Indiana Tribüne, Volume 15, Number 333, Indianapolis, Marion County, 19 August 1892 — Page 2
Jndilmn Tribüne. Erscheint Kil glich u5 Snniags.
Die tägliche .Tribüne' kostet durch rn TrSger N Cents per Woche, die EonntagS-.TriÄüne- b CentH per Wswe. Verde zusammen 15Crnts oder 83 CenkK perMsnat. Per Post zgrsSikt in Vor auöbezahlunz ff per Jahr. Cfpce : 130 Ost Marywnd Straße. Indianapolis, Ind., 19 'August 1892. Tie VittnettseeFischerelett. Aus den klaren, blauen Tiefen uns rer großen Bmncnseen werden jedes Jahr Zehntausende von Tonnen Fische gezogen und weit und breit über das Land hier versandt, und doch haben selbst -diele Anwohner der Seen keine Vorstellung von der Größe dieser Jndu strie, vvn der, wie von manchem 5Be deutenden, nur wenig gesprochen wird. Ter Weißfisch, die Forelle und die vcrschiedenen Hechtgattungen dieser Seen nehmen zu ihrer Zelt einen hervorra genoen Rang auf den Speisekarten der feinen Hotels im ganzen Norden ein und spielen eine große Rolle in der Nahrungsmittelzusuhr Duzender von Städten. TergesalzeneHäring der Bin nensem und die unter dem Namen Pickerel- bekannte Hechtsorte werden in einem Dutzend großer Staaten mas senhaft verkauft, und der Kaviar kann alle amerikanischen Bedürfniffe decken und wird nach allen Tbeilen Europa? ausgeführt (um theiln ei .'unt r andrer (Stilette zurückgesandt zu weröen!) Wenige Industrien im centralcn Westen haben e'me solche Ausdehnung, wie ge rade diese. Ter Eriesee ist der kleinste unter dte sen Binnenseen, ist aber in seinem Fi'ch ertrag ergiebiger, als jeder Süßwaffer körper derWelt Sein jährlicher Fisch fang wird annähernd aus 25,000 5"nnwn rtfMiiittt rnnnrm tima drei Fünftel in frischem Zustande verkaust, die übrigen gesalzen oder geräuchert werden; manche Häringe werden auch in Büchsen eingemacht und kommen als .Lachs auf den Markt. Der nächstergiebige See ist der Michigan. welcher seines größeren 2lreals wegen wohl bald die erste Stelle einnehinen wird; er und der Huon- und Superiorsee liefern zusammen gegenwärtig über 45,000 Tonnen jährlich. Ter Weißfisch und Forellcnertrag ist im Michigansee am größten; der Eriesee wiederum liefert" hauptsächlich Häring und Blauhecht. Die Methoden deZ Fischfangs, der im Ganzen etwa 10,00 wetterfeste Manner ernährt, sind in den verschiedenen Seegegenden verschieden. In flacherem Gewaner selten mehr alZ 4.0 Fuß Tm .tnettVt mrm rtPtin Tslrtrtit i wftvv v .vf w Sperrnetze an. die zuerst bei östlichen Fischern aufkamen und um das Jahr 1350 von Connecticut nach dem Eriesee gelangten. Sie bestehen aus drei Theilen: den Ausläufern oder Streich tüchern. welche sich oft Meilen weit in den See hinaus erstrecken und 3 bis 6-zoUige Maschen haben, dem Herz oder Trichter, und dem Beutel. w.'lch' letzterer das eigentliche bildet und gewöhnlich eine Fläche von etwa 30 Quadratfuß hat. Tie Fifche, welche gefangen werden, schwimmen zunächst aVgrn die Aussäurer; da sie über die Vcrfperrungen nicht hinwegkommen können, fo bewegen sie stch seitlich an denselben entlang und kommen so an den Trichter und von da endlich in den Beutel. Sino sie einmal dort angelangt, so können sie sei nn wieder entrinnen, und den Fischern - bleibt gewöhnlich nichts mehr zu thun übrig, als diesen Beutel genügend weit jf heben, daß man mit' Schöpsneen zie Fifche herausholen kann. Vor etwa J0 Jahren konnte man mit solchen Netzen am westlichen tznde des Eriesee. namentlich inderNähe der Vaß Islands. ;anz fabelhafte Mengen Fische fangen; ider noch jetzt ist die Ausbeute in der Kegel eine sehr refpectable. Im vori z.'n Herbst wurden einmal in SanZUsky in einer einzige Woche über 1500 Tonnen Fische, die mit solchen Netzen fangen worden waren, zu Markte ge ?racht: in Sandusku werden überhaupt ehr frische Fische umgesetzt, als in ?!ew York oder ttloucester. Mass., was zcwiß viel heißen will. In tieferem Gewässer werden meist nigmaschige Kiemennetze angewendet; :in Michigan, Huron- und Superiorsee Ind dieselben fast ausschließlich im Ge zrauch. abgesehen von den Ufergeg-n im. Turch die Maschen dieser Nce können die Fische bis zu den Kiemen kommen, und an diesen ihren Athungsorganen werden sie festgehal :en. Wird aber das Netz nicht binnen venigen Stunden gehoben, so können )ie Fischeleicht umkommen und werth !o3 werden. Bei den obigen Sperrieen dagegen hat es gar keine Eile da nit. und Verletzungen der Fische sind ,9 ant w'? ausaefchZossen; deshalb brin zezen at ch Fische die mit fo'chen Netzen sangen wurden, meist einen etwas besseren Preis, als die mit Kiemen : netzen gefangenen. : BeneidenZwerth ist das Leben des , binnenseefischers gerade nicht, obwohl )er theilweise Ersatz der alten Segel zoote durch Dampsboote die Mübsale zermindert hat. In allen Arten von , Wetter muß nach den Netzen gesehrn verden, und gewöhnlich ist die Ausdeute zerade dann, am größten, wenn heftige Stürme über die Seen dahinfegen. Im ?!ovemder gibt es im Briefe? den besten ischzug. weil dann die Härmge, und LZe'ßsifche das Tiefwasser am'Qstende )es Sees verlassen und die seichten aichgründe in der legend der Baß Island? aufsuchen. Dann gilt es. mit nugem Wasser und beiä übenden FroiU itürmcn zu kämpfen, die starren Finger schneiden sich blutig beim Einziehen der Ketzk. das Gesicht bekommt vom spritzen ytxx Wasserschaum Frostwunden, die Wachstaffet-Kleider ü herziehen sich ganz mit W. und oft sind die Nkt)! durch nn Sturm außer Stellung gebracht zder gar mit , anderen unentwirrbar serwickelt worden.' . Selten aber geht . r 5 , ' ' .!'... m vufnivtu:vmoxtni
i ttauzlturm! . Fabriration.
Ein englisches Fachblatt belehrt uns. ccjj über die Beschaffenheit jenes dehn hixai, gesichismuslelvttzichcnd.n. linnbackcnkrampfgefährlichen siißen Stoffes, welcher das Entzücken vieler unserer Evastöchter und daS Entsetzen vieler Anderen geworden ist, 'zahlreiche salsche Vorstellungen verbreitet seien. Wird das bekannte Pechtannenbarz benutzt, so ist natürlich die Befchanen. heit dcS Kaugummis leicht zu control liren, und dieser Artikel ist rein zu 50 LcntS bis St. 50 das Pfund zu haben: er kommt aus Vermont, wird ober größtcntheils weit im Westen verkauft, während im Osten andere Arten belieb ter sind. Ter meiste Kaugunnni hat gar nichts mit jenem Harz zu schaffen, sondern ist gewöhnlich nur ein zusam meuaemants'chtes Kunstprodukt, bei welche!, außer dem unvermtZdlichen Zucker, Vses',ermknze. Wintergrün. Latritzc und sonstige flavo:-" eine große Rolle spielen. Die aufaeiäblten Stoffe sind wahrscheinlich noch lange Nicht we ichlimmjtcn, die zur Verwendung kommen. Leider. ist über alles Andere vorläufig noch der Schleier des .Gezchästsgehelmnittes- g'd?ckt! Tas Gummiartige an Sorten, wie der Pucatan-, kommt ebenfalls nicht vom Pechtaunenharz. fondern vom Saft eines mepcanifchen Baumes, welcher Saprdilla genannt wird: es ist immer noch einer der anständigsten Bestand theile. ES gehört ziemliche Kenner schaft dazu, die Kaugummi Sorten sogleich aus ihren Charakter zu beur theilen. Zlt Ln7 zum Seir. t tiu Wenn man in unserer pessimistischen Zeit soviel Aufhebens von der großen Unzahl Scheidungen in unserem Lande nacht, fo muß auch Hervorgeboden wer cn. daß eine mehr als genügeiide und. rotz des immer schärferen Daseinskam zfes, beständig steigende Zahl Wen chentinder ihre Lust zeigt, in die Dra henhöhle einzutreten, aus welcher An re gerne wieder heraus wollen. In der Stadt New ork war in den Zahren 188590 eine Zunahme der heixathen von 23 Procent zu verzeich ren. in Boston eine solche von 2(5 Pro ent, in Chicago von i 880 89 eine olche u ix 24 Procent. Die größte Zu rahme unter den Staaten hat Dela var? aufzuweisen: 93 Proceut in den Zähren 1881 85. Minnesota zeigt ine Zunahme um 90 Procent zwischen l8L0-85. New Jersey in derselben Zeit eine solche um 51 Proc.; zu unterst n der Liste steht Ohio mit nur 3z Proc. n derselben Periode. Das ist im Gan ,en ein äußerst günstiges Verhältniß reden Europa, wo z. B. das deutsche lk'ich nur eine Zu l ahme von 2 Proc. ,on 188569 zeigt. Curiose jungt Einsiedlerin. Tie meisten Einsiedler waren und sind betagtePersonen. welche den Becher des Lebens bis zur Neige gekostet oder irgend eine große Enttäuschung ersah ren haben. Jemand, der in der Blüthe der Jugend und Gesundheit, in der Zeit des schrankenlosen Selbstver trauen, des rosigsten Optimismus Welt und menschenslüchtig wird, bleibt immer eine sehr merkwürdige Erscheinung. Eine der merkwürdigsten dieser Art ist gegenwärtig Frl. Sarah Thacker aus der Umgegend mit den vielen W's. nämlich aus' Walla Walla. Walla Walla Countv, Staat Washington, seit Kurzen aber in einer calisornl:ch.'N Wildniß hausend, aus welcher sie einst als Prophetin und Reformatorin wie der aufzutauchen gedenkt. Bon einem kalifornischen Zeitüngscorrespondentcn, welcher, mit Papier und Bleistift be wafsnet, die Klausnerin heimsuchte wird über sie mitgetheilt: An dem steilen, fast senkrecht auf steigenden westlichen Bergrücken der großen Schlucht, durch welche der nörd liche Zweiglauf des American Niver stießt, in einer völlig wilden Umgebung und meilenweit von'der nächsten men ch iichen Wohnung entfernt, hat die künj tige Menschheilsbglückerin ihre höhlen artige Wohnung, über der sich die rauhen Kalksteinselsen über 1000 Fuß hoch thürmen. während unmittelbar an der Schwelle der sonderbaren Wohnung ein schwindliger Abhana sich 700 Fuß' bis binab zum Strombett zieht. Hin und wudcr rn den letzten Monaten hat cm Jäger oder Ziegenhirt die Einsiedlerin von Weitem gesehen und wie vor einem Gespenst Reißaus genommen, weniger ihres A.ußiren wegen, als in der Ver blüffung darüber, daß ein weibliches We'en gewöhnlicher Art hier ganz allein existiren sollte. Sarah lebt hier wie in einer Festung, nur mit ungleich weni ger Comiort, wenn überhaupt dieses Wort sta thaft ist, wo außer einigen alten Kochgeräthen, einem Leuchter und einer verfallenen Holzbank, auf welcher zurückgelehnt die Einsiedlerin schläft, von der Herrgoltswelt nichts an esnen Hausrath erinnert! Die Klause 'liegt bis 7 Meilen südöstlich von der kleinen Bahnstatiott?Applegate,' ,und vor tan gen Jahren führte ein guter Wcg nach jener, Stelle,, der aber durch Sturm und Reaen aanr verscbüttet ist. Sarah Thacker ist ein kleines Frau chen mit hellbraunem Haar, grolzm draunerc Augen, ! sehr-start entwickelter Stirne, und das Gesicht mit Sommersprossen bcdeckt seit sie ihr Genoveva leben ,führt. Ihrem sehr jugendlichen Aus'ebm nach kann .sie iür eine höch stens 25jährige gehalten' werden; sie lelbst grtl aber rhrAlter 10 Jahre höher an. ie trägt ein einfaches schwarzes Kleid, sehr alte Schuhe, einen Stroh Hut mit breiter Krämpe. und an der rcchten Hand einen ze.rissenen braunen Zeugdandschuh. Einige Jahre lang war t in Walla-alla wo noch jetzt ihre betagte Mutler lebt. d:e vom Aufenthalt ihres ZkindcS gar keine Ah nuug als Shihlniam" thätig und nebenbei schrieb sie für Zeitungen Beträge, die. von Talent ,zeugte,s. Eines Tages kam die Erleuchtung" über sie, d. h. die Ueberjeugnug. das; sie eine besondere hohe Mission zu er. fnjlen , habe. , Erst aber ! mußte sie die 'Lelt ein wcnig sehend, Sie waudclte als Tankcnartktel Hausireri ! nen zroßen Tdeil des Westens ab. verdeylL
sl bis zu $w den Tag. lebte dabei sparsam ct ali eine Bettlerin, und von m Ersparten bestreikt sie jcp die kosten ihrer Vorbereitung". Ich lebe jetzt für $2 dcn Monat cccht gut." sagte sie, ich esse nur gejchrottnen Weizen und Honig, sowie gelegentlich englische Walnüsse. Anfangs bcrcitcte ich mir manchmal Grahambrot, jetzt brauche.ich aber das auch aicht mehr. Alle wirtliche Nahrung siehe ich aus meinem eigenen Körper ! Lange Zeit habe- ich die Wissenschaft der Honcentrirung der lcbenserzeugeuden Nrä tc studirt'. jetzt endlich habe' ich es soweit gebracht. Dies verleiht mir einen sechsten ivinn die Intuition oder innere Anschauung. Mittels die fcs Vortheils bin ich imstande, soviel von mir ielb't zu wissen und von dem. mit in ter Weit um i ch vorgelt. daß & ü schon au und lür sich für mich Kahrung ,,t. Das erscheint Ihnen sehr sonderbar, nicht wa!:r Ader ich sac,e Ihnen, alle Menschen haben nicht fünf, sondern zwölf Sinne, und es kommt nur darauf an. daß durch tnU sprechende Lrbenswei'e und Erleucht tang alle diese Sinne nach und nach sich entfalten. Es ist meine Absicht, die allerhöchste Stufe der geistigen Entwick lung zu erreichen ; dann werde ich unker Das Volt gehen, die Kranken heilen und sie Welt lehren, besser und glückliche? i rvj" v ?,.... i
in lern, viucy ciuä war nocy ntcgi ganz entwickelt : er hatte nur elf von sen zwölf rnnen. hätte er noch ange genug auf der Erde gelebt, um seil zwölften auszubilden, so wäre er nlcht gekreuzigt worden." Wahrend dre kunitlge Prophettn dme abionderklcyen zdeen mit so leierlichem Ernst vortrug, wie der famose )r. Tced. Fürst Michael und andere männlicve Messiasse der Neuzeit ih.e weltumstürzenden Lehren, tauchte eine grone Schlange, mindettens 4j jZuiL lang aus einem dunklen Winkel der Höble auf und bewegte nch aus ?ara zu. Diese erhob sich ruhig, hielt der Schlange einen Stock hin. um den sie sich theilweise ringelte, und zog sie einsuch zur Thüre hinaus. Auf die Frage. ob sie sich nicht vor Schlangen und an derem wilden Gethier der Wälder fürchte, erwiderte sie. sie sei über Alles lnnweg. sie habe einen Zauberkreis um sich, den weder wilde Thiere noch Krank heil durchbrechen könnten. Dann sing sie an. von Astrologie zu sprechen, daß mir armen Laien ganz schwindlich da bei wurde. Sie ist vielleicht eine in teressantere Persönlichkeit, als irgend einer der sonstigen amerikanischen Messiasse, nur daß sie noch keine Schule hat. Wer weiß, was wir erleben werde? bis zur Weltausstellung. Vom Jnlnde. ' Hüte werden alltäglich in den Vereinigten Staaten 65,000 her gestellt. ArtesischeArtlnnen waren schon 2000 Jahre vor Christi Geburt bekannt. Frau Lucy Jerrell von Edinburg. Ind., hat eine Steppdecke hergestellt, welche 5093 Stückchen Zeug enthält. Tie größte Hängebrücke in Niagara.Falls ist vollständig ausStahl gemacht. Sie ist 810 Fuß lang, wiegt 3000 Tonnen und hat L900.000 gekö stet. Portland in Maine hat einen großen Handel in Seek'.bsen Lobfler) und hat während der letzten drei Monate von diesem delikaten Sa ladzusatz 8l.ö00,000 werth verkauft. Ein S i l b e rZ e h n c e n t S st ü ck von 1804 ist $4 werth, eins von 1797 1800. 1802 $3. von 1798 82.50. Silber-Füllfcentsstücke von 1802 haben einen Werth von 330 und die von 1794. 1796. 1797. 1801. 1805 und 1840 gelten noch 81 bis 53 mehr. Eine der merkwürdigsten Persönlichkeiten im Bundessenat ist Herr Posco von Florida. Er ist näm lich fast immer abgepaart". Seitdem er Mitglied der hohen Körperschaft ge worden ist. hat er so selten seine Stimme abgegeben, daß es thatsächlich Aufsehen erregen soll, wenn einmal für oder gegen eine Bill sein Votum eingetragen wird. Dabei ist er einer der pünktlichsten unk fleißigsten Senatoren. Aber er besitzt ein so gutes Herz und leidet an einem solchen Uebermaß vou Menschenfreundlichkeit, daß, wenn immer ein College ihm Abpaarung vorschlägt, er nicht Nem sagen kann. Das wird nun von allen anderen Senatoren weidlich aus genutzt. Sobald der Namensausruf im Senat erfolgt, erhebt sich mit.umr schütterlicher Regelmäßigkeit der Seng-, tor von Florida und kündigt feierlichst an. was Jedermann im Voraus , .weiß: daß er abgepaart ist. In der nunmehr zu Ende 'gegangenen Sitzungsperiode hat er nicht eln.einz!geK Mal über eine wichtige Maßregel seine Stimme abge den können. Stets hatte sich ein schwä n zender College seine Gutmütigkeit zu nutze gemacht. Das Kriegsdepartement oat nunmehr auch mit Arbeiterwirren zu thun, und zwar weil bei dem.Con clave der Tempelritter in Denver, Col., einige Militärkapellen der Bundes armce spielten. TieNationalassociation der Musik hatte dagegen protestirt.weil es eine Beschränkung der Rechte der Civilittuulcr fes, die mit ihren Col legen vom Militär nicht concurriren könnten, da diese sie in Folge ihres festen Gehaltes, das sie von der Regie rung bezögen, unterbieten könnten. Ter stellvertretende Kriegssecretär Grant hat den Beschwerdeführern' erwidert, daß das Tepartcment in der Sache weiter nichts gethan habe, als den be treffenden M il ilärm üsi kern aus ihr Ansuchen für einige Tage Urlaub zu ge währen., Es ist unmöglich, gute Mufiter zn bekommen, wenn ihnen nicht gestattet : w.'rde. !n Privatdiensten ne benbei olcld zu verdienen, aber es fei allen Militärkapellen auj's Strengste untersagt. Civilkapellen , unter irgend welchen - Umständen ; zu unterbie'.kn. Die Leute in . Denver, , handelten nicht auf Befehl, sondern hätten einfach für klinge Tage ,; Urlaub , bekommen. und oagegen lonne, das Tevartcment nichts tft 11 ! " :': i ä'liS .S Niii 'iniim V'lr Ü'f i isSil: silin J js.fe M 'WiSf jyuH.;j!J;i1i.1!i',i!;,' ! l!!,'KS E!, ! kk-A 0 .; f-Bt -m :m Pfi , ! :. fS'lMl'Sf ;:"'fif 'M?.(te'.i& Sof ort nach der ntkrzeichn un? der WSstünaZ.ViS
durch den Präsidenten Harrison yai das Schatzamt Anstalten zur Prägung der bewilligten fünf Millionen Halbdollarstücke getroffen. . Auf der einen Seite wird die Münze den Kopf des Colum bus, auf der anderen das HauptAus stclkungsgcbäude zeigen. Die GypZ form des ersteren ist von dem Bildhauer A. S. I. Dunbar in Washington nach einem Gemälde ausgeführt, welches von Sachkennern für das am Besten ge troffenc Bild des Columbus gilt und im Jahre 1501 für den venettanischen Senator und Gcschichtsfchrcibcr Doinencio Malipiero genkolt worden sein soll. Dieses Bild dessen Alter wohl beglaubigt ist, wurde von deni amen kani?chen Gencral'Consul in Franksurt a. M. für James W. W. Ellsworth in Chicago angekaust. Das Prägen der Halbdollarstucke. wird vier bis sechs
Wochen in Anspruch nehmen. Außer 'dem ordnet die Bill die Prägung von fünfzig Tausend AronzeV!edaillen mit entsprechenden Inschriften und Ver zierungen zu 800,000 und von fünfzig Taufend gestempelten Bogen lösten Pa piers für Diplome zum Kostenprelle von 843.000 an. W e n n q e l e a n i i i ch der Welt ausstellung im kommenden Jahre das Gedächtniß des Entdeckers dos vierten Crdtheils" in großartiger Weise gefei ert werden wird, fo scheint es auch, wie sich John Boyd Thatcher. Commissär des Staates New ?)ort für die Welt ausstellung aussprach, nicht mehr als ein schuldiger Tribut zu sein.wenn auch des ÄZanncs gedacht wird, welcher dem neuen Erdtheil den Namen gegeben hat. Das Gesetz bestimmt, daß die Ausstellungs'Gebäude .formell am 21. Oktober 1892. dem Geburtstage Ameri' ka's". eröffnet werden sollen, als an dem Tage, an welchem Columbus that sächlich vor 400 Jahren zuerst das eriebnte Land erblickte. . Am 5. Mai 1507 wurde in St. Die, Lothringen, mm eine Schrift veröffentlicht, in wel cher zuerst dafür eingetreten wurde, daß der neuentdeckte Erdtheil nach de,n flo rentinii'chen Entdecker AmcrigoVesvucci den Namen Amerika" erhalten sollte. Diese Schritt erschien am 25. April 1 507 nach der damaligen Zeitrechnung, welcher Tag nach dem Gregorianischen Kalender dem 5. Mai entspricht. Der 5. Mai ist also der Tauftag Amerika's. Tie älteren Geschichtsschreider sind der Ansicht, daß Amcrigo Vespucci die Reise in: Jahre 1497 thatsächlich unternommen und daß er. wie er angab, auf derselben den unbekannten Erdtheil berührt hat. Der Cougrcß hat den Tag für die thatsächliche Eröffnung der Aus stelkung nicht genau sizirt. Es heißt nur. daß die Ausstellung für Besucher nicht später als am 1. Mai 1893 eröffnet werden soll.- In seiner December Sitzung kann der Congreß den Tag festsetzen. Zudem fällt der 5. Mai gleichfalls auf einen Freitag, ein be merkenswerther Zufall, denn an einem Freitag segelte ColumbuS von Palos ad, an einem Freitag erblickte er zuerst Land, an einem Freitag landete er bei feiner Rückkehr wieder in Palos und nun fallt auch auf einen Freitag der vierhundertjährige Gedenktag der Ent deckung. sowie der Geburtstag Amerika's"'. Commissär John ' Boyd Thatcher ist deshalb der Ansicht, daß man das Andenken Amerigo Bespucci's ehren solle, indem man die Ausstellung an dem Tage, an welchem dereinst die neue Mit nach dem Namen jenes Man nes getauft wurde, am Fteitag. den 5. Mai eröffnet. ,m, ,,, Teutsche Loealnachrtchien. Provinz Ostpreußen. Auf dem Frischen Haff ist nach über nstiulmendcn Berichten die seltene Er tchelnung eines Kugelblitzes beobachtet worden. Bei nur wenig bedecktem Hnnmel gewährten Fischer am Strande eine fchwärzlichgraue Wolke, di5 sich verdunkelte und' schnell dem Strande näherte. ' Bald nahm sie eine röthliche Färbung an. die sich ltrahlenförmig abzeichnete'. Etwa eine halbe Meile vom Strande entfernt, flammte es aus der Mitte der Wolke feurig roth auf; eine große, grellleuchtende Feuerkugel ging, mit deutlich Vernehmbarem kni ßerndem Geräusch in das Haff nieder, während sich hie Wölke zertheilte und davonzog.- Eine gleiche Erscheinung wurde am 10. August 1834 auf dem Frischen Haff beobachtet. Erwähnens' werth ist, daß die Wolke sich fast entge' gengelctzt, der Lustströmung bewegte. Die Höhe der Unterschlagungen des Rendantcn Wenghoser in Gumbinnen ist nunmehr durch den von der Regie rung ernannten Revisor festgestellt wor den.' Dieselben betragen bei der KreiS fparkasse 95.500 M., bei der Kreis kömmunälkaste 46.704 M. -Provinz Westpreußen Der Magistrat von Danzig wird um Arbeitsgelegenheit zu schaffen, schleunigst mit der Abtragung der Festyngswälle im Ravelin Jakob begin nen lassen. Freilich sind dieselben bis her von der Stadt noch nicht erworben, poch soll das Kriegsministerium sich ent stegenkpmmend verhalten. In dem wundervollen Jüschkcnthale wurde zur Feier des 450jährigen Bestehens der Buchdruckerkunfj. ein sus Essen berge stellte? Tempel eingeweiht. Am 9 Juli d. I: ist nun eine Erzstatue Gu tenbe.gS in dem Tempel aufgestellt und fo dcm großen Wohlthäter der Mensch' beit auch, in der Ostmark dcS Reiches ein Zeichen dankbarer Erinnerung ge widlnet worden. Die Försterei wird in diesem Jahre sehr stark betrieben. Große Massen , Holz t sieht man täglich aus, der Brahe treiben.,, Die Tamvf schneidcmühlen in, Drewitsch. , Chelm und Paczenitza, welche sämmtlich mit Bollgätler arbeiten, liefern viel Bau holz nnd bieten den Arbitern jetzt hin reichenden Verdienst. Diese Mühlen beschäftigen zur Zeit 500 Arbeiter. In Folge des Betriebes der Tainpfschnesdemuhlen werden in unserer Gcgcnd jetzt große Strecken Wald niedergehauen und die Holzpikise sind sehr gesunken, ,; i , i P r o v i n z P o m m e r n. ; Die Kosten eines SeekanalZ von Btt' lin nach Stettin sind neuerdiims von dem Bauinspektor Scheck in Breslau auf rund 150 Millionen veranschlagt worden, zn tcchntschen Kreisen ist man per Angelegenheit neuerdings wieder
näher gerrcien. da die aukerordentltcke Erweiterung Berlins durch die Vororte über kurz oder lang die Frage eines Scckanals für die Lebensmittckversorgung der Reichshauptstaöt wieder ans die Tagesordnung bringen dürste. In diesem Falle aber ist die Stettiner Linie die billigste, da man die anderen Linien
Berlin-Hamburg aus Millionen. Bcrlin-Harburg 232 Millionen und BerlinWismar.Hamdurg aus 358 Millionen veranschlagt hat. Der Eisenträger Krüger war türzlich am neuen Tampfschisjsbollwerk in Stettin dabei thätig. Zinkplattcn. die beim Ueberladen aus Kähne in die Ode? gefallen waren, durch llniertauch.n her vorzuhcbcn. Nachdem er dies mehr mals mit Erfolg gethan, tauchte er nochmals unter, kam jedoch diesmal nicht mehr zum Vorschein. Provinz S'ch l e S w i g Holstein. In einem schon mehrfach zu Tage ge tretenen Anfall von Wahnsinn stürzte sich eine in Heide schon seit langen Iahren ansässige upverheirathete Dame aus der zweiten Etage ihrer Wohnung in den Hofraum hinunter, nachdem sie ihre Kleider mit Petroleum getränkt und angezündet hatte. Arg zerschunden, aber noch lebend, wurde die Be dauernswerthe' in ihre Wohnung ge schaNt. wo Ne jedoch bald darnach ver schied. Kürzlich erhob sich bei Aufeld nahe Brachenfekd eine starke Windhofe, welche sich aus das Gewese des Milchfuhrmanns Saggau concentrirte und dasselbe dermalen aus dem Loth brachte, daß keine Thür im ganzen Hause mehr sich richtig schließen oder öffnen läßt. An der ganzen schleswig'holsteinischen Ostseeküste ist in den letzten Jahren die Fischerei in stetem Rückgange : diese betrübende Eriche: nung hat in den Ostsee Fischerorten Apenrade. Eckcrnsörde, Schleswig. Kappeln.aus Alsen k. große Beunruhigung hervorgerufen. Nimmt die Fischerei andauernd in der bisherigen Weise ab. geben zahllose Fischerfamilien dem Ruin entgegen. Provinz Schlesien. Der verstorbene frühere Oberbürger.neister und freisinnige Abgeordnete Fricdländcr in Breslau vermachte 1,000.000 für ein Findelhaus. 500. 000 der Stadt Breslau zu woblthätiae Zwecken und 200,000 Mark der freisinnigen Partei. In Wüstegiers dorf ist das Klemvnermeistcr Kirchner sche Ehepaar in der gleichen Nacht ge storben: die Frau, die seit 14 Tagen kränkelte, am späten Abend, und ihr Ehemann, der schon Monate lang krank darniederkag. mehrere Stunden später, am frühen Morgen. Zu dem sonder darcn Zufall des gleichzeitigen Todes gesellt sich auch der, daß die beiden Ehe ieute auch am selben Tage ihren Ge burtstag hatten. Provinz Posen. In Argenau hat sich der Bäcker, meister Arndt in seiner Wohnung er schössen. Zerrüttete Bermögensverhält nisse trieben ihn in den Tod. Auf Grund des Berichtes der badischen Commission über die Ansiedelungsgüter in Posen und Westpreußen be klagt sich ein polnisches Blatt in Posen darüber, daß die Regierung die Polen grundsätzlich zur Betheiligung an der Wohlthat der Parzellirnng nicht zulasse, während die Behörde für das Wohl der deutschen Ansiedler mit allen Mitteln Sorge trage. Das Blatt er blickt darin eine handgreifliche Zurück setzung der Polen gegenüber ihren deutschen Mitbürgern. Diese Be schwerde beweist . nur die Unbekanntschalt des betreffenden Blattes mjt dem Wortlaut des AnsiedelungsgesetzeS vom 20. April .1886. Darin' wird als Zweck der Hundert MillionenAnleihe ausdrücklich bestimmt: Durch die Ansiedelung deutscher Baucru und Arbeiter das deutsche Element in jenem ost kichcn Landestheilcn zu stärken, in denen die Interessen der deutschen PevölZerung durch polonisirende Bestrebungen notorisch gefährdet siud". Die Re ciexung' würde also gegen dies Gesetz handeln, wenn sie die Polen nicht grundsätzlich von der Bewerbung für die Ansiedlerstellen ausschließen wollte. Provinz Sachsen. Ueber eine verheerende Raupenplaze wird aus dem Rittergut Alt.HaldenS leben folgen des gemeldet : In , hicsi ger Gegend auf den Gutsfeldcrn von Äckerndorf, Hündisburg und AltHaldenSleben vernichten Milliarden von grünen gelblich gestreiften Raupten die Saat; dieselben greifen besonders Klee und Bohnen so sehr an. daß die Besitzer sich entschlossen haben, die Saaten tief ümzupflügen. da ein besseres Mittel vorläufig nicht bekannt ist In der Magdeburger Gegend ist ein Mittel gegen die Raupenplage entdeckt worden. Das Mittet heißt Throlit" und wird über die Saaten gestreut wie künstlicher Dünger. Trotzdem die Felder gewalzt und durch tiefe glatte Gruben bcgrenzt und durch Hunderte von Kindern die Raupen abgelesen wurden, so sind doch vornehmlich die Kleefelder dahin. Man muß die noch grünen Bohnen und Erb sen abmähen und verfüttern, um dem Raupenfraß Einhalt zu thun. Tie Gammacuienraupe ist die verheerendste vßn allen. ' Mjt dem Tyrylit sucht man nun pic,Rübefesder zu schützen. Bei Gatersleben trafen die Feldhüter Wag? ner Und Feldhcim mit zwei Wilddieben zusammen. Es entspann sich ein Kampfs bei welchem pje Feldhüter mit Messer? stichen entsetzlich zugerichtef wurpen z Wagner, welcher nur eine Hand besitzt, ist, den Wunden i sofort erlegen. Feld t'iai liegt schwer darnieder. Tie bei i.:.., Thäter sind verhastet. , . ' P r 9 p i n z Hannover ,, . Zwei Alligatoren entsprangen e4i,em Anwohner des Celler ttreuzgartens! Derselbe hatte sie v'n Havanä mitebracht und ihnen hei dieser wärmeren Witterung in einem Waffel hehqster nij Garten ihren , Aufenthaltsoit angtwit sen. Aus diesem , unternahmen die beiden , Eidechsen einen kleinen Ausflug in, die umliegende Gegend. um Nlcht geringen Erstaunen des dort I Wreil de n ; Publikums ; : das dann dem bald erscheinenden Eigenlhiimer5 beim Ein fangen dieser Neulinge in der Lüneburger Haiöe" half. Bier Frauen aus Lünebura. sämmtlich dem Arbei
leii,1at;de angeiwrlq. tanvcn vernz Schilditein bei Luneburg ein Packet mit elwa 20' m 25.000 Mark in Werthpapieren. Sie stellten daS lverthvolle Packet alsbald dem Verlierer, einem Guispöchter. dessen Adresse aus dem Packet ersichtlich war. zu und erhielten
als Belohnung zusammen 3 Äkark. Der aus der Strafanstalt Wölfenbüttel, wo er noch über drei Jahre ZnchthauSstrafe zn verbüßen h.U. m 24. Juni entsprungene Kaufmann Geo. Förstrmann von Hannover stellte sich der Polizei. Als in der am Bahnhof zu Ottersbag betegenen Dampf schneidemühle der Arbeitsntann Gätje mit einem anderen Arbeiter beschlugt war. citicn Baum in den Schneldcraum zu tragen, stolperte er und siel vor die Kreiszage. Bevor die Kreissäge gcstvppl werden konnte, war dem Gatzc der eine Arm vollständig abgeschnitten. Provinz Westfalen. ÄchttauscndscchshundcrtundscchsBerg lcute sind in den letzten 50 Jahren dem Wöstsäli.ch-n Bergbau zum Opser ge fallen, d. h. es sind eine io große Anzahl Arbeiter bei der Arbeit tödtlich ver letzt worden, fo' daß sie spätestens nach 24 Stunden starben. Lieutenant Eduard Karl Julius Sulzer, ein Sohn dieser Provinz, ist als Opfer des Jiebers in Afrika gestorben. Er war in Münster 1859 geboren. Er war erst Mitglied der Wißmann'fchen Schutz. truppe. mute aber 18L9 wegen ttran! heit ausscheiden und nach Europa zu rückkehrcn. Nach feiner Genesung trat er in die Dienste des Congostaates, und dort ist er: aus der Station Matadi am Congo, am 7. Juni gestorben. Dem Locomotivsührer W. von Frint rop wurde eine angenehme Ueberra schung zu Theil. Er wurde von dem Gerichte aufgefordert, eine Erbschaft in der Höhe von 4J,000 Mark anzu treten, welche von einem Onkel stammt. den der alückliche Erbe längst tod glaubte. Rheinprovinz. Am ehrwürdigen Aachener Rathhaus, in welchem Jahrhunderte hindurch die Festlichkeiten bei der Krönung deutscher Kailer stattfanden, wird nun mit dem Wiederaufbau der beiden am 29. Juni niedergebrannten Thürme nach den Restauralions-Plane Prof. Frentzens von der tcchnllchen Hochlchule begonnen. Vor dem Bonner Gerichte wurde folgender in der gegenwärtigen Rttse saison interessanter Fall verhandelt. Ein Affeffor aus Köln hatte ei Beef steak in einer Wirthschaft in Bonn bestellt, aber erst in dem Augenblick er halten, als er nach dem Bahnhof eilen mußte, um abzureisen. Der Assessor .bezahlte unter Vorbehalt das bestellte aber nicht verzehrte Geucht, und der be treffende Wirth sandte, um nicht vor Gericht geben zu müssen, den gezahlten Betrag (l Mart 20 Psennige) und 50 Pfennige Kosten dem Afseizor zurück. Dieser aber klagte trotzdem, indem kk den ihm zugestellten Betrag als Depo? situm betrachtete. Er wurde aber so wohl von dem Bonner Amtsgericht, wie auch vom Landgericht unter Auser legung nicht unbedeutender Kosten mit Zemer Klage abgewiesen.- ' Provinz Hessen Nassau. Ein fabelhaftes Glück verfolgt den Buchhalter Braun in Frankfurt, welcher seither in der altrenommirtcn Papierhandlung von Wilhelm Büttel in der großen Sandgasse, heschästit war. Nachdem Braun' zwei Millionen? erbschaften gemacht, ist ihm jetzt die dritte" durch den Tod einch in Bsiw? berg verstorbenen Verwandten zuge? satten. Ter Reichthum scheint dn; Glücklichen nicht zu reizen, denn er hat an seiner Lebensweise nichts geändert. Ein schweres Gewitter ging neulich über die pprdere Rhön 'nieder und wurde namentlich Pas Dorf Gefüll schwer heimgesucht. Die FMrvchte wurden durch Hagelschlag zum großen Theil verrnchtct, mehr als 200 Pracht. vsjZe Obstdäume ' vom Sturmwind theils entwurzelt, theils in der Mitte abgebrochen. Ma berechnet den Schaden der zu Verlust gegangen-z Obst' bäume allein auf über 5000 Ma,k. Im Dorfe riß der Orkan eine Doppelfchenne vud eine Holzhalle nieder und kann auch kein Hauß, die Kirche und Schule nicht ausgenommen, ejchnet werden, welches Nicht ganz oder. thm weise seines Daches beraubt worden wäre Nach dem Gewitter bot die Ort" schaft ein Bild der Verwüstung. Af? hplz. Aaumstücke, Schornsteine, Ziegeln lagen überall umher. Aug. Ueuuers l3 Hd n u ror t am Bidntt ' No. 0G & 8 Virginia Ave. Vorplgttches Bier. hock,fciue ViquSre, Weine uv iNxrrg. Warmer Lunch jeden Vormittag. Eingang ouch vou der Masvkand traszc, der Turnhalle gecienüber. S Henry Victor. DaS größte, schönste und. ätteste derartig. Lokal in der Zlc&L Die finzlige und fchvn eingerichtete Halle steht T'crclneil, Logen und Privaten iir Abhaltung von Bällen, Conzerten und Versammlungen unter libercu smBedinwngknzurPeifliquna. " , II'5i- :-!:."'!;;:!.!. j.iK . IHM,, r (1 fVli-j, Sf i , T ft "ff " . Neue Wirthschaft ! ! i - t :--s,!:,!':-::-f ' ': $r'i PH' H??1 "P "''" :,l,rf . ' ' H , f l No. r Madison Ave. No. 1 , Nachfolger von Julius Keller. , , , Die t besten tziicheimischen und unportirtcn W?ine, iquSre, Eigancn, ier u. j. w. h i , neimdliche Bedienung und Lunch. CXJ" Kost per B.'ayize,t, Tng oder Woche. Henry W. Bans, 1 Madison Ave,
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