Indiana Tribüne, Volume 15, Number 339, Indianapolis, Marion County, 25 August 1892 — Page 1

o T r V? 90 v rvr rlC V rlC M M W u w v k w i iy w V t. ' . r--Jahrgang 15 Office : No. 130 Oft Maryland Straße. No. 3S. : Indianapolis, Zndiana, Donnerstag, ken 25. August (892

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Editorielles. Die Cholera ist nun auch in Deutschland und in Frankreich aufgetreten und zwar in zwei Städten, welche den Verkehr der betr. Lander mit den Ber. Staaten vermitteln : in Hamburg und in -vre. Huben, wie drüben wird man dem furchtbaren Feinde energisch zu eibe gehen müssen. - Wie wir vorausgesagt haben, ist der Streik in Vuffalo verloren gegangen, selbst in Tenncssee ist die 5!iiderage der Bergleute eine vollständige. Letztere haben sich übrigens als bloße Maulhelden und Feiglinge gezeigt, in ienen keine Spur von revolutionärem Geiste vorhanden war, sonst hatten sie mit ihrer Uebermacht ihre Gegner erdrücken können. DaS Alles sollte doch manchem bald die Augen öffnen. Durch das Niederschiepen der Pinkerkons haben die Arbeiter von Homeflead nichts weiter bezweckt, als daß in Zukunft die großen Monopole tatt sich auf ihre Kosten durch Pinkcrtons zu schuhen, es dem Staat überlassen, sie auf seine Kosten durch Miliz zu schuhen. Sie haben Ursache, den Arbeitern von Homesteäd dankbar zu sein. Ob den Arbeitern dadurch die Augen geöffnet werden, ob sie einschen lernen, daß uuabhangiae politische Aktion ihrerseits die ganze Arbeiterbewegung in vernünftigere und günstigere Bahnen lenken würde ? - - In der Central Labor Union von New Aork wurde am letzten Sonntag eine Resolution eingebracht, in welcher eine Konferenz aller Arbeiterorganisationen des Landes empfohlen wird, um Mittel und Wege zur schnellen Befreiung vom Kapitalismus zu berathen. nachdem die bisher angewandten Mittel sich als unzulänglich erwiesen haben. Wir hoffen, daß die Conferenz zu Stande kommt. Zwar ist in der Re solution nicht ausdrücklich gesagt, daß der Zweck der Konferenz in der Anbahnung politischer Attion bestehen soll, aber das ist jedenfalls die Bedeu tung derselben. Es war auch vom An tragsteller ganz richtig gehandelt, even tuell dieConfcrcnz selbst dieses Mittel sinden zu lassen. Im Uebrigen, eö muß ja doch bald dahin kommen, selbst wenn dieser Schritt fehlschlagen sollte. Die wortklcuberische gehässige Kritik der Reso lution von Seiten des St. LöuiS Tagblatt sinden wir aber unter keinen Umständen angebracht. Die Fassung mag den Ansichten und dem Geschmacke des Herrn Hepner nicht entsprechen, daS berechtigt ihn aber deshalb nicht zu gehässiger Behandlung der Sache, noch dazu, dem Worte schnell" eine Aus legung zu geben, als handle es sich um Tage oder Monate. Kritik ist jeder zeit am Plahe, aber innerhalb der ei genen Reihen muß die Kritik wohlwol lend und nicht giftig und gehässig f. " " ;! ,,. : ein. ' ' : Auch die Cincinnatlcr Zeitung !st ln dieser Beziehung zu tadeln. . Man kann kaum eine Zeitung in die Hand nehmen, welche nicht in einer oder der anderen Weise, meist in den denkbar heftigsten Ausdrücken fordert, daß alle gewaltsamen Aufstände streikender Arbeiter rüönchtslos unter-

drückt, und die ganze bewaffnete Ge walt des Staates und des Landes angewendet werde, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Wir haben darüber nichts zu sagen. Es wäre Thorheit Anderes zu erwarten. Uns amüsirt nur die cynische

Heuchelei, mit welcher diese Blätter dem Arbeiter klar zu machen suchen, daß er alö freier Mann daS Recht habe zu streiken, daß er aber nicht weiter gehen, insbesondere Keinen verhindern dürfe, da Arbeit anzunehmen, WZ er ausgestanden. Da das heutige System der ondust rie und des Handels Arbeitslose zu Tausenden schafft, so daß sich neben jedem Beschäftigten gleich ein Mann findet, der darauf wartet, daß der Andere seinen Platz verliert, da dieses System der Schlange gleicht, die sich selber in den Schwanz beißt, indem es nur aufrecht erhalten werden kann, weil so viele Arbeitslose existiren, und indem es selbst immer mehr Arbeitslose schasst, so haben doch eigentlich nur Diejenigen ein moralisches Recht, vor jeder Gewalt zu warnen, welche dieses System bekämpfen. Diejenigen aber, welche Alles daran sehen, dieses System zu erhalten, sollten schicklicher Weise nicht so viel von Recht sprechen, sondern offen bekennen, daß sie sich nur auf ihre Macht ftühen. Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Für Indiana: Schönes Wetter bei etwas kühlerer Temperatur. Der Streik zu Ende. B u ffa lo, 24. August. Swceney, der oberste Beamte der Organisation der Weichensteller, ist zu der Ueberzeugung gekommen, daß eine Fortsetzung des Streiks zwecklos sei. Um Mitternacht wurde der. Streik aufgehoben Die Conferenz mit den anderen Chefs der Eisenbahn-Organisationen hatte Swceney überzeugt, daß von deren Seite keine Hilfe zu erwarten sei. Ob die Leute wieder eingestellt werden, darüber verlautet vorlausig noch nichts. Aus H o m e st c a d. Pittsburg, 24. August. Die Carnegie Mill an der- 29. Straße wurde heute in Betrieb geseht. Ein mit Eisenbarren beladener Eisenbahnwagen der auf einem Seitengelcise stand, wurde heute vermittelst Dynamit in die Luft gesprengt. Glücklichee Weise befand sich zur Zeit der Explosion kein Mensch in der Nähe. Ierry Benninghoff, ein Milizsoldat siel heute der Unvorsichtigkeit eines Kameraden zum Opfer. Derselbe hantirte einen Revolver, der Schuß ging loö und die Kugel fuhr Benning hoff in die Brust. Nach einer Stunde war er todt. Die Kohlengräber in Tenne ssee. Nashville, 24. Aug. 3nCoal Creek ist Alles ruhig und von hier werden Lebensmittel und Kleider an die. Milizen gesandt, da dieselben dort noch auf - unbestimmte Zeit' bleiben müssen. Unter den Depeschen im Telegraphenbureau daselbst hat Gen. Carnes viele gefunden, welche Aufklarung über die Verschworung der Koh lengräber geben. Auf Verlangen deS Generals ist der Hllfs-Arbeitskommis sär Allerman von hier nach Cool Creek gereist. In seiner heutigen Sitzung hat der Verwaltungsrath der Zuchthäuser be schlössen, die Sträflinge sofort wieder nach den Kohlengruben zu senden. F ü r d i e S t r e i k e r i n H o m ,stead. New Aork, 3t. August. Hugh O'Donnell und der Burgeß MeLuckie auS Homestead, welche in New , Jork und Neuengland Gelder für die Unter stühung der Streiter gesammelt ha ben, befinden sich hier, nachdem sie, in Toronto, Buffalo, Stzra?use, Lockport, Utiea, Albany und Boston ; gewesen waren. In Newengland sind bereits $17,000 von den versprochenen 120,000 gesammelt und nach Homestead geschick worden. . , Zum Schutz gegen Cholera. jj'.l::!''! "' l.'l i;!lSt,'i'.j;.5!ii,i';:,,!: il'iilüiir, ! ifiiii'Ali r . ' 's ::!::.;, i .: al'-"!1!1, iitl'Sl'n'SllB!!11 KlilPiS: Washington, 24. Aug. Daö Marinehospitalbureau hat heute mit

Zustimmung des Finanzdepartements

eine Verordnung erlassen, welches die Einfuhr von Lumpen vom 20. Sepl. an verbietet, wenn der Konsul im EintfT t f. rjc,iii "'s. iqtssuiigsyaien ntcyl uciajcungi daß dieselben in vorgeschttebener Weise desinsizirt worden sind. Lumpen aus Häfen, in denen Cholera herrscht, düren von heute ab nicht abgeführt und solche, welche bereit ' verladen ' sin. müssen beiderLandung desinsizirt loer den. - ' , . ' , In ben'Hafen von New Sork, Boston undHhiladelphia werden umfassende Maßregeln getroffen. DasFinanzdepartementwird'mitalen ihm zur Verfügung stehenden Miteln versuchen, die Seuche aus dem Lande fern zu halten. . Ausland. Die Cholera. . London, 24. Aug. Wie der Berliner Korrespondent der Times"! berichtet, hat die hessische Regierung als Maßnahmen "gegen Einschleppung von Cholera eine genaue Inspektion aller Passagiere aus Frankreich auf den Bahnhosen in Mainz, Bingen und Worms angeordnet. . - , Dem Standard" wird aus Ham burg berichtet : Die Cholera ist in aU en Theilen der Stadt auögebrochen. hauptsächlich aber im Hafenviertel. Gestern kamen 340 Erkrankungen .'ü'nd 130 Todesfälle vor. Mehrere , der schmutzigsten Straßen sind, von ' der Polizei abgesperrt worden. Professor Koch erklärt, er, habe mehrere Gälle asiatischer. Cholera gefunden. Än Alona kamen gestern 29 Erkrankungen vor Das Th-rmometer zeigtHW ?? Grad im Schatten. , , rBerlin, 24. Aug. Alle Güter-. und Gepäckstücke, welche auö Hamburg und Altona hier ankommen,, werden genau infpizirt werden, um die.!Einschleppung der Cholera zu verhindern. A n.twerpen, 25. Aua .Set gestern Mittag kranke' wenige Minuten ' nach.: ihrer Aufnahme in dem Hospital gestorben. Seit mehreren Tagen kämen hier mehrere verdächtige Krankheitsfälle vor, die Behörden aber behaupteten immer, daß eö nicht die gefürchtete Cholera sei. Erst gestern noch wurde amtlich bekannt gemacht, in Belgien sei auch nicht ein einziger Cholerafall vorhanden, sondern nur Cholera nostras. Heute dagegen erklärten die hervorragendsten hiesigen Aerzte, daß hier wirklich Cholera herrsche. Die? hat hier die größte Beunruhigung erregt und viele der reicheren Einwohner treffen Anstalten zur Abreise. Alle Schiffe, welche hier aus Hambürg, Havre und vom Rhein ankommen, müssen sich einer achttägigen Quarantäne unterwerfen. Ham bürg, 24. Äug. Nachamtlichen Angaben sind vom 18. August bis gestern 219 Erkrankungen und. 17 Todesfälle an der Cholera vorgekommen?' Heute wurden in Altona 80 Cholerafälle angemeldet. Einige hiestge Geschäftsleute wollen b'i öffentlichen Fernsprecher nicht benutzen, weil sie dadurch angesteckt zu werden befürchten. Sonst gehen die Geschäfte ihren gewöhnlichen Gang. Die städtischen Schulen sind, den größten Theil deS Tages geschlossen. In der gemeinsamen Sitzung dPo lizei- und Gesundheitsbehörden wurde heute, darüber berathen, ob der Hafen gesperrt werden soll, wenn die Seuche nicht in einigen Tagen nachläßt -Die Professoren Koch und Raths inspizirten heute die Auswanderungshauser, Die Nachrichten"'besprechen heute die Unvorsichtigkeit -der ärmeren Klaffen, unreifes Obst zu - essen, trotzdem das heiße Wetter schön der Ausbreitung der Cholera genug'Vorschub leistet. C. . . . Die Straßen hier boten heute einen kläglichen Anblick. Von überall wurden Krankenwagen verlangt und die Polizei sperrte die Häuser ab, auö welchen die CH'olerakrankeN'herauSgebracht wurden.,,!. Häufig werden Fälle von größter Unvorsichtigkeit im Publikum berichtet.'' Eine Frau und ihre beiden Töchter verzehrten heute zum Mittag mehrere Pfunde Pflaumen und tranken Bier 1 dazu. Bald waren alle drei . an der Cholera erkrankt und mußten ! nach dem Hospital . gebracht werben. , : . ::.:?n-::- i.,:" !:.:; " .,.;:!:: i : :,. '' London, 25. Aug. Aus Berlin wird dem Standard" gemeldet, daß o?tt m soldat an der asiatischen Cho lerq erlrayf; sei.

Wurden gemäß rege lt.

Paris, 24. Aug. In Folge der b!elen Fälle von Sounenstich unter den französischen Truppen bei den Märschenr und Manövern wahrend der großen Hihe hat der Kriegsminister Freycinet eine Untersuchung darüber angeordnet. Die betreffende Kommission txttht in ihrem Bericht, daß die Uebungen vollständig unnöthicz waren und ganz gut ohne Schädigung des Dienstes bis zum Eintritt kühleren Wetters hätten verschoben werden können. Die Kommisston empfahl, die Ossiziere, welche für die Abhaltung der Manöver während' der Hitze vcrantlich seien, zu entlassen, und in Folge dessen haben zwei Generale und ein Oberst ihren Abschied erhalten. Der Korpskommandeur erhielt aus Empfehlung der Kommission eine scharfe Rage. Eaprivi verwirft die Berliner Weltausstellung. Rcichskaner Graf Caprivi läßt durch eine ossiciöse Dorlegung. welche in der Wiener Pol. Corr." erschienen ist, verkünden, daß das Weltausstel lungsproject definitiv gescheitert sei. Der Artikel lautet: Alle Nachrichten, die in der letzten Zeit aus den amtlichen Kreisen gedrungen, lassen darauf schließen d'atz das Projekt einer Weltausstellung in Berlm für eine aufgegebene Sache gilt. Als der Plan zuerst vor einigen Monaten energischer angeregt wurde, hätte die Reichsregierung es gern gesehen, wenn die Entscheidung bis nach der Ausstellung von Chicago, also bis zum Schlüsse des Jahres 1893 hätte verscho ben werden können. Dieser Aufschub war aber nicht zu erlangen, weil die Freunde des Unternehmens nunniehr eine ungeduldige Agitation begannen, die leider nicht einen einzigen fruchtbaten Gedanken zu Tage gefördert hat. Die Idee, die ganze technische und künstlerische Entwickelung des 19. JahrHunderts in einer Ausstellung vorzuführen, .ist in amtlichen Berliner Krci fen entstanden.'.,. Kine Aeußerung ,. in diesem Sinne-mag der Reichskanzler in einem Gespräch mit Herrn Werner Sie mens hingeworfen haben, der sie dann einem Berliner Blatt zu dem Plan einer Weltverbrüderung verarbeitete. Diese Idee Zündete aber alsbald in sranzSsizchen Köpfen, und nachdem der jrünzösijcke Minister des Auswärtigen noch ebm erst dem deutschen Botschafter versichert hatte, Iran t reich denke für den Rest des Jahrhunderts an keine Weltausstellung, wurde noch einigen Tagen der Plan einer solchen in Paris angekündigt. . Das war immerhin eine diplomati' fche Rücksichtslosigkeit, aber sicher kcin Anlaß zu einer völkerrechtlichen Beschwerde. ..Deutschland hätte allerdings seinen Plan nunmehr ohne jede Rück ficht auf Frankreich verfolgen können. ES gibt sogar Leute bei uns, denen der Gedanke gar nicht übel erscheint, die nationale Rivalität auf den Kampfplatz der Prachtentsaltung und der Schaustellung zu verlegen. Alle ernst Denkenden sind aber der Ansicht, daß es Teutschlands nicht würdig wäre, um den Preis aus vielem Gebiete zu ringen. Ginge Teutschland als Sieger hervor, so würde ihm der Triumph doch weit jheurer zu stehen kommen, als den Franzosen, hie auf solche luxuriösen Schaustellungen viel besser vorbereitet sind. Ist die jetzt geplante Ausstellung doch die sechste. Und brächten wir es dahin, uns mit . der Siegeskrone zu schmucken, was wäre dies denn werth? Um sie zu erringen, hätten wir vier Fünftel eines kostbaren Jahrzehnts mit Dingen vertrödelt, die man eigentlich als Nichtigkeiten bezeichnen muß. wäh. rend wir doch genug ernste Dinge zu thun haben. Diese Ausstellungen mit allem ihren Glanz und Lärm sind, nach der Ueber zeugung sehr weiter Kreise, nicht geeignet, im Geiste deS Volkes irgend eine wohlthätige Spur zurückzulassen. Die Freunde des Unternehmens versvrechen freilich Vnn)e dinge von den Leistungen der deutschen Industrie. Als oll es bei solchen Weltjahrmarlten auf daZ Rüyliche .und Gediegene, ankäme., und nicht vielmehr ., ganz allein auf daS Blendende! Jene Kreise denken an den Großkaufmann, der mit klugem Auge hernmspäht'und findet, daß er diesen und jenen Artikel, der hier, eben sowohl seil wie gediegen hergestellt wird, tn sfin Land einführen könnte. ' Man b henke aber im Zeitalter der Schutzzollmanie. daß diese . Großkaufleute im Ausstehen find, und im besten Falle sind ihrer vjel zu wenige, um mit ihrem Besuch die Kosten einer Ausstellung zu , . rvr.r. r.ri... v.. ..'z peaen, , ,le,e anen oeacn rann nur der chwqrm ,d, Müßigen, und Reu gierigen. Und es kann doch wohl nicht das Ziel des nationalen Ehrgeizes sein, acht Jahre lang für diese Gesellschaft im und 'öelddeutel anzustrengen. , Die Deutschen können , es ganz rNW den Franzosen überlassen sich mit. ihrem hierin bewährten Geschick , neue

Lorbeeren aus diesem Gevr?te zu holen. Jenen systculgtischen Gegnern der jetzi gen deutschen ReichSregierung. welche nun die Frage aufwerten sollten, waturn man dies, wenn die Dinge sich so

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