Indiana Tribüne, Volume 16, Number 25, Indianapolis, Marion County, 13 October 1892 — Page 1
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Editorielles. In Termezfee ist der intelligente und hochgebildete Advokat King, der einen brutalen Meuchelmord beging, begnadigt worden, obgleich seine llnthat nicht das geringste mildernde Moment aufzuweise hatte. In 2ud öarolina aber hzt man dieser Tage ein noch nicht den K'.nderschuhen ganz entwachseneS 9kcgermädchen ohne Gnade und Varittler;!gkeit aus's Schaffet ge schleppt, obwohl es baö Verbrechen, welches eö mit seinem 5ode sühn mußte, in einem Alter beging, in wel cheni es sicherlich noch nicht die ganze Tragweite seiner Handlungen abzuMatzen vermochte. Das sind wieder so einmal zwei Musterpröl'chen amerita ni scher Justiz. Schmähliche Unser-1 druckung der Gerechtigkeit' auf der ei nen und gräßliche Barbarei auf der anderen Seite. Gouverneur Bucha nan, welcher der feinen Gesellschaft zu Liebe den Mörder King vom Galgen rettete, und Gouverneur Tillman, welcher ein Kind dem Henker überlieferte, md wirklich zwei herrliche Nepräsen anten amerikanischer Gesittung. Das Cincinnati Volköblatt", ein gewip sehr konservatives Blatt, agt in einet Controverse mit dem dortigen Times Star" bezüglich des Homesteader Hochverraths Prozesses Folgendes : Wie der Times Star" die Sache darstellt, ist Jeder, der sich dem Sheriff, als dem gesetzlichen Vertreter der Staatsgewalt, widersetzt ein Hochverräther. Wenn das richtig ist, so wird in jedem Staate des Landes fast jdeü Tag Hochverrath begangen und dann st jeder Mensch, , der sich seiner VerHaftung gegen einen Polizist' wider etzt, ebenfalls ein Höchverräther. Was haben die Arbeiter von Homestead" gehan ? Sie haben den Sheriff gemaltsam verhindert, Besitz von einer Fabrik zu ergreifen. Zu diesem Behufe haten sie sich bewaffnet und vielleicht gar einen Kriegsplan besprochen. Wenn das Hochverrath ist, so müßte es auch Hochverrath sein, wenn eine' Anzahl Farmer sich verabredeik, den Sheriff gewaltsam an der Ausführung eines Ermissionsbefehles zu verhindern. Von welcher Seite maw PuH'leSachläge betrachtet, so sindct man dah 'eine Verschwörung gegen den ganzen Staat und nicht gegen die Rechte eines einzelnen Bürgers, oder'incr Korporation vorhanden sein muß, um das Verbre chen des Hochverraths feststellen zu kön nen. Das ist nach unserer Ansicht so klar und stimmt so vollkommen mit den juristischen Autoritäten überein. daß die ganze erorbitante Weisheit des Times ' Star" 1 dazu gehört, um das nickt einsehen zu können. Richter Parfon 1 und feine weisen Genosen wie der ,Times Star" werden , auch die Entdeckung machen, daß sie mit ihrer HochverrathsweiSheit über das , Ziel geschossen haben, denn die Anklagen, welche die Grand Jury gestern eingebracht hat, weifen darauf hin, daß das , ganze Prozeßverfahren mit einer Farce enden wird. , Die An klage auf Hochverrath ist genau so lächerlich, wie die, Anklage auf Mord, die gegen Frick und die PinkertonS er hoben worden, ist.!, .In beiden Fallen wird eine Freisprechung eintreten, und diese Travestie aus die Gerechtigkei ist lediglich solch superklugen Mensöen
wie Nichter Pazson und der Nedakteure des Times Star" zuzuschreiben". Wenn sich da Volksblatt" da nur nicht itrt ! Die Anklage gegen Frick und Genossen ist allerdings eine Farce. Sollte eine Jury sie verurtheilen, werden die Nichter sie freisprechen. Wenn aber die trml jury so instruirt wird, wie Richter Parfon die Brand Jury instruirte, und das wird ohne Zweifel geschehen, ist dann eine Freisprechung auch fo sicher ? Wird eine ans Kleinburgern bestehende Jury die Rechtsbelehrung der Richter unbeachtet lassen?. Und wenn nicht, ist bei der Anschauung der Richter diel von einer Appellation zu hoffen ? Kann das Volksölatt" diese Fragen vertrauensvoll mit Ja beantworten ?
Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. gür 3ndiana : Etwas wärmer. Freitag Nachmittag oder Abend wahrscheinlich Regen. M . Die 6 0 lumbu sfeie r in Ä e w Aork. New A ork, 12. Okt. Alle Eisenbahnzüge brachten heute eine unzählige Menschenmenge nach hier, um der Feier 7es HaupttageS des Columbusfestes beizuuohncn. Die Straßenbahnen und Hochbahnen konnten die Menge der Schaulustigen kaum befordern und waren vom frühen Morgen an belagert. Alle begaben sich nach dem unteren Theile der Stadt. Um zehn Uhr fetzte sich die große Parade in Bewegung und durchzog die Hauptstraßen der Stadt. (5s dauerte fünf Stunden, bis dieselbe an einem bestimmten Punkt vorbeimarschirt war und mehr als hunderttausend Maun befanden sich in dem Zuge. New As,k hat fchott viele große Paraden 'und lmzuge gesehen, aber ttwaS derartiges wie die heutige noch nicht. Alle Naionen und alle Arten von uniformiren Körperschaften waren vertreten. Einen Hauptbestandtheil des Zuges bildeten die Staatsmiliz und Bundes - oldat-n, ferner betheittgten sich die hiesigeu und auch auswärtige Feuer-wehr-Compagnien. Im Ganzen genomnten verlief der Tag in einer Weise, daß er sowohl der Stadt als auch dem ganzen amerikanischen Volke zur Ehre gereicht. ''"''"fi ' , . ... . lCnr- . . Da s Sch a r l a ch f i e b e r5 Brooklyn 12. Okt.' Mehrere Schulen mußten heute hier des Scharlachsiebers wegen geschlossen werden. Soweit kam ein Todessall vor, doch werden mehrere Falle gemeldet, in welchen die Patienten keine Hoffnung auf Genefung haben. Sch nee stürm in &o l ora d 0. Denver, 12. Okt. Dem Schneefall, welcher gestern Abend seinen Anfang nahm, folgte heute ein ungewöhnlich heftiger Sturm. Derselbe scheint sich über den ganzen Staat, sowie auch über Utah zu erstrecken. In Utah wurden Hunderte von Bäumen entwurzelt und umherfliegende Trümmer 'i " r, "'3s i. !' l" " iv ," i f. ' verletzteri mehrere Personen. ! BesonderS schwer wurde die elektrische Bahn betroffen. Der Sturm zerstörte die Leitungsdrahte und letztere tödteten im Fallen ungefähr ein Dutzend Pferde. Der Verkehr auf der elektrischen Bahn mußte im Laufe deS TageS ganz aufhören. Arbeiterausschlup in Bus : f a l 0. Buffalo, 12. m! Dreihundert Eisenarbeiter, welche bisher in der Fabrik für landwirthfchaftliche Gerathe von PittS befchäftigtigt waren, wurs den heute ausgeschlossen und die großen Werkstätten sind verlassend Der.AuSfchluß erfolgte, weil.. sich., die Arbeiter geweigert hatten, die von der Firma festgesetzten Arbeitsbestimmungen an zuerkennen. , Alle Ausgeschlossenen sind llnionlsute. '" !.' ' , , t Unfall au s e ine r ab e lbahn. . :" .KansaSCity, 12, Okt. Dort, wo das Geleise der, Santa Fe Eisen bahn und die .Kabelbahn sich kreuzen, ereignete sich heute Morgen ein Zu sammenstoß. ' Ein Frachtzug fuhr in einen Wagen , der, Kabelbahn hinein und vier von den sich darin besindenden acht Personen wurden augenblicklich
getödtet. Die andern kamen mit dem Schreck davon.
-- Lohnherabfehung. P i t t s b u r g, , 12. Okt. Die Erescent Steel Work Company hat beschlossen, den Lohn ihrer Arbeiter um zehn Prozent. he.ruJterjüfehen und soll dieser Beschluß am 20. ds.' MtS. in Kraft treten. -- Streik beendig t. Milwaukee, 12. Okt. ?!aaz 36-wöchentlicher Dauer ist der Streik der hiesigen Gerber für beendigt erklärt worden und die Leute suchen um Wiederansiellung nach. Die verschie. denen Gerbereien der Stadt werden schon seit längerer Zeit mit vollen Mannschaften von Nichtunionleuten betrieben, und den meisten Streikern wird es unmöglich sein, Arbeit zu sinden. Das Ende des Streiks wurhe durch das Ausbleiben von Beiträgen zum Streikfond von Außen berbelgeführt. Es wird berichtet, laß ausivartige Vereine '50,0')0 Dollars beisteuerten, der Sache aber müde wurden. E i s e n b a h n z u g v 0 n A a n b e r 11 a n g eh a l t e n. Kan sas (5 i ty. 12. Okt. ES ist hier um Mitternacht die Nachricht eingetroffen, daß ein Missouri Pacisie Expreßzug zwischen Caney und Tyro von Räubern angehalten wurde. Der Ort der That liegt etwas westlich von 6vsfeyVille, wo vor ungefähr' einer Woche die Daltoubande mit den Pürgern der Stadt einen Kampf zu bestem Heu hatte, in welchem vier der Bändig ten getödtet wurden. Später eingetroffene Rachrichten bestätigen den tteberfaü. Es war der westlich gebende Zug No. 428. Die Beamten der Pä cisic Erpreß Company geben zu, daß der Naubanfal! stattfand, wMrjdoH noch nicht, ob die Räuber etwas erbcutetcn oder nicht. Die E.iscnbahngesellschaft hat noch keine Nachrichten über den Vorfall, da die TelegraphenbureauS sowohl in Caney als auch in Tyro wahrend der Nacht - geschlossen sind. D e r p r e u ß i s ch e I u ft i z m i n i st e r. Berlin, 12. Okt7 Uebcr.dieKrisis im Justizministerium verlautet: Mit Recht oder Unrecht wird behauptet, der Iuftizminisier von Cchelling sei jüdischer Abstammung und heute noch dem jüdischen Glauben sehr zugethan. Er soll die höchsten Richterstellen mit Juden beseht haben und wenn es mög k.ch gewesen wäre, würde er auch Juden zu Staatsanwälten ernannt haben. Dies brachte ihn in Konflikt mit den Antisemiten und der berüchtigte Ritualprozeß wegen angeblicher Ermordung eines Ehristenknaben in kanten durch den jüdischen Fleischer Buschoff zog ihm den Haß der Ultramontanen und Hochkonservativey zu, welche ihn beschuldigten, in dem Prozeß das Recht gebeugt zu haben. . Die Abgeordneten Stöcker, Kremer und Freutzev haben ihn im Landtag wiederholt an-, gegriffen und es schien, daß sein Sturz unvermeidlich sei, aber der Reichskanzler hat - es bisher immer noch verstanden, ihn zu halten. :r; '" Die antlfemitifchen Zeitungen ver öffentlichten eine Menge der unglaubltchsten Dinge über sein Vorleben in Hechmgen, l wo er StaatSanwalt wär und beschuldigten ihn nicht nur mehrerer Verbreche,.welche er oder Mitglieder seiner Familie ' begangen haben ollen; sondern auch des Umganges mit einer bekannten Dame der Halbwelt, Alle diese. Anschuldigungunhas der Antisemit ! Karl Paasch unter Angabe zahlreicher Zeugen für' dieselben in einer Broschüre veröffentlicht. Der Justizminister hatte zuerst' den Strafantrag gegen , seine Ankläger gestellt, denselben aber, spater zurückgezogen. Einige behaupten ex habe gefürchtet, seine .Anklager würden den WahrheZtsbeweis erbringen, während Andere behaupten, er habe mit seinen Gegnern ein Kompromiß vereinbart. ., , ,,' , , ,Die Krisis wird durch den Prozeß Oberwinder einem Nachspiel deS VrozesseS Buschoss, verschärft. , , Derselbe sollte , hier am ! Samstag verhandelt werden, als aber zahlreiche Zeugen auö kanten," Eleve, Erefeld und anderen Städten hier eintrafen,! um Zu ! bezeu gen,, daß der Minister und die Richter bei dem Prozeß Buschoss durch ein ge himeS Uebereinkommen mit den Rab
binern das Recht gebeugt hätten, wurde ihnen erklärt, der Prozeß fei verfchoben worden. Als Grund dafür wurde angegeben, daß die Richter durch den Prozeß gegen den Bankgauner Loewy
ZU erschöpft seien, um gleich wieder eine solche cause celedre in VerHand lung zu nehmen. DieS hat großes Aussehen erregt und die liberale Presse protestirt ganz entschieden dagegen: Schelling's Stellung ist unhaltbar und sein Sturz wird noch vor Eröffnung des Reichstags sicher erfolgen., ' Frau Harrison's Zustand. ' Washingtonl2. Okt. Abge sehen davon, daß Frau Harrison sich heute Abend etwas schwächer befindet, ist in ihrem Zustand keine wesentliche Aenderung eingetreten. ' Wie gewöhn lich bei derartiger Krankheit, wechselt das Befinden der Patientin von Tag zu Tag. Solange sie Nahrung zu sich nehmen kann, laßt sich ihre abnehwende Lebenskraft stärken. Sie erträgt die Krankheit mit großer Geduld und giebt sich alle Mühe, ihren Zustand besser erscheinen zu lassen, als erwirklich ist. Ihr Husten hat seit ihrer zunehmenden Schwache vor einigen Tagen aufgehört und sie nimmt noch immer Nahrung zu sich, aber ihre stetige Abnahme der Kräfte erregt jetzt die meiste Be sorgniß. Der Präsident sieht sehr angegriffen aus und ist in Folge der Aufregung sehr nervös, fodaß er fast gezwungen werden muß, in die frische Luft zu gehen, oder eine kurze Spazierfahrt zu machen. Gestern fuhr er nach dem Invalidenhause und brachte feine Enkel zurück, welche den Tag über dort gewescn waren. Heute Abend sagte Dr. Äardner,' Frau Harrison habe den Tag ruhkg verbracht und Anzeichen von neuen Krankheltserfcheinungen seien nicht vorhanden. - Vo r s ch ts m aßn ah m e n. E h i csgo,i12: Oft; Heute wurden umfassende Maßnahmen gegen Unfälle bei, dem groben Menschenandrang während der Einweihung der Weltausstellung in nächster Woche beschlössen. Zwei Tage lang wird der Wagenverkehr und der von Straßenbahnen in den Straßen der unteren Stadt verboten werden und sind 25 Nothfall - Hospitäler errichtet worden, welche während, der Paraden am 20. und 21. offen sein sollen. -- VnSland. Eholeranach richten au s Europa. 'London, 12. Okt. Der Correfpondent deS Standard" in Odessa meldet, daß die Cholera im südwestlichen Rußland an Ausdehnung gewinnt. 3a St. Petersburg kamen gestern 14 neue Erkrankungen und Zwei Todesfälle vor. , ' ' Während der letzten 24 Stunden erkrankten in Buda - Pest 19 Personen an der Seuche und 18 starben. Sieben Soldaten, welche an einer derdächtigen Krankheit litten, wurden nach dem Garnisonslazarcth gebracht. AuS Hamburg wurden heute 17 neue Erkrankungen und drei Todesfalle gemeldet. Beerdigungen fanden 121 statt. In dem Hospital befinden sih zur Zeit noch 673 Patienten. Neun Desinfektionsanstalten wurden heute geschlossen. 3m ganzen Königreich Holland erkrankten heute Ieben Personen ay der Cholera und zpei starben. ' .' 3n Marseilles fürchtet man, daß sich auch dort die Seuche einnisten werde. Heute starben dort fünf Personen all einer sehr verdächtigen Krankheit . - j.!, r11'", :; ' ''"p ! . 1 . i , .,!:.' im, ii , . j L. Ko s suth im Sterbe n. u Buda Pest, 12. Okt. L.l Kossuth, der berühmte, ungarische Patriot welcher seit einer Reihe von Zähren in Italien lebte, befindet sich in einem Zustande,' welcher Besorgniß erregt. Er ist von großer, Schwache befallen worden und man hat alle Hoffnung auf Wiedergenesung aufgegeben., Er, ist über 90 Jahre alt.! ' . '.r ; : l; ; '".! HA'A,UU,K ' MMdiW längerer Zeit bestand zwischen den Bewohnern der Provinz Spakia und den in verschiedenen Gegenden der Provinz stakio nirten Truppen kein gutes Ein vernehmen Die türkische Soldaten
waren in ihrem Benehmen sehr anmaßend und verübten an den harmlosen Bewohnern manche Gewaltthätigkeiten. Die Lage der Dinge gestattete sich immer schlimmer und endlich riß der Be-
völkerung die Geduld. Am 4. Oktober bcivaffncten sich die männlichen Bewohner von Askifo und als sich die Soldaten anschickten, wieder einer ihrer gewohnten Brutalitäten zu derüben, sielen sie über diese her. 3n dem nun folgenden Kampfe wurden neun Soldaten von Dorfbewohnern getödtet und viele auf beiden Seitendermundet. Der Mörder gefunden. Glasgow, 12. Okt. Der Gärt ner MeEwen, welcher in so bestiali scher Weise eine Frau tödtete, in Stücke zerhackte und dann die einzelnen Theile in Blumenbeeten vergrub, wurde heute zwischen Glasgow und Paisley, am Wege liegend, gefunden. Er hatte wahrscheinlich gemerkt, daß man ihm auf den Fersen war, und, um der Verhastung zu entgehen, versucht- Selbstmord zu begehen. Hierbei war er nicht erfolgreich gewesen, denn die Wunde, welche er sich am Halse beibrachte, ist nicht tödtlich. Er wurde in eigen Wagesetzt und nach Glasgow zurückgebrackt. R ä u b e r u n w e s e n i n M e r i k 0. Mexiko, 12, Ot. Im Staate Jalisko stieß eine Abheilung So! daten mit der Bande des berüchtigten RäuberhauvtmanneS Daran zufammen. Ein blutiger Kampf folgte. Im Verlaufe desselben wurde Duran getödtet und drei feiner Anhänger gesangen ge wm men. Von den Soldat:n wurden zwei schwer verwundet. Neu e E a r d i n ä k e. London, 12. Okt. Aus Rom wird dem Ehroniele" gemeldet, daß es jetzt endgiltig entschieden sei, Erzbischof Vaughan und Monsiznor Stoner zu Eardinälen zu ernennen. Der Papst habe die Idee, Erzbischof Walsh zu dieser Würde zu ernenne, aufgegeben. , ... . SchiffSnttchrichten. Angekommen in: New Aork: Michigan" von London, Majestie" von Liverpool, California" von Hamburg. ,. Lizard passirt : Rugia" von New- Jork. Schwoba veranstaltet vom Schwäbischen Untcrst.-Vcrcin am 17. Oktober in der Moz,t-AttUo ! Eintritt : Herr-und Dame . . 50 EentS. Ertra-Dawentickct 25 EentS. " Zur Aufführung kommt : Die Rekruten beim Besenwirth in Strümpfelbach, in 2 Akten. , Eine verunglückte fchwäbische Kadenmüstk einer Hochzeit. ' j. Bruch kürirt. Bedingungen ; Kein? Zahlung, bis die Kur , , vollständig ' " Kein Meffer gebraucht und Blut gezogen. ' Ich mache Contrakte und dcponire das Geld in der Bank. R efereni: Julius Gruminn. Ianitor be Odd eUom Gebäudes, Ecke Pennsylvania und Washtngton Strake." '7 , -Office im Brunswick Hote', 20 Circle Straße. I ., Sprechstunden von 9 Uhr Morg. dis ,S Uhr RM. .W. H. Nott, A. D. Ä e u e Herbst e Hüte " !- ' it! . ., ' . ii, i . '? .iii. .. ., fr i i ' ? ,!,. stnd nngekomtven i.l ' ! 'fi 1!'! l?, ,"bti . : ., K j-K " , Barnberger, ' '' -: ; -".,! ji i . ;(;,, , , ' , ,!, ,,, ' 'X W. Ecke Pennsylvania und k -:i " .S'fltno MDKMWMelM d -.eiitJit'.Jt n. auSschiierlich mit tputth&ritMA xdtitn und wtt tö'efchU'it't. nd Urinkrankeiten, Wi. U5 Oft Market Strafe. I'fRek'StUnden : t htl 13 XLkt flurm. 4 kl ' VLU Nachm. rU4 ZkuoV?. ka Wl,
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