Indiana Tribüne, Volume 16, Number 4, Indianapolis, Marion County, 22 September 1892 — Page 1
O VI 00 O rlC V o K AO V y W V v w y A y 4 Jahrgang 10. Office : No. 13 Oft Marhland Straße. l. IndZanapolis, Zndiana, Donnerstag, den 22. September 8Z2
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i-fe (K;' :r ti auw u uscaauw zz Editorielles. Die Eincinnatier Brauereien hsben nun endlich Frieden mit ihren Arbeitern geschlossen. Ein Neberein kommen- wurde getroffen, unter dem ein MinZmaUohn von 14 Dollars wöchentlich und zehnstündige Arbeit eingeführt wird. In Zukunft werden bloß Union-Leute angestellt, aber den gegenwärtigen Arbeitern der Brauereien soll eS frei stehen, ob sie sich der Union anschließen wollen, oder nicht. mn Die deutschen Finanzministcr zerbreche: sich die Köpfe, wie sie neue Steuern erfinden sollen, und dabei liegen die Projekte auf der Straße; man braucht sie nur aufzulesen. Der Verchtesgadener Anzeiger" ist um daö Wohl Deutschland's sehr besorgt. Er macht in einem Artikel über die neue Militarvorlage folgenden Vorschlag Mr Vüle": Wir regen eine Steuer auf Bücher an. Wenn der Deutsche einen Glauben hat, so braucht er nur eine Bibel und fein Gefangbuch, durch daS Unterbleiben atheistischer Bücher kann ein großer Theil der An chassung der CompettfationS summe von den SO Allliomn (der MilitärVorlage) bereitgestellt werden.". Dazu bemerkt der Milwaukee Hetb" sehr richtig: Wenn ein gute? Christ nur Bibel lud Gesangbuch braucht, wozu erscheint dann der BerchteSgadener Anzeiger"? Er sollte doch schleunigst sein Erscheinen einstellen." '- -n Die schmachnolle PrapS, Straflinge alS Arbeiter für Bergwerke auszumiethen, um deren Unterhaltungskosten zu sparen uqd noch einen 3e winn für den Staat auZ ihnen zu ;iehen, zugleich aber auch, um den freien Arbeitern Conkurren; zu machen, c;i liirt bekanntlich in den meisten südlichen .Staaten, wa sie in Tenncssee schon mehrfach zu Blntvcrgicf.en Veranlas sung gegeben hat. Diese tÄrmelszenen in Tennessee haben jeht den Staat Alabama zur Vernunft gebracht und derselbe hat den am 1. Sept. abgelaufenen Contrakt ijber ?susnl.iethen sei ner SträstikZ nicht n.ehr erneuert, dafür aber beschlossen, die Sträflinge in Zukunft an Strapenbanten arbeiten zu lassen. Sa hätten denn die Tennesseer Unruhen nmwohin einen Nuhen gebabt, wenn auch nicht für die Tennesseer selbst, doch ist zu hoffen, daß die andecen Südstaaten dem Beispiele Xla . ,., nf - . , ' " dama s folgen werden. - ' - (5s läßt sich allerdings vorlänsig nicht ermessen, welchen Einfluß auf das 'Resultat der Präsidentenwahl die Bolkspartei haben wird, aber sauer zenug macht sie den alten Parteien das Äeben, den Ncpublikanern sowohl, wi? den Demoksate. . Weavcr, der PräsidentfchaftS - .andidat der Volkspartei, behauptet, daß neun Weststaaken derselben sicher seien Daran braucht man nicht zu glauben. Aber, in öiansas, Rord und Süd-Da kota, also in republikanischen , Staaten haben die Demokraten mit he? Post Partei fusioukrt oder .deren Elcktoren. als die eigenen Kandidaten, angenom inen, in Aevada sind beide alten Partcien zerrissen und das krcs beider, ist zur ,Bolköparkei übergegangen, während in Ncbraska zwar ein demokrati
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scher Stimmzettel im Felde ist, der de mokratische Gouverneur aber selbst zu giebt, daß der größte Theil seine? Par tei für die Leute der Volkspartet stim mcn wird.
Während die Demokraten sich über dieses Chaos im ehemaligen republikanischen Westen d'e Hände reiben, vollzieht sich in ihrem soliden" Süden eine ähnliche Zerrüttung. In Texas sind nicht weniger als vier Parteien im Felde, wovon zwei demokratische; eine derselben dürfte sich noch vor der'Wahl mit der Volköpartci verschmelzen. In Alabama giebt es eine reguläre" und dazu noch eine,, Äesscrson'sche Demokratie, die sich wüthend bekämpfen. Die Iesserson'schen suchen Fühlung mit der Volkspartei. Die Republikaner aber sind in zwei Gruppen zerfallen und eine derselben fusionirt unter dem Management des Pittsburger Bosses Magee mit den I csserlornanern. M Nord darolma hat der Jung Demokrat Tillman bei den Primarwahlen die ?lristokratie geschlagen und diese wird vermuthlich ein eigenes Ticket aufstellen. In Tennessee lauft" der jetzige Gouverneur Buchanan "unabhängig" gegen seine eigene Partei und so weiter; in fast jedem der Südstaaten herrscht mehr oder weniger Chaos und Zersetzung in der dcmokratischen Partei. m Drahtnachrichten Inland. Wer te rau S si chten. Für Indiana : Anhaltend warmes schönes Wetter. ii in ii f Die Cholera. New Aork, 21. Sept. Das Gesundheifsamt machte heute bekannt, daß wieder neue Cholcrafälle innerhalb der Stadt vorgekommen i fcieiu Am Nachmikrage erkraükie Frau Grap pilas unter sehr verdächtigen Symptomcn und ant Abend starb sie.' Im Lause des Tages wurden den Gesund' heitsbehorden drei weitere Erkran - kunzöfalle gemeldet. Die Patienten wurden nach dem Hospital überführt. Der Dampfer State of Revada" von der Allan Linie wurde nach der unteren Quarantäne zurückgeordert, da ein Heizer desselben starb, nachdem das Schiff schon am Dock angelegt hatte. New A o r k, 21. Sept. Heute kamen hier zwei mnthmahlzche Cholerafälle vor, Mary Murphy in No. 63 Cherry Straße und Henry Engel in No. 45 1. Str., wo der Kutscher Weinhagen am Camstag Abend anscheinend an der Cholera erkrankt war. In sie-' ben Häusern hier, wo wirkliche oder muthmaßliche Cholerasalle vorgekommen waren, wurde die Quarantäne aufgehoben. Das Dienstmädchen Mary Connerty. welches sich im Hospital am Fuß der 1. Straße besindet, wird morgen entlassen werden. Sie hat keine Cholera. Die Dampfer Moravia", Rugia" urd Normania" werden ihre Ladung in Lichterschisse löschen und dann in Ballast zurückgesandt werden. Der Dampfer City of Paris" traf mit 8.Ö9 KaiutenvaNaaleren. me alli wohl sind, heute von Liverpool an der Quarantains cin uqh dnsste bald darauf landen. Wie Prof. Briggs heute Nachmittag der Gefundykttsbcyorce berichtete, it der Heizer John Knor, welcher am Sonntag Abend auf dem Dampfer State of Nebada" starb, der Cholera erlegen und der Kutscher Louis Wein hagen, welcher sich im Hospita besin det, bat diselb- nach, De? Maschi rzenbauex Patrick Stelpart hier, welcher im Schissbauhof in Brooklyn arbeitet, wurde heute als muthmaßlicherCholerapalient nach dem Hospital gebra cht. ,In demQuarantänelageraufzSandy Hook ist das Vertrauen unter den lZin Wanderern wieder zl'.rgekehrt, n.ach derz weser weitereTodessälle, noch verMächtige Crksqnkungen ti den lehten 24 Stunden vorgekommen sind. Der. dortige , Stab der Aerzte ist durch die,. Doktoren ?. Q. Cobb, von Detroit und Dr. Bowling von Louis ville verstärkt werben. , - 'y'fÜ.g-- . -D u b eil" ischen -Katholiken In ! ''''-i,'; '- " : ' i - "" 1- ' ; : ' ? !!!; i!i i":!! ifi : :' ii :i" ;1 "iisi :! Vi "" :.fi-; Dubuq ue. Ja., 2!.,!Ä'pt., Die Convention de? deutschen Katholiken nahm heute eine Resulutian an, in welcher dem Crzbischof Zreland von St. Paul ungeschmälertes Lob ertheilt
wird. Eine Kabeldepesche überbrachte der Versammlung den päpstlichen Segen. Adolph Webber von Racine wurde wieder zum Präsidenten und N. Gonnea von Dnbuque zum Viceprasi-
deuten erwählt. Eisen b ah n räüber' bringen e i n e n Z u g z u m E ntg l e s e n. Topeka, Kansaö, 21. Septbr. Der östlich gehende Passagierzug Ro. 8 aus der Atchison, Topeka &, Santa Fe Eisenbahn wurde heute Morgen drei Meilen westlich von Dsage City durch Eisenbahnräuber zum Entgleisen gebracht welche hofften, eine reiche Beute zu machen. Der Expreßwägen des Zuges enthielt eine Million Dollars, welche Summe von der Stadt Mexiko nach Boston tranSportirt wurde. Die Räuber erreichten ihren Zweck nicht, weil' der Expreßwagen so tief unter den Trümmern begraben wurde, daß es mehrere Stunden Arbeit genommen hätte, um an ihn zu gelangen. Dagegen wurden vier Personen augenblicklich getödtet und eine große Anzahl mehr oder weniger schwer Vers leht. 3n Dsage City und Barclay herrscht über den Vorfall große Aufregung und bewaffnete Haufen hzben sich nach allen Richtungen hin aufgemacht, um die Verbrecher einzufanen. Sollte ihnen dieS gelingen, so wird man kurzen Prozeß mit ihnen .machen. Noch ein Eisen bahnn nja ll. L a n c a st e r , Pa., 21. Sept. Der östlich gehende Expreßzug der Penn sylvania Eisenbahn stieß mit dem westlich gehenden Pacisic-Erpreßzug fünf? zehn Meilen westlich von hier zusammen. Beide Lokomotiven ' Wurf den zertrümmert und ein Heizer augenblicklich getödtet. Die übrigen Zugbeamten sowie die Passagiere ka men mit dem Schrecken davon. - : Der Streik in Cincinnti. Ei nein nati, 21. Sept.,"Der Streik der MbtarbeltxzMne!liL nati ist zu einer nationalen Angelegenheit gemacht worden.. Wahrend einer Versamlnlung der Streiker heute Morgen traf von ocr nternattonaien Union de Nachricht ein, daß an ändern Orten keine Streiks erklart werden würden, sondern daß die Union, ihre ganzen Kräfte in hiesiger Stadt coneentrircn würde. Nächste Woche werden die wöchentlichen Unterstützungsbeträge für derheirathete Arbeiter von 3 Dollars aus zehn erhöht werden, und für unverheirathete von sechs auf acht Dollars. Der Kampf richtet sich in erster Linie gegen, die Mitchell Furniture XSom pany, die größte ihrer Art in der Stadt. , - ' Zu dem Eisenbahnunglück bei Shrede. Cleveland,, O., 21. Sept. Ueber den gestern schon kurz gemeldeten Eisenbahnunfall bei Shr'eve wird nachträglich noch gemeldet : Die Schuld N dem Unglück trifft den Lokomotivführe? und den Heizer des Frachtzuges. Beide waren eingeschlafen, während sie mit ihrem Zuge aus rinem Seitenge leise hielten, um den Personenzug vorbeipassircn zu lassen. Durch das Geräusch des herankommenden Zuges aufgeweckt, glaubte der Frachkzugführer, daß derselbe bereits vorbei sei und führ auf das Hauptgeleise hinaus. Der Zusammenstoß, welcher wenige Sekunden darauf erfolgte, w.a? $x furchtbarer. Die Lokomoyen stießen inU solcher Gemalt auf einander, daß fcr Postwägen und auch der Rauchwa gen auf die Lokomotive des Personenzuges geschleudert wurden. Bald darauf geriethen die Trümmer in Brand und die zwischen denselben eingeklemmten Passagiere wurden kan.san zu Tode geröstet. " '5' ::" ' y ,.j 7 1 , G. 'ii : n! ii' .;i i; M,I. " 4 '; ;. :P - , Unjef schwerer TnkZag, . Pittsburg. Pa,, Si.Septcmber. Die Großgeschworencn erhoben heute gegen alle Betheiligten an dem Ausstande in Homestead Anklagen' auf Mord, Aufstand .unter erschwerenden Umständen und Verschwörung. E wurden im Ganzen 1?, dif lvtg.ctt er hoben, gegeu mchrexe der Ail.ge.klaan liegen zwei bis drn Ablagen vor. ' Gegen Huglz Oöonnell, Hugh Roß i und Burgeß McLuckie liegen je drei Anklagen ,'auf Mord vor; gegen O'Donnell außerdem Anklagen auf Aufstand und Verschwörung. ES ist noch nicht bekannt wann die Prozesse beginnen werden.
Ausland.
Die Cholera. Ha mbu rg, 21. September. Gestern kamen hier 573 neue Erkrank-ungS-und 181 Todesfälle vor. ES wurden 216 Beerdigungen vorgenommen. In den Hospitälern befinden sich zur Zeit 2791 Patienten. Die Feldlazarethe sind geschlossen worden. Da die Hospitaler jetzt nicht mehr so überfüllt sind, so ist es den Aerzten und Wärtern möglich, den einzelnen Kranken mtho Aufmerksamkeit zuzuwenden. Das Hilfskomite giebt täglich mehrcre tausend Mark aus, ist jedoch kaum in der Lage, alle Personen zu befriedigen, welche um ?!ahrung nachsuchen. Die öffentlichen Speiselokale werden den ganzen Tag über von Jung und alt belagert, und wenn nicht viele Familien Hungers sterben sollen, so müssen mehr Speiseanstalten errichtet werden. Von New Jork liefen 40,000 Mark Unterstützungsgelder ein ; die Beiträge aus Städten im deutschen Reiche sind gering, aus Berlin läuft wenig oder nichts ein. In Oesterreich und Rumänien hat die Cholera jetzt auch Fuß gefaßt. In Paris und Umgegend kamen gestern 29 neue Erkrankungs- und 16 Todesfälle vor. ES heißt, daß der Papst die gewöhnlich im Oktober stattfindende Pilgerfahrt nach Rom wegen Ausbruchs der Cholera in verschiedenen europäischen Ländern verschoben habe. AuS St. Petersburg wurden gestern 48 neue Erkrankungs- und 16 Todesfälle gemeldet.. Eine st ü? ml s.ch e V er sa m m- : iv N g. X Berlin, 21. Sept. Als heute die Abgeordneten Puer und Singer hier in einer sözialhemokratischcn Versamm lung sprachen, wurden pe von den ErZrcmeninter der Leitung Werner's eines der sogenannten Jungen beständig unterbrochen, wodurch eö zu einer allgemeinen Schlägerei kam, in welcher Stöcke, Gläser und Flaschen als Wasftn benutzt wurden, bis die Polizei die Versammlung auflöste und den Saal räumte. Mehrere der Thcilnehmee an de? Versammlung wurden verletzt. Die Frallzosen sie g reich in D a h o m e y. Paris, 2l. Sept. Vom Obersten Dobs, dem Befehlshaber der franzofischen Streitkräfte in Dahomey, ist soeben eine Depesche eingetroffen. Er meldet, daß, während seine Truppen sich - auf dem Marsche nach Oboa befanden, sie am Morgen des 14. d. M. von 4000 Kriegern des Königs Bchanzin plötzlich angegriffen wurden. Es kam zu. einem verzweifelten Kampfe, aus welchem der Feind sich schließlich mit ejnem Verlust von mehr als 1000 Kriegern zurückzog. Von den Frauzosen wurden fünf getödtet und fünfzehn verwundet. Heirathete eine Sängerin. Darmstadt, 21. Sept. Prinz Heinrich von Hessen heirathete heute die Sängerin Herzig. Die Civiltrauung fand in Gegenwart hes Fürsten Wilhelm von Hessen statt. Ein Brief Hossuth's. Turin, 20. Sept. Louis Kosfuth wurde unlängst ersucht, seinen Söhnen zu gestatten, ihn bei der Enthüllung einer Gcdächtnißtafel in der Kirche, zu Tallya, Ungarn, in welche? Kossuth getaust wurde, zu vertreten. Er.erwiderte hiergy; brieflich wie folgt: Ich habe mich entschlossen, nie wehr einen Futz auf ungar.ilchen Boden zu sehen, 'da datz and den Kaiser von Oeste.xxeiHals, feinen König anerkennt. Ich bin ein lebender Protest gegen Ungarn's Treulosigkeit und mein Glaubensbckenntniß muß daher dahin lauten, daß ich meine Heimath nicht tote der sehen'kaun. Es ist str ich schrecklich, .wenn ich au U. daß außer l der. ttttäl,lck'.:ugen eines zwect und freudenlosen Lebens lch a.nch noch die Lastdc? Bewußzssln? tragen soll, mein neunzigstes Lebsöjahr , überschritten zn haben." 'v V:1:,. ; ' j Vchiffönacdrichten. l Z A ug ckom men i n ; , - , New Äo rk : , Cuy of Paris", von Liverpools ,Spandam !von Rotte?Zdam, Havel" von Primen.,
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timore. Oi Wort zu, Ve. uhtgung. In Bezug auf die Choleragefahr fit. seuchenfrcie Orte schreibt der bekannte Wiener Hygieniker. Prof. Drafche. in einem neuen Artikel der Neuen Fr. Pr.". der zwar nur die österreichifchen Verhältnisse berücksichtigt, dessen Aus führunen aber auch allgemein zutreffen dürften. Als besonders erfreulich hebt Dräsche hervor, daß durch Hamburger Flüchtlinge bisher nirgends ein ausgesprochenes epidemisches Umsichgni' fen ber Seuche veranlaßt worden fei, und zwar fei dies um so erfreulicher, als erfahrungsgemäß gerade die Infektiositat der Cholerakranken in der ersten Entwicklungszeit von Epidemien am Meisten zu fürchten ist. Das anfangs explosionsartige Auftreten der Cholera in Baku. Astrachan und in anderen russischen Städten sei allerdingS von einer außerordentlichen Heftigkeit gewesen, hat sich aber mit dem weiteren Vordringen und Ausbreiten abgeschwächt. . Das gilt nicht nur allein von dn Crtensüät der Krankheit an Ort und Stelle, sondern auch von der Dauer ihres VerweilenS dafelbft. Wie derhältnißmäßig gering ist doch die Zahl der jetzt von der Cholera betroffenen Einwohner in den beiden Metropolen Rußlands im Hinblicke auf deren frühere Epidemien! So erkrankten 1654 in Petersburg und Moskau 22.022 und 12,223 von der Bevölte. rung mit 16.243 und 8.025 Sterbe fällcn. Auch die Andauer der einzeln nen LöcalEpidemien ist eine verhältnißmäßig tuxze, beträgt nicht einmal an den ursprünglichen Seuchenherden mehr als 23 Monate, an einzelnen Plätzea Charkow) kaum ein paar Wo chen. Hielt doch die Cholera in Wien im Durchschnitte der neun Epidemien fünf und in Berlin meh? als vier Monate an. Bezüglich Hamburgs, einer Handelsstadt mit ausgebreitetem Land und Seeoerkehre, stehe es allerdings be denUicher. An und für sich ist die dortige Epidemie von großer Heftigkeit und deren Erlöschen nicht so. bald zu ervarten. - " :. iK :JZ: ' : : :y -.: : i ::t Aber ähnliche Cholera . AuSbrttche hatte Hamburg bereits, so namentlich 1857 von Schweden auZ. . Die Seuche griff damals auch in Norddeutschland sehr um sich, ließ aber B.'rlin, kurz das ganze übrige Europa unberührt. Wird noch in Erwägung gezogen, daß die berbstliche Jahreszeit schon sehr nahe ist. und daß bereit seit Monaten die umsasiendsten Vorkehrungen zur Ab wehr der Seuche bestehen, so kann heute immer noch die wiederholt ausgefpro chene Hoffnung, daß Oesterreich dieses Jahr von der Cholera-Epidemik verschont bleibt, aufrecht erhalten werden. Gegen Hochftuthsshren. Der jüngste Aufsatz, welchen Hr. Powell, Tirector deS geokogifchen Bun des-BermessungSbüreauS, über diesen Geginftand veröffentlicht hat. unter scheidet sich von früheren Erörterungen hauptsächlich dadurch, daß i ? keine Hoffn nngen macht, deren Verwirk, llchung ,n absehbarer Zeit doch , nicht zu erwarten ist, sondern sich auf einige naheliegende praktischeWinke beschränkte ttllnstliche Seen zur Aufspeicherung der überschüssigen Stromgewässer, Vertttrzung der Wüsscrläuse und Herstellung eines direcieren Abflusses nach dem Meere, und Beschützung der niederen Flutd Ebenen durch hohe Uferbauten, das sind ganz schöne Dinge, meint er. aber sie kosten zu viel Geld, und weder der Bund noch die Staaten wer den sie. uns sobald in genügenden Maßö schössen: wozu sollen' wir also den beuten den Mund wässrig machen? Es gibt indeß andere Maßnahmen, welche sich ohne Weiteres mit Nutzen anssührttt ließen. 'Zunächst kann der Signa:vienst ?deS Wetterbureaus sehr wo!zl nach dieser Richtung hin erweitert werden, soda die Bevölkerung viel b.-sscr tzoe kommenden- Ueberschwem Ulunn gewarnt wird. Zweitens sollte man es i Zukanst vermeiden, auf Fiuth-Ebenen Scheunen , und Häuser ode? oar Ortschaften und Städte anzulegen, und so weit wie thunlich die vorhandenen Baulichkeiten allmälig wieder aufgeben; die Thäler sind ja nicht wett, die Hügel überall in, ttäaV, stec Rohe, und die gefährliche L7.o. strßen können zon Erlogen, genau beZeichnet werden- ES soll damit keineswegZ gesagt srln. daß diele Ländereien ear nicht benutzt werden sollen. Sie l'Mw gerade den , besten Boden, aber ße lönnen vom Menzchenjnur unter de? Bedingung d.baut werden, daß e? alle 5, 10 oder 15 Jahre eine Abgabe an die wüthenden , Elemente in Gestalt einer durch Hochwaffer zerstörten Ernte zahlt Dieser Tribut sollte aber wenigUcns so niedrig, , wie möglich, herabgeiidi werden, und es ist geradezu verbtecheriche Fahrlässigkeit., Menschen, TlzZere und Geb.iude der Vernichtung a::s;ufeen. ES, sollten außerdem tops-, gpsch, Karten der Fluth Ebenen velbrei'et. und die Wasserkraft de? Slivme sollte regelmäßig gemessen 'nxriiiulljliljjsl
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