Indiana Tribüne, Volume 16, Number 27, Indianapolis, Marion County, 15 October 1892 — Page 1

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Gffzieller Bericht

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erchants Rational Bank

3. September 1892.

Aktivs. Anl.ib n. BondS (Stadt Indianapolis, Marion Co. ) Bereinigten Staaten Bonds Baar an Hand und in Banken .. Inventars onto

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Drahtnachrichten Inland. Streiker verhastet. Homestead, Pa., 14. Okt. Drei Streike?, Namens Gibson, Dugan und Elements wurden gestern Abend spät in der Fabrik von der Polizei verhaftet. Die Leute machten sich in dem Hof der Fabrik zu schassen und es heißt, daß sie Arbeiter einschüchterten und damit drohten, die Fabrik in die Luft zu sprengen. ! Verfolgung amerikanischer Missionare in China. SanFranciSco, 14. Okt. Der Dampfer Oceanic kam heute Morgen von China und Japan an und überbringt die Nachricht, daß der Missionar P. Turner und seine Frau aus Cam bridge, Mass. welche sich seit längerer Zeit in China Missionszwecken widmen, in der Nähe von Sunghan vot einem Pöbelhaufen angegriffen wurden und nar mit genauer Noth mit dem Leben davonkamen. ES wird ferner gemeldet, daß in dem Ort Chentu die Cholera ausgebrochen ist und daß die Leichen der an der

Seuche Verstorbenen einfach über die Stadtmauern geworfen werden. Nahe Äeha ig brach am 4. September eine Feuersbruust aus und zerstörte ein großes Dorf fast vollstZndig. Z veihundert Menschenleben ganzen dabei zu Grunde. Auf dem Flusse verbrannten fünfzig Junten. Oel und Naturgas nahe Chicago. Chicago, 14. Okt. 3n der Vorstadt Gkencoe herrscht große Aufre gung über die Entdeckung von Naturgas und Oel in unmittelbarer Nahe. Bei Anlegung eines artesischen Brun nen? stieß man in einer Tiefe von 150 Fuß auf Oel, welches mit großer Ge walt nach oben drang und noch dreißig Fuß über die Oberstäche emporschoß. AlS der Oelstrom nachließ, drang Gas hervor, welches zwei Tage und zwei Rächte brannte. Der Preis des SandeS ist jetzt von H500 per Acker auf $3000 hinausgegangen. O. Gathrie, ein bekannter Geologe, ist der Ansicht, daß es sich nicht lohnen wird, nach GaS zu graben. Entdeckung eines Kometen. M o u n t H a m i l t o n, Cal., 14. Okt. Professor Barnard von der Lick Sternwarte entdeckte in der Nacht vom Mittwoch -auf Donnerstag vermittelst der Photographie einen sehr schwachen Kometen. Derselbe ist dreizehnter Größe und bewegt sich in südöstlicher Richtung eineu Grad und vierzig Minuten taglich: Dies ist der erste Komet, welcher mit Hilfe der Photographie entdeckt wurde. .. Ve rhaftung ein es Deutschen w e g e n W e ch s e l f ä l s ch u n g. N ew Jor k, 14. Okt. Im Ludlow Straße Gefängniß befindet sich seit einigen Tagen der dreißigjährige Deutsche Nudolph Erwig. Sobald die Auslieferungöpapiere fertig sind, wird er nach Deutschland zurückgebracht werden, um sich dort gegen die Anklage der Wech selfälschung zu verantworten. Sein Vater, Johann Erwig, wird ebenfalls gesucht, doch ist eS 6iS jetzt nicht gelungen, seiner habhaft zu werden. Die Erwigs betrieben bis vor Kurzem in Düsseldorf ein sehr lukratives Ledergefchäft.. Anfangs dieses Jahres geriethen sie in Geldverlegenheit, und um sich auS dieser zu . ziehen, fälschten sie Wechsel in der Höhe von 300,000 Mark. Hierauf , verschwanden sie und kamen nach hier, und unter einem angenommenen Namen gründete der jüngere Erwig ein ahnliches Geschäft in Chicago, welches ihm bald große Praßte abwarf. ' Briefe, welche er an Freunde in Deutschland sandte, sielen den dortigen Behörden in die Hände, 'und diese sandten an die hiesigen deutschen Konsuln daS 'Signalement der Erwigs, gleichzeitig eine Belohnung von 2000 Mark für Ergreifung der Falscher aussetzend, r , V- . :;:!' , .". Der deutsche Konsul in Chicago entdeckte bald, daß der' junge Erwig kein anderer als Rudolph Steeg sei, welcher unter diesem Namen dort ein blühendes Ledergeschaft betrieb; er beschästigte ungefähr 50 Mann und war aus dem besten W:ge, reich zu werden. Er wurde verhaftet und nach New Jork

gebracht, wo er dem Generalkonsul, . W

Feigel, seine Schuld gestand. Er erklarte sich bereit, nach Deutschland zurückzukehren und sich dort zu verant-, Worten. Morgen wird er unter Bedeckung die Rückreise antreten. Von dem Aufenthaltsort seines BaterS will er durchaus nichts wissen. So llen nicht marschiren. Peovidence, R. I.. 14. Okt. Die vierhundert in hiesiger Stadt ay gestellten Lehrerinnen haben sich geweigert, am Columbustage, den Listen dieses Monats, im Zuge mitzumar schiren, wie der Schulrath es angeordnet. Gestern hielten sie eine JndigNationsversammlung ab und richteten eine Adresse an die Mitglieder deö Schulraths, in welcher sie ihnen mittheilten, daß sie sich schämen sollten, von gebildeten Damen zu verlangen, öffentlich zu paradiren und sich den Gaffern preiszugeben. Der Schnee stürm in Colo - ta ho. Denver, 14. Okt. Einlausende Berichte melden, daß der Verlust an Rindvieh und Pferden im nördlichen Colorado und in Wyoming ein ungeheurer, und daß wehr als ein Drittel aller Thiere durch den Sturm umgekommen ist. Mehrere Personen kamen ebenfalls nm's Leben. A u S d e r Bundeshaupt st a d tV Washington, 14. Okt. Die Generäle Crespo und. Bustamente in Venezuela sind eifrig bemüht, die neue Regierung seitens der Ver. Staaten anerkannt zu sehen, und haben sich deshalb an den amerikanischen Gesand ten ScruggS gewandt, rielcher die Entscheidung der Regierung abwarten wird. D iV Schulfrage in Detr o i t. Detroit, Mich., 14. Ok Der Schulrath hat einen Beschluß angenommen, wonack i n din hiftgenchu len vom 1. Januar ab nur solche Lehrer angestellt werden durften, wel e ihre ganze Ausbildung hier genossen haben, Dieser Beschluß veranlaßt unter den hiesigen Lehrern die größte Aufregung, da mehr als die Hälfte von ihnen außerhalb ausgebildet worden sind. , ' ' ' ,G, Ausland. N a ch k o m m e lt d e S C o lu m b n S. Madrid, 14. Okt. Ein Hauöknecht. Namens Matthew ColumbuS, welcher in Tudela in der Provinz Navarra beschäftigt ist, kam heute hier an, begleitet von seinem Neffen, Christoph ColumbuS. Er überbringt Dokumente, welche, wie er erklärt, beweisen, daß er und sein Neffe Nachkommen deS Entdeckers von Amerika sind. ES ist die Absicht des älteren ColumbuS, die Konigin Regentin zu ersuchen, seinen Neffen erziehen zu lassen. t Unruhen in Indien. Calcutta, 14. Okt. SpezialNachrichten melden, daß wieder Unruhen mit den Chins im nördlichen Theil der Chinhügel ausgebrochen ffnd. Mehrere hundert Ch'ns legten sich in einen Hinterhalt, sechs Meilen von Fort White entfernt und feuerten auf die Eskorte einer Anzahl von eingeborenen Offizieren. Siebzehn Personen wurden getödtet. . (i. : ' Soldaten r ebelli ren. L o nd o n, . 14. Okt. Die englischen Truppen in Portsmouth haben wieder rebellirt. Mannschaften der dreizehnten Compagnie zerschnitten daS Sattelzeug der Pferde, weil sie geZku'ng. urdtn, n';tt,iiübungin theilzunehmen, die sonst nicht auf dem '' ' i... v V ' '', ; . ' i 'f. - Programm standen. Du: Compagnie erhielt dafür Kasernenarrest, . 1 . " ' : ,...! ,.;,;, ,,;,),, - r :3, ", Aus Rußland. ,, .,-h . ' "" 5 ' 1' St. Petersburg, 14.. Okt. Vier von den Personen,'! welche bei Ausbruch der Cholera in Saratoss Unruhen veranstalteten, wurden zum Tode verurtheilt, während , eine Anzahl der übrigen i Gefangenen nach Sibirien ! in die Verbannung geschickt wurde. t .. Gegen den L or d M a u o r. ? i,l j. : 4 i K -.. : i, " "' . ' -; I :- 'i in, : :: il-; L o n d o n, 14. Okt. Viele Londo ;ri' ner, welche der Erwahlung Knill's zum Lord Mayor auS dem Grunde opponiren, daß er ein Katholik sei, haben einen letzten Versuch unternor-?zn, sei-

nen Antritt des Amtes zu verhindern'.

Die antipäpstliche Gesellschaft hat eine Petition an die Königin gerichtet, in welcher sie ersucht wird, die Wahl Knill's zum Lord Mayor aus dem Grunde nicht. zu bestätigen, well er öfscntlich erklärt habe, daß er in erster Linie dem Papst Gehorsam schulde. Die Petition' hat keine Aussicht auf Erfolg und die Bittsteller werden wahrscheinlich einen wohlverdienten Rüffel einzustecken haben. , Ein Manifest ist gleichfalls erlassen worden, in welchem die unbeschäftigten Arbeiter aufgefordert werden, am 9. November dem Lord Mayorstage in Prozession hinter dem Zuge des Lord Mayers zu marschiren und spater in Trasalgar Square sich zu versammeln, um ihrer Forderung nach Arbeit od,r Brot Ausdruck zugeben. Frankreichs Handelsstatistik. PariS, 14. Okt. Nach amtlichen Berichten hat im September die Einfuhr um 50,000,000 Frcs. ab- und die Ausfuhr um 21,000,000 Frcs. gcgen denselben Monat des Vorjahr S zugenommen. ... Ochtffönachrichten. Angekommen in : . N ewHork:. Helvetia".von London. Philadelphia: Minnesota" von London. : Hamburg: Rugia" von Neu, Sork. Liverpool : Nomadie" von New. Jork. : Glasgow: California" von New Sork. ' Browhead: Passirt, Umbria" von New Jork. ,! Liz ar d : 3n Sicht, Rhaetia" von New Jork; Pennsylvania" von Phil ldelphia. p863. EUROPA. 1892. - P as s ag e aus' allen 'Linien Vollmachten ausgestellt und Erbschaft ten eingezogen. Sprecht vor. ' A. Mesget Agentur, Vornehme Oiebinne. Zu eigenthümlichen Culturbetrach tungen kann das Umsichgreifen der Stehlsucht in unserer seinen Gesell schaft herausfordern, das einen viel bedenklicheren Grad erreicht hat, als man vermuthen könnte, wenn man nur von den a u S n a h m s w eise in die Zeitungen gerathenen Fällen weiß. Ueber fashionable ' Ladendiebinnen ist schon genug gesagt'worden, und es ist allbe kannt, daß weitaus die meisten dersel ben sorgsam vor Bloßstellung geschützt werden und Gelegenheit erhalten, hinter den Coulissen ihren Raub heraus zugeben oder zu bezahlen. Aber Ladendiebstahl ist noch nicht das Aergste! Diese vornehmen Diebinnen strecken ihre zarten Langfinger auch in das traute Heim nach Allem aus, waS ihnen in die Augen sticht, und solche Fälle kommen noch seltener in die Oeffentlichkeit. als erstere. Die stehlende Gesellschaftsdame ist bereits vielfach zu einer stehenden Figur bei Empfängen, Hochzeiten u. s.'w. geworden. ' Wem das zu start aufgetragen scheint, der lese, was der Chef einer ' New Yorker Geheimpolizei Agentur darüber u plaudern hat : : Vor noch nicht so langer Zeit war in PSriS bei Festmahlen und Gesellschaften aller Art der Vierzehnte- elne ständige Einrichtung, und manche Leute machten ein Geschäft daraus, jederzeit aus Verlangen den . Vierzehnten- zu spielen, sich als Freund vorstellen zu lassen und mit zu essen, zu trinken.- zu spielen, zu scherzen, bloS damit die Partie nicht anS dreizehn Personen bestand. Eine ebenso ständige Einrichtung, die aber nicht durch den. Aberglauben, sondern durch eine nur allzu reale Thatsache hervorgerufen ist, haben wir seit ' Kurzem in"r besseren" Gesellfchast man cher - Sfflichen Städte, namentlich deS sündigen: Nero 'Ilcrfi-Sei'itlenjai nablen DinerS pflegt die Gastgeberin einen Detectiv von geutlemanmaßigem Aeußeren. und ohne - besondere Notori tät.zu engagiren, damit er in der Rolle eines gewöhnlichen Gages ' jheilnimmt und daS HauZhallSEigenthuln vor dem Gestohlenwerden l durch andere , Gäste schützt.! So sonderbar es aussieht, daß eine Gastgeberin gezwungen sün sollte. eine Vera' tige-Schutzmakregel. gegen Personen ihre? Standes zu ergreifen, die sie gut genug kennt, um sie intimer Gastfreundschaft, zu würdigen: Die Erfahrung hat gelehrt, daß diese Einrich iung ein öringenoeS Beoürsnife 1)1 li::. ? Gediegene goldene und silberne Lös fel werden ganz besonders gern bei sol chen Gelegenheiten von ' gar manchen StandeSgenosfinnen eingesackt, ' und selbst in dem exklusivsten GezellschaZtstzimmer ist kein Stück kleiner und kostbarer Nippchen i vor einer ; diebischen Damenhand sicder. ES gibt auch .Gentlemen", welche solchem nun. sagen wir, DiebSsvort huldigen. Ader die Meisten aebören doch dem . zarten

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