Indiana Tribüne, Volume 16, Number 27, Indianapolis, Marion County, 16 October 1892 — Page 4

Jndiann Tribüne. Erscheint Täglich und Sonnt ngs.

Ti? tögllche .Tribüne- kostet durch den Tröge? ii Ccn:s per Woche, die Sonntags -.Tribüne" 5 (fc xit per WoHe. Beide zusammen 15 Cents oder 35 Gern per Monat. Per Post ,gcfchickt in Vor. zuSbezahlunz t per Jahr. Osffce: 130 Ost Maryland Strabe. Indianapolis, Ind.. IG. Oktober '92. er. j (umonSl tön V. Matern C3 hatte eine Zeit gegeben, in der Käth ch en Sintennann und ihr Vetter Fritz sehr gute Freunde gewesen waren. Das war damals, alsKäthchennochimFlügelkleide in die Mädchenschule ginc, und Vetter Fritz die bunte Studentenmütze trug, die ihm gar nicht übel stand. Käthchen war dx stolz gewesen auf ihren stattlichen, kecken Vetter.aus ihn und seinen riesigen Leonberger Hund, ohne den er sich nicht auf der Straße zeigte. Seitdem hatte sich die Lage der Dinge total geändert. Der Leonberger war ge sterben, Fritz hatte das Gut seines Laters übernommen und war aus einem flotten Studenten ein simpler Landwitth geworden, der plumpe Stulpenstiefeln und einen formlosen Flausrock trug.und Kathchen hatte seit beinahe einem Jahre bie erste Klasse der höheren Töchterschule hinter sich und liebte es nicht, an diese abgethane Periode ihres Lebens erinnert zu werden. Sie besuchte die Tanzstunde und war Mitglied einesKaffekränzchens,das französifch begann und nach einer halben Stunde ins gemüthlichste Deutsch umschlug. Seit einiger Zeit war Kathchen sehr nachdenklich' geworden. Die eine ihrer Herzensfreundinnen hatte sich verlobt, die andere,die blonde HuldaGeldern,hatteden ttannobau mitgemacht und den otmon mit einem sehr netten Gerichtsassessor getanzt, an den sie seitdem heimlich Verse richtete, die den Wunsch aussprachen, für ihn und mit ibm zu sterben. Wie gesagt, 'Käthchen Sintermann war sehr nachdenklich geworden. Sie interessirte sich'lebhaft für einen jungen Maler und senkte erröthend das reizende Gesicht liefer auf ihre Stickerei, wenn ein gewisser Dragonerlieutenant vorüberritt. Mars oder Apollo's Das war die Frage, nn deren Lösung sie sich in ihrem Tage buch beschäftigte, denn natürlich besaß sie km Tagebuch, in das sie ihre g . heimsten Gefühle eintrug, ihre Gedanken über die göttliche Weltordnung und ihre Ideen zur !6erbefferung derselben. Vetter Frch spöttelte über diese weihevolle Beschäftigung und Käthchen haßte ihn dafür. Alles an ihm war ihr unangencfcrn, die Art, wie er sprach und sich gab. me er seine Kravatte knüpfte und den Schnurrbart hängen ließ. Dazu dieß er Pätzold! Wie kann ein anständiger Mensch überhaupt Pätzold heilen? ' Sie würde ein viel glücklicheres Leben geführt haben, wenn des Vetters Gut nicht in unmittelbarer Nähe der Stadt gelegen rväre. Man behauptet allgemein, daß du Deinen Vetter Fritz heirathen wirst," sagte eines Tages Klara Santers, die junge Braut, als sie' im vertraulichen lete-a-tete neben ihrer Freundin auf dem Miniatnrsopba saß. Ist etwas an kem Gerücht? Mir darfst Du's sagen. Ich bin Braut!" Käthchen war außer sich. Sie ihren Letter heirathen, diesen Fritz Pätzhold mir cem Flausrock und der schiefgetnüpften ttravatte Welche Idee! Dennoch l trachtete sie den Vetter ölbends bcim Thee unter dieser neuen 'Perspektive. Häßlich war er nicht, sie nufcie das zugeben. Ohne diesen abscheu iichen Flausrock und die verschobene Krasatte Da klang mitten in ihre Betrachtungen binein die Stimme des Vetters, die vom leefutter und holländischen Ä!indvieh sprach. Käthchen sprang empört auf und eilte in ihr Zimmer. Er ist ein Barbar." So schrieb sie in ihr Tagebuch. Dann ein leerer Raum, die Kluft zwischen Him mel und Hölle andeutend und darunter in schöngefchknngenrn Lettern: Mein Ideal." Wir wollen uns hier nicht unterfangen. in die Geheimnisse des Tagebuches weiter kinzudringenund nur verrathen,daß Käthckenö Ideal dem Helden eines gewissen oeröotenen Nomanes zum Verwechseln ähnlich sah, und daß dieser Held auf der 120. Seite bereits das siebente Herz ge brochen hatte. Es das Ideal näm lich besaß unheimliche dunkle Augen und einen mächtigen Vollbart, esver fügte über ein tiefes, wohlklingendes. OrZan, fremdländischen Accent und eine fcüue Familiengeschichte. Alles in aU lem war es eine Art Räuberhauptmann tn atontotlette. Einige Wochen später wurde im Stadt theater der Don Carlos gegeben. Ein fce rühmter Schauspieler gastirte als Mar quis Posa. Zwar nannte Tante Sophie, die an Kätbchen Mutterstelle vertrat und dem ötath Sintermann die Wirtbschaft führte. das Stück ein höchst unmoralisches, zwar verucherte Vetter Fntz, daß dieser besagte Don karlos m Wirklichkeit in ganz ge wissenloser Mfch gewesen sei, der fei nen Schuster gezwungen habe, ein Paar schlechtptzende Schuhe sammt Schnallen und Äbsäen aufzuessen, aber dennoch sttzie attzchen wie immer so auch hier ih ren Willen durch. Der Abend der Aufführung fand die . gejamime miermanniHe iyamme m et ner Orchesterloge des -Theaters. Auch Vetter im& fehlte ntcht und eö mun kon statirt werden, daß er sich diesmal aller spöttlschen Bemerkungen enthult, werl er zu gutmüthig war, Käthchens Enthu siasmus zu stören. Dieser Enthusiasmus übersteigt alleK bisher dagewesene. Käthchen ging in den nächsten Tagen umher wie im Traum. Es begab, sich, daß sie der entsetzten Tante auf eine srmme draae das jxq rann n;t

yurnenölener un," enlaegenfchieuverle, und die alte Köchin Susanne wollte ge hört haben, daß sie beim Ätühren eineÄ Puddings gemurmelt habe : O Königin, das Leben ist doch schön." Die großen Ereignisse Zagten sich.

Kaum eine Woche nach jenem Theater abende langte em goldgerandertes Vill im Sintermannschen Hause an. Kom merzienrath Santers und Gemahlin ge ben sich die Ehre zc." Kurz es war eme Balleinladung in aller Form. Käthchens Entzücken kannte keine Grenzen. Abends beim Thee zog Aritz ein stark zerknittertes Exemplar gleichen Inhalts aus der Tasche seines Flausrock's und erklärte seine Äbsicht.die Fami lie begleiten zu wollen, worauf Käthchen durch ein Achselzucken andeutete, daß die ser Entschluß zu ihrem eigenen Vcrgnügen sehr wenig beitragen werde. Natürlich konnte Fritz diese Heraus forderung nicht ruhig hinnehmen. Er sprach die beleidigende Ansicht aus, daß gewisse Leute vielleicht ihrer Zeit recht froh sein würden, wenn ein hilfs bereiter Vctter sie vor dem Sitzenblei ben bewahre. Dieser Pfeil traf sein Ziel nicht. Käthchen lachte den boshaften Vetter aus. Sie besaß ein sehr lebhaftes Selbstbewußtsein, und dieses Selbstbewußtsein nabm zu mit jeder zierlichen Rüsche, die auf das Ballkleid geheftet wurde. Als sie am Abende des Balles ganz in duftiges Weiß gehüllt, vor dem Spiegel stand, würde sie sich gar nicht gewundert haben, wenn irgend ein Märchenprinz erschienen wäre, um ihr seine Krone zu Füßen zu legen. In der Familie war man entzückt von dem Kinde. Die Susanne erklärte, das Fräulein sähe einem direkt vom Himmel herabgefticAtntA Enael zum Verwechseln übn. itch, die leichtgerührte Tante vergoß einige Thränen und selbst der Rath gab feine Meinung dahin kund, daß seine Käthe wirklich ein Prachtmädel" sei. ' Stur Vetter Fritz stand verstockt und unbußfertig daneben. An seinem in neren Menschen batten Frack und Cha peau das nichts zu ändern vermocht. Er murmctte sogar etwas von zuviel Salat"und deutete dabei wegwerfend auf die duftigen Garnituren des Ballklep des. Es läßt sich denken, daß unter so be wandten Umständen selbst ein prachtvol les Bouquet, das er mitgebracht hatte. nicht zu seinen Gunsten wirken konnte. athchen streifte um mit einem hoch müthigen Blicke und hoffte im Stillen, daß die Erde ein Ungeheuer gleich ihm nicht zum zweiten Male aufzuweisen babe. Jedenfalls hatten andere Leute besse ren Gefchmack. Käthchen war kaum eine Stunde im Festsaale, als sie ganz genau wußte, dan sie Baukörngm sei. Junge Damen haben in solchen Sachen einen untrüglichen Scharfblick; sie wien aus den Blicken der Damen und Herren ein Facit zu ziehen, das immer aufs Haa stimmt. Natürlich war sie selig. Es ist so fuß. Königin zu sein, wenn auch nur für eine Nacht, und an eine geringeZahlvonUn tertyanen (snaden ertheilen zu können durch em Wort, einen Blick.einen sluchtr gen isanj. Fritz staunte über den Aplomb, mit dem seine kleine Cousine aufzutreten der stand. Er verlor über diesem Staunen sogar seine gewöhnliche spöttische Sicher yeir. Nur zwer Tänze wurden ihm von der kleinen Ballkönigin gewährt und auch diese mit einer Jlliene, die deutlich ver rieth, daß man hier lediglich eine ver wandtschaftliche Pflicht erfülle. serne gute Laune litt darunter: er tanzte überhaupt nicht mehr. Aus atychen machte das leinen Em druck. Sie hatte besseres zu thun, als sich um die Stimmung ihres Vetters zv kümmern. Der Maler mit dem interessanten Ge sicht und den Goetheaugen ließ sich ihr vorstellen. Leider entsprach er ihren Er Wartungen nicht. Er tanzte schlecht, sprach wenig und schien im Unklaren über den Gebrauch, den man im Zustande der Ruhe von seinen Händen und Füßen zv machen hat. m Als er sich empfahl, war Käthchen um eine Illusion ärmer. Auch der Lieutenant mit dem impo santen Namen fehlte nicht unter Käth chens Bewunderern. Er galt für unwi derstehlich, hielt sich selbst dafür und be saß ein Konversationstalent sonder glei chen. Mit der größten Leichtigkeit kam er vom Pattikonzert auf den Türkenkrieg und von da über EberS Uarda und die vorjährige Saison in Baden Baden auf die neueste Nummer des Kladderadatsch. Zuletzt verabschiedete er sich mit einem Siegeslächelnund der Ueberzeugung, daß er wicöer einmal einen uberwalti genden Eindruck auf das Herz einer jun gen Dame gemacht habe. In einer der Tanzpausen flatterte Hulda Geldern wie em lichtblaue Schmetterling an Kätbchens Seite. Er ist da," flüsterte sie. ver N'un, Er." Käthchen begriff. Sie zitterte und ih Herz schlug stürmisch. Auch Hulda hatte jener Vorstellung des Don Carlos" beigewohnt, und der göttliche Roderich" war seitdem der Heto lyrer Äerse. , - Er hat den Hamlet gegeben," flüster te Hulda, deshalb ist er fo fpät erschie nen. !Lort steht er ! Ach, sieb nur ! Wel che Zigur, welche Haltung! Ein Gott m Aienschengestalt! Wie alle anderen neben ihm verschwinden! Er spricht mit Clara! & die Glückliche! Wer doch an ihrer Stelle wäre ! Jetzt sieht er hierher. Er richtete eine Frage an Klara. Sie lächelt, sie nickt; jetzt winkte sie ihrem Bräutigam. Die beiden Herren kommen hierher! Ach, Käthchen! Im nächsten Augenblicke stand schon der berühmte Mime vor den Freundin nen und verbeugte sich mit einer An muth, die alles je Dagewesene in btr Schatten stellte. . Der Schauspieler war ohne Frage tr auffallend schöner Mann, wenn schon die tiefen Falten seines ausdrucksvollen Ge kichts bewiesen, daß die Jugend, länastz

hinrer rym tag. Aver vas macyre iyn nur noch interessanter. Ganz junge Da men ziehen den narbenbedeckten Achi? stets dem tadellos schönen Adonis vor. Da der Künstler am nämlichen Abende den Hamlet gespielt hatte, so war seine Unterhaltung weltschmerzlich angehaucht, und das vollendete seinen Sieg. Als er die glückliche Käthe zur Fran eaise entführte, war Hulda nahe daran, in Thränen auszubrechen,und das war ihr durchaus kein Trost, daß ihr treuester Verehrer, der Assessor Jahrig. sofort her beieiltc, um auch sie in die Vteihen de Tanzenden zu geleiten. Käthchens Seligkeit grenzte an Exaltation. Sie ahnte den Roman ihres Le bens. Der Künstler hatte sie kaum an ihren

Platz zurückgeführt, als Klara herbeieilte und die Freundin in eine Fensternische zog. Nun, wie gefällt er Dir?" fragte sie. Ist er nicht ein schöner Mann und lie denswürdig dazu, nur ein wenig exaltirt. Aber das sind alle Künstler, sagt mein Max. Denke Dir, daß er irgendwo ein Frau und sieben Kinder hat. Du bist enttäuscht s Ja, ich war es auch, als ich es hörte. Ein Musterehemann ist er übrigens nicht. Er macht jedem hüb schen Mädchen den Hof. Da taucht er eben neben Hulda auf ! Wie sie strahlt ! Das giebt wieder inen ganzen Sonet tenkranz. Sie ist auch gar zu sentimental sagt mein Mar." Käthchen war vernichtet, in ihren hei ligsten Empfindungen gekränkt. Eine Frau und sieben Kinder ! Das war zu viel des Unglücks auf einmal. Er über' wältigte sie. Fritz stand am Büfset im Nebenzimmer und war im Begriff, seinen Aerger in einem Glase Maibowle zu ertränken. Er hatte dasselbe Mittel heut schon-mehr mals und ramer ohne Erfolg probirt. Diesmal wurde er an der Ausführung gehindert. Eine kleine Hand letzte sich auf seinen Arm und als er sich umblickte, sah er in das blasse Gesichtchen seiner hübschen Couune. Mir ist Nicht ganz wobt, logte aty. chen, möchtest Du ein wenig mit mv vromeniren ' Er bot ihr den Arm. Soll ich Dir ein Glas Eislimonad bringen V fragt er besorgt. Vlein, ich danke. !ch brauche nichts als frische Luft." Als ob die hier zu haben Ware. Es ist eine hn verbrannte Idee von dem Kommerzienrath, im Mai noch einen Ball zu geben und dann die Leute bis nach Mitternacht auf ihr Abendbrod warten zu lassen. Das halt die gesundeste via tur nicht aus." Käthchen war vor einer Elasihür ste hen geblieben, die ins Freie führte. Boenn wir ein wenig m den tÄartev gingen," sagte sie. Unmöglch ! Du könntest Dich erkäl ttn." ,.O, Fritz, eS ist eine schöne FrühlingS nacht. Ich binde mein Spitzentuch über den Kopf, und Du bolst mir den dicken wollenen Burnus auS der EZarberodst Bitte, lieber Fritz." Er war des samaK, Tones so wenig ? ewöhnt, daß er in Zer ersten Ueberra chung unwillkürlich gehorchte. Der Galten lag m Mondlicht gebadet; die Luft war mild und schwer von Blll thenduft, und nur das Plätschern des Springbrunnens unterbrach die nächtige Stille. Schweigsam gingen die beiden jungen Leute nebeneinander her. JstDir jetzt wohler, Käthchen?" frag te Fritz nach einer Pause. Sie nickte stumm; aber die thränen reiche Niobe kann nicht trostloser drein geschaut haben, als Käthchen Sinter mann es in diesem Augenblicke that. Bist Du müde ?" fragte Fritz b sorgt. Ein wenig." Er führte sie zu einer Bank, die im Schatten blühender Syringenbüscht stand. Arme, kleine Käth ite er. Sein Mitleid, die : Kinder, die köstliche Frühlingsnacht, das alles ver eint war zu viel für Käthchens Nerven. Sie brach in Thränen aus. Höchlich erschrocken beugte er sich zu ihr hinab. Liebste Käthe," tröstete er, sei kein Kind! Welche Thorheit! Weine doch nicht so herzbrechend." T küßte in zärtlichem Mitleid den kleinen zuckenden Mund, der dem seine so verführerisch nahe war. . Nrnt hatten die beiden sich oft vortue, geküßt, bei Geburtstagen, bei Weihnachlsbescheerungen und sonstigen festlichen Gelegenheiten, aber nie hatte einer dieser Küsse die seltsame Wirkung de? heutigen gehabt. Käthchen fuhr erschrocken zurück uni Friij that im ersten Äugenblick unwiw türlich dasselbe. Aber nur im ersten Augenblick; dann zog er die Wiederstrebende an sich unt flüsterte dicht an ihrem Qhre: Süße herzige, kleine Käthe, ich liebt Dich zum Rasendwerden." Als Käthe eine Vietclstunde später den Ballsall wieder betrat, war sie die glückliche Braut ihreö Vetters Fritz. Jahre sind seitdem vergangen. Fritz und Käthchen sind längst verheb rathet und ein sehr glückliches Paar, obgleich böse Zungen behaupten, das bei junge Ehemann ein wenig unter dem Pantoffel seiner reizenden Frau stebe. Jedenfalls hält er sich selbst für den U neidenswerthesten Sterblichen und seine Käthe für die Krone der Schöpfung. Seine äußere Erscheinung hat g? Wonnen, die Kravattenschleife nimmi jetzt stets den ihr von der Mode bestimmt' ten Platz ein und der Flausrock hat di ersten age der Verlobung nicht über, lebt. Käthchen? Ansichten haben sich merk Würdig geändert. Sie ist jetzt fest über zeugt, daß ihr sogenannte schöne Männer eigentlich von zeher ein Greuel gewesen sind und daß ihr Ideal im Grunde stett aschblondes Haar, eine mittelgroße Ge statt und treue blaue Augen gehabt hat. Seit Kinderfüßchen durch das Haui kippeln, liegt das Tagebuch vergessen, wer es öffnete, der würde sinken, das diele Seiten dick durchstrichen sind unj dak namentlich der göttliche Rodericb

Groe

Wegen bevorstehender Veränderungen in

um mindestens die Hälfte zu reduziren. llrn dies zu ermöglichen

eine reisreduktion von 0 Prozent auf alle Artikel, wie Kleiderstoffe, wollcilc Vcttdcckett, Daittcn- imd Killderniiitttel, Schuhe und Stiefel, Strümpfe und Unterkleider, gestickte Jacken, Tischtücher u. s. w.

unter einem wahren Meere von Tintt graben liegt. Ein bek annter Theater t ei ter, hatte sich eines Abends in der ttneipe mit einem seiner ersten Darsteller zezankt. Beide waren bereits in einem was zu heiteren Zustand, so daß M., ver Schauspieler, immer heftiger wurde und zuletzt die Gelegenheit beim Schöpf faßte, dem Direktor einmal gründlich eine Meinung zu fagen. Vergeblich gaben sich die übrigen Anwesenden di größte Mühe, den Streit beizulegen. M. verlangte seine sofortige Entlassung und erhielt sie auch. Natürlich mußte anderen Tages das wieder rückgängig gemacht werden. M., die Stütze des Theaters, durfte nicht gehen, deswegen beschlossen die Eollegen, die Beiden wie der in derselben Weinstube zusammenzw führen, ohne daß sie etwas darum gewußt hätten. Der Direktor erschien zuerst. Kommt M. heutet war seine erst Frage. Ndn," lautete die Antwort. 'Nun, ich hätte wohl erwartet, daß er heute zu mir gekommen wäre und sich entschuldigt hätte. Er hat mir gestern Dinge gesagt, die ich nur doch als sein Direktor von ihm nicht sagen lassen durfte." Die Anwesenden versuchter nun, den Direktor zu einer etwas ver söhnlicheren Auffassung der Sachlage zu bringen, und es gelang ihnen denn auch, ihn glauben zu machen, M. habe ga, nicht gewußt, was er gethan, und habt in berauschtem Zustande die Beleidigung ausgestoßen. Nun dann," erwidert der Direktor, so will ich mir wenigstens die Satisfaction nehmen und ihm in's Gesicht sagen, daß er unmöglich bei vollem Verstände Wesen sein kann." Da öffnete sich die Thüre, und M. tritt ein. Dieser, seines Direktors ansichtig werdend, will Kehrt machen, aber schon iß ihm der entgegengesprugcn und reiche ihm zur Versöhnung die Hand, die M zögernd ergreift. Lieber M.", began nun der Direktor, Sie haben mich in Gegenwart dieses Herrn schwer beleidigt. Aber ich will Ihnen das vergessen, denn Sie waren stark angetrunken, und ein Betrunkener weiß bekanntlich nicht, was er spricht. In vino veri las, sagt schon der Lateiner, also noch einmal, ich verzeihe Ihnen." Ein schallendes Gelächter, das dieser klassischen Äledewendung folgte, entwaffnete auch M., und der Direktor, der durchaus nichts von seinem Fauxpas merkte, war äußerst zufrieden mit seinem Erfolge und gab sofort etliche Flaschen Sekt zum Besten. Der berühmte Violinvir .u ose August Wilhelm) besuchte aus seiner letzten Concerttournee in Scandi navien, nachdem er in Stockholm und Christiania wahre Triumphe' gefeiert hatte, die Stadt Gothenburg. Obgleich der Enthusiasmus der musikliebenden Bewohner sehr groß war, so entsprach der Besuch der Concerte doch nicht den Er Wartungen des.Künstkers. Als er am nächsten Abend' Gothenburg verließ, um nach Kopenhagen zu reisen, war der Perron der Eisenbahn von einer großen Menge Menschen erfüllt, um von dem großen Künstler Abschied zu nehmen. Äls der Zug sich endlich in Bewegung setzte, sagte er zu einem Freund : Wenn ich das nächste Mal nach Gothenburg komme, werde ich mein Eoncert auf dem Perron geben! Taubbeit kann nickt geheilt werken durch locale Äpplicationen. weil sie den kranken Theil deö Ohres nicht erreichen können. Es giebt nur einen Weg, die Taubheit zu kuriren, und der ist durch constitutioncllc Heilmittel. Taubheit wird öurch einen entzündeten Zustand der schleimigen Auskleidung der Eustachischen Nohre verursacht. Wenn diese Röhre sich entzündet, habt ihr emen rumpelnden Ton oder unvoll'o nmenes Gehör; und wenn sie ganz geschlossen ist, erfolgt Taubheit, und wenn die Entzündung nicht gehoben und diese Slöhre wieder in ihren gehörigen Zustand verseht werden kann wird das ttelzör für immer zerstört werden; neun Fälle unter zehn sind durch Katarrh verursacht, welcher nichts als ein entzündeter Zustand der schleimigen Oberflachen ist. ' Wir wollen einhundert Dosars für jeden durch Katarrh verursacht n)Fall von Taubheit geben, oen wirnichr durch Einnehmen von Hall's Katarrh Kur heilen können. Laßt - Euch umsonst Circulare kommen. F. J. (5 h en elK6o., Toledo, O.

preis

lunc r h a

b

igLf&Eaini s

PKoj r v- vs- Xi - ' Sl'- cftjjsj. vr"vv ,T!lff !?Tr!f ..rvk ,'SSmVK "2y. rrurzi Ä MSMUMMMMM b . mt-MKHt& fzHW5'v'i, MWM pWWWM--VWWMZM!' ZMMiW? "SSi Sg V- cs3J i '5MMWSAMMtWs ;ia4' ItvISm a$ra8NPftP E. WPM'MWM-iM m&m : . tfwfe mk&Klh ' r-j,. t-.. -M MWÄMMWÄMWM WZid, SMSSWWVM? rnÄ W HfelPw i. MKttWK afrfca----- E-t -J- d

Unsere Biere, hergestellt aus den besten Stoffen, mit Verwendung der besten Sorten Hopfen sind sämmtlich kräftige, gesunde Getränke, abgelagert und gut vcrgohrcn. Von unseren besten Marken, wie: Lager, Wiener, Pilscncr, Budwciscr und Spccial Brcw, geht keines aus der Brauerei, das nicht fünf bis sechs Monate, gelagert hat. Wir können, auf das Urtheil Sachverständiger gestützt, dreist bedaupten, daß unsere Biere zu den besten zahlen, die in Amerika gebraut werden, und jeder vorurthcilsloö Urtheilende wird dies anerkennen müssen.

ndianaporn

, Mmm V v.: YYt ? s-'"'' ö?'.t 5 V iPvl 7.-S,wMh?U Nrn mMfh MzMMy HMGM y MßWiffi WfiAK W -b1 sjj j .Tna I V t 'fsWfn. I ) fc ' V i. &2ti$ ' -S JtäJfM IX -.Ä.y

(i x ftm&tfm

.M w Mr. Joseph Hemmer lcht rin cliet CoTftat. kam a'.:Z S:in f.r.ezf. t b?r äisj,rsi .'e.l,a. U denen Hosp iäleri; ürW'.'f. ti Aerzie als snbeilbar (fr war siköcm bei f titoaiVr G. . n. '! er i ;,'k,v,l i:: kcht ,.' !. bis er OUriJ. Hood's S(tv)apanUa , nokmen, alMouf f 'htOft fcrtf, d aÄsck!meihkö'!' aus unö cr gewan quie. aügrm ein-'.kett ßuriick. (irr emvsled't Hosd't arfftVBö hIiÄ. fpcjica b?n tiamexaben bet (g- A. NO'PÖ P.ttrn brisen andauernde Bftopsun. inöemiie d,e pi'nstaMäe Vewegung Hes Adsr. tanaU wieder he: Sollen. XlfoattBatlatiina Saloon u. Bittiard-Hall Ro.92 Ost Washington Str. Jolrn Weil a che r l?iaentbümer Ü 3 fl. LIEEEK C0LIP. Bilder, Nahmen, Dpiegel, Maler. lermlien für Wett. ! Photographen K unft -Handlung. 33 Süd Meridian Str. verkaufen: S Acres mit gurem Haus und Stallung an der Pleasant Avrnue. I Meile von der Stadtgrenze, kür IltiuO. Ginc lZarm von 100 cres nahe bei ZZairvke) Park für Ferner lÄi m und l! Blake Ftr.z Preis ?.g bringt ym Rente prs Jahr. V-to gujz Front an der 2. StraKe, be lös Fug Tiefe an der Carterstrave, ein Block östllch von der, MiZsizsippiftrae und elektrischen Straßenbahn, mit akursta n der jw. Strafe : billig, maü verkaust (ist; Tie??tt'e Hat, bringt den Säufer von diesem biUiAevÄd ftück so geschwind zur Stadt als wean er an der l. und MiZstssippiftr. wohnte. . A. Würgte?. Oil Washingtoa Str.

mmmrJc MMW

Reouktlon.

der Firma sehen mv uns

oreitzig

Tage

offerireil wir in dieser Frist TZ Südwest-Erkc Cvburn Großartig !

H p wi n (T .Ui J sf lu c.

Unsere Auswahl von

Sp

mmm

mm

29 und 31 West Washington Slraßr.

, Grvße AuSwalil von Heiz- und Kochöfen aller Sorten, Möbeln, Teppichen, Lampen, und Allem, was zur Haushaltung gebraucht wird. Gegen Baarzahlung oder leichte AbMzlungen.

i? in 16? y 15. Bloß das Neueste in OXL IPJK rmilZXX ' und Dekorationen, und die schönstem X Nollvorhange mit Fransen, Nl dcn niedrigsten Preisen. Carl Möller, 1CI Ost Washington Straffe.

ff ranOPP

W.H.UdhiC

5 ä fki I y r '"j. 1 ,4V riwi W.iVi-IIWhJ "1 i r W plV ' lh x Wmwm Md M.Nks

gezwungen nnser Lager

o

9 und (Sast Straße. ornpany, aarenZ & CO. & 169 Gst Washington Str., Square östlich vom SourtHaus. Norddeutscher Lloyd. Regelmäßige DampfschifffaHrl zwischen Baltimore u. Bremem AbfahrtStage von Baltimore sind rvte folgt: Sarlörüht, Sept. 7. Oohenftausen Ort. l, a 14. Srutigaxt tü. itetrnar Sl. Weimar Noo. H ttera t, V Salier m . München Oes. ö. 'künden ' Itj. Treödsn IZ. ". ' " I. Cajüte. $60 bis S00. Zwischendeck $22.50. Rundreise Billete ju rmätzigten Preise, Tie odigen Staldampfer sind sämmtlich, neu, von vorzüzlichster Bauart und in 'allen Theilen bequem eingerichtet. Lange 5 KFuß.' Breite 48 Fup ' Elektrische Beleuchtung in aUm MuMm. Weitere Auskunft ertheilen die Genersl Agenten. A.Tchumacher sso.. Baltimore. Md. No. 5 Süd Gay Sttaie. oder deren Vertreter im Jnlanoe. Jl. ? Alex. Metzger und Gebr. Frenzel Indianapolis. . Bad Tenkewlter. bet Spencer. Ind.. . Gllddav. Lneipp'ick Was eroeliannair. vu trurott ?c. mub tiirntcn eften empfohlen. Prei,e mäßig.

W

'rSif:

- . -y. : ,"' y;-:':.S. : r,,::,; ;.i:H;i!!h ''visJii! :-i;v!: " 'üli: "'.M$ '.itmwm 'MHß, $Ak!i:;;X': X0:.X"' XX

fe j'"r' i "4' iM;Sm:M : mMBMm. sMÄ4 V,,J: mmfmmB:B"m h:Ky!iitX:-XXXX: ? .i:;:"'tl t4ff.w W mw - mmmMmw-