Indiana Tribüne, Volume 15, Number 353, Indianapolis, Marion County, 8 September 1892 — Page 1
'W'J?U. E'rji! .iii-tlt wm M " ..... , H x Af rf ' 1 f hC : v y y y W V W Jahrgang 1. Offlee : No. 130 Oft Marhland Straße. Indianapolis, Indiana, . Vönnerstag, . den 3. September $92
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Editorielles. Wenn man die stetigen Fortschritte in der Technik beobachtet, und wie dadurch immer mehr Menschen überflüssig werden, so fragt man sich : Wie soll das werden ? Aber das ist es nicht allein, was diese Frage bcranlaßt. Da ist noch ein anderer PunktDie europäischen Nationen und befonders England haben verstanden, sich durch Landererwcrb in anderen Welttheilen Absatzgebiete zu schaffen. Es läßt sich jedoch nicht verkennen, daß man auch hierin an einem WendePunkt angekommen ist. ?teue Markte können nicht mehr entsprechend der Leistungsfähigkeit der europäischen und nordamerikanischen Industrie erschlofsen werden. Vor vierzig Jahr war England fast allein ein efportircndcs Land. Es hatte damals noch, den größten Theil von Europa. Heute
machen ihm die Continental - Länder selbst Mitbewerb. Alle zusammen aber muffen noch den Weltmarkt in Anspruch nehmen. Und noch ist Deutschland, Oesterreich und Nußland in aufsteigender EntwZSelüng begrifen. Das ist aber noch nicht alles. Engand hat im Interesse seiner Bourgeoisie die primitiven. Industrien Indun's zerstört. HWÄber steckt schon eine Masse etrgNsches Kapital in modernen B a u nt w o ll Ja a r en - F ab rl - en in Indien, deren Mitbewerb bereitS bedrückend für Manchester wird. In China ist die erste Eisenbahn erössaet worden und wenn sich die dortige Regierung auch die größte Mühe giebt, auö politischen Gründen die unabwendbare wirthschaftliche UmI?al;ung zu verlangsamen, so wird doch über kürz oder lang nicht nur der binesifche Uarkt für die Europäer ver lorcn gehen, sondern China wird auch als Eonkurrent im Weltmarkte auftreten. Zunächst will, China sich vom Ausland 5m Militär- und im Eisenbahnbedarf unabhängig machen. Insiruktorcn und Kapital kann es genug bekommen und die Chinesen sind gelehrige Arbeiter. Mit den Japanesen ist es ebenso. , ... Da Asien als Kunde für die Europaer bald verloren flehen wird, werfen sich diese krampfhaft auf Afrika. Der Anschlag auf den Sudan ist aber miß' lungen. Die noxd -afrikanischen Caloni.en sind theure Bissen, die Negerbcvölkerung im Innern ist zu bedürfnißlos und nacb neueren Forschungen nicht zahlreich - genug, um den Perlegenhciten der europaischen Industrien abzuhelfen. Vor unseren Augen vollzieht sich also eine Wandlung von wcltgeschichtlicher Bedeutung : Das Mißverhaltniß zwischen Produktion und Consumtion, welches in Folge der kapitalistischen Aneignung eines großen Theils der Arbeitsfrucht ,, entsteht, verlangt eine beständige Ausdehnung des Marktes, wo. man den lleberfchuß abseht und dafür meistens, Genußmittel für die besitzenden Klassen eintauscht. Diese Ausdehnung hält nicht Schritt mit der allseitigen Entwicklung der Groß-Industrie und ' wird 'erst , recht beeinträchtigt werden ,, durch fca Entstehen moderner Industrien in dem dicht bevölkerten Indien und China. , England erportirt seit langem nicht bloß j Waaren, sondern' auch Arbeitskräfte
und Kapital. Dasselbe lst neuerdings auch in Deutschland der Fall. Deutscheö Kapital geht nach Rußland, Rumanicn und in überseeische Lander. Frankreich scheint gelähmt zu sein; feine Ausfuhren nehmen lange nicht im Verhältniß zu seinen NachbarLandern zu. Sein Kapital wird hauptsächlich in Staatsrente angelegt, d. h. während . öie' Engländer und die Deutschen fremde Volker ausbeuten, muß das arbeitende Volk in Frankreich seine Bourgeoisie fast ausschließlich ernähren. Daher die ungeheure Steuerlast daselbst. Wenn die Kapitalisten außer Stand sind, das was sie der Arbeiterklasse abnehmen, sei es in Waaren oder Kapitals anzubringen, so muß ihr System zum Krache kommen. Wenn fünfzig Jahre des riesigsten Landgrabsches nicht Schritt gehalten haben mit der Überproduktion" rn England allein, wie soll es dann kommen, wenn ein halbe Dutzend Länder exportiren, die Kolonien der Europäer in anderen Welttheilen wirthschastlich selbständig werden und außerdem China und Indien mit der modernen Groß -Industrie auf den Plan treten ? Diese Frage durste den Oekonomen der Bourgeoisie Kopfschmerzen bereiten. Für uns bedeutet diese Situation den Anfang vom Ende der kapitalistischcn Wirthschaft.
Drahtnachrichten Inland Wette raus sichten. Für Jndiana: Regen während der Nacht und am Freitag. Die Cholera. N e w Z o r k, 7. Sept. Seit gestern Abend erkrankten an Bord der Not mannia". acht Personen und auf dem Dampfer Rugia" , zwei. - Obgleich alle auf den in Ouarantaine liegenden Schiffen vorkommenden Krankheitsfälle kurzweg mit Cholera bezeichnet werden, so ist es doch mehr als zweiselhaft, ob es die gefürchtete Seuche in diesen Fällen wirklich ist. Viel wahrscheinlicher" ist, daß sich die betreffenden Personen eine Erkältung zugezogen haben, verursacht durch nasse oder doch feuchte Kleider, welche nach stattgefundcner Desinfektion unvollkommen gekracknet wurden. ES wird beabsichtigt, die KajütenPassagiere der Normannia in dem Fire Island Hotel unterzubringen und für die Zwischendeckspassagiere Baracken auf Sandy Hook zu errichten. Im Hospital auf Swineburn Island befinden sich zur Zeit ' 53 Patienten, dasselbe hat Raum für 830. Heute Morgen kam der Dampfer Waesland von Antwerpen. Derselbe überbrachte 102 . Kajüten- und. 465 Zwischenoeckspassagiere. Alle befinden sich wohl. ! ' .. Streik von Möbelarbeitern. C i nci n n a t i, 7. . Sept.' Ein Streik der Möbelarbeiter nahm heute seinen Anfang. Gestern Abend wurde eine Versammlung-abgehalten und'darin beschlossen, den achtstündigen Arbeitstag zu verlangen. Eine Firma ging auf diese Forderung ein, andere nicht, und an solchen Plätzen, wurde die Arbeit eingestellt. DerFaustkäntpferStlllivqn unterliegt. New Orleans, 7. Sept. Bei dem hiesigen Preiskampf unterlag der bekannte Faustkämpfer I. L. Sullivan beim 21sten Gange dem Californier I: Corbett, und ist letzterer somit der erste Faustkämpfer der Wett. D i e A p f e l e r n t e rln 's ü d l i ch en 3 n d ! an a. , Madiso n, 7. Sept. , Im letzten Herbst wurden von hier und der Umgegend 52,000 Faß Aepfel verschickt nzährend, ln diesem Jahre kaum mehr l? 2J,Q0q Faß versandt werden ron nen. Exreß-Gesellsch a st be- " " ; : .tt Ujj t ;.:!; -ff- j .'jilij;;?!!!;; i:; Ein naskirter Räuber sprang gestern Zbend bald i nach neun Nh r a m Grand venue Depot in hiesiger Stadt auf den östlich gehenden Missouri Pacific Personenzug. ' Er begab sich, in bei j Wagen der Expreßgesellschaft, über-
wältigte den Erpreßboten G7 .McLaughlin und öffnete hierauf in aller Gcmüthsruhe den Geldschrank. ,Er entnahm demselben ungefähr tz3000, sprang hei dem Vorort Shefsield vom Zuge und verschwand 'mit sezgeHHaüb in der Dunkelheit. Beim Bekanntwerden des Vorfalls machte 'sich eine
Anzahl Leute zur Verfolgung ' auf, doch hegt man, geringe Hoffnung, Räubers habhaft zu werden. . ' Der Dichter I. G. Whittier. A t e s b u r Y, Mass., 7. Scpt Der heute Morgen in Hampton Falls verstorbene Dichter ' 3. G. Whittier wurde am 17. Dezember 1807 ; . in Haverhill, Mass. geboren Und mit ihm schied der letzte der vier großen amerikonischen Dichter, Bryant, Longfellow Lowcll, Whittier,. aus dem, Leben! Die Eltern Whittiers gehörten der Sekte der Quäker an, welcher auch unser Dichter treu' blieb und daher häufig kurz der Quäkerpoet genannt wurde. Whittiers literarische Thätig keit war eine ausgedehnte und lang anhaltende, doch erntete er als Dichter den meisten Ruhm. Im Jährt 1831 veröffentlichte er fein erstes . Werk Neu England Legenden", in Poefie und Prosa abgefaßt, und hierauf folgten gegen dreißig andere Werke'. Die populärsten derselben sind: Eingeschneit", Raub Müller", Mein Psalm", Zwischen den Hügeln", DaS Zelt am Ufer" und Andere. Whittier war nie verheirathct. Die Beerdigung findet am Samstag NachMittag auf dem Quäkerfriedhof in Amesbury statt. ,,. Ein Advokat über d'ke Zu- . stände in Carnegie's Fabriken. St. Paul, 7. Sept. W. Ertvin, ein Advokat von Minneapolis welcher von . den Arbeitervereinigungen dieses Staates nach Homestead gesandt würde, um bei der Vertheidigung der ausgeschlossenen Arbeiter zu helfen, ist soeben zurückgekehrt, und drückt sich über die Zustande dort wie folgt auS : Hinter dem Aufruhr in Homestead steckt eine Verschwörung. Die Leute, welche die gewalzten Panzerplatten für die Regierung herstellten, sagten mir, daß die Herstellttttgskosten jener Platten nur ungefähr 40 Dollars der Tonne kosteten, während der Regierung 600 Dollars' per Tonne dafür berechnet wurden. Da Carnegie einen Contrakt für Lieferung von 6000 Tonnen dieser Platten erhalten habe, so stecke hierin für ihn ein Prosit von sz Millionen Dollars. Die Leute geben ferner an, daß die der Regierung zur Prüfung übergebenen Platten mit einer Mischung von Aluminium hergestellt seien, welche 60 Cents daS Pfund koste und daher von der Regierung für gut befunden wurden, daß dagegen die später gelieferten Panzerplatten aus gewalztem Stahl gemacht wurden, welche bei den Probeversuchen mit Kanonen wie Glas zerspringen wurden. ""V"1 """" ' ' S ch o o n e r in i t B e sch l a g b e- ' ' ' legt. . O.t t.a w a,7,Mpt. Der amerikanische Schooncr Hattie Maud ist von dem kanadischen Kreuzer Curlcw wegen Uebertretung ' der Fischereigesetze mit Beschlag belegt worden. ' .i. ..ii '.I.I.M.M.;. .,,.'"" "n'J' i 'in!' . Rqchte ihren Pate?, . ' B l o o m i n g t a n, 2nd., ?. Sept. Heute früh um 1 Uhr wurden der 10 Meilen von Pahne in diesem Countv wohnende Farmer Richard Wright und seine Tochter durch laute Rufe auf der Landstraße aus dem Schlafe 1 geweckt. , Er ging hinaus und als er an den Zaun gekommen, war, schoß sein verkommener" Schwiegersohn Dale Judah auf ihn. m Wright holte sich , eine Azt , und beide . begannen miteinander , zu ringen, tyoiui Judah seinen Schwiegervater dreimal schoß als dessen Tochter ihrem Mann mit der, Art den Schädel zerschmetterte. Judah hatte sich gestern Nachmittag in Blaomington berauscht und kam nach dem Hause Wright's um ihn und sein dort von tbnt, o.efr?n.nt lebende ; Frau zu ermorden. K t : ' BtC;Ot Ausland. !':!!' !: Jll; ilValeV ism : sM;:.i!!,:!!!::!Ml ' !;!: !:?!& lz5 -mi:- , H a mb ur g , 7. Sept. Heute kamen 835 neue ErkrankungS- und 333 Todesfälle vor. Während der letzten
sieben Tage starben in Hamburg 2300 Personen. , Lon d o n, 7. Sept. In dem wöchentlichen Sterblichkeitsbericht der Stadt London lverde'n zwölf Fälle als von Cholera oder einer derselben ähn1: t'. " -r . .....
tlqen ranrycli yerruyreno, ange führt. Pa r i S , 7. Sept. Der Polizeipräfekt veröffentlicht von jetzt an tag liche Berichte über vorkommende Krankheit?- und Stcrbefälle. Gestern erkrankten 41 Personen an der Cholera und 26 starben. In den Vorstädten erkrankten 9 und 16 Personen starben. Neuerdings ist hier der Verlauf der Krankheit ein sehr schneller. Manche Personen starben innerhalb zwei Stunden. Schließung einerZinnwaa-ren-Fabrik in Wales. .Swanfea, Waleö, 7. Sept. Die nahe Swansea gelegene Upper Forest'Zinnwaaren-Fabrik hat bekannt gemacht, daß die Werke demnächst geschlössen werden. Hierdurch werden 2000 Personen außer Beschäftigung gerathen. Da außerdem schon Nothstand in Hunderten von Familien dieseS Distrikts herrscht, so ist ein Hilfsfond eröffnet worden und Maßregeln wurden ergriffen, der verarmten Bevölkerung beizustehen. Schwere Strafe. Pa ri S, 7. Sept. M. Grenier, ein Angestellter im Marine-Departement, welcher im Juni unter der Anklage Verhaftet wurde, dem Militärattache der Wer. Staaten Gesandschaft in Paris, Capt. ' H. ' D. Borup, wichtige Staatspapierc übergeben zu haben, wurde''- -Heute " zu zwanzigjähriger Zwangsarbeit verurtheilt und nach Ablaufi dieser Zeit zwanzigjährige Berbännun'g äuö Frankreich.. ' . O D i e d'e ut sch e HF r r e S v o r l a g e. 'Berlin, 7. Sept. Nach den Bestimmungen der neuen Hecresvorlage wird jede Kompagnie der Armee kunftig jährlich 90 Rekruten erhalten, statt 45, wie gewohnlich. Zur Münz konferenz. L o n d o n , 7. Sept. Da der Bankier Jesse Seligmann von New Bork ln Paris - gesagt haben soll, die internationale Münzkonsercnz werde hier stattfinden, so hatte heute der Vertreter der Associirten Presse hier eine Unterredung mit den leitenden BeaMten des Schatzamts und des Handelsamts darüber. Er erfuhr, daß bis gestern Abend die britische Regierung noch keine amtliche Nachricht über den Ort-der Konferenz oder die Basis ihrer Berathungen erhalten hatte. Die neue Regierung hat noch gar nichts vom FZnanzsekretär Fester gehört und dessen Jgnorirung des'ncuen Äinistenums dürste sich bei der Konferenz , rächen. Die Associirte Presse ist zu der Erklärung ermächtigt, daß Gladstone und der Schatzkanzler Sir William Vernon Harcourt dagegcnd sind, dab die Konferenz irgend etwas in Berathung nimmt, was das Geldsystem des. britischen Reiches berührt. Gladstone meint, die Reform des GeldsystemS in Indien sollte ohne Abkommcn mit den Vcr. Staaten erzielt werden. ;.Ef und Harcoust glauben nicht, daß dik Konferenz praktische Resultate ha Ken werde. Ersterer soll privatim die Ansicht geäußert haben, der frühere Schatzkanzler Goschen sei in seinen Unterhandlungen mit Foster zu' weit ge-gangen.,-Betreffs Einstellung der Silberprägung in Indien erfuhr der Korrespondent, die indische Regierung dringe so beharrlich darauf, daß diese . Frage, welche für weit kritische und wichtiger, als die Münzkonserenz gehalten wird, demnächst in eines Spezial-Kabinets-fitzung berathen werden soll. Gladftone ist nicht für Einstellung der Silberprägung in Indien, will aber die Frage dein Kabinet unterbreiten. . -i?-'rir!' ji,;y'",':Ti: ; lMM--:-v . ,;' , ! . : ' .. - . -; Angekommen in: . Leitz Island; Hckla" von 9Zew Hork nach Christlana. ' -w' Rotterd a m ,P, Caland" von 1 '' "'' i :ii ,J: ,:fii ';;;:.;,! ; ;fihl:i : l" jj ,;" äli !!. j !!" fts;M. : ; 51 9 4l t iin 0 r e " -,f - i; :r-sijV r Liverpool: , Nmrtioiau" von MontrealDk!.? . London: Buffalo" ,von New ISiMMMÄi ,)... ü !
Qüeenstown: Nevada" von New Vor? und Carthagenia" von Montreal. Hamburg: Slavonia" von New Jork. ' Phtla del phia: Lord Gough" von Liverpool. New I o r k : Waesland" von Antwerpen und Spree" von Bremen.
Wettbewerb zwischen Deutschland und den Ver. Staaten. Infolge der durch StaatSsecretSr Blaine in'S Leben gerufenen Recipro citStS - Politik Hat sich ein lebhafter Wettbewerb zwischen den Wer. Staaten und Deutschland um den Handel mit den südamerikanischen Staaten ent spönnen, welcher auch auf der Colum bischen Weltausstellung ausgesochten werden soll. Den gegenwärtigen Stand der beiderseitigen Handelsverträge ver anschaulicht folqende in der Franks. Zeitung' mitgetheilte und aus Berlin datirie Uebersicht: Mit Columbia hat Deutschland wie bekannt, einen im Wortlaut noch nicht veröffentlichten Handelsvertrag kürzlich abgeschloffen. Mit den Ver. Staaten befindet sich Columbia im Zollkriege. Seine Einsuhr von dort war von 5,4 Mill. Doll. im Jahre 1884185 auf 3,1 Mill. Doll. im Jahre 1890J91 zurück, gegangen. Hamburg führte 1890 für 7,8 Mill. Mk. nach Columbia aus. England dagegen für 26 Mill. Mk., Frankreich für 34.3 Mi. Mk. Mit Venezuela soll nach kürzlich hier. her gelangten Nachrichten der Abschluß eines Vertrages bestehen. Ob und wie weit die politischen Wirren in Venezueladen Abschluß verzögern werden, kann man hier ur Zeit nicht ermessen. Mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika lebt eS gleich Columbia im Zollkriege. Ein eigentlicher Vertrag zwischen Venezuela und Deutschland bestand bisher nicht. Seine r infuhr aus den Verewigten Staatin betrug 1890. und 91 4,7 Millionen Dollars, die, aus Hamburg 16.9 Millionen Mark. Von England wurde für 16 Millionen Mark von Frankreich nur für 8 Millionen Mark eingeführt.. Im Verkehre mit VenezMaimnitHlerna'lj Hamburg nächst den Vereinigten Staa. ten die erste Stelle' ein. ' ' - Auch C 'uador hat nicht mit den Ver einigten Staaten abgeschlossen, wohl aber einen MeistbegünstigungS-Vertrag mit Teutschland und zwar bis zum 23 März 1697. von da ab mit einjähriger Kündigungsfrist. Ter Zollkrieg ist noch nicht eröffnet. Bolivia und Peru habell nach keiner von beiden Seiten Verträge geschlossen. An der Ausfuhr nach allen drei Staaten, die übrigens nicht sehr groß ist. betheiligt sich Deutschland ungefähr wie die anderen Länder. Ungleich wichtiger ist Chile wegen seiner langen Küste und wegen seines Salpeterhandels. Auch Chile hat we. der mit uns noch mit Nordamerika Verträge; bei der bekannten Spannung mit den Ver. Staaten und da es fast alle seine Erzeugnisse nach Europa ab. sep, wird es vorauZsiHtlich nicht so ba.'d aus die nordamerikanischen Zn muthungen eingehen. 'Chiles Ein fuhren betragen aM den Vereinigten Staaten dreizehn Millionen Mark, auS England 00, Millionen Mark, aus Hamburg 33 Millionen Mark, aus Frankreich sechzehn Millionen Mark. .' Aus Arqentinlen haben sich ganz' besonders die Blicke der Ver. Staaten gerichtet, doch sind sie mit ihren Aner bietungen bis jetzt abgewiesen, Die Art. wie das geschehen, laßt vermuthen, daß Argentinien auch serner ablehnend verharren werde. Deutschland hat einen von Jahr zu Jahr kündbaren Vertrag. Die Einfühlen beliefert sich auf 11 Mill. M. von den Ver. Staaten. 220 Mill. M. von England. 178 Mill. M. von Frankreich. 29 Mill. M: von Ham. hurg (auiicrbem 6 Mill. M. von V?e rnen). ES ist überraschend, dag die deutsche Ausfnhr nach Argentinien so cl)r hmkr der franMtchen und engll schen zurücksteht. ' Brasilien war der erste Staat, 'der das viel besprochene GegenseitigZeits' Abkommen schlos;. der erste auch, der eS bereute, da er dasselbe sehr bald als wenig vorthcilhaft erkennen mußte. Ta Teutschland keinen Vertrag mit Ärasilien besitzt, so ist augenblicklich seine Aussuhr gegen, die aus Nordamerika zurückgesetzt. Bisher behauptete sie sich nicht schlecht gegen diejenige aus anderen Lander Tie Ber. ' Staaten führten für 59 Mill. M.. England für 136 Mill. M. Hamburg für 66 Mill. M.. (Bremen für 9 Mill. M.). Frankreich für 79 Mill. M. ein. Uruguay ist frei nach beiden Seitens An, seiner Einfuhr nahmen Theil die Ver, Staaten mit 4 Mill. M.. Eng. !änd mit 50 Mils. M.. , Hamburg mit w Mill. M. und Frankreich mit 37 Mlll;M', .Mit Paraguay hat Deutschland einen Meistbegünstlgungsvertrag bis zum 2l: Zuli18V7. Die Vcr. Staaten, habep noch keinen VegenseitigkeitSvertragkad geschlossen , Der Handel des Landes ist m geringfügig als daß er näher ,eröri trt!uerdenbrauchtWWW . Von Guiana hat der " englische m Theil kinen iVertrag mit , den Ver. Staaten abgeschlossen; der französische und der holländische Theil haben es nicht gethan, ehne, daß bl jetzt der Zollkrieg gege? äe eröffnet wäre. 1
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