Indiana Tribüne, Volume 15, Number 323, Indianapolis, Marion County, 9 August 1892 — Page 1

' 00 . A0 O VtO sVT k a ... l 1W v O W V O w o Office : No. 130 Oft Marhland Strafze. Jahrgang Ao. 32 N. Indianapolis, Indiana Dienstag, den 9. August !8?2

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ROTHER Editorielles. Herr Wappenhans, wo blieb der vielversprochene Regen? Wie kann man der leidenden Menschheit so grausam mitspielen ? Wir können aus technischen und anderen Gründen dem Streite zwischen Vollmar und dem Vorwärts" nicht viel Aufmerksamkeit schenken. Deutschlandische College aber dürfte es interessiren, zu erfahren, das,' hier in Amerika die Sozialisten dcr Mars'schen Schule von Gewerkschaftlern und individualiftischen Reformern stets als Staatssozialisten bezeichnet werden, und zwar bloß deshalb weil sie den Staat nicht verleugnen und ihn abschaffen wollen, sondern weil sie ihn zum sozialistischen Kolköstaat rcsormiren wollen. Das Wort Staatssozialismus" kann eben verschieden gedeutet werden und eine autoritative Definition des Begriffes giebt es nicht. lleber die Mollick Affaire welche von der Preffe noch immer beharrlich todtgeschwiegen wird, entnehmen wir der N. Volkszeitung Folgendes : Franz Mollick, der Bäcker von Long Branch, welcher am 25. Juli unter Verdacht der Mitschuld an dem Attentat aus H. C. xick in Pittsburg verhaftet wurde, hat Roger O'Mara, den Polizeichef von Pittsburg und James Layton, den Polizeichef von Long Branch, auf Schadenersatz verklagt. Mollick mußte bekanntlich, weil auch nicht ein Schatten von Beweis gegen ihn vorgebracht werden konnte, in Pittsburg ohne Weiteres entlassen werden. Die Art und Weise, wie Mollick durch die beiden Polizeichefs aus Long Branch entführt wurde, sprechen allem Gesetz und jeder Gerechtig -keit Hohn. In Long Branch ist es ein offenes Geheimniß, daß Chef Layton, sobald er erfuhr, daß Mollick in seinem Revier sich aufhalte, vollständig den Kopf verlor. Er bildete sich ein, die Gelegenheit sei gekommen, wo er sich durch einen Geniestreich zu einem berühmten Manne und bei den Monopolisten lieb Kind machen könne. Er ließ sich daher zu Maßnahmen hinreißen, die des russischen Despoten würdig gewesen wären. Mollick wurde, sobald Chef Layton die Depesche aus Pittsburg erhielt, in eine schmutzige, finstere Zelle geworfen und einem Verhör unterworfen, das fast nie ein Ende nahm. Mollick, durch seine unerwartete Verhaftung in große Angst gejagt, leugnete anfangs, daß e? überhaupt mit Werkmann bekannt sei. Später, nachdem er ruhiger geworden, gab er zu, mit dem Attentäter bekannt gewesen zu sein, und gab Gründe an, weshalb er das Geld sandte welche sich nachher als vpllkommen stichhaltig herausgestellt haben. Die Art und Weise, wie die Entsüh. rung Mollick's von den beiden vom Größenwahn gepackten PolizeichesS nach Pittsburg ausgeführt, wurde, ist unseren Lesern bekannt. Die Anwälte Mollick's glaubten' die Entführer und ihr Opfer noch in Camden, an der Staatsgrenze, aushalten zu können. Chef O'Mara war jedoch so schlau, daß er! mit Mollick den Zug auf der letzten Station vor Camden verließ, zu Magen bis zur Fähre weiterfuhr und dann ! nach Pennsylvanien übersetzte.

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Nach dem Gesetz des Staates New Jersey wird die gewaltsame Entsührung einer Person mit einer Marimalstrafe von tz5,000 und 20 Jahren Zuchthaus bestraft. Richter Bcasley, der den Habcas Corpus Befehl für Mollick ausstellte, ist über das Vorgehen der beiden Polizeichefs sehr entrüstet und empfiehlt ein gerichtliches Verfahren gegen dieselben. Chef Layton sieht zur Zeit unter $500 Bürgschaft. Es ist Sache der Grand Jury, Anklage gegen denselben zu erheben. Chef O'Mara von Pittsburg ging, als er sah, daß Millick entlassen werden würde, zu ihm in die Zelle und schwindelte ihm bor, e? werde ihm die Freiheit verschaffen, wenn er ein Papier unterzeichne. Mollick that es. In dem Dokument entsagt Mollick allen Ansprüchen auf Schadenersatz wegen seiner ungerechten Verhaftung. Das Dokument hat jedoch gerichtlich so wenig Werth, wie das Papier, welches Mollick in Long Branch unterzeichnete, indem er versprach, auf ein Auslieferungsverfahren zu verzichten und freiwillig mit nach Pennsylvania zu gehen.

Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Für Jndiana: Wahrscheinlich Gewitter und etwas kühlere Temperatur. - n Carnegie's Arbeiter. Pittsburg, 8. Aug. Die Strciker in Duquesne gingen heute sammtUch wieder an die Arbeit. Sie waren aus Sympathie für die Homcsteader an den Streik gegangen. Der Superintendent hatte gestern Zettel anschlagen lassendes Inhalts, daß alle Dikjenigen, welche ihre früheren Pläe wieder haben wollten, heute Morgen um 7 Uhr kommen müßten. Und sie kamen fast alle. EinEisenbahn-grachtwJgen stand vor dem Eingange zur Fabrik. Als die Pfeife ertönte, warteten die Leute gar nicht auf Entfernung des Wagens sondern kletterten über denselben weg, um so schnell wie möglich in die Fabrik zu gelangen. Aus dem Innern der Homestead Werke gelangen hie und da Nachrichten an die Streiker durch Leute, welche wieder abgehen. Offenbar wird der Betrieb nur mit Schwierigkeiten aufrecht erhalten. Die Compagnie hat nicht Leute genug und es fehlt ihr speziell an geschickten Arbeitern. Taglich jedoch kommen neue Leute an und es ist bloß eine Frage der Zeit, wenn der Streik gebrochen'sein wird. E r b ä r m l i ch e K n e ch t s e e l e n. , Oberstlieutnant Streator vonWashington, Pa. wurde heute hier gesehen. Die gegen ihn anhängig gemachten Klagen scheinen ihn weiter nicht aufzuregen. Er sagt : Wenn ein Offizier dafür bestraft werden soll, daß er in solchen Zeiten die Disziplin aufrecht erhält, dann habe ich die Aufgabe der Milizen stets falsch verstanden. Sein Termin als Oberstlieutenant war abgelaufen und er wurde heute vom zehnten Regiment einstimmig wieder für den Posten gewählt. Die Leute drückten dadurch ihre Zufriedenheil und ihre Zustimmung mit dem Verfahren gegen Iams aus. .. Pe ufert wird öffentlich g eohrfeigt. New A 0 r k, 8. August. In der gestrigen Versammlung der Autonomisten im groben Michel" in der 5. Straße erhielt Joseph Peukert von einer Frau eine Anzahl derber Faustschlage in's Gesicht. Peukert stand im Begriff, das' Wort zu ergreifen, als öle Thür zum Versammlungslokal sich plötzlich öffnete und im Rahmen derselben eine blasse, noch junge Frau, begleitet von mehreren Kindern, erschien. Du niederträchtiger Lump" rief; sie dem Anarchistenführer entgegen, Du verführst mit Deinen bluttriefenden Reden meinen Mann, daß "er nicht arbeitet und sein Weib und seine Kinder darben müssen; nimm djes und dies !" und dabei schlug sie dem Anarchißenführer ins Gesicht. Dann ging sie auf einen unter dem Auditorium sitzenden Mann zu und ergriff ihn am Arm ; t Komm nach Hause, Du nichtsnutziger Narr", rief sie ihnr zu, und obgleich der Mann ein baumstarker Riese war und' die Frau ihm kaum bis an die Achselhöhle reichte, folgte er ihr

willig und ohne ein Wort der'Wider-

rede zu wagen. Der Vorfall perfehlte seine Wirkung auf die Anwesenden nicht. Trotzdemm Emma Goldmänn sofort zu sprechen begann, . leerte sich das Local in kürzester Zeit. ' Ausland. Ein Gerücht. Berlin, 8. Aug.. Das Kleine Journal" sagt, daß in Folge Meinungsverschiedenheiten zwischen ; den Kaiser und Caprivi in der BislNarckAngelegenheit, Letzterer in Kurzem abdanken und daß Fürst Hatzfeld,' jetzt Gesandter in London, an seine Stelle treten werde. ' M Aufruhr. St. Petersburg, 8. Aug. In Astrabad, einer persischen Stadt, welche .wegen ihrer Unsauberkeii' bekannt ist, erklärten die Mollahs ''oder mohamedanifchen Priester, daß die llrsache des Auöbruches der Cholera in dem Genuß alkoholiger Getränke zü suchen sei. Der Pöbel griff daraüf die Lüden aller Getränke verkaufenden Händler an, und zerstörte deren Vorrathe. Unter den Händlern befanden, sich mehrere Armenier, welche russische Unterthanen sind. v - .. : . Echter Parlament a r i S m u S .- London, 8. Aug. Das Parlament wurde heute eröffnet. Die Thronrede wurde verlese.. Im Unterhause, wo, nachdem sich dasselbe separat versammelt hatte, die Thronrede nochmals verlesen wurde, wurde sie mit lauten Zelchcu des Mißfallens entgegengenommen. Dem Antrag von Herbert Asqnith, daß das Haus er kläre, daß es kein Vertrauen zur Ref gierung habe, folgte eine längere D batte über die Politik der beiden Pari 1 teien, und besonders Gladstone wurde tüchtig durch die Hechel gezogen, wobei die (MlseevütwckeH'offnung aus" sprachen, daß er doch endlich einmal seine geheimnißvotte Home Rule Bill genau erklären möge. (Nach englischem Brauche wird jetzt Lord S'aliSbury abdanken und Gladstone, der Führer der siegreichen Partei wird an seine Stelle treten.) Der K 0 m m a - B a c i l l u s auf d e m ! a p e t. Berlin, 8. Aug. Professor Brieger und Dr. Wassermann, zwei Assistcnten Dr. Koch'S haben interessante Experimente mit dem von Prof. Koch entdeckten Cholera- oder Komma-Ba-cillus angestellt. Sie haben in einer den Lymphdrüsen von Kälbern entnommencn Flüssigkeit in Reinkulturen gezüchtet, die Flüssigkeit dann die zu 149 Grad Fahrenheit erhitzt und 15 Minuten diese Temperatur beibehalten. Nachdem die Flüssigkeit dann einen Tag lang in einem Nefrigerator ausbewahrt worden war, wurde die aus diese Weise gewonnene Lymphe einem Meerschweinchen injizirt. Nach vier Injektionen zeigten sich die Meerschweinchcn. gegen (yolera-Jnsektio-nen absolut unempsindlich, während andere, denen die Lymphe nicht injizirt war, binnen wenigen Stunden starben. Die Aerzte haben ihre Ezperimente noch nicht abgeschlossen, der Menschheit würde aber ein unberechenbarer Dienst geleistet werden, wenn eS gelänge, ein Prävcntivmittek gecn bt schreckliche euche zu finden. ,. . ', ,: r D ie Brauereien geben nach. B e r l i n , 8. August. Die hiesigen Brauereien, welche kürzlich von hen Sozialdcnlokraten in "' Acht und Bann erklärt wurden weil sie sich weigerten, die von der Centralleitung der Sozialdemokraten, für Brauereiarbeite? aufgestellten Regulationen zu acccptiren, . haben jetzt , nachgegeben, weil sie durch den Boycott große Verluste erlitten haben. Die Arbeiter verkehrten natürlich nur in sol chen Lokalen, in denen Bier aus anderen Brauereien verschänkt wurde, und das konnten weder die gebohcotteten Lokale noch die geboycottcten Brauereien aus die Dauer vertragen. ' ' fl7 Erst nachträglich ist es bekannt geworden, daß in der Samstagnacht ein Einbruch in .dem Barblerladen von Martin Overfield an der Ecke der Reid Straße und Hoyt Avenue verübt wurde. ' Die Diebe nahmen alles was nicht niet- und nagelfest f : 'h." , '"" ' : '. :" -, 'ik'i ; " ( ; : v; . ,t : ' r war.

ostlplettger alter Schlendrian .Bi wtx bekommen bess're Wege. Ja, damit hat's noch gute Kege. Schon manches Klagelied ist über un. sere schlechten Landstraßen erklungen, und soviel anch in den legten paar Jah ren von Reformen auf diesem Gebiet die Rede gewesen ist, sind doch nur stel lenweise einige schwache Anläufe dazu genommen worden; gerade da, wo es am allernöthigsten gewesen Ware, ist gar nichts geschehen. ' Wenn das Vub litum, und namentlich die Landwirthe, nur bedächten, welch' große Ver schwendung thatsächlich die Knau serei in solchen Tingm bedeutet, dann würde sich schon etwas größerer Eifer für eine Besserung dieser Zustände zci' gen! Einige zahlenmäßige Berechnung gen über die Kosten, resp. Verlustk dieses Schlendrians dürfte daher von Zeit zu Zeit am Platze sein. Professor Richard T. Ely, der ver dienstvolle amerikanische Nationalölonom an der John Hopkins-Univcrsi-tät, hat festgestellt, daß unsere rniserablen Landstraßen soweit man überHaupt diese Bezeichnung gelten lassen will unserem Lande mehr als $20 für jedes Pferd, für jeden Maulesel und Esel, das Jahr kosten. Professor Jenks vom Knox College" in Illinois, rechnet 815 Verlust für jedes Pferd, nennt dies aber eine sehr niedrige Veranschlagung.'" In Tabellen, ' welche er für eine landwirthschaft liche VersuchZstation herstellte, zeigte Professor Garion, daß ein Pferd auf Kies eine nahezu anderthalb mal so große Last, und auf einem macadamisirten Weg eine mehr als dreimal so große Last ziehen könne, wie auf einem unverbesserten schmutzigen Wege. Dazu konlmt noch die große Zugkrast-Erfplrniß, welche man durch eine richtige Rivellirung der Wege erzielen kann; durch Mißachtung gerade dieses Punktes hat man beim Anlegen von Wegen in frnherer Zeit viel Geld verschwendet. Es laßt' sich darnach leicht ermessen, wie theuer die Schäbigleit und Liederlichkeit in dieser Hinsicht zu stehen kommt. Ein früherer ?lckerbaucommissär für den Staat Tennessee, Hr. Hord, hat die Zahl der Pserde, Maulesel und Esel in dielem Staate im Jahre 1889 a;f 476.000 berechnet. Unstreitig h.lt sich diese Zahl in den letzten drei Jahren bedeutend ertzöht. .Aber selbst wenn wir bei dieser Ziffer stehen bleiben und die niedrigste erwähnte Verlusiziffer. Sir für das Pferd, annehmen, w ergibt sich schonür Tennessee allein ein jährlicher Verlust von 97.10.000. Man stelle sich an diesem Beispiel vor. wie gewaltig der Verlust in der gan;en Union sein muß ! Der genannte Ten nesseer Professor Carson fand nach eingehender Untersuchung in seinem Heimathsstaate, daß die durchschnittlichen jährlichen Kosten einer Beförderung mit Wagen nach dem Markt von Kno'iville sich auf S7.30 für jede Tonne be laufen, und der gesammte TransPort nach Knorville darnach auf 91.250,000 zu stehen kommt ; er cönstatirte, daß dies bei guten, wenn auch nicht mit besonderer Bedeckung versehenen Landstraßen für die Hälfte bet Summe, und bei guten macadamisirten Wegen sogar nur für ein Sechstel geschehen könnte, sodaß daran allein mehr als N, 000.000 gespart würden. Es ist zu wünschen, daß wir mit der Zeit aus allen Landestheilen solche Berechnungen erhalten: einstweilen läßt schon das Gesagte erbauliche Schlüsse aus andere Gegenden zu! Der Rennsport blüht bei uns. und die Beobachtungen an den Rennbahnen sollten doch schon Manchen auf den Gedanken gebracht haben, wie viel allgememhin durch sach kundig gelegte und nioellirte Wege gc Wonnen werden könnte. Nach jedem anhaltenden Regen wird man sozusagen mit der Nase darauf gestoßen, welch' scheußliche Misere schlechte Landstraßen sind. Obige finan cielle Thatsachen aber, denen man noch viele andere zur Seite stellen könnte, sollten zu j e d e r Zeit ihr Gewicht haben. Möchte doch das ganze interessirte Publikum dieselben stets im Auge behalten, dann können wir vielleicht noch die Zeit erleben, in der. wenn es auch noch viel zu schimpfen geben wird, immerhin kein deutsch-am?-rikanischer Dichter mehr in den oben citixten Verzweiflungsruf auszubrechen braucht. ' ' . , " Bloß S3.73 nach Chicago über die Mönon Linie,

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