Indiana Tribüne, Volume 15, Number 338, Indianapolis, Marion County, 24 August 1892 — Page 1

o s. AO O rlC AA r A A K A sVs V-v W VA W o y vv Jahrgang 15 Office : No. 130 Oft Marhland Straße. No. 3558. Indianapolis, IndZana Mittwoch, den 24. August 1892

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:l U Vastvr-ÄelS, bat aber einen l o l der widerliche Geschmack gewird fabrizirt von der oinpany Editorielles. Die Wirtungen der neuen Verfassung des Staates Mississippi zeigen sich. Die Wahlliste, welche unter die sem Gesehe zusammengestellt und für die kommende Wahlperiode maßgebend ist, weist nach, daß die farbigen Wähler von 45,v00auf 8015 Stimmen zusammengeschmolzen sind. In den einzelnen lsounties sind die Neger thatsächlich in einer so geringen Minderzahl, das; sie höchstens noch einen Konstablcr, allenfalls etwa einen Friedensriäzter durchbringen können. Bekanntlich verlangt die neue Verfassung von jedem Wähler den Nachweis der Kenntniß des Lesens und Schreibens, und das hat natürlich für die kläglich unwissenden Schwarzen die Folge, daß vier Fünftel der bisherigen Wähler von der Wahlurne zurückgewiesen werden müssen. Dieselbe Beschränkung trifft aber auch 10,000 weihe Wähl, und deshalb wurde noch die Bestimmung eingefügt, dap ein Wähler, der, obwohl des Schreiben und Lesens unkundig, doch nachweist, daß er mit der Verfaffung dcS Landes hinreichend vertraut ist, zugelassen werden muß. Von den 120,000 weißen und schwarzen Analphabctcn haben jedoch nur 2122 dieses Examen bestanden 1037 Weiße und M5 Schwarze. " Für die Nationalwahlcn werden in Mississippi von 50,- bis i.',,000 Stimmen abgegeben werden, wovon etwa 10,000, dcröcmokratischen Partei zufallen. -"- Da das Silber jeht aus den niedrigsten Preis gesunken ist, den es seit Jahrzehnten gehabt hat, so will man selbst in Indien von der SilberWährung nichts mehr wissen. Die E:geborenen, die ihre Erzeugnisse nach England schicken, werden mit dem unterwerthigen Silber bezahlt, wahrend sie für alles, was sie ans England beziehen, vollwertiges Gold in Zahlung geben muffen. Auch die Soldaten und Beamten, in Indien klagen darüber, daß sie mit ihrem Gehalte nicht mehr auskommen können, weil das Geld, welches sie erhalten, einen großen Theil 'seiner Kanfkraft eingebüßthat. Ob aber ihre Beschwerden in England berücksichtigt werden, ist noch sehr zweifelhaft, denn die biederen britischen Krämer verdienen" an dem billigen indischen Gelde ihre Er traproentchen. Was die amerikanischen Silberbolde pon der Krisis in Indien denken, hat man bis jetzt noch nicht gehört, da sie plöhlich auffallend still geworden sind. Nach ihrer Angabe ist nur die Ent münzung" des Silbers daran . schuld. daß es in den Ver. Staaten beständig im Preise zurückgeht. , Wenn wir nur die Freiprägung hatten, sagen sie, so würde der Silberdollar bald ebenso viel werth sein, wie de? Golddollar. Nun hat aber Indien die Freiprägung schon seit zwölf Iahren, und dennoch steht das Silber dort ebenso niedrig, wie hier., ' Nach dem jeigen .urse ist der Silberdollar kaum noch G3 Cents werth. : ' ; 7 , Die internationale Silberkonferenz, welche auf Anregung der Ver, Staaten demnächst in Dresden zusammentreten soll, , wird schwerlich Abhilfe schaffen können. Selbst wenn sie sich aus ein bestimmtes! Werthverhältniß zwischen

Gold und Silber einigen könnte, was sehr unwahrscheinlich ist, so würde sich dieses Verhältniß auf die Dauer nicht ausrecht erhalten lassen. Während man noch vor wenigen Monaten 1

Unze Gold für 22 Unzen Silber kaufen konnte, ist das Verhältniß heute schon 1:25. Wollte man die Nachfrage nach Silber künstlich erhöhen, so würde sich auch daS Angebot steigern, und der Preis würde abermals sinken. So wenig man durch ein internationales Uebereinkommen bestimmen kann, daß ein Bushel Weizen unter allen Umständen gleich zwei Bushel Mais sein soll, ebenso wenig können die verschiedenen Regierungen es durchsetzen, daß das von ihnen festgesetzte Werthverhältniß zwischen Gold und Silber sich nicht ändert. Um ihre Goldwahrung zu behalten, werden die Ver. Staaten ihre Silbereinkäufe einstellen müssen. Ein anderes Mittel giebt eö nicht. - Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Für Zndiana: Kälteres, trübes Wetter ; Regen. ".ODer Eisenbahn streik. Bufsalo, 23. August. Neues über den Streik ist- nicht zu melden. Das Staats - Schiedsgericht hat angekündigt, daß es eine Untersuchung der zum Streik führenden Ursachen vornehmen werde. Heute stellten 110 Weichensteller in den Lackawanna und in den Bufsalo, Rochester & Pittsburg Bahnhöfen die Arbeit ein. Die betreffenden Bahnen fanden jedoch binnen Kurzem den nöthigen Ersatz. Es vergeht fast keine Nacht, ohne daß Steine gegen Mslizsoldaten geworfen werden. Diese antworten darauf fast stets mit Flintenschüssen, aber bis jetzt wurde noch Niemand getroffen. Ein Angriff auf Nicht-Union Leute und Vorposten heute Abend hatte jedoch ernstere Folgen. Als die Angreifer der Aufforderung, sich zu entfernen, nicht nachkamen, schössen die Milizen. Ein Mann wurde in den Arm und ein anderer in den Unterleib getroffen. Das Befinden deS Letzteren ist sehr prekär. Die Angreiser, vier Mann stark, sowie der Soldat der geschossen hatte, wurden von der Polizei verhaftet. Letzterer wurde jedoch auf den Protest des Generals Dohle hinwieder entlassen. Die Häupter der anderen verschiedenen Organisationen der Eisenbahnangestellten mit Ausnahme Arthurs von den Lokomotivführern, besinden sich auf dem Wege hierher. Letzterer entschuldigt sich damit, daß seine AnWesenheit anderswo nöthig sei. Außerdem sagte er, stünde seine Organisatjon mit den Eompagnieen in Contraktverhaltniß, und so lange der Contrakt nicht verletzt werde, könnte .sie nicht streiken. -. Auö Tennessee. K n o r v i l l e, 23. 1! ugust. Cpt Anderson kam heute auf dem Wege nach MemphiS hier durch. Er sagt, daß nach seiner Ansicht der Trubel in Coal Creek vorüber sei. Fast tausend Bergleute wurden verhaftet, von denen Einer gegen den Andern Zeugniß ablegen werde. Ueber Hundert haben schon Geständnisse in Bezug auf ihre geheimen Verabredungen gemacht. Viele Bergleute haben Zuflucht in den Minen gesucht, auS denen inan sie durch Rauch bertreiben wird. Eine Anzahl ist schon ausgeräuchert worden. Heute Abend kam in Coal Creek ein Bergbewohner an, welcher einige Meilen von Coal Creek ein Hospital in einer Höhle entdeckt haben will. Er sagt, er habe darin viele Verwundete und 21 Todte gesehen.. -1r a ß n a h m e n g e g e n C h o l e r a. Washington, D. C., 23. Aug. Wie der amerikanische Konsul Chaö. F. Johnson in .yamburg dem Staatsdepartement telegraphisch mittheilt, ist dort der Ausbruch von Cholera amt lich bekannt gemacht worden., Wie der Konsul ferner berichtet, hat er den abfahrenden Schissen in Folge,, dessen Gesundheitsscheine vor .,c n'l B a 11 c n :: -f:.;. ,',;'::v ' ! -:"7-'::-S'i',--;:::;:i j::'--i::1 1 Auch der Konsul ' Williams von Havre meldet den Ausbruch von Cho lera dort und viele Todesfälle daran.

Er macht besonders auf die Sdothwendigkeit .einer gründlichen . Inspektion deS französischen Dampfers La Touraine" aufmerksam. - . Diese Thatsachen sind sofort den Quarantainebehörden in New Sork mitgetheilt und dieselben angewiesen worden, diegrößte Vorsicht zu beobach-

ten, da die Seuche in zwei europäische? Häfen auögebrochen ist, welche den größten Verkehr mit den Ver. Staaten haben. Obgleich die Behörden deö 'FinanzDepartements nicht ernstlich daS Eintreffen der Cholera an unseren Küsten fürchten, haben sie doch alle nöthigen Vorsichtsmaßregeln gegen ihre Einschlcppung getroffen. Die Zollbcamten sind angewiesen worden, alleSGepack aus Cholerahäsen zu deöinsizi n. Die Gesundheits- und Einwänderungs - BeHorden in 9kew 3ork und Baltimore wurden heute amtlich von dem Ausbruch der Seuche in Hamburg und Havre inKenntniß gesetzt und auch die Agenten der Dampferlinien wurden benachrichtigt, daß das Gepäck der Passagiere deöinsizirt werden muß. -.G. Schluß des Kriegerfestes. Kansaö City, Mo., 23. August. Heute Abend kam daS achte deutschamerikanische Kriegerfest mit einem großen Ball zum Abschluß. In der heutigen Sitzung wurden folgende Beamte erwählt : Präsident, Fred. Holle, St. Louis; Vice-Prasident, Adolph Becker, San Francisco; Sekretär, Julius Eggers, Chicago; Schatzmeimeister, LouiS Ertel, Cineinnati; Repräsentant, Hermann Psitzenreiter Cineinnati; Verwaltungsräthe, F. W. Reiber, Columbus, O.; Dr. v. Quast, Kansaö City und Ernst Bluher, St. Louis. DaS nächste Fest sindet in St. Louis statt. Louis Willich in St. Louis wurde zum Herausgeber der Kriegerzeitung auf drei Jahre erwählt. Die Pytiaör itt e W.i Kauf 8 Cit y, 23. Aug. Heute begann hier die 17. zweijahrliche Sitzung der Großlogen der PythiaSrittcr, welche zehn Tage dauern wird. Der Sitzung ging ein ofsizieller Em pfang im Opernhause voraus. Nach Erledigung von Routine-Gc-schäften verlas der Supremekanzler Shaw seinen Jahresbericht. Derselbe beglückwünscht den Orden zu seinem gedeihlichen Wachsthum und zu der Thatsache, daß die Zahl seiner Mitglicder im vergangenen Jahr von 203,000 auf 308,000 gestiegen ist, während die Zahl der uniformirten Ritter in demselben Zeitraum um 6,000 zugenommen hat. 2m vorigen Jahre hatte der Orden 47 Großlogen und 3,624 subordlnirte Logen mit 264,817 Mitgliedern. Am 1. Juli 1892 aber zählte er 54 Großlogen und 5,366 subordinirte Logen mit 393,716 Mitgliedern, eine Zunahme von 410,147 im vergangenen Jahre. Hierauf unterbreitete der Generalmajor Carnahan seinen Bericht. Danach hatte der uniformirte Zweig deS Ordens 4890 am 19. Februar 698 DiVisionen, ein Jahr spater 858 und am 1. Juli d. 1. 1,065 Divisionen mit mehr als 40,000 Mitgliedern. . Heute Nachmittag fand die große Parade der uniformirten Ritter statt." An dem Umzug, der sich durch die Hauptstraßen der Stadt anderthalb Meilen lang bewegte, nahmen 10,800 Mann theil. Heute Abend ist hie Gtabt wieder prächtig illuminirt und wurde ein größeß Feuerwerk zu Ehren de? Besucher abgebrannt. ' ÄuSland. , Starb. R i o. d e. J an, e o, 28. August. Mqrschall Da Fonseca, der' Präsident der Republik ist. gestorben. -j. Die Cholera.. . ' j- . ii Hainburg, 23. Aug. Hach Beichten der hlesigen städtischen Behördin stnd hier gegern.'120 Fälle, von Cholera vorgekommen. Viele Fatt verlaufen tödtlich. ! DaSReichs-GesundheitsamtinBer-sin hqt Dr. Koch und Dr. Raths ernanntum mit den' Behörden in Hamhurg Maßnahmen zur, Bekämpfung der Cholera zu treffen. , , Die Seuche wüthet hauptsächlich in der Altstadt und nur verhältnißmäßig wenige Fälle davon sind in der Aeu

stadt vorgekommen. Die BeHorden bieten Alles auf, um eine Ausbreitung der.Seuche zu verhindern. Heute wurden' diele Erkrankungen angemeldet. Wie Zahl der hiesigen Ambulanzen

ist , n Folge deS Ausbruchs der Cholera unzureichend nnd mußten in Folge dessen diele Privatsuhrwerke verwendet werden, um die Kranken in die Hospitaker zu bringen, Heute kamen 35 Todesfälle an der Seuche vor. Viele oelPatienten starben innnerhalb einer Stunde nach ihrer Erkrankung und die anderen in spätestens sechs Stunden. : Die Zeitungsberichte über die Zahl dehiesigcn Cholerafälle sind schr vcrschieden. Nach den Nachrichten" sind bis jetzt 300 Erkrankungen und 1Z0 Todesfälle vorgekommen und heute war die Zahl der Todesfälle 65. Sobald Erkrankungen angemeldet werden, bringt man die Patienten nach den Choleraabthcilungen der Hospitäler unb die Häufer werden sofort sorgfältig deslnsizirt. In Ästona sind mehrere Todesfälle vorgekommen. Heute Abend hat- hier ein Emittier die Luft abge- ' Berlin, 23. August. In Folge der Berichte, daß unter russischen AusWanderern in Stettin, Cholera auögebrachen sei, ist der hiesige amerikanische Generalkonsul Edwards dorthin gereist, fand aber keinen einzigen Fall von wirklicher Cholera. Brüssel, 23. August. Offiziell wich erklärt, daß in ganz Belgien auch nicht ein einziger Fall von asiatischer Cholera vorhanden ist. Alle bisher berichteten verdachtigen Falle haben sich als Cholera Nostras erwiesen. Teheran, 23. Aug. Eine Dep'esche. auö Resched m der Provinz Ghilan meldet, daß dort Hunderte täglich, an der Cholera sterben., -- Opser der Hitze. öondon, 23. August. Nachdem Perliner Korrespondent der News" 1 x, i ',w, - tvl !.. . rp.:e...i..r... fino mehrere. Aroencr uno tjcnoaonbedienstete in Breslau am Sonnenstich gestorben. In Pest sind noch zwei tödtliche Fälle von Sonnenstich vorgekommen. Wie n, 23. August. Am Mitttwoch ist in Agram ein Drittel der Soldaten, welche einen Uebungsmarsch machten, von der Hitze überwältigt worden. Auch die Offiziere hatten viel zu leiden und einer von ihnen, Licut. Vollmann, ist am Hitzschlag gestorben. Berlin, 23. August. In Folge der anhaltenden großen Hitze verdorren die Trauben am Rhein, in Baden und in Oesterreich. London, 24. August. Depeschen auS den verschiedenen europäischen Hauptstädten zu Folge zeigt die seit zehn Tagen andauernde Hitze noch keme Abnahme. London, 24, Aug. Wie Daily News" aus Wien berichtet wird, droht die anhaltende Hitze die Rübenzuckerernte in Oesterreich zu vernichten. In Folge dessen wird Zucker theurer und die Zuckerfabrikanten kaufen stark in Erwartung künftiger Knappheit. Odessa, 23. Aug. Die Hitze hier nimmt stetig zu und heute erreichte die Temperatur 101 Grad im Schatten. OöbissSnaebriebten. Angekommen in: ' So'utha mp tön: Spree" von New Aork nach Bremen, Suevia" von New Aork nach Hamburg. Bremerhav e n : Kaiser Wil helm II. von New Aork. Q u e e n s t o w n : City of New Sork" und Wisconsin" von New Aork nach Liverpool. Sie holera in Nutzland. Ueber die entsetzlich verwahrlosten fa nitären Zustände, welche haS schnelle Umsichgreifen der asiatischen Cholera in Mußland so sehr begünstigen, enthält die Broschüre des russischen, belehrten und ?!ationalölonomen Dr. Hermann RoSkoichtty,. betitelt Tt Todsünden Rußlands. Bjlder aus dem Cholera, gebjet. sehr werihvolle Ausschlüge. Wie entnehmen dem Schristchcn folgende BWm , , Als das Eldorado aller Seuchen kann man den , Boden bezeichnen, den die Cholera in ' Rußland , findet, und deshalb wüthen dort unaufhörlich die verheerendsten Krankheiten, von denen die Kunde aber nur dann ins Ausland dringt, wenn die Opfer zu zahlreich werden. Zu verwundern ist das nicht. In allen Städten an der untern Wolaa. die von der ischeei letn.

gcyen Jahr tür Jähr Hunderitausende

von Fischen in Verwesung über, die Salzlake hat den ganzen Boden durchtränkt und übelriechende Flüssigkeiten aller Art sickern durch die Wände. In Erdhöhlen Hausen die Tausende von Arbeitern, die in jedem Frühjahr dort, zusammenströmen. So ist es in Astrachan und Zarizyn. in Samara wird aUer Unrath der ganzen Stadt mitten in ihr auf einem' großen Plat. aufgehäuft. Tie Fabriken 'thun ihr möglichstes, um Lust und Wasser zu verderben. Sie leiten ihre Abwässer in die Flüsse und vergiften so dos Trinlwasscr. aber was will da alle heifzen. wenn man liest, daß in Petersbürg noch etwa 40 vom Hundert der Bevölkerung in ungenügenden Wohnungen sich zusammendrängen, daß die auf Sumpfboden erbaute' Kaiserstadt noch jetzt keine Canalisation besitzt! Tie KranlhcitZkeime, die es sich in den Städten geholt, trägt nun das Heer der wandelnden Arbeiter durch das Land. Rußland ist ja in den Som mcrmonatcn ein Nomadenland, in dem Millionen von West nach Ost. von Nord nach Süd wandern. An die Handlungsweise eines Wahn-, sinnigen, der sich das Haus über dem Kopse anzündet, erinnert, sagt RoZ koschny. der Entschluß der Regierung. die Messe in Nischnei-Nowgorod trö der Cholera abhalten zu lasten. Sehr beachtet muß werden, was er über die Verhältnisse in den polnischen Juden städten an der Grenze gegen Oesterreich und Preußen agt. Viele von ihnen sind noch ärgere Seuchenherde, als die unsaubersten russischen Städte. Ihre Bevölkerung ist gegen alle gefundheit lichcn Vorschriften so gleichgiltig und abgestumpft, daß an eine Durchführung sanitärer Maßregeln gar nicht zu den ken ist. Wcr jemals in Russisch-Polen einen der llcmcn jüdischen Marktflecken betreten hat. witd Roökoschny in diesem Urtheil völlig beipflichten. Daß die Seuche unter Bürgern und Bauern so furchtbare Opfer fordern kann, ist zum großen Theil auch in der schlcchZen Volksernährung begründet. Jede Lebensmittelpolizci fehlt oder wird von dcn bestechlichen Beamten in einer Weise ausgeübt, die sich von bewußter Vergiftung kaum untcrscheidct.Schlacht' hjuser und Kaufläden, Tractivs und Hökerbuden starren von Schmutz, und die (ewissenlosigZeit vieler Unterneh wer scheut sich nicht, durch vollste AuSNutzung des Trucksystems dcn Unglück lichen Arbeitern statt des Lohnes verdorbene Lebensmittel aufzuzwingen. Ter Fluch der Vergangenheit ist es, der solche Zustände schuf, die man jetzt nicht mit einem Federstrich oder selbst bei ernsiem Willen beseitigen kann. Das verroticte Beamtenthum ist unfähig, irgendwie thatkräftig einzugleisen, und die breite Mazse ,fl durch die Schuld dr Regierung in einer Unwissenheit verblieben, daß sie verständnißlos dem Fortgong der Seuchen zusteht. Dann erblickt Noskoschny eine der Todsünden. baj3 dem amtlichen Rußland es n:eein fiel, wahre Volksausllärung zu fördern. Die unterste Stufe der Halbbildung ist wohl in den Städten verbreitet, aus dem p'atien Lande aber herrscht in dcn Köpfen schwärzester Aberglaube und MlUrauen gezen alles, was zu den Herren gehört. Es fehlt das. Pflicht aefühl in dcn leitenden Schichten, wer an der Krippe sitzt, sucht sich zu berei. chern. Eine Erklärung für die Miß Handlungen von Aerzten, wie sie jetzt wiederholt vorgekommen smd, sucht Roskofchny darin, daß die Aerzte der niederen Bevölkerung ganz tbeilnahmslos , gegenüberstehen, sich um die Armen nicht, kümmern, lhre Bedürfnisse und Leiden nicht kennen lernen. So . trennt eine unüberbrückbar gesellschaftliche Kluft, den Arzt von der Bevölkerung und, der Aberglaube, das Vertrauen auf weise Frauen, Beschwörungen und ähnliches läßt das ärztliche Wissen verachten., Als ein Mensch, der Kranien quält, erscheint der A?;t dem Volk und deshalb richtet sich die .Wuth gegen sie, Hätte die Regierung dem Voltsschulwejen kräftige, fördernde Unterstützung gewährt, so wären solche Zustände unmöglich, aber daran hat eö immer gefehlt und wird es auch sehlen, so lancie da? jetzige Beamtentum und mit ihm der Mangel an jeder Büraertuaeno m- dem unalüallchen Rußland bcstcht. Die ältesten Zwillings. brüder im Lande lind wobl der warmer Henry Loleman in ltzloversville. Fu! ton Co., N. Y., und der Methodist enPrediger uoieman in Fond du Lac, Wis.z Beide wurden im Jahre. 1800 geboren, und' keiner ist jemals einen Tag krank gewesen. Der Zeitung s tt r P o mmern wird berichtet: In dem Toise Bic;-.ikcr. zwischen ,KörIin und Köslin licgmd, findet noch ,die alte gute Sitte stakt. 'daß ein Selbstmörder, nur nach Sonnenuntergang,, oder, vor Sonnenausgang auf einem Tungwagcn be qra'vcn werden darf.,, Ein solches Bcgrübniß fand kürzlich an einem Sonn tag Abend um 9 Uhr statt. Tie Leiche des ! lliaussceauZscherS Bunde, welcher sich erhängt hatte, wurde auf einem Tungwagcn zum Kirchhof gebracht; alle .Nirchhofsthüren waren geschlossen: die Leiche wurde über die , Kirchhofsmauer transportirt. und die Leichenträaer , mußten ebenfalls die Reift über die Mauer antret'n, um den Earg u die Gruft zu senken.:v:'"äii?

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