Indiana Tribüne, Volume 16, Number 8, Indianapolis, Marion County, 26 September 1892 — Page 1
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P' vo O rlO rlC .vr i v iy V w W V Jahrgang SO. Offtee : No. 13 Ost MaryZnnd Straße. 0i . 3 Indianapolis, Zndiana, ZNontag, den 26. September 1892
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tcftfet attc Elgensaften des Castor-Oels, bat aber einen guten Geschmack. Es ift das beftc Abfnhr-Miitel. Die TchwicrizZkeit, Kinder zum Einnehmen von Vastor.Bcl zu veranlassen, bestellen nicht mehr. Das Melol werden die Kinder gerne nehmen.
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ist enfacb 5astvr-Vel, dein der widerliche Geschmack ge-ttvznmen.
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CL2 gf&LrcES wird fabrizirt von der ornpany. Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Für Jndiana: Kühles, angenehmeS Wetter mehrere Tage lang. Branchen ein weiteres Geb ä u d e. Chicago, 25. Sept. Wenn aus den Gründen der Weltausstellung nicht sofort mit der Errichtnnji eines neuen Gebäudes begonnen wird, fo werden solche Gegenstände, welche der Erziehung und dem Unterricht, sowohl hier als auch in anderen Ländern dienen, nicht untergebracht werden können. DaS Ezekutidkomite, welches sich kürzlich gegen Errichtung cincS neuen Gebäudes aussprach, hat jeht der öffentlichen Meinung fo weit Rechnung getragen, daß es ein Untnkomite ernannte, welches über die Angelegenheit berichten soll. .'",',,. Der amerikanische Konsul in Kiel wegen betrügeri scher Praktiken abberufen. Washington, 25. Sept. DaS Staatsdepartement macht bekannt, daß Edmund Johnson, bisheriger Konsul der Vereinigten Staaten in Kiel, wegen falscher Angaben in Betreff seines Militärdienstes zur Zeit des Bürgerkricges, sowie auch wegen betrügerischer Handlungen, die er sich als Konsul zu Schulden kommen ließ, seines Postens enthoben worden ist. D i e Cholera. New Z o r k, 25. Sept. Mit jedem Tage wird es gewisser, daß dvn fee? Cholera vor der Hand nichts mehr zu befürchten ist. Seit lehtem Dienstag sind an der Quarantäne keine neuen Fälle mehr vorgekommen und. alle Patienten besinden sich außer Gefahr. Pie Dan,pfex Bohsmia" und Scandia", welche an der unteren Quarantäne liegen, müssen noch eine Zeitlang dort bleiben. Die KajütenPassagiere derselben, welche sich zur Zeit an Bord des Dampfers New Hampshire" besinden, werden morgen gelandet werden; die ZwischendecksPassagiere dagegen werden nach Hmann's Island gebracht. Per Norddeutsche Aoyddampfer Werra kam heute von Genua an und , - . i I ' " . : V fuhr nach eifern ALfcmhalt hon cmi gen Stunden an der Quarantäne nach feinem Anlegeplatz in Hobokey, An Bord dcßfelben befand sich Baron Fava, der italienische Gesandte in Washington. Dr. Jenkins und Dr. Hamilton sind sich einander in die Haare gerathen. Dr. JenkinS erklärt den Bericht Ha? milton'S in Betreff dcS Bremer Da in pfers Hermann für gänzlich falsch und unbegründet. Er sowohl, wie auch seine beiden Assistenten hatten den Dampfer untersucht und Alles Zu. hepe? Ordnung gefundsn, , . Die Ventilation sei eine bessere ge Wesen als auf anderen Schiffen, auch hätte dort die größte Reinlichkeit ge herrscht. . Dr. JenkinS. meinte, daß seine Assistenten in dieser Angelegenheit ein besseres Urlheil hatten, als der RegierungSarzt Dr, 'Hamiltqn, den einer dzrsben, Dr. Eanborne, hatte schon seit fünfzehn Jahren Schisse in. stZW5A.ÄÄäZZM
?l a n n t e ihn einen Lügner. Chicago, 25. Sept. Pastor T. G. Mitsted von der ttnity Kirche hat sich feit einiger Zeit mit dcm Gedanken getragen, hier ein Missionshaus für
solche Seeleute zu errichten, welche diesen Hafen frequentiren. Heute Morgen sprach er des Längeren über diesen Gegenstand vor seiner Gemeinde und sagte unter Anderem folgendes : Wir müssen etwas thun, diese Leute zu retten. Zur Zeit haben sie keinen andern Ort, ihre freie Zeit hinzubringen, als die Schankwirthfchaften und Lastcrhöhlen und daher kommt es, daß diese Leute in fo schlechtem Rufe stehen." Sie sind ein Lügner", rief plötzlich eine Stimme aus dem hintern Theil der Kirche, ich bin ein Seemann und wir stehen durchaus nicht in schlechtem Rufe. Wir brauchen kein MissionsHaus; alles was wir brauchen, sind ho here Löhne." Und die erregte Theeracke gab dann noch ihre persönliche Meinung über den Herrn Pastor der erstaunten Gemeinde zum Besten und kleidete dieselbe keineswegs in eine gewählte Sprache. Die Thürstehcr setzen den belustigen Seemann schließ ich an die Luft. Ein Versuch ihn zu verhaften, wurde nicht gemacht. . Unwetter in P i t t s b u r g. Pittöburg, 25. Sept. Ein chweres Unwetter zog heute Abend über unsere Stadt und richtete großen Schaden an. Der Sturm wüthete mit großer Heftigkeit und der Regen goß in Strömmcn herab. Baume wurden entwurzelt, Telegraphen und Telephonpfostcn umgeweht und mehrere! Häufer vom Blih getroffen. Soweit, bekannt, wurde Niemand ernstlich vcrlcht. ! . Verwegene Bankräuber. T a c o m a, Wash., 25. Sept. In den Noslyn Minen war gestern Zlhlag und 0,000 Dollars waren am Morgen von Taeoma dort angekomnen. Die Räuber vermutheten das Geld in der RoSlyn Bank, in Wirkichkeit aber war dasselbe nach der Oft M 5 Sa nce oer nementteieu amn aevracul vorden. Um Mittag erschien einer der Räuber im Bankgebäude und hielt dem Kassier Abcrnathy plöhlich einen Revolver unter die Nase, im Falle er es sich einfallen lassen sollte, Lärm zu chlagen; ein zweiter Räuber stellte sich am Eingang der Ban? auf und hielt die dort anwesenden Kunden in Schach und ein dritter erleichterte den Kassen'chrank um 10,000 Dollars, woraus ie draußen bereitstellende Pferde beliegen und eiligst davoneilten. Eine Belohnung von 2000 Dollars wurde ür Ergreifung der Banditen ausgeseht. Der Sheriff wurde von, dem Vorfall in Kenntniß gcfeht und er pachte sich Unverzüglich mit einer Mannschaft zur Verfolgung auf. Eji n e 2 ch l a n, g e in einerOrgel. Brem en, Ind. 25 Sept. Wah rend des heutigen Gottesdienstes in der Peutsch lutherischen Kirche kroch eine chlange aus einer der langen Orgelpfeifen hervor und gerade auf dic Kkaviatur, während der Organist spielte. Ohne das Spiel zu unterbrechen, winkte lehterer ein Gemeidemitglied herbei, welches das Reptil mit einem Taschentnch ergriff und hinaußwars. Vo? den in der Kirche Anmstnden merkte'Riemand etwas apon. Die Schlange . ' . ' ... . "' t. e ' . ! n;ar ungesqyr zwet UA tangz wre in die Segel kam, ist Ayen ein,RMel m i i , . 4 7 I ' - sland. E i n kleiner R oma n. Berlin, 25. Sept. Elisabeth Krehner, ein jungeö und sehr hübsches Frauenzimmer von guter Familie, wurde vor etwa vier Monqter. vön einem jungen Taune betrogen, welcher sie zu hetrathen gedachte. Er verlÄ sie kürzlich und begah siH nach Wien. ?n?kM Pö sich schulte, chrcn Eltern mßndlich ihren Fall offenbar zu w Hen, beschloß sie, sich zu ertränken. Sie schrieb ein Geständniß an ihre Mutter, gab eö zur Post und sprang bei den Pichelsbergen, unfern der Stadt, in die Havel. Ein Ofsizier, welcher ihr bis an den Fluß gefolgt war, sprang ihr nach und rett;te ßö. Er brachte sie in kinö Droschke und ej; dizselde ihrer Wohnung zufahren, trodcm sie dagegen protestirte und erklärte, nie wieder ihren Eltern unter die Augen kommen zu wollen. Wqhrend sie eine Brücke kreuzten, riß Frl.
Krehner, ehe ihr Begleiters es verhindern konnte, plötzlich die Thüre C M Wagen? auf, sprang auf die Straße und Von da abermals in's Waffen Auch der Offizier fvtgte ihr wieder
und mit Hilfe d.'s Kutschers gelang, es ihm zum zweiten Male, sie-zu retten. Nachdem er sie abermals in den Wagen gebracht, trug er ihr seine Hand an, welche auch acceptirt wurde. Herr und Frau Krehner gaben ihre Einwilligung zur Heirath, und vorgestern wurde die Verlobung bekannt gemacht. ,O. Allerlei von drüben. Berlin, 25. Sept. Die Bevölkerung von Berlin füt sich geduldig in ihr Schicksal. Die Wasservörräthe werden beständig einer genauen Prüfung unterworfen. Infolge der fürsorglichen Wachsamkeit der Sanitatsbehörden belebt sich der Muth der Bevölkcrung und man sieht nun der Zukunft vertrauensvoll entgegen. ES ist nun über allem Zweifel festgestellt,' daß jene Personen, welche hier von der Seuche befallen wurden, die Keime der Krankheit entweder in Hamburg oder infolge des Genusses des überaus unreinen Sprcewässers erhielten. Nachdem die Leute einmal erfahren haben, daß das Cprcewasser insizirt ist, sind sie sehr vorsichtig beim Gebrauche des---selben geworden. 3n Hamburg und anderen Städten sind in Bezug auf die Benüung des Flußwassers sowie in Bezug ans den Flußhandrl sehr strenge Maßregeln angeordnet worden. Der Kaiser hat sich nach Rummelsbürg begeben, um sich daselbst an einer Wildschwein- und Hirschjagd zu betheiligen. Nach etwa 8 Tagen wird er wieder nach Berlin zurückkehren und sich hierauf nach Wien begeben, um de n Kaiser von Oesterreich einen Besuch abzustatten. "Die Begegnung der beiden Monarchen wird äm ö. Oktober erfolgen. Bei seiner Reise nach Wien wird der Kaiser den Großherzog von Sachsen-Weimar unterwegs einen Besuch abstatten und anlaßlich dessen goldener Hochzeitsfeier einige Tage in seiner Gesellschaft verweilen. Trotz der Unzufriedenheit, mit welcher in ganz Preußen das neue Sonntagsgesetz angenommen wird, ist die Regierung entschlossen, dasselbe nicht zu widerrufen. Die Behörden werden jedoch instruirt werden, jene Bestimmungen, durch welche das Volk belästigt wird, nicht mit allzugroßer Strenge durchzuführen. Der Kaiser erklärte einem Mitglieds des Berliner Stadtratheö gegenüber, die Arbeiter wurden in kurzer Zeit die wohlthuenden Wirkungen des Gesehes besser kennen lernen und hierauf keinen Wiherruf desselben mechr verlangen. Der Vorschlag, daß Deutschland sich an der internationalen Münzkonfere.nz betheilige, findet die Billigung des Ausschusses deS deutschen Vankierverbandes. Von den Vankgkskllschaften wird der Währun.g5fragß' große Ausmerksamkeit gesaienkt. Neuerdings interessilt man sich sehr für die österreichisch - ungarische Münzkonferenz. Die Oesterreichisch -ungarische Bank" hat im Laufe der letzten sechs Wochen Zuschüsse in Gold im Betrage von 33,000,000 Gulden erhalten. Man gedenkt in kurzer Zeit, mit; fcr Prägung neuer (oldnünzen zu beginnen. Der Wrreichise Finanzminister, wirb sur diesen Zweck eine Aqs-ihK Betrage von 10,000,000 Gulden ausnehmen. De.? ungarische. Finanzministtzr kündigt an, die Negieung feines Lan de? ftj sehr ty?hl mit Gold versehen und habe es nicht nöthig, eine Anleihe zu machen. Gegenwärtig sind 15,000,000 Gulden Gold im Schahe dorrathi'g und es sind Aussichten vorhanden, daß diese Summe durch die Ueberschüsse deS PsrjahreS um weitere 30,000,0W Gulden vermehrt wid, . -"'" '.' Die Chalera. Hamburg, 2ä. September. Die Kirchen, Theater Cafes und Sffentli chen Vergnügungslokale waren gestern von Besuchern fast überfüllt. AlleS giebt sich der Hoffnung hin, daß die Seuche ihrem Ende entgegengeht. DaS Wetter ist klar und kühl. Gestern wurden 191 neue Erkrqnsuua- und S8 TodesfW geweidet. Beerdigungen Zanden 207 jtatt. Selt Ausbruch ' de? Epidemie erkrankten im Ganzen 13,997 Personen, von welchen y?00 starben. Die Berichte der Hamburger Behörden jedoch geben die Zahl der Todten 'nur mit 7663 an. , , " , :rf-,A'--''S:: S - .; : '.ZMIt. J .! . ' ' . ' ";' Wien, 25. Sept. Das Gesund-
heitsamt macht bekannt, daß während der lehten 26 Stunden in der Provinz Galizien keine neuen Erkrankungsoder Todesfälle von Cholera vyrkamen. Brüssel, 25. Sept. In dieser Stadt und Umgegend kamen gestern fünf neue . Erkrankungs und drei Todesfälle vor. St. Petersburg, 25. Sept. Hier erkrankten gestern 32 und es starben fünf Personen an der Cholera. Paris, 25. Sept. In Paris und in den Vorstädten kamen gestern 45 neue Erkrankungs- und 17 Todesfälle vor. In einer Vorstadt von Eherbourg wurde gestern ebenfalls ein Cholerafall' entdeckt. 3n Havre erkrankten sieben und es starben vier Personen.
Aus Holland werden fünf neue Erkrankungs- und drei Todesfälle gemeldet. - Liebknecht in Marseilles. Marseilles, 25. Sept. In der heutigen Sihung des Arbeiterkongresses hielt Herr Liebknecht, welcher als Vertreter der Sozialisten Deutschlands zugegen war, eine Rede, in welcher er unter Anderem sagte : Für die Soziälisten giebt es keine Nationalitätenfrage. Wir kennen nur zwei Nationen, die besihende Nation und die Nation des Proletariats, welche aus den Arbeitern aller Länder besteht. Zwischen den Franzosen und den Deutschen fließt ein breiter Storm von Blut, für welches wir aber nicht verantwortlich sind. Dieser Strom bildet jedoch keine Grenze des Hasses zwischen den Sozialisten der beiden Länder. Wir protestiren gegen den Bruderkrieg von 1870. Die Sozialisten bilden eine, große Armee, deren einzelne Armeeeorps von den Arbeitern von Frankreich, Deutschand und anderen Ländern gebildet werden. Wir haben Bismarck nach einem 25ahrigen Kampfe geschlagen und wir sind bereit, unseren letzten Tropfen Blut für den Sozialismus zu vergieöen." Diese Nede wurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. ' John D i l l on von einem Unfall betroffen. D u b l i n, 25. Sept. John Dillon, der bekannte irische Nationalist, wurde heute von einem ernstlichen Unfall berossen. Er fuhr in einem Straßenbahnwagen, als er plohlich durch irgend einen Umstand von seinem Sitz und aus . die Straße geschleudert wurde. Einige Umstehenden sprangen ihm zu Hilfe und holten einen Arzt herbei. Dieser konstatirte, daß er den linken Arm gebrochen hatte. Außer einer allgemeinen Erschütterug trug er auch eine sehr schmerzhafte Verlegung im Gesicht davon. Man giebt sich der Hoffnung hin, daß der Fall keine nachheiligen Folgen für ihn haben wird. Schiffönachrichteu. Angekommen in? Neu? Ao.rk: ?!evada"- von Liverpool ; Ändiana" von Liverpool; Taormina" von Hqmburg; Werra" von Enoa Servia" von Liverpool, r. a in : t p n t Pas. Stutt gart hön BältlMe. Sgndyn.; Maine von Baltimore. . H a m b u r g : Rusia" von Baltimore. C h e r b o u r.g : ?a Champagne" b.on New Aork. S o u t h a m p t o n : Ailey von New Aork. . . u e.e n S t o. w n : Lord Gough" von Philadelphia, ' , , . ni , .i- ,, m ' un1SÜ3. EUROPA. 1892. P af sag e auf allen Linien Vollmachten'ausgestellt und Erbschaften eingezogen. ' Sprecht vor. A., Metzger Agentur. Unsere V?lköbiblietheken. Lange Zeit hindurch ist da? amerika Nische Bihlioth?kn'eikn hinter demjen: gen.a!ldere.r e.ivilisirter Nationen zurück zeblieben, Um die Mitte der dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts waren die beiden größten Bibliotheken die Don München und Paris, mit je einer Hai ben Million, dann folgten die, von üöien,, Berlin und löttinn mit einer SZiertel.Million und das britische Museum mit 200,000 Banden; dagegen batte die damalige bedeutendste B.iblw,
thek Amerikas von Cambridge bei Bö ston mx 70,000 Binde auszuweisen. 5tett bat die Pariser Bibliothek etwa 2.000.000, das britische Museum 1.750. 000 Bände und die ümcrikanischon Bibliotheken folgen mit Niesenschritten. Die Congreßbibliokhek in Wa-HIngton stebt mit einer Million schon an dritter Stelle, und nach Münö:en und Berlin kommt als sechste die öffentliche Bibliothek in Boston mit S00.000 Bänden. Wie rasch sich nun das Bibliothekstve'en dicZseits des Oceans ausbreitet, ergibt sich aus folgenden vergleichenden Jlssern: im Zeitraum von 1825 bis 1860 wurden in den Ver. Staaten 550 liblivibeleil begründet, 1850 bis 1375 Saaten 2240. Im Jahre 1885 hatten die Ber. Staaten 5340 öffentliche Bibli:hekcn mit 20,000.000 B'wden. Massachusetts allein zählte 570 Buchereicn mit 3.600,000 Bänden, und seit dieser Zeit hat die Gründung neuer Institute in großartiger Weise zugenominell. Seht doch fast jeder Ort von iiber 1000 Einwohnern seinen Stolz darein, eine Bibliotbek zu haben. Die .'ientliche reformatorische Thätigkeit begann hierzulande n den Jlih.cn 1843 und und zwar ln Boston. Tcrl stifteten für die öffentliche Bibliothek xZanfmann AateZ 350,000, Schoolsield die gleiche Summe, Andere gaben 810,000 bis LJ0.000; die Stadt schrieb ine Steuer aus. Im Jahre 1382 besaß die Bibliothek 400.000 Bände und 300,000 Broschüren; jetzt zählt sie. wie bereits erwähnt, 000,000 Bände und gehört zu den ersten der Welt. Schon im Jah'.e 1880 war das Personal der Bibliothek auf 140 Mann gestiegen; die Bucherei des britischen PZuseums verfügt über 145 Bedienstete die größten deutschen Bibliotheken haben dage gen nur 20 bis 50 Beamte! Andere amerikanische Städte haben die Arbeit später, doch nicht minder er p'gmch, ausgenommen New Vork zahlt in vier großen Bibliotheken 500, 000 Bände und etwa 1.000.000 Benüknngcn. wovon 400.000 auf die von Herrn Otiendorfcr und anderen möchtigen Förderern gegründeten Biblotheken entfallen. . Baltimore hat drei große Bibliotheken mit 240.000 Ban den und etwa 750,000 Beni'chnngen. San Francisco wies bisher erst 200, 000 Benützungen auf: binnen wenigen Jahren wird die Sutro-Library mit 200.000 Bänden eröffnet, und dann dürfte die Stadt wohl 1.000.000 Beuuhungen zu verzeichnen haben. Ehicago, im Jahre 1L50 noch ein elendes Landsjädtchen, zählte im Jahre 1850 500.00!) und im Jahre 1890 über 1,000,000 Einwohner. Diesem Wachsthum entsprechend haben sich auch die Bolködililiotheken entfaltet. Die von den Aristokraten New Englands gering gechäyte Metropole des Westens, die Stadt d r Weizcnfürsten und des Schweinetönigs-, weist schon heute n:c!,r Benuöungen auf, als New Z)ork, ja bald mehr, als die Bolksbibliothet d.s stolzen Boston. Die zwei Bibliythe'cn garan'.neu 1,500,000 BenuKungen. Tk öffentliche Bibliothek beginnt ibtn einen Neubau, welcher für 1,009, 0Jü Bändc Ä tm hat, und Newberrys Bibliothek hat, vor .urm ihre Säle dem Bolke geöffnet. Dazu kommt Ercrars StiZtung.wclche, falls der Prozcß mit den Erben zn Gunsten der Siadt cnN'chiedött wird. 2,000,000 tiner dritten, neu zu errichtenden Boi!sbuch:i zuwendet. Es verdient udrigeu) hier bcigesngt zu werden, daß die 1 leisten Stäölc Amerikas relativ p:x Mnldcftrn ebensoviel leisten, wie die besprochen? mächtigen Kultur centcn. In Hartford, Eonn., versprachen im vorigen Jahre zwei angesehene nr.-r Toll. 150.000 für eine Volks1 ikchcroi. falls die übrigen. Bürger Toll. 250.000 für ten gleiche Zwcck üuf brachten. Sygleich zeichneten zwei Männer je Toll. 50,000, ein dritter 30,000. und man erwartet, das die Summe gleich zu Staude kommen w.'rds.. Eine Eigmdät der besagten Volksbchcreien sind die Journale. Coopers Bibliothek in New York legte im Jahre 1850 300 Zeitfchlütcn ans und diese wurden von 400,000 Lesern benutzt. Jm WtunqssäaZ von Boston, welcher täglich bis 10 Uhr nachts offen steht, lagiy w Jahre 1880 800 Journale auf, und diese wurden von 500,000 Lesern boniktzt. Allerdings sind ja die Mehrzahl der europäischen Bibliotheken Gelehrtenbibliothelen. die Mehrzahl der amerikanischen Bolksbiblictheken ;
aber gerade dann liegt deren nicht zu unterschätzende Kulturbedeutung. Erkennen doch selbst die konservativen Elemente eines Landes wie England es an, daß die in den VyUsbibliothekcn fortgebildcten Arbeiter rascher fassen und' geschickter arbeiten und dafc zahl lose technische Fortschritte und Erfin düngen 'der Anregung und Belehrung zu danken sind, welche die Arbeiter in der Bibliothek gewinnen. Juristische Leuchsen in New Jersey haben entschitten. da'fe Austern nicht Gruudcigenthum, tondern persökiliches Eigenthum sind,. Soweit entfernt ist der Planet ,Neptun ,,vsn der Sonne., da leine Temperatur auf etwa neunhunder! Grad, unter Null geschätzt wird. Ieine größte Entfernung von der Sonne beträgt nach astronomischer Berechnung 2.745.996 Meilen.
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