Indiana Tribüne, Volume 16, Number 27, Indianapolis, Marion County, 16 October 1892 — Page 7
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Tgaaatamsac
Schweizer Briefe. A u 3 3 et matt. Vsi Pro?. Irrt&r J3Ifr. 10. September. In diefcr Zeit des immer zunebm? Ven Berg'portS Umn man nicht vorsichtig genüg sein, wenn man nicht den Hals brechen oder überall hinter's Licht zcfiihrt sein will. So ist's mit Zermatt und dem ,, Mattcrhorn. welche dem Montblanc und (shamonir eine stets rrfolgrcichere lzoncurrenz machen. Was man da an Touristen in vollstctndlAer Ausrüstung inw mit Urwäldern von Alpftöcken siebt, das svcttct jeder Beschreibung. Tamcn wie Herren. 5!invcr und Greife, bristen und Heiden, und von jeder Nationalität! Tas Alles wollte legten Sonntag auf den be rühmten.' Mischen Monte Rosa und dem Matterliont gelegenen Gsrner Grat. Eilt Bergnügungszug ans Psl ris über Lausanne hatte mehr als 150 Personen nach Visp oder Vicge g?bracht, und nun sollte es durch das Nicolaitdal mit der Z.chnradbaln aufwärt gehen. Ein mcrtwürdigcS Volt, oieie Alpeiuvortler! Wenn man sie so in den Wirihshausern beisammen siken siebt mit ikren bestrumvl'ten Waden die Waldläufer einander ausbinden? erinnerte mick dabei an den alten v-v - it urfivi uii uu Mwt besßclcbrten (S. Reuß in Straßburq. weit der sei! c, wenn nver die öimitajm . . j y Begebenbeilen befragt, kaltblütig erwi dcrte: ch bin nicht dabei ge.veien:" So lieg ich eben die Leute Bergkohlcn" und stieg in den Waggon, der uns auf der haisbrechendsten Linie, die ich je gesehen, bis zur ersten Station, Staldern. hinaufbrachte. Dort sollte gefrühstückt werden, aber sogleich zeigten sich die Mißstände des Plaisi'rtrains", dessen Mitglieder Coupons für Alles, sogar für Essen und Trinken. hatten. Es fand da eine Absütte rung statt, welche weder an Quantität noch an Qualität ousreichtc. dagegen Am so schlechter und langsamer fervirt wurde. Als es nun weiter gehen sollte, vernahm man, die im August durch 'Gletfcherwasser teilweise zerstörte Bahn sei noch nicht rollftandig repanrt, man müsse an der beschädigten Stelle aussteigen, zu Fuß gehen u. dgl. Eine grone Verspätung werde dadurch eintreten: auch fei bereits durch den Sevtcmbcrdicnft die Zahl der Züge auf ein Minimum reducirt. Alles dies hätte in den Zeitungen gesagt werden müssen; itber um den juzug nicht zn hindern, wurde die Sache vertuscht, bis man .eingefallen" war. Der Zug ging alw ab und kam vor der taüo Nikolai an die cinge stürzte Brücke Nun hich es: heraus! bei stromenoez: Regen, welcher seit Staldern fiel. Rechts der tosende Gletschcrstrsm. links die Felsenmand, in der Mittc m steiler, glitscheriger Pfad, so bewegte sich die Touristenmasse langsam auswärts in einer wahren ?.cnschenfalle. Jch bachte mit Schau dern an eine Etwaige Panik und deren Zokaen. Endlich gelangte man unter einkN'.'chmul5iczen.urvorwcltlichcnSchup pen. wo man den hcradkommenden Zug erwartete. AU derselbe ankam, eraM sich uns entgegen ein Menschenstrom der Tkussteigenoen mit Gepäck und Trä gern, und Gedränge wurde lebens gefährlich. Endlich konnte man einsteigen, mit einer unbeschreiblichen Unordnung und unter Anwendung jeder Art von Selbst Hilfe. Im Eingang in die Waggons stünden mm Koner von der Größe der Bücherkiste, in welcher ihrer Zeit Frau Hugo GrokuZ ihren gelehrten Gatten .aus dem Gefängnin entführte. Ueber 'diese Koffer müßte ,r?an Oegklettern. und manche Engländerinnen bewiesen dabei ihren Beruf zum Bergsteigen mit Hintaufetzung jeder Vrüdcrie. -welche diefelZM bei ihren Reisen auf .dem Kontinent nur noch .im Gepäck mit sich zu führen pflegen. Als alle diese Schmerzen übcistaüden -waren, ging es endlich weiter durch Dick und Dünn, lüder 'schwindelnde Zahradsteignngen, unter Gletschern und dräuenden Fels lo.ren her, uuÄ dann .gelangten wir, Mit zwei gutkn Stunden Verspätung, nach Zermatt. Es war 6 Ufo, die TageAhelle ging Mvn auf die ?leige, der Regen strömte. an eine Fortsetzung des Unternehmens zur Rüficlslp war nicht zu denken. Alio in die Hotels! d. h. zuerst in bie Omnibus! Ich aber, der ich omnia mea rnecurn führte, schritt iccte ir.?s Dorf hinein, und kcarn 30 Schritte vom Bahnhof fiel mir ein ziagelneues Hotel in die Augen: Znm Gorn: Grat". Eine freuudlich blickende Dame stWd in der Thür. Können Sie mich aufnehmen?" mWii Vergnügen". Einige andere Reifende folgten meinem Leispil, und so wan wir d5n unter Dach uud Fach. Alles gut in Ordnung, ein regelrechtes Diner, gute Betten, alles was maü nur wünsche konnte. Unsere Wirthin war eine drei und überhaupt vielfprachliche Damez sie hatte zwei seh? nette Töchter und als Auswärter ein seh? großes Mädchen aus Bern snit schwarzen, blikkLden Lugen und wie eine Tanne schlank. Der Spaßvogel unter uns beharpUte sogleich, dieselbe sei unter den Mädchen, was das Matterhorn unter den Bergen. Auf dem Gorner Grat seien wir schon, daZ Matterhorn stand: sichtbar vor un? also sei der Zweck nnserer Reise erreicht. Die vielsprachliche ia) mir. sogleich für den nächsten Morgen em Pserd. welckzes mm m tuui iußB u, 9m roiriu. chen Gorner Grat und m vieren wieder . I? ooivotZl Mir . M y.f 3 X i. m m Ä. mV
1s-,,,. iC. -i. ' 4 umvt, tc'i.iiu ilu.iiiiwi uiiLf vu uui s tt 4 w und ihren Eivhmmcrn. meint man. . .v M fin h?uinhiUA hastig! So stein war er bei den mei. .?. M Vd ch Ä Ö . ' Ladi hi. so zierlich und fn sind stc ich ailc cchl ! S,nd die Aden. ,,.ü,!,k,ibkn!i und dir Ka!tbal,er an ich bercchtigte Zmciscl in die Ad. !"'" Ä&Ä' tX " n ein" m ni mtm ! iiams d.Dm.a feste nb na wahr, als die agdacschichten, welche . ..?.,.. V . ,z-. :. eine aewitte Flachheit, die ich an ihnen
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und Negcn aifo wir mußten uns mit
Dem schon gehabten Gorner rat und u" ...... .. Natterhorn' in der Blume begnügen. p?,firen. daß sie auf d-.ezem Wege durch ' . . .... die Fremden sterben: Die Urnniie des eigentlichen Berges So überfüllt mar um diese anreZ. sowie dcs Wei. nnd RotdkiornS unÄ -JLUC21. ?LUL ?" ?! lSI?"
. ... , 4 , jcii Die anreu ia lunnc nicni. tsenr
aiiü-iir uiiuiiiiHsai ujijui i?iput iu: ,
Den sroar im zaw des iflges tüic bleiche Riefengeipenster mitunter fichtbar; aber es war alles zu unsicher und die Wege waren allzu gründlich der Darben, um etwas zu unternehmen. Llio z?g:n wir, mit unserem Schicksal zrollend, wieder unserer Weg? und gelangten unter gleichen Hindernissen wie beim Herausfahren nach Visp hinunter. Ich fachte in meinen Erlebnissen nach nnem ahnlichen Abenteuer und fans nur eine zwölfstündige Tiligencesalnl durch irgend eine Sierra in Spanien, welche sich damit vergleichen ließe. Tiesc zzhnlückige Zahnradlinie nach Zermatt wird wirklich in einer haariräubendcn Weise gehandhabt. Keine Ordnung bei so großer Gefahr! Ein ewiges Schellen und Pfeifen und Siglale aller Art und dennoch nie eine Abal?rt zur richtigen Stund.', lieber"Si bei d" boben Bera'latineu mit Anfang September und dein Ein tritt schlechten Wetters alles aus Rand und Band. Die Verpfleauna wird nachlassia. weil die Bediensteten Eile -gaiig ö lein, citdaö) D je . i 'S f A M ! a A VA f Lima N rt t ffrnt.i rrrsnn 'iüp0i (lrni teric .' i -m. ,,,., ?s .s, ... ' . . 7 ! ILLi.ll Ll. L lllll LILl I U1L11. a u iLJX. L IiU - f, Matterhorn das wirkliche sehen will, der mache sich bei Zeiten auf. im Juli oöer August, aber im September hütet Euch vor Zermatt ! Immerhin ist das Oberwallis mit seinem Rhonethale und den Riefendergen zu beiden Seiten interessant und angenehm zu sehen, besonders jel)t, da die' Eisenbahn bis Brug fast an den Fuß der Grimsel nnd der Furka hinauf führt und d Simplonstraße bedient. Auch ist dasselbe dem Volkstypus und bei Sprache nach ganz deutsch: doch weicht das dem Fremden schwer ver ständliche Bernerdütsch allmählich vor dem Französischen zurück, welches die osncielle Verwaltung?- und Bureausprach? ist und mit der riesigen Zu nähme der Fremden immer mehr dik Vcrlchrsfctrache wird. Mithin bereute ich meinen Ausflug nicht, obwohl derselbe mit vielen Unanrehmlichkciten gepaart war. Aus L u z e r n. Wo Cuts ?ldönfld. 11. September. rwlrr-tli durch tsnZkvdiäbrigtn Besitz ?er Bodk und verfremd 5errtckt Soll komme Kursen und uns Stattn chmden? Schiller, Kttbrlm TeZ.) Wenn der selige Stauffacher jet auf wcchcn und sehen würde, wie viel fremde Herren und Herren knechte gegen wärtig der Schweiz den Zwang aiifcr legen, thun zu müssen, was ihnen be liebt und angenehm ist, er würde ohne Zweifel sofort und freiwillig zu seinem alten Gesinnungsgenossen Ättinqhaufen l-ins Grab zurücksteigcn und ihm mit theilen, daß er auch froh sn. mit der neuen Zeit nicht mehr leben zu müssen. England ist hz'er der Herr geworden! Alles lebt den Kindern dieses Landes zu Gefallen, alle Einrichtungen wer den mit Rücksicht auf sie und ihre Bequemlichleit getroffen. "M)- bouse is my casttV', lautet ein bekanntes, stolzes Wort von ihnen und eine ganz große Anzahl unter ihnen scheint gar kein castl zu haben, da man sie das ganze Iah? .in sremdm Häusern trifft, die sie allerdings mit Geschickkichkcit sehr rasch zu den ihrigen zu machen ver stehen, wahrscheinlich um die Ehre des citirtc.n Sprüchwortes zu retten. Wie sehr Alles mit Rückficht Quf sie eingerichtet ist, kann man z. B- daraus ersehen, daß man hier wo in Allem der höchste Komfort herrscht ziemlich schlecht rasirt wird, weil die Engländer dieses Geschäft selbst vollbringen. Sie thun as hauptsächlich aus Reinlich' keit5gründcn. mnd sie haben Recht. In diesem Punkte kann man überhaupt Manches von ihnen lernen, was klug und vorsichtig ist. Deßhalb ist es dop pelt -wunderlich, daß sie die hier nur zu wünschen brauchen noch nicht darauf gedrung? haben, daß in der gegenwärtigen Zktt mehr Vorsicht gegen das Einschleppen der Eholera geübt werde. Man braucht wirklich nichl ängstlich zu sein, um das Verhalten der Grenzbchörden nd der Gasthofbcsitze, in diesem Punkte unklug zu finden. Vor einigen Tagen 'waren im Re staurationsraum des Basler Bahnhofes mindestens 309 Mcn'chcn zu sammenge, drängt und durcheinandergeschoben, die, umgeben von Reifedecken, Eßzeug, Fla schen u?.d Nahrungsmitteln, ohn, Zweifel z einem gehörigen Procentsatz ans verseuchten Gegenden kamen und solchergestalt den Krankheitskeim auf Äie leichteste Art über die Grenze tragen konnten. Daß ein Land, welches zum ößtcn Theil von dem Fremdcnbesuch feine Einnahmen schöpft, die Reisenden nzt'glichft wenig belästigt, ist begreiflich; aber diese Rücksicht geht hier zu weit un. kann sich unter Umstanden bitter rächen, wenn die Hotelbevtzer fortfah' ren. ohne Frage jeden Reisenden aufzunehmen, demes beliebt, seinen Wohn ort as d?m Meldezettel mit Dcusch. land" eder auch .Europa" anzugeben, was hier überwiegend geschieht. Unzefragt wird natürlich Niemand jagen, dan er direkt aus Hamburg knmm?? flher rnif in fiflfstrfii tinh dringendes Ersuchen wird jeder gerne beitragen, die Gefahr für sich und An. dere zu vermeiden, namentlich, wenn er sicher ist. daß man ihn nicht weiter belästig als daß man auf ihn und - .. .
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qemommtno oandern. weil jtc von den ' k natürlich: Jeder bleibt so lauge von zu Hause fort, als nur irgend möglich und speciell die Amerikaner scheuen die Heimreise wegen der Quarantäne-Maß-regeln. Da das Wetter in den letzten acht Tagen sv schlecht war. daß man nicht in's Freie konnte der Pilatus hatte drei Fus; hohen Schnee und keinen Bahnbetrieb so war man darauf angewiesen, seine Zeit in den geheizten Salons und Lesezimmern der Hotels zuzubringen, wo man entweder in einer Fensternische stehen konnte wenn es nicht zu sehr zog oder auf einem Stuhl PlaZi nehmen durfte, wenn er nicht zufällig von irgend welchen Fügen eines gegenüber fixenden Engländers belegt war, der mit seinen beiden Armen noch zwei weitere Siygelegenheiten liebcvoll zu umschließen pflegt. A proios: englische Füs'e! Die in Berlin mit dem schönen ??amcn Aeppltähne" und in Wien mit dem viel gemüthlicher klingenden Wort: Ehristüambrctteln" bezeichneten traditionellen englischen Da etwa in ihr L . ttflr inl en Anwar im Stande, mzch ti r ' von der Echtheit ihrer Herkunft zu über ' zeugen. Die Bevorzugungen, denen die Eng länder hier überall begegnen, haben zur Folge, daß viele sich als Engländer geben, die es gar nicht sind. Aus dem heutigen Mittagsdampser, der zum erstenmale seit acht Tagen, eine größere Anzahl Passagiere über die im langcnt kehrten Sonnenlichte glitzernden Fluthen des Vicrwaldstättersces hintrug, befand sich eine aus Vater, Mutier und zwei Töchtern bestehende Familie, die sich in Kleidung und Gebühren sehr englisch gab! Plötzlich ich ging gerade an ihnen vorüber und traute meinen Qhren kaum sagte der als Lord verkleidete Ehef bn Familie in Bezug auf eine dunkle Wolke, die sich über den beiden M.?thensteinen zeigte: ..Ganz ko scher kommt mir die Sache nicht vor!" Nun bin ich zwar sehr schwach im Eng lischcn. aber daß das nicht ganz natio nal-cnglisch war. hab' ich doch gleich ge merkt: schon deshalb, weil Myladg dem Lord einen sehr deutschen Rippenstoß gab. Außer diesem nicht unappetitlichen Wort, welches durchaus geeignet ist, sofort die Vorstellung eines sauber ge deckten Tisches mit schwer verdaulichen Speisen hervorzurufen, habe ich inch ein weiteres, ebenso sinniges als treffendes Wort auf dem Dampfer ver nommen. welches von einem Berliner Herrn herrührt und sich seinem In halte nach eng an das andere anschlie ßen läßt. Es war die Rede von der merkwürdigen, fchichtartiaen Formation des Gesteins eines der Berge, an denen mir vorübcrfuhren, und di meinte der Berliner Herr: Wissen Se. det sieht aus jenau so als ob man einen jroßcn Käse ufn andern gefegt hätte!" Ich habe den Mann wahrhaftig um seine Phantasie beneidet; ebenso wie ich einen biederen Schweizer um seine ruh rende Sclbstcrkenntniß beneidete, als er mir. nach einem ebenso kurzen als inhaltlosen Gespräch, welches er mit mir über die Ziele der Socialdemokrat tie sührte. die Mittheilung machte, er sei ein Edamer! Womit er mir den Ort Eham als seine GcburtZMe bezeichnen wollte. Ich hätte es ihm übri gens auf alle Fälle geglaubt. Heute scheint die Sonne in voller Pracht! Zu Taufenden ziehen Sonn tagsausflügler in die Berge und auf die Höhen. Die buntbcwimpcltcn Schisfe gleiten großen Schwänen gleich über die smaragdgrünen Flu then von den Kircblhürmcn ertönen die Glocken und Alles, was da? Auge sieht und das Qhr vernimmt, fließt harmonisch ineinander zu einem Bilde voll üppigsten Lebens und erhabener Ruhe! Und wenn auch diese oder jene Uebclstände dem Richtengländer den Aufenthalt hier manchmal verleiden mögen eines bleibt sicher wahr: der Vie'rwaldstättcrsee mit feiner herrlichen Umgebung ist schön, wenn ein hell fluthender Sommertag über ihm leuch -tet. er ist prachtvoll, wenn der Winter seine Ufer und Höhen mit Schnee nnd Eis umzogen hat unbeschreiblich herrlich aber ist er, wenn nach nebligen und kalten Tagen die dichten Wolken, die ihn umlagert haben, vor der durch brechenden Sonne schwinden und das entzückte Auge ein Bild vor sich sieht, das ihm den Sommer und den Winter zugleich, vorzaubert. Erinnerungen an die Cholera. Erinnerungen an das Auftreten der Cholera in St. Petersburg im Jahre 1830 veröffentlicht in der Zeitschrift .Rußkaja Starina" ein alter PetcrZ. burgcr. Er erzählt unter Anderem: Ter Hcumartt und die auf ihm er richtete Eholerabaracke waren der Schau platz wilder Scenen. Das dauerte aber nur einen Tag. Alle Streiche und Einfülle des gewöhnlichen Volkes waren höchst originell; man erzählte, daß sie in einem Stadtviertel einen anständig gekleideten Menschen aufgegriffen hät ten, der gerade aus einer Apotheke herausgekommen fei und bei dessen Durch suchung sie ein kleines Fläschchen mit einer Flüssigkeit gefunden hätten. Das habe ihren Verdacht gerechtfertigt, daß er einer von den Volksvergiftcrn sei; sie sollen ihn dann auf ihre Arme gcla den und durch die Straße, wo sich die Hauptwache befand, geschleppt haben. wachthabende Oisicier, der tch immer aus der Platsorm denn' fragte sie: Kinder, wobin schleppt Ihr denn diesen .Menschen?"
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Wir wollen ihn als Glltmilch?? ert ctr ä . i 1 i Muren, urw. üotiacoorcn . annucrui man ihm. Aber was denkt Ihr denn, Kinder", sagte der Osfieier. nach tnt ner Meinung müßte man ihn eist 0kdeutlich durchpeitschen und ihn dann er sävfen, geht mir ein bischen her? ' ,Gc win, sofort." meinte einer aus der Menge. Und sie übergaben den armen Menschen dem Ossicier mit den Worten: Hauen Sie ihn nur ordentlich durch. Ew. Wohlgeboren, und dann einen Stein lim den Hals und in 's Wasser mit ihm!" Tas Leben des Menschen wäre verloren gewesen, wenn der Ofsicicr ihn nicht von der Platsorm aus gesehen bätte. Als der Berichterstatter am anderen Tage ausging, nahm er seinen Weg zur Spaszkl-Kirche auf dem Heumarkt, in d?r eben der Mittags -Gottesdienst begonnen batte. Hier sah er den ganzen Platz bedeckt mit gemeinem Volke, dessen Getümmel schon von weit her hörbar war. Ta plötzlich gegen II Uhr fuhr das Volk zusammen, es war, als wenn die Bewegung plölich cingekroren oder die Menge von einem elektrischen Strom durchzuckt worden wäre. Die Luft erzitterte von Hurrahrufen. tih !?iiirn rnitrhiMi ht hfr 'ilft ni schwenkt: Der Kaiser Nikolai Pawlowitsch war angekommen. Der Kaiser hielt vor der Kirche an, stellte sich aasrecht in seine Kalesche, nahm den Hut ab, bekreuzigte sich vor der 5kirche und wandte sich zu dem ihn umgebenden Volke mit folgenden Worten: ..Rechtgläubige Leute, was thut ihr? Habt ihr Gott vergessen? Habt ihr eure Pflicht vergessen, das; ihr Unruhen anstiftet? ?luf die Knie!" Das ganze Volk fiel wie ein Mann auf die Knie und begann, sich zu bekreuzigen. Als darauf der Monarch befahl: Geht nach Hanse!" zerstreute sich die Menge sofort, und nach einer halben Stunde war der Plah wie abgescgt. 441V V IMIVIt ' W V 4 W .l V4 w Ein Besuch bei Zola. In der Revue Jllustrce" veröffcntlicht Herr Huret eine Unterredung, die er kürzlich mit dem Verfasser des De bäcle" gehabt. Wir befanden uns in einem Salon, der sein Licht durch drei Fenster empfängt. Auf dem künstlerischen Kamin so berichtet Hurct, steht die Büste Zolas. den Dichter in seinen jungen Jahren darstellend. Rings um die Zimmcrwände laufen Tivans und Armftühlc mit vergoldeten Lehnen und himmelblau, gelb und rosafarbig gepolstert. Ein' Flügel, Jardinicren u. f. w. vervollständigen die Ausstattung. In der Stille dieses reich vergoldeten Salons sie! das Wort: Vermögen!" und Herr Zola rief aus: Mein Vcrmögen! Mein Vermögen! Ich habe ja keins! Es ist nichts als eine Fabel, daß ich Millionär bin. Wie? Sie wissen das nicht?" Aber die großen Auflagen?" Tie großen Auflagen, die Auflagen nach Tausenden! Bah! Sie machen kaum einen Durchschnitt von 80,000 Exemplaren jährlich. Nun, bitte, rechnen Sie. Mir fallen nur 12 SouS für's Memplar zu, so daß sich mein jährliches Einkommen auf kaum 50,000 Francs beziffert. Fügen Sie noch hinzu die Ueberfetzungs ' und Nachdrucksrechte, so gelingt es mir wohl, mein Einkommen auf 100.000 Fr. zu erhöhen, doch bei der Art der Lebenssührung. zu der man in Paris sich gezwungen sieht, gebt diefe ganze Summe darauf. Sie wissen, daß zur Entfal tung eines wahren Lurus ein Vermögen von Millionen gehört. Das kleinste moderne Portrait von künstlerischem Werthe kostet 10.0CK) Francs, so daß sich die würdige Ausstattung einer Wohnung auf ,! Millionen stellt. Meine größte Vcrschwendung. der ich bisher mich schuldig ge macht habe, besteht in vier in meinem Arbeitszimmer befindlichen Portraits, die mich 4000 F. gekostet haben. Man hat versucht, mich als einen Geldmenschen hinzustellen, der nur auf die großen Auflagen und die Millionen von Ercmplarcn sinnt! Thoren! Wenn ich danach trachte, daß meine Bücher eine große Auflage erleben, so ist dies doch nichts Außergewöhnliches, und das Bestreben, ein zahlreiches LeserPublikum zu besitzen, ist durchaus logisch. Als eine Thatfache, die es verdient, betont zu werden, hebe ich hervor, daß George Qhnet in diesem Jahrhundert 100.000 Leser gefunden hzt. Ich habe stets das System mir zu eigen gemacht, auf die große Masse zu wirken, und so babe ich von Rougon-Macquart" bis heute 1,200.000 Exemplare verkauft. Was die Behauptung anbetrifft, daß die Bedeutung des Autors nach dem mit seinem Werke erzielten Umfahe zu bemessen ist. so ist dieselbe lächerlich!" Nach einer kurzen Pause fügte der Nomandichter hinzu: Der Luxus ist mir gleichgiltig. Sehen Sie alles dies" und dabei machte sein Arm eine Kreis bewegung. was kümmert es mich! Ich habe dies Alles nicht nöthig. O. wenn ich nochmals mein Leben beginnen könnte! Eine kleine Hütte und die Ruhe würde die Grenze aller meiner Wünsche bilden.Bäuerin: in: ,,J' möcht' bitten, :i Michel i' moan bat err Tokter, mei die Blattern 'lriegt Doktor : So, so; werde gleich hinkommen !" Bau erm: 3' möcht' bitten, Herr Dokter, datz S' heut' vielleicht no' net komma und erst in a' paar Tag nachschau'n möcht'n; 's kriegt'S mei' Mädel aa' no', und dann ging's halt in einem hin!" Ba bette :Bitte, schreiben Sie mir einen recht schönen Liebesbrief an meinen Franzl!" Schreiber: Schon recht, kostet aber 20 Pfennig', und wenn Sie wollen, daß Sie der Herr Franzl aleich heirath', macht 40 Pfennig'!" Kriterium der Liebe. Student : Anna, liebst Tu mich wirk lich? Kellnerin: Na und ob. Zch tstxU gleich mal mit Dir mittrinken..
2lles?andro StradeNa.
ES gibt Namen, die aus ganz bcsonderen Gründen durch lange Zeinaume im Gedächtniß der Menschheit haften. Ein gewisser Hereftrat zündet v. Ehr.) den Tempel der Tiana in Ephe sus an. um sich zu verewigen : ihm wird die Unsterblichlkit zu Theil. Wer spräche noch von der schönen Faustina Hasse, wenn sie nicht de Geliebte des Kurfürsten von Sachsen und Königbon Polen gewesen wäre ? Un) wem fiele es jkk;t noch ein. von dem einnmo ligen Favorit-Komponisten Hasse zu reden, wenn er nicht den bittersüßen Vorzug gehabt hätte, der Gkniahl jener gefeierten Schönheit zu sein? Von den mehr als hundert Opern, die Hasse schrieb, hat sich auch nicht die kleinste Melodie in der Erinnerung späterer Geschlechter erhalten. Weltliche and kirä liche Musik des unclcnzchnlich rro dultloen Mannes. Alles ist verweht und vergessen. AlesjauOro Stradella. genannt Apoll der Musit". verdanlt es N'.cht d?n schönen Werken, die er ichrieb, tondern einer romantischen Liebesgetchichte. daß man ihn noch in jedem Leriton ftn fcc'. Seine Leben-zeit siel ins !7. shrhundeit; dos Jahr der Geburt ist anbclannt. das Todesjahr nicht stcher üdklliekcrt. Die merkwürdigen Schickte unö La! tragische Ende des bqab :n und eleganten Mannes hat uni e'n rcnzösischtt Arzt Bourdelot (f loSö) .n feinen Aufzeichnungen hinter lasten, tie 172ö von Bcnne! unter dem Titel: .ltcir Je la rnusique et de ses esset? in Paris erschienen. Straöella stammte aus Neapel. Er kam nach Venedig, um etliche Overn für das dortige Theater zu cemponiren. Ein vornehmer Venetianer Sich seine Geliebte von ihm unterrichten. Diese Gesangstunden wurden verhängnisvoll für den jugendüchen Meister. Binnen wenigen Mcrnairn entstand aus der gegenseitigen Sympathie eine glühende Heia na. die Schülerin verliebte sich sterblich in ihren Lehrer. Beide flohen nach Asm. Der geprellte Venetianer schwur ihnen den Tod. Er sann auf blutige Rache und engagirte zwei Mörder. Dreihundert Pistolen Belohnung und sreie Rki'e wurden eontraktlich de düngen. In Neapel, wohin sich we Banditen lllsdald verfügten, tbeilie man ihnen mit.Strodelia und lk'i e .'lngcbctetewct!ten in Rom. Jene nn tdeten das ihrnn Auftraggeber und wünschten Empsehlungsbiiefe an den renetianiichen Ge sandkcn in Rom. um nach oolZbrachter Thlit einen Zufluchtsort zu hoben. Im lltbrigin waren sie nach wie vor bereit, den Veksolgten. wo er 'hncn auch be gegnen mtge. umzubringen. In Rem angklüngt. erfuhr das edle Paar. Stradella weide am nächsten Tage im Lateran ein Oratorium Johannes öer Tünfer" zur Aufführung drivgen. Sie krollten dabr-i sein und ihrem Qvser nachher auflauern. Ader die Ergrif' senhert aller Anwesenden mach Be'dt stutzig, cer Eindruck, den di? herrliche Musik hinterließ, wandelte ,dre Blut, gier n Mitleid. Sie waren darin einig, daß eZ schade sei um einen solch' vgriresslichen Künstler, den ganz Jta lien bewundere. Statt ihn zu todten, wollten sie ,.hn warnen. Am Au-gange der Kirche erwarteten die Banditen Stradel!.), lobten sein Werk, gestanden rcumuthig den Zweck ihrer Anwesen heit und ertheilten ihm den Rath, schleunigst mit seiner Schönen sich nach einem anderen, sicheren Orte zu bege den. Dem Venetianer wollten sie vor spiegeln, just am Tage vor ihrer An kunft hbe der Gesuchte die Stadt ver lassen. StradeUa liep sich da- nicht zweimal fügeni er flüchtete Mi! fti.ner Hortcnsta diesen Namen Zidt Bo? dclot an in:ch Turin. Die Mörder lehrten heim. cr;!kkten, wohin die Vcrictgien gegangen seien, und waren bemüht. den Rachgierigen zu beschn?,chtign. indem sie ihm vorrede ten. in Turin wZre ein Mord n;ch! ganz leicht auszuführen, wegen der Garnison und der strknaenustipflkae: det aäöe es auch kerne Äivle für Mörder. Dem'i .'iftriüchtigen Vezliüner war adir duich Vernnjtründe nicht beizulcmmen. Er zog den Vater seiner Geliebten in's Vertrauen, dieser verließ mit zsi anderen Mordgesellen die Lagurenstadt. Ter französische Gefandle in Venedig. Abbe d'Estrade. gab dem sauberen Trisclium Emvikhlunzen an dkn Marzuiz de Villars. der in Turin izrankreich vertrat. In bis Lkl)te?en Hauie kamen die .drei Geschäftsleute, als solche waren sie angemeldet, zusammen. Man wartete auf eine günstige Gelegenheit, zunächst vergebens. Die regierende Fürstin, welche von der Entweichung Stradellas und seiner Begleiterin hörte, brachte Hortensia nach einem Kloster und nahm den Musiker ir.'ihre Dienste, sie glaubt:, dadurch Schlimmes rerhü ten -j tonnen. Alle Venicht-maßre-p,e(n gewahrten jedoch lernen Zenügen d.'N SchuF. Eines Nachmittags promenirte Stra del!a auf den Wällen Turins', er wurde von den Tre'.en meuchlings angefallen. Jeder versetzte ihm einen Dolchstich in die Brust. Die elenden TcfeLen ftüchtcten sich zum französischen Gesandten. Diese Unthat, von vieler! Spaziergängern gesehen, erregte ellaemeine Be stünuna. Van schloß die Thore der Sradt. Als di? Fürstin Kund? ,vcn d?m Gelchehenen erhlklt. besaht s:e die Veriskqung der Mörder und verlangte ihre Au-l:kfkrun2. MsrquiS dtVtüars b?rief sich auf seine Privilegien, betonte die Uneiletchkeik te'.r.es Haute? und gedrsuchte di? Zchw'.ndklhasZe ÄutreSc, Vi rbZ!tungsbefeh!e aus Par'.s abwar tcu zu mitten. Indeß ssrder:? ei doch rcn d'Estrcdk Aufklärungen; d:eier log tbm vor. er sclbst wäre run dem e:len Venetianer. einem seh? einflußreichen Manne, ae tauscht werden! Die Assmre beschull:att sonz Italien: et! aberStradeua von je:nkn schweren Wunden allmalig aena-, berhizle sich die ön'enilich'e
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Meinung nach und nach, so daß V:LarZ die Buben entwischen lassen konnte. Gar ;u gern hätte der unnatürliche Vater zuvor noch keine Tochler umge bracht, das ließ sich aber nicht ermög' lichen. und so blieb es beim dösen Willen. Ein Venetianer schreibt Bourdclot ist unversöhnlich, hat ihn erst der Eiferiuchis-Damon qepackt. Er schiebt die Rache auf. oht:e sie jemals ganz aufzugeben. Der arme Strodclla. zweimal wunderbar errettet, entging seinem Schicksale nicht. Bezahlte Spione beobachteten ihn und folgten ihm. als er mit Hcrtensia. die unterdes aus Be treiben der gütigen Regentin Frau Strodella geworden war. in Genua Aufenthalt nahm. Am Tage nach der Ankunft muröen Beide in ihrer Wohnung ermordet. Im Haien wartete eine' Barle. af dieser enttamen die Verbrecher. HerstcLung dcö Wsrmser Domö. Ueber die Vorarbeitn zur Wiederherstellung des Wormier Toms, der eines der ältesten und ehrwürdigsten Baudcukmzler frühmittelalterlicher Bautunst in Deutschland bildet, meldet die Deutsche Bauzertung sIolgendes: Bereits im Jahre 1889 wurde an Professor Heinrich Jrhrn. d. Schmidt in München von Seiten des Domdau Komites und des Kirchenoorstandes der 9t ultraz ertheilt, eine aer:au? Auf. nähme des Domes in seinem geenwür ligen Bestände anzufertigen und im Anschluß daran einen Herstellungsent wurf mit Bauprogramm und Kostenanschlug auszuarbeiten. Im August d. I. hat nun in Wcrms auf Veranlassung der hessischen Regierung ein aus hervorragenden deutschen Architekten zusammenczesetzter K-nst?alh zur Prü sur.g m Schm'.oti'chen Entwurfes und ur Besichtigung deZ DomeZ ae tagt. Die Schmidt'ichen Entwürfe fanden bei der in de? Tauskapell; des Dome- stattfindenden Berarhung all gemeine Anerkennung. ZJ emnach wird eine Sicheruna des Westchores und der Vierung empfohlen. Gleichzeitig wird die Erneuerung befchadigtcr Theile der Thurmhelme, so wie Ersar, rerwitterter Stücke deZ Steinwerkcs im AeukLern des Baues als nothwendig bezeichnet. Als ein Gewinn für die monumentale Erscheinung des Bauwerkes wird bezeichnet, wenn der östliche VierungZbJU einen gonii im Geiste der alten Steinhelm? gcdaltenen steinernen Thlirmhkm erhellen würde. Auch wird anger-gt. dsn die Taujkapeüe an Stelle der je! zigcn Nstbdcdstvng ein? Umgesta?tung im Eh.irakter des gothisches Stils erhalte. Die vorgeschlagenen Arbeiten für das Innere find geringeren Umfange?, da der Bchand nach Möglich keik delanen werden fcft. Herstellung der durch Brand zerstörten Sockel und an derer vorspringender Architelturtheile in Haustein, ferner Ausführung eines BodendelaqeZ in andstcin. Begehbar machung der spiralförmigen Aufgänge in den Tbürmen. innerer Ausbau des nordwestlichen Thurmes, der mit einem Treppenaufgang zu den oberen Geschos fen versehen werden .soll, sowie Ersatz deZ schadhaften Gebälkes in den Thür men durch Eisenlonstrukticn werden als nothwendig bezeichnet. Zuvörderst werden jedoch noch einige technische Er Mittelungen in Bezug aus Breite. Tiefe und Beschastenhzit der unda mente und auf die Bedenbeschassenheit nebst Ausnahme einer Maßdildauf nähme des ganzen Bauwerke-verlangt. Weiter beauftragte der Kunstrath den bauleitenden Architekten. Stadtbau meister Hoffmann in WormS. mit der Bearbeitung de5 genauen Laupro gramms und der Kostenanschlag? Ei n?m erigererz Ausschüsse von tut Mit. gliedern würd? Kit weitere geickasttiche Behzi'.dlung der Vausrögen ander tra.:t. Ss tann man d'. Zuversicht b'gen. dob das shrwürd'a? Bauwerk. welches im Jahre 1 1 1 8 geweiht und im Jahre 1 153 mit gewissen Mcdis'lat'onen umgedaat wurde. wied:r ir. einen Stand ojtyt wird, welcher dasuid: oe gen den Zerfall sichert. Ptä,: Betrunkener: Sakra, die ganze Zeit hat der Mond hel! geschienen. unV jex.t. wo i' 's Schlüsselloch such', der steckt er 'ich aui 'r.t Stund' hinter die Wolken?!" Ein gescheidter Doc tor. .Snt. Scpp. unser Viehdoctor. dös iZ a.g'scheidter Kerl! Wie ich ihn gestern zu mkt.cr kranken Sau g'rusen hab', hat er ihr a' Pulder vklschriebe und getagt: ..Wenn dös nix hiist. h.!?: gar n:r mehr!"" Und richtig, abändern Tag war die Sau h:n!" Bescheiden. Nun. lubk Nkchtt. hast Du fünf Tochter wünschen Du Dir denn nicht auch ein mal einen Sohn?" N:ch!.-. ja. und wenn es euch cur Schwiegt; söhn wäre t" Die I ngen d wärmt sich an der Sonne der HossnunZ. das Alter an dem :en der Erinnerung.
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Cvlnestsch:r Aberglaube. '
In Ebina tritt die Heusck?e.'envlae überaus heilig aus, außerdem in den Neisd:fkr:!:en eine Miüern'e erwar ten. Die Beamten wenden nn l'en möglichen H?!usro!us an. um den .rehn:en Neaen herabzbksckoren, oech die Gölter bleiben säiwcrdSrig. Zu den Beschwörnnc;smitte!n gebort auch, dah das Schlackten ron Thieren verboten wird. ja. Vrok!amai:?nen sind sogar erlassen worden, die In? Todten von Fröschen und Moskitos ! unier sagen. Die Mandarinen, und an iijrer Spille der Kiier. haben sich nach den Tempeln des Äegengottes begeben und seine Beihilfe angerufen, doch in den meisten Fallen erfolglos. In einigen Bezirken haben die Beamten Deo::i:io nen nach gewissen hügeligen Ge.'.-nden entsandt, wo Wunderthieie hausen. Si? werden als Drachen bezeichnet, welche die Macht haben tollen, den lechzenden Feldern den $eoen zu s.nden. Dieser ceche" wiid als eine etwa 5 Zoll lange Echunart beschrieben, ee cn Rüen schwarz und deren Bauch rcthlichist. Ist mau so glücklich, eins dieser Thiere anzufangen, so legt man es in eine Porzellondaie. in der es voii dem Fangplaz-.e aus nach dem Tempel der Stadtgottheit in Procefsion geführt wird, der sich alle hohen Beamten der Umgegend und eine nach Tausenden zahlende Volksmenge anschlicben. Am Tempel angekommen, wird die Vase aus einen besonders dazu errichteten Altar gestellt, und an einem vom B;a Infamer a!s glückbringend bezeichneten Ta.e streut man in dieselbe pulverifirte Thierknockcn. Ties möcht den Tra chen" so ärgerlich oder so fnichtsam, das; er PloiUich anschwillt, die Vaie zerbricht und zum Himmel stiegt: ein tüch ttger Negengich wird die Folge kein. wenigstens dem Volksglauben zufolge. .Daß die hohen Staatsbeamien Ehinas sich noch heutigen Tages damit adge den. zu solch einfältigen Mitteln ihre Zuflucht zu nehmen, scheint," wie der Ostasiat. Llo:w" bemerkt, unglaub lich. ist aber wahr." So ung'aublich iü der chinesische Aberglaube für uns Abendländer denn doch nicht: ahn'i'che Dinge kommen ja auch bei uns vcr, nur die Form ist anders. Ä!uS dem Tagebuche dcö Schay. In einem Artikel Ans dem Reiche oer Sonne", den Gras Ander S.;echenvi im Pester Llo:id veröffentlicht, keit es unter Andcrm: Wie der Schab über Europa urtheilt, niit welcher dem Orten talen eigenen Logik er über das Erlebte denkt, wie kurz und bündig und doch treffend er seine Erlebnisse in Europa schildert, das ersehen wir aus scmem Tagebuche, aus dem es mir gelang, folgende Stellen zu sammeln: .In einer Gemäldeausstellung in London." .Das Bild eines Esels wurde gesehen. Ich fragte: Was ist der Preis dessel den?" Der Director der Ausstellung, vecher ein beleibter Mann mit weitem Barte war und die Preise verlas, sagte: Hundert englische Pfund", was gleich 250 persischen Tom an ist. Ich sagte: Ter Preis eines lebendigen El'cls be trägt höchstens fünf Pfund; weshalb soll denn ein gemalter fo theuer sein?" Ter Director sprach: Weil er le'.ne Koen verursacht und keine Gerste und keinen Haser frißt." Ich sprach: Wenn er keine Kosten ver nrsacht. so tragt er dafür auch keine Lasten und gibt auch leinen Ritt." Wir lachten' sehr. Im EircusEines Abends gingen wir in den Eircus. Es waren merkwürdige Pferde mit Flecken dort. Sie haben diese Pscrde so gogen und gewöhnt, daß sie auf einen Wink jede Bewegung, welche man will, ausführen, der Lehrer sagte zn ihnen: .Steht still'." Alle standen still. Er sagte: .Laust schnell!" Sie liefen. Er sagte: .Stellt euch aus!" Sofort stiegen sie in die Hohe. Er sagte: ..Laust krumm!" Sie liefen so. Kurz Alles, was er sagte, das thaten sie. Man konnte sich daran ein Beispiel nehmen. Hübsche, schön ge tlcidete Frauen galoppirtcn ans Pser den im Kreise herum, sprangen auf den Pferden, schlugen Vuizelbaume. über schlugen sich nach rückwärts und sielen wieder zur Erde, ohne sich weh zu thun. Frauen und Knaben machten Kunst stücke, welche zu schildern unmöglich ist. So zum Beispiel schlugen in einem Athemzuge 500 umgekehrte Purz:!bäume, was fast außerhalb der inensch lichen Kräfte liegt. Kleine hübsche Kinder überschlugen sich in einer Weise, welche man iich nicht vorstellen kann. Sie machten auch vortreffliche Sciltän zerstücke, welche antet Assen und Spin nen keines athmenden Wesens Sachs ssnd. Genug, sie vollführten Wunder dinge, es war ein unvergeßliches Schau spiel. In der Kirche. Eines Tages be. suchten wir eine Kirche, welche auf einer Insel des Flusses Seine liegt. Tort unterhielt ich mich mit dem Oberprie ster. Ich fragte: .Welches ist Ihre Ansicht in Bezug auf die Heiligkeit Jesus ans ihm sei Friede! pflegte er Wein zu trinken oder nicht?" So fort sagten alle Priester, als ob ich eine sonderbare Frage gestellt hatte, im Ehor: Freilich pfleqte er zu trinken. Er pflegte sogar Wein zu machen." Dann sprach ich: Pflegte tt den Wein für sich zu machen?" Alle antworteten: Zumeist für Andere." Es war schon. Zum Schlüsse heißt es: .Diese Reise machte ich im Jahre 1306 um den Mo nat Zi-Haji (Juli), wo ich auch Oezte? reich-Ungarn passtrte, durch welches die blaue Donau fließt und wo die Frauen so schön sind wie Lilien. Darüber schreibe ich ganz besonders. In die ses ledere Buch lönnte ich leine Ein sicht nehmen." Die Liebe ist die Sonne im Leben,; je mehr sie 'aüs,.demselben der schwindet, desto tieser werden dann dit Schatten.
