Indiana Tribüne, Volume 16, Number 11, Indianapolis, Marion County, 29 September 1892 — Page 2
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A.Di tSgke.TrUS- kost durch de Träger !2C?nts per Woche, die SvtazS-TriSüne" fi Eeuks per Wik. Btt zujaeu 15 Ce!A der LZ CcntS per ZNonat. Per Po zugeschickt in Bor l ZuSbezalunz per Jahr. !0ssice : 130 Ost Maryland Straße. ZnUanapoliZ, Ind., 29, Scpt'ber '92. Wo bleibt all das Gold? In. dem Jahrhundert, an dessen - Neige' wir stehen, ist eine gewaltige MenzeGoldeZ aus der Erde geholt worden, und eZ ist interessant, einma! die Frage aufzuwerfen. wohin alles dieses Md eigentlich kommt. ES mag für Viele überraschend sein, dak sich diese Fraae unmöallH mit Bestimmtheit beantworten läßt, nicht einmal bezüglick unsere eigenen Landes. BiZ zur Entdeckung der GsZdlager in (7anfornien kamen die Vcr. Staaten
7 sehr wenig als , Goldland in Betracht. P:tSm siher hi itr s'Tfrririrt ht
-W W j-jl v.. jj " lauft sich die Gesammtsörverung von Gold im Gebiet der Union aui rund 1900 Millionen Dollars. Soviel dead wmZeZiknS der Beriet des Mün,. sup.'rintcndcntkn für 1891, welcher im rner nach Die vermut lchst? ÄuSlunstZ' . quelle bildet. Wie hat sich nun dieser ungeheure Betrag verkrümelt? Ende Tecember 189! betrug dieÄcfamNtmmge gemün;-, teil und ung7münzten Golöcs in den Vtt. Staaten laut amtlicher Anqade $083.654.211. Von diesem Golde weiß man, da? es im Lande geblieben war, in den l?ewökb?n der ?!ün;e und des SchaamteZ und im Besiy ter Banken. Ein 'verhältnismäßig kleiner Tlpil, nämlich 2j.MUionen, ist vo:, Goldschmieden und von Goldichlagem für Bedürfnis und LuruZartikcl derarbeitet worden. Ungefähr wurden in auswärtige Länder dirett au-gefürt. Von jenen 1900 Millionen waren demnach nur draa 639Mkll,onen in Gestalt von gemünztem und ungenulnztem Gold im Land? crMuden, wahrend nicht weniger als 1211 VlVlw--nen ganz verschwunden sind. stecken sie? Wcnn wir das ge sammle Gold nehmen, das von 1 843 bis End? 1801 für Waaren oder fonstn?ie nach Euroöa geflossen ist. adzäglich des daiür in unser Land geflossenen, so ergiebt dieZ $ 4 70. 000. 000; ziehen wir noch diesen Betrag ab. so bleiben noch immer 741 Millionen, über welch? gir keim Rechenschaft gegeben werden kann. Wie viel hiervon in allen m Schlichen und unmöglichen Winkeln neidorgen ist. in den alten Strümpfen fvariamer Hausfrauen, im Kkeiderfutter und Bettstroh von Geizh.ilscn u. f. w.. wie viel fozusagen der Erd? zurückgegeben worden ist. indem eZ in eisernen Z opsen im Boden vcrgraden wurde, um tt leicht nie wieder an's Tazeslicht zu kommen, entzieht sich aller Berechnung, ebenso, wie vrel auf dem Me?re. in Seen und Flüssen mit gescheiterten oder verbrannten Fahrzeugen unergegan gen ist: von diesem Gold ist daÄllcrmeiste für immer verlören. Tas groe Publikum bekommi überhauvt nur herzlich wenig to-m Golde zu sehen, mit Ausnahme des für Schmucksacr,kn. Verzierungen und an manchen örauchszegenständen verwendeten, und ba'i stellt, wie gesagt, nur eine unbedeutende Menge dar. Das durch Um tilückZfälle zu Wasier viel Gold im -Zcitrauk, von vier bis süni Jahrzehnten verloren geht, dazs bei unseren Verkehrsverhlltnisfen nichi Wunder neh. men. Ter Hang aber, Gels zu vcrbergen, ist offen dar noch beutzntageungemein groß. Es thut Einem wirklich leid, eine solche Betrachtung ebenso schließen zu müssen, wie man sie begonnen hat, rumlich mit einem 3 rage zeichen! In ffeindeS euer. Es ist merkwürdig, äußerte sich jüngst ein ehemaliger Eonföderirtengeneral. der sich bei Gettysburg hervorgethan, wie viele Arten von Te'muth und Feig , b?it cS giebt, und ein wie großer l!n t.'rzchicd an denselben Menschen zmischen privatem und öffentlichem Muth beste- : hen kann. Ein schmerzliches Beispiel -hierfür habe ich beim Kampfe in de- , Wildnik erlebte Einen meiner Soldaten kannte ich seit Jahren als einen Mann von iw zweifelhaftem persönlichen Muth; er Halle auch ein Duell mit einem politi ' fchen Gegenkandidaten auf Pistolen siegreich bestanden. In den ersten zwei Zahren dcZ Krieges stellt.' er einen Ersatzmann, unterstützte, aber aus seinen reichlichen Mitteln die Eonfördttation sehr " freigebig. Schließlich mufne er auf Grund des allgemeinen EonfcriprionSgefetzeS selber den grauen Rock ani;1 pichen. Ein solches Bild des Jammers :oar nur noch nie vorgekommen, wie er. j als er im Lager erschien und direcl auf mein Zelt zuging. Er bebte an allen Gliedern und meine Fragen nach unsefreit früheren gemeinfchaftlichen.Frcun öen lies er ganzlich unbeachtet. Gcneral," sagte oder vielmehr stammelte er, wenn, ' ich !n die Schlacht komme, werde ich getödtet; ich weiß das ganz bestimmt. Geben Sie mir um Gottes Willen irgend einen anderen Dienst, sei es was es wolle aber ja nicht in die Schlacht, denn ich weiß, daß ich bcir ersten Feuer gttödlet werde." n Ich suchte ihn durch Scherze wieder zu sich zu dringen und bemerkte ihm auch, bei mir sei er gut aufgehoben, denn ich sei in allen bisherigcn'Schkachten ge:?sen. ohne von. einer Kugel be : rührt zu werden ; aber das nützte nicht das Geringste. Tann sagte ich ihm UküZl. jvir konnten zehnmal soviel Leute brauchen, wie wir hätten, und er müsse unbedingt mit an die Front, uud w.üzrscheinlich würden wir schon am nächsten Uag eine 'Schlacht haben. Am anderen Morgen, 'ali wir uns kampfbereit machten schien mein reund sogar die Sprache verlohn zu hahen ; er folgte mir wie ein Aülomat. nur als ich ibm
legte, er solle Ächt g:bcn, das; ttm ?etn Pjerd nicht abwerfe, schauve;!.' er zusammen, und Thränen rollten ihm die Backen herab. Merkwürdigerweise ist er wirklich beim ersten Angriff gefallen: eine Kugel es sollte mich nicht wundern. w.'nn eö die erste Feindestugel gewesen wäre, die überhaupt ihr Ziek erreichte traf ihn in die Stirne, und er siel als Leiche vom Pserd. Er hat einen Sohn hinterlassen, der sich in einem Duell ebenfalls heldenhaft g' schlagen hat. Nun zu einem gegenseitigen Beispiel aus der Erfahrung des Generals Bragz im merikanifchen Krieg. Der Bctrefsende, ein junger Georgier, war persönlich als einer der verächtlichsten Feiglinge bekannt. Wenige Tag? noch vor der' Schlacht bei Buena Bista hatte er sich von einem t n .'ren Soldaten in's Gesicht schlagen lassen, ohne den Schlag irgendwie zn erwidern. Dieser stlbe Äe::sch sprang bei Buena Villa in einem mörderischen Feuer, als der Fähnrich des Regiments gefallen war, zu Aller Erstaunen vor. hab die Flagge auf und führte seine Kameraden zum Siege. Er wurde auf dem Schlacht reid'znm Hauptmann gemacht.
TheerjackenL5.gkttfc?,ule. Vom Försterlatein haben wir All Z'nug gehört, aber nach!teb.'ttdeS Prachtslückchen von ?!cukng!and.s)ischer!atein kann es mit fcdcr Züger-Münchhausiade aufnehmen: Im niedlich. n Dörfchen SiaSconskt nnterhielten sich jüngst Sommergäste und biedere alte Fischer, wode, Letztere die 5kosten der Unterhaltung und Erstere die Kosten der Feuchtigkeit" trugen. .Wenn vom Walnschjang die Nede ist." bemerkte ein weißbärtiger und rothnasiger Wasserheld, so weig Keiner mehr darin Bescheid, als ich. Noch heute lebt mein Geist in den Tagen, als die Wate hierhcrum so dzcht schwärmten, das; man sie jchaarenweise an das Ufer kricch'n und sich wie Schildkröten sonuen sehen tonnte." .Wie lange ist das her?" fragte ein vorwitziger Grünjchnabel. Ersi' ungefähr 40 Jahre." war dit Antwort. Damals hatten die Wale aber auch noch el in sich, das der Rede werth war, ja eS waren eigentlich w.'iter nichts als Oelschläuche, und wenn aus so einem Biest der Thran genommen war. so blieb nicht mehr Haut genug übrig, um einen Baseball damit zu überziehen. Jetzt aber sind sie gar nicht mehr explosiv." GaS meinen Sie mit nicht-ezplosiv?" fragte ein Gast, indem er ihm aus's Neue die Flasche mit dem Medford-Rum reichte. Der Fischer that einen tiefen Schluck und fuhr dann fort: .Ich meine, daß die Wale so voll Thran waren. dZh man nur einen Docht in einem zu stocken brauchte, und er brannte ein halbes Jahr lang. Bah! Dagegen ist der Zerzensisch'', auf den man sich hcutzutage am Stillen Ocean etwas einbildet, noch gar nichts. Wir haben noch viel mehr damit ansangen können. Wozu sollten wir lmZ mit Holz und Kohlen plagen? Wir halten einsoch Stücke von einem Wal ab und wa.feu sie in den Ojen, und sie gaben daS schönste Feuer, das man sich denken kann. So einen Wal. oder einen Th'il davon, hatten wir immer wie ein geschlachtetes SÄas im Hintcrhof hangen, und so oft wir Feuer machen wollten, gingen wir einfach hin und hackten einen oder zwci Klumpen davon ab. je nach der Größe des Osens. By Jove! meine Kehle ist ganz trocken geworden." Wieder liesz er sich die Flasche reichen und starite sich sür feinen Haupttrumpf. Dann sprach er weiter: Ich habe einmal einen alten Ma trosen gekannt, der ein sehr gräßliches Ende nahm; ein Wal machte' ihm den Garaus." ..Auf dem Wasser, natürlich?" warf Jemand ein. C nein!" versetzte der Fischer ernst, in seinem Hinterhof." Ei was? Der Wal hat ihn wohl mit dem Sch i ..uz todtgefchlagen?" Auch dS nicht. Mein unglücklicher Freund kam mit seinem Beil. um sich ein tikck von der Bestie zum Feuer machen abzuhacken, und da huh!" ,.5 st sie wohl noch einmal lebendig gcivc,.d.'n un hat ihn gebissen, ehe er zuschlagen ttftnue? Jjt .t gar nicht eingefallen; sie war so !o'?t nne ein Thürnagel." .Äbcr wie hat sie denn Ihren armen Freund umgebracht?" Sehr einfach. Dem Matrosen fuhr zusulÜg ein Funke auS seiner Pfeife und i ans den Wal. Im Nu explo dirte ?;?kr wie eme Petroleumlampe, und lncin Fr.und wurde in tausend Jeen zerrii,en. ES war gerade Nacht und der Ocean wurde meilenweit durch Sie ' Erplosion , erhellt. Drüben in Martha'S Vineyard glaubten sie. in NanUlckct sei d,r erste Vulkan ausge br5ä.e.t. Ich sage euch, die Wale in dcu a'ten Tagen l?r blickte zu fällig UN! sich und entdeckte, daß er ganz a!lein war. Seine Zuhörer hat ien bei den letzten SZtzen ReißauZ genommeu, aus Furcht, daß der alte Sechcld auch noch explodiren könnte. Letzterer that noch einen greulichen Fluch, denn sein Hals war wieder sehr trocken geworden. Geschwänzte Schiffsdämonen. Nicht blos von Sturm und Wogen, aicht blos von Feuer und Dampf droht den Qccean schiffen Gefahr, sondern auch von jenen abscheulichen Nagelhieren. ven d neu zwar das alte geflügelte Wort geht, daß sie das sinkende Schiff erlassen", von denen aber nicht allge mein bekannt ist, wie manchesmal 'sie ?e!d?r das Sinken des Schiffes herbeigeführt haben. Rotten sagt neue.dingZ daS Fach. bü,r Shipping Gazetle" haben v&yi o das Scheitern von Schissen h.rbeigesührt, indem sie Lacher in das unttrnwcrk nagtcn oder die inneren S t:n des HolzeK soweit remagten. van ei tmn ikhr großen Gevalk von mekr bedürfte. d:n Schikftxumpi zu zer t.'ren; sie habyr'je Spttuhl? vsn a a.'lgegrifien. iu ik Witisiqi in a! fchr e drtiche Flün'i Seiten wa -tt. und Lecke veruciacht: sie baden.
wie auch' zu Lande. Branden tu ng begZgen. indem sie Streichhölzer oder sog.tr 'brennende Kerzenstumpjen fort trug', an eine Stelle, wo andere Stoffe dadurch sofort in Brand gerietti.n. und noch auf manche andere W i e das Schilf in die gröhle Gefahr gb, ach'. Bei manchen Unterfuchun gen i.b r Schiffsunfälle ist die? über allen Zweifel hinaus sestg stellt worden. kein Wunder, dat iti V'rsich.'rungs poü.eu 'ur hölzerne Schisse gewöhnlich io'äc Falle vorgesehen sind, und dö oi? .'aite seit Iah hiinö'rte.l eine :Ho.U itn Matrofen-Ah,rglauden p;elt! Aom Julande. Colorado hat eine ganz, Reihe von staatlichen Feiertagen, wie der Wassermelonen-, Pfirsich-, Kartofsel', Wein-, Kirschentag :c. Eine j u n g e N e g e r i n bewark sich um eine Schulstcllc in Jndepen. dence. Mo. In der Prüfung wurde sie gefragt, warum der Mississippi südWirts fließe. W.'il sich das Land in dieser Richtung 'neige" antwortete schnell und ernsthaft die Gefragte und zeigte dabei auf den großen Schul-Glo bus. um ihre Antwort zu bekräftigen. Samuel Warner von Fer manah Townshiy nah? Mifflintown. Pa., verhandele jein theilweife dzppelköp'igcs Kalb an einen Mann Namens Boaer in Snuder Eounty für ein zweijähr,g?Z Fülle,, und eine Geldzuzabe. DaS Kalb hat drei Hörner, drei Äugen und vier Nasenlöcher und springt wie ein junges -lteh. Er wud das Wanderthier auspellen. Beim Graden eines Ab. zngs'anaZS in Phanir, Arizona, sind die Arbeiter aus eine B?grabuißstätte einer vo, geschichtlichen Rasse gestoßen. Dieser Fund wird zur Erledigung von einer Menge Streitfrage in der Gelehrtenw:tt beitragen. Die Tbatsach:, daß jene Rasse ihre Todten verbrannte, ergibt sich aus einer Menge aufgefun dener Aschenurncn, in welchen sich auner der Asche noch Zahne und Sch.idelstücke vorfanden. Die Mutter des unter den. Künstlernamen Litta als Primadonna zu Ruf gelangten, aber vor mehreren Jahren in Bloomington. Jll.. früh verstorbenen Sängerin Marie von Elsner ist gestestrank geworden. Der Kummer üb.'r den Tod der Tochter sowie über d.m ihres vor drei Jahren verftor denen Sohnes, des . l!omponiten und Kapellm.'lfterS Don von Elsnr. hat ss lange an ihr genagt, bis ihr Geist völlig umdachtet geworden ist. Sie befindet sich gegenwäitig im Hause ihres Sohnes Byron von Elsner in KansaZ Eitn in Missouri. Der S a l t o n See im s ü d l i chen Ealifornien. dessen ödes Becken im Sommer vorigen Jahres infolge der Ueberströmung des Eoloradowüste mit mltWasscr gefüllt wurde, dos, wie man g'aubte uud wünschte, dauernd bestehen. bleiben werde, ist jetzt vollständig verdunstet und prächtiges Wiesengrün bezeichnet die Stelle, wo er ge.ve?en ist. Dies ist ein von der Natur selbst gelie--e;tcr Beweis, dast die sogenannte Biie dollitZndig cultursäbig ist und d'.cht bevölkert werden kann, wenn dort ausrcickicnde Wassersammelbecken ang? legt werden und auch anderweitig für Bewässerung gesorgt wird. K a p i t a n A. G. W e i ß e r t von Wisconsin, der neue Oberbefebtsbaber der G. A. R.. wurde in E an ton, 0., geboren und zog als Kind mit seinen Eltern nach Racine, 2Lis.. wo er die Schule besuchte und graduirte, um sein.' Studien an d.'r Universität oon Michigan sortzusetzen. Sobald z?r Krieg ausdrach. trat er in das 8. Infanterieregiment von Wisconsin und machte dessen Kampfe mit, bis er in der Schlacht bei Nashville durch einen Vchufj in den Oberschenkel schwer ver wand'l wurde ; die Kugel trägt er h?ute noch mit sich. Sobald er Rekon valeszent war, meldete er sich bei seiaem ZZegiknent wieder zum Dienst. Für iein? ausgezeichneten Di.'nste in der Schlacht bet Lale Ehicol. Ars., am 0. uni 18'N und in der Schlacht bei Na'hville 18s)l erhielt er das Brevet als Kapitän. Weißert trat I8öi3 dem Departement Wisconsin bei und hat seitdem alle Ehrenztellen bis zum Departements Kommandeur bekleidet. In Milwaukee wurde er zum Senior Vie-Eom nader-in-Ehies gewählt, in Detroit erhielt er die zweithöchste Zahl ysn Stimmen für sein jetziges Amt, In Sioux Falls in Süd akola hat die Frau eines slidcarolini scheu Sachvalters Namens Mordecai ihre.n Manne, welcher sich heimlich von ihr scheiden lassen wollte, einen Sprich durch die Rechnung gemacht. Mordecai war vor etwa drei Monaten nach 5ionx Falls gekommen, hatte dort eines der schönsten Häuser in der Stadt gemiethet und feine unverbeiratheten LchtveZkrn an die Spipe feines Haus Halts gestellt. Nachdem er sich anfäng lich für einen Wittwer aus Eharkestön in Sudcarolina ausgegeben hatte, le! tete er vor etwa vierzehn Tagen einen Ehzscheidungsprocen gegen seine Frau wegen bZsliche? Verlassung ein und reiste in der vergangenen Woche zu eine achtläggen Besuchenach Chicago. Am Tage nach seiner Abreise traf eine hübsche, etwa vierzigjährige Fraü in Ziour Falls ein, welche sich als Frau Mordeeai vorstellte und trstz des Wider spruchs ihrer Schwägerinnen, die VIqt deeai sche Wohnung' und den ganzen Haushalt als HauZherrin in Besitz n.ihm. Dadurch widerlegte sie thatsächlich den Klagegrund der böswilligen Verlassuna. Sie erzählte, .daß ihr Gatte ein Vermögen vor: einer Viertel Million besitze, ein angesehener Sach? walter in Südcaraliua sei und sie vor einem Jahre verlassen habe, sowie daß sie seinen späteren Aufenthalt erst ganz Vxzsjch ersah; en habe. Der Washingtoner Volt, .ribun" erinnert dann:, daß vor d?m MrgerkriUe eine Bewegung eingeleitet wurde, um nnicr den Dutsch-Ameri kauern tfx Gelder fstr ein in LLashing. ton zn errichtendes Denknzal guszubrin gen. Man dachte an kiy Kolossalskandbild des Generals v. Steuben. nnd die Sache, wurde ohne Zweifel durch die Steubeniesse angeregt, welche in verschiedenen Städten von den
Deutsche t gefeiert warÄen. Der Btir gerlrieg brachte die Sache in'S Stocken, und da die Bewegung nicht wieder in Gang gebracht werden konnte, so wurden die gesammelten Gelder für eine B.lsie des Generals verwendet. Diese Baste hat die Jahre her im Wa'hingto ner Schntzcnparke gestanden, soll über jetzt einen anderen Platz erhalten: einige wollen sie auf einem öffentlichen Platze der Stadt aufstellen. Dagegen protestirt der Volkstribun": er meint, nach Al lem. was die Franzosen, die Italiener und die Nege-r für die Verschönerung Washington's durch Denkmäler gethan haben, mache eine schlichte Büste dach einen gar zu kümmerlichen Eindruck; er schlägt deshalb roe, die Bewegung unter den Deutfch-A nerikancrn des Laudeö. welche nach Millionen zählen, zur Errichtung enies wirdigen Denkmals für den General Steuben wieder aufzunehiuen und in allen deutsch' Ver eilten des Landes zu agitiren. Das Blatt ineint, wenn jedes VereinS.uitglied sich eine Steuer von 10 bis 2.", Eent auierlege. so könne der Zweck leicht erreicht werden. Washington ist heute eine de? schönsten Städte der Welt, seine öffentlichen Plätze sind mit Nölreichen Dcnkmäl.rn, guten und ichichten. ae.iert. aber unter Denen, nekche ausgezeichnet wurden, ist noch iiin e: Deutsch Amerikaner. Der 'ii ich c ü.s kl'jlt5iri!uH" verdient ; i ;iu.i . M e d r als 500 h e i m k i ck e Ehen cntlaufcner LiebeSpärchen hat der Friedensrichter ..Bob' Allison. der in Wisconsin, gegcnüzec der Stadt Dubugue. Iowa, wohnte un der kürzlich starb, geschlossen. Er traf häusig entlausen? Paart aus der Landstraße und verband sie dork zum Bunde 'u' :?hV!. Der B u n d c s m a r j ch a l l von SebraSta Aca. D. Houghtcr in Omaha in dem genannten Slaate hat fein Amt niedergelegt, weil die Bun oezregierung reit vierzehn Monaten feie von ihm gem rchten Auslagen, welche bis jet aui L10,000 angewach'ea ünd. nicht bezahlt hrt. Schj:i zwei-, mal frhr blieb sie ihm bedeutend.' Beträge und zwar einmal ein Jahr uns nn zweites Mal sogar anderthalb Jahr' lang schu'.dig. In P o r t i a , A r k a n s a S . trar kurzlich eines Sonntags der Pastor Henry E. Maare seinen Weg zu? Kirche m. um zu p.edigen langte aber anstatt an dem gemanschten Ziele. fUr ihn sehr unerwünschter Weife in dem OrlSgcsängniß an. Der Hiljsbund.'S marschall Faulkcnberg verhaftete ihn nämlich auf seines Kirchwege, weil er wissentlich falsches Geld ausgegeben haben soll. Der Beamte erbot sich dazu, dem Gefangenen die Abhaltung )eS Gzttesdnnstes' zu gestatten, ehe er ihn nach Litt'.e Rock in Arkansas ent führte, der Geistliche aber lehnte das Anerbieten ab, weil unter den obwal tenden Umständen die Predigt weder für seine Gemeinde noch a'ich sür ihn selbst von Nutzep ewesen sein anirM Vom Auslande. Ueber den Stand der Arzneiwissenschaft und über die Aerzte in Persien veröffentlicht ein russischer Arzt, der sich einige Monate im Reiche des Schah aufhielt, folgende Einzelhei ten: Die petsiiche Heilkunde ruht in den Hinden der Dallials" (Barbiere) uny des Elerns. Die Dalliaks haben das Recht, die Krankheiten des Körpers zn behandeln, während der EkeruZ nach dem persischen Gesetze das Recht be itzt. die Krankheiten des KörperS und der Seele zu heilen. Die Mittel, deren er sich dazu d.'dient. best! hen vornehmlich in Gebeten, die er an Gott und leint Heiligen. Hassau. A zat-Ali und den Propheten richtet, und in Flüchen, die gegen die bösen Geister geschleudert werden. Der Talliat wendet materiell lere Mittel an, als da sind: fein Rasir mcsser. Blutegel und einige Pflanzen, die ihm seine orientalische Phantast? als heilkräftig betrachten läßt. Fstj ihn gibt es keinen Unterschied zwischen den einzelnen Krankheiten: KenchhU' sten. Halsbräune. Diphtheritis. Fieber. Wassersucht. Ehalera. Scharlach das ist ihm olles eins. Einen Blick nur wirft er auf den Kranken und erklärt sofort, daß er vom Teufel besessen sei. dann beginnt die Behandlung. Der Dallia! scheert seinem Opfer eine Prachtvolle Glatze, schneidet mit.feinem Rasir messer einige geheimnisvolle Zeichen in die Schäd'eihaut und küßt das Blut ruhjz fließen. Die Wirkung ist gera dezu grand'ws: dex Patient stirbt mei stenK schon nach ganz kurzer Zeit in Folge übermäßigen Bkutverkustes und der Dalliak drückt ihm mit den Worten: Gott hat es io gewollt!" die Augen zu. Wird der K"auke aber gesund, was ja such hin und wieder vorkommt, dann erhält der Dalliak ein vorher ausbedun. genes Geschenk. Taubheit wird radkol in folgender 'Weise beseitigt: Man flöf.i dem Kranken . mittels einer riesigen Spritze zwei Tropfen KrSienbkul oder drei Tropfen Zwiebcliaft in'Z Ohr ein; wenn er dann noch nicht Hort, so ist dann dem verstockten Menschen übtt' Haupt nicht zu helfen. Alle arzneiwis fenschzstlichen Geheiznnissc vererben sich pom Vater auf den Sohn, und wenn der Dalliak zufällig keinen Sobn bat. ist er ' verpflichtet,' sin Kind Lmadsöti ren und es zu unterrichten4danzU,kK nach dem Tode deS AdsplirvattrS bal von diesem betriebene , Mesi.ingclchä'' fortsetze. ; Aus Oe sterre ich berichte, man: In dem uitderöüerr. Städtchen Mistclbach ist vor 23 Jaüren ein Raubmsrd verübt worden, denenvermuth: ljöex Tbätfr, ein a'ngkseheklttünÄ wohlhabender Barger, jg sogar Stadtverordneter von Mistelbach, dem Kreisgericht KkrnkUburg zur Uttterluchnng kingeliefert ist. Der Ermord -e ,tvar d?r vermögende Fruchthändler Jebezun
ießling'ein Freund des Fleischhauers und Gjstwirths Franz Raimonn. Aus
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diesen siel bereits einmal, wenige Jah;; zzach dem V?ib7?che; der Verdacht der Thäterfchk, D,)ch die Untersuchung t'i v 'i. - jf...(. 3 jürü.ric vcn .MQi;if uil zu Tage. Rannann' wurde sreigelüssen und konnte im Laufe der Zeit zu 'Wohl stand .und städtischen Ehren gelangen. Jnz Mai De vorigen Jahres kam nun ein neuer Gendarmerie Wachtineister naö , Mistelbach. ; Dieser hörte von
dem bereits yald vergessenen Ber brechen und studirte den Fall gründlich durch. Sein Verdacht fiel aus Raimann. der zur Zeit des Raubmorde oft in Geld Verlegenheiten gewesen, in dessen Ver mögensverhältnisse aber gerade damals ein plötzlicher Aufschwung erfo'gt war. Der Untersuchungsrichter Fauit. welcher die Untersuchung gegen Raimann geführt hatte, hatte sich im Laufe der Zeit als ein feiles, bestechliches Subject erwiesen, das später zu einer mehr monatlichen Kerkerstrafe verurtheill wurde. Vor seinen Verwandten soll er mehrmals, nach deren Aussagen, Bemerkungen gethan haben, aus wel chen zu schließen war. daß er auch im Pro 'esse -gegen Rainunn bestochen wurde. Auch Raimanns Vorleben stellte sich immer mehr als ein verbrecherisches dar. So zog sich das Netz der Verdachtsmomente iminer enger über dem Haupte Raimann's zusammen. Auch die Stimmen in der Bevölkerung und die Gespräche in der Stadt begannen immer wieder und immer deutlicher auf Raimann als den Thäter hinzuweisen. Raimann selbst, der davon Kenntniß bekam, wüthete und drohte mit Eörenbeleidigungsllagen. Aber das half Alles nichts. Raimann wurde, ein OOjähriger Mann, dem Strafgerichte übergeben. Kürzlich erhiel t ein in Hamburg wahnenderGefchästsmann den Besuch einer Richte aus Berlin. Bar einigen Tagen baten die Eltern telegraphisch auS Berlin den bctikffenden Geschäftsmann, ihnen die Tochter bei der steigenden Eholerag.'iahr wieder zu rückzuschicken. Das zunge Mädchen, welches sich bei seinen Verwandten in Hamburg sehr wohl befand, bat die Eltern in einem Sch eibrn aus das Dringendste, sie noch in Hamburg zu lassen, worauf dann auch die Eltern. da der Onkcl sich in den Bitten mit der Nichte vereinigt und erklärt hatte, daß die'großle Gefahr vorüber sei. eingingen. Plötzlich wurde jedoch das Mädchen von der Ehslera befallen und starb schon nach einigen Stunden. Es wurde dann abgeholt und begraben, ohne daß die Eltern die Leiche des Kindes noch einmal sehen konnten. Der Onkel qerieth über den Borfall in eine furchtbare Auf.egung. erkrankte ebenfalls und fiel der gefährlichen Krankheit an heim. Unter den Kosaken im Orenbnrge.t Gebiet gibt eS eine Anzahl, die nachweislich von Franzosen abjtam men. Ueber diese FrancoRuifcn entnehmen wir der amtlichen Orenburger Zeitung fo gende geschichtlichen Mitthei' lungen: Ali Napoleon I. mit feinem Heere von Mostau aus oen Rückzug antrat, wimmelten die Städte MittelRußlands von französischen Gesängeneu, so daß mau eine große Anzahl von ihnen den Grenzstädten zur Jnternirung überweisen mußte. Ein solcher Gefangeltenirupp w.iroe auch nach der Provinz Orenburg geschickt und in den Festungen und den Kasaenstanitzas untergebracht; mit ihnen kam auch der Flügeladjntant des Marschlls Nea. Baron von Bo irgoin. der in MenzeUns! eingesperrt wurde. Nach Bendi gung des Krieges wurde durch einen vom. 14. December 131', datirtcn lal serlichen Befehl die Befreiung der Kriegsgefangenen angeordnet. Die meisten kehrten natürlich nach Frank reich zurück, ab.r einige erklärten, daß sie in Rußland bleiben und rufssfche Unterthanen werden wollten. Man legte ihnen nahe. Kosaken zu werden, und im District Werkhne-Uralsk fanden sich auch 10 Personen, die sich bereit erklärten, kosatisch zn werden. Sie traten in die Orenburger Kofakenabtheilungen ein und heiratheten junge Kosakenmidchm. In Orenburg be finden iich irnch "9 Rachkom nen diese frailMiichen Staaten. D i c r m a n l s ch e F n r st i n M'.eie Ni ole Bibeseu hat in Ge'ellsch.ni ihres Schmigcrs. des Gra'en LeonharS Ztrajens'i. den Bosaru; uk.-ch'chwammen. Tral; der wiederb )l .en Warnungen ifcncf ll n gebung und siniger Sade neistcr. die die Fnr'ün aui sie qe'ährlichen Strömlingen, die ge M)- in dieser Jahreszeit im BoSvo u? sehr häung sind, aufmerktam mach:en. hat die kühne Dame ihren Plan, das tür:sche Meer zu durchschwimmen, doch tiich: ausgeben wo'lcn und hat ihn glü llich zu Ende genährt. Es ist daS erste Mal. daß ein 2öeib sich einer so respcctab'en Letstung rühmen darf, und bie englischen und amerikanische -portswS'nen sind durch die Rumäu', ait übert'o.'fen worden. Ein sonderbarer Fund wurde dieser Tage in den ClSgruben dcZ Mo lte Rosa gemacht. Am .Mor gen d.ß August unternahmen meh 5?re H xre i von Vultournanche aus et nen AufNiegzu der.Paxrottkuppe. wo sie jibernachten wollten, um dann TagS dar auf den schwierigen Aufstieg zumSesia?
zoch i wj Bieter) zu machen, Nachdem der Neoel, der den ganzen Tag ge herrscht hatte, sich ein wenig gelöst dat!e bemerkten die Bergsteiger plötzlich daü zwischen dem Sesta und dem Vi gucGletfch?r . einige Kleidungsstücke umhergestreut lagen.' In der Mei nunz.. hier viellelcht den Lelchnam ir gend rines unglücklichen Alpinisten oder Schmugglers zu finden, untersuchte der Führer Ansernice die Fundstätte ganz voruaztig und zog plötzlich aus derlS hülle eine Jacke, die berühmte Jacke des Herrn Perazsi .hervor. ' Mit'diesery interessanten Kieldunzsstücke hat eS fol genöe Bewänotniß. 'Im August 1876 unternahm der italienische Er-Finanz. minister Perazzi elnen Aufstieg zum ?esjojoch. wurde dabei von einer Lawine überrascht' und in eine GietZchr .f :'i , :i 4 lianr gr,a,.eaoerl. XCCl UljUr u atielminv igelana eS jedoch, ihn ret? je; bej iemem Reltungsü'erke verlor der Führer 'föti obeijjp; deZ Herrn VelazzZ. 'die' dscr wegen dei großen Hitze au?gezege.'z ni dem u'rex qaaertxaut, baiie. Die Zacke el in h:e Gketicheraushuchtnttl und wurde vom Ei-Zwaiser mit ior!g,',isten. Die Jacke ist nun ' 10 Jahr' lang mit dem Gletscher umhergnvandert una hat in dieser Zeit 1600 lils 1700Me'ec zu rljckgele,' also jährlich mehr als 100 Meter. , In einer Scitentazche fand man fast unversehrt die Bisitenlartc des Herrn Peräzzi. ein Fernglas und eine topographische Karte de Monte Ro'a.
Ltt zetzfg? Senator Perazzt wurde sofort von dem wichtigen Funde telegra phisch benachrichtigt und langte am l. Eevtember am Eesiajoch an. wo er tiesgerührt seine vielgereiste Jacke in Emvfang nahm: das Fernrohr und die Visitenkarte schenlte er dem Turiner A'penmujeurn. Die Stadt E l z e i st i n . der Lage, demnächst ihr elshundertjähriges J::t):'.:.": ; feiern. Das Gründungsjadr steht fest durch die uialte Nachricht von der Gründung einiger sächsischer Kirchen". Da kzeif)t es: Im Jahre des Herrn 7W gründete Karl der Große) das neunte Biskhum in Anlica Elze zu Ehren des heil. Petrus, welches später nach Hildesheim verlegt i't. Im Jahre des Herrn 818 hat Ludwig l. durch Verlegung des Bisthums von Anliea-Elze !i? hildesheimer Kirche sundirt und i!? O iunar zum ersten Bischof gesetzt, welcher 836 gestorben ist." Ganz au?sübr!ich berichtet davon der sächsische Annalist, der seine Annalen bald nach 1 1 35 begann, also jenem Er eigniß noch lange nicht so fern stand, wie wir der Reformation Dr. Martin Luther's. Damit stimmt weiter über
ein die Chronik ver HildcSh. Bischöfe": Das hlldeshctmcr BiSthum nahm seinen Ansang nicht in Hildesheim, sondern in Elze oder der königlichen Hofburg, einem höchst lieblichen Gau am Zusammenfluß der sischreichen Saale und Leine. Dort wurde zuerst die Kathedralkirche für das künftigeBisthum vom hochseliaen Kart d. Gr. zu Ehren des Apo'telsürsten St. Petrus gegrün bet und daher das Elzer BiSthüm" qe nannt". Als Jahr der Verleqnna j nrnd hier nicht 818, sondern 814 an i gegeben. So viel dürfte aus dem An i geführten feststehen, daß die einmäthige f f .-j n . . lrugene Bezeugung me aniangltaze ?e gränduna des Hildesheimer Bisthums in El,;? und die eigenhändige Grundsteinlcgung der Elze'r Kirche durch Karl den Großen sichergestellt. Was nun das Gründungsiahr 796 betrifft, so be .ruht es allerdings auf dem alleinigen Zeugniß der auch in ihren Angaben , durchaus zuverlässigen oben citirten ! fuirJatio ouarundati, Saxonias ecclösiaruni. t;s smdet aber seine Bestatt gung in den ältesten Reichsannalen, die sämmtlich beim Jahre 796 die abweichende Angabe der Arnal. Moellan, welche vier und im folgenden Jahre um eine Jahreszifser zurückb'eibt. kann nicht in Betracht kommen einen Heereszug Karls nach Sachsen bezeugen. I n I s e r l o h n brach a tu 20. August, früh zwischen 4 und 5 Uhr. ins der Werningserstraße ein großes Zchaden'euer auS. DaS Lecke'sche drei stockige Hans stand von unten b:s oben in hellen Flammen. Unbeschreibliche Au.'triZte spielten tich ab. Zwei Schau i'pieler logirZen im dritten Stock. Der eine stürbe, noch ehe er die Rettungsleiter erreicht hatte, aus beträchtlicher Höhe aus's Pstaster: der andere verfehlte daS Springtuch. Beide wurden später in's Krankenhaus ge'chasst. Mit Geistesgegenwart rettete der Lchrer Sa lomon seine Kinder, indem er sie mit kels eines Strickes aus dem dritten Ltock ans die Erde herabließ. Er selbst wagte dann den Sprung in die Ziese. Seine ohnmächtig gewordene Fron wurde durch einen Feuerwehrman r gerettet. Der Besitzer des Hau ses konnte nur mit größter Mähe ge rettetwerden. Sein Sohn umklammerte :in Fcnsterdttlt und ichwebte lange Zeit zwischen Himmel und Erde, bis tnm eine Retwngslktter gereicht werden konnte. Dagegen kamen drei Dienst, mädcheu in den Flammen um. . .. ii Verlangt Mucho's Best Havanna iMCtS." g hoch. Bedarf der ?!chhttfe. Ebenso ist ti mit der Gesundheit. Wenn der Körper geschwächt ist, durch Krankheit, schlechte Verdauung, Tys. pkpsia,Hu,ten,HalS' oder rungentrank--heitcn, so bedarf er dex Nachhilfe. Hier? fiir ist der Jobann Höfi sche Malz-Ertrakt daS anerkannt 'beste Mittel. Es wird seit zwei Generationen schon hierfür mit Erfol' gebraucht und t:i allen Aerzten anerkan, ES wirkt stSrkend, nährend, und ist der Berdautichkels besonders zuträglich, für schwächliche Kig. der und' Frauen besonders zu empsehten. EL ist ein vorzilgllcheS diätetisches Tafel' Getränk und wurde speziell sür die Kaile. rin von Oesterreich verordnet, tvosür Iohann Haff mit dem goldenen Verdienstkreuze vpm österreichischen Kaiser ausgezeichnet wurde, da sein Extrakt die zerrüttete Gesundheit der Kaiserin wieder herstellte. Man bäte sich vor Nachahmungen. Der ächte hat die Unterschrift von Johann Hoff" auf dem Halse einer jeden Flasche. - Eisner & Mcndelson Co.. Agenten und 'Jmpottäre von Minrral Wässern, 6 Barclay Str., New Jork. ' 77Zs in: empfiehlt stch zur Ausführung von Ve, stelluugen auf Flaschenbier n der
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