Indiana Tribüne, Volume 15, Number 321, Indianapolis, Marion County, 7 August 1892 — Page 4

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Jndiäna Triönnc. Erscheint zNglich und Sonntags.

Tie tüglicde.Tribün? kostet durch den Tröge, i2(Srnt3 per Woche, die SonntagS'.Tribüne G Aen!5 per WsZ?e. . iÖeide zussurme ISCents oder SS CcntS per Monat. Per Post ,ugeZchi!kt in VorAuKdezahwng ts per Jahr. Office: 130 Ost Maryland Strafe. ?nd:anÄVOlis, Ind., 7Augus? 1892. sie VpnvBndute. Qiixult v,n 3alte GQm'.tt'CHtUU Adelaide Varnan. bic gifeierte 3p K der Residenz, die glänzende Darftelleiin rrsaischer und heroischer Geftal ten, hatte ihr mehrwöchentliches aft spiel am Hsftheater beendet. ' Die Hu digungen. welche der scheidenden ftirnft lenn in verschwenderischem Maße von allen Seiten entgezenftkdracht morden waren, zeigten deutlich, wie außerordentlich gern man sie gehabt, wie manches Herz sie durch ihre Kunst, durch ihre besinckende Liebenswürdigkeit sich errnnzen hatte, und die bewegten Worte, mit denen sie am Schlüsse dem PubZi, turn dankte, waren wirklich keine hohlen Phrasen, sondern kamen aus den verborgensteN Tiefen eines ausrichtig gerührten Künstlerherzens. Und so saß sie denn in ihrer Garderobe dein, AnZkleiden vor den schimmernden Lichtern ihrer Toilette, und rund um sie h:r blühte und grünte ein ganzer Garten herrliche? Veilchen und' Kosen, deren Hauch sich mit dem anzenehnien RuhnieZwft der ächtigm Lorbeer?ranze $i crnem für die Künstlerin höchst angcneh inen Weihrauch vereinigte. Plötzlich lachte die kleine, geschästi,ie &afe, die mit dem Ordnen und Einpacken der verschiedene Bonquts und sonstigen Liedesgaben beschäftigt war, hell aus, und, vor dem großen Korbe ans den Knieen liegend, reichte sie Adelaide ein mächtige Boudondüte rait fcd&laner Seidenschleife, aus welcher mit Gold eitern gedruckt war: ,JiKund mltZ ;ins 'iüjjcr' Erinnerungen aus goldener leichtem Ftirnrunzeln nahm d'.e Künstlerin das anonyme Geschenk ans Ser Hand des Mädchens! Eine Bon bondüte, ihr, der Gefeierte, der Priesterin der ernsten Muse! daö schien iyr im ersten Moment wie ein frivoler Spott, wie eine Tattlosigleit. auch ver letz:e sie die sonderbare Inschrift, für welche sie durchauZ keine Erklärung fand. Es m er kein Zweifel, es hr!te sich mit ihr Jemand einen kleinen, wenn ünch vielleicht Jlchi bös geuteinten Scherz zentzcht. Sie öffnete die Düte, sittlich Vonbon und wie es schien, recht gute, namentlich viel Chekolade, die sie in der That außcrordenilich liebte. Sie vcrsuÄ'5 eine Bobs, Während ste das SchteppZenianÄ der lluglüaliteu SchJttenkvnigia tut einer eleganten Soireetoilette vertauschte, denn obgleich sie recht herzlich a&g spannt war, mußte sie doch noch einer Einladung zur Gräfin N. Folge lei sien, da dieselbe nach dem Theater ihr zu Ehren ein kleines Souper gab, bei welcher Gelegenheit die Creme der Gefellschaft sich persönlich von der lieb gewerdencn Gaftm verabschieden wollte. Der Bonbsn schmeckte vortrefflich, eben so der nächste, und a!s sie den letzten Blick in den hohn Stchspiegel gcwIrsen hatte und die Zofe ihr den weichen Fuchspelz um die fchZngelormlen Schultern hing, steckte sie lächelnd und versöhnt die ganze Düte in die weite Manteltasche. Sie stieg die Garderobetreppe hinunter, drängte sich drückend durch das Spalier jugendlicher 5eunstenthusiisten. die am Bühnenanszang trotz deZ heftigen Schneegestöbers Posro gesaßt und ihr ein brausendes Hoch zuriefen, der Kutschenschlaz flog zu, und leicht und elastisch rollte das elegante Gespann seiuem Ziele zu. Der große Empfangssalon der Gräfin in der kleinen Villa der vornehmen Straße im Geheimrathsviertel, der üppige Wintergarten und die übrigen GeseÜschastSräume strahlten in blenden dem Licht, und ein auserlesener Kreis hatte sich v?rsamm?!t, um den Abschied der großen Künstlerin würdig zu feiern, die beim Soup mit einer Fluth von Huldigungen und Ansprachen in gereimter und ungereimter Form überschüttet wurde. Unter den befrackten Herren befand sich auch der noch junge Dottvr Berg. der schneidizfte und comVktenteste Knnst kritiker, der über Fräulein Barnau die geistreichsten und Lzehzudst Reszrate geschrieben. Er war tauin Jahre alt, dech hatte er schon durch mehrere sehr bedeutende Werk- sich die allgemeine Hochachtung und sogar den HauSorden seines Fürsten zu erringen gewußt, und dabei sah tx n?ch bei Weitem junger aus, als er wirklich war, ein Umstand, mit dem er von seinea Freunden viel geneckt mxix) ttas er aber durch beißeude Satire und schlagfertigen Witz rnchlich rergalt. Als man sich nach dem Souper in dem gemüthlichen Theezimmer zu einer traulichen Plauderei zusammengesetzt hatte und das mltnilo JZückliche Leben einer großen Künstlerin pries, sagte Adclaide lächelnd, day das Puvlttum doch nur die Auvemette der glänzendel! Seit kenne und zu beurtheilen vermöge. bau Vttemand wizze, w:e manches Trübe v der schimmernden Hü2e ruhe, wie die 'Schlange unter den dustigen Blätter indischer Bldmen. Zuweilen seien es ja auch nur kleine ?!sde:stkche, die aber gerade im Ängen blicke hWer Freude doppelt empfind sich erschienen. Ss habe sie sich sogar heute Abend mitten in ihrer Nuhrun einen Moment recht herzlich geargerr über eine kleine, im Grunde vieUeich ganz harllss Bsabsnvüte. Bei Er wsdnuna derlelven uammte user Dok

.or Bergs Gench! ein? ticie Ztdthe. und hirtter ÄdilaidenS Atahl sich zu ihr niederbeugend, sagte er mit leiser, bit. lnider Stimme: w33enn die arme Vonbondüte Ihnen einen trüben Augenblick verursachte, so bitte :ch sar dveseibe reuevoll um Vergesung, denn ihr unvorsichtiger Geber war ich u Alle? ijvdtr ihn verwundert an und als man von att:n Seiten ihn drängte, seie Unthat zu beichten, als Fräulein Barnau ihm gebieterisch mit dem Fächer drol?tc, l'ezann er. in seinen Fanteuil zuruaeleizttt. seine Erzähl.

..Es sind einige Jahce her. daß Fräulein Barn zu, damals noch eiu blut-iun-eZ Madcheil, an unserem StadtiiTciter in i. cngagirt war. Ich war zu j?n?r Zeit bereits Schnler der Unter priina unseres Gymiasiums, sah aber noch so verzweifelt knabenhaft und sind lich ans. das nur einmal ein atter, Würdiger Herr im Promensdegarien. als ich bei der Lektüre auf einer einsamen Bank eine Morgeneigarre rauchte, ganz ernsthaft ssgte: Dummer Junge, Du solltest lieber Deine Bo'abetn lernen! In dieser Zeit feierte Fräulein Bar. nau ibre Triuluphe. und im Sehpar' quct fehlte an keinem Abend, wo sie spielte. d." kleine Verg. sa. eine tiefe heilige Begeisterung ergriff mich, so oft ich an ihrem Hmje vorüberging, das mir als ocr Tempel alles Hohen und Erhabenen erschien Ich theilte allmäZig da Schicksal deZ ganzen Gvmn' siums von der untersten Qutnta bis zur obersten Sri'!?: i!, schlosz mich dem -er derer an. ' xnsttfot sentimentale Liebhaberin sterblich vernarrt waren. Natürlich war die Kunst, lerin meine allererste Üiebe, ich dichtete sie an. ich tränute von ibr, kanste Mlr k'rp Bilder, die Nl alle Schlllbüchfr Kgte, und da ein richtig Verliebter docy Möglichst schwärmerisch und melancholisch sern mun. )t vernachlässigte ich metne Examenarbeiten natürlich auss Gewis senhasteste und verzehrte mich in stillem Gram, ein echter Ritter Toggenburg einer heimlich angebeteten Tame. Endlich faßte ich mir ein Herz! Ich kaufte einen besonders schönen Briefbogen, rofcnroth mit Goldschnitt, und theilte der so verzehrend Angebeteten mein stilles Leid mit. Ich schrieb ihr. daß meine kühnsten Wünsche darin gipfelten, ihr eme einzige Viertelstunde gegenüber stehen oder sitzen zu können, zqr nur einmal mein tiefes Lew zu ge stehen. Ich bat sie um die Erlaubniß, ibr in ihrer Wohnung einen Besuch machen uns ihr meine Huldigung darbringen zu dürfen. Die Antwort erbat ich mir postlagernd, aber daß ich eioentlich noch Schüler fei, verschwieg ich, da es ja nicht absolut zur Sache gehörte. Mochte sie mich für einen zungen Künstler oder Redacteur halten. Drei Tage später ginz ich zum Postamt, fragte schüchtern wie ein Verbrecher nach dem erwarteten Bwer und errathet t bis an die Stirnwurzeln, als mir der Postbeerte wirklich ein zierliches kleines Billet a-iShändigtc. Mein erster postlagernder Brief toit romantisch! Mit zitternder Hand öffnete ich daS Eouvert, eine 5Zarte lag darin, auf der einen Seite der geliebte Name und da runter ganz klein geschrieben: erwartet Herrn Berg morgen Bormittzg zwischen IZ und 3 Uhr!" Wie ich die Nackt durchlebt, weiß ich nicht mehr. In den Unterrichtsstunden bis zwoU Ühr saß ich da wie ein Hypnotisirter, zann stürmte ich nach Hairse, zog mei,?n Konnrmationsrock an und eilte aschen Schrittes nach dem Hause, wo ie mich erwartete. Stolz und siegest ?ewußt stieg, ich die Treppe hinan und zatte dabei nur den einen Gedanken: ii mugte Cäsar einst die Stufen des apttcls hinangestlegcn sem. Ich Um zelte aber trotzdem ziemlich bescheiden, .'in etwas schnippisch aussehendes Dienstuädchen öffnete, fragte nach meinem Beiehr und sah mich dabei von oben bis anten an, was mich tief empörte. Mit tolzer Verachtung und unnachahmlicher Krazie reichte ich ihr meine ttarte. Ich vartete einen 97!oment, dann erschien sie vieder und führte mich direkt in den Himmel, in den Salon der Künstlerin, Sie saß am Schreibtisch in einem mir nvcrgeßlich gebliebenen Morgeukleid ?sn psauenblauem Pluche und sah mich cheln d an, indem sie sich graziös erzob, während ich verlegen an der Thür fcand, meine hoffnungsgrüne Schäler müde 'zwischen den Fingern drehend. .Mein Name ist Berg." hauchte ich end lich mit Aufbietung alles moralischen Muthes, worauf sie mich mit einer liebenswürdigem Handbewegung zum öihe einlud. Ich sah aber mchts in Zer vlafyt, als rrezlge Kissen, Felle und nalensch geordnete Decken und ganz, zanz in der Ferne n paar winzig kleine Zauteuils, die, mir aber für meine Ber legenheit unerreichbar weit standen. Ich setze mich also bescheisentlich auf nnm kleinen, drerbeimgen Schemel, der eben der Cbaiselouaue stand, wurde iber sofort wieder emporgeschreckt durch chr läch?!ndes: Bitte dort, nicht aus itx Thectisch". den ich wirMch in seiner unendlichen Klembeit und Niedrigkeit für ein Siymöbel gehalten hatte. Ich muyte mir also eine tuhl bolen aus dem entlegenen Wickel, wobei mir zu meinem Entsetzen meine Schülermütze mtsid und demüthig bis zu ihren Füßen rollte. Jh beiße Bett! wiederholte ich. Zls ich endlich ohne weiteren Unfall ihr gegenüber an und einen möglichst gist reichen, Ansang unserer Conversation unter ausvrcchenden SÄwelnkxopzen such:e. Äarum izt denn Dein großer, Bruder nicht selbst gekommm?" fraate sie mit" so liebenswürdiger Natürlich, seit, daß ich kaum wagte, mich mit stskkenden Worten zur Butorschzst des to senrothen Billets zu bekennen.' Und nun vlauderlen wir, das heißt, sie plauderte und ich horte zu, denn was ich bis l iebt geredet, war ja Alles nur sehr vri. mitiy aewese. , HD - f- - . S!e plauderte reuen, von WelbnacH

len, vom Uhristvaum, vom ztteryaien, lauter naive Dinge, die aus ihrem Munde so reizend klangen, wie das schönste Elsenmärchen, ja sie fragte so zar nach meinen Censuren und fand. ,jes Zar nicht passend, wenn ich über oem Theater meine Schularbeiten vergäße, und sie würde sich ewige Vorwürfe raa chcn, wenn ich etwa ihretwegen zu Ostern üicht versetzt würde oder zu Weihnachten eine schlechte Censur bekäme. Ich schwieg und biß mir die Lippen blutig, td wie eine Erlösung erschien mir jetzt sie kleine Z0sc, die leise das Zimmer betrat und meldete, daß es Zeit sei, zur Lrobe Toilette zu machen. Schnell er-

hob sie sich, reichte mir lächelnd die Hand, die ich ehrfurchtsvoll küßte, und ging dann zum chreio tisch Mein IrilSlSneSto SS L' kommen, ein Bild mit einer Widmung von ihrer Hand. Sie blickte mich schel. ;rA r.fc-r s (z&nitr .i ; mu.) v. w.vt ,.v, " offenes Fach ihres Schreibtisches und sagte, als sie wieder auf mich zutrat: So, und hier hast Du auch ein süßes Änden.en, Du lieber, kleiner Bub," und dabei klopfte sie mir mit der weichen Hand auf rne Backen, wie einem klemen Jungen, und öruate mir erne große öonbondüte m die zitternden Hände. Z?och ein freundliches : Adieu, Riemer, irüße die lieben Eltern!" und die holde Zrfcheinung war verschwunden, nur die kleine impertinente Kammerkatze war zurückgeblieben und ösfucte mir mit beleidigcnder Zuvorkommenheit sämmtliche Thüren. Da stand der arme Cäsar mit seiner grünen Schülermütze und seiner onbonoüte und kletterte langsam die Kackt blutige Thränen gewemt, im Segenrym, oic womveroienie, yerve Sektion hat ihre glänzenden Früchte ge tragen, ihren Zweck gewissenhaft erfüllt, l ' t C" t . l jch leie nn.D oesMini runsiig oayln. vohin ich gehörte, hiuter meine Bücher, k. , , , ' , c..?.i-.A ".ri." . bestand mein Examen glänzend und. bin ruch später -als Student. Doktor und ?unstlnltkcr kelaer Kunstlerm wieder laftiz getane. Und an allem chnld var doch nichts Anderes, als die liebe leine Vonbundäte. Und wenn ich heute Ihnen dieselbe mit Zius und Zinseszins n vergrößertem MaWade zu gujzen zelezt, meine Gnädigste, so geschah es. nn Ihnen durch ihren Inhalt zu bevci,en. oav wir zruninrilirer reine racyüchtigen Charaktere oder undankbare ZZaturen sind und sür edle und wahre .innst stets die gleiche Hochachtung und Bewunderung kegen. denn Sie haben hre u:e nocy nicht vis aus der Ärund geleert Jck habe sie unten im Mantels rief Adclaide aufspringend; derselbe Vklrde gebraut, und von der ganzen -naieriaen Geellsckaft umrinai. rr: sie vorsichtig die Umhüllung der Dutt und fand ein kleines gedrucktes Ma. nmknpt mlt setdenenBaudepn verschloß ien und dem Titel: Die Vsnbondüte:. Ein Lustspiel in einem Act. Feim Scheiden Frl. Adelaide Barn ehrfurchtsvoll gewidmet von Toctor Berg. Dankbar, mit glückstrahlendemGesichl reichte sie dem Dichter die Hand zu einer .Xi ii tft. fif- :...v:X-:4 trj cajien realen atiuiucincuiu'u;ui ui s ganze Leben, und die kleine originell Bonbi?ndüte nnd ihr geistvoller Berfap f. .. V V L. 1 - i- . i'.JL rr .ff irr nnj ouruj uic i;crtuajc uiifuung der großen Künstlerin später noch sehr berühmt und oft stürmisch applaudirt worden. m.... Zor dem Bezirksgerichte Alserzrund. als Strafgericht der inneren Stadi Wien, spielte sich jüngst eine höchst in teressanie Berbaudlung ab. ES öffnete sich die Thür des Gerichts saals uni, ' ' f f t . herein trat zuerst ein sorgfältig geklei. deter junaer Mann von sehr distinauw tem Au-Z seyen, dem zögernd und zaghaft eine hübzcye Dame tolate. Der Man? tritt vor, HUt dem Richter eine Vorla dung hin und spricht: .Ich bitte sehr. Herr Stichler! Ich bin der Gatte dieser Frau; lie hat für heute diese Borla dung bekommen .... ich möchte doch bit ten, mir den Grund anznaeben." Der Richter besieht die Borladung und be trachtet mit Staunen bald den Dcaim. bald die einige Schritte weiter rück wärts stehende Dame,' die zencr als seine Gattin bezeichnet hat.... Du Wttnifi4 ntr4 tfvt rnt UHtlVV.I IVIbtT tljiit lUIVit. .tl.lil V.' klage, die gegen Ihre grau da erhoben wird; sie steht unter der Anklage der Ucbertretuna des Vagabunden. Ucbertretung des Vagabunden aesetzes! Meine Frau Bagabnndengesetz. .. .ja, wie ist das mög Uch? Richter: Hm! es ist noch schlimmer. d.'nn die .ihr zur Last liegende' Ueber tretung involvirt zugleich eine Ber ler.una der öffentlichen Sittlichkeit.' Doch Sie sind nicht vorgeladen, ich bitte aunerbalb der Barriere als Anhörn Platz zu nehmen und Sie werden sofort erfahren, um was es sich handelt. Bebenden Schrittes geht der Gatte dem r r r . . . . . .. w '4 . . F t W 4 9 MVi,I Sch.. aeborene Dietrich, war krüber

srnifa inn acufwi wicore mnnw. Verführerinnen von mir wollten.... Aber ich war nicht etwa böse, oder gar ich ging sogar zur Polizei und ertw.pört, obgleich ich in der folgenden hielt ein Buch! Ich habe schrecklich ge

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kennt, daß etwas ÄußergewöhnlicheZ W"?1 : w,.wj vorliege, dann spricht er zu dem Gatten lw5 f 3 aefaßtl Herr, das ist eine gar böfe An. worlllches Vorgeyeu Ihr, Leben -Um

Verkäuferin in einem Geschäfte, wo sie ihr gegenwärtiger Gatte, welcher Kauf. mann ist, kennen lernte. Er verliebte sich und heirathete sie bald darauf. Was ihr zur Last liegt, ist die Ucbertretung des ß 5, Absatz 2 deZ neuen Bagabundmgesetzes, deren sich nur solche Frauens Personen schuldig machen können, die sich selbst Uttx Kontrole der Sittenpolizei gestellt haben. Man kann sich daher lebhaft UorftcSTeit; toic ber jun 3 cit 3rrau zu Muthe war, als sie im Gerichtssaal in G egen w art ihr e S G attex ein solches Geständni h ab legen mußte,- ' . ' ? . .Mein Mann ist zumeist cmf Reisen. '

Br Da die Solmilcrsaison schon ziemlich vorgerückt ist, verkaufen wir alle unsere

vae.trKx,saJnt Unsere LluswaM von llnterklcider für Herren und " ' c,mfim c,fjsftrMiit - r-r.. .... ' . 1t..f. t- 1

meri mir. uhimu'uuu'iiuii iji ivuiunvi

gammelte )t, va wurde i von zwe: Frauen verleitet ich vergaß au meinen Mann, ich that Älles, was meine seblt. ick lebe eö ein. ' . - " ' . Richter: Sie sind auch öfters von Sicherheitswachorganen beanstandet worden. iuldt am 2. vorigen Monats. - . . . als it um Mitternacht aus der lratze promenirten . . . . es war die Währinaer straße. Angell.: ,Jch wußte nicht, daß das verboten ist! Nichter: Nicht ein mal das kann ich als Ausrede gelten laizen; ich habe em polizeiliches Proto soll reauiritt. das mit Ihnen aufae nomme wurde, darm heißt es speciell. daß Ihnen daS HeruMgeh.'n gerade auf dieser Strafe verboten lü. Ste haben das Protokoll unterschrieben... hier. .. ist das Ihre Unterschrift? Angekl. , vebend ) : Na! Richter: Sehen Sie nicht ein. daß Sie weit. weit strafbarer sind, als alle Anderen, die solchem Berufe nachgehen? Angekl.: Ich Hab's a gar nicht noth, mein N a n n gibt m i r A l l e s, was l ch w i l l. Die zwei Verführeriup' sind Schuld. Staatsanwaltschaftlicher Funktionär: Welche verheirathete Frau wird sich verleiten laffen. um Mitternacht herum zustr'eichen? Angekl. : Es hat mich ein Her: bestellt, thn um dleze Zelt vordem afe Über u erwarten und da veraa ich des Verbotes...', ich weiß, ich bin tief aeiunken. 55 cb werde mich nie mebr von schlechter Gesellschaft hinreiße lassen Der Richter. Adjunrt Dr. v. Dobrzanski. verkündete sodann das Urtheil: Karolme Sch. sei der Übertretung des j m . rx..tw; ... . w.i zagaouiioengeieJes moig uns weroe zu 43 Stunden strengen Arrests verurtheilt. Sie brach in Schluchzen aus. sh , . c ,ci i ' t er Waile, oer unreroetten vielca uno stumm vor Entsetze, gan, niederge schmettert über die schreckliehen Dinge, die er mttanaebört batte. auf der .ubö rerbank gesessen, trat nun wieder vor Hnh Tislt rn (Mnrtp fsir fini str.in I 1sr v ' i u Richter möge doch die Stra e in ein M?le die Armen umwandeln. - ia 55 T abändern. - taatsauwaltschaftltcher Sermgste geleyliche achttägiger Arrest? Gatte - -CVi4ü 9 M M A UAM 1 Cl . .X 4 I 7 7. n . bm Ge)chartsmann. Steuerträger und Wiener Bürger. . . Richter: Hier spricht nur das Gesetz, Gatte (mit erhobener Stimme): Ich habe vo nichts gewußt. . . .Kein Ster benswort Ist die Schuld nicht auf Seite Derjenigen, die ihr ein Buch aus gefolgt haben, ihr, einer verheiratheten Frau, ohne den Gatten z u f r agen? (Bewegung.) Richter: Ihre Frau hat das Recht der Berufung, hier ist die Verhandlung ge schloffen! Der heutige Fall wird Ihnen die Augen geöffnet haben und Sie werden tn Zukunft auf Ihrer Hut sem. t t K' t -träfe verdient, denn Sle haben S 1SX vergangen. Ct rn 1 1 $ t Commkr IdyZ. !p!err er,lZnzte w?tt iZ'nzu Uptk beudickk'ne, Z-.t sßk am ,i!amk ZZHeri)aatz t&tt sage ftn und ,U ,-,. 3 Zeigt sich in der Zeitung an Lin Seebad mit Reklame. Von dem bisher noch nie genannt Ward irgendwo der Name. Das pape uns! Dort sind I Oül !J,i L I . mit 1 " - I. ' Und allzu öde schauet aus

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Die Gegend! Doch was schadet das? Das Meer erglänzte weit hinaus ! Ja. es ist da ! , Doch außerdem?? EinMirthshaus es nicht giebt, Nur Fifcherhütten, .klein und dumpf, Und Nichts, was sonst man liebt. Als ! ?!ahrung: Fisch ! Und immer . Fisch! Und Ziegenmilch daneben; Das Brot, wir holend selbst heran Räch stundenlangem Dtreben Vom weit entfernten Nachbardorf, Wir schleppen's im Vereine Am schattenlosen Strande fort , ' .Im letzten Abendscheine !"

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Zemiethet hatten schriftlich wir Im Fifcherhaus auf Wochen Und hätten gern von dem Vertrag Uns gütlich losgesprochen. Der Preis war nämlich 's ist kin Spaß, Ganz wie in Baden-Baden, Doch unser Fischer störrisch meint: ch mache keinen Schaden." -So blieben wir. und Tag für Tag, Sei's draußen auch Sturmgebraus, Sei's, daß die Sonne glühend fchien, Wir faßen am einsamen Fifcherhaus!" Die Stille, die wir hier gesucht, Die Ruhe war gefunden.' Denn keinen fremden Menschen sah'n Wir irgend in der Runden. Die einz'gen Gäste blieben wir. Kein weit'rer wollt sich fangen. Und unerträglich langsam sind Die Wochen uns vergangen. Zeitlebens denken wir daran. Wie einstens bei Sonnenscheine. Beim Mondenlicht dort ganz rerzzgl .Wir lauen stumm und iilieiiir 5t. v Mi:ua. - Meerschaumpfeisen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen ete. bei Ävm Murbo. No. .199 Oft Walbinaton Str ff .Werth einer Schachtel eine Guinea." 5 Schliisrig. Ist ein Mann des? Tag? über schlaf, z :ria. nachdem er die 5 Nacht aut aeschla! sen, so zeigt daS' auf Unverdaulich-.' keit und aus einen!! 'trankenMagenhin.!. m&m 1 13 II I Q werden, indem fle dle daS t Vilm faO System verstopfenden Ak. t sonderungen entkernen, alle d'liösenundner.i vöen Beschwerde heile und Migräne schnell 4 iinderi. - j it einer gefchmaLlasm ni uMbareu Huüe? benage. ' Bei allen Apotbek- Pr,l gZe. die Echachtei. t en, Vlorf Devot: 265 üanal tr. S Affe4witt Die H. LIEBER .C01O?.Bilder, Nahmen, Spiegel, Maler. atcrialien für Zeichner. Architekten. ' Photographen Kunft -H ändluW zz Süd Meridian Str. !

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