Indiana Tribüne, Volume 15, Number 349, Indianapolis, Marion County, 4 September 1892 — Page 7

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Neue.te WeinauSstchte in Deutschland. Wenn wir heute unseren Lesern einen eingehenderen Bericht über den Stand der Weinberge unserer alten Hcimath geden, so geschieht dies, weil das überall! günitize Wetter das Wachsthum derartig vorwärts bringt, daß die a$t in den W?inb?rgen neuerdings durch' aus verändert ist. So hatte in Siljein - Hessen der sehn !;chst erwartete Regen das Wachsthum der Trauben sehr gefördert. Namentlich wird überall aus dortiger Gegend das gesunde Aussehen des Laubes und deS Holzes rühmend hervorgehoben, doch vcrnachiäsfigt man deshalb nicht das Bespritzen als vorbeugendes Mittel gegen Peronospora und Cidium. Ein gehende Untersuchungen haben ein Vor handensein der Reblaus an verdächtigen Stellen nicht feststellen können. Im eigentlichen Aheingau dagegei. läßt der Trauben behäng im Ganzen etwas zu wün-chen, wenngleich dik Blüthe seb? früh begann, und auch un--in günstigen BcrlMtnijzen endete. Es stellt sich dieser Umstand als Vkachwirjung des vcrhänguißvollen Winters von 1890)91 heraus, wo die Rebftöcke durch Jröft außerordentlich geschädigt wurden, und zum großen Theil ersro nn. Dies ist nun ganz besonders der Fall bei unsern bevorzugten Weinber gen von Rüdesheim und Geifenheim. doch tröstet man sich auch hier mit dem vorzüglichen Aussehen der Rebflöcke, die sich für das nächste Jahr krästigcn können. Auch vom Johannesberg' ist Gleiches zu berichten, wo namentlich in den Weinbergen des Schlosses sehr un gleicher Traubmaufatz ist, dagegen sind die Aussichten in dem benachbarten Winke! und Oestrich viel besser, zum Theil sogar sehr gut. Im unteren Nheingau wird es reichlichcre Erträge geben, doch kann man auch hier je Ni?ch der Rebsorte in Bezug aus Menge des Traubenbehangs allk Abstufungen beobachten. Leider find in den Orlichaiten Nochern und Bornia hri Et Goaröhaufen Neblausherde entdeckt, die sich in näSstcr Nähe der im vorigen Jahre vernichteten befinden, ein Beweis, das; man den Umkreis der in soichcn Fällen mit zur Vernichtung kommenden Weinberge zu knapp bemenen bat. An der Nahe ist dik Vlinhe d:r Weindcrge bereits feit An sang ;ult beendet, und da die Witterung nach -Wunsch ist. so hofft man aus einen guten hallen Herbsterirag. Tie Moselgegend scheint in diesem Jahre von dcr Natur besonders beqün Z:igt u werden: der Wein stock zeigt hier den üppigsten Vlätterschmuck und guten Traubenbehang, man hegt die begründetsten Hoffnnngm auf eine in Mengt und Güte reiche Ernte. Auch hier wird vorbeugend gegen die Krankheiten des Wemstzcks mit Kupservitrioltösung ge. sprcht. MS der'Rhnnpfalz ist mb fiens Nur Künftiges zu' berichten; die Beeren enfcji&ltcn sich sehr gut. Nur von der Untcr-Haardt hört man Klagen i'ikr geringen Trauöcnbchang. Gegen stellenweise sich zeigendes Oidium w'ird hier mit Schwefel vorgegangen. Au Baden hat die besten Aussichten, um gute Ernt? zu machen. Aus Württemberg wird leider ein Aurückgchsn vc Weinbaues gemeldet. Ter leßte Jahrgang (1891) war nach Menge des Ertrages feit 1827 dcr geringste, und da er einen Ausfall von Mehreren Millionen, etwa 75 v. H. der Durchfchnittserträge einer Periode von 64 Jühreu. ergab, so ist es erklärlich, da einzelne Weinbcrgbesitzer dik Weinberge mit Getreide besäen. Der Werth des Ertrags auf den Hektar in 1891 wird auf 153 M.gcschaht, mährend er in den Vorjahren sich 'auf 612 nns 692 M. belief. Ter Stand der Weinberge ist in diesem Jahre indessen befriediqend, namentlich diejenigen, du seit längen? Zeit regelmäßig gespritzt werden. Im Ober-Asaß ist man mit dem Stande der Reben sehr zufrieden, denn Sonnenschein und Regen in erwünsch ier Folge scheinen zu' wetteifern, dem Winzer Freude zu machen. Nur in den niedrigen Gegenden bei Mulhausen laßt das Aussehen der Weinberge wie auch der Traubenbehang sehr zu wün schm. was ebenfalls auf die vor zwei Jahren ftattgefundenen Winterfröstk zurückzuführen ist. einem mit Mauern umgebenen Garten des Ortes Rusach hat man Änfang dieses Monats einen NeblausherT entdeckt, mit dessen Vernichtung nebst darauffolgende? Tesinficirung man in Gegenwart des Unterstaatssekretars Schraut sofort vorgwcz. Die Tesinfcc? tion wnrde in der Weife vorgenommen d aß man Mnächst die Stöcke 'mit Petroleum bczoß. dann mit der Wurzel aus grub, und an Ort und Stelle bet brannte. Sodann wurde, der Boden 10 bis 14 Tage lang mit Schwcfelkoh- , lcnstoss, behandelt, und zuletzt mit PeKrroleum userSraust. Entschädigung wirdnu? ... f ör die vekmchteten gesunden eteie bewilligt. Bor Ablauf von 10 Jahren dürfen in demselben Land. stück Wemanpflanzungen nicht gemacht werden. Ei Ichthyosaurus. Professor ??raaZ berichtet im Neuen Jahrbuch für Mineralogie über einen merkwürdigen, im schwäbischen Jura gefundenen Jchthysaurus. 'DaSStück. das aus den unerschöpflichen Fundgruden der Posidonomizenschicfer von Holz- ' V . " : , : . rnacen cei irmDein unter xca in Würtemberg stammt, wurde von B Haust gefunden und praparirt; von dietem haresdas königliche Naturalien anei in 'luttgarr erworben. ,)as Petrefa:! stellt einen Ichthyosaurus der gewöhnlichen Art vonl.10 Meter Länge ,n seitlicher Vage dar. Wie gewöhnlich. in das Skelett vollständig im 5Zusam menhang geblieben, wenn auch flach ac preßt. Das Neue an dem Funde aber negt darin, daß auer dem Skelett noch Sestandtheile derHaut uad des Jle mW WM trllll im lf!

sches erhalten sind 'die als dunkle, meist schwarz gefärbte Lage auf der Schiefer' platte sichtbar werden. Derartig:

Hautbestandtheile waren schon früher gefunden worden, aber noch nie in ei ner tolchen BollZtändlgkcit. Zunächst fällt auf dem Rücken die mächtige 0.11 Meter hohe Rückenflosse auf. die nahezu em alcichsettlges Dreleck bildet, feie war offenbar sehr fleischig, denn sie hmterlietz eine mehrere Millimeter dicke. mit Schwefelkies impräamrte Lage. welche sich leicht aus dem Schiefer her ausschalte. Hinter der Flosse folgen große Hautlappen auf dem Rücken ünd Schwanz, die am meisten an die ent sprechenden Gebilde mancher Salaman der und Reptilien erinnern. Drei die scr Lappen sind wohl erhalten und zei am alklckmaßlg einen unteren schwarzgefärbten. Theil, der wahrscheinlich ausschließlich aus Fleisch bestand, während der obere Theil bräunlich und glänzend glatt erschemt und offenbar emen ttften. vielleicht aus Hornsubstanz bestehenden Torn darstellt, der gleichsam als Reiter suf dem Hautlappen aufsaß. Das größte Interesse abr nimmt der Schwanz in Anspruch. Derselbe er scheint nämlich als eine mächtige zwei lappige Flosse, deren Spannung am l . w . 1 rtj rvi . j tia.i mnicren irnoe u.z 'jjquzi ocuugi. Bon den Beiden paarigen Flossen, die das Thier an Stelle der Vorder- und Hinterglicdmaßcn trug, zeichnen sich die vorderen durch ihre Breite aus. Die H'mterflosscn haben kaum die halbe Größe der Vorderflossen. Die Beckengegend zeigt eine starke Entwicklung der Flcischtheile und andere Eigenthümlichleiten,, die villcicht damit zusammenhängen, daß die Jchthyosaiirier lebendig gebärende Thiere waren. Die äußere Gestalt des Ichthyosaurus läßt sich nunmehr mit annähernder Sicherheit angeben, und das Bild, das wir uns von dem Tbiere zu machen haben, ist jet ein wesentlich anderes, als früher. Aus dem merkwürdigen Nugehcuer. als das es in älteren Darstellungen er schien, ist ein Thier geworden, welches in feiner äußeren Gestalt, genau wie im Skelett, oberflächlich betrachtet die größte Ähnlichkeit mit einem Fische ausweist, bei näherer Untersuchung aber seine ausgesprochene Reptiliennalur nicht verleugnet. 'Verliner Gerichtsfcene. Det olle römische Recht. .Das ist ja wieder eine ganze Reihe Strafthaten, deren Sie beschuldigt sind. Mann, wollen Sie denn gär nicht mal vernünftig werden? Die Jahre haben Sie doch dazu." Diese Worte des Vorsitzenden des Schöffengerichts galten einem etwa 4vjährigen Manne, dem t Arbeiter Br.. der sich auf der Anklage i . . w . 1 1 ' ' ii.i vanr oroenniH yausticy cinacncgiei hatte, indem er die Schnupftabaksdose zu seiner Linken und ein rothes Taschen tuch zu seiner Rechten gelegt hatte. Wenn, Eene? nich forn Sechser Bil dung un durchaus keen Verstehst Du mich" vont menschliche Leben hat. denn soll er nich Budiker wern, denn kann kr höchstens die jrobe Arbeit beit Müll. fahren lernen." Vors.: Ich möchte Ihnen doch rathm. daß Sie den Zeugen nicht beleidigen. Sie wissen, das Gericht versieht keinen Spaß. Wir haben also mal wieder eine Wirthshansscene zu erörtern. Von einem Ecständniß ist bei Ihnen wohl keine Rede Angetl.: Wat hat det forn Zweck? Einmal hatte ick Ällens mjeräumt un da mente der StaatZanwalt, ick schiene mir da noch ordentlich wat us inzubil. den un ick wurde denn derbe cinjclcgt. Vors.: Tann erzählen Sie kurz, was am Abend des 12. Mai ,n dcr Äiullerschen Wirthschaft passirt ist. Angekl.: Ick war erst vor en Dage. ner achte aus die Charitce jefommen. indem ick die jroße Herz. Leber und Lungenkrankheit, mztn Anflua von Jenickstarre, un versetzte Oogcnpupille zehatt hatte. Mir zezenuber san en Mann, der sich nachher ats'n Bslbier auswies un lelährlrch klug reber die menschlichen Krankheiten sprechen konnte. Da kam en Mann rin, der Beamter bei s Neinigungswesen zu stn schien, indem er feinen Jnlett-Änzug dös mleschmiert hatte. Er nna so n bisken krumm, un als der Balbier ihn fragte, wo det ber ihm hacken dhäte. mcente der Mann in't Kreuz.- Er müsse sich da wat verknaxt haben. Mein Barbier kramt nu nach seme Wels heit aus. Det dhäte weiter nischt sind als die Jicht, un er münte mit FUe aende Alimente un umZewendten Napo leum inreiben. Mann, sage ick, Sie und wohl Lazareth-Jehutte bei die rei tcnde Gebirgsmarine oder bei die In diafaseEompagnie zewefezi. Da üjjt keen Inreiben ün Schmieren wat, ick will den Mann für 'ne Weiße in drei Minuten Zesund machen. Vors.: Ich habe Ihnen doch gesagt, Sie sollten es kurz machen. Anaell.: Det mit lck ooch Zcdhan, ln vier Minuten war er kurirt.', Erst'mußte er sich mit beede Häne so in't Jenicke fassen, ick stellte mir hinter ihn un hob ihn' so an die Ellenbozen dreimal m die Höhe. Er tagte, det et schon bedeutend oe er ze worden wäre.' Ja, ,z sage ick: ". für die Weiße rs det zenug. wenn Sie noch en großen Nordhäuser anwenden wollen. denn - mache ick mit 'Ihnen noch me Schwede, dabei wird Allcns, jeder Knochen un det janze , Nervensystem, wieder in seine richtige . Lage zerrückt. Die , Methode wird in lchter Zeit ville von Vlrchowen. und Koch anie wandt, kost' aber 'en jroßen Nordhaujer. , IS jut, der Remigungsmensch ,S mit einverstanden. ' Nu 'stellen wir uns so mit' en Rücken jezenenander un haken uns bei die Ellenbogen in., Erst bücke ich mir un er kommt m die Lust, wo bei er aber schreit, bei ihm det Mörder lich weh dhäte. Det iS jut," , sage ick. man noch en Paar Mal so. denn kön nen Sie mal wat erleben." , Bei'fr dritte Mal bücke ick mir nu sehre, !nM.ickdoH ,meine Pflicht dbun will,

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un er lugt Mit innen Puckel us meinen Puckel un tchrelt. det er det vor Schmer zen nich aushalten kann un strampelt dabei mit die Beene in die Luft herum und stoßt 'ne'Schüssel mit Aal von den Schenktisch runter. Nu hatten Sie b!o.s den Budiker sehen sollen! Er redte wat von Dummeiungensitreiche, un 'ne Wärmehalle hätte er nich un ick müßte ihm die Schüssel mit sammt den Aal bezahlen. Vors.: Jetzt könnten wir die lange Erzählung wohl mit ein paar Worten schließen. Angckl. : Ja. ick bin gleich an t nde. Ick sagte denn dem Audiker, det er nach't alte römische Recht vielleicht Recht hatte, det Recht sei aber nich mehr giltig. indem wir nu det preußische Landrecht hatten, wat aber für d:e Städte keine Glittglett hatte. Tet dhäte cn zanz besonderer all und. dcr janz apartig befummelt werden müßte, denn wer den Aal eijentlich bezahlen müte. det müßten die Jelehrten ?rst entscheiden. Ick wollte meinen Fchwestersohn, der bei'n Rechtsailwalt is. die Sache mal vorkragen un Kosten sollte er weiter nich davon haben. Vors.: Auf den Unsinn wollte der Wirth sich natürlich nicht einlassen, er verlangte Schadenersatz von Ihnen und dabei sollen Sie ihn nun beleidigt und sogar geschlagen haben. Angckl.: Ick habe blos Dussel" zu ihm jesagt un mein Schwestl'rsohn sagt, -venn in cen Wort keen i in is. denn is et keene Beleidigung. Der Wirth hat mir dadrus jleich in't Profil je hauen. Vors.: Haben Sie ihm denn den Aal bezahlt? Angekl.: Jh. wo wer' ick Senn, det muß doch erst entschieden ver'n. ob't nach't römische Recht oder.. Vors.: Jetzt schweigen Sie nur, wir verden die Zeugen hören. Ter Angeklagte wurde nach erfolgte? Beweisaufnahme zu 20 Mark vcrur cheilt. Im Fortgehen mnrmelt er noch :twas, daß das Erkenntniß mit dem römischen Recht nicht stimme. ?k a gaz. Zu den schönsten und lieblichsten Punkte, an denen die Schweiz so reich ist. darf man unbestritten den Bad und Kurort .Raaaz" zählen. Dafür spricht fchon die große Sah! (man nennt 30.000 bis 40,000) Badegäste und Passanten, die alljährlich diesen schönen Erdenfleck aussuchen. Belegen in e!. lieblichen Thalcbene an der w..en Tamina, die sich hier in den Rhein eraunt, ist Raga; m icdcr Hinucht reich bevorzugt. In weiten Bogen ijt das aeieanete Thal von hohen Bergen um geben, die größtentheils mit dichtem Laub- und Nadelholz bewachsen und; vom üppigen Thalgelände erheben sich grüne UeoenlMcl uns am yoyen er kegeln alte Ruinen und Nitkerburgen, die sehr an die schöne Rheingcgend erinnern, so dan das ' Auge ucy nicht satt sehen kann an der herrlichen Natur. Bei schönem klaren Wetter, alles sonrna, heiter und grün; nur im m tergrund bildet die felsenreiche Tamina . i. s-t r us fchlucht einen dunklen, ernsten Abschluß der Scenerie. Unzählkge Ioyne::)e ' ' ... . . . weitere und nähere Ercursionen lassen sich von hier aus machen. " Unersrndllch wesyalv der Bctce i Platz ..Dorf Naaaz" heißt, die schönen Gebäude und sonstigen Anlagen verlei. hen ihm e:n durchaus städtilcheö Aus eben. Den Mittelpunkt des Badele bau bildet das ..Hotel Que'leuhof" mit daranstoßendem Kurhaus, Wandelganaen und herrlichen Parkanlagen, in denen die Kurmusik dreimal täglich ihre schönen Weifen ertönen läßt. Die Mchelbäde; sind einfach, aber recht ge räumlg uud bequem eingerichtet, das Wasser, welches fortwährend abfließt, ist trvstallhell und wird von dem ca. 1 Stunde entfernten Bad Psässers her geleitet. Die Temperatur des Wassers beträgt 2829 Grad, tropem ist es erfrischend und wie allbekannt hcilkräf tig für Rheumatische und Nervenlci dende. Die Trinkkur hat wohl wem ger Bedeutung: das Wasser hat weder Geruch noch Geschmack und ist ganz indifferent. Erwähnung verdient noch ein großes gedecktes Schwimmbassin (Thermalwager ca. 23 Grad). Die vielen Hotels und Pensionen in verschiedenen Rangstufen werden alle mehr oder weniger gelobt ; die Ver pflegung ist eine ebenso reichliche als vorzügliche. Es bewahrheitet sich auch hier, daß die Schweizer geborene Wir' the sind. Seit dem 1. August d. I. führt eine schöne Drahtseilbahn durch zwei Tunelle in zehn Minuten nach der hochgelegc nen Ruine Watenstein, verbunden mit Restauration und Pension. Von einet schönen Terrasse aus, die fast rund um das Etablissement läuft, genießt man bei klarer Witterung eine prachtvolle Fernsicht. Links, aus etwas grauer Nebclhülle, grüßen die theilweise mit Schnee bedeckten Häupter der sieben Churfürsten" hoheitsvoll und stolz, wie man das von so hochgestellten" Herren nicht anders erwarten kann: dann der steil aufstrebende, aber nicht so hohe und dichtbewaldcteGonzen. weiter rechts der Lucienstcig, wo eben neue Festungswerke angelegt werden. Es folgen dann noch einige Felskegel, bis der Blick durch die riesigen Felswände des mäch, tigcn FaHrns" gefesselt wird. Im Thale , selbst, durch das sich der Rhein in großen Windungen schlangelt, liegen kleine, freundliche Dörfchen und Städtchen, wie Marzcnfeld, Fläsch u. s. w ' Ter Wein, der ' dort wonnen wird, ist recht trinkbar. Ter GIou" von , Ragaz für alle fremden ist aber die. Tour durch das Taminathal nach der bekannten . Tami naschlucht und dem Bad Psässers. Di rect hinter Ragaz beginnt das Tamina thal. ,Tas Auge wird zunächst durch eine mckchtig breite Kaskade, gefesseltt Ein leicht aufsteigender Fahrweg fuhrt uns in schönen Windungen durch das enge romantische Thal Hüben und drüben jäh aussteigende graue FelS wände, nur, weniges Strauchwerk an

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den Vorsprüngen und don Zeit zu Zeit rasend schnell abstürzende Gcbirgsbäche. die wie flütuaes Silber auSkehen: einer dieser Wasserfalle hat thatsächlich das Aussehen eines flatternden Braut schleicrs. Zur Linken, tief unten im Felsenbett, die immer wilder rauschende und schäumende Tamina, als wolle sie ihre Granitfesseln sprengen. Alle Augenblicke ein anderes senclndes Bild; so führt uns der Weg durch ein Felsenthor, an überhangenden, wild zerklnffteten Steinmanen vorüber, nach ca. nncr Stunde zum Bade Psässers. "s" -i . ri i' ti I Dtcs ist cm klofterartiger Bau mx arc ßem Umfang, m die dunklen, mächtigen dem wir Eintrittskarten aelöst. die Person 1. Fr., traten wir durch eine enge Felscnhalle den Weg nach der Fe! scnschhicht an über einen schmale:! Brettersteg. Der erste Eindruck ist ein überwältigender. Tief unten die wild tobende Tamina, sich an den Felsen brechend, daß der wciiLc Gischt bis herauf spritzt, über uns schwarzgraue, zerklüitcte Felswände, oie sich hoch oben fast zuiammenncigen, daß man nur einen Streiken blauen Himmel sieht: ein wahrer Felsendom ! Wer dieses Naturwunde? zum ersten Mal erblickt, glaubt sich in eine Zauberwelt versetzt. Von den Kalkfelsen tröpfelt es fortwährend. daß Schirm und Plaid sehr nöthig. Die Temperatur ist sehr kühl. Am Ende der Schlucht führt uns links ein spärlich erleuchteter, gewölbter Fels gang einige Meter lang zur heißen Quelle, von dcr man aber wenig sieht. Außerdem treibt uns die Bratosen Hitze dieses ..Lockcs" zur rascken Umkcbr. Man ist froh, wieder die frische Luft zu spüren, kann aber bei diesem rafchcn Tcmperaturwechscl leicht e'.n.m tüchtigen schnupfen holen. Hier wurden in grauer Vorzeit die Kranken, nachdem sie zuvor m der elsennische ihre Andacht verrichtet, an langen Stricken zur heißcn Quelle hinabgelassen (ein Kreuz be zeichnet den Ort), um Hcilnng von ihren Leiden zu finden. Wie bequem haben es doch jetzt unsere Kranken ! Ein anderer lohnender, aber etwas belchwcrlicher Ausnua führt von der Wartenstein nach Dorf PsäfferZ und von da über die breite Fahrstraße auf oas Hochplateau. Bevor man von da Hochpl bequemen Fahrstraße abzweigt, genießt man eine herrliche Aussicht.' besonders nach demEalandagebirge. denen chncebedeckte Gipfel von fern her in dcr Sonne leuchten. Anfangs geht es be,ti.rn W.4i Wipfnhfn slWtH3 nhf v : 7 stV'i'' v" V-7 . ynnn trtfdf W9ssilttrrt Herrn ittelit n?Z mZnilsrei nnk Kuh hhr itrn diesen halsbrechenden Weg zu machen 7.7"' ; "x:jr:ia:": '"r :r trügt zwar den unschuldigen Namen .das Leiterll", aber ich mochte befon )ers Damen mit feinem Schuhwerk bor dieser Ereurfion warnen. Der Weg iber die Naturbrücke zur anderen Seite ftr i w V ttt amina ist wild und romantisch; JL I! jk. A tt Am 4 Ahlilll

VttSwZNde emge ,&mnd, b?auauaiae Anne-Marie .Das Meer giebt seine Todten n

gewmme ornoore. me me rote in mit den sri'chen Wanäen und dr kras. wieder." agt e n a ter I scher. Der Fchen gehaun, aus den Swnbänken swl Tod ist ein böser Geist, der zur See. k????Ü i Das Glück lacht den Beiden aus den mannssamilie gehört und heimtückisch so recht zu der Scenerie palend. Nach- ttnhV. hni her urfnnP mni,r hinter der Thür steht und lauert, um

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?ck emlge terrajienartlae, ad'tetaende Made. undmanMw BsdeMssers: rn.ni. -. v -r. i.-:f-' ää Voll oanieno, vup lun mit ycuti vuu davon gekommen, besonders wenn es Taas zuvor aeregnet hat und der Trep. penabstieg schlüpfrig ist. Daß der Weg nicht ganz gefahrlos, zeigt unsrem be rcdtes Z.lslnnto rncr!:eine weiye Holz tafel mit schwarzem Kreuz und dem vtamm oer ncrungluaicri an ein FMwand. Nach gehörig Raji wird kfi ftrfrt rtslA annetreten. ri v cv , . . . 't jr -i. V V- MMVV ' Man hört in Raaaz französisch, cna lisch, italienisch und deutsch svrechen Teutsche und Englander stellen wohl das größte Contingent der Fremden; am meisten hört man jedoch Schwyzer Dütsch". Seit dieser Saison genießt Ragaz noch den Vorzug einer sehr schö?.?.,"1?a"V aeutymng lf"! .,Z,tX litii Xu' Su,iXhAifh$ myi;, cui i(iycm uis Herrn Simon; es gibt wohl nicht viele Dörfer", die sich in so schönem Lichte Tss:.-. s.:. rr : 1 uriir iitp 1111 in in i, ri i 2'i r zeigen können. Wenn man nun neben zeigen rönnen, cnn man nun neuen allen diesen Vorzügen des Bades noch ix.i: of:. ... .. täglich seine Zeltung bekommt und dadurch mit seinem lieben Heimathsorte in Bczicbuna bleibt, so kann man es hier einige Wochen gut aus halten und wird später, neugestärkt, an den angenehmen Ausenthalt ltt Nagaz gerneund ost zurückdenken. Der D rm ck f e h 1 e r t e u s e 1, j - (0 meinen v:e cyweizer arapy. . -rf" Mltth.-. kann sehr illoyal sein, wie dies die Reform" zu Hamburg in ihrer Ro. 271, 1890 erkennen läßt, wo die prcumlche Thronrede, eme 5branrede umgewandelt ist. Niäit minder unpassend gcberdct er sich in der Grcher Landes-Ztg.", in dercnNum mer dom 2?. November er den Fürsten von Lippe mit feiner jungen Gemach lin als ein unvcrmähltcs Ehepaar" l emen Einzug zu Buckeburg halten läbt. Der Hohenstausen" zu GoppinAn läßt in seiner Nr. 24. 1891, in Schlesien den berechtigten maubmor der Madalsly qesangen nebmen und nach der Ansicht des Anzeigers" ,u Striegau hat die Stimme des Wa,dmn da .b,t N ,...3 ttvyv Warte" findet es nothwendig, daß an

den deutschen HoSschulen ein Lehnstuh! Gelieblen Abends am Strande. Schon m Naturheilverfahrm MUt JmSmra wehtsonstein Tuch Inbet

xer uriiemoergljcye cncrai-Anzcl ger" zu Stuttgart spendete in seiner

Januar-Nummer (1892) einem Ge- ihrem Peter. Da kommen die Taumeinderatüe daselbst hohes Lob. weil er I nW iAt irthUfa .ttnenk w,

25 Jahre , hindurch !m Gemeindedienst die berechtigten Interessen seiner StandesaenkZUen ,u vertreten Mnüte. Schlaskammer" nennt der Wächter" zu Bielefeld in seiner Nr. 30, 189Z, die n 1 u ..: . iT"unr oorilge zwciir irllstuiumcr. as 'rf k !' . l'1 ' T V f . r P ". ! n.azt gerave iazmeicyeioasr sur veren mij.i-.-j. ..v (Q.n. : .v .z. .t u mv j 1

SS 3 IR Sau ffl rir,'?" '? T'n Ihre Kahnfahrten mit Hern Socii rnufc inen. ÄUsbaStncr will der Ueberbringer der Trauerlunde hWn r-.F, mit sin. Ä ÄÄ .-!. m SS'Ä 225?Ä5" 'am fmnm-1 .Ä"ne.Mri, M Wch lein to S f Ä Rann I0N sein. . . ! 's'" '"ä;i4 .!! 1 Mi--. ,-';.- - t.,i- 1 ' 1 . " :r':-s'!!i',!i!l''!ij!'!i;;'i;;- .;;;.! -r': .. " .a?-'-ili'i'i iiii'l ii--'! '. : ' ." ' ' '' . ' ". i. ' : ' ' , , i. . .. . t . .' '.. ' :; . "" : -1::!- 'iihilMiuivi-: VE;-;""; ...L-"1 ; . .y : -:-' v.''';;:"!f;!t'Ä ?;:,. ;::;" . ; " ' ' ! ü z ' ' -u-V..:'-V-E v i " , .' :':' l:-r- s: 'Xh - 'XX .-. V -' - 'i !';''":.Wi:i'ii!;;.Äl, - ::- '" ' X-' i':'--:f-XX:XXl,' ',' ' - -i'rX''t'''lXiX '' ' ..: V" V-v'-i.''yi.f W," t:? , ,! -- : : h'k - - I.-'' i 'i'ii?'''H-iSW!ä''a -hv-'- - X " '-'..i Vr.:ii.'-j-nv ;:. .,;'!!;:,';; 1 . ,t U:.... AÄiWi,1--," ' . S--i i-i ! 5 tfc. 5ii;s; ! WiX ' i; :ä!S,?i: V " ' . pyk i ö fea K ' :, i " ! ' ' ' ' v , Xk, '-' , ' ,'5 .. . , XÄtik:'" -: m ! k fcii , iiüii ist X i-,

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Nnne-Marle. Eine Etrandzeschich don Johanna Zunk. Purvurn tauchte die Sonne in's Meer. Mit rothgoldigem Lichte überzieht sie Klippen und Felsen und bestrahlt den blendenden Dünensand mit rosiaem Sckein. Möven ttieaen. sckirille Scbreie austtonend. mn und wder. . ' ' " , . . ö r &py flsfinh Kntt ft.rrth tvi fcifrfiw. I , u i " 1 dorf liegt wie ausgestorben. Nur in h?m ttipinpHinitpn Jhstiife mit hiit orfi. nen Fensterläden, dem Kruge, herrscht ; - -G,- I tss? s,.t.? j-A;s.. I UL it li 1 1 1 IUU12. 1UUU9 itLUtl zert doch die schöne Gastwirthstochter f t, mrZuH;n LÄ w des'Mädckens eingewilligt, lein Kind hem braden aber armen Peter zu eben. 7 r r . j - " I Jeder Bursch sah nach der Anne-Marie: rt2 S WAibUnrZ-rlfYrt frtttie um mit ihr zu tanzen. Aber sie hatte ihr htrx an Peter aebanat und bielt treu MV .uiuuwwwfcm ir I im ibm. Niicknana und Seckabrt " ' " -2' . . . . I bracb e u & allen Burscken im Dor e Erwerb, so daß schon seit Jahrzehnten manch einer von ihnen als Taucher in den Dienst dcr Marine getreten war. Peters sehnlichster Wunsch ging dahin, auch eine solche Anstellung zu bekommen, um dadurch die Geliebte zu erringen; aber er war arm, und ihm fehlten die Mittel zur Vorbildung Da starb seiner Mutter Schwester, die ihm etwas Geld hinterließ: er nahm es und verwendete es zu einem Taucherkurse. Nun war er angestellt und AnneMarie sein! In drei Wochen sollte die Hochzeit gefeiert werden. Wie er aus. jubelte bei dem Gedanken, Anne-Marie lcm We,b! Nur Emer m der eiell schaft war trübe uud mißgestimmt. Peters freund, der Martin Allcrs wars. ann und wann, wenn er ncd unbeobachtet glaubte, flog wobl ein tückischer drohender Blick zu dem Bräu tigam. und fein Gesicht verzerrte sich, "" r ---- - - i , Gr rnrtr rin tiinh ftfllipithei- 71 U&nZuhn und wie Peter Taucher. Seit Langem V - yj ' j "7 ' - - I "7 ' " liebte er Annc-Marie und hatte ver aeblich versucht, das Herz des Mädchens für sick in aewinnen. Der aeiziae. beechnende Vater war ihm za günstig gelonnen. Und nun se.erte sie mit Pete. Verlobung! M.. wws .n. it... vuiinnu.il yva utHu,t die See. Wetterstrahlen zucken durch die schwarze Wolkenwand: weithin rollt der Donner; himmelhoch thürmen.sich die Wogen. rr- . L.: rrr , I in paaren cyiis. orwr am rciiniocn I c. t.ct. Li- ..-v - i, yj-. . eher hinnt ?ai!mer titn me verinn ; T. n.J" W. ""TVrä :m" ICC aoung yerauizuicqune. -unvrUl UWi IVlUlllil lUUUUl uiu gciuutucu. l.- V UT-iiu . . . . t U Die Taucher rüsten sich zum Hinabtau chen in die Tiefe. Der Kautschukanzug wird angelegt, der Helm, der den 5iopi bedeckt, sestgejchraudt, die 'erl ... ,,s wnh I llHV IVliVVIt UllHlillllHl, MXW hf's ln dos ' Meer. Die Matrosen I" ' ... MX sm .ciff tiumhm i ununterbrochen KXLÄl I wlt v-lV,uulVk' die von den Helmen der Taucher w nach odm führen. Schon ist die Hälfte der Waaren an das Tageslicht gebracht. Hochnehen!" ertönt da mit einem Male die Stimme des Capitans. Ein Schlauch schwimmt zerschnitten auf der Oberfläche des Wassers. Groize Auf ,,n f.fmiAtt(1i h&r Wairiitn ,3 . -iaiiqcr U na11 4 c ht es von Mund zu Munde. Jett ttnd Alle hinaufgezogen. Peter jNaas ist mäü dabei. Was ist dem Maas passirt?" fragt der Capitän. i. . l f. Kecr der Taucher weip die Antwort. Wer hat denn zuletzt bei ihm gear Leitet? forschte er weiter. Ick." sagte mit ruhiger Stimme r . ' 1 HKarttii Aller. , us iCr Wi? i v v.h..i m. vi .Nein, Klaas hantirte hinter mir. u;i( hp: v.n kninn ick Tuitte ?i, Mit Mir zu lyun und mmmerlö MiV um. nichts weiter. Und beim Hochziehen?- fragte der Capitän. Da sah ich ihn nicht mehr," war die Antwort. Alle Mann hinunter; nach Klaas suchen!- befiehlt dcr EopiUn. Die .aucber steigen bmab. aber von ... ' . -" . 1 dem Fischer ist keine Spur zu nnden. I jH. rt ji . mtw .-( r-M 1 ven nevr oer apuan m ern im Gedanken. KlaaS war stets ruhig und besonnen; sollte er heute unvorsichtiger Weise der Klivpc zu nahe gekommen se,n und eine starke ttelskante ibm den Scklanck I zerschnitten haben? Er müßte elend erstickt sein. Ter Capitän schüttelte den Kops; Klaas kannte ja die Gefahr.

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wie ost war er schon in die Tiefe Hmr taucht! Nein, das schien ibm unmsg- W'? ,!fl ! iä

lich. Aber was war sonst panirtk 8& frUr-ifZ Z;, Der sröhNche pWt hatte Ist seinen Fcmd. der an semem Tode hätte In, (iKm innMin L 'ÄXVr Z;, n UUm .Die Matrosen waren an diesem Tage

irauria: ivar ,onen cicr ouat ucnic! r;i:A-. , tt,ai,,mv

kit, lieber Kamerad gemelen. ünd sie e hNm den .ritj.i hübschen l miunil uvm ucuuyu Ane. Marie Erwartet wie sonn 1 Lust.' Ihr war heute den ganzen g so seltsam m Mutb: sie lehnt sich naÄ M; listi txMan am, und ihre Blicke sehen sie traurig m. cm:. JJm kennt diesen Ausdruck der Seemanns äugen; der weissagt nichts Gutes. . uil.: w JJkUllk lliuiliuii Wo bleibt Peters Was ist mit i 1 i- "i1. . " 1 l ,, . . ' . . ihm?" ruft sie , voll banger Ahnung I " ' ' S

MJUtsm luffur.c .JJa:

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ist verunglückt, die See hat ihn ver schlungen." Du lügst schreit sie, die See! Du lügst!- Sie stürzt auf ihn los und schüttelt ihn. Was hast Du m,t ihm gemacht? Wo hast Du ihn? Die Andern reißen sie von Martin Allers c-i r-.. n.r' .'jt. v ifji n s. sorr. ez oicii imo wC)i um lv -r. . . . . oen wwei von oer nrn. ..Beruhige Dich. Anne - Marie : der . .. . - r . . . trägt keine schuld an seinem Tode, lgt em Taucher. - rrr . t.ti c. :tf cvjr. ..r. ic . uoi 09 iant a, mu iqn lenen: Jiffer. nifttt a?. to.lsttt etne . j j-'---r " r ' ' Anne-Marie nicht! jammert sie und will sich Bahn brechen durch die Menge. icht Einen zu erHaschen." rt,- r r r i . ver lö yvrl W0N NicyiS meur. .Also nicht noch einmal sehen soll ich I r mm "j TUN. NlÄN tll ClNUsl VJ(ül INcvr. NNI ' 4 . - . , oem Äusrus mu )it wie levlos nuser. Die Marine stellte scharfe Unter. lluchungen an; resultatlos: denn das tw - . ; n ri ...... . ftn 1 in . ? ecr in uumm. uno cariln ucrs Der ließ einen schönen Stein tom men, welcher den Hügel, der zu Peters Gcdachtniv errichtet wurde, schmucken sollte. Anne-Marie war schier ver zwcifett in ihrem Schmerz: tagelang irrte sie am Strande umher und klagte um den Geliebten. Vorüber ist Alles, Glück und Hoff. nung, Hoffnung und leoe r &t liegt am Boden und druckt ihr glühendes Aniliö in den feuchten Sand ! Thalatta, Thalatta; sei mir a grüßt. Du ewiges Meer ! Es, murmeln die Wellen ihr ewig Gemurmel ; es wehet der Wind: es fliehen die Wolken ! So flieht auch der Schmerz mit der ewig urallen Trotten, der Zeit ! Jahre und vergangen : aus dem Fischerdorf ist ein Badeort geworden m j. r t rt t t e yau,er nno neu genrrcyen ; rne Stuben werden allzährlich an fremde vermuthet, die sich hlnausgeflüchtet aus okui vytmcüc mi tauic u mz uiuwi. wogenden Fluthen, wo die Brust frei athmet dem Lichte entgegen. Anne Marie ist noch immer ein schönes Md chen. Die Burschen werben um ihr fm. Zyr nd alle g eichgMig maxUn Aller- WW W ft stehen. War er doch Peters vreund. Lächeln. Ihr sind alle glnchgiltig. und nundenlang rann t mit ihm am ß;.MS. k,; . ,. Kirn 7"", ' "1 1 i ii i fii i 'irrnin ! ii ri ii'uniii i iii.i ii i r r 1 ' ; (.i Xh. ifi Ä Tf & $ ; f I i ' VliCl Wl?d s0 star?. lh?? ÄUgöN i z. r0 seltsam dan es tbn fröstelnd I 3ianr" j lclil0T?l'..ötLß c lRn JIU'"" i iLUivuivti. lüiy ivus lujiwwii, um: kiu ... r , ...c r icugi iciie hui, cin ijügnv bän ckes Lacken I ' ' ' - ' ' Anne Marie steht am Strande; der Dampfer legt an; Passagiere steigen aus. Eben kehrt sie um und will nach Hause zurückkehren, da hört ne Nch ge rufen; sie dreht sich um und bricht in nnen Schrer der lleberrafchuna aus. denn sie sieht in ein Gesicht, das fle im ersten Augenblick für Peters hält. Das finh rn kein? 9fiinpn sein .ftrtslr lein? stalt. nur nicht seine Stimme, mit er fZremdc anredet: ?rfiftc ?tif14iirmH'h4itt no?f en Sicht ein freundliches Stübchen dicht m Strande?" Sie steht unter einem Bann. VVHV U I lXf .4 M4 VVV IVbi)l 4. Peter, Peter." murmelte sie. Dann. lich besinnend, führt sie den Fremden, zen Doctor, wie er ihr sagt, zu Allers, er em hübsches Stäbchen frei hat. In der nächsten Zeit trifft sie den Fremden öster, und der scheint Gesalsv frrntt'fr irrt ist finhn. 1111 UltWA f VU 1- V v fl 3., er sich von ihr im Nachen hinausrudern ,n die See und singt vann mit seiner vollen Stimme Lieder vom Meer, und vom schönen Fischermädchen. Und sie siebt in seine Augen, in die Augen, die sie so sehr an Peter erinnern, und Hort die melodischen Töne und schließt ihre Augen. Und er id küßt sie. I Netev miirmp Peter, Peter," murmelt sie glück selig. Einmal wurden sie vom Sturm überholt, AnneMarie sieht und Hort nichts. Die Ruder sind ihr entfallen, 'ie siebt nur auf den Fremden. . Ein eftiger Windstoß, der Nachen kentert. Zit kräftigem Arm zertheilt derDoctor sie Wogen, jetzt hat er das Mädchen maßt, er schlingt einen Arm um sie und schwimmt mit ihr dem Lande zu. Dort hat man das Umschlagen des mes aeseben ein ffabn komt ibm .. x, k.;. .4, " ""' Ihr müßt von der See stammen, sagen die Fiicher," es hätt's keiner von uns besser gemocht. Das ist richtig, Ihr Leute, meine fahren waren auch Mscker." Von dem Abend an ist Anne Marie unzer rcnnlich von dem Toctor. rad' so muthig und kräftig wie mein Peter", sagt sie. . ' I'. . . Martin Allers sieht, wie sie ihr froh zLachen wiedersindet. wie sie an W''''d SW lrrirtt Gr heÄhntkhl ftett 5retnh?n cut t d.r Doctor aus iVm TiS in fe'll, Bild von einer schonen Dame stehen. auf dessen Rückseite steht: Meinem lie den Ernst von seiner Jsa." Und wöchentlich bringt der Postbote Briefe aS5 V laulem hat er zur zur chn. seme bunte Eouverts mit zier Ein schon Stadt Braut, und Anne Marie u denkt Martin. " Er 'erzählt ihr seine Betrachtungen; sie bleibt taub gegen seine Vorstellun gen. Du bist' eifersüchtig und willst ihn verdächtigen," ist ihre Antwort.

1 inn nrrnnn iincn . 111 iorc :iiuiuuii.

er wieder mit Anne-Mane draußen aus der See ist. findet Martin beim Durch

stöbern der Stube einen offenen Brief. Er ist von der Braut, die idr Kommen in der nächsten Woche in Aussicht stellt. Noch am selben Abend sucht er Anne Marie auf. C? geht mit ihr den rrtwh it4frtirt h't& ftirtrtuf sifr "itti vtiuiiv VMtiutivj, vir tjniuuj j" vi4ik, die sich hoch über dem Meeresspiegel er hebt. Dort liest er ihr den Brief vor. .Siehst Du nun. daß der Stadtherr mit Dir spielt ? Und ich. ich muß das mit ansehen ? Anne-Marie. ich bitte Dich um Gottes willen, laß ab von ihm. es führt zu nichts Gutem ! Denk' an meine Liebe, an meine Trene ! Du weißt, daß ich Dir gut bin. Mädchen, daß ich Dich über AÜes liebe. Tu bist mein Leben, fei mem r Anne-Marie lacht dazu. Und wenn Du mir die ganze Insel zersvrichst. ich würde nicht Dein Wkid. Ich mag Dich nicht und liebe den Fremden und will sein werden." Aber das tollst Du nicht, ich leid s nicht ! ruft er drohend und umklam. mert ihr Handgelenk. .le veriucht, ihn von nch zu ichüt. teln. ..Geh. laß mZch los ; mir grau! vor Dir. Schon Peter mochte Dich nicht, er warnte mich vor Dir." Ha, ha, ha," lacht da der Martin auf, ..Peter ! das glaube ich wohl ; weißt Du. Mädchen." und er umschlingt ste nnd drückt heiße Küsse auf ihren Mund, ..wo Peter geblieben ist '? Ich selbst hzbe den Schlauch zerschnitten, ich selbst stieß ihn in die Tiese. Und warum ? Weil ich ihn haßte vom ersten Augenblick an, weil er Dich mir gcstchlen. weil er mein schlimmster ftrind war. Deinetwegen, Mädchen, bin ich zum Mörder geworden. Deinetwegen hab' ich meine Seligkeit verscherzt. Du gehörst zu mir. mein mußt Du werden, nur mein !" Und wild umschlingt er sie und küßt sie wieder und wieder. Anne Marie reißt sich mit höchster Krastanstrengung los. ..Ha. also trog mich meine Ahnung nicht. Du, Du warst es. der mir den Geliebten geraubt. Du, der mein Leben elend gemacht hat!" Ihre Augen funkelten, ihr Busen hebt und senkt sich in höchster Aufregung. ihre Zuge sind wie verwandelt. ..Da. komm her. nimm Deinen Lohn von Peters Braut'." und sie stürzt sich auf ihn. mit gewaltiger Kraft, wie sie nur dcr ausbrechende Wahnsinn geben kann, daß der starke, kräftige Mann in's Schwanken geräth. Er fühlt, daß es ein Kampf aus Tod und Lcbm ist. Er versucht sich loszureißen; vergebAis; die Arme der Wahnsinnigen umktam niern ihn fest. Ein heißes Ringen entsteht. Sie zieht ihn dem Meere zu. Näher und näher kommen ste dem Rand der Düne. Mädchen, laß los, es ist Dein Un. glück!" zischt er. Mörder. Mörder!" ist ihre AntWort, und mit unnlenschiicher Kraft stößt sie ihn vorwärts. Dann mußt Du auch mit!" ruft Martin Allcrs und ein furchtbarer Schrei hoch auf spritzen die Wogen; dann wird Alles still; die See liegt rubig. wie Mor. Am anderen Msrgen finde! man die Leichen. Der nnst?re Fischer wird sie aus Eifersuckt umgebracht haben." sagen die Badegästs. .Der Peter hat sie Beide ykbolt," meinen die aberglanbischen Fischer. . Der Docto? verließ bald darauf die Insel. Thalatta. Thalatta! sanft vlätschcrn die Wogen auf und nieder' Leise, süße Schlummerlieder scheinen sie zu summen für alle die Todten, die dort unten ihr nasses Grab habent Dcr säikaue Wirth oder ie Wasserkur. Der Weinwirth Herr Wassermann sah zu seinem großen Mißvergnügen, wie die Gesellschaft, die ihm noch so spät !n die Nacht hinein eine gute Einnahme cerfchafft, Anstalten' machte, sich auf den Heimweg zu begeben, zumal gerade sein Koch dabei belästigt war. noch eine Bowle vorzubereiten. Er sann uud sann über ein Mittel nach, die Gäste zu halten, aber es war vergeblich, und bereits begann die Gesellschaft fich bedrohlich zu rühren. Eben wollte er dem Koch die Sache auZ kinandnsetzen, da fiel ihm, wie er den elben der Sachlage gemäß bei der xLi'j pendenden Hofpumpe emsig beschäftigt ah, eine Idee ein. Er besprach ganz leise etwaSmit ihm, der Koch entfernte sich, und Herr Was sermann setzte, verschmißt lächelnd, den Lowlenbrau fort. Nach einigen Minuten, einige der Anwesenden' hatten schon mehrere Male um zu zahlen nach dem Wirth gerufen der gerade herbeistürzke, trat noch ei'n später Gast in's Local; er trug einen Schirm bei sich, der vom Wäger triefte. Hui. Stiefel. Paletot. Alles sah aus, wie wenn ein Wolkenbruch ihn über rafcht hätte. Die Gäste sahen einen Augenblick den Finkretenden verwundert an. plötzlich erschallt es wie aus einem Munde: So regnet es draußen?! Da können mr unmöglich gehen! Herr Wirth, bringen Sie uns noch etwas zu Irin lm! Schnadahüpfl. Wer -singt, musß a' Freud' ha b'n. Wer rastt. muaß a' Schneid' had'n. Wer Heirath', braucht Geld A' so is's auf da Welt. Genügen d. Ja, mein Kind, haben Sie sich denn schon in naivcn Rollen versucht?" Herr Direktor, ich war dreimal verlobt! .WElK,,H ü ch ter tt e B I t t t ft halb verweigert, ein energische? Be leb! fast schon ausüelstbrt.

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