Indiana Tribüne, Volume 16, Number 35, Indianapolis, Marion County, 23 October 1892 — Page 10

Plauderei. Ich habe den schlechten Geschmack des amerikanischen Publikums in voriger Woche an dem Theater gezeigt, ich möchte heule zeigen, wie sich der schlechte Geschmack auch in meinem eigenen Berufe, in der Zeitungsschreiberei zeigt. ES schadet nichts, wenn man zeigt,' was schlechter Geschmack ist, ein Bischen Einfluß hat es immer in der Richtung der Verbesserung deS GeschmackeS. Ich kann leider in meinem eigenen Berufe dem guten Geschmacke nicht so die! Rechnung tragen, wie ich möchte, denn wo so Viele dazu beitragen, den guten Geschmack zu verderben, kann der Einzelne nur wenig in anderr Richtung thun, Uno dann, wenn man unter Wölfen ist, muß man wenigstens dann und wann mitheulen, denn schließlich muß man ja die Zeitung verkaufen und was man verkaufen will, muß dem Käufer' gefallen. Der schlechte Geschmack in der amerikanischen Journalistik zeigt sich hauptsächlich in der Lokal - Berichte: -stattung. Was hier gesündigt wird daö geht inS Unendliche. Zeitungen in amerikanischen Städten von 50,000 Einwohner haben medr Lokalnachrichten als Zeitungen in Städten Deutschlands von 500.000 Einwohnern. Es passirt in amerikanischen Städten zwar nicht mehr als in deutschen, aber jede amerikanische Zeitung ist mehr oder minder der Äblagerungspkatz des ge wahnlichsten St 'dtklatsches und anderer Dinge, welche in gar keine Zeitung gehören. I meinen Augen giebt eS nichts Abgeschmackteres, als wenn analog dem europäischen Hofklatsch die Zeitung meldet, Frau Protz habe eh e reu party, Frau ShoddY eine euchre party u. s. w. gegeben, wenn sie aus fürlich berichtet wer da war, und wel chen Schmuck Frau Käfemeier anhatte, und aus welchem Material das Kleid der Frau Wurstmeier gemacht, und wie der Kopfpich der Frau Hering beschaff fen war, und waö eS zu essen und zu trinken gab u. f. w. Daß derartige Berichterstattung lediglich den Dünkel und den Hochmuth fördert, ist ja doch klar. Mögen sich doch die besseren Klassen" für derartige Dinge so eine Art Hofjournal halten, aberTageblätter sollten sich mit einem solchen Klatsch nicht abgeben. Es ist ganz in der Ordnung, ia Zeitungen über interessante BerichtsVerhandlungen berichten, aber jede Schuld- und Wechselklage in der Zei- , tung zu melden, und damit jede ge.' fchäftliche Verlegenheit in die Welt hinauszuposaunen, ist imhöchstenrad taktlos. Dasselbe ist es. jedes kleine Polizeivergehen in der Zeitung zu melden. ES braucht doch wahrhaf ij nicht jede Privajangelegcnheit an die große Glocke gehängt zu werden. Leider aber wird man gar zu oft troh feiner besseren Einsicht dazu gezwungen, denn derselbe.Mann, der vielleicht heute eine Zeitungsredaktion darum ersucht, etwas was ihn betrifft, nicht zu puhliziren, ist im Stande morgen die Zeitung auszugeben weil er etwas, was seinem Kachbar unangenehm ist, nicht in der Zeitung findet. Familienzwiste, Ehescheidungsklagen werden in der Zeitung gewöhnlich in einer jeden guten Geschmack beleidigenden Weise breitgetrcten, obwohl es Dinge sind, die eigentlich doch Nie

manden als die Betheiligten etwas angehend Leider fühlt die Bcleidi gung des guten öeschmackes erst Jeder dann' wen die so berichtete Angeles genheij seine eigene ist.. Wenn der durchschnittliche Zeitungsleser von den in der Zeitung enthaltene . oder vermißten Neuigkeiten" spricht, , so meint er damit keineswegs politische ober sonJge interessante Rachrichten, sondern den Stadtklatsch. Der ist für Viele das einzige Jnteressante !n der Zeitung. . 1 Welche widerliche .Schmeichelei und PopulacitaUhascherei liegt z.B. darin, wenn eine Zeitung wie die Rews" sämmtliche Eisenbahnbeämke nach und nach beschreibt und deren Portraits bringt, als ob dieselben etwas ganz AparteS waren. Wahrlich-, Seiten könnte man füllen mit der Aufzählung aller Keschmacklosigkeiten in der ameritanschen Lokalberichtverßattung Die Popularitätihascheeek' in der Konkurrenz um Leser hat den Geschmack der Letzteren durch solche Berichterftattung verdorben und die Kraft,' eines Herkules reicht nicht mehr, aus, den , Augiasstall zu saubern. Ich hatte heute gerne nsch allerhand über die Columbia Feier gesagt, aber ich denke ich lasse heute genug sein des grausamen Spiels" und hebe mir daS Uebrige für nächsten Sonntag auf 11 1 UV Feine weiße (Cromwell) Hemden bei John , Rosenberg No. 196 Ost 'MashlngtsnZzMra

Vom Goldeue Horn. Türkische Quarantäne -Ge . schichten.

skonstantinopel, 24. &tp Saß ich da gestern Abeuds, wie es o meine Gewohnheit ist. bei Janni hinter einem Glase Bairisch und las meine Zeitungen, als plölich ein Freund mir auf die Schul.er klopfte und fragte: Sie. mim S' cmen samofen Stoff?" Aber natürlich!" rief ich, denn für meinen Freund und mich selbst bedeu tet Stosse tm so riel wie Material. einem Feuilleton, mindestens zu einem Bericht. myia, bami kommen S' mit in den andern eaal. Die Herren so und so sind beute Aden) zurügekommen und erzählen gerade ihre Erlebnisse in der Quarantäne.Das lieg ich mir nicht zweimal sag?n. sondern sprang auf und folgte meine; Freunde in den Rcb:nsaal. Tie Namen der Herren so und so" dars ich aus leicht begreiflichen Gründen nur der Redaktion verrathen. Tiese aber wird bestätigen, dav sie streng verläßlichen Personen angehö' ren. Begrüßung alter Bekannten, Vor stellung einiger Fremden, gemüthliches Zusammenrücken und einer der Wie dergekehrten fuhr in seiner früher be gonnenen Erzählung fort: Wit ich Ihnen also sagte, meint Herren, kauf' ich mir in Pest ein Körberl voll prachtvoller Pfirsich' und Trauben. Pfirsich, sag' ich Ihnen, so, wie meine Faust. Natürlich damit ich unterwegs dann und wann 'was Feucht's hab'. Auf einmal, in Tzari' drod. heißt's: Allcs raus! Zehn Tag Quarantäne!" Kruziferen! I' denk, i fall um. das heißt, wir Alle denken, wir fall'n um. Quarantäne! Da haben also die versl Zeitungsschreiber doch Recht g'habt. Natürlich haben wir daheim kein Wort von den Quarantäneg'schichten glauben woll'n. denn der Eine meldete drei Tag, der Andere fünf Tag, wieder Einer gar zebn'e. und da haben wir halt gedacht, die Kerle lügen eh wie gedruckt und die k. und k. Regierung, die doch auch so 'was wie eine Pflicht hätt', derartige Maßregeln öffentlich bekannt z geben, hat sich alleweil wunderbar ausg'schwiegen. Wir Protestiren und tclcgraph.ren nach allen Himmelsgegenden, aber es nutt nichts. Wir fragen nach einem Arzt, der uns untersuchen und unsere Gesundheit bestätigen soll, vergebens! Ter einzige Arzt ist Tags vorher er krankt und der neue kommt erst übermorgen. Wir sind also in einer Quaxant'äne ohne Arzt! Aber geräuchert und ang'spriht werden wir doch und unser Gepäck wird tüchtig durchge dampst. Da bemerken die verfl Kerle meine schonen Pfirsich, Pfirsich, sag' ich Ihnen noch einmal, s o. wie meine Fanst. Was thun f ? Consisciren thun sie s als choleraverdächtig! Und gleich nach her. was setzen j uns zu essen vor? Ich werd Ihnen sagen, denn rathen thun Eies doch nicht: Gurkensalat! Staaner sollen 'ihnen wachsen im Bauch! Polizei überall. Von einem Arzt auch noch am zweiten Tage keine Spur. Eonst gerade haben wir leine Beschwerden, 's Essen war genießbar, 'die Beiten nicht schlecht, und weil f' uns 'am zweiten Tag wieder haben laufen lassen. die G'fchicht mit den zehn Tage war ern im Nebereifer, entstandenes Mißverständniß wollen wir Tzaribrod Tzaribrod sein lassen und weiter fahren. Endlich kommen wir um 12 Uhr Nachts nach Mustafa Pascha, lllcs 'raus! Drei Tage Quarantäne!" Jetzt denken wir aber alle, uns trifft der Schlag. Himmelkrenzmillionendon nerwetter!" schrei' ich. vgller Gift, g'hort Bulgarien noch zur Türkei oder lncht? Und wenn, dazu g'hört, zu was hat man denn dann zweimal Qnarantäne zu halten?" Aber es nutzt Alles nichts, 'raus müssen wir. gexäuchert Und gespritzt werden wir; noch einmal wird's Gepäck dcsinfizirt und dann heißt's im Gänsemarsch antreten, alle fünfzig Mann, und auf einem dick mit Chlorkalk bestreuten Weg zwischen einem Spalier von Soldaten mit auf gepflanztem Bajonett hindurch nach dem Zeltlager marfchiren. Je ja? Betten M einem Zelt. Na, d'.K Betten sind gut und so wird sich'? ja am Ende überstehen lassen. Am nächsten Morgen besehen rnk uns die Be'cheerung. Einen Kilomete? vor Mustafa Pascha, einige hundert Schritt seitwärts der Bahnlinie, aus ppn der Sonnenhitze zerklüftetem Ackerboden, etwas erhöht, liegt unser Zelt lager. Dasselbe ist rings von einem Strick, der die Demarkationslinie dezeichnet, umgeben, und von Soldaten mit aufgepflanztem Bajonett, jeder im ter einem bretternen Schirmdach Nkh?nd, sireng bewacht. Ein Kasedschl hockt irgendwo am Boden und 'siedet einen scheußlichen Kaffee. , Dabei , kommt 'Einem der Appetit nach einem Frühstück, aber es gibt flichts als türkischen Kaffee und Brod. DaS Brod wird uns unter dem Temar catjoksstrick weg zugeworscn. Das Gld dafür müssen wir in ein Häkerl voll Essig oder Ehlorkslk werfen; darin bleibt's eine Weile liegen., dann fischeu Uch's die Empfänger j herq us und raq schen's ah. Hab n 's auch ein Vergnügen. ' . Mit einem Mal tfs ich einen Herrn., der scheu mit drei Mete? Abstand um den Strick 'rumichleicht. , Ich will nsir ihn näher ansehen und mach', ein paar Schritt. , Sie den ' hätten S sehen sollen! , Ganz entsetzt hupft er zurück, streckt beide Hände gegen mich aus und schreit: Lloinsr-vous! Monsiaur, eloigriez-vous! Ne touchez pas la. corde! (En tt erntn fct? W. niii"

oerr, enlfernen 'Sie stcy: berühren Sie nicht den Strick!) Ich schüttet" nein Kopf und der geht weiter. Auf einmal hupst er wieder zurück and schreit; da waren nämlich ein paar andere Quarantänehalter dem Strick nahegekommen. Jetzt werd' ich doch neugierig. Dn," sag' ich zu meln'm Spezi, wer ist denn der g'spaßige Herr dort, der allcweil so cu'rios umeinanderhupft als wie a Hanswurst und so furchtbar schreit?" Der da? Ei, das. ist ja der Dr. Bronmann!" Was!" sag' ich, der Dr. Großmann von der Sanitätscommission?" Aber natürlich der V Ja, aber der ist doch der Cholerazt." , Freilich ist er das. Und weil er mm, daß die Cholera so eine g'fähr liche Krankheit ist, eben darum nimmt er sich vor ihr in Acht!Ah so!" sag' ich und hab' g'lacht.. Dann ist's Mittag worden und wir .riegen Hunger. In Wien hätten wir auch was z'ezsen kriegt, aber in Mustafa Nascha ujegerl! Jni Augenblick sind wir noch nicht recht eingerichtet meine Herren, ab' morgen gibt's ein Büffet, mit dem Sie zufrieden sein werden." Einstweilen ajbt's nur einen Türkischen- mit Brod, später so etwas wie Milchkaffee mit Brod, dann welch' wunderbare Speisekarte für eine Quarantänestation! Lachs, in Buche sen, Hummer in Büchsen, Sardinen in Büchsen und fürchterliche Salami. Na, es war immerhin was zu essen, und der Hunger trieb's herein und hinunter. Aber Sie, die Wuth vom Manega hätten S' sehen sollen, dem österreichischen Militärattache. Der kam von der Kur aus Karlsbad und war auf dem Rückweg nach Eonstantinopel zu seiner Botschaft. Wie der die Kost als Nachkur 'kriegt hat! Na, ich sag' nichts mehr. Zum Glück hat ihm Tags darauf ein Pascha ein paar Hühner aschickt. Am zweiten Tag sind wir alle neu gierig auf das famose Büffet", kalt und warm. Was war's? Wieder Lachs in Büchsen, Hummer in Büchsen, fürchterliche Salami und ein Lamms braten, der der.. ..ja, wie soll ich denn nur sagen, wie der war mit seiner rothen Unschlittfauce? Na, wissen S'. der war so. daß Sie Schlag' kriegen, wenn S' ein einziges Mal in meiner Gegenwart das Wort Lamm" aus sprechen, der war so, daß ich meine Lebenstag nicht einmal mehr in einem Hotel einlebe', wenn zum Lamm" heißt, der war so. daß rnir's noch in 25 Jahren den Magen umdreht, wenn ich d'randenk'. Psui Teufel!-, Der Magen schien dem Erzähler wirklich aus dem Gleichgewicht gerathen zu wollen, und um dasselbe wieder her zustellen, goß er fchleunlgst einen derben Schluck Baierisch hinein. Dann fuhr er fort: . . - Am zweiten Tag wär' ich auch gern einmal .ohin" gegangen. Ich wende mich also an einen Bekannten und frag': Sie", frag ich. wo sind denn die Latrinen?" Ah", sagt der. ich weiß's selbst noch nicht; aber so 'was ist ja leicht zu finden. Geh'n S' einfach Ihrer Nas'n nach". Ich probir's. aber weil's eben überall g'stunken hat wie die Pest, bin ich doch nicht so ohne Weiteres an den richtigen Ort gekommen. Endlich sind' ich. was ich such'. Und was seh' ich? Ein Graberl, 40 Eentime'er breit. 40 Eentimeter etwa mag's auch einmal tief gewesen sein,' aber jetzt war's voller Unrath ünd ohne jegliches Desinfektionsmittel! Und das nennen die Leut' die Latrine einer Quarantänestation ! Wer da die Cholera noch nicht hat, der kann si' kriegen. . Der dritte Tag brachte mir ein Eztravergnügen. Wie ich da sa hinter unserem Strick steh, bemerke ich einen Straßenhund, einen wuchtigen Köter, der von Zelt zu Zelt schleicht und die Speisenabfätte zusammensucht. Wie er satt ist, drückt er sich sachte wieder zum Lager hinaus. In demselben Augenblick seh' ich den Sanitätsrath. Sie," sag' ich. Herr Doctor. da schlecht Einer mit Kommabacillen um 'inender." Was?" schreit der, Doctor, wo, wer?'' Da," sag' ich, der Hund da: da. feh'n S' ihn nicht? Der bat unser ganzes Lager durchstöbert und will sich tcSt drücken." , Ha!" schreit der 'Äoctor Hamß mals (Gepäckträger), schnell, den Hund einfangen!" Und zwei Hammals, stürzen auf den Köter los.. Der aber nicht faul, klemmt den Schwanz zwischen die Beine und rennt, rennt, sag' ich Ihnen, wie ich noch nie einen Hund, hab' rennen sehen. Die Hamwals haben's Nach' lausen bald aufg'stcckt, der Doctor bat sich g'gift't, wir aber haben gelacht, weil wir ja lauter g'sunde Leut' waren, von denen kein einziger aus einer, der feuchten oder auch nur. verdächtigen Gegend kam. Was aber dann, wenn wirklich einmol., ein,, Kranker , in der Quarantäne lieat. ünd so ein Bieh bis Ba.'jllen verschleppt?., , Endlich waren die drei Tag' rum. und richtig, mitten in der Nacht uni zwölf Uhr. genau um die Zeit,' in der wir die Quarantäne , bezogen hatten, wurden wir auch wieder hinausgetrie den' Und da der Zug nach Constantinopel, erst srüh um vier Uhr von Mustasa Pascha abfuhr, so hatten wir das zweifelhafte Vergnügen, noch Zuri'zcklegung des einen Kilometer betragen? dcn Weges zwischen Quarantäne und Station ' aus , letzterer 3 Stunden im freien auf den Zug zu warten. Mit

diesem bummelten wir bis heute Abend gcgen'neun Uhr herum, aber daS Afle$ berührte mich nur noch wenig. Ich war froh gestimmt, froh und dankbar, dmn der Augenblick, in welchem wir auz der Quarantäne getrieben wurden, war der glücklichste Augenblick meines Lebens." , Auf diesen glücklichsten Augenblick aber tranken wir noch Eins.

Das neueste Grav Jesu.

Ein Hadii schreibt aus London: In der englltchen Prehe erschemt em von Henry A. Campbell und dem be kannten Buchhändler John Murray unterzeichneter Aufruf zur Sammlung von Geldmitteln, um das erste Grad Jesu, das Gartengrab, anzukaufen. Es wird für den Ankauf des vier engl. Acres umfassenden Grundstückes sammt Einfriedigung die bescheidene Summe von 80,000' Mk. verlangt. Weitere 40,000 Mk. werden für legale Ansga. den und Jnstandstellung der Oertllchkeit und Anlage des Gartens berechnet, sodaß mii der Auslage von 120.000 Mk. das echte, Grad des Gründers der christlichen Religion in die Hände der angllkanlschen Ehnsten gelangen würde.' Ader ist das Grab wirklich echt? Für diese Annahme haben wir nur folgende Anhaltspunkte: Laurence Oliphant, eine ausgezeichnete Autorität, beschreibt die Grabstätte in seinem be kannten Buche Haifa: Man nähert sich dem Grab durch einen Hosraum. 7 Fuk in's Geviert; zwei Steine sind so gestellt, daß man den Eindruck erhält, qls seien sie dort an Stelle des vor das Grab gerollten Steines. Rechts ist ein Seiteneingang, der in eine Räumlichkeit mit loeulus und weiter in eine 8 aus 10 Fuß große Höhle führt. Geht man dagegen gerade vorwärts zwej Tritte nach unten, so kommt man in ein 7 auf 9 Fuß großes Gemach. Von jeder der zwei Seiten wände und der Rückwand aus führen drei enge Gänge in drei anderen kleine Gemächer.- jedes sieben Fuß lang und sechs breit, und auf jede Seite befinden sich Steinbänke, auf welche Leichen ge legt werden konnten, mit engem Gang dazwischen. Das, ganze Grab konnte demgemäß sechs Leichen enthalten." Daß dieses das erste Gnib ist, behauptet Oliphant nicht. Er sagt blos, daß es das einzige jüdische Grab nahe bei den Walken der Stadt' auf der Nordseite. und unfern der Stätte t, welche mit ziemlicher Sicherheit als Golgatha bezeichnet wird. Das Grab ist nahe bei der Stätte, welche ein Mami vor einigen Iahren für 50 Napoleons kaufte und ktirze nachher den Lateinern für 1000 wiederverkaufte, weil dort Ueberreste der Kapelle des Märtyrers Stephan gefunden wurden. Der General Gordon, der kurz vor seiner Abreise nach Chartum, wo erbe kann! ich gctödtet wurde, längere Zeit in Jerusalem verweilte, hat diese Stelle besucht und für das ächte Grab Iefu gehalten. Die Verehrung, welche die fer mit einer tief mystischen ?!atur begabte Mann in England genießt, würde wohl genügen, um seiner Ueberzeugung Glauben zu verschaffen, und es kann deshalb gar nicht überraschen, daß der Erzbischos von Cantcrbury mit einem Gefolge von Bischöfen, Kanonitern, Dekanen und Ebrwnrdcn der angüta Nischen Hochkirche dcn Aufruf der Her xtn l'a -nobel! und Murray un e 'tükt. M..n ann nicht aus r Augen l isen. daß in diesen Tagen di? Eisenbahn rou Jaffa bis zum Thal der Laute unfern des , Jaffathores eröffnet worden ist ; dasein mystischer Zug unwiderstehlich die anglikanische Kirche nach Osten zieht, seit die ritualistische Richtung sich die Oberhand darin verschafft hat: daß das ächte- Grab Christi als Wall' fahrtsort eine unzweifelhaft glänzende Spekulation ist, auch wenn man sür die paar Acres ebensoviel bezahlen muß. als für einen Bauplatz in eine fashionablen Vorstadt Londons. Eine Grabeslirche in anglikanischem Stil außerhalb des Damaskusthores, um dem anspruchsvollen Etablissement in nerhalb der Mauern Konkurrenz zu machen, ist gar so übel nicht. Gibt es doch auch zwei Galten Gethsemane. von anderen Duplikaten gar nicht zu reden. Japanische Tynamitarden. Ueber ein gegen zwei Mitglieder der japanischen Regierung, den .Grasen Oku ma und dem Minister des Innern, Kono. geplantes Dynamitattentat liegt jetzt ein ausführlicher Bericht vor. der deutlich beweist, daß die Japner sich die europäische Civilisation, angeeignet ha den. Eines Abends zu vorgerückter Stunde fand sich so meldet der Bericht im Haufe des Grasenkuma ein Individuum ein. das dem Diener eine für den Grafen bestimmte, angeblich von einem Freunde desselben einem Herr ?)ano, geschickte Schachtel über gab, auf der die Worte standen: Pri vatangelegenheit. Nur vom Grafen Okuma selbst zu öffnen.- ' , Zufällig kannte aber der Diener die Handschrift des, Herrn ano .schr genau. und da erbald erkannte. da& die Worte auf der Schachtel nicht von diesem Herrn geschueben sein konnten, hielt er sich für berechtigt, den Decket ein wenig in die HShe zu hebcn und den Inhalt der Schachtel zu prüfen; ein Zinncylinder, der wie sich, bei einer spater vorgenommenen Untersuchung herausstellte, mit Dynamit gcsüllt war. hinderte ihn daran. , die Schachtet ganz zu öffnen; das war lein Glück, denn hätte er sich verleiten lassen, die Schach tel gewaltzam aufzureißen, so wäre er unfehlbar in Stücke, gerissen. worde.'.tl ,' , , 'Der UederbrinHer ! der Schachtel war nicht der Attentäter; ex hatie das Packet am Votsuca-Thore von einem etwa 25 Jqhre alfen Manne erhalten, der ihn ersucht hatte es dem Grafen Okuma zu übergeben.! Diese? Individuum da jedenfalls auch der Urheber,! des gegen den Minister Nono geplanten -Attentats war, konnte nicht ermittelt werden. In der Wohnung des Herrn Kono war nämlich unter ganz ? ähnlichen Umständen eine Schachtel abgegeben wvrdeu, die angeblich von dem Grafen Jta tom men sollte. Nur durch Zufall blieb )ie Schachtel uueröffnet. und als man später von dem gegen den Gra-en Okuma unternommen 'N Mordversuch erfubr. mutbmaßte man, sofort, dai

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begitllli Alollkag, 24. Oktober und dauert die ganze Woche. Solcle vargains sind kner nie zu. vor offenrt worden, und wir verkaufen genau wie wir anzeigen. Hier find einige. unserer achten Bargninct ;

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sehnt sich danach, ein Glas Bier zu trinken, das frei ton allen der Gesundheit nach theiligen Ingredienzen ist und folglich nur aus reinem Sopfen und Malz der besten Qualität kerzestellt wird. Mit diesem Bewußtsein

trinkt man es selbstverständlich mit' einer berechtigem Vorliebe. Das so schnell beliebt gewordene Erzeugniß der unterzeichneten Brauerei, welches unter Im bereits überall bekannten Nnen Home Brew Vier im hüsigen Markte eingefühU ist, desttzt die oben angeführten EMnschaftm in vrustem Maße und wird Demjenigen eine Summe von 3000 (fünf Tausend Dollarn zagesichn t. der im Stande ist. positive Bewufe zu liefern, daß sich in unsern Gebräu irgend ttdck schLdlichen Substanzen befinden und daß dasselbe nicht aus reinstem Hopfen und Malz der' besten Ouatttät gebraut wird.

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