Indiana Tribüne, Volume 16, Number 14, Indianapolis, Marion County, 2 October 1892 — Page 7

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Vier Löschen in Deutschland Neilevlaudrrei tssn Wikh. Kaufmann. Der unzuverlässigste und uncntbchr lichste rneincr Freunde, der göttliche Morpheus, hatte mich wieder einmal im Stich gelassen. Ich mußte ihn versöhnen uns das Mittel anwenden, reiches unfehlbarer als alle Patentruedieinen wirkt, nörnlich eine, wnn auch nur kurze, Reise nach der alten Hcimath. Oceanluft, Abdrechey der gewohnten Thätigkeit, Plaudern mit fremden und häufig so angenehmen Menschen, Tannendüft uns Lcrwündcrung dci anAemesfener Verpflegung und vcrnünftiger Lebensweise ' das bringt den Llttn Nngettcum im nier wieder herbei. Tas Mittel ist gar nicht fo theuer, wenn mm nicht wie ein Protz reisen will; dabei ist es ebenso angenehm zu nehmen, t?:e es zuträglich ist. o ck? fuhr auf dr Hin- und Rückreise mit SchneltdZlNpscrn der Hamburger Linie. DicAugusta Victoria" brachte mich in 8 Tagen nach Hamburg, der Fürst Bismarck" in gar tH äagen von Southainpkon nach Nero )ozt zurück. Taboi wurde diese erstaunliche SchnelZigkkit ohne jede Neberanstrengung der Maschinen erreicht und das Verbot der Gesellschaft an die Eapikrnc, niemals und unter keiner Bedingung sich in den SchellsahrtZ-Sport gwiser englischen Linien einzulassen, wurde buchstäblich befolgt. Die Paffagiere kannten das beängstigende ('Jcinhl gar nicht, welches man auf den sog .Ocean Windhunden, d. h. den Wettiahrern. stets unterdrücken muß und w.lctcs in dem bekannten Unfälle der ..d'.:n of Paris" eine so unheimliche Benchtigung erfahren hat. Tadel fährtz. B. dc? Bismarck" reichlich so schnell, als die vielgrühmie City of Paris" oder die Teuwnic". (5s fei noch beiläufig bemerkt, daß. sowohl Aiiguta Victoria" als Fürst BiSmarck" auf deutschen Werften,' vom Bullern" in Stettin erbaut 'worden sind. Sie legen beredtes Zeugniß ad von dem Fortschritt und der Gediegenheit der deutschen Schiffs-bau-Technik. Ueber diese Prachtfchiffe ist schon die. geschrieben worden und ich will längst Gelauntes nicht nochmals vortragen. Doch haben diese Toppeljchraubendam pser modernsten Tyvs einige besondere Einrichtungen, welche, da sie die ich.'rheit des Passagiers betreffen, doch spekiel! hervorgehoben werden sollten. Eine wasserdichte eiserne Scheidewand theilt den unterhalb der Wasserlinie btiindllchen Schiffsrumpf in zwei Längshülsten, welche mrerieits wieder m viele wasserdichte Comvartments zerfallen. Ein so gebautes Schiff bietet den denk bar größten Schuk amen Collisionsae sahren. insofern, als bei einem Zu sammenston nur der unmittelbar ge

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V r M uf ' r r schenraum vermittelst automatisch wir kenoer Pumpwerke mit Wasser gefüllt oder entleert werden können. Turin liegt ein Schusmittel gegen die (Besah rm, welche mit dem Auflausen des Schlizes verbunden sind. Man kann dadurch den Tiefgang des Fahrzeugs erheblich herabseken. as die auf einer Reise so wichtige Verpflegung und Ledienung der Passagiere anbetrifft, so kann ich nur sagen, daß die Gesell schuft am das Peinlichste alles gehalten

J hat, was sie vor der Abfahrt verspro C chen hatte, und daß sie in mancher Be V Ziehung mehr bot. als man billiger Weife warten konnte. Tie Hamburger Gesellschaft (bei richtige Name ist Hamburg-Amerikani schePcketfahrtActien Gesellschaft ein schrecklicher Wsrt Leviathan) Hai i gegenwältig eine schwere Prüfungszeit durchzumachen. Ter Ausbruch' der Cholera schädigt sie furchtbar, die

Aktien fallen in benastiaender Weise und dazu kommt noch eine vielfach un berechtigte Kritik ihres Vorgehens na menllich in der amerikanischen Presse. 0m ist diese Gefellschaft, welche uns die Pestschifse aus den Hals schickt und die Cholera an unsere Küsten bringt, so lautet Sie Parole in den amerikani schen Sensationsblättern, welche nicht bedenken, daß die Cholera wie ein Dieb in der Nacht plötzlich und unangemeldet in Lzambura aufgetreten war. forme daß eines der fünf Pestschiffe, nämlich t Wftrflttict" fshon toar hom 1 u r M r ""J , uaust (an welchem Tage der erste. m dm Hamburaer Behörden verA ei m l ichteEholrrafall nachzuweisen 'ist) den Hafen verlassen hat. Tie fernere Thatsache, daß erst am 22. August nachdem inzwischen noch mehrere Tampfcr mit dem als blinder Passagier rei senden schrecklichen Gaste abgefahren waren die Cholcragefahr den Hambürgern bekannt wurde, wird von jenen Sensationsdlüttern ebenfalls übersehen, rnan nberjpringt die zwei Wochen, welch? die langsamen Dampfer auf der Ucberfahrt derbringen und hält sich nur an das Fa!tum. day fünf Hamburger -Pestfchiffe vor Nen? York in Quaran täne lagen. Tie Hamburger Packctfahrt Gesell, schuft hatte ein viel zu großes gefchäftIlches Alstlo zu laufen ganz abgeeyen von der morallzchen Verantwor una als dan sie seuchenbebaftete Schiffe w i s s e n t l i ch aus dem Hafen abgehen lassen konnte. Man kcknn sie nicht für die UnterlaffLngsfüNdm des Hamburger Senats verantwortlich hal ten, wenn auch im Falle der Normanvia" die erwähnte Anklage eine gewisse Berechtigung haben, mag. Tie'Normannia. welche am 26. August aus lief, HUte noch in Southampton zurückgehalten werden können. Doch damals herrschte in Hamburg die größte Panik, eine Kopflosigkeit, welche, wenn auch nicht zu entschuldigen, so doch zu derstehm ist. Die Normannia" hatte Hamburg auch gar nicht berührt, son bcrn war von dem Elbmündungshafen Q urhavm ausgelaufen. Man hielt sie für voUständig feuchenfrei und wollte die Zn Southampton einsteigenden zahlrei.chenzZasiagiere nicht. beuNruhigen.

SK5E3E2S23(3E So schickte man sie auf ihre verdcrdcnbringcndc Reife fort am selben Tacie, an welchem die Ordre crlancn wurde, daß die Beförderung der Zwich?ndeckspal?aq:ere ganz Gus hören und bar, die Schnelldampfer nur noch von outliampton auslaufen sollten. Hier hat eine un.ontrolirdare Macht gewaltct, gepaart mit dem durch sie hervorqerufencn panischen Schrecken, welcher abstumpfend wirkt und die genaue Er k wagung oer vornegenoen umnanoen erschwert, vullelcht unmöglich macht. Ler sich das von der Cholerapanik lökich gepackte Hamburg vom 26. älugust vorzustellen vermag, wird die nicht erfolgte Zurückberufung der Rormannia", begreifen können, wenn :r sie auch nicht zu entschuldigen ver mag. ?!ach Visinarcks AuSspruch ist Ham. zurg die schönste Stadt Teutschlands. s jci dahin gestellt, ob Berlin, Trcsv:n und Frankfurt am Mqin nicht das echk haben, gegen dieses Urtheil des :r Hamburg speciell schwärmenden l !:e'ch?knz!ers Einwand zu erheben, " jcdoch zugegeben erden, dap Hamburg eine der schönsten Städte Tentschländ?. ja der ganzen Welt ist. Eine Ablage wie den neuen Hamburger Freihafen mit seinen schloßartigen La gerhausbauten und mit seiner gewalli gen Berkehrsverbindung per schiene und per Wasser dürfte man in einer anderen Handelsstadt vergeblich suchen. Die Prunkstraßen der ' hanseatischen Geldanstotratic sind u vergleich schön. Die Häuser selbst erscheinen kleiner als hierzulande von der gleich zahlungs lraftigen Klasse errichtet zu werden pflegen, aber sie sind stilvoll, und architek tonische Geschmacklosigkeiten, wie sie die vielgerühmte Euclid Avenue in Cleve land genug aufzeigt, sucht man in diesen Hamburger Wohnftraßcn vergebens. Unvergleichlich schön sind die Gartenanlagen vor und um den Hamburger Villen. (s ,st ganz erstaunlich, wel chm Zallder derartige Patrizier auch dem tleinsten Fleckchen Erde abzngewin nen vcrstcht. Tie herrlichste Blumen-! Pracht, glücklich gemischt mit Zierpstan zen und mÄterlich gepflegtem Baum wuchs. Uhlenhorst-Quartier kann man M Somnier stundenlang in den Straßen wandeln, welche diese Privatparks begrenzen, von denen jeder anders angelegt, ist, als sein Nachbar, so daß der Beschauer den Jdeenreichlhum dieser Hamburger Nabobs wirklich bewun dern muß. Tie ganze Umgebung der Allster ist jetzt von schattigen Alleen umrahmt und den Abschluß nach der innercn Stadt zu bildet die berühmte Hotelund Geschäftsstraße Iungfcrnstieg. Das ist die in die Äugen fällende Lichtseite Hamburgs, der stolzen reichen Handelsstadt mit ihren zahllosen Geschäftspalästcn und prächtigen Villen quartieren, ihren lieblichen Vorstädten und ihrem schillernden Centralpunkte, der Alster. Daß neben diesem prunk vollen Hamburg noch ein anderes Ham bürg cxistirt mit engen schmutzigen Gassen und mit dm Brutstätten der Pest, den Fleeten", welche zur öbbezeit trocken liegen und bei der Fluth ein dickflüssiges schmuigcs Wasser führen ; das Hamburg das Proletariats (Hambürg hat ein fast so starkes socialistisches Votum wie Leipzig) alles das haben die Schrcckensberichte der jüngsten Tage genügend geschildert. Tie Lektion welche Hamburg jetzt er hält, ist eine furchtbare. Aber 'es ist sicher, daß man daraus sür die Zukunft Nuen ziehen wirÄ. Denn in Ham bürg leisen gegenwärtig nicht nur die unteren Hunderitausende, welche die FricShöfe bevölkern, sondern auch die obersten Zehntausend, welche entsetz'ichen Geschäftsverlusten ausgesetzt sind. Und da derartige materielle Verluste namentlich in eine? ausschließlich auf den Handel angewiesenen Stavt außer ordentlich schwer verschmerzt werden, so kann man sich wohl darauf verlassen, daß Hamburg in einigen Jahren nicht nur eine der schönsten, sondern auchc ine der gesundesten Städte werden wird. Ich verließ Hamburg nach mehrtägigem Aufenthalt gerade einen Tag vor dem Bekanntwerden des ersten Cholera falles und dankte meinem Schöpser. daß ich in den düstern Tannensorsten des Harzes wandeln durfte, als die ersten chrcckcnsbecichte aus der alten Hansa stadt einliefen. Ter Harz ist nicht mehr das verhaltntMäölg stille Berglond. wo man ehedem Natur kneipen konnte. ohne die Unbchaglichkeit des modernen Badelebens nnt in den Kauf zu neh men. wo der echte Tourist, d. h. der Auswanderer damals zu seinem vollen Rechte kam. wo man m gemüthliche Herberge und bei billiger Zeche den Abend und dte Nacht verbrachte. Nein, der Harz ist fashionabke geworden. Tie Eisenbahnen durchkreuzen ihn freilich noch nicht, aber lte berühren jede Ein aangspforte und unternehmende Omni busgcsell schatten haben den ganzen Lärm und den ganzen Staub wr Außenwelt hineingetragen in dieses tanncndurchraufchte Waldrevier. Der Harz, den Wolfgang Gskhe und Hein rich Heine durchwanderten, existirt nich mehr. Es ist ein geräuschvolles, protziges Fin de siede Volk dort eingezogen und dieFremdenindustrie scheint immermehr die Haupterwerbsquelle der ehemals so genügsamen und naturfrifchen Bewoh ner geworden zu sein. Wer den Harz in seinem alten Reize sehen will, der muß im Mai kommen. wenndie.Baume sprießen und die Nachtigallen schlagen, wenn der Frühling auf die Berge steigt und wenn die Herrschaften in Ham. bürg, Magdeburg und Berlin noch nicht an den Sommerausslug denken. Ich hatte mir die stillste Ecke des Harzes zu nieiner Wohnstätte ausge sucht, die Gegend zwischen Schiert und Elend, das steinige, unwirthliche. tannenbestandene Thal am Fuße des Brockens, wo sich die Hexen am Abend vor Walpurgis versammeln. Aber da kam ich schön an. Seit den letzten drei Jahren sind Schurke und Elend lkhralhionableZZlatzeZeworden groß-

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artige Hotels haben sich dort ausgethän und auf den herrlichen fußtiefen Moosbetten unter dm mannsdicken Tannenbäumen wird massenhaft Süßholz geraspelt. Klatsch getrkben und Kleider Pracht entfaltet. Und die Preise in den Hotels sind so gesalzen, daß man sich nach New Vor! versetzt glaubt. Dabei sind diese Hotels ganz aus Tannenholz gebaut, die nackten Bretterwättde grenzen die Zimmer von einander ab und als Beleuchtungsmaterial dient Petroleum. Wie eine derartige Gefährdung des Menschenlebens im deutschen Polizeistaate geduldet werden kann, ist mir ein Räthsel geblieben. Ich- verkroch mich stets mit beträchtlichen Angstgefühl in mein Dachstübchen aus Tannenbrettetn und erwog die Chancen, ob es bei einem etwa au-brechenden Jeuer klüger wäre, durch einen Sprung aus dem drei Stockwerke hohen Fenster den Hals zu riskiren, oder auf den raucherfüllten Corridoren jämmerlich zu ersticken. Das Material zu einem soliden Stein bau liegt hier vor der Thüre. Der Teufel, welcher es zur Urzeit von den Arendsklin'.er Klippen" herunterg? stürzt haben soll, ist eine Mythe, er bc siAt keine Gewalt mehr über diese sott den (brennt blocke, aber der Teufel der Habsucht und der übelangebrachten Sparsamkeit und der Gäfleschinderei ist lebendig und geht umher wie ein brül lender Löwe und wehe dem. welchen er in einer etwaigen Feuersbrunst zu Schierke packt. Das arme Opfer wird sich über das Bestehen einer Hölle keiner Täuschung hinzugeben brauchen. Jedoch troy Uebcrfüllung und Feuer gesährlichleit des Hotels werde ich für das ode und steinige Schierte stets die schönsten Erinnerungen haben. Denn der Tannenduft und der Waldeszauber. die über Felsen rauschende Forcl len-bevölkerte kalte Bode", die moosüberwucherten Granitblocke, der Blick um seineEristenz betrügen, trotz schwarzrackiqer Kellner und eines ganzen Ru. j . J '' i l M täht : rnter .SRadMÄi. hftn denen die lneisten. aenan wie in Sara- , rtrt.i nur d? i,h n driZ ?h me m nmmen m sein scheinen, um mit ihren. ' Tottctten zu olanzen oder mit uncti Titeln zu prunken. Und etwas weiter ab vom Hotel, dort wo ;m klaren Wasser eine recht zahme Forelle steht und gierig die Spinnen und Fliegen hascht, welche ich ihr zuwerfe, dort m:rlt man ja auch nichts irehr von dem Badeleben und dort ist der Harz in seiner ganzen Pracht und Hcrrlichleit noch anzutrcffen. Ich babe.die Wahrheit des Göthe schen Spruchs von der Reihe von schö nen Tagen, die sich w schwer ertragen lauen. n,cht kennen lernen. .Es mutzte nur zu bald geschieden sein. Aber der kalten Bode". dem Rebberqer Graben", der ..steinernen Renne" und all' den Herrlichkeiten von Schierke und Elend habe ich Alif Wieder sehn" zu gerufen, und wenn ich dieses Berstzre chen einlöse, wird mir auch wohl der berühmteste Theil des Harzes. Thale und die Prinzessin Ilse, ein freundli? ches Willkommen gewähren. Ein neues Telephon. Obwohl die Lciflnilgcn des Telc Phons bereits eine bewnndcruswerlhe Vollkommenheit und Vielseitigkeit er reicht haben, so erregt die Entdeckung, die Herr Teckert in Wien vor einigen Wochen ani Telephon machte, doch noch ein gewisses Aussehen. Die fragliche Erscheinung ist Mittels eznc 3 dun fcikk lf(fmnlw Tiiflf li.T4i.i. i " 3 '" X" " Man hält nämlich das Hörrohr Zvage c :;;(r.'"'" recht in einer Entfernung von wenigen vA rJ , ri,.i Millimetern von der prechmusaiel des beiden Apparaten befindlichen Raum: i. M . H. prf - imv VIHf V k K 4T V " WifrnhlirtiiÄ nnh hUtt in ho alsbald beginnt das Telephon laut ;u tönen, man könnte wohl sagen, zu Pfeiscn. wenn nicht manche Apparat: wieder Töne ganz anderer Art vcrnch men liefen. ' Bei guten Telephonen, bei geeignetem Zustande der Elemente und bei laut starten Mikrophonen ge nügt schon die, bloße Annäherung des Hörrohrs an das Mikrophon, um den Ton hervorzurufen. Verändert man die Entfernung bei der von einander, so wechselt der Klang, ebenso, wenn man die Muschel des Hörrohrs unter einem Winkel von der Muschel des Mikrophons wegdreht. Merkwürdig ist. daß sich der Ton auf fällig verstärkt, wenn inan zwischen die beiden Mufchekn eine kleine Röhre au ä Papier oder dünnem Holz einschaltet. Der Ton kann auf Entfernungen, wie die von Wien nach Prag, und zwar von einem Abonnenten zum andern übertragen werden. Jedes Jnstru mcnt hat einen Eigenton, der sehr har manisch und kräftig klingt, so das; man bei einiger Uebung sofort erkennt, tb der Apparat richtig gestellt ist. Schon aus dielen kurzen Andeutungen ist er sichtlich, das; die Entdeckung praktische Anwendung finden kann, wenn auch nicht gerade zu einer tele- nnd mikrophonischen Harmonika mittels verschie denartig abgestimmter Apparate, mit der der Erfinder die Sehenswürdigkei tcn d'r Weltausstellung vsn Chicago '.bereichern will. Indes: da der Ton kräftig und durch mehrere Zimmer hör !bar ilt. so winden sich voranssichtlich alle AnrufVorrichtungm bei Telepho nen oamii er? puren lauen. Die Elektrotechnische Zeitschrift" der wir dieses entnehmen konnte von 'einer ähnlichen Beobachtung schon im ' Jahre 18J)0 berichten. Ein Herr sprach an einem Ende einer 3(! Kilometer langen Leitung, während ein anderer am anderen Ende das Hörtelepbon gegen das Mundstück des Sprachrohrs hielt. Es entstand ein schriller, lanaaczsaener Ton, dessen Höhe von Zelt zu Zeit um eine ganze Octave wechselte und so lange ÄHt;:h 's W Äi:t-v. ..... l'', anhielt, als das Telephon gegen das

auf das tiefere Thal mit feinem Tcppich ! mit oer ume die MNk von nna. von Tannengipfeln. der Fußweg den : indem sie einen Zweig nach Halfa am Rrocken hinaus das länt ück nickt 1 Nordfußc des Berge Karmcl absendet.

s anten prechapparales und unter Z ' J C- ' d " : P. ' :::rC"V

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, ,),', n- i'i Sprachrohr gehalten wurde. Diese merkwürdige Erscheinung erklärt sich nun nach 'der Elektrotechnischen Zeitschrift" durch die in dem Lustraum zwischen Hörer und Sender infolge der Schwingungen der Telcphonmembran erzeugten Luftschwingungen, welche ih. rerscits aus die Membran des Sprach rohrs wirken, dann wiederum aus elekirischem Wege nach dem Hörrohr über trogen werden, sodann wiederum Luftschwingungen hervorrufen u. s. w., die kräftig genug sind, um einen To:' hervorzurufen. Auch bei den Tcckert'schen Versuchen wird die Lust zwischen dem Hörrohr und Sprachrohr zunächst durch kräfti' ges Hmeinblasen in den Zwischcnraum in Schwingungen versetzt, welche auf dos Sprachrohr wirken, von hier aus auf elektrischem Wege zum Hörrohr übertragen, von diesem wieder auf die Luft abgegeben werden u. s. w. Durch das Zwischenschalten einer Röhre aus Papier odi.'r dünnem Holz werden aber die durch die Schwingungen der TclePhonmembrane erzeugten Luftmellen an einer Zerstreuung in den Raum verhindert und verdichtet, wodurch der Ton verstärkt wird, während daneben die Röhre selbst auch noch als Resona oc Wirten kann. Clne Elsenbabn im heiligen Lande Die Stätten, wo einst Jesus wan dtlte. werden nun auch bald von Loco Motiven durchbraust werden. Nach verschiedenen kostspieligen Aufnahmen ist jetzt die Strecke für die Eisenbahn Akka Damaskus endgiltig festgestellt worden. Die gewählte Linie ist diejc nige. welche zuerst vom Major Conder vor mehreren Jahren vorgeschlagen wurde. Sie beginnt bei Akka am Wt telmecre. durchläuft nach Süden paral UNd zieht dann M'ttt M slldlichtt UNÄ südöstlicher Richtung quer durch die irt r?v .1 ni . iL if"-.... üocne 50rcion cn Allzareiy. 'uuem und Jesreel vorüber, durch das Thal von :mm uno an teil eraen in kaufend nach dem Jordan, über den sie oet Bcly:can hinwegiekt. Der Jordan bietet hie? besondere Vortheile tür die Errichtung einer zwei bogigen Eisenbabnbrücke. Nicht allein da die beiden User von festem wcstcm gebildet werden, auch in der Mitte des Flusses befindet sich ein großer Felsblock, der als Stützmittel für die Bogen dienen kann. Vom Jordan wendet sich d,c Eiienbahn wieder nach Norden uno steigt den. Abhang des Plateaus von Golan (Dscholan) hinauf, an den Bergkammen hin. welche die öunchen User des Sees Genczarcth umgeben, Dieser Aufstieg stellt den einzigen schwieriqen Theil der Linie dar, erscheint aber auch nach den neueren Aufnahmen leichter ausführbar, als man urtprüna lich annahm. Wenn das Plateau bei El Al erreicht ist. fetzt sich die Linie in leichter Steigung über Nawa und ,s weh nach Damaskus fort. Da die Eifen bahn die schönsten Ebenen des westlichen und des östlichen Palästina durchschnn dcl. wird sie srosze Wichtigkeit erlangen. Die leitenden Persönlichkeiten der englischen Gesellschaft The Palestine Ex pleration Fund", von denen die obigen Mittheilungen ausgehen, sind der Mer nung. daß der Eisenbahnbau zu wich tigcn archäologischen Entdeckungen süh ! ren werde. Inzwischen schildert die Köln. -cuiir.jiy. in uiiiiii ;;iiivit uuv rnTiaa " : .. c.. drm Jana.Zbork w der Richtn nach Seltle&cm. Dort wird, nicht wki, von X der deutschen empler und der Strahe j .flMfi!M1 hpr ,, Uccni ir i7i i.nxi h, i r .jfc, vm rrt i AHf au """" "'' die in nicht ferner Zeit zu eröffnende Elienbahn von Jaya nach Jerusalem angelegt. Am genannten Tage aber war die erste Locomotive nach der h. Stadt gekommen, um sich vorzustellen und den Beweiö zu liefern, dalz es Mi der Ausführung des lange entworfenen. viel besprochenen und von Schwierig leiten jeder Art umgebenen Planes wirklich Ernst sei. Die Loconiotive wollte Jeder schen. Welch' sonderbares Ungethüm hier in der Nähe der heittgen Stadt! Wie be fremdet blickten die mittelalterlichen Mauern, die Thürme und Spitzen von Zion. zn dem qualmenden und schnau denden Ungeheuer hinüber. Die Äraber und Türken. Ehristen und Juden, die Bauern und Beduinen betrachteten mit unsäglicher Neugierde die rollende, dampfende Maschine. Sie ging vors wärts und rückwärts, sie zog ein paar Wagen hinter sich her; und doch be merkte man kein Pferd, keinen Eiel und kein Kameel, welche sie in Bewegung geletzt hätten. Das war verwunderlich! Eine uralte Judenmutter, welche noch nie über das Weichbild von Jerusalem hinausgekommen war, sah das Ding mu neugierigem Schrecken und sagte. ck. " & r f. ; ber Teufel stecke darin. Ein Haufe wilder arabischer Rangen , näherte sich beherzt dem Unthier, es besser zu be trachten. Da stieß es einen heulenden Ton aus und zischle und spie nach links und rechts, spritzte Wasser und Damvf. stöhnte und wirbelte Qualm auf. Die Jungen fuhren entsetzt zurück. Ma schah Allah!", schrie man. Was wiNdoch Gott; Das ist der Satan!" I tTL e M a'r s' i n Iowa ivurh am Uk September der Deutsche Tag" mit einer großartigen Kundgebung, seiert. Es war der 206. Jahrestag der Gründung der ersten deutschen , An siedlung in Pennsylvanlen. Etwa zehntaufend Personen hatten sich zu der Feiet des' Tages eingefunden. Ge. schmackvolle, auf jene Zeit bezügliche lebende Bilder auf'Wagen erhöhten den Glanz des , Festzuges , und Professor nn.: r m:r sr:..i'i;Ul UHU miliyi W3iwlBU sCitn'.tttX cv m CtAtVt ?..r. HIIU.O y tfMim HM hielten Ansvreckien.

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die Pirsch." j yumcrk.ie vcn vVuuaiz ga. l &nt,n ?m fttstftnf im Nt,-,s,. n Mnd- drei ältere Herren beisam"Mli v im ,,V.V- I men him laMn,- i,r, , tranken gar eifrig. v- -mt-f y -v v Es war um die Zeit, da die Nebhuhnjagd just aufge. gangen war. und die eruen ettm, lecke. ''N Vögel, welche die Mond-Wirthin, in delikaten Speck wohl eingepackt, gebraten hatte, hatten vor mnigm Miuten erst bis aus die derberen Knichel. chen und das Gerüst ihr rühmliches Ende in den Magen der drei Stamm. gaste gefunden. Ein köstliches Abenddrot. das den alten Satz auf's Neue bewahrheiten sollte: Je besser der Mensch ißt. desto lustiger trinkt er' Und so mußte der schmunzelnde Mond wirth die Halbmaßkrüge immer auf's liislot 'VHV i""1'" Rebhühnern, wenn sie vortrefflich ge. sen sind, hält man gern eine Nach, wh Prt nr'ä itttA Ni,l Pnh w d ihnen geoät Jn'd von Un& 1 riorentlicv des Güldenen Mondes" rn jüngeren oder älteren Jahren selbst dem edlen Waidwerk gehuldigt hatten, and im Handumdrehen waren die .Jagdgeschichten" da stolze Thaten, Nie heute nicht mehr vorkommen". Hm!" sagte da plötzlich der dürre Apotheker aber, meine Henen seltsam ist's doch eigentlich, lafc wir Jäger gewesen sind: Denn Sie. wie ich! Die Jagdgeschichten, die wir da erzählten, waren ja ganz nett ich für meinen Theil will aber ganz gern bekennen. d& ich die Wirkung der mernigen auf Kosten der Wahrheit etwas vergrößert habe Na, Pillendreher, wenn Ihr schon so ehrlich seid, bin ich s nicht minder warf der Amtmann, heuer aus lachend, ein .die Geschichte mit der Rehbock -Doublette, die ich Euch eben erzählte, war auch vom Schlage Eurer Jagdgcschichten und ich wette, der Achtzehnender unseres verehrten Hauptuhrers hier hatte auch Nun, nun," protestirte dieser ich will ja gerade nicht behaupten, daß es genau so viel Enden Haha!" lachte der Apotheker gerade heraus. Meine. Vermuthung ist also . . . , , , y f doch d'.e njlific! 4 Nun, Ihr Herren, wollen wir da Nicht einmal etwas ganz neues anstellen und als gewesene Jäger der Wahrheit einmal die volle Ehre geben? Ich wette, es gibt ein köstlich Etündlein! Mondwirth, den Kuobclbecher her! Wer die niedrigste Zahl wirft, fängt an zu beichten, warum er dem edlen Waidwerk plötzlich entsagte. denn ich wette, der Grund zu diesem Entsagen izt ein köstlich Stückleln!" Der Amtmann sah plötzlich ganz ernst d'rem UNO oer yaupllkyrer waro au. aen azelnilw veriegen. ''iogerno nur titn sie die bclncrncn Wurscl über die Tischplatte laufen und beide athme, tcn ersichtlich aus, als der Apotheker, der d,e Gefchicyte angeruyn, oen nred' . m w t w. ttgftcn liinut that und inttcrn mit der veicyre veglnnen mu:e. AIo, Ihr Herren " hub der Mann der Pillen und Latwergen an warum rch 'läaer ward. , t bald ae - sagt: Es sah so hübfch aus. wenn diel anderen Herren mtt dem eöeryutchen und mit dem grünen lit, mtt der blitzenden Büchse und der Jagdtasche! . t' ci : i x : j. rx suqikistllrliirn. jiu, iiu juju ic ur Senn auch kinc pikfcine Ausrüstung an. pachtete mir eine Feldjagd und zog nun ttfrtg los. Wir wollen za ehrlich fern Ihr Herren! Also geschoben zave icy iin er,:en agoiaure n,cyr vier j rv. . t" ... w . . nem, runo heraus, nicyts: w weih nicht, wie's kam, aber mein Schrot sauste immer dahin, wo weder Hühner noch Hasen waren. Das zweite Jagd kahr aber war mein letztes. Eines Äoracns pürschc ich auf meinem Jagd gebiete auf Hühner. Ter Eifer führt Mich immer weiter, wuthend. war ich auch, daß ich wieder keine Feder ge. troffen hatte, kurz, in blinder Jagdlust kam ich cmem Gehöfte nahe. Da stutze ich, auf dem Felde in den Furchen drei, vier schlanke braune Hüh ner. Ich, die Flinte schußbereit noch iin paar Schritte vor sie fliegen nicht bor und doch sehe ich sie da ganz deutlich vor mir rn der Ackerturche. Mein Herz schlug vor freudiger Erwar luno d:e Thiere waren mir ta sicher. das erne oder das andere mutzte ja von meinem Schrot getroffen in seinem Vkute hinsinken. Ich lege an. der Schue knallt, hurrah! Zchrer ich. denn zwei Hühner flattern getroffen am Loden, das dritte fliegt nicht auf, es htoimfir fsrtHicnVk hem Qniini btfiZ tlllll .... v. f,, fn,hMttx j iTnd in h?mfrfhptt Augenblicke er,chelncn hmter diesem MfVV WVt vnvvi c . ' ' - - ... aune. denselben übersvrinaend und mit mildem m&tn auf mick zuivrinaend. der Bauer und fein Knecht. Ich arm , " ' wir it r m seliger Nimrod hatte .Des Banern Hühner geschossen! lachte der Amtmann. Ist's wirklich so, Apotheleri Ja, nickke dieser. So war's! Ich mußte die Thiere natürlich bezahlen und schenkte ue obendrern ihrem Eigen thümer. Mit Hühnern wollte ich denn doch nicht heimkommen. An dem Tage aber stellte ich meine Büchse in den Schrank und nahm sie nur wie der hervor wenn ich beim Schützenfeste den Umzug der .Schützen mitmachte. Au; die Jagd bin ich nicht wieder gegangen!" ,Jui itu v Kun, lyuufiuvm v nfmiM.4M. cscr:v :.-t;:c. I.h in itMThv.l r!el der Amtmann. Ihr seid ia-früher in den Bergen angestellt gewesen bei Euch wird's noch interessanter, werden mit der Beichte, hon' ich." , Ein tiefer Seufzir des würdigen Hauptlehrers schien die Vermuthung des Amtmanns zu bestätigen. Lange

iUJiuii iui;i uiuu um uuiu uu uu t:...(sÄ,.y ct a-... v ..'hnjagd und n da ans die Jagd K'l Wd. ' ar r-i tr ssk.,v n.ttt. tiA kineour, da komm ich um emen ,vcisIS Ä r'pnm. Wuf1ineMa.e und ;rtfiM, ,;7t m,s am Rande derielbcn. halb von einem

Herr Haup ehrec, und Sie, Herr "fj , Amtmälan,Sie gehen, wie ich weiß. J ffiÄ'nnÄ heule ebensow nia aus die aad mebr ? ? lch noch dastand und das ungluck.

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dem er leine Halde geleert und der I frische Krug wieder vor ihm stand, hub er aN' Ihr wollt's so. Ihr Herren ich .s, cv ,,S sl,l' am4i J',..1" " iuuvni im juiuuhakten! Sei's denn d'rum! Mit der Veranlassung zur Jägerei" wqndte T miÄ w?Ä Ä" iSa'S' TmT Ä ' a "n& "f Ä Ä.'",""? uuiujuiuui( vit vutjujuyui uugcstellt wurde. Da stach mich der Ha fcr eine Gams wollt' ich um mein Leben gern fchießcn und so zog ich denn kises schönen Ferientages, damals noch ein junger Kerl, mit Kniehose und Rucksack hinaus auf die Berge, um mein Jagdglück zu versuchen. Die Burschen drehten sich um. als sie mich in meinem livA.N...(k,.h . h r nen lachten jd betau. Lacht ,u,c' uuWlC y ui- ju4 M besten - und zog hinauf. Trn Stunden war ich aun g krarelt Felsblock verdeckt da steht eine Gemse ich. angelegt, losgedrückt, bums das Thier mackte einen Satz, meckerte acch einmal Der Apotheker und der Amtmann brachen in ein riesiges Lachen aus. .Hauptlchrer." rief der erstere ..ist s wirklich und wahrhastig wahr? Das var keine GamZ. sondern eme" keltge Thier betrachtete, lommt die 'Äennerin daher, ein Weib von drei Centner, mit einem Kröpf und kaum einem Zahn im Munde! Und wie bissig sie krst war! Kein Mensch hat je'cinc solche Standred' bekommen, wie ich da öden. Die Gais mußt ich bezahlen, aber's schlimmste war. am andern Tage sangen sie da unten im Kirchdorf Vierzeiler aus mich und meine Gamsjagd. Da hab ich s Jagen freilich eingestellt. Wenn ich mein Gewehr ansah, kam mir )ic todte GaiS immer leibhaftig vor die Uugen. - Pfüi Teufel!" Die anderen beiden lachten, dafz ihnen die thränen keravnelen. inöita mahnte der Hauptlchrer den Amtmann :n seine Beichte. Ja", sagte dieser meine ist überraschend. Ich hab' die Jagd grad' I 1Ufclfr4l Ul(ÜUUUVIU IVIU I t "W V m aber 'keinen Zieqenbock. wie unstt Jugendbildner hier. Ich war ein jundarum aufgegeben, weil ich einen Bock ger Kerl, die Welt lachte mich lo heiter an, daz; tch schier vermeinte. ie t ertra für mich so schön gemacht. Da geh' ich eines Morgens auf die Pirsch schieß' aber nichts, sondern komm' m's Jägerhaus. und da seh ich e,n Mädel, jung, lritch, feunq. hübfch Ihr Herren, mich durchschob's in dem Sluaenblick das Wild ward icki! Es ar die Försterstochter ein kerniges Mdkl was so ich's lang verschwei fn hthaih mnr mW ha?. N?k, im Walde gleichziltig. weil ich das Res'l im Jörsterhaus in's Herz geschlossen, und wie ich meine erste Anstellung ' hatte, fiel das Wild, just in's Blatt ae troffen ich selbst. Ich heirathete , meine Res l!" Der Amtmann schwieg und leerte sei I nen Krug 1 Das ilt Eure Belebte?" fragten du anderen enttäuscht. Das ist 'ja gar leine Waidmannsgezchichte. Wo bleibt l denn der Bock, von dem Ihr svracht? Das war's ja eben!" sagte der Amt . . ,v.. l,.i. i INQNN. iuR IQ O'e Urei l DcuQIueie, ! lvar der größte Bock, den ich schießen l konnte, denn das brave Weib bat. so I lange ich lebte, mrr das Leben schwer I e macht. Das Jagen aber bat sie mir L . . ' infach verboten'. Arger Irrthum. aSS? , ,nauic:n: Wie lonncn ic es roa . rt I M. 4 4 m AM " ,run,uyngn vni,lr: vmomi vmt Sre sür meme Baßgeige!" Philosophisch Das Sterben, Herr Doktor, muß doch eine schreckliche Sache sein. Das will ick meinen. Wer das mal dureboemackt bat. denkt lein Lebe. tana d'ran. Ein dummeStreich gibt ans mehr zum Nachdenken als erne ge qiale Idee.

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Daß chlneflsche ,,WelChi".CPlel Im letzten Hefte des Journal of the Royal Asiütic Society" wird ein Vortrag besprochen, den ein Herr Vol picelli kürzlich in der ch icsifchen Ab theilung der..Royal Asiatic Society" zu Shanghai über das Wei-Ehi-'Spiel gehalten hat. Da jenes Spiel bei uns nicht bekannt ist, dürften einige Notizen an der Hand jenes Vortrage von Interesse sein. Das Wel-Chi" -Spiel war das große Spiel von Ehina. Die Chinesen' stellen es hoch über Schach und halten es für dasjenige Spiel, welches dem literarischen Stande eigen thümlich ist. ES weist intcresjän!e Züge auf und erfordert hervorragend? Gefchicklichkeit. Von allen im Westen gebräuchlichen Spielen weicht es durch' aus ab. Vom Damenspiele und vom Schach unterscheidet cö sich dadurch, daß dieJiguren niemals weggenommen wer den. Esbeftchk auch nicht aus einer Reihe von sprungartigen Evolutionen. sondern in der schrittweisen Besitzergreifung vor Punkten, welche richtig ancinanderge. sägt schließlicheine gewinnende Stellung ergeben. Obwohl sich das Spiel auf sehr um fangrcicher Grundlage bewegt, indem das Brett 361 Felder zählt und auf je. der Seite nahezu 200 Figuren zur Per Wendung gelangen, beruht es doch auf fehr einfachen Voraussetzungen, weil alle Figuren gleichen Werth und gleiche Rechte besitzen. Um die Aufgabe des Spieles auf einem so ausgedehnten Brette zu lösen, muß man große Vor aussicht und ticse Berechnung aufwen den; und zwar besteht die Aufgabe da riu, daß man fo viel Raum auf dem Brette besetzt, als nur möglich ist. Wer am Ende des Spieles über die meisten Plätze gebietet, ist der Gewinner. Man kann das erstrebte Ziel auf zwei Wegen erreichen: indem man leere Stellen auf dem Brette mit einer gewissen Anzahl eigener Figuren einschließt, oder indem man die feindlichen Figuren umzingelt und auf diese Weise erbeutet. Der Name wei ein kämmt von wei, welche Wort umgeben" bedeutet. Otnrohl es sehr leicht ist. mit einigen Worten das Ziel zu bezeichnen, das der Spieler verfolgt, erlordert es doch groize Gc schicklichkeit, dieses Ziel zu erreichen, wenn dem Spieler ein Feind gegenüber steht, der ihm ebenbürtig ist. Während er den Versuch macht, die Figuren seines Gegners zu umzingeln, stehen seine eigenen Figuren in Gefahr, von den feindlichen eingeschlossen zu werden, und dies geht häufig aus der selben Stelle des Brettes vor sich, sz daß sich die Figuren untereinander ver wirren; eine einzige Figur, die alsdann hinzugesügt wird, kann über Gewinn oder Verlust entscheiden. Da keine Figur von ausschlagcnder Bedeutung in öcm Spiele vortöinmt wie beim Schach der Konig und da die zu lösende Aufgabe einen rein arithmeti schen Charakter besitzt indem es sich lediglich darum handelt, eine möglichst große Anzahl von Plätzen zn gcrain nen , so können natürlich die Verluste an einer bestimmten Stelle des Brettes durch Gewinne an anderer Stelle wieder ausgeglichen werden. .Auf diese Weise ist die Aufmerksamkeit des Spie, lers beim wei.chi nicht auf einen Punkt conzentrirt, sondern vertheilt sich über das ganze Brett. Es geHort gute Berechnung dazu, um die an einem Punkt erlittene Schlappe an einem anderen Punkte eiktsprcchend auszugleichen. In chinesischen Schrif ten wird das Spiel zuerst um Jahr 625 nach Christi erwähnt. Es stammt wahrscheinlich von babylonischen Attrv nomen her. welche zu jener Zeit die Lkh' rer des Ostens waren. Es wird uns von chinesischen Kaisern berichtet, welche Wei-dii sehr geliebt haben, obwohl sii dieses Spiel dazu zwang, ihren Rang zu vergessen: denn wer mit dem Kaiser spielte, saß in seiner Gegenwart. Von einem Kaiser des -t. Jahrhunderts wird berichtet, daß er einen regelwidrigen Zug gemacht habe. Der Höfling, wel eher mit ihm spielte, hielt den kaiser lichen Finger fest, ohne daß der Mo narch darüber beleidigt gewesen wäre. Dieses Creigniß dessen ungeheuer Bedeutung nicht zu leugnen ist wurde für wichtig genug erachtet, um in der Geschichte aufgezeichnet zu wer den. Bedenkliches Nechenexempel. RMty: Schwester Anna, wie alt bist Du? Schwester: 20 Jahre. Käthe: Und Dein Bräutigam? Schwester: 40 Jahre. Käthe: Ach, gerade doppelt so alt wie Du. Wenn Du 50 bist, ist ja Dein Bräutigam schon 100! Verlockend. Fremder (zu einem Bürger): Sagen Sie um Gottes Willen, was 'ist denn da 'oben für ein mörderisches Geschrei? Bürger: Ach da? sind man blos die Patienten in det Klinik für schmerzloses Ausziehen der Zähne! Fataler Druckfehler. Unter lautem Magengerassel durchfuh ren die fürstlichen Herrschaften unser Etädtcken. ,

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