Indiana Tribüne, Volume 15, Number 335, Indianapolis, Marion County, 21 August 1892 — Page 2

nssSiWs

Der Liättöcrtk)::?, i Jnaim, Der .Muberthurm" in Znaim führtc seinen Nanu daher, weil zu Ende des jittiefinten Jahrhunderts Burayauvt' imann Hnnck von Kunstadt von dei nsimcr Burg aus Aaüdzüge bis weit An ein nach Niederes! erreich unternahm, jbis endlich König Siaismund und Herjzoa, Albrecht von Oesterreich 1404 Sradt cund Burg erstürmten und dein Rauber' unwelcn ein Ende inacdien. xer IMiktfe'V j vti v -' " " , ' taurrn war ein gewaltiges Bauwer, mehr als 30 Meter hzch, qaltlbel fcon feit langer Zeit als baufätlig. lM!.s. i,3n; fMtn 211 Mmm 3fcrV LkViv vvi-ii in . j ' falle beigetragen. Er war oben offen, ä Innern ganz leer und der untere miuicu vaa uuilou- 1 t ! q:.i.- '(.:;1i.''.fii(a jincni itiuütiui. Kuua iuux.iiii Jahren war zum Zwecke einer Straßen, ulirung das Terrain ringsum abge " - . graben uns das Fundament blotzgetegl worden I oQcvrtfirtuvPr ;,fe;n wvu v 11 vmi v v" 11"I Meichsraths-Abgeordnete Victor Hübner in feinem Buche über Znaim empfohw w th Y,i,ttkm,is hnr hm vv v.. ... völligen Verfalle zu bewahren, und auch die Bürgerschaft gewünscht, daß der Thurm erhalten und als Aussichtsfcrtw&riltttif'rt.' Nar dreiad. ren wurde der Thurm amtlich untersucht. Die Ingenieure erklärten eine Mündliche baulkche Herstellung für Äothwmdiz. Risse und Sprünge, die 'sich in leter Zeit zeigten, mahnten, ;7f, Wri ,tthii,T inn.-rriTf i nth mm 1 v v -- MN, zumal auch de? Brauereibesitzer Maural. dessen Gebäude rings um den Thurm liegen, sein Eigenthum bedroht Mte. Es wurden unlängst Herr !Ober-Baurath Kaiser aus Wien und ' . lder Architect Herr Prole,for Prokop aus :rn-, rHrre Nnl. I wini w,twf v , .n. f.- - - m k?s af,rm ,mh hf? 9famfÄ. I lunq des Fundaments empfahlen. Diese , Arbeiten sollten auch in der That in fn.irmwnn.mmmM hfri kam ihnen aber mit dem Einstürze zuvor. Der 36 Jahre alte zweite Gährsührer Yrtw wfern ::Aiii.f hi viaM. in der der Einsturz erfolgte, in einer Eckkammer. Wie durch ein llöunder blieben Fußboden und Plafond in der Vettbreite stehen, so daß er sich durch einen Sprung aus dem Fenster in's Treppenhaus flüchten konnte. Als er mit der inzwischen angckommcnenFeuer. wehr dm Schutthaufen bestieg, hörte er iäiiirrvi, 9r Mnn ihrrm nA Hilfe ttete den durchwalkn eittgezwänqtcn Aransübrer Viktor Mell. Die Familie i des Lederen verreiste glücklicherweise vor acht Tagen zum tturgebrauchc nach Karlsbad. Der Maschinist des BrauHauses, Her? Skoda, wurde sammt seiner Ehegattin von den herabgestürzten vuku.in vvtm ,. - Balken und Steinmaffen buchstäblich plattgedrückt. Sie wurden im Schlafe getödtet. Sein 18jshriger Sohn wurde ebenfalls bereits. todt auiaefunden. Der zweite, 10 Jahre alte Sohn Stcda'S schlief in der Küche auf der Bank in einer Nische. Er blieb am Leben und rettete sich dann felbsk durch's nenstec. :" ,! '"-r--" - ; 11 '-t:: I Mittel gegctt die Nevlaus. vstnn i cme aus im rommenoe v p . . -m. w 1 Nachricht bc',tatkgt. so ist einem schlich, ten Tagelöhner eine Entdeckung ge-l gluclk. nzcy der dizyer mnen,cyafllicye Autoritäten und staatliche Behörden, in I adoratorien unÄ aut mternanonalen , , .- r- j- 1 i . .. 1 I ongreen. irg vergeoa? aogemsyr 1 C j w : Ct" j aI X m am 11 V y s A a( I ijuütn. i-ux -tuuciütjuii iiiuu 1 vröfti aus Gnnzing es. p yem es gelungen - ein wirksames Mit. I .r-W M " . I fei gegen die edwus auszupnden. vert arveueie t zeyn ayren m oen Weingärten von Gnnzing. zulegt in den Weinbergen des Wagensadrikünten Schweiger. Als auch dort die Ptzyllorera verwüstend auftrat, sann de? einfache Arbeiter auf Mittel, diesen gesährllchsten Feind der Rebe zu ver Nichten. Er versuchte mehrere Jahre hindurcy im Geheimen, erprobte dann seine Er faurunaen im Schweiger'schcn Wein derq und fand feine Voraussetzungen bewährt. Ueber die Herstellung und I r . rm l m Zusammensetzung feines Mittels hat Eberl strenges Stillschweigen bewahrt; in seiner engeren Heimath verlachte man zuerst den Rcblausmichel", der sein Geld für die Beschaffung von Eheznikaiien verthat, aber man mußte bald anerkennen, ba$ die unter semer Ob but stehenden Weingärten phylloxera lfrei waren. Tcr Erfinde? machte noch vor Kurzem einen cnerreicyttazen aazverem I uf die von ihm erzielten Resultate auf' merkzam. Dünge Zwei Wiener TtjuiutviUfUi Milieu ves jicüiuu m:.i. ci r Michel" zufällig Kunde bekommen. In Frankreich hat die Regierung einen Preis von einer Million Frankcn für Auffindung eines Mittels gegen die Whvllorera ausgesetzt. Die beiden Franzosen, ein Hoteldirectör Bodemair us Cannes und dessen. Schwager Bmaois suchten Eberl in Gnnzing aus, prüften seine Arbeiten und seine Er folge und zeigten sich von beiden sehr Heftiedigt. Sie haben auf der St. 'n,n ukvtttra mit dem Taalöwer Bst;. rtt Trrtn nrth sinnneS fÄLiS? 6fbelt w weitere ELp.nmentllarr moen iven. . Vielleicht wird al 0 de? Name wm, als der eines Wohlthäters der MenschSeit, binnen Kurzem berühmt und ge--ttA vM"' I""' : en u nte GeleaenZzeit.

Nun adieu , alter Freund, wich siehst du nahm den Dolch vom Stuhle und benie wieoer! Gar nie mehr? Nein trachtete ihn aufmerksam. Er war nie mehr! Ach. Tbesdc-t. dann berat vollkommen schmucklos, der Griff von

tiiiz s.0 y i'tati; . n m . ' M

sMMSMM

Die Spitzen der Primadonna. ei dem RuMse voa Jutta lark. Die Vorstellung in der Großen Oper hatte sehr lange gedauert. Es war Mit ternacht. Fest in ihre Mäntel gehüllt, um sich vor dem scharfen Winde zu schützen, eilten die Theaterbesucher nach Haufe. Tcr Abend war mehr als an genehm verbracht worden, cbenfo wie alle die anderen Abende d:cfer Saison. . . . . grt denen der neu : Stern der Großen per, Marion Pellctler gelungen hatte. Dese geniale ttunsilnm war wie ein Komet im Herbste des Jahre I , tv r cv it. i Pans erschienen. . Ihr leben, Wl Splkl lhre dunklen, schönen --- v m r.; . Bflt nie enekttttnnki Des Ulliilums -7 ria ' rv-- v i ... . stetig gewaschen. Für den Augenblick 1 der Liettmg der Panier und t)UU Jb.. L..! 41 y lt w All ein vumgui ouuV u, Alle, die sie nur emmal gehört hatten. Ein junger Millionär, de Chantillq. r 1 m t L ' X in vergaz; semen hohen Rang, fragte mchtv nach dem Zorn ferner amdie und fo W Herz und Hand. - r . - cw . an dlefem Abend war e, Ma non Pelletier, um die sich alle Gespräche des nach Hause eilenden Publikums drehten. Jeder überbot den Andern 1 uber,chwangllchen Lobesworten und d Macht. dBasamknt. den unbeschrelblkchm Wohlklang lhrer Stimme. Nur em zunger Mann. er der Wen. welche das Theater verschien den allgemeinen Enthur, , r if stasmus weulg oder gar Nicht zu thei. len. Seine Züge waren ernst die Augen auf den Boden geheftet. Er gehör. te nvht zu dem Theaterpublikum son. der" war von Amtswegen eme kurz, 'llAii KAM- I WAm a AU A .k oy . v; n,. Etttnne Ponau. hieß der iunae Mann. 1 11 . . r ii.i Poliiellieutenant und verpflichtet. Schlüge ,ede, Vorstellung, furzen vall cineZ Unglücks.m Theater zu mn. Nicht die gefeierte angerili, fondern si?uz andere Dittge beschäftigten seinen eist. Sei, . einigen Jahren liebte er ein braves Madchen, und das Ziel aller wner Wunsche war, sie j ,nn rau ZU machen und ych em glückliche Hnm tchassen. Aber Beide hatten kem Bttmögen. und unter den gegebenen erhältnmen nKju erwerben, war lehr schwierig, .eme Braut Adele war sehr Lezchickt in zeder Hauarbelt und befchaftigte sich damit, spitzen zu wa,chen und auszubestern. 'Äle hatte es in dieser Klmstzu einer solchen Voll kommenhelt gebracht. d& die vorneh men Damen ihr ihre kostbarsten Spitzen anzuvertrauen pflegten. Aber diese Thätigteit war nicht sehr einträglich. Vergebens zerbrachen sich die Liebenden den Kopf, um Mittel zur Erfüllung 1 ,j. TV . l 1 klwr Wunsche zu finden. Endlichbe schloß Adele, mit ihrer Mutter zu eine? Tante, die ein kleines Landgut in der Nähe von Lyon beja, zu reisen und den Sommer dort zuzubringen. Da Etienne seinen Tagesdienst nun vollendet hatte, wollte er zu ihr hingehen, um sich mit ihr auSzusvn chen. Er begab sich daher in die Petite Rue de la Perle, wo Adele ein kleines Zimmer im vierten Stock eineZ unan- ,. Zehnlichen Hauses bewohnte. Sie em pfjnq ihn schon im Hausflur, wo sie feiner gewartet hatte. Das Geflüster r Liebenden erlitt gar bald eine un liebsame Störung. ' Ein 'Mann trat seh? eilia in den 1 ' HauSrlur. -1 'x 1 jixt. usie und es. iintotrf ner " ' ' ' lZjienne erstaunt, einen seiner Unter, gebenm erkennend. lch. Herr Lieutenant. Gott sei Tank, da ich Sie gefunden habe, ich komme aus Ihrer Wohnung eilen Sie in die Rue de la Souffrance. In dcm Haufe mit den zwei Balkom wohnte seit Kurzem eine reiche polnische Fürstin Namens Mustnska. Gleich nach ihrer Heimkehr aus der Oper ist sie in ihrem Boudoir ermordet worden. Entscslich!" rief Adele. Ist sie beraubt worden?" fragte Etienne. Es scheint nicyt " antwortete der Poliicibeamtc. r Ich komme gleich!' Lerfoir entfernte sich, Etienne fülle Adele noch einmal und eilte ihm nach. inc groe Volksmenge hatte sich berekts vor dem Hause rn der Rue de la 5ttik?rik'r7f vttt-krtts sv CtiS W tFHHIHV X . f MMiMti VJ t UU7 selbst war von der Polizei umrnnnaelt. Etienne bahnte sich schnell einen Weg durch das Gedränge und wurde an den Ort geführt, wo das Verbrechen verübt mnrden mar. worden war. Die Ermordete, eine stattliche, Frau der man an worden war. hatte man herausgezogen und auf einen Stuhl gelegt. Das Gesicht der Ermordeten zeigte keme Spur von Schmerz; es war ruhig wie das einer Schlafenden. Die linke Hand war ge vauk uns lag auf dem Teppich. Nun entstand die Frage: Wer war der Mörder? Der Diener sagte aus. die Fürstin : Lbtt MK fit! Hit ..l.Jt.! V. ti i.t in hhh uncuuic, ver cr urimil l'"":, ""v" angezündet und den ÄZantel auf einen iv.. t vcn lasen I" vuiu it i un vus ungecc gegangen, um die Kammerfrau zu rufen. Als diese eitT f kA.rttl ttZ- u u V V-. niae Minuten ivater in 3mt sei babe die äür in tdt u? de, 5S? "5;: lT m Utm im cn htT n (mm mtnm Un . .-T- - - ... . 7 I.ffDvt: liaSÄdiMtT . j itim h wrttiU aegenttat, war schwierig zu losen. Er 1 et. :i ci.. ,... v 1 twt ttkjvuen Uttu nicai nu

Die Waffe schien nicht aus einer fran

zölischen Werkstatt zu stammen; der Stempel ans der Schneide war sehr uw deutlich. Wenig befriedigt legte Etien ne den Dolch aus den Stuhl zurück. Wird irgend etwas an Sachen der mißt im Zimmer oder an der Person der Fürstin?" fragte Etienne den Die ner. Ich babe bis fetzt keine Veränderung bemerkt," antwortete dieser. Auch die Brillanten, welche die Fürstin zu dem Besuch der Oper angelegt, scheinen mir unberührt. Uebrigens, warten Sie, ja, das kleine Medaillon, welches die Fürstin an einem feinen goldenen Kett' chen am Halse trug, sehe ich nicht. Es war ihr sehr theuer, weil es das sehr schon auf Porzellan gemalte Bild ihres einzigen, langn vernoroenen oynez enthielt. Er war zwölf Jahre alt. als dieses Portrait von ihm gemacht wur de." ..Starb er in diesem Alter?" fragte Etiennc. Nein, er war zwanzig Jahre alt. als erstarb." Vielleicht hatte die Fürstin es heute abgenommen?" Ich glaube kaum. Biellttcht nrn oas feine nettazen zerrinen? iQeuxt Abend, kurz ehe sie zur Oper fuhr, sah ich das Medaillon an ihrem Hälfe. Vielleicht ist das Kcttchen im Theater oder aus der Rückfahrt zerrijscn. Aber dann hätte die Fürstin mir gewiß etwas darüber gesagt. Sie betrachtete dies Medaillon als ein Heiligthum. obwohl sie, wie man sagt, diesen Sohn durch ihre Schuld verloren hat,- endigte der Diener semen Satz mit gedämpfter Stimme. Danach licn Etienne die.Leiche aus cine Matratze legen, verschloß forgfäl na beide Thüren des Boudoirs, steckte Die Schlug! in seine Täfche und durch fucyie das iQam vom euer bis zum Boden, fand jedoch nirgends eine Spur von der Gegenwart eines fremden Men Zchen. Darauf begab er sich in das Haupt büreau, um dort einen genauen Be ncht von dem Verbrechen abzugeben. Schon am frühen Morgen des näch sten Tages verfügte er fich in Beglei tung eines Untersuchungsrichters, eines Arztes und ztoeier Pollzeidiener an den Ort des Verbrechens, um den Fall bei Tage genauer zu untersuchen. Man fand nicht die geringste Spur des Ver breckers. Ein Protokoll des Thatbe standes wurde aufgenommen, und Alle wollten eben aufbrechen, als Etiennes ick auf die linke Hand der Ermorde ten fiel: sie war geballt. Plötzlich schoL ihm der Gedanke d.lrch den Kops: Vielleicht verbirgt diese Hand cin Indizium." Er öffnete sie und fah mitErstaunen. das er nch nicht qetauicht hatte. Allerdings war da Gefundene ein sehr unbedeutendes Ding, .ein Stückchen einer kostbaren Spitze, aber Etienne meinte doch, es könne vielleicht zur Entdeckung des Mörders führen. Er wickelte es sorgfältig ein. nähte es zu Haufe auf einen Bogen Papier und legte es zu den Ar ten. Wochen vergingen, ohne irgend wel che Aufklärung des Geheimnisses zu bringen. Der Mord machte felbstver ständlich großes Auffehen in Paris. Ter Regent selbst lieb sich einen genauen Bericht abstatten. In allen Salons wurde die Sache lebhaft besprochen. Die Verwandten der Ermordeten versprachen 3000 Rubel für das Aus finden des Mörders, während die fran zosische Regierung einen Preis von 1000 Livres zu demselben Zwecke aus' setzte. Eines AbcndS san Etienne neben sei ner Braut, während diese eine sehr sci ne Brabantcr Spitze ausbesserte. Sie hatte das schon bei mehreren Rissen sehr geschickt ausgeführt, . als sie plötzlich ausrief: Du meine Gute, wie kann man mit so kostbaren Dingen so nachlässig um gehen! Sieh nur, was das für ein Loch st?" Hierbei zeigte sie ihm eine Spitze. aus oer ein zougroes ma ausgerizfen war. . Etienne warf emen Blick auf die Spitzen und fuhr, wie vom Blitze gc troffen zusammen. Woher hast Du diese Spitze? Wem gehört sie? rief er aus. Das kann idj Dir gern sagen, wenn Du es willst. Sie ist von der berühm ten Marion Pelletier, der Primadonna der Grohen Oper." Etienne blickte Adele voll Erstaunen 4 vi r 1 t an. Zn weicher ezieoung lonrne Die Sängerin zu der polnischen Fürstin ste hm? Diese spitze muz ich auf klne Wene mit Beschlag belegen. Das zu den Ak ten gelegte Spikenstückchen habe ich we nigstens zehnmahl untersucht, und ich könnte einen Eid daraus leisten, dan es aus dieser Spitze gerissen worden ist." Am nächsten Morgen stand der Pou zeilieutenant früh auf und lieb sich das Aktenbündel bringen. Zitternd vor Aufregung nahm er es entgegen,, aber diese Stimmung wurde noch sehr ver mehrt, als er fich davon überzeugt hatte, dak das ausgerissene Spitzenstückchm Faden für Faden in das Loch Pakte. Man konnte nicht mehr daran zwei feln, dafc das in der linken Hand der Ermordeten gefundene Spitzenstückchen aus dem, Kleiderbesatzt der Sängerin gerissen worden sei. Etienne theilte sofort seine Enldek. kung gehörigen Ortes mit und begab sich dann, von zwei Polizcibeamten U gleitet in die Wohnung der Sängerin, um nach weiterem Vemeismaterial zu suchen: er hoffte vielleicht das Futteral des Dolches oder das nach der Aussage des Dieners vermißte Medaillon zu sin den. MarionPelletier trank.in einem höchst eleganten Morgenanzuge, eben Ehoco lade in ihrem Boudoir. Sie war au. genscheinlich erstaunt, als ihr Etienne sagte, er sei einer sehr 'wichtigen Unter

suchuna wegen gezwungen, ihre Woh

nuna zu durchsuchen. Er beaann die vaustuchuna im Bou - - m doir. Aber trok der sorgfältigsten Pru Schlafzimmer der Sängerin, nachdem er sie aufgefordert batte. ibr Boudoir I nickt zu verlassen. I Einer der Polizeibeamten blieb zu! ihrer Bewachung zurück. Im Schlafzimmer fiel cm Blick foöffnete, blitzte ihm eine Fülle prachtvol- j ler Armbänder. Broschen und Diademe entgegen, aber das gesuchte Medaillon war nicht darunter. Da dergleichen j Schatullen gewöhnlich geheime Schiebladen und doppelte Böden haben, drückte er hier und da. und plötzlich klirrte eine Jeder, der Boden sprang aus. und vor ihm lag neben einem kleinen gowc nen Kreuze und einigen verwelkten Blumen ein kleines Medaillon mit einer zerrissenen goldenen Kette. Als er! es öffnete, erblickte er das sehr schön auf Porzellan gemalte Bild eines hübschen Knaben. Er steckte das Medaillon! um das Medaillon dem Diener der Verstorbenen zu klärte, er könne einen sten. dan es dasselbe Fürstin stets aetraacn. Run kehrte Etienne nach einer kurzen Berathung! . . . . 5. . . . . " Mit dem Richter m die Wohnung der j Marion Pelletier zurück und verhaftete! sie mit aller möglichen Rücksicht. 1

fung aller Kästchen. Schiebladen und nothwendig waren. sagten xnti auf die

Schränken fand sich nichts Verdachw nein Vater, ich werde es im schlöffe nde M

aes. Darauf begab er sich in das sehr gut haben und deshalb willigte fuhr ich

gleich auf eme Ebenholz Schatulle, uno M) gkwoynie MIP rafü) an meme er großen Anstrengung aller welche auf einem hübschen Tische neben neue Umgebung. Bald hatten wir uns Kräfte beendigte ich meine Arie, dem Toilettewieael stand. Als er sie sehr lieb gewonnen und waren ein Herz meine Rolle bis zum Schlun.

zu sich, forderte feinen Begleiter auf vergingen. )lr wucyfcn ycran. zu. gelangte an das Boudoir, und als der die Haussuchung allein fortzusetzen, gleich mit uns wuchs auch unsere Diener sich entfernte, um einen Aufund eilte in die Rue de la Soufrance. Freundschaft. Da Johann kränklich trag auszuführen, stürztelich auf fie zu

zeigen. Tiefer er I ourfic. a, avcr gelernt halte. ym aue , Entsetzt wandte ste sich zu mir um.

Ganz Paris gerieth über diefen Vor-1 die in Allem das gerade Gegentheil ihll in Aufregung: man war entrüstet. I res Sohnes war. nicht verborgen blei

fall Man hielt es für unmöglich, daß die! gefeierte Sängerin in irgeiid welcher Beziehung zu dem Verbrechen stehe Hatte sie doch an dem Abende, als es verüöt worden, in der Oper gesungen. Ueber die Per önlichkcit der Marion Pelletier konnte man nur wcnia heraus' I finden, denn die Verwandten der Für stin antworteten auf eine briefliche An frage, daß sie ihnen völlig unbekannt sei. Die Kammerfrau der Ermordeten I konnte auck nicktS ausiaaen. da sie ! der Angeklagten wußte man nichts, Sie hatte anfangs in den kleinen Stad ! ten des südlichen Frankreichs gesungen, als Mitglied einer umherziehenden I &iiriHri0nrn0httfht)H fc.ifh hWttitnst I wiim 1 fv tt wjv 1 vu f m 1 t, vwtv v vyuiij derobe zu erwarten. Nach einiger Zeit se, d,e Künstlerin, scheinbar beruhigt, zuruckaelommen. und Ne seien beide. ohne ein Wort zu sprechen, nach Hause! gegangen. So stand die Sache, als plötzlich em .m, . ganz unerwartetes ireigNif; viö age der Dinge völlig veränderte. Graf Pufotzki. ein Bruder der Für stin. kam nach Paris, theils um über den Nachlaß seiner Schwester, im Ein vernehmen mit den übrigen Verwand

erst kürzlich in den Dienf! ihrer Herrin entwarfen ernen Plan, wie wir uns oft m die Kiffen zurück. Graf Pufotzki getreten war. Die Fürstin hatte ihre sehen und miteinander plaudern könn- und Etienne waren beide tief ergriffen Bedienung überhaupt häufig gewechselt, ten. Er gab mir den Schlüssel einer von ihrer Erzählung. Ueber den Geburtsort und den Eltern kieinen Thür, durch welche ich in einen Bald darauf wurde sie zum Tode

des Publikums erworben, ihr Ruf hatte i dikfer reuoe verauvr. jemand aus I machten es ihm und ... 1" . , . . . - r 1 . '

sich mehr und mehr auZgedreitet. und! oer lcnerfchafi yane vemern, oa ich, ihre langgehegten Wunsch zuletzt war sie einer Aufforderung an lost in den Flügel ging; man hatte es ! ren. Z . 7t. - -. . r . . 1. ".iri: t : i rn.i I

Die iZZrotze in Paris gefoigl. Zyre vrr ur,iin ylnrrrorucy!. in ycaa . Kammerjungier szzte aus. daß ihre mittags, als wir. keinm Verrath ah- unbeftändkger Liebhaber. Herrin an dem verhangnißvollen Aden- nend. glücklich plaudernd in einer Ecke de. nach Beendigung ihrer Rolle in der der Bibliothek faßen, trat die erzürnte Vor dem Petersburger Gericht sten. Mitte des legten Aktes, sich nicht wie Fürstin ins Zimmer. Ich sprang aus 0jf1-cr Tage der Kleinbürger Petrow gewöhnlich in der Portechaise nach und wollte weglausen, aber sie vertrat tn unbestanoiaer Liebbaber. dem seine

Hause begeben, sondern gesagt babe. mir den Weg und versetzte mir mit ei- verlassene Braut einen Zivilprozeß an. sie wolle sich durch einen kleinen Gang ner Reitgerte einen so scharfen Hieb gehängt hatte, um aus dem Zusammen iu der kühlen Rachtluft crfrijchcn, und "bers l?esicht,daß ich mit einem Schmer, bnich ihres Glückes wenigstens etwas zu sie habe ihr befohlen, sie in der Gar zensschrci hinstürzte und die Besinnung retten. Stets bin ick ibm ax mttt

ten, zu verfügen, theils' um bei den unter einer Brücke oder in einem DikNachforschunaen nach dem Mörder mit I licht.

zuwirken und dem Gerickt die in Nit hatte dort monatelang gewohnt und iui iu intiiiu iwiiuyii .i3iv4uiim.il it3 standen haben, so mußte er sie kennen, Am Tage nach seiner Ankunft begab er sich in Begleitung des Untersuchung .. , MinlAn tUuiakii nchters und des Etienne Ponau in das Zimmer der Angenagten. Sein Ver dacht erwies sich als richtig. Liutka Santoka!" rief er erflaunl beim Anblick der blaffen Sängerin. Manon Pelletier stien einen lauten Schrei aus und verlor das Bewußt sem. Sie wäre auf'den kalten steinernen iiinfisthftt ifttür:f 1t?pmh svfif? nickt aufgefangen hatte. Er besprengte t " v -1 -, - I ' ihr das Kksil-lit mit maVier. Mmiifu lich kam sie zu sich. Als sie die Augen öffnete, siel sie bei dem Anblick des Grasen beinahe wieder in Ohnmacht, Durch eine gewaltige Anstrengung überwand sie indeß ihre Schwäche, rich. tete sich auf und sagte mit matter. tonloser Stimme: ' er stimme: c j T : . . . 1 . r-- - . u. - . aq om verloren, hören etc oaki mein eiiunornji. enn man niqw - 1 W il X .... . L III..... - . . . . A & Jtf-M M. L'vm J- i. mehr zu honen hat. bleibt einem nichts ü.ria als die Wabrbeit. Danach maa Kott mick, rickten!" ' Sie faltete die Hände. J . es ist wahr, ich heiße nicht Ma 1 t t Jt , non Peuelur, fonoern llura an to!ä- diese W?rte schrie sie mehr, als' daß sie sprach , und ich war, als ich diesen Namen trug, bald das elendeste, bald das glücklichste Geschöpf auf Gottes Erdboden. Ich bin die Tochter des Försters der Fürstin MusinSka und lebte ms zu meinem fünften Jahre froh und sorgenlos wie ein Vo gcl im Walde, im Hause meines Vaters. of s, itt ! YAfs - unt luu .4.vy u muH -w"' 'i:MAmfu irttTn i;uuuiu Huvi. Eines Tages kamen zu meinem Va. .. ..tt "t:. r..xn.. 4.. x k"N?. iti vi.v uvi fc vv uuiijv i uv ftffrff .ws lii?. ,, . f m 1 1 4 , ...jj.gen Sohn den Jürstin Musinska,. und sagten ihm,; das Kind brauche eine Gespielin seines Alters. Man führte mich zu ihnen, sie beobachteten mich und erklärten, ich seizu einer solchen geeignet. Ich war lustig. . aber nicht wild

emgejammelten Nachrichten mitzuthei- "uo vcroingie micy ai- wniimaga. und das Gczchenlte wird nicht wieder len.. Er war auf dem Gute seiner Meine lcldenschastliche Ausrcgung hatte zurückgegeben! Die sieben Rubel bin ich Schwester ein bäunacr Gast gewesen, sich all mälig in stille Schwermut!? vcr- bereit.' ibr in bezablen. auaenblicklick

kannte daher alle Pcrfonen, mit denen verrin oeiianoeiie micy sreunona). 0 Ungetreue. Einigen Sie sich sie im Verkehr stand. Sollte demnach' verlebte ich mehr als cin Jahr, da hörte in tzüie. Sie haben ihn doch gc. Marion Pelletier in Polen zu der Für ich eines Tages auf dem Markt den liebt, lieben ihn wohl noch jetzt.

tasm&mxieiLVJSi&'msp'Kaaixmsi

wie em nabe. und dabei vorstchng und rücksichtsvoll. Eigenfchaften, die r yr i. , 5 V für eme v,eipielm oes rranriiazen. fchwaazen llclnen Durften wichtig und er ein. mich ihnen mitzugeben. Sie ic volle lief Alyem uno fcywieg Weile, dann fuhr sie fort: ... . - r. 1 eine ..Fürst Johann war ein herrlicher. gutmüthiger Knabe. Er war fehr gluckna,, nne eivteim gefunocn zu yaocn. und nnc cele. Er konnte gar Nicht 1 mehr ohne mich auskommen. Ich nahm hnl an allen seinen spaziergangen mit seinem Hofmeister und mutzte zuletzt auch bet feinen Stunden neben ihm siz-.cn. Auf diefe Weise lernte ich bald Französisch sprechen, worauf in der Erziehung Johanns die größte Aufmerksamkeit verwendet wurde. Spater erweiterte sich mein Gcnchtslrcis durch verschiedene Aus fahrten mit ihm. besonders durch die nach Warschau, wo ich zum ersten Mal Cheatervorstellungen sah. du mich bc. geisterten und entzückten. Die Jahre! war und oft der Pflege und Hilfe be war. als wenn ich mtt ihm plauderte und scherzte. Ich lebte nur für ihn; icn war giuaiicy, wenn er ficy woy' kühlte. Dies konnte der kaltherzigen Fürstin. ben. und als Johann dreizehn Jahre alk geworden war schickte man mich in meinen Wald zurück. Mein Schmerz war tief und groß. Die Trennung von Johann war mir unerträglich, ch konnte den Gedan. kcn. aus immer von ihm getrennt zu sein, nicht ertragen. Ich schlich in den Park, wo mir jeder Fußpfad bekannt war. uud wartete geduldig, bis der eyemange iLefayrle meiner prele kam. Welches selige Wiedersehen! Wir alten unbewohnten Schloßsiügcl und von dort in die selten befuchte Blbllo-1 thck gelangen konnte. Auf diese Weise sahen wir uns lange Ze,t täglich. Aber eines 5anes wurden wir auck - r " " " verlor. Tann befahl ne zwei Dienrn mich ln den Hof zu tragen und mich a.oen azanopfazi zu mnoen. Hier stand ich vier Stunden und muiZie o,e grooen ijf uno oen Vovu oez mannlichen und weiblichen Hofge - M fl . - e , ffcf, jC . Ä'r" . j. 4. I nnocs anyoren, ,0 oay iq vor uu uno cyam oclnalze umiam. Als man mich endlich losband. konnte q an nichts Dirnen als an schleunige Flucht. Bettelnd lies ich im mer weiter: die Rächte verbrachte ich oft 1 Endlich gelangte ich nach Krakau wandelt: ich arbeitete cisrig. und meine I II (Illini ' II II II TI 1 11 Iinil PTIsUrüI 11ITTI1II3 1 .. --n " - ßcn. daß ich fast den Korb, in den ich meine Einkäufe gethan, aus den Hän. den fallen ließ. Ich warf einen Blick nacn oer Niqiung, von wo iq oen wa nien geyorr alie, uno ,ay eine ane. mir völlig unbekannte Bäuerin, die ei ncr anderen yrau clwas erzaylie. az . f j . r. w naycrle mcy lyr uno fragte ne. was fie von der Musittskischen Familie wisse. i rtTT nnr .niiTnaninin tn nT i ittt i i" mnnst Du sie auch?" fragte fie Das sind polnische Magnaten, aber Gott schickt eine Heimsuchung nach der andern über fie. Der Fürst selbst i I -. . t j 1 . V ttcilorvcn. uno zezzi 93, man oen ou ! auch begraben. Ich hatte nun gcnuggchort. Jchwuvte, wunte ganz sicher, dan der zarte, warm. herj'ge Nnabe vor Schmerz gestorben war, und is Weh in memem Herzen erwachte mit erneuter Gewalt. n oer toraoi woure icy mcy! mcyr bleiben, in Polen auch nicht so ging oieiocn, in -pcicn uuaj man o aiirn I . i .. . .. .VA! .i jl t mm ti i. V, 1 1 1 r ri v w- rr nnni I u, ttu VII. "V. vranzofifchcn, I ' . Tv u 1 . i . , Ä 4 4 M VT .31t rT K- f" T T Tl I II 1 Tl ' II I III jl k I I Tf IIIII I II I T "'""i, üji". eine vinueuung oei Honneur vore. dem Direktor des französischen Thea ! ters. Mein Enthusiasmus für die Bühne lebte wieder aus. adre glaubte In mir viel dramatisches Talent zu l entI V Jt liH m MX a! n?AitAt M?ll. iuwui mw iu muuv ?w "er auftreten. ! Sväter. als man entdeckte, dak !Ä eine schöne Stimme hatte, trat ich als Sängerin auf und wurde bald de rühmt. Mein Ehrgeiz erwachte, Ich wollte noch mehr Rühm erwerben. Ich ging nach Mailand, dann tns südlich Frankreich, zuletzt nach Paris. Ich hätte, glücklich sein, können, wenn 1 a w:. rt-: . ct . J I iaj Oit" VIimilUMHil uu juyuuii UIIU I - " c;... l Um yiiui 5 UUIUJ UU3 iUUUll tlU hatte bannen können. Der Gedanke I : j. -j. I v; ,:-nr4, ivClivimw iuiuj, vup u. uu ivutiiui Nn XZ. 7s'.7 (i.uuui tß$t0gnuf wv vikt tuujuiutu Höhe hinunterstoßen werde,, daß -man zu mir sagen werde: . Was willst Du hier? Du bist Liutka. das entehrte Mädchen, das in Polen am Schand. psab! gestanden hat!" , . Der verhänanikvolle Abend de? Mo

1 r

Eid darauf lei- Wne Wunsche an den Augen abzulegen, schrie mit heiserer Stimme; Sei ver sei. welches die! ist es begreiflich, das; er so zufrieden flucht'.", erariff mein Kleid, wobei fie

nats März kam heran. Ruhig begann ich meine erste große Arie, bei der ich dicht vor den Lampen stehen mußte;

ohne etwas böfes zu ahnen, blickte ich mich bewundernde und vcreh' enge der Zuschauer. Plötzlich zusammen. Da war das Ge icht. an dem ich jede Numel kannte: da i ' . . ' . . . saß die Fürstin, und ihre Augen fcfr trachteten mich mit erstaunen. Tödtliche Angst überkam mich vor dieftn durchbohrenden Blicken. Da saß t. die mnn Glück zerstört hatte! Mit meiner spielte Wilde Gedanken jagten sich dabei in meinem Kopfe, und der Entschluß wurde immer fester: Du muf;t dich von ihr bc. freien. Du mußt sie vernichten, fönst bist du verloren!" In der Mitte des letzten Aktes endigte meine Rolle. Ich eilte in die Garderobe., steckte einen Dolch zu mir. hüllte mich in meinen Pelz und sagte meiner Jungser. ich wollte mich durch einen kleinen Gang in der Adendluft erfrischen. Am Hause der Fürstin an gelangt, verbarg ich mich hinter einer Säule und lies; ihr Zeit, die Treppe zu ersteigen. Run schlich ich ihr nach. und bohrte ihr meinen Dolch ins Herz. ein Stück aus dessen Svitzenbesatz ab riß. und stürzte todt zu Boden. . . - " - Mein Auge fiel auf das mir so Wohlbekannte Medaillon. Meine Liebe zu Johann flammte aus mit neuer Kraft; das unüberwindliche Verlangen, diesen Schatz zu befltzen. überwältigte I mich. Ich riß es vom Halse der Für stin und versteckte mich in dem an das Boudoir stoßenden dunklen Zimmer. Ich hatte mich an meiner Todfeindin gerächt! Ich mußte eö thun, wenn ich nicht wollte, da dle,es schreckliche Weib ,um zweiten Male mein Lebensalück vernichten sollte. Mögen meine irdi' schen Richter mich nach dem Buchstaben des Gesetzes richten. Der himmlische , Richter wird mir verzeihen." Erscbörnt sank sie nack, diesen Worten verurtheilt. In der Nacht vor ihrem Tode hatte fie zum legten Mal ihre ! Lieblingsarien gesunqen. Die Preise, welche Etienne durch die l ssnixx'i'fikn er würrin rmnrWn 1 mvnij .tvu'vtui vttwtvitt, Adele möglich. e auszufuy' Braut entgegengekommen, habe ihn. er mich besuchte, nach Möglichkeit bcwirtbet. ,bm seme Lieblingsveisrn ! vorgesetzt: ein rothes Hemd und ein Paar hohe Stiefel mit schön gekauften , Schäften habe ich ihm auch geschenkt I ' 1 . " " 1 linö ihm foqar sieben Rubel baares Geld geliehen. Aber jetzt verlange ich, weil ich ihm fremd geworden bin. und er mich verlassen hat. daß er mir die Sachen und das Geld zurückgiebt", so erklärte die junge Braut, ein junges anmuthiges Madchen, dabei den Aus rcißer sehnsuchtsvoll und betrübt betrachtend. Geschenkt ist geschenkt I hin ich dazu außer Standc.entqegnete I i...... I , , V stSu I . t iiuju uiv wit yuui( ; luuiiuu d Richter sich väterlich an das junge Mädchen. Gut, Herr ch,, e, soll mich aber heirathen, es vor Ihnen feierlich versprechen, Sie schreiben es nieder, er unterschreibt nd ich üebe dann meineKlaae Zurück!" I " ' summte die verlassene Braut thränen &en Blickes dem Vcrsöhnungsvorschlage d:s Richters zu. Sie hören es," wandte der Friedensrichter sich an den jungen Burschen, also wählen Sie. Entweder Sie nehmen die Braut oder bezahlen sofort die sieben Rubel. Wozu entschließen Sie sich?" Lieber nehm ich fchon die Braut, entgegnete , 1 - rr . . st, a . 1 . entschlossen der Angeklagte. Hand in Hand verließ das Brautpaar, das sich so wieder gesunden hatte, .die Gerichts kammer. sie strahlend vor Glücksckig. it. 1 rc ; ,i.sfs.s .FMer. ja früher, da konnte man A 1fixf mom,meni I J v l w v . v. i . ' . nch leicht ein Monument verdienen Pulver. Eisenbahnen. Elcctricität alle noch unerfunden. Da konnte ein Ee? nie noch ordentlich wühlen und wählen Ytt WlTfrf IIMhCTICtt rtlttll. qUx bleibt Unsereinem beim besten I?J I willen Nichts übrig! Schlau. Student: Mit dem Anzug bin ich zufrieden. Wie theuer ist er? Schneider: (U Mark. Student: Können Sie mir auf einen Hundert morkscheln herausgeben? Schneider: Mit Vergnügen. Student: Nun, da lassen Sie nur ruhig Ihren Beutel stecken. Dann haben Sie viel mehr rW ls Ich! u"y M" 1t Atf -rttrtf - Qv.nf -" unqcr ccucirriigi. .enien I z. vft. W.',N7NN77 frtt TfftI S u nur der Neum nu M uch r nen I alten ?azafs!ovk genannt! , tiefer I oin vsöjuiöiöi stllu11 l mA-. ur-i f;H ! X i Narr! Sie sind ja noch M den, besten vVrtfTt1 1 , "; ' WMs . Gedankensplitter. ' Vor oer Hochzeit und nach, der Scheidung sieht cir Mann mehr Tugenden an sei ner Fau, , als während der ganzen Döue1eZnerEhes?GHtPzM

Z

Dte Hclsenlyal.

HumsreSk e F. v. MinkS. Sage mal. Karline, is es denn wahr, daß Du Dich einen Schatz von die Muflke angeschafft hast?" fragte Jette eines Tages beim Waffcrholen. Ra ob." meint Karline stolz, die große Pauke noch dazu!" ..I, was Du sagst. Karline, willst Du ihn denn auch hei rathend" Ich möcht' fchen. Jette, aber wccßte. ick hab' mich vorgenommcn zu warten, bis mal erst wieder 'nen Krieg gcwescu ist!" Na warum denn? Da kann Dich ja Deine Pauletodtgeschossen werden, denn was die Musike ist. die mun immer vorneweg." Ja sichstc. Jette, darauf muß ickt nu ankommen'laiscn. Ick hab' mich im mer vorgenommen, wenn ick Einen: von's Militär nehme, dann muß er auch .'ne wirkliche und wahrhaftige Hd dcnthat besangen haben und wo soll erdie machen, wenn nich in'n Krieg?' Nachdenklich schwieg Jette. I wat ick würde ihn auch ohne Heldenthat nehmen!" Na. ick nich!" meinte Kar line und schwenkte ihren Eimer. Einige Tage darauf kam in die Gar nison ein fürstlicher Herr zum Besuchedes Gouverneurs, der selbst von hohem Range war. Zu Ehren des Gastes wurde eine grofie Parade auf dem Marktplätze angesetzt. Bisher war a üblich gewesen, daß der Gouverneurmit seiner Suite bei allen Paraden an der rechten Seite der vorbeimarschircn den Truppen gehalten hatte, so daß. diese mit Augen rechts" defilirtcn, während die Musik links abschwenkte. Auch diesmal sollte es so sein, abereö war ein sehr heißer Tag und die rechte Seite des Marktplatzes der Sonne ausgesetzt. Der fürstliche Herr, der mit der ganzen Suite zu Pferde war, schwenkte deshalb noch im letzten Mo-' ment auf die linke Seite in den Schatten und stellte sich dort in der Naheeines Brunnens auf. Alsbald ertönt das Eommando die Reihen der admarschirendcn Regimenter entlang: ,.Auge:r I - Ck . . T t i T 's 1 U iiNls. '.nun: recyis aofazwenien:" Das erste Regiment macht seine Sache tadellos; dann kommt die Musik des zweiten, die auch richtig nach rechts abschwenkt, um fich dem hohen Gaste gegenüber aufzustellen. Aber. 0 Schau der, der Trager der großen Pauke hat in eifrigster Ausführung seiner gerüusch vollen Thätigkeit das Eommando nicht vernommen und schwenkt ganz allein aus alter Gewohnheit, die Augen fest auf seine ausübende Kunst gerichtet, links ab gerade mitten hinein in die Suite! Entfett bäumen sich sämmt lichc Pferde sie sind nicht zu halten und hurrah! rasen sie die Straße hinab, bis es allmählich ihren Reitern gelingt, sie wieder zur Vernunft z bringen. Die ganze Parade war ge stört und ein Hagel von Vorwürfen er goß sich über den unglücklichen Pauken iräger, für den der hohe Herr schließlich noch ein gutes Wort einlegen musste. Bald darauf treffen sich Karline und Jette wieder. Jept heirathe ick ihn." sagte erstere stolz. Denk Dich. Jette bei die Parade hat er die janzen feinen Off'ciers miisammt ihrer Jäulc in die Flucht geschlagen; ick hab' et selbst jcsc hen: ick stand dicht an dem Brunnen, und wäre beinah überritlcn worden. Leytcn Sonntag bad' ick ihm denn zur Belohnung zwei große Butterbrode und auch das Jawort jegebcn!" ..Na so wat." merntc Jette, aber der Oberschl hat ibn gescholten!" Dat verstchstenich. Jette, der Oberst war ärgerlich, bat er selber dat nich gethan hat; dat war also blos Neid." W a l l e n st e i ti konnte den Hahn nicht krähen hören, der Oberbesehlshadcr der indischen Armee, Lord Fredcrick Roderkö. der unerschütterlicheGeneral, der in der heftigsten Feldschlncht auch nicht mit einem Nerv' zucken würde, wird bleich und aufgeregt und lcidtt sichtlich wenn eine Haus katze sich in seiner Nähe befindet. In ganz Indien ist diele Thatsache bekannt und alle Freunde des Generals nehme, zarte Rücksicht auf diese feine Eigen thümlichkcit. Dennoch spielt Puffn" auch der g: ößtcn Vorsicht gegenüber manchmal einen P offen. So war es, als General Roberts einst bei einem Divisionscommandeur auf einer Inspectionsreife zu Gaste war. Dieser wurde darauf ausmerkfam gemacht, daß er feinen Haler während der Anwesen hat des Oberbefehlshabers auf alle Fälle entfernen müßte. Um ganF sicher zu gehen wurde der Kater angebunden. Die Officicre saßen am Abend bei der Tafel, als plötzlich der Adju tant General WolscleyS ocm Dlvisionär ins Ohr flüsterte, dn Kater muffe sich: losgemacht haben. Ich habe das im Augenblick ihm am Gesicht angesehen. Er sieht schon ganz bleich aus. es muß eine Katze im Zimmer sein." Und sc: war es auch. Ganz gemüthlich hatte sich das Thier unter feinen Stuhl hm gelegt. Es wurde natürlich sofort ohne viel Aufsehen aus dem Zimmer ent--sernt und dann dauerte es auch nichts lange, bis General Roberts feine Ha kerlttt wieder erlangt halle und' der?' Mahlzeiten wieder zusprach. Furchtbare,, Drohung. Meister Sperling kommt stark deuebelb nach Hause. Seine Ehehälfte macht ihm darüber Vorwürfe und brummt, fortwährend. Dem Meister rcifj endlich die11! Geduld! wenn Du jetzt noch em ööort tagst, ss laß ich Dich Photographiren!" 1 Der zerstreute. Haus arzt. Was meinst Du. Männchen ' wollen wir Dr. Müller auch einladen d" -7 Nein, Kind, das wollen wir doH lieber lassen! ' ! Der ist bei!, feiner Zerftreutheit im Stande, uns den Besuch, auf die, Rechnung zu seen." Einfache Aushilfe. G'estallen Sie. mein Früulein. daß ich. Ihnen meinen Freuno vorstelle!" Aber, mein Herr, ich kenne Sie ja gar nicht!" Das macht nichts mein Freund wird mich sogleich rorstcllert.t