Indiana Tribüne, Volume 15, Number 345, Indianapolis, Marion County, 31 August 1892 — Page 1
o o'o . Hy TVf O riO V i A iiy v w V w O y yo v Jahrgang 15 Office : No. 1 30 Ost Marhland Straße. Ns. Indianapolis, Zndiana, Mittwoch, Den o. August $892
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(?astvr - .Oels, bat aber einen Abfnhr-Miitcl. l o l wird fabrizirt rxrn der oMPSW Editorielles. Den Hart kohlen Trust hat der Richter McGill in New Jersey in einer Entscheidung als gesehwidrige Verschwörung bezeichnet. Zugleich hat er der Central-Bahn von 5!ew Jersey &; fohlen, ihren Pachtvertrag mit der ReadingBahn Aufzulösen, da sie kein Recht gehabt hatte, denselben abzuschließen. Eine vom Staat geschaffene Corporation dürste über die in ihrem Freibriefe enthaltene Vollmacht nicht hinausgehen und sich am allerwenigsten mit Eorporationen aunerbalb des Staates verbinden, um den Preis einer den Bürgern des Staates unentbehrlichen Waare in die Höhe zu treiben. Gegen dieses Urtheil wird natürlich appellirt werden, aber selbst wenn es vom höchsten Gerichtshöfe bestätigt wird, was sehr wahrscheinlich ist, so . .. t. a t . i. ist ivlro es oen ouieniruu mau iöq lit Ul , Als man dem Präsidenten dks pennYlvanischen Kohlentrusts, McLeod, sagte, daß ein hoher Gerichtshof die Combination für ungesetzlich" erklärt habe, erklärte er : Die Entscheidung wird ebenso viel Wirkung haben, als ob der Einhaltsbeseht gegen die Sioux Indianer ge richtet Ware.. Selbstverständlich wird dieselbe, wenn nicht höhere Gerichte einschreiten, eine Aenderung in der Art und Weise des Betriebes, wie z. B. die Methode des Buchführcns, oder der Zusammenstellung des Veamtcnpersonals nöthig machen, aber an den bestehenden Resultaten wird sie nichts an dern." DaS ist wenigstens offen und ehrlich gesprochen, für den Einsichtsvollen aber istcs nichts Neues. Die Trusts" sind eine verhaltnißmaßig neue Einrichtung, sie bilden gewissermaßen den Euluminationspuntt, des kapitalistischen Systems. Sie bilden die unaushleibliche Schlußphase in der EntlJicklung dieses Systems. 9!e wie ste sind, müssen sie sich jedoch erst einrichten. um entweder mit den bestehenden Gesetzen sich in Einklang zu besinden, oder sich die passende Gesehgcbung zu schaf fen. Letzteres wird ihnen bei her im Volke herrschenden feindseligen SttlN mung kaum mygizcy tm, ne muen i mm 5 MW sich also den bestehenden Gesehen ge ,naß einrichten. Ohne Experiment geht das eben nicht ab, aber allzu groß? Schwierigkeit macht die Sachs nicht. Hie 3!echtsanscha.uunJ,- welch unserer Gesehgebung zu Grunde liegt, ist dir größtmögliche. Freiheit und Sclbstbe stimmung des' Individuums in Han öel und Industrie, also auch die Frei heit der Combination. Dabei hat man allerdings im Auge, daß eine Combi' Nation der öffentlichen Wohlfahrt nich schaden darf, aber ob das der Fall ist. oder nicht, dafür ist weit weniger die Praris, als vielmehr die Form der Combination maßgebend. ?n unse.j . t T zenz Nechtslevea kommt ja Älles au die Forma!. Hier ist z.B. ein ein fachet Fall zum Be.wesfe hesser;. Ein Contrakt zwischen dem Anwälte und dessen Clienten, daß Ersterer einen Theil der zugesprochenen Summe erhalten soll, ist ungesetzlich, weil er gegen die öffentliche Moral, oder, wie man in Deutschland sagen würde,' gegen die guten Sitten verstoßt. Zher ein Cöntrakt', 'dem Anwalt als Gebühr eine Summe zu zahlen, welche einem
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bestimmten Theile der erwirkten Summe gleich ist, ist gütig. Hier herrscht die Fiktion, daß der Anwalt nicht die Hakfte, ober das Dritte! der zugesprochenen Summe selbst erhält, sondern eine . selbständige Gebühr, welche bloß an der zugesprochenen Summe gemessen wird, d. h. eine Gebühr, welche so groß ist, wie die Hälfte oder das Drittel der zugesprochencn Summe. Zn der Wirkung ist Beides gleich, der Anwalt bekommt in einem Falle so viel, wie im andern und wird seine Gebühren in jedem Falle von der erwirkten Summe abziehen, nur die Form ist verschieden. Derartige Falle können zu Dutzenden anfgezahlt werden. Es kommt in gar
vielen Fällen nicht auf die Wirkung eines Kontraktes, sondern aus die Form in welcher er abgefaßt ist, an, ob er giltig ist oder nicht. Warum sollten unter solchen Umstanden die Trusts nicht schließlich die Form finden, in welcher sie ungehindert unter dem Gesebe bestehen können ? Allerdings ist es möglich neue Geetze gegen die Trusts zu erlassen. Diese Gesetze aber werden nicht Stand halten vor Verfassungen, welche ans dem heutigen Rechtsboden geschaffen sind und nicht vor richterlichen Anchauungen, welchem demselben Rechtsboden entsprossen sind. Der Geist unserer Staatsversassungen läßt voräusig höchstens zu, daß man bestimmte Formen der Combination erbietet, die Combination selbst kann nicht derhindert werden, und es handelt sich dann immer wieder bloß darum, die ichtige Form zu finden. So lange nicht eine vollständige Umwandlung der Rechtsanschauungen, stattfindet, ist jede Gesetzgebung gegen die Trusts zwecklos. - m m " Drahtnachrichten Inland. WetterauSfichten. Für Indiana : Beständig schönes Wetter. -" Neue Anklagen. P i t t S b u r g, 30. Aug. Hugh O'Donnell von Homestead wurde heute hier auf die Anklage der Verschwörung unter $3,000 Bürgschaft gepellt. Die Carnegie Steel Co. hat heute die gleiche Anklage gegen 40 andere Streiker erhoben und ist deren Verhaftung angeordnet worden. H o m e st e a d, Pa., 30. Aug. Alle Mitglieder des Streikausschusses sind bereit, sich auf die seitens der Carnegie Steel Co. erhobenen Anklagen zn stcllcn, wenn sie aber von Pinkertonö vcrhaftet werden, so dürften Unruhen nicht ausbleiben. Hier ist man überzeugt, daß der Sheriff McCleary Pinkertons als Deputies eingeschworen hat. Zur Weltausstellung. Chicago, 30. Aug. Das Pro gramm für die Eröffnungsfeier der Weltausstellung ist endgiltig festgesetzt worden. Die Feier wird am Mittwoch, den 19. Oktober, mit einem Empfang des Präsidenten der Ver. Staatßn, seines Kabinets und andere? Ehrengäste beginnen. Am nächsten Tage nn?d eme große Prozession, welche den Frieden und Wohlstand darstellt, von Civilorganisationen veranstaltet werden und vor dem Prüftdenten, seinem Kabinct und den anderen Ehrengästen Revue passircn. Am Ahenh wird unter glänzender Beleuchjung d!eProzession der Jahrhunderte" sich durch die, Wasserwege des Ausfiellungsparkes bewegen, wobel alle Zeitalter vertreten sein werden. Die Schiffe, auf welchen die lebenden Bilder zur Darstellung gelangen, werden den betreffenden Zeitaltern entsprechend gebaut sein. ' Starb. New A o r k, 31. Aug. George Win., Curti, bekannter Journalist und 'Lublizlst, poutl cher Neoakteur von Harper's Weekly und Haut der söge nannten Mugwump Bewegung starb heute Morgen 08 Jahre alt. t i , ., imr... i..n--Schädlicher Regen. , , ; ,C h i c a g o, 30. Aug. Von vielen Punkten im Nordwesten wird gemeldet, daß ungemein kalter Siegen in den letzten 4 Stunden ungeheueren i-. t - , 's '' ' "'V '- .' . -i Schaden an dem Weizen in Garben angerichtet hat und daö Reifen deS
Mais derartig verzögern wird, daß - er sicher Nachtfrösten ausgesetzt werden dürste. - ' . : ....' ' .."';""' ' D y n a ,n i t e r v er h a f te t. Montreal, 30. August.' M Polizei hat hier auf Veranlassung -der französischen Regierung r an Commissionak Straße' zwei MM ner, eine Frau und 'zweil Amr'-HH den Verdacht verhaftet, an den jünsten Dynamitverbrechen in. Frankreich bethe ligt zu sein. Vor dem Nichte? stellten die beiden Männer ihre SchuH entschieden in Abrede. Sie kamen vÄ 14 Tagen mit dem Dampfer Parksian" hieran und man vermuthet, daß sie von Frankreich nach Engtand floheri und sich da verborgen hielten, bis sie hierher fuhren. :" m ,, : - Ausland.
Die C h o lera. Berlin, 30. Aug. Die Lüfk.'zst schwül und dumpf.. In den letzten 24 Stunden wurden neunzehn neue Erkrankungcn entdeckt. Die Patienten wurden nach dem Moabit Hospital gebracht. Die größte Sorgfalt und Wachsamkeit wird von den Behörden ausgeübt. Heute- Morgen standen mehrere Arbeiter vor einem Anschlagzettel, als plötzlich einer derselben krank wurde und stöhnend zu Boden siel. Die Aerzte erklärten den Falljsür ösiatische Cholera. Hamburg erregt die ' dumpfe Schwüle der Atmosphäre groe Besorgniß. Heute wurden 810 neue Erkrankungen und 319 Todesfälle berichtet. Gestern fanden 218 Beerdigungen statt, drei Mal so viel wie zu gewöhnlichen Zeiten Meistens begleitet Niemand die Leiche. Leute ber ärmeren Klasse, welche im Hofpikale sterben, werden meist ohne weiteres Ceremoniell, ilno ohne daß ihre Freunde sie gesehen haben, begraben. Die erwartete Panik scheint, gekommen zu sein. MassenßästdMaen , . M;.im--f,.Ü,l.,--- i jtff c ;i .!. Hif., . t y, ' i die Bewohner die Stadt und'eS Macht selbst Schwierigkeiten, da Gepäck befördert zu bekommen. Die Geschäfte stehen vollständig still. Die Feier deö Sedantages ist verboten worden. In der Umgegend von Hamburg tritt die Seuche nicht minder stark als in der Stadt selbst auf. In Altona läßt die Krankheit etwaö nach. Von Sonntag bis Montag Mitternacht kamen zwanzig Erkrankungen und acht Todesfälle vor, in Wandsbcck 17 resp. 8. ES wird offiziell gemeldet, daß die Cholera in sechzehn Orten in Schleswig ausgebrochen ist. In Leipzig kam ein Fall vor, ebenso in Neustadt, Mecklenburg. Die Erkrankten waren von Hamburg gekommen. Ein Reisende? von Hamburg erkrankte in Darmstadt. In einem Schlafwagen erkrankten drei Kinder auf der Reise von Hamburg nach Mecklenburg .und wurden in Ludwigslust ins Hospital gebracht. m 3n Kiel wurde der Congreß der Baukontraktoren verboten. Der Preis von Desinfektionsmitteln ist so gestiegen, daß sie für die ärmeren Klassen unerschwinglich werden. Die Zeitungen empfehlen unentgeltliche Vertheilung derselben. Der norddeutsche Lloyd wird während der Choleraperiode zwei Aerzte auf jedem Schiffe haben. Die Schisse werden zwei Mal täglich deKinsizirt, ebenso vor der Abfahrt alles Gepäck. Wahrend der Reife wird bloß abgekochtes Wasser verabreicht. . '. ' London, 30, Aug. Vier russische Auswanderer, welche heute von Liver Pool nach Amerika' reifen wollten wurden von der Cholera ergriffen Man brachte sie nach dem Hospital. ES herrscht hier große Besorgniß, beson ders deshalb weil man Leuten, welche von Hamburg kommen erlaubt zu landen. Die Sanitätsbehörden..,,, ent wickeln jedoch eine umfassende Thätig- . ' . -.'V - . "V , . ; B rüssel, 30. Aug. ZweiPersonen wurden heute von der Cholrq $x griffen eine? davon starb. vtu Antwerpen werden neue Fälle berichtet. Bier Personen starben an der Cholera. Paris, 30. Aug. Gestern wurden 30 Erkrankungen an Cholera und 4 s Todesfälle gemeldet. "In Havrekamen 71 neue Exkranfgflgcn äd . Swl; falle vor.: : ß. , ! -vl Washington, 30. !Äug. Daö Schatzamt, in dessen Ressort die Qua'rantaine Reputationen einschlagen,
hak Alles gethan, was in seinen Kraften steht, um die Einschleppung der Cholera zu verhindern. Strikte Maßregeln sind in allen Häfen angeordnet. N e w I o r k, 30. Aug. Der Dam-
pfer Circasna von der Anchor Linie kam heute an.. Er war der erste Dampfer. der in Quarantaine gehen mußte. Die Passagiere waren allerdings sehr ungehalten darüber. Die Zwischendeckpassagiere werden morgen gelandet. Sie müssen ein Salzwasserbad nehmen. inzwischen wird das Schiff mit Schweftt ausgeräuchert, dann kommen sie miede? .aufs Schiff und müssen fünf Tage da bleiben. Heute kam ferner die Friesland" von Antwerpen mit 876 Zwischendeckspassagieren an, ferner die Jtalia" von Neapel mit 287 Zwideckspassagieren. Sie mußten in Quarantaine gehen. Die Dampfer Arizona" Saale" und Amerika" durften heute nach ihren Docks laufen. Im Gesundheitsamte finden stetig bakteorologische Untersuchungen statt und jeder Fall von Cholera morbus und Dysenterie wird sorgfaltig geprüft. Die Hamburger Dampfer befördern keine Auswanderer mehr, die französischen Dampfer landen in Cherbourg statt in Hadre. Ph iladelphia, 30. Aug. Der Dampfer British Princeß" von LiVerPool liegt noch in der Quarantaine, wo das Gepäck der Einwanderer desinsizirt worden ist. Er soll dort blekden, bis die Eesundheitsbehörde alle Gefahr von ßholera durch denselben für vorüber erachtet. Brook lyn, N. S., 30. August. Die hiesige Gesundhcitsbehörde hat umfassende Maßregeln zur Fernhaltung der Cholera getroffen. Die Polizei überwacht die Docks, damit nicht Lumpen ausgeladen werden und äffe, aus ausländischen Häfen hierankommenden Schiffe werden inspizirt, ob sie durchräuchert worden sind oder nicht. ; 7 ' Me Miethskasernen werden Znspizirt und etwaige Mißstände !n den Plumbekarbeiten so schnell wie möglich beseitigt. Alle Abzugskanäle werden ausgespült und die Senkgruben zugeschüttet. Krawall bei Berlin. B e r l i n, 30. Aug. Gestern Abend fand bei dem Vorort Weißensee in dem Lager einerKunstreitertruppe em großer Krawall statt. Zu den Mitgliedern der Truppe gehört eine Frau Brühn, welche vor drei Monaten ans Hamburg kam. Gestern traf auch ihr Sohn von dort ein und da die Polizei fürchtete, daß er die Cholera mitbringen könnte, so befahl sie der Frau und ihrem Sohn, sofort nach Hamburg zurückzukehren. Beide weigerten sich und wurden nach heftigem Widerstände nach dem Lazareth gebracht. Die Polizei verbot die Vorstellung der Kunstreitertruppe, stieß aber bei Durchführung dieses Befehls auf so energischen Widerstand, daß sie Verstärkung herbeiholen mußte. Mehrere Verhaftungen wurden . vorgenommen. " ", . Großes Feuer in Ungarn. P e st, 30. Aug. Daß Stadtchen Sövenyhaza im Bezirk Tißaninnen, welches ?a. 5000 Einwohner zahlt, ist fast vollständig niedergebrannt. DaS Gruben ungl ü ck i n 'Wales. .London, 30. August. Einige Gänge in der Park Slip-Zeche bei Bridgeend in Wales, wo am Freitag die furchbare Explosion stattfand, sind mit Wasser angefüllt, so daß die Lei - chen in denselben schwerlich zu bergen sein, dürften. Trotz aller Gefahren sind bis jetzt aus der. Zeche 85 Leichen Tage qzförderi worden. " . " ; , , De? S aat en ma? k j Wir. W e q. 50. yW. Gestern würd? t unter ziemlich zahlreicher Bethei tigung der Saatenmarkt eröffnet. Herr Ratschauer, der Präsident der Getreidebörse, hielt , eine Aussehen erregende Rede. Er sagte darin, der Getreidebau in Suropa, werde wegen der Konkur renz von Amerika, wo neue Gebiete de? Landwirthschaft beständig erschlossen wttd?n. intin; unlohnender. Ange-, fichtS dieser Konkurrenz bleibe nur ein Mittel übrig, ein Netz von Kanälen in Mitteleuropa. Dieser Vorschlag bot seinen Zuhörern augenscheinlich w(ig Trfe st .?: I . - :,'&--- ! i.t 44.. .;,.-! me - .
euasestkon von Verbrechen.
Ter in Brüssel tagende Congreß für Criminal . Anthropologie beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 10. August mit der Frage der criminellen Sugge stionen. bezüglich welcher die verschie densten Ansichten vertreten find. Die Einen glauben fest daran. Andere wol. len sie nur in ganz seltenen Fällen zugeben, noch Andere glauben überhaupt nicht daran oder halten die Sache sür noch nicht reif genug zur Entscheidung: ein Redner meinte sogar, Jeder, der sich mit dem HypnoHsmus beschäftige, ge höre einfach in'S Irrenhaus. Professor Benedikt lWien) behandelt die Sache in feiner humoristischen Weise. Seine Ansichten sind in Kürze folgende: Die Fraqe der Verbrechen in Folge Suggestion ist als aktuell nicht zu betrachten. Es sind keme rnnreichenden Gründe dafür vorhanden, daß sich die Gesetzgebung mit der Frage so! her verbrechen und der Verantwort lichleit so'cher Verbrecher beschäftige. UcbngenS ist Redner der Meinung, daß die Gewöhnung eines Menschen an den Hypnotismus, die Suqgkstion. ein Ver brechen ist. ein Verbrechen gegen feine Gesundheit. Es ifl zweifellos, daß der hypnotiömus dem Kranken, bei dem er angewendet wird, die Nerven zerrüttet. Höchstens könnte man empfehlen, sich der Hypnotisiruna und der Suaaestion als Beruhigungsmittel bei an und für sich hypnotlsablen und suggeshonablen Personen sich zu bedienen; es sollte aber derboun werden künstllÄ KranlbeltS zustande zu schaffen. Tr. Berillon. Paris iRcdalteur bei Revue d'lnpnotisme") ist auf Grund von 15.000 von seinem Lehrer Liebaut und 2000 von ihm selbst voracnomme nen Experimenten von der Möglichkeit d?r Suaaestion übeneuat. Er babe bei seinen Experimenten zwar niemals versuche mit kriminellen Suggestionen gemach! ; aber er habe unter feinen BersuchZobjelten eine Menge Jndividuen gefunden, die so stark unter seinem Banne standen, daß sie zede Handlung, die er ihnen befohlen hätte, ausgeführt hätten. Man ahne qar nicht, wie eine überaus große Anzahl falscher Zeugen. aus agen veganaen infolge 5uc gestion und oftmals sogar durch den Einfluß der Richter selbst vordem Un tersuchungSrichter gemacht würden. Abh'.lse muffe dagegen me Erziehung schaf fen; schon der Lehrer müsse das Kind daran gewöhnen, sich von den Worten Anderer nicht beeinflussen zu lassen. Dr. Cocq unterscheidet zwischen der Suggestion in wachem Zustande und der Suggestion während des hypnoti schen Schlafes. In wachem Zustande bat er Kranke geheilt, indem er einfach mit Eindringlichkeit zu ihnen sagte : Morgen wirst Du qesund sein", und am anderen Tage habe er sie wirklich geheut gesehen. In wachem Zustande könne auch die Lektüre aufregcnder Zei. tungSbenchte wirkliche unwiderstehliche Suggestionen hervorrufen. Auf diese Weise find z. B. Selbstmord.Epidemien zu erklären, die dann und wann auftre ten und zu Selbstmorden derselben Art durch Erhängen. Ertränken, Er sticken :c. führen, wie der Selbstmord war. welcher diese Suggestion hervor gerufen hat. Dr. Masoin ist hinsichtlich der Heil, kraft des HypnotismuS einverstanden: was die kriminellen Suggestionen anbelangt, so ist er der .Meinung daß die negirende Stellung Benedilts nicht stichhaltig sei. Er berichtete auch über einen iniercssanten Fall, der vor einiger Zeit hier in Brüssel große Sensation erregte. Ein Magnetiseur hatte eine Suggestion vorgenommen. Das Me diunl sollte sich zwei Tage später nach der Rue BoSquet No. 80 begeben, dort die Klingel ziehen, in hm Korridor ge hen. die zweite Thür, linker Hand öffnen und eintreten, .einen aus dem Tische l!e senden Revolver nehmen und an dem selben drei Schüsse auf einen, im Bette liegenden Mann abgeben. DieSügge siion wurde.Punkt'für Punkt mit vollkommcnster Genauigkeit ausgeführt; der im dem Bette schlafende Mann war. natürlich durch eine Strohpuppe hagrstellt. Auf ein? Anspielung auf den bekann ten Proceß gegen Eyrand und Gabrielle Lombard erwidert der Pariser Gerichtsarzt Motet. der bei dem Proceß als ärztlicher Gutachter betheiligt wär: Die Drtheidigung fei dadurch in keiner 'eife beschrankt worden, daß der Ge rihtsbos es abgelehnt habe,, die Ang klagten hyWotisiren zu lassen. Er sei überzeugt, daß wenn der HypnotiS müs in Frage kommen könne dies höchstens hei Evrand der Fall sein ZSnne. uttMöglich aber bei Gabrielle Bompard.- welche den Plan der Ermoryüna GouffeZ von Ansang bis zu Ende bis in die lteinsten Details ousaedocht habe. Im Uebrigen ist Mo'el mit Prof. Benedikt einverstanden. Auch er halte die Frage noch nicht sür reif. trenn auch die Suggestion ebenso al sei, wie d:e Ä?elt überhaupt. Der erpc Fall von Suggestion babe. sich, schon. im Paradieie zwischen Adam und Eya ereignet. kHeiterkett.) Pros. Bknedikt'Wien. bemerkt noch als Antwort aus die von den Juristen an die Aerzte gerichtete rage. ob an 'd?m. was über verbrecherische Suaqe pionen erzählt werde, xtwas Wahres und PoiitiJ sn; Er müsse nach feinen Ersahrunen mit Nein! antworten; nflr wenn man ihm das Gegentheil de Vttse wrde er Ja!" sagen. ' , ,
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