einander. Nach einigen Tagen fuhr Etoile wie der vor das Palais Daron, um zu fragen, ob die Gräfin zurück sei. Die Gräsin ist so:ben ankommen," hieß es, und hat bereits zu Ihnen, Herr Professor, geschickt. Sie wird er freut sein. Sie zu sehen." Gott sei Dank, -daß Sie da sind." rief ihm Eecile entgegen. Me!n Herz ist fo voll, ich muß es Ihnen ausschüt len." Wo waren Sie denn, Komtesse?" Ich komme von Millecroir." 1 Und was erfuhren Sie dort?" Eigentlich nichts. Ich stellte an allen Ortschaften Nachforschungen an, aber niemand konnte mir Auskunst ge ben. Auf dem kleinen Fricdhofe von Millecroix ist allerdings ein schwarzes hölzernes Kreuz, und der Küster erzählte mir, daß da ein deutscher Ossicier begraben liege. Man habe im Schloß Zimmer für ihn in .Bereitschaft gesetzt, er sei aber unterwegs gestorben und da begraben worden. .. Der Graf habe den Befehl gegeben, das Kreuz zu fetzen, bis er ein Monument schicken werde." Jetzt können Sie sich doch endlich zufrieden geben, Komtesse." Ich? O nein, ich bin unruhiger denn ie. feie werden mir nicht olau den, aber sehen Sie, das da" sie deutete aus ihre Brust .das lügt nicht. Als ich vor dem Grabe stand nnd zu beten versuchte, da kam mir ein sicheres Gcsühl, doß er nicht da unten liege." Armes Kind, was wollen Sie denn noch beainncn?" ' , Ich weiß es selbst nicht, ' aber etwas müWeHcheMS'WKMAM Etoile erzählte ihr nun, was erwäh rend ihrer Abwesenheit gethan und schloß mit dem Bejuche bei Thionville. li!llridi!:Ä rA '.!''' .5 i'viW1 , ,:"j;;f"-ii!ii'1 Cifi! v' XArff ! irf -!'!:e Jtogit;iie e.
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.Leider muß ich bekennen, daß auch ich in Ungewißheit bin. Die Geschichte ' 5 . t rf. lloppr nicyl, oer ma zucyr uns zu : wirklich noch leben sollte. Aus Bosheit, aus Rachsucht," fiel ihm Eecile in's Wort. Versuchen Sie es einmal mit Bitten bei ihm oder mit Versprechungen, viel leicht daß er Ihnen' dann die gewünschte Aufklärung gibt." Nem," sprach sie trauna, er würde es nur dann thun, wenn ich ihm ver. spreche, sein Weib zu werden, und das kann ich nicht mehr, seit ich ihn ver achte." Seit Sie emen Anderen lieben,Ee cile. Aber trotz unserer Zweifel muß ich Ihnen nochmals ernstlich rathen. Vorsicht zu gebrauchen. Ein Verdacht ist leicht erregt, ein schlimmes Gerücht schnell verbreitet. Am Ende thun wir Ihrem Vetter doch Unrecht. In UU nem Falle dürfen wir fremde Personen zu Hilfe nehmen. Auch ich will alles aufbieten, um dem Kramenwärte? oder dem Diener auf die Spur zu kommen. Können wir nur emer dieser Personen habhaft werden, fo haben wir alle Hoff nung, die Geschichte von dem Verschwmden Ihres Schützlings zu erfahren. Wenn die Sache Nicht sauber ist. hat Ihr Vetter jedenfalls schwer bezahlt. die Zungen seiner Helsershclser zu binden. Sie munen dann diese Zungen mit einer noch höheren Summe, lösen'." Etoile erfüllte getreulich em Ver prechen. Er war unermüdlich in seinen geheimen Nachforschungen, dem eng lischen Arzt auf die Spur zu kommen, allein alles war vergeblich. Endlich gelang es ihm. eine Menge Photdgraphien englischer Aerzte aufzutreiben. Mit diesen begab er sich wieder zu Jcanette und legte sie ihr vor. Zwei Dutzend hatte sie schon flüchtig angeschaut und stets den Kopf dabei gcschüttelt. Der" rief sie. der. Wie. lassen Sie mich das Bild genau betrachten. Ja, ja das ist er, aber ganz sicher kann ich es doch Nicht sagen. Die Nase ,st beinahe zu lang und dann, da bei den Augen, glaube ich, sah er auch etwas anders aus. Aber der Bart ist ganz genau so." Sie tonnen also mcht darauf schwören?" fragte Etoile' Schwören? o nem, das wurde ich nie." Und haben Sie Nichts mehr von Jean gehört?" Gehört nicht, aber ich habe ihn ge sehen." Ah! wo denn?" Er ging den Boulevard Malcsher--des entlang, ich kannte ihn trotz seiner blauen Brille. Auch hat er sich einen Bart über die Lippen wachsen lassen, er muß kein Diener mehr sein." Wenn Sie ,hn abermals sehen, so fragen Sie ihn doch, wo er wohnt, ich werde Ihnen fünfzig Francs geben, sobald Sie mir seine Wohnung ermitteln können." Ach. mein Herr, das ist gar nicht notwendig, ich werde ihn ohnehin in meinem Interesse nicht loslassen. Er hat mir früher den Hof gemacht und versprochen, niich zu heirathen. nun hat er Geld, aber mich scheint der Herr Jean vergessen zu haben? doch ich werde mich ihm in Erinnerung bringen. Auf der Polnei kann man ihn nicht erfragen, denn ich forschte schon nach idm. Er wird sich irgendwo bei einem Frennde verborgen hallen, oder er hat einen anderen Namen angenommen, er ist ja ein Schweizer. Sein Bruder lebt in Zürich, so hat er mir nämlich erzahlt." So? Wissen Sie feinen Schreib namen?" Natürlich, er heißt Burgeli." Mit diesem Berichte ging der Pro fessor wieder zur Gräfin. Ich fahre felbst nach Zürich." entschied sie, habe ist erst seinen Bruder, werde ich auch Jean finden können." ,, Liebe Eecile, glauben Sie also wirklich, daß Ihr Vetter ein Verbrechen beging?" Gerade kein Verbrechen, aber ein Unrecht, ein schweres Unrecht, ich fürchte, er halt den Unglücklichen fo lange in sicherem Versteck, bis " Bis er stirbt." fiel Etoile ein. Sie nickte. Ich aber möchte ihn noch einmal schem Ich setze alles daran, alles, ihn zu finden." Ob schon, auch ich meinen Zweifel habe, kann ich Thionville doch nicht für so boshaft halten." Sie kennen ihn eben nicht so gut, wie ich." Ungefähr acht Tage später schritt der Professor über den Boulevard des Jta liens, da sah er einen Mann, der ihn an Jean erinnerte. Wären seine Ge danken nicht , eben . ausschließlich mit Jean ve chastigt gewesen, er hätte ihn in dem eleganten Dandy nicht wieder erkannt. Jeanette hatte Recht, er besaß einen blonden, kleinen Schnurbart, trug blaue Augengläser und war nach der neuesten Mode gekleidet. ' Allein so rasch Etoile sich auch gewendet, der vermeintliche Jean war ihm , im Gewähre der Menschen Und Wagen doch ent schwunden. ; Am selben Abend kam noch Jeanette zu ihm und berichtete ihm, daß sie Jean abermals gesehen und , verfolgt , habe, und daß er in das Palais Thionville gegangen , sei Obwohl sie über zwei stunden vor , dem Palais gewartet, habe sie ihn doch nicht wieder herausaehen sehen, weshalb sie glaube, daß er ' il.: ''. j: ii'. 1 J 'i.i1. y-m. .' "m. ,!,, 'i'.iv i i ." .... u' 'ü, ir : ' wf 'üi'1' 1 noch im Dienste des Grasen sei. Wieder begab sich Etoile zu Eecile. Liebe Komtejze", sprach er, ich komme, um meinen Rath zu wicderho len. Versuchen Sie es doch mit List. schmeicheln Sie dem Vetter das Geheim niß ab, wenn wirklich eines obwaltet, machen Sie ihm Versprechungen. ijiiiii? Henri kenW nützen, überdies habe ich mich ernstlich
lauschen, ich zerbreche mir vergeblich dachtes entdindtt. n. enSunden Kopf, warum er ihn entfernt hat gen Henris werde besuchen, um überund nun zu einer Lüge greift, uns den j all so viel als mögliachforschungen Verwundeten au verberaen. wenn dieser anzustellen. Es M stauch, wie mich
nlkk ihn? n?SeW und gänzlich von ihm getrennt. Ich habe, ihm mein Haus .-V V.. ! IX I. V VJ,
verboten, jssV"' luyu vcr die Unruhe martert! Schon um der Qualen willen, die er mlch leiden laßt, hasse ich ihn." Atonate waren verschwunden, ueerte kam nach längerer Abwesenheit wieder tröst- und muthlos nach Parts zurück. Ich konnte ihn nicht finden," rief sie Etoile entgegen, der sich nach ihr er kündigte. Also noch mmer Nicht geheilt von Ihrem Wahne, mein armes Kind." Haben Sie Ihre Ansicht geändert, Herr Professor?" Es war allerdings seltsam von Jhrem Vetter, die Sache fo acheimnißvoll zu behandeln, das aber sage ich Ihnen, daß Abensderg. selbst wenn er damals noch am Leben gcweien fem Zollte, schon längst seinen Leiden erlegen ist und in Frieden ruht. Ich beschwöre Sie, suchen Sie ihn endlich zu vergessen. Lassen Sie sich nicht von einem Jrrwahne zu Grunde richten. Armes Kind, wie iehen Sie aus, so blaß. kaum noch em Schatten von dem, was Sie waren." ..Haben Sie Jeanette nicht mehr gesehen?" Jawohl, ich habe sie sogar in Dienst genommen. Las lelchtstnnlge Mädchen hat das Geld, welches sie von dem Grafen erhielt, vollständig verjubelt. Eine Zelt lang ging es lhr recht schlecht, sie kam elend zu mir und bat mich um Hilse. Ich nahm sie eigentlich in Jhrem Interesse zu mir, ja ich gab ihr sogar den Auftrag, zu spionnen, ob Jean noch bei dem Grasen fei. Er ist nicht mehr dort, denn sie kam mit des Grasen Dienerschaft zusammtn, und diese wußte nichts von ihm. Mcm Better ,st schon lange nicht mehr in Paris." .Haben Sie Nachrichten von ihm?" ,Nein." .Und was hüben Sie jetzt vor, Ee" cile?" Ich will nach Zürich, um bei dem Bruder Jeans Erkundigungen einzuziehen, wo dieser sich aushalt." Die Rekle vecües konnte nicht stattsindcn, denn sie wurde abermals krank. Wochenlang lag sie schwer leidend darnieder. Werde ich sterben?" fragte sie den Professor. f. j: - .iKi rfyone, van feie uns erkalten bleiben." Und ich wäre doch so bereit zu sterben: ack! wenn ick nur tm'ifcte. ma Abensberg ist . Theuerste Komtesse, selbst ich könnte die Geduld verlieren. Immer und immer wieder der Deutsche, haben Sie denn wirklich für nichts mehr Interesse als für ihn? Wahrhaftig, ich kann es Ihrem Better, nicht verübeln, wenn er böse wurde und im Zorn von Ihnen schied." Ach: mnmrn Sle mich nicht an den Abschied von Henri. Wenn Sie ihn gesehen hätten! Erst versuchte er es mit Bitten, er kniete vor mir nieder und weinte und flehte wie ein Kind um meine Einwilligung zur Heirath. Ich sagte ihm, dak ich auner Stande sei. mich ohne Liebe zu vermählen. In zemem maßlosen Eigendumel aber glaubte er mich zur Liebe zwingen zu können. Vielleicht verlangt er auch mein Herz garnicht, wenn er nur im Besitz meiner Person ist. Und dann. als ich standhaft blieb, da brauste er auf, stampfte mit dem Fuße und fluchte über Abensbcrg. daß ich mir die Ohren zuhalten muvte. Es war eme abscheu liehe Scene." Su haben Henn aus das Aeußerste gereizt, bedenken Sie doch, daß Sie seit Ihrer Kindheit seine Verlobte waren, daß er Sie wirklich liebte, und Ihnen treu blieb. Da .'ommt der Teutsche und Sie werfen alle Versprechungen, alle Treue über Bord. Sie widmen sich nur mehr dem Hauptmann, und das soll der Bräutigam so ruhig mit ansehen? Zum guten Schluß 'lösen Sie noch Ihr Verlöbniß. Liebe Komtesse. wenn Sie sich doch nur in die Lage Henris hineindenken wollten." ' Wenn mein Geliebter mir zeigen würde, daß seine Neigung nicht mehr mir allein gehört, um keine Welt würde ich mich ihm 'ausdrängen wollen." Ach Kind, wir glauben immer das erringen zu können, was wir wünschen. Ihr Frauen besonders habt darin eine merkwürdige Ausdauer und Zähigkeit. Aber Sie regen sich nur auf, und daß muß vermieden werden. Ihre Krankheit entspringt der beständigen Sorge, in der Sie in der letzten Zeit waren. Kaum genesen. , wurden Sie hinemgezogen. - Arme Eecile, ist ; denn dieser Deutsche es werth, daß Sie Ihre Ge sundheit so zu Grunde richten?" v Glauben Sie an die Vorsehung, an eine Bestimmung. Herr Professor?" ' Pab. kommen Sie mir nicht mit solchen Dingen, das ist ein Thema, das kräftige und gesunde Menschen ausregt und doch immer ein ungelöstes Räthsel bleibt!" , Doctor, hatten Sie nie Ahnungen?".. , 'v Still, jetzt ist es genug, wenn Sie mir, dem Arzte und Freund?, nicht gehorchen wollen, so gehe ich." -, .Sie, gab ihm lächelnd die Hand. Ich schweige aber ich habe Ahnungen und glaube an eine Borsehung." , Alfo gut, das ist eben die Religion des Weibes,' ihr seid jedenfalls besser aran als wir Ungläubigen." , .: ' '.' , (Fortsetzung folgt.) Guter Mond, du gehst WMMMW?WWÄW warum sagt man denn gerade, ein Mann sei i rnpnVe i'icn n zine Fran d'rin niäre, könnte der gute Mönd,nicht!lo,i'tiUe7geh'n!MUM.-?Ä f ss ii '!: ' 1 i:!!,! iiiiij !.,,, ;!! " 'Üifi h! 1 1 M i ;1B. " 1 i ; :!":" ' .:,i! 1 f " :;! ''i.i 1 i'S1' " I, i ! : c. ., :' !'! .; jjljfe&Ä ffnun g i sttzd aFMM'e
wenn man sonst Nichts hat.
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- .. ... . . DexMtlfluv des Geschlechts in deff Erziehung Der Irrenarzt Sir James (Trichtert Browne hat kürzlich in der Medicsk Society of London" einen Vortrag Ueber den Einfluß des Geschlechts in der Erziehung" gehalten, welcher alle Gründe der wizienschastlichen Medicin gegen eine geistige Uebercnstrcngunz vcr weiblichen Jugend zusammenfaßt und. Lie ernsten Bedenken, welche z. A. die dilltsKn Aerzte gegen gewisse in Aussicht genommene Aenderungen i? der Erziehung unsere? weiblichen Ju gcnd hegen, rechtfertigt. Die Deutsch medicinifche Wochenschrift" schreibt über diesen Nortrag u. A. Folgendes: Crichton Browne hat Front gegen die Tendenz gemacht, die Unterschiede in der geistigen Befähigung der beiden Geschlechter zu ignoriren, Mädchen in ganz derselben Weise, wie Knaben zu erziehen, und Männer und Frauen m allen Beschäftigungszweigen mit einem der concurriren zu lassen. Browne folgt der Classincirung des englischen Physiologen Michael Fester und'ertlärk die Männer für diabolisch, die Frauen kür anabolisch. Der Mann hat mehr Willcn5lrast, Unternehmungsgeist, Lei denschaft und Energie (Katabolismus), während die Frau rezeptiver, ruhiger, liebevoller und beständiger ist (Anabo liSmus). Diesen intellektuellen Wer schiedmheitcn entsprechen Vcrschiedenhci ten im Bau des Gehirns, und in dieser Beziehung ist Browne, der sehr zahl reiche Wägungen, Messungen und an derweitige Untersuchungen des Gehirns angestellt hat, eine bedeutende Autori Kt. - Diese Verschiedenheiten im Bau und der Funktion des Gehirns, welche die Geschlechter in jeder Lebcnsperiode von einander trennen, haben eine besondere pathologische Bedeutsamkeit während der Entwicklungszeit, wo die Erziehung mit der größten Energie betrieben wird. Die Erziehung kann einen sicheren Weg nur im Lichte der Physiologie des 6c Hirns einschlagen: leider wird dies aber von denjenigen, welche mit den Erzie hungspflichten betraut sind, nur Zu osl unbeachtet gelassen, oder geradezu für falsch angesehen. Die 'sogenannten Hochschulen für das weibliche' Ccschlechi in England wollen den Mädchen uugc fähr dieselbe Erziehung geben, wie sie bisher nur den Knaben ertheilt wurde, und Browne behauptet, daß dies ein Unding sei und sich durch eine Ver schlccytcrung der weiblichen Gesundheit räche. In einer solchen Schule fand er z. B, daß von 187 sonst sehr gut situirten Mädchen 137 an Kopfweh litten. 37 waren kurzsichtig und 4 litten am Veitstanz. Diese Madchen müssen noch, nachdem die Schulstunden vor über sind, anr späten ÄwchmittacL oder Abend, wenn lhr Gehirn bereits n schöpft ist. zwei bis drei Stunden zu Hause arbeiten, und da5 Resultat ist, daß eine beträchtliche Anzahl wahrend des Quartals krank wird und nicht weiter kann. Solche Mädchen, die in den Hochschulen überangestrengt worden sind, klagen, dfl,n sie Nicht mehr aufmcrlsam sein tonnen, viel langer bei derfelben Arbeit sitzen müssen als frü her, daß sie das. was sie lesen, nicht verstehen, daß sie vergessen, was sie ge lernt haben; daß sie zuweilen aar nicht wissen, wo sie sind und halb bewußtlos werden; man sieht bei der Untersuchung, daß sie. schlaff, unentschlossen und reiz bar sind. ' Browne hat dann die einzelnen Krankheitscrscheinungen besprochen, die durch die seiner Ansicht nach verkehrte Erziehung der Mädchen beordert wer den, und dabei u. A. betont, daß dU Schwindsucht, die weit mehr Mädchen, als Knaben und Jünglinge im Alt von 10 bis 20 Jahren dahinrafft, be sonders durch geistige Ueberanstrengung der Mädchen in der Entwicttungszeit. au Boden gewinnt." Gerechtfertigt. ' Sie wollen ausziehen?" .Ja, denn Ihr Haus ist ja so- bau süllig. daß ich nicht 'mal meinen Gläu -bigern die Thüre gehörig vor der Nase zuschlagen kann, ohne befürchten zu , müssen, daß es zusammenstürzt." ' Frecher Lügner. Junge Dame: Denke Dlr Elstp dieser elende Mensch, dieser Schauspieler! Erst hat er mir einen Antrag gemacht, dann hat -er sich fünf hundert Mark von Papa ge liehen, und nun ist er verschwundml Freundin: -,, .Psui! und dabei ist , tr,,-Moch'KhäraNeMär stelle verlässig müssen erst die andern sein.- . er 5t ich H -föffitn . nen Sie jenen Herrn s '5 MB,ZlySas. . Äll- ist:firl;T:'of f (edHer i !idCt;': : ' dal ; ganze Land bereist und vortrage zur !, Betämpfung! lder, , Froue:iar!'cit , hält." A.; Wobt 1 recht oerir.ö einen schwungvollen Aliimendandcl. davon lebt er!"
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