Indiana Tribüne, Volume 16, Number 14, Indianapolis, Marion County, 2 October 1892 — Page 4
JndZana Tribiwe. i?.rscheint Tüglich und Sonnings.
2c tätliche Intuue" töstit durö den Träger üJUcntd per TZuche, die SonntagS'.Tribüne" E Stnt xerWLlde. Beide zusamAen isCentS oder 03 CensA pcr Äonat. Per Psft ispfäii: in Vor zusbezahlung ff per Jahr. Qfffce: 130 Ost Maryland -Straße. Indianapolis, Ind., 2. Oktober '92. 2?tc Ttrsvivarl'Gelgs JtastSejJe vsn ffst ÖlJtuthnes. Vlozz? Tybusch wand:rte zum dritten flatt in feinem alten Frack und geschmück mit einer neuen schwarzen Binde z:m ßrnadjtigeri C uc er tme ister des Opernhauses, um sich von ihn, prüfen zu lsfsen. AloyI Tybusch trug in der lin tm Hand einen sauberen, funkelnaelneuen Geigenkafcen. Alle Welt bltckte ihm nach, wie er so eilig durch das Ge? Krönge der Hauptstraße sich hindurch, and. Er sah mit stimm langen strafsen, dichten schwarzen Haar, seiner olivengelben Gesichtsfarbe und seinem (je ichsten Schnurrbart genau so aus, wie ein Provinzichauspieler sich in der Rolle eines ZigeunerK zurecht machen märde; euch ?erriethen seine Augen, sobald er sie aufzuschlagen wagte, südliches Feuer und dämonischen Künstlersinn. Freilich fprachnr seine A::gen nicht die Wahrheit. In Wirklichkeit roar Aloys Tvbusch ein Kind ehrlicher Leute aus dem Masu lischcn. er roar Musiker geworden, weil ein Äerrsandtcr von iam es in mttm erus irgendwo einmal zum Kaxellmeistr gebracht haben sollte und kannte nun iil der großen Stadt nur einen Eörzeiz: xensionsberechtizteS Mitglied des Opernorchfteis zu roe,den. Auch dieser gut bürgerliche Wunsch äußerte sich bei Tybusch nicht gerade in leidenschasilichül Worten oder Thaten; aber er füllte doch die Seele des dreisiigjährigen Mannes völlig aus, daß für an'vcre Äkdanken und Gefühle, wie dreißigsährige Männer sie zu haben pflegen, nicht 3 kaum darin dUeb. 'fili Tybusch vor zwei Jahren dem toncertlneisker zum ersten Mal etwas vorgespielt hatte, hatte er sich statt jeder klntwort fragen lassen müssen, ob er denn keine bessere Geige auftreiben könnte. .Kratzen Sie immer so?" war das erste &ort nach dem Probespiel, und mit der Fraze: .Sie sind doch unverbeiraiher?" rvurde er entlassen. Im lkyttn Svmmer, als er zum zweiten Mal sich bewarb, hatte der Concertmeistrr ihn rn ähnlicher Weise empfangen; oag AloyZ immer noch kratzte, wurde mit Bedauern bemerkt, mit Wohlgefallen da gegen dah er noch nnoerheirathet war. Heute schien die Prüfung genau ebenso verlaufen zu wollen. Wahrend Aloys tas Concert von Mendelssohn mit guter Technik hernnterkratzte, blickte der Con, rertinkistcr nerros zum Fenster hinaus; Ixnn ließ er sich einige schwierige GgenftrUen aus Oxern-Partituren vorspule und machte dazu ein unglückliches Gesicht. Mklren in den Geigensignren der Tanilhätkser Ouvertüre ließ er den Kandidaten plötzlich abbrechen und sagte, was Aloys erwartete, seitdem er heule Morgen erwacht war: tnrum kratzen Sie denn so? jcön neu Sie sich denn keine bessere Geige attschassen?" Äloris stammelte, er habe vor zwet Iahren feine alte Schulgeige gegen ein 5echszizMark:Jnstruittent umgetauscht, im vergangenen Jahre habe er wieder zwanzig Mark zugelegt, und fei bereit, jetzt eine Hundert-MarkGeige zu erwer!,en, wenn er dadurch die Hoffnung gewänne, Mitglied deZ OperngrchefterS zu renden. Der Conrertmeifler hörte offenbar gar nicht zu; er besah seineZahne im Spiegel und sagte dann plötzlich: .Sie sind doch un verheiratet ! Sie nlün'en sich ein ordentliches Jltsttumcnt anschaffen. Unser Orchester ist eine Ände von SkeckenreitetN. Aber auf gut? Instruuiknte wird immer gesehen. Älor,s verbeugte sich und glaubte, er mu entlassen. Es roar ihm cus&epiu gen, das; die beiden Fragen deö Csncerlmeiftcrs dsch eine Art Zusammenhang mit einander haben mußten. Atoys Tybusch sollte wohl heirathen, um mit ver Mitgift seiner Frau eine gnte Geige zn kaufen. Recht gern; aber wo würde .in Matchen, welches nur SQO Mark ennogen besas?, ihn nehmen? Xn Concertmcistkr hatte noch etmaS Huf dem Herzen; er blöckte die Zähne und) den, '-x!kge! und sagte: ,,D ist zum Beispiel die Tochter mtb es VorgängerZ, meines verstorbenen Schwagers, des HeSky. Sie hat sonst kein 'ermöZen, aber sie hat vom Vaker die Stradivar!?Gttge geerbt, wissen Sie. Die allein ist eine ganz hübsche Mitgift. Sie ist unter Brüdern sunstusend Mark, werth, und unter Schwägern auch." Der Concertmeister lachte herzlich und gab dann die Adresse seiner Nichte an. Gehen Sie mal heute noch hin und sehen Sie sich die alte Scharteke an, ich meine die Geige. Bringe Sie meiner Schwenn einen Gruß von mir und sogen Sie, Sie mochten bvn Slradi vürius probiren." Es sar ein sehr heißer Tag, und schon ans dem Wege zum Conzertmeister hatte Äloys Tubuich manchen Schweißtropfen vergossen. Als er aber gegen drei Uhr durch die glühenden, verödeten Straßen Wandernd das Mädchen mit der Stradi varz:Geige aussuchte, fühlte er nichts von der entsetzlichen Gluth des Tages. Wohl "lachte ihm der Gedanke warm, daß er heute eine Braut gewinnen und glerchzeiiig pensionsberechtiztes Mitglied deZ Opernorchesiers werden könne, aber die Furcht vor dem weiblichen Wesen, melches mit seiner Hand sg viel zu oerschen ken hatte, kühlte ihn ab. Frau Hesky wohnt? mit ihrer Tschter weit draußen in der östliche Borstadt, drei Treppen hoch, und lebte kümmerlich genug von ihrem Wittwenzehalt in den Tag hinein. Sie war eine recht gute Frau, hatte aber seit dem Tode ihres ManneS nur noch ein Ideal: ihre Toch er zu verhetrsthen und ibre Vension et-
$a ?h.iqllcher allein zu verzehren. ,? i t t:.
sei: zetzik zaizren tjorfic e, oie tsixaoioari Geige und der Einfluß ihres Schwagers, des Concerkmeifters. würden chrer Elsa einen BrSutiqam verschaffen. Ihre Nkükierlicheik Augen täuschten sich nicht darüber, da Kzl)a nun Ichon nennundzwanzig Iatre alt war und an Liebreiz nicht gewonnen hatte. War das Maochen früher aschblond gewesen, so war ihre lLesichtssrbe allmälig aschfarben geworden, und die wimpernlosen Aeuglein, die lange, verlegene Nase und der süßlich? kleine Mund hatten gerade für künstlerisch angelegte Naturen keine An: zikhungskraft. Da der Schwiegersohn von Frau Hcsky ein Musiker sein mußte, gchorle übrigens zu den Dingen, über deren Gründe mn niemals spricht, eil sie sclbsivcrständlich sind. Je dünner Elsa wurde und sc dünnc! mit ihr ihre einstige Schsnhert. ihr blonbes Haar, desto ansehnlicher wurde glücklicherweife ihre Mitgift. Der Konzertmeister, der für Frn Hesly s'S Käufer der Stradivari - Geige attein c st Frage stand hatte vor zehn Jahren nur tausend Thaler für das Erbstück geboten, sein Angebot jedoch von Jahr zu Jahr sehr ansehnlich gesteigert. Er that das gar nicht, um seine Schwägerin zum verlaufe zu drängen; denn es war stillschlveiglde Abmachung, daß die Geige erst an Alfa's Hochzeitstage in seinen Besitz übergehe. Der Konze,tmeister war ktug ge'ki'z. den Werth des Jnstru wents i'.n n!'., gekehrten Verhältnisse zum Ansehen der Vraut wachsen zu lasse,'. Ob rr dabei den Marktpreis der Geige schon überschritten halte oder nicht, war ihm nicht o wichtig. Ihm war es vor Allem darum zu thun, den alten Str: divanns zu besitzen, wie ihn fchon vor dm süi-.i .onzerttnelster vn Vvtx bejenen tzanen. Bisher war die Geige ,mmer dttlck Hrirath auf den Nachfolger naeaanaeu.' 'iZi Jt2e:iw":Zk ÜOiu zertmeister roar zwar Wittwer. kr ci Hütte sich nur im äußersten Nothsalle dazu entschlossen, um der alten Geige willen die Nichte zur ran zu nehmen. Borlausig steiaerte er nur langsam den Preis des Instruments und mit die Mitaift der Ventzerln ; auch hztte er dleGe wshnheit angenommen, alle unverhei ratheten Geiger, welche sich um an Stelle im Orchester bewarben, zu feiner 'schwaqertn aus Vrautfchau zu schicken. Daß er oerheirathete Candidaten von vornherein ablehnte, oder doch höchstens für Vlasinstrumenke zuließ, roird keinen Kenner des menschlichen Herzens wun der. AlsyS Tybusch war nun wohl schon der hundertste Eandidat, der bei Frau Hesky mt einem Gruße lhres Ächwa gers vorsprach und die Stradioari-Geige zu probtren verlangte. Die Wittwe maß den schwarzgetben Jüngling mit traurigem Blick; er hatte den Frack noch immer nicht abgelegt und ließ in feinem ganzen Benehmen nicht einen Augenblick vergeszen.daß er hier war, um elne'Ätelle im Orchester zu suchen. Elsa aber saß numm mri einer Hanoaroelr am enzrer, und ihr unverdorbenes Herz pochte un Jestüm bei dem Anblick deS zigeunermar Niqen Künstlers. .Wenn e r es doch wäre dachte sie zum Hundertstenmale, und diesmal glaubte sie es besonders lktöenlchafkllch zu denken. Frau Hesk? brachte aus der Neben stuöe, dem Schlafzimmer, einen alten asten herein, öffnete ihn sorgsam, nahm die Geige zärtlich heraus und zeigte den kostbaren vcamenszuz des alten Mei sters. Das ist unser StradlvariuZ. 7r gehört meiner Tochter. Elsa, stehe mal auf ! uns das ist meine Tochter ila k Hakt! Alles besehen, aber nichts be rühren ! Werm Jeder, den mein Schwaaer d?raeschtckt. aux ihr hatte herumkratzen vürsen, wo wäre dann die Geige und lZt,a S Mitgift Aloys Tybusch hatte diese Zurechtwei fang herausaefotdert, da er unwillkürlich mit der sinken nach der Geige, mit der Stechten nach dem Fldelbogen gegrisfen , i. tr-t -t . , " yatlk. rfx yaire ßyn rnu lyrem ymvk vollen Knir begrüßt, der zu sagen schien: .Mich und die Geiae, nimm uns hink" Auf den Zuruf der Mutter verbeugte er sich entschuldigend und blieb dann erwar tungsvsll freyen. Das war ein ent. scheuender Augenblick. Alle anderen Kandidaten hätten in dieser Lage mit mehr oder weniger deutlich sichtbarem wesuhk ernen letzten Blick auf Elza und auf die Geiz: geworfen und waren dann schleunigst ssrtaeganqen. um Nicht wie der zu tarnen. Atoys Tsbufch blieb erwartungsvoll stehen uns schien zu 7 !t .r--lvuniujen, cag man imi lui 'tyen aus; forderte. Frau Hesky bat ihn also. Piah zu nehmen uns fragte ihn letzt ?a gar fchon nach seinem Namen. Elsa errörhete über diesen raschen Fortaanq i. r?' t ... ...f . . t, - ver inge nno verzcywano mit tyrer (veiqe im Schlafzimmer. Dort wollte sie übrigens eine saubere Schürze vorbinden und ihre gelblichen Stirnlöckchen frisch brennen. Ihr armeö Herz besand sich in stürmischer Aufregung. Sie hatte stch an ihr altes, klapperiges Pia nino setzen und .Er, der herrlichste vor Rllen", stnoen inoaen. Inzwischen war das Gesprach zwischen tym" und iZler Mutter tn lug gern' tyen. 'Sie sieht alt und unscheinbar su3, sagte Tybusch. grau Hesky fchteckte ein wenig zufam men. dann aber nes ne: .Ader iie ti goldecht. Junge Leute ssllten bei der Wahl ihrer Ledensgelahrtin immer an sa etue alle nne denken." Und man sprach im Allgemeinen vsm . t . yetralyen, vsn ven otten emes Hans Kaltes, von dem Gehalte und det Pen sion eines Orchester-Mitattedes. von ou ten und von bösen Schwiegermüttern. Elsa kehrte zu ihrer Handarbeit zurück. man plauderte weiter, bis es Abend iourde. Dann begleitete Tybusch die Damen in einen Garten und faßte da den Muth, für jede ein Glas Bitt zu bezah, kett. Alle Tage, an denen Tybusch ünbe, schasllzt war und sein kleines Orche ster hatte jehl kaum .dreimal in der Woche zu thun brachte er bei Elsa zu. Die Mutier schien ihm geneigt und die AnNäherung deS Mädchen? vollzog sich all, mSlig. aber stetig. Tybusch empfand Bräutigamsgefühle und betrachtete sich schon als Besitzer der StradivariGeicz.e. Wa Elsa anbetrifft, so nahm der arm Geiser einen Unterlckied jwikcken ibr und
klnem schönen Mädchen nicht deutlich wahr. Mein Gott, fa recht von der Nähe hatte der kurzsichtige Mann noch
kernen Menicken sezehenauner stch be,,n Nasiren im Spiegel. Dagegen gehal i. t rir P ten, war die vlonoe istfa wirrtich yuvich. Wie gutuiuthlg, wie dankbar ste ihn a' blickte! Lebhafter befchäftigte ihn die Geige im Wachen und im Traumen. Wenn er dem Concertmeister auf dem Stradivarius etwas vorspielen wird, so wird endk lich nicht mehr von Kratzen die Rede sein. Er wird denn mit dem alten Instrument zusammen xenstgnsierechtlgtes OrchesterMitglied werden, wird den StadioarinZ aber nur bei großen Opern mitbringen. Und ieden Sonntag Morgen wird er ganz allein den alten Kasten öffnen, die Geige hervorheben und sich zur Freude ein kleines kück daraus vorspielen, ein ganz kleines, leichtes Sonntagsstück, irgend ein Lied, wie er es rflc löjahrigen Knaben für den Geburtstag der Mutter lehrt. So verging der Juli, ohne daß die jungen Leute zu einer verständigen Ausfprache gekommen waren. Dann nahm Frau Hesky die Sache ordentlich in die Hand. Sie machte ihrem Schwager zwei Besuche und theilte dann die Ergeinisse mit. Sogleich nach den Ferien konnte Tybufch vor dem Concertmeister und den beiden Capellmeistern eine Prob spielen. Aber die Entscheidung lag bei ihrem Schwager, und der würde den Mann seiner Nichte nicht fallen lassen. AloyS sollte nun endlich ein deutliches Wort frechen. Für lange Verhältnisse war sie und ihre Tochter nicht jung genug. Ob er Elf zur Frau haben wollte? Ja oder nein ? Elsa war zugegen. Sie hatte sich nicht von ihrem Platze erhoben. Ihre Hände zitterteii. Aloys Tybusch schickte einen lanqen Blick nach der Violine und einen zweiten nach Elsa. Dann lag dus Mädchen plötzlich an seiner Brust. Er schloß sie in seine Arme und war sehr glücklich. $3 traf sich gut. daß Tybuich noch it. zwölfter Stunbe ein Engagement nach Krampas angenommen hatte. So kam er bis zu seiner Berheirathung nicht mehr in Gekdvkrlegenheiten. Svatcr hing der Himmel ohnehin votler Geigen, welche alle seiner StradioariGeige gehorchten. Die Frauen konnten inzwischen eine Wohnung miethen, ein? richten und alle Einkäufe in Ruhe besor gen. Die Hochzeit wurde auf den Lag von Tybufch's Nuckkehr, aus den sechs', zehnten Scpkember, einen Sonnabend, festgesetzt. Die fechs Wochen der Verlobungszeit verAingen dem Brautpaar wie im Fluge. Ella schrieb täglich einen Brief und er hielt von Krainpas jeden zweiten Tag eine Postkarte. Tybusch fragte oft nach dem alten Stadioarius. Als der Bräutigam am Abend ded sunfzehnten September Krampas verließ, glänzte schon sein neues He.im sauber und -reundlich und Ürli naaelte unter Tb nen die WillkommmGuirlandr über EinaanaSthür fest. Die Hochzeit verlief einfach. Auf dem Standesamt und rn der Kirche war ern entfernter Verwandter des Bräutigams und der alte Onkel Koncertmeister als Zeugen die einzigen Gäste. 0nl Koncertmeister!- wie das klang! Als .ob man schon pensiomrteS Orchestermlt glied wöre. Nach der Trauung, in der Kirchent',üre, sagte der Onkel Koncertmeister ganz luftig: .Daß ich'S nicht vergesse, mein lieber Neffe, morgen Mit taa irnel i Du dem Kollearum vor. kleinen Ehorsaale. Sei glücklich." Im seeiiqen Rausche seines Hochzeitstages dachte Tybusch nur selten daran, dazz er eigentlich hätte üben müssen. Am nächsten Moraen saßen sie schon früh beim Kaffee. Elsa umgab ihren Mann mit hundert Zartltchkelken. hielt er nicht länger zurück und stellte die rage, die iym feie gestern A.oeno aus den Lippen schwebte. .Wo hast du den Stradioarius?' .Der ist doch an den Onkel verkauft. du weikt doch. eS war meme Mttgist..Verkauitl' rief Aloys entsetzt and der Löffel entfiel seinen Handen. Seiner olivkarbenen Gesichtsfarbe war glucktt cherwei, nicht anzusehen, daß er einer Ohnmacht nahe war. O. daran erkenne ich deine hohe Künstlerfeele. mein Loyscheu? Dir wäre natürlich die Geige lieber gewesen als der elende Mammon, aber sieh' nur,waS Alles dafür angeschafft ist. Sieh' nur den Katteemch einmal an.' Tybnsch konnte nicht? erwidern. Stumm saß er da, langsam stürzten alle feine Hoffnungen in Trümmer. Auf seiner alten Geige, die in der Seeluft von Krampas nicht bester gewotden wvr. wird er wieder kratzen und nierrals wird er ohne StradivariuS Orchcskerinitglikd der Öp?r werden. Ale sein ZungeS Weib endlich fortging, um ihrer Mutter den ersten Besuch zp mach:n und um das erste Mittagsesset einzuholen,da langte er wohl sein schlcch tes Instrument hervor, aber anstatt zu üben, weinte er bitterlich, weinte, bis e Zeit war, zum Probespiel zu , gehen. Wie ein Gerichteter zog er. mit dem alten Frack und demGei gen kästen seines Weges. Das Weinen kam ibm wieder nahe, w hrend er den dxeiHrrendas MendelS sohn'sche Concert vorspielte. Denn si, waren unaufmerksam und untersuchten neugierig den neuerworbenen Stradiva: rius des (LoncertmelsterS. Tybusch wagte nicht mehr aufzublicken, als der erste Kapellmeister beim' zweiten Sah r . . . . , . . rt . ..w iym ein areriicgcg 5'snu, zuutf I'i. die Partie selbst auf dem tradivarius. auf sein em Stradivarius, weiter, spielte. Natürlich klang eö dort scho ner k - Tybusch glaubte auZ den Wölkest -zu fallen, als der erste Kapellmeister plöy' lich abbrach und ihn mit den Worten entließ : Es ist gut. ' Sie sind anqez nommen. Bei Gelegenheit könnten Sie sich ein besseres Instrument: anschaffen Alous und Elsa führen eineute.stillt Ehe. Aloys ist xensionsberechtigt ! un kennt seitdem keinen : unbesriedigten Wunsch mehr.' Elsa aber träumt mit. unter, ihr: Onkel sei gestorben und habt zdem'Akovs Tybusch feine StradivariuS Mkar'dinterlcssen. .t, --'':C Sauft MuKi'I ;Hävaiin
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Die Juwelen der alserttt Sltsadet!,. Da-5 Wiener Salondlatt schreilst: Nicht Vielen dürfte es bekannt sein, dß die Kaiserin Elisabeth einen Juwelenschätz ihr eigen nennt, der in Europa vielleicht nur von den Schaden der Kai serin von Rußland übertrofsen wird. Wir meinen damit nicht den werthvol len habsburgtschen Familienichrnuck, welcher als Fldelkommiß-Besi5 von ei ner Kaiserin auf die andere übergeht und in der k. und k. Schakkununer aufbewahrt wird, fondern jene Schier, welche verä'ußerltches und vcrerbliches Eigenthum der jetzigen Kaiserin sind. Das Tragen Dieser Juwelen steht ihr nach Gutdünken frei, während sie. so oft sie Stücke des Familienschmuckes sntlehnt, jedesmal einen Revers unter. fertigen muß. Dieser Privatschmuck NUN. welcher hauptsächlich au; Ge schenken des Kaisers und fremder Fürstlichkeiten besteht, wurde vor bei läufig 2ö Jahren durch einen Kammer juwelier inventirt und geschaßt. DaZ Inventar, welches aus sechs Perga mentbkättcrn gefchrieben wurde, ersor derte eine Arbeit von sechs Tagen. Die Juwelen wurden auf einen Rcalwerth von 21 Millionen Gulden geschaht: der eingebildete Werth derselben, wenn man die Fassung, die Facon und den Schliff in Anschlag bringt, dürfte wohl die Summe von 4 5 Millionen erreichen. Besonders schön ist eine Perlenschnur aus drei Reihen kostbarster Pellen.' welche die Kaiserin nach der Geburt des Kronvrinzen Rudolf xfon ihrem Gemahl zum Geschenk er hielt und die auf 75. 000 Gulden ge. schätzt wurde. Heute repräsentiren diese Perlen wohl einen Werth von 300.000 Gulden; bekanntlich nimmt der Ertrag der Perlensischereien in Cevlon und Malabar von Jahr zu Jahr und die ergiebigen JundpiäZ-.e von Eimeo und Tahiti könnenden gesteigert ten Bedarf an Perlen nicht mehr det ken. Kaiserin Elisabeth ist heute nicht mehr im Besitze des ganzen. $'M in ventirten Schafes: sie hat zahlreiche Schmuckgegenstande int Laiise der Jahre ihren Töchtern uNd Berwandten zllw beschenke gemacht. Abermals i st eine Ten felaustreibung vorgenommen tvorden. und zwar von dem purch seine Wassercnren bekannten bairischcn Pfarrer Kneipp. (in Elternvaar kam mit einem sechssSbrigen Jungen zu Kneipp, nachdem kein Anderer hatte helfen kön nen. Der Junge fluchle jedesn:al, wenn er beten foUte. und als er bcncdi cirt ward, trieb er? am ärgsten. ;vn (zkeriker. Gesinttungsgenosjen Pater Aurelian's. hatten zu den iiltein g tagt: So ein Mensch überhaupt noch an Besessenheit glaubt, ist Euer Knabe vom Teufel bejessen." Weder Arzt, noch Geistlicher hatten etwas ausrichlen können. Psarrer Kneipp, der nebcn seiner Frömmigkeit auch eine Portion Mutterwift besißt. ging scheinbar aus die Idee der Besessenheit und Austrei bung ein und trieb den Bösen aus purch eine mehrmals wiederholte Kaltwgsierdouche. Der Schlingel ist seit. httn einstweilen artig geworden, WieiftdleS: Wir bieten einhundert Dollars Belohnung für jeden Fall von Katarrh, der nicht hurch Einnehme von Hall's Katarrh Kur geheilt werdenkann. - F. I. E h e n e y & C o., Sigenth., Toledo, O. Wir die Unterzeichneten haben F. I. Cheney feit den lehten 15 Jahren gekannt und halten ihn für vollkommen ehrenhaft in allen Keschaftsverhandlungen und sinanziell befähigt, alle von seiner Firma eingegangenen Perbindlichkcitcn zu erfüllen. W e st & Trua x, Großhandels"Dro gulsten, Toledo, O. W a ldi n g. K innanä? M a r v i n, Großhanbels-Drogutstcn, Toledo, O. Hall's Katarrh Kur wird innerlich genommen und wirkt direkt auf das Blut und die schleimigen Oberfläche des Systems. ' Zeugnisse frei versandt. PrelS 73 T. für die Flasche. Verkauft von allen Ajiothern. Daö Urtheil der Hausfrauen geht einstimmig dahin, daß H. Schmedel'ö Bürsten die besten find.' 423 Virginia Ave. '
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llnsere Biere, hergestellt aus den besten Stoffen, mit Verwendung der besten Sorten Hopfen sind sämmtlich kräftige, gesunde Getränke, abgelagert und gut vergohren. Bon unseren besten Marken, wie: Lager, Wiener, Pilsener, Budweiser und Specml Bmv, geht keines aus der Brauerei, das nicht fünf bis sechs Monate gelagert hat. Wir können, auf das Urtheil Sachverständiger gestützt, dreist behaupten, das: unsere Biere zu den besten zählen, die in Amerika gebraut werden, und jeder Vorurtheilslos Urtheilende wird dies anerkennen müssen.
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