Indiana Tribüne, Volume 16, Number 7, Indianapolis, Marion County, 25 September 1892 — Page 4

Mvmnw SrwuneF Erscheint glich nd Sonntngs.

Tie tögliche .Tribüne" kostet durch den TrSger 11 Cent per Wocke, die SoKNtogS-.Trtbäne- 6 ilcnt pcrWoe. Beide zusammen ISSents ojser 53 UrnZA per Nsnat. Per Post zugeschickt in Vor. auöbezahlus & per Jahr. Cfsicc: 130 Ost Maryland Etrabe. Indianapolis, Ind., :5 Scpt'ber '92. Scr ifyolera K Tchanplatz in Hamburg. Hamburg. 4. September, rüde verging dieses Jahr der Se daniag in Hsmburq, keine öffentlichen oder privaten Festlichkeittn. keine Um jüqc, lein laggenfchmuck an den Hänfern. nichi-3, was an die historische Be deutunz des TageZ erinnerte. Tie verhänznißooüe Gegenwart hat keinen Kaum' für die Vergangenheit. Tie Stadt ist aezcnwärtig selbst ein großes Schlachtfeld, sie ist selbst von einer Se dankatastrovhe ereilt worden, von der ihre Bevölkerung im sicheren Vertrauen auf die 2öafsen der Civilisation sich kurz vorher nichts träumen ließ. Ter Sommer mit seiner kühlen Herdstwittcrun schien selbst den Feind nbzuniehren. Ta tritt in der Mitte des August eine ungewöhnliche Hitze ein. die Atmosphäre der Großstadt lastet mit bleierner Schwere aus der Äevölkerung. und plötzlich ist auch der Feind da. Sowie sein ikrschcmen signaiisirt wird, sieht man auch bereits üdera'l seine Fahnen wehen und muß erkennen. dan die Situation verloren in. lani i c,' 5-77 ( Hiisliift ien , i

zuerst Gerüchte von liholerafclUen mit Kissen. Tie Augen sind geschlossen, sie blicks eigenthümlich umgewandelt. Vertödtlichem Ansgang um; da aber die mögen das volle Sonnenlicht, welche? kehr und Handel stocken, die Schulen . i . i i . n rt -,e1l(4 sin sii n in irt fl t nifoi ii .isl'AI .tüen faihti ii iUtfr'iAii L.

v oiich von den Behörden keine Erklärung . . . . i.: .iL ilt I citunien Ni i! oaruoer orauilen unv - . .. ... I rTTnlnic 1 fr lIkll lllUN f Uf II UI"C 'J ' r iditc für unbcarünDet oder nahm an. h-n .ü nnii (5bsil,Tinc oder ii?n VUoUtj. notras dieielben veranlag bten. Drang lchlü den veröffentlichten crhaltungsmaßregeln gegenüber der Cholera zu lesen, nnd nun konnte man das Vorhandenicin der Seuche nicht mehr bezweifeln. einer großen Gefahr zu sein, übt eine kizenthumliche Wirkung auf das Gemüth. welche je nach dem izharakter d.'r Person verschieden ist. Tem Mutlngen floßt sie ein Gefühl ein, wel c,es ihn erhebt, es tst ihm gleichsam. vls ob leine Persönlichkeit wüchse: dn Berten drückt sie nied.'r. Bald waren denn auch die Bahnhöfe mit Flüchtenden gefüllt. troF der schlicht.rnen Ermahnung der Behörden, am nvz-.iihArr. '.,1 xtf m- Uut hhen m nun einmal nicht Jedermanns Sache. Manj. . . . 1 v:- t i ,,:. v... I a;cr NUIllill 0ic nugtl UCtcr Hl ur Nucken. Das lkhiere geschah denn auch oft genug: Viele truaen schon das l'.eiÄoß des Todes in sich "und starben dald'an ibrem Zufluchtsorte, auch dortr . x f . Vielleicht war es nur die Angst, vielleicht adr sog der unheimliche Vampvr schon an seiner Lebenskrast. Schlotternde '. V,, VI av - l'i I nie. er.wklemmungen und kalter Schweiß waren jetzt an der Tagesord nung und gewährten manchem unbe schäfti.)ten Ante einen willkommenen Profit. Jetzt hatte auch der junge nfänger eine vol!e Praxis und nicht -iten ven Äuhm. einen .Eingedildeten Kranken", von der Elwlera geheilt zu haben. der Abendkühle zu erholen gedachte, zu einem ängstlichen Panenten abgerufen. ein anderer kam vielleicht direkt aus einem b'holera-Hofpitale und wurde mit künstlichem Schrecken begrüßt. Ader ziehen: dasienige. was allgemein mensch, , 1 "v 1 1 ' .vif . . lies Nlerene erregt UNO aus 0ieP?an taste wirkt, sieht er nicht mehr oder ist zu sehr dagegen abgestumpft. Deshalb . k. 1 i jta, . . JL .jL r . 1 . . iCl Z L A. iliivuiin inun au nuq scineu )e,pru . . ü:n fnn lebendiges Biw von ven Vor eangen m Lazarethen oder Kranken . : . . . . r;c ,..r . (. , : ,nan sich ans DepeMn und VerlustaN' iiiiiuctiu vii'tii lutiiiu uuci, iuii gaben ein Bild von den heißen Scenen auf dem Schlachtfeld? machen kann, er4 i r In den ersten Tagen war man fer. - . . . zu erkennen. Zwar begegnete man ,2 4.; cr.u o.4..tnAAIH aus Schritt und Tritt Leichenwagen und Särgen und sahFuhrwerke, welche schwarzen Packetwagen glichen, vor den Thuren halten, aber erst der Aufet halt vor dem Krankenhaufe öffnete Einem vollständig die Augen und zeigte, in welchem yerenkessel man sich befand. In dem schönen, umfang, reichen Obst, und Gemüsegarten des alten allgemeinen Krankenhauses ward " . ' ' die Erde aufgewühlt, man legte Ab. swßröhren. fuhr Sandan, und zwischen Obstdäumen und Gemüsebeeten erho. ben sich die hölzernen Cbolerabaracken.

Am Dienstag, den 23., endlich -s-os oereil? o?uiiia) lrin leger uuige Speisen, ericyieoene zweige oes va ... 1 .... I Xi'i.'st unls 1 SfinKi frn tAnllrl hoirtrt'rsai-Ä TSj ' i t it I ei j n .

MC3 Oüä iill DltlliM um Cie 'in I miw ifni fn v lv-.j, -.1 miit'vujuiv, vMi'i'vnv vmunjwi' ' " - I f' 'l. rt.tl. ' .1 ;'. tV I t O t l 1 i . I J . .

s liiitpn NN1 nrnt h?n l(bstrs waren ne niu oqie ancinei. jin und BUllerizanOiNilgen. oniaoen u.

'ian sagle sich dh die Chorden nicht er tfl wiriungsvou. uno von unierem lwnZmiklei ge,cywangerr. v'zne o!h eine Maßregel, welche für wehmüthigm Mitgefühl begleitet, der Indessen scheinen die Personen, den Puls einer großen Staot von io schwindet der Wagen im Portale des welche doch fortwährend mit Kranken aufregend?? Wirkung ist. getroffen Krankenhauses. Ost allerdings muß und Leichen in enge Berührung komfntri itevyxvhtW mitten in der Wagen auch halten, weil die Ein men, Krankenpfleger. Aerzte. Leichen-

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bin den Keim der Seuche tragend. Ich lL,uluc- j- y ,1 f ts narregeln oie,er Leute nur darin. ,a, einen solchen Flüchtlina auf der Scoth des Augellblk.s: mit welchen Ge- daß sie niemals irgend welche Nahrung Falt zum Bahnhöfe in dec Droschke iuhlen mag wohk der Kranke se,n He,m n bin Krankenra'umen genießen und zuiammenklappen. Der Kutscher mußte verlassen und in d'.e Pforte des Kran l10r jeder Nahrungsaufnahme sich di, -n.vf f.n ist irfAtiftefn. kenhauzes einführen, über welcher kern .stünde aründkick desiklsikiren.

In den ersten .agen gaben solche ch?n. den Kranken die er'orderliche Betracht, welche zum hal tone denkbar

Fälle oft Anlatz zu gemüthlichen -chcr- Sorgfalt zuzuwenden, da kann man ungünstigsten find, zen Abends am Biertische. Ost wurde stch ich, peinlich um die Todten tüm- Tort, wo im alten Hamburg noch der Arzt, während er sich nach des Ta nrern. Ich sah in einer Zeit von 45 jene engen Gassen und Twieten beste g.'ö Mühe dei einem frischen Trunk in Minuten im&mte solcher Waaen. ot ben. die man mit ausgebreiteten Armen

orr Arzi sprint nur von seinen L.iag' fähr schätzen. Tazu kommen noch die vruavirn. w,r z. lioea. mir iyren nosen, Therapien und Dingen, welche Kranken, welche in ihren Wohnungen Arbeiterbevölkerungen. In neuester sich streng auf seine Wissenschast be- veitt,ben der nack kleineren Neben- Zeit hat vielleicht einzig und allein )a.

Iran man aus den Nomen und Zahlen Diese Thatsacke erklärt sich leicht aus oavon vekronencn ärmeren VeoSiterung der Zeitungen eine Vorstellung von her Verwirrung, welche die plötzlich an: Viele Familien haben ihren Erdem Schau platze, auf welchem sich die hereinbrechettdeEpidemie verur'achte und nährer verloren, viele Kinder sind gegenwärtige Epidemie abspielt. aus d.'m Umstände, dan die Aertte viel Uvaisen geworden. Manches hilflose

Her zu uniunolg, 0ZS Äuge Ivur noy ciiiu :inrucitiiii ,ya tumicii, witt uu vt ti(ivivti) nicht geübt, um alle Zeichen, welche die terbkcibt ost g'inzlich. sind, ist im Augenblick nirgends unter. Natur und die Ausdehnung der furcht Die Leichen werden in wollene Decke, zubringen, es ist choleraverdächtig, und baren Seucke andeuteten. voManoia aebüllt. d:e mit Karbol durchtränkt da ist denn d.'r einzige Ausweg, es in's

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Vlak machen. Dieser tlin und Aus. t j i . i m ? . ? . um untm qitT rranrig oie rene. ntTihTnirif ivtifrt ht Anfuhr neuer " Unujlaiiih fuwxlji. W Leidenden, wahrend die Aussuhr ist ' tt cN bor f! bä von .-jci. z Zkii um ,. ca . . j, i:.. (.okrn ?" jff, . L "i U: : U"awilw" MV",MM,V zu lonen. liin seltlam Dunhemander von Fuhrwerken drängt sich zn den Pforten des Ho'p'tals: Droschken nnt ansah renden Aerzten Wagen .,mii.3fceblamenten. TcÄtNlectlonsmltteln. man .-" , . -vT - . L ..a und iceiicrira)rrr" cranicnuud'uicn silikn. danvischen hohe Wagenladungen von stachen Särgen aus ungehobelten Brettern, und Bestattungswagen. Je. doch von dem omp vc ove. wqer sich hier in 'einer ganzen Nacktheit zc?gt. wendet sich uner Interesse vor allem den Krantcntransportm zu. Mittelst des Telephons werden" die Krantheits. sall?, welche der !5ho!era verdächtig un ,1,11 irn Uriirrrphriif1P rtmoihct i1"" 'it,vA '""H"i';i""'"on dr, werden ba:!n die bcreitztehen. den Ldagen. welche theilZ besondere rankenwagen, llzcns ?nr ; ote.en jjwca in Itenst genommene Miethequlpagen stnd. auZzejendet. um die Erkrankten .ihiihifiir Tiä ' rtpiiht vlito Pvf(iini ,,.'.... ""v ich:"!! die Bedeutung eines solchen WaAm ßfjnnfteu echUg zeigen sich ein oöft p Perlonen. die man leiäN als Leute vom Krankentransport crt iuü. luiD ihnen ?gentber. zur -e:Ze oder von ihren Armen gehalten. vt .: ni.it. hingeitreckten Leiber der raufen. -ie befinden nch meistens in voller akiuxhii, i tuiim rissen hat. seltener in Decken ode, sa,mvma Mia vrrn r nur t v M i r ' ! I mehr sehen, und in ihren Zügen liegt i rr lnnft?r v)1 iiÄflril 's hf 9fih(nÄ

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I'" 1 ww-v w. 1 Tiefer Ausdruck, welcher das Besicht P verklären schont, zelgt sich besonders bei jüngeren Frauen und hebt ihre Schönheit. Manchem Antlitz hat der Allgemeinen tritt der Ausdruck des Schmerzes mehr bei den Mannern hervor. is in ein fluchtiger Vilck. oen wir von die em Leiden erhajchen. aoer sahrt nicht frei ist. In dieser Weil oeonachtetk ich einen Wagcn mehrere Minuten lang. Eine Frau in mittleren Jahren lag da. ohne ein Lebenszeichen zu geben, ihr chlckial schien besiegelt zu sein. Gegenüber saß em Knabe, vielleicht ihr Sohn, welcher wahrschernllch nur als choleraverdachtig mitgenommen worden war. denn er helt sich aufrecht, blickte ober wie cm armer 'unoer. oer zum Aiyipo grführt wird. Eine alte Frau, welche die Großmutlkr sein mochte, saß neben der ersteren und blickte resignir zum Wa. ünlf(l(ii hirt(Tii4 und ftiirrn das Vortal n-"' - " - . " des Krankenhauses, wo em tofc aus. kiiunrnr urge ,kvur ivur unu von Zeit zu Zeit ein Verstorbener, in eme wollene Tecke gehüllt, voruberge. k. 1 X a (Xlß i Kii . . . . aa r -. tigeZ Auge dieielve ueverfeyri?, ik'en -6. welche über dem Eingang zu Dantes Hölle steht: lasciate Ogai speranza voi clie entrate. lind mit welchen Gesühlen mögen nie Anacboriaen ibre Lieben tckikloen sehen, deren Lager sie nicht nahen dürfen, denen sie vielleicht nicht die lekte shre erweisen können, ja deren Grab it vielleickt nickt einmal kennen wer. den: denn wo kaum die Kräfte ausreimeistens mehrere Kranke, ost eine ganze Familie enthielten, in das Hospital einigen. Wie bock sich hiernach die Zahl der Krantbeitssälle wahrend 24 Stunden erheben mag. läßt sich unaestationen gesührt werden. Es kamen I '. . . . nach einer solchen Schätzung allerdings ablen heraus, wetcke die nach den offiziellen Meldungen bekannt gewordeI . , . J " X W nen dedenieno uoerneigen wuroen. uno I .. . der That spricht alles dafür, dafc die Wirklichkeit die offiziellen Angaben - . vk:i. rtnioertnanen rerviaiuniüeii vuriic. P,, Seiten der .Krankensübrer und Leichen bestatter wird dies allgemein behauptek. und Aerzte bestätigen es. irr kl XI zu crickopst sind, um die Meldungen I ... : t.ii. ... j. . smd. mit dem Datum des Todes ver. fn im .in ttn i.ij z sehen und dann auf dem Hose des Krankenhauses in die flachen, ungeho. bellen, ungestrichenen Särge gelegt, Ein Blick durcu das Portal mgt dem Vorüb?rgehenden genug von dieser Thätigwt. Große Möbelwagen, die mit vier Pferden bespannt werden, ste. hen bereit und beginnen nach Einbruch der Dunkelheit die Massenaussuhr. Trotzdem aber sieht man fortwährend . . - . einzelne Leichenzüge. Vor den VZoNen harren beständig Trauernde, zu Fuß oder zu Wagen, um einem Angehörigen 'die letzte Ebre zu erweisen. Dabei spie

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zen hingesunken, die Blumen iir

schmerz zerraufen. f1'11"1 ' w hinein und kam nach kurzer Zeit wieder . rtj,,f,ih, tin Ehepaar glng in das Hswltal kch' - ch!" in brrzzrnriwdrr Weile. . , . , ) .rüg.' Solche 6c?. en wiederholen sich. Auf einem in baflranteniVw zurücklehrenden Lei. A?mncislen miirce ein Mann, welcher nKl) mehr aufrecht halten konnte. seinen töcnoficii in den Armen q. ßaltciu Sein Gesicht zeigte, wie es mit i&m nächste Mal. wo er nieder hinausfährt, wird er nicht meh ' T r r QX Oten sitkN. L tiun scbar,en. ka. starNqen Leichenwagen vor einem Privathase. so entsteigen ihm zwei Personen mit einem Gesäß, welches Karbol enthä'.t, und einer mit Karbot .sten matlenen ecke. ?in Zektere .ikk'illt wird dann die Leiche in den 's,. - ;,,, ir dann hi 9 in den verschlossenen Wagen gebracht und nach tm Leichenhalle qebracht oder direct . ...sr:t :mi zum f itCvyOTf jr vyiniaigung gcityuni. Die Leichenhallen genilgen nicht mehr ,ur Ausnahme der Verstorbenen. Man richtet deshalb neue und schlägt, in mkm Umkreise um dieselben herum ,en Bretterzaun. Ein trübes Bild . . gctrjctqrni ifijr oicjcnigen VlraLen, na4 ben slr0RCn stirrbböfen hin ZstiHren. besonders die, nach HU ÖOrf fluf welchen jetzt der Zug des Toj nic gesehener Ausdehnung sich nberoegt. Furchtbarer finden wir die maiesta dei niraends in ben An. Schilderungen aus der Unterwel dargestellt, als wie sie jetzt die Wirklich ,cit un 00r Augen stellt. - .1' i . . . ' . . . r rt i i i , m i si a a wn.iTA r i r .1 n i ujjrnuiu imt viiuu'c t n durch die gefährliche Lage des Augen. schenken ihre Thätigkeit. Ein Theil yiimtii hiiniTvr2 Ij Qhrr vi vv"i( wuw! wi v 1 1 , widmen sich der freiwilligen Krankew wiege. In Wirthschaften und Restaurants fürchtet man stch vor Trinkgesapen und f. w. liegen gänzlich brach, da Niemand mehr solche Produkte genlet. In den pauicrn wie auf lstras;eu 11.1 die Luft mit dem scharfen Geruch der Testnfkk. bestatter im Allgemeinen sich der Ansteckuna aiücklicherweize zu erwehren. Von dem ganzen Personal des qenannten Krankenhauses z. B. ist. wie ich aus erster Hand weiL. bis zedt nur kln nziger gestorben. Der Gleichmuth und die Kaltblütigkeit dieser Leute sind dabei erstaunenswerth. Ost sikt so ein alter Krankenhausvcteran gleichmüthig auf der Bahre neben der Leiche, um ,eine erschöpften Glieder auszuruhen. ?(r einime aber welker nestarken i. soll in beliamriickzem Uebermutb sieb die m 5i, Dfn, Auswurf des Cholera. n:.., ... nuini Mijuuvt'i yuueu, uiu ZU Atyiu, daß er gegen alle Ansteckung gefeit sei. vysllö &arslU hg, jh denn das Mene Tekel ereilt. Außerdem, daß ihre Klei' der vonKarbol triefen, bestehen die Bov rii. 1 ' f 1 k. sc Thatsachen geben eine wichtige Auftlärunq über die Anfteckungsweise der Eholera. daß dieselbe nur durch den Mund stattfindet, und zeigen, wie man sich am wirksamsten gegen dieselbe lchützen kann. Auch wüthet die Seuche huptiüchlich in d'N untersten und armen Bolkstchichten. wo man es mit der Reinlichkeit weniger genau nimmt und übeihaupt gleichgiltiger ist. Ta bei kommen allerdings bedeutend die Wobnungsi-erhaltniffe Hamburgs in überipannt, m:t ihren höhlenartigen Eingängen, oder wo stch zene elenden Reihen von Hinterhäusern befinden. dort hat d'e Seuche am schrecklichsten ihre Opier gefordert, aber auch in ben i p" die schrecken der Epldemte tN so I c i. i . . - , . n . 4 1 f f nlra)ioarer imngii geieyen. wie jie ge. aenwärt:g in Hamburg herrschen. Die 'ladt kann nicht, ärge genug .aus. I 4 , fc MaAA Cfr y -fr 4 UM hui -auhu iui I J"( ü 1 ... F t- T H . M i ruorr genug sazassen um tyre cooler zu veuatten. I 'l'.'fi inh !n tk.rt,li(fiiiA k, i -o1 ohhwhu vvt. Särge, die als Eilgut von auswärts berbeigesandt waren. Schon kündigen sich die Nachwehen der Seuche in der ifch. Kind, dessen Eltern entweder von der I fii.lio rnrt1fn trislrhprt t"hp hrt Krankenhaus zu bringen: nun. und, l dann ilt es wabricheinli für immer dann in es wayrschcknlich für unmer ua?er auigeyooen. mazer aue ,mo mir von Aerzten mehrere erzählt wo cn. Er der rofi : wirb wahrscheinlich der Epidemie em Ende machen. Aber oann zkeyr oer imer mrr seiner Aoly durch die vom Würgengel verödeten Wohnungen des Elends. Ja. für einen großen Theil der Bevölkerung Hain. a t' i t o jt ei - r - . . fi i ourgs iregr ore namit ijuiunn ymier einem trüben Schleier. Möchte man wenigstens, vier wie uverau. aus dem I Unalück pie Lehren neben, welche Man

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verkaufeu mittelst einer sorgfältigen Statistik sür die Besserung der sanitären Verhält' nisse daraus ziehen kann. Eine rabiate emeine. Im Dorfe Turbiqo bei Maaenta zog jüngst eine wahre Hexenprocession, mit Ruthen und Besen bewaffnet, nach der Pfarrei. Die Schönen, gleichviel ob alt oder )ung, blond oder braun, rothoder weißhaarig. Alle von der gleichen Wuth beseelt, drangen durch die allezeit offene Thür des Pfarrhauses direct in das Studirzimmer des Pfarrers, wel cher stch erst seit dem vorangegangenen Tage im Orte befand. Er hatte soeben die Frühmesse gelesen und ruhte in sei nem Lehnstuhle von dem Schrecken aus, den er empsunden. als er bei der Messe entdecken mußte, daß die Kirche voll ständig leer war. Jetzt ward ihm die Erklärung, warum seine sromme Heerde bei der Messe durch ihre Abwesenheit geglänzt hatte. Die Weiber sagten thm nämlich rund heraus, das ste von ihm nichts wissen wollten, und forder teu ihn mit drohenden Geberden auf. einem gewifsen Don Vittorio der als Vikar die Pfarrstelle seit dem vor. zwei Jahren erfolgten Tode des frühe ren alten Pfarrers vertreten hatte den Platz zu räumen. Jener Ton Vlttorio hatte die Herzen der Tnrbigeser und besonders der Tur bigeserinnen so sehr gewonnen, daß die selben ein Gesuch um Belastung des liebenswürdigen Vikars im Amte ein gereicht hatten, aber die Kurie fand dies vermuthlich so befremdend, vag ste wohl gerade deswegen den hübschen junge Don Vittorio durch einen alteren Geist lichen ersetzte. Da schworen die srom men Seelen des Dorfes der Kurte Rache und begannen damit, den Auscrwähl ten derselben fortzuweisen. Der Pfar rer aber erklärte: Ich rühre mich nicht von der stelle, ihr müsztet mich denn mit Gewalt forttragen!" Dies ließen sich die Weiber nicht zweimal sagen. Sie erfaßten dtN Lehnstuhl mit starken Armen, hoben ihn in die Höhe und setz, ten denselben sammt dem geistlichen Herrn an die Lust. Nicht genug da. mit. zwangen sie den Pfarrer, sich fo fort auf den Weg zu machen, um das Dorf zu verlassen, gaben ihm ein Stück Brod als Zehrung und begleiteten ihn sogar eine Strecke, um zu verhindern, daß er zurückkehre. Erst als sie mit ihm d'e nächste EisenbahnStation r nicht und ihn nachMailand abdampfen geiehen hatten, kehrten sie tobend, la chend, schreiend, plaudernd heim. Gleich nach dem erzwungenen Rück zuge des Pfarrers richteten die 1500 Einwohner des Dortes Turbigo wieder ein Schreiben an die Kurie, worin sie die Einsetzung des bei ihnen fo belieb ten Vikars Don Vittorio in die Pfarr. stelle verlangen: wo nicht, erklärten sie. sich iortan ohne Seelenhirten behelfen zu wollen. Da die Kurie bisher noch nicht geantwortet und weder Don Vü torio noch auch einen anderen Geistli chen hierher geschickt hat. so begraben die Dottdkwohner ihre Todten und tau fen ihre Kinder selbst, nicht ohne Be. obachtung einer gewissen Feierlichkeit. Die Kirche wird jeden Morgen geöffnet uns zeden Abend von einem Bauer ge schlössen. B's zum Messelesen hat sick aber bisher noch Niemand verstiegen. WkelstdleS! Wir bieten einhundert Dollars Bekohnung für jeden Fall von Katarrh, der nicht durch Einnehmeu von Hall's Katarrh Kur geheilt werdenkann. F. I. E h eneyä.'C o., Eigenth., Toledo, O. Wir die Unterzeichneten haben F. Eheney seit den letzten 15 Jahren gekannt und halten ihn für vollkommen ehrenhaft in allen Geschäftsverhandlungen und finanziell befähigt, alle von seiner Firma eingegangenen Verbindlichkeiken zu erfüllen. W e st & T r u a i, Großhandels-Dro-guisten, Toledo, O. Wa l ding, Kinnan ä:Marv in, GroßhandelS-Drogutsten, Toledo, O. Hall's Katarrh Kur wird innerlich genommen und wirkt direkt 'auf' das Blut und die schleimigen Oberfläche des Systems. Zeugnisse frei versandt. Preis 75 (Jassir die Flasche. Verkauft von allen Apothern. Das beste Union Brod und der beste Pumpernickel ist zu haben bei Bernhardt Thau am östlichen Markt, Stand Ro. 123 und 124.

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