Indiana Tribüne, Volume 15, Number 319, Indianapolis, Marion County, 5 August 1892 — Page 2

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ZiNdZana TriSnne. Erscheint Zägtich und Sonntngs.

Dre tägliche .Tribüne-ksftet durch den Träger Cents per Woche, die SoantagATribüne" I Cent? pcrWocke. Beide jafairnaen ISCentS oder E3 Cents per Monat. Per Pvst ,geZchickt in Bor. zusbezahluizg $ per Jahr. Osßce : 1 30 Ost Marywnd Strafe. ZndiÄnapolZZ, 3nd.. 5 August 1892. Qesälfch t e I d i a,rÄ l i e r.'fi u:ner Vor acht oder mun Jahren erregte die Kttnöe. daß in eruialem eine Fabrik zur Herstellung acfälfchtcr ?'! terthümer" gegründet worden fei, einigeZ Aussehen m der aebiidcten Gesell schaft. Ta-Z Fälschen von Altnthn mern an sich rost schon lange nichts NeueZ mehr, geschah aber gewöhnlich nur zu eigenem Gebrauch, und in manchen ehrwnrd'.gen europäischen Ruinen. ZZremdenmusttn u. s. w. könnte man davon ein Liedchen singen; ja es wurde mit diesen Fälschungen so planlos ßehaust, daß manchmal das'elbe historische Gedkn'lstiick" gleichzeitig an zwei ode? mehr 'verschiedenen Orten gezeigt wurde, z. B. eine czWisse Gustav-! Adolf Reliquie gleichzeitig aus der Wartburg und im Schloßmuseum zu Stockholm. Inzwischen hat man in Amerika die Altcrthnmerfalschungen teilweise noch schwunghafter aufgenommen, und eine besondere Gelehrigteit scheinen darin in dcr neueren eit unsere rothhutigen Naturlinder zu entfalten. Aus einer der jüngsten Mittheilungen darüber aus Colorado fei folgende? hervorgehoben: Die Laden in Tcnver und ander wärtZ haben einer starken, mit dem zunehmenden Fremdenverkehr nach dem Südwesten noch immer mehr steigenden Nachfrage nach Zechten Jndianerreli anien- zu genügeu, und sie erlangen solche auf die nämliche Art. wie die Stühle, auf denen Wafhingtou für, die Mumien eguvtischer Könige" u. dergk.. nämlich nach dem bewährten Recept: Hat er keins. so macht er eius". Neben den vielen Einzelnen, die sich damit abgeben, gibt es aucr, unter Ausschluß der Ocffentlichkeit. eiue Anzahl Fabriken, die das Falschen von Jndianerreliuicn im Großen betreiben und damit ziemliches Geld erwerben. Wie die Indianer ihre Altelthümer" fabriziren (soweit sie das überhaupt selber thun), darüber könnten die Stationshändler manche intereffante Auskunft geben. Sie liefern ihnen z. B. die alten Kasekästen. welche, mit einem feiüif Schafs ledcr überzogen, die altindianischen Kriegstrommeln abgeben. Tie echten Origitiale hatten eine thöuerne Wand, aber lang, lang ist's her.Jüngst machte der Schreiber diese eine Tour durch das ?!avajo-Land und hatie nebenbei den Austrag, für einen begüterten Akterthumsliedhaber im Osten etliche echte Reliquien zu crwerbm. Tre Navajos sind berühmt durch ihre Gefchicklichkeit im Weben von Teckcn: zugleich sind sie die bedeutendsten Schafzüchter im Westen und stehen den Weinen eigentlich näher, als jeder andere Stamm der Notlzhäute. so viele Jndianerromantik auch von Hause aus in ihnen steckt. Ihre Webe! un st uns thie meisten anderen Fertigkeiten sind jedoch nicht von den Porfahrcu iiberlom inen so wenig wie bei den Chinesen das Waschen, sondern sie h.?ben sich dieselben in ziemlich neuer Zeit von den Weißen angeeignet, obgleich sie natürSich ihr? ejge'nenIdcen und lÄfchmäcker" hinzugegeben haben, namentlich was die Wahl und Gruppirung der Farben beim Weben anbelangt. Tie von ih nen gewobenen Tecken bringen gute Preise und sind, was Stoff und Arbeit betrifft, gewik ihr Geld werth; nur steckt nichts AlterthumItcheS m ihnen, tlebrigcns werden die Arbeiten selbst verständlich- fast nur von den Indio. nerinnen besorgt; ihre Bucks" sind me! zu sto'z dazu, o!kcöi)1 n? keines wegs zu stolz sind, die Erträgnisse in euerwaNer anzulegen. Tagegen benutzen die ritterlichen Bucks" mit Vorliebe jede sich bietende Gelegenheit, einem arglosen Fremdling angebliche alte Krbstuäe auzzuhanqcn. natürlich für Ausnahmepreise. Auch ich bin aus em solches 'reingefallen Tes Auftrages von meinem Freunde im Osten gedenkend, tpahte ich nach einer echten Reliquie umher und dielt es endlich für einen guten Gedanken, einem alten Häuptling seine lange Pfeife abzuschwäen. Thörichterweise lobte ich dieses Wöbel, ehe ich ihm anbot, es zu kamen, und das tlttenukMige. Natur lind zwinkerte mit dem einen Auge und sprach alsbald vom alten Familien erbstück", dessen er sich nur sehr ungern entäuncre; dennoch hatte er die Gnade. es mir für 7 abzulassen. Rachher fand ich genau dieselbe Pfeife beim Stationshändker, wo sie indeß nur 81.35 kostete. ' Was thut ein Indianer mit einer Kriegskeule? Thörichte Frage! Ten Touristen wird damit das Geld aus der Tasche genommen. In jedem Laden wird die?es knegerifche urstuck rer kaust. Gewöhnlich wird es aus dem Schwanz eines todten Stiers gemacht; der Schwanz wird zeitlich auwezchnlt ten, ein Stock hinein gesteckt, in das eine : Cnde,, ein Stein von der Größe eines Gänseeies gmaht, und an dem , unteren Ende länt man den natürlicher Haarbüschel stehen, färbt ihn aber roth oder grün, damit es recht indianisch aussieht. So macht wenigstens der ApatZche seine" negskeulen zum ytx kauf. Andere haben wieder etwas an dere Methoden. ; . , "H 1 1 Es wimmelt in einem Indiancrlaacr von Sachen und Sächelchen. die .für jeden Fremden interessant sind: aber wenn man ein echtes Alterthnmsstück haben will, da mag man schon mehr als zweimal hinguckcn. Fast jeder .Aei fmdeZ der nach Tenver kömmt, hat eine Manie dafür, einige Zechte- Indianer reliquien zu kämen, und die Industrie mit denselben wnd don Jahr zu Jahr sröver, während die Indianer immer

weniger, ihre wlrit:chen Retiquun im wer seltener werden, und das praktisch? Bedürfniß nach Jnöianerwasjeu und -Gerathen immer geringer wird. Tie zu Waxlit gebrachten Jndianerwaffen, die fürchterlichen Speere (aus einer langen krummen Stange mit einer Spie von allem Kesscleisen bestehend und mit Hühnerfcdern meist gestohlenen verziert) und sonstige grausige Tinger würden schon beim schüchternsten Ver suche, ernstlichen Gebrauch davon zu machen, jämmerlich kaput gehen. An Sonntagen verbringen die Rothiute oft die ganze Zeit mit der Anfertigung von Bogen, die sie als Erbstücke von ihrem seligen Großvater ..Loch im Gesicht" oder von ih.em Urgroßvater Rau cheuder Maiskolben" u. f. w. verkaufen. Interessant ist auch, daß Vieles von den Originalarbeitcn" an Tabaksbeuteln. 2.'ko!a sins und anderen Artikeln thatsächlich mit der Rähiua,chine gemacht ist. welche man indeß in keinem einzigen Jndianerlager findet. Oceanvertehr und Binnettseen

Es ist kaum zn bezweifeln, daß -in künstiger Zeit unsere großen Binnen, seen sich im ausgedehntesten Maße dir Oceanlchissfahrt erschließen und dailn eigentlich nur noch eine riesige, vielfach gegliederte Oceanbucht bilden werden. Wird dieselbe von den Ber. Staaten oder von Canada (wenn dieses nicht schon vorher anne.tirt ist!) beherrscht fein ? Tiefe Frage erörtert neuerdinas das ..Enzinttriug Magazine" und be antwortet sie zu Gunsten, Hanadas. Tie natürlichste und unmittelbarste Route für den Verkehr bou den Seen nach dem Atlantischen Ocean geht durch den St. Lorenzstrom. und Canada )at den Schlüuel zu diesem Verkehr in der Hand. Es braucht auf einer fast geraden Wasserlinie von 2000 Meilen nur noch 72 Meilen physischer Hemmnisse für die volle Verwirklichung jenes yedankens zu überwinden. Tagcqen würde ein Schiff, das von Duluth. Minn.. nach New ?)ork durch amerilanischcs Walscr gel-t, über den E.ie Eanal 3.0 Meilen beständiger Hindernisse gegen sich haben, nnd es würde eine Auslage von etwa SisU.WU;K erfordern, den Erie-Eanal auf die Höh moderner Verbefferiingen zu bringen sollte b'anada den Plan ansfüh en. die St. Georgs'Bai mit dem Ontariolee zu rerdinden, v iviUde es sogar von Duluth aus eine directcre Route haben, welche auch von Ehicago aus die best' wäre. Zukunft der ttmmibäume. Gummi und Kautschuk haben in dn Neuzeit eine beständig steigende Wich tigieit erlangt, und die Vielseitigkeit ihrrr Verwendung ist fast fchon in's Märchenhafte gestiegen. Es muß dahei einigermaßen beunruhigen, zu verneh men. daß der Vorrath der Gummi, bäume in einer ihrer Hauptgegenden, nämlich im Amazonenstrom Thal von Brasilien, sich zu erschöpfen in Gefaln steht. Und wieder trifft den frevlen Leichtsinn des Menschen die ganze Schuld. Doch kann noch immer dem Uebel Eintrag gethan oder für neuk Pflegcstätten des Gummibaumes ge forgt werdm. )ie Gummibäume am Amazonenstrcm sind die reinsten Goldgruben, ml dabei erfordern sie keine Maschinerie, keinerlei kostspielige Experimente, kein Rathen und Specuiiren und fogut wu kein Risiko oder Arbeit. .Alles, was zu geschehen braucht, um Acichthüiner aus ihnen zu gewinnen, ist: die stets willigen uud billigen Eingeborenen zu ding.n. welche in das Tickicht gehen, mit dem Handbeil in die Rinde d Säume hauen und das ..flüssige Gold" herauslaufeu lassen. Ader die Sucht dcr Unternehmer, schnell reich zu werden, bat dahin geführt, daß im Delta deö Amazonenstroms bereits viele Gum miwäldcr erschöpft sind. Wenn blos dreimal täglich in den Gummibaum geschnitten und nicht das eigentliche Holz verletzt wird, leidet der Aaum keinen inneren Schaden; der Stamm vndickt sich nur und die vcr wundete Oberfläche wird ungkeichmäßig. aber der Baum kaun 30 bis 40 Jahre lang reichlich Milch geben. Wird aber das Holz selbst im Geringsten vtt letzt, so stirbt der Baum von der vor wundetcn Stelle aus ab. und ein kleines 3 irret, punilna4- genannt, nistet sich dann häusig ein nnd beschleunigt den Zerfall. So ist es gekommen, daß v.eie Gummiwälder im unteren Ama Zoneuthal. die einst für uneifchöpfkich galten, jetzt ganz oder theilweise aufge. gben siud, und im oberen Thal wird e; nicht besser gehen, wenn in der bist,c kgen Wel:e weitergthaust wird. Wer foS sich um die Erhaltung des Gummi b .umes kümmern? Tie Besitzer sind meist Händler in Para oder Manaos. weiche nur an der aiigenbltcklichen Aus. beutiing inte ejsirt sind und sich um die Zatunst gar nicht kümmern. Ter b asllische E ongieß wird schwerlich wirk faul ein.chreiten. - Wie wäre es, wenn durch Anbau an delswo dies.'s Vernichtungstverk aus aeg!ichi würde? In den Ver. Staa ten gibt es ein Gebiet, das nach der Memung Sachverständiger wie ae?chak fen für die Cultur des Gummibaumes ist. nämlich die Everglades7 von Jlorida. Tie Feuchtigkeit ' daselbst, die äxmc und die aznze Bodenbeschanen hcit entspiechen auf dcis Vollkommenste Ua Vcrhaltninen an jenen Orten, wo der Gummibäum fr wächst. Wenn nicht das allgemeine Verdienst, das sie r. l t:-. . . t v j victwucty crucrocn rouroen, amen kanische Unternehmer zu diesem Wer! treiben kaun,' so mag es vielleicht der eigene Verdienst welcher ohne Zwei, fcl mit der Zeit sehr groß werden wird. Nur Geduld ist erforderlich, dle leider so vielen amcnkänischen Unternehmern adgcyt. aber doch noch nicht ganz ver schwunden lst r , , 200 : Gummidäume frei wachsen. kaun ein Mann in einem Tag so viele :i rr . ..f.ft s r . . .-. . i. . , iHuijc ocrzetocn lainm.in. oas oaniii 100 Acres bepflanzt werden können. 538 Bäume auf eiaick Acre ist ünaefähr die richtige, Lahl: Sie keimen leicht uud wachsen rasch, ohne weiterhin dejonderec zZurioe zu bedürfen, und ohne dlzß der Boden eigens vorbereitet worden ist. Wenn man die ungünstig, sten .Ziffern aus dem Amazonentbäl

zugrunde legt, jo kann ein Mann, wet cher dort 150 Bäume bei der Gummiernte übernimmt, ganz gut einen Acre mit 538 angebauten Bäumen ttberneh' mm. Ta l5s Bäume durchschnittlich 4 Kilo den Tag liefern, so würden also die 53ö Bäume 15 Uilo ergeben. Es wird durchschnittlich ein Dollar pro Kilo bezahlt, also würden an einem Acre taglich 5 l 5 verdient werden, und

tn.TV A fr IDrtttnf snnrt in Sjty I j H.W. - V mf V 4 VVll( , j Jahr ! Auslagen sind keine damit ver ! ' bunden, außer den Kosten des alltäg- , lichen Lebens. Wohl vergehen 20 bis 2-', Jahre, ehe der Baum Milch genug hat. dag das Anzapfen rüthnch ist; aber dann ist der Lohn ein sehr reichlichec und beständiger, wenn man nicht so thöricht ist. die Henne zu tödten. welche die goldenen Eier legt ! Statt der Nüsse kann man auch junge Bäum chen anpflanzen, die an Ort und Stelle auch nicht theuer kommen: Ersteres ist abc natürlich bei maffenhaftem Anbau vmzuzichcn. Eine künftige Zeit mag in FZoiida die schönsten und reichsten Gummiwäldcr sinden. Vom Anlande. In New Z)ork leben 230.000 Jöracliten. Kein Ehinese ist seit den letzten dreizehn Jahren naturalisirt worden. E a r d i n a l Gibbons erreichte seinen 59. Geburtstag, als er kürzlich in Hallt; war. V i e r u n d d r e i ß i g P fund Rohzucker machen einuudzwanziz Pfund rafsinirten. Das Staatscapitol in A! bann hat bis zum heutigen Tage 820. 000.X0g,kostet. Ein M a n n in I i f h e r o t ! ! e. Pa.. hat einen Waschbär gefangen, der dreizehn Pfund wog. M c h r a l s zw e i t a u s e n d Qua oratmeilen Waldland, bewachsen mit werthvollem Nutzholz, wird in Neu fund gesunden. Die Entfernung vom Nord pol bis zum Acquator.- der Erd obersläche entlang gemessen. lträgt tt.000 Meilen. Nicht w e n i g e r a l s s ü n f z i g Prozent der Bewohner von Alaska sind mit chronischen Krankheiten behaltet. ''weidlittel der geborenen Kinder über ieben ihre Eltcrn nicht. Die drei l ä n g st e n Flüsse Zn der 'Weit sind der Reihe nach: der Missouri, von seiner Quelle bis zur Mündung in den Mississippi. 4.575 Liei en tanz, der Amazoneufluß. 3J44 Meilen und der Nil 3.500 Meilen ÜNZ. Die Minenkändereien in Adaho sind im Besitz von ein paar Eom pagnicn. wclche angeblich enorme Pronte machen. Im Jahre 1800 hatte die AuZb.ute einen Werth von $13,824,. 500. davon Gold 3,595,3:13. Silber S5.594.107, Blei 84,510,000, Kupfer 5! 25. 000. Daß der Biß eines wüt hm den Menschen tödtlich wirkt, ist eine alte Erfahrung. Vor einigen Wochen wurde in New 7)ort der Kuticher Geo. Eoe mit einer Bißwunde in der Hand in's BellevueHoivilal" gebracht und starb dort, da sich Blutvergiftung ein mute, vor wenigen iaae. xt Aerzle. wclche anfänglich geglaubt hat ten. daß d.'r Biß von einem Hunde herrührte, erfuhren von Eoe erst kurz vor meinem Tode, daß er von einem Manne gebissen wvldcn fei., Tie Po lizci des 22. Prcinkts wurde benach richtigt und ermittelte, wie sie sagt, daß John Murphu von W.0; West 55 Straße, vor etwa 3 Wochen mit Eoe in einem Erocery-Geschäfte an der Ecke der 52. Strane und 3. Avenue in Streit gerieth. Dabei soll Eoe von' Mnrp.m gebissen worden fein. Coe licji uch die Wunde im Noojevelt Hospital- verbiilt-en, aina aber 'pZter. weil sich heftige . Schmerzen einstellten, in ..Bellevue-Hoipital-.i Murph? wurde verhastet und dem Rtch ter KNlreth im jorkvZller Polizeige richte vorgeführt. Er stellte die, Anga den dr Polizei zwar in Abrede, , da die-i elben aber von verschiedenen Personen! destätigt - wutd.'n. so wuxde Murphu! Sem Gefängniß überwiesen, um dort' zas Perfahren des Eoroners abzuwar-' ten. '" i Unter ven Mitgliedern ver Universalistengemeinde in Whitesville im Eouuty Montgomcry in Jndiaua sind Streitigkeiten ausgebrochen. welche kürzlich sogar zu einer Schlügelei vor! Gericht fuhrten.in welcherRev. Thomas Jacobs seinenTheil mit unverkennbarer Misterschaft durchsührte. zumal er tii bekehrter Eowboy und Jauslkampfcr aus! Zlrizona ist. Der Streit entstand über ine von ihm gehaltene Predigt über den Homesteadcr Strike.worin er in sehr be cedien Worten hie Haltung der Arbeiter vertheidigte. , Außerdem aber hatte er die Bemeindew.'genS7rückständigenGehaltZ, verklagt. Tiefer . Tage nun soll Ja :obZ von Gemeindcmitglicdern ttberfal len und gründlich durchgeprügelt' wor den sein? er wandte sich in Folge dessen! an den Sheriff um Schutz und-dieser ließ in Whitesville bekanntmachen, daß er, falls nicht sosort der Friede herge stellt werde, eine Mannschaft dorthin, senden und die Ruhestörer verhaften lasten werde. Tags darauf kam des Pastors Klage vor Gericht zur.Verhandlung. wobei es zwischen Jacobs und ei nem Gemeindemitgliede zu einem Wort wechsele kam, dcx wiederum zu einer Schlägerei zwischen allen Anwesenden ausartete. Nachdem Jacobs.' zwei .seiner Gegner , aus dem Gerichts faale'i ge werfen und seine Anhänger die übrigen hinauSgebrachl hatten erklärte der sieg xeiche Mann Gottes,,daß er seine Klage zurücknehme .und 'den Ort verlassen werde womit alle , Betheiligte sich em. verstanden erklärten.. , ; ,; . rtV ! ' ? " 4 4 .., j.,. .. , ,. i Man weiß nie, .zu es gut ist. ' Hatte sichln Strineville,.' Pa.. kürzlich! eine neue , Blech in richtiger Würdigung der Sphären musik die sich bei ihrer ersten Uebung entwickeln ' würde Kat!e man' beschlos)tnp diese eine halbe Meile außerhalb der Stadt vorzuitehmen. Ein schönes, schattiges 'Plätzchen war dazu unser sehen. Richt weit davon graste sricdlich ein werthvoUer junger Bulle des Farmers Fred Stauder: er labte sich an

,;i.Ji;,i-tt ..j"dem tafttgen Grün. Ms die Kap.'Ue gerade ihre verschiedenen Instrumente ansetzte, kam Jimmn Strong, ein klei' ner Knabe aus Strilzeoille. zur Abkür zung des Weges zum Uebungsplatz dir Kapere quer über das Feld gegangen, das von dem erwähnten Bullen beherrscht wurde. Ter wollte sich nun einen solchen Eingriff in seine Rechte Von einem solchen klcmen Kmrps nicht gefallen lassen. Kaum hatte er den Jungen erblickt, da machte er sich auch schon daran, die Gaugart desselben zu beschleunigen. Eine solche aktive Betheiligung des Bullen hielt aber Iimmy tronq gar nicht für besonders nö thig und lief daher so schnell er konnte dem nächsten Zaune zu, der Bull 'wuthschnaubend hinter ihm her. Ter Abstand zwischen Beiden verringerte sich mehr und mehr. Tie Kapelle war ittittlerweile o zehr Mit stch selbst belchästlgt. das sie den Wettlauf zwisch.'n Jungen und Bullen gar nicht be merkt hatte, obwohl ersterer laut genug schli? und Zentner noch lauter brüllte. Der Bulle war nur noch einige Fuß vom Jungen entfernt, als die Kapelle gerade zum Spielen fertig war. Schrill, grell und im Diskant erhob sich der erste Schall. Wie augenagelt blieb der Buäe stehen, wart den Kopf in die Höhe und brüllte laut. Ein neuer Stoß in die Blech-Jnstrumente-ein neuer, ohrenzerrcißcnder Schall. Wild rannZe der Bulle auf einetein mauer zn und blickte irnt angsterfüllten Augen nach der Richtung, von wannen die Harmonie ertönte. Und abermals geUten die Hörner. Tas war aber doch zu viel für das muukalijche Ohr des Thieres. Mit emem wilden Sprunge setzte es über die hohe Steinmauer hinweg, fiel in den dieselbe um lebenden Oiraben uud brach das Ge,,ick. Es war dies gerade kein Eom 7.liment für dieKäpelle doch Jimmy Strong war geiettet. Auf dem Gipfel des Globe Hitt bei Eripple Erec! im Staate Eolorad:? ist ein stark goldhaltiges Lager von verwitterten blauen Quarz zwei Fuß unter der Erdoberfläche entdeckt worden, welches durchschnittlich Gold im Werthe vou einundzwanzig Tollars von der Tonne ergibt. Man glaubt, daß das Quarzlager ein Theil einer goldhaltigen Ader ist. welche den Berg in nordöstlicher Richtung durchlebt. Seidenraupen werden beim .Pfund in Ehina verkaust. Makrclcn werden jetzt mas. senhast und vou beträchtlicher Größe an der Küste von Maine gefunden. Die Waarenausfuhr aus den dreizehn dem Generalcnsulat in Berlin nnterstellten jlonsulatsbezirken Norddent chlauds nach den Ver. Staaicn KI.es sich nach dem amtlichen Bericht für das Fiskaljahr 1891 -92 aus 340,070,448, d. i. 58,329,002 weni. g r als im vorhergegangenen Fiskal.ahre. Dieser Rückgangs ist fast auschlicßlich auf den Ausfall im Zucker Erroct zurückzuführen. Während, im Jahre vorhe.- nahe u für Z2 Millionen Tollars Zucker nach Amerika expo-tirt wurde, b trug d.'r Werth des im letzten Fiskaljahie ausgeführten Zuckers nur 53.530.00.). Am meisten wurden Kleiderstoffe ausgeführt, nämlich solch? im Werthe von fast 5 Millionen. Dann kamen gewirkte Waaren für mehr als 4 Millionär, dann Zucker Eellu kose und Holzbrei für 52,800,000. Pelze für 92.198.C00, leinene War, ren. Kragen etc. für S2.283.000. Be zatz und Stickerei für K7..635. 000. Deutsche LoealAchrichten. Provinz Brandenburg. Einem tragischen Geschick ist in Be iin die Solo-Tänzerin Martha Echme licka zum Opfer gefallen. Die junge Dame, welche früher in Dresden und Petersburg auftrat und zuletzt im Eircüs Renz in Bre'slau thätig war. löste ihr Engagement, weil sie sich mit dem General iecrctär des Fürsten von Galizien verlobt hatte. Die Ehe sollte in Petersburg vollzogen werden. ' ; Bon einer Freundin m den Wahn versetzt, daß der Bräutigam ein Spiel mit ihr treibe' erhängte ixt sich an einem Reisekorbstrick. - Wenige Stunden später traf von ihrem Bräutigam em Bnef des Inhalts ein. daß er sie in Petersbürg zur Hochzeit erwarte. In ES henick batte sich - auf Sommerfrische ein Rentier Krüger- mit 'Frau und Tochter niedergelassen, der mit seiner Familie üür für Natur zu 'schwär wen schien, ein leidenlchäftlicher Analer war und angab, deshalb an die Spree gezogen zu sein. K. wurde' verhaftet Nnd es stellte sich heraus, da der Ren tier" der Ehef einer Berliner Dieb bände gewesen, die in den östlichen lstadtthnlen ihr Unweler? trieb. Bei der Haussuchung wurde das qesammte Diebeshändwerkzeug des K. im Ofen versteckt, gefunden. Der freisinnige RelchstagZabgeordncte Koch ist vom Landgericht in Neu-Ruppm wegen Be lcidigung des 'Ofsicierstandes während der Wablbeweguug Zu 500 M. Gcld straft verurtheilt worden. Im -Zeh lendorfer Wochenblatt" steht zu lesen: Ich fordere h:crmtt mnne Frau auf. immer des Abends, wenn ich von der Arbeit zn Häufe komme, das Esten zu besorgen, und mir. wenn sie nicht an wescud sein sollic.' die Stelle zu bezeichnen, wo der Echlunel auzbewahrt ist. Im folgenden wird noch Jedermann gewarnt, der rau Geld und Geldes werth zn leihen. ' . , P r ov i n i O ftp r euße n. 7 ' Die schweren ; Stürme der : setzten Tage haben in den - Haffs - zahlreiche 'r it s ' .' r 1 .."':' r. chisssunsa u e veruriacyr. m t u xu fchen Haff, kenterte ein Fischerboots und . - , ftt ri '' w ir-t i , f 'ri ". L'l. 3 '.rri , UCl' IJ)U)KI VyU)lUV VIU19 uu? ri schien und dessen lOjähr. Sohn er tranken. Im Frischen Haff wurde ein Fischerboot von, den Wellen über den Damm geschleudert und zerschellte Die Obsternte der Stadt , ist fast vernichtet. Pro v i n z W e st v r eu ß e n: i ' - fr -jn, - m " " -i,-n''; itii " r- .1' J: .''!,l,,',,V!!,,,,M! '( -Vm! ' Die Strafkammer tn Elbing verur theilte , dcii lr. ozialistischen , Berliner Rech tsanwalt' S tadthagen wegen Beleidigung des Landgerichtsdirektors Harden zu 50 Mk. Der Bl schlug in das Gehöft des Besitzers Lucht in EUerwald ein und zündete. Sammt liche Gebäude sind niederaebrannt. -

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ProvinzPommern. Auf dem neben der Deilrinfabrik ge iegenen Grundstück des Besitzers W. Barth in Greifenhagen ist eine Stahlquelle entdeckt wordcn.de ren Wasser sich nach fachmännischer Untersuchung als außerordentlich reichhaltig erwiesen haden soll. Der wegen Meineids zu sechs Jahren Zuchthaus verurtheilte Ackerbürger Wilhelm Fischer von Gützlow hüt im Greifswalder Eriminalgefängniß seinem Leben durch Erhängen ein End.' gemacht. Bei dem Schützenfest in Pollnow errang Mühlenbesitzer Gerntner die Königswürde. Ritter wur den Pantoffelmacher Heyer und Korbmacher Hcntschel. Provinz S chleSwi g-Holstein. Ueber das Vermögen des Fabrikbesitzers Hein in Fricdrichstadt. der vor

einem Jahre eine Taninfabrik in grö-! ßerem Umtange gründe!?, ist der Eoncurs eröffnet. Die G. I. Pfingsten'sche Buchdruckerei in Jkchoe vollendete ! am 2. Juli d. I. 75 Jahre ihrer Ge- j schaftsthätigkcit. Zum 700 ähriacn Jubiläum der Johannis-Schützengilde in Oldenburg überreichte der Ober Präsident v. Steinmann namens des Kaisers, der die alte Gilde verehre, eine prachtvolle Fahne. Ter historische Fcstzug machte einen prächtigen Eindruck. In Holzkamp wurde das Gewese des Erbpächters H. Witt ein Raub der Fkamnien. Das neue Postgebäude in Wcsterland-Svlt ist nun dem onentlichen Verkehr übergeben. Das prüch tige Gebäude, im Rohbau gehalten, gehört zu den schönsten Bauten der Insel. Provinz Schlesien. Am 21. Juni waren 150 Jahre ver flössen, seitdem Breslaus Rang als dritte Haupt- und Residenzstadt des Königreiches Preußen und der Kurlande puplicirt wurde. t Der Professor an der Breslauer Univelsilät Geh. Medizinalrath Dr. Biermer in Schöneberg bei Berlin. Gutsbesitzer E. Fischer in Eunnersdorf machte seinem Leben ein Ende, aus Aerger dar über, daß er sein Gut zu bittig verkaust hat. Der Arbeiter Paul Seifert in auer lauerte seiner früheren, von ihm geschiedenen Frau in der kleinen Gasse beim Hospitalhof auf und biß ihr die Nase ab. t In Lauban Pastors prim. em. Stock. Ueber Retzing und Laband ging ein wolkcnbruchartiges Gewitter nieder. Drei galizische Arbeitcr, die auf dem Felde beschästigt waren, flüchteten in einen Heuhaufen, in den kurz darauf ein Blitzstrahl fuhr und die drei Leute tödtcte. Auf dem fiskalischen Bohrversuche bei Knurow wu de bei einer Tiese von 750 Meter ein Kohleuflötz von 250 Meter Mächtigkeit erdohrt. Die Kohle ist durchweg rein unp bildet das stärkste Flötz. das bis jetzt in hiesiger Gegend erschlossen wurde. In Tischausdorf sind acht Besitzungen mit 19 Gebäuden nicdergebranut Eine Stellenbesitzcrin ist bei einem RettuugSversuch umgekommen. f In Schmicdeberg der Stadtverordneten Vorsteher , Maurermeister Marzerhausen. In Tö schwitz wurde die 0jährige Tochter und der Knecht des Bauerngu'ts'oesitzers Leuschner auf dem Heimwege vom Felde vom Blitz erschlo gen. Provinz P osen. Scharfrichter Rcindcl aus Magde bürg hat in Posen dies Tage den Sch'lossergesellen Joicph Motgl aus Galizien, der wegen E.inordung des Gefangenenanfsehers Frankowski zum Tode verurtheilt war. hingerichtet. Tas war die 15. Arbeit" Reindels in diesem Jahre. Wegen eii'.es Meine! des, den er nachweislich in einer Beleidiqungsklage geschworen, wurde der Flcischermeister Louis Jastrow in Bzarmikau von dem Schwurgericht in Schncidemühl zu 4 Jahren Zuchthaus und 8 Jahren Ehrverlust vermthcilt. Der Vater des Verurtheilten ist im Februar d. I. ebenfalls wegen Mein eids zu 5 Jahren Zuchthaus verur theilt worden. Ter Betrieb auf der neuen Bahn Meferitz-Zielcnzig wurde am 1. Juni feierlichst eröffnet. Die Strafkammer in Ostrowo ver urtheilte den Kaufmann Udo Stein aus Be lin wegen Betrugs uud Urkunden fäl'chung in mehreren Fällen zu 2j Jahren Zuchthaus und 000 Mark Geldstrafe. Der' Verurtbeilte tauitk für seinen Bruder, einem Berlins Fabrikanten. Wäsche und sandte den Kunden gewöhnlich mehr Waare, als sie bestellt hatten, indem er die K ommis sionsnota fälschte. In dem eine Meile von Pleschen entfernten Kajewer Walde fand zwischen einem H.rrn v. Lubienski und dem Rittmeister a. D. Pappritz aus Adelnau ein Pistolenduell statt. Rittmeister P. tlug eine schwere Verwundung im Unterleide davon und wurde nach dem nahen Rittergut Kuczkow geschafft. P. hatte mit noch einem Herrn, seinem muthmaßli chen Secundantcn, in einem hiesigen Hotel, übernachtet. In Schneidemühl wurde der Eisenbahnstationsassisteut Emil Mulke aus Kolmar i. ,P.' wegen Unterschlagung von 2417 Mark amt licher Gelder.' verbunden mit solcher Buchführung, unter Aniiahme mildern der Umstünde zu H Jahr Gefängniß verurtheilt. Beim 'Sandgraben in Usch verunglückte der Zimmerpolier A. Zabel in d.m hinter seinem Haufe be findlichen Kicsschacht. indem er durch Einsturz :ner Kieswand verfchüttei und getödtet wurde. ' ' - P r 0 vin z S ach s e n. ' " ' ' r dem Schwurgericht in Mägde bürg begann der Proceß wider die un verehelichte Schneiderin Dorothea Bunt rock und den Agenten Fritz Erbe. Die Angeklagten sind beschuldigt, die Mädchen Emma Kasten und- Dora Klages. hie sie als Reisebegleiterinnen verpftich tei hatten, in den Wald verschleppt, ermordet und sich ihrer Habscligkeiten bemächtigt zu gaben. . Die Buntrock ist geständige Die " an der. 17jährigen Dora Klages im Walde bet Eschede verübte Mordthat . geschah , sechs Tage bevor die Buntrock eineZ Kindes, dessen Vater Erbe war. genas. Erbe leugnete jede Mitwissenschaft und Theitnchmerschast an den Verdrcchrn. Aus dem Verhör der Buntrock ging hervor daß sie auch zlvei andere Dkädchen, Namens Ella Block aus Hannover und Hedwig Tanaermonn aus Dortmund, habe

engagircn woüen. In Ajchersleden hat der Händler Hclmdag die mit ihm im Hause wohnende geschiedene Frost, vermittelst eines Hammers nnd RasirMessers getödtet und sich selbst darauf auf dem Hausboden erhängt. In rinem hinterlassenen Briefe bittet er um Verzeihung für die That und um Unterstützung seiner Familie. In der Nähe der Fährstelle fiel der Steuermann Karl Beutel aus Herrnskretschen in Böhmen, der ein Floß hierher geführt hatte, beim Einziehen einer Kelte in einen Handtahn in die Elbe und ertrank. Das Erfurter Konsulat der Verein. Staaten von Nordamerika ist dieser Tage amtlich eröffnet werden, nachdem das Erequatur seitens der Rcich-regierung ertheilt worden ist. V r 0 v i n z Hannover.

In Folge Blitzschlages entstand Brand im Thurm zu Aukum. welchem der Thurm, die Kirche und das Haus des Buchbinders Lehmann zum Opfer fielen. Ein bei einem Böttchermeister in Hameln in Arbeit stehender Geseile wird seinen in Rußland als Mit lionär verstorbenen Großvater beerben. Der glückliche Erbe hat es dcr Vermitte lung der preußischen Regierung zu verdanken, daß diese Angelegenheit, welche schon feit längerer Zeit schwebt, nun endlich zu seinen Gunsten geregelt ist. Das Göttlngcr Schwurgericht ver urtheilte den Bergmann Langenbürgcr von bicr. der im Februar auf dem Hose des Senators Schmidt in böswilliger Absicht zwei Dynamitpatronen zur Explosion gebracht hatte, zu 10 Iahren Zuchthaus. Auf dem diesjährigcn Schützenfest in Salzgiiter errangen die Königswürde Glasermciste, Fehrke und Messerschmied Reupke. Provinz W e st f a l e n. Zommerzienrath Tuben in Forest bei Brüssel, hat seiner Vaterstadt Dortmund 250.000 M. zur Errichtung eines Pflcghansev für Wöchnerinnen geschenkt. Als dieier Tage ein Polizeibeamter unvermuthet in die Wohnung des Klempners Karl Fries in Tördel trat, traf er diefen beim Anfertigen vou Zehnpfennigstücken. Ter Falschmünzer wurde nach heftiger Gegenwehr ver hastet. Ter Steuereinnehmer Ma solle von Meinerzhagcn war am zweiten Pfingstfeicrtage auf einem Spazicrgange, als er sich .mit seinem Töchter chen des Regens wegen unter einen Baum geflüchtet hatte, von einem Blitzstrahl getroffen worden. Ter Mann ist nun doch seinem schweren Leiden legen, während das Kind gesund ge. bliebeu. In der früheren Wentzig'fchen Mühle an der Thune. in welcher sich jetzt u. a. die Geschäftsräume der eigens für die Senne eingerichteten Garniscnverwaltung besinden. erhängte sich der Garnison-Jnspektor Meyer. Ein seltenes Jubiläum feierte zu Erndtedrück der Landdriesträgcr H. Jüngst, nämlich das 50jähr. Jubiläum als Briefträger. Ter Jubilar erhielt viele Geschenke uud das allgemein Ehrenzeichen in Gold. R h e i n p r 0 v i n z. Der Inhaber der Weinschenken ge. nannt Zentral-Bodega" in verschiede nen Slädten, Wilhelm Mauritz, aus llerdingcn gebürtig, ist mit 235.000 maxt fallirt und flüchtig. M. betrieb )ie verschiedenen Weinschenken aus eigene Rechnung und hatte nur die Bercchtigung. die von dem deutschen WeinHause Bogt & Eo. in London geführte Bezeichnung ..Zentral -Bodega" zu benutzen. Allabendlich sieht man jetzt Lampen in den Weinbergen bei Ahrwciler und Walporzheim brennen, die dem Heuwurm-Schmctterling den Gar aus machen sollen. Zu Tausenden werden diese Nachtschmetterline durch die brennenden Lampen angcw.en und veriiichtet. so daß sie an der Eie abläge gehindert werden. Die Mut-er des von dem Lieutenant v. Salifch im Streit erstochenen Kaufmanns Weimann, Frau Wwe. Weimann in Eoblenz. hat gegen die Mutter des Lieutenants eine Eivilklage aus Zohlung einer bedeutenden Entichädigungsfumme angestrengt und mit ver Führung des Prozesses den Rechtsanwalt Munckc! in Berlin beauf. tragt. Der in Hannover wohnende Kaufmann Franz Erwig. Sohn des flüchtigen Inhabers der Firma Gebr. Erwig in Düsseldorf, ist auf einer Reise bei Dresden verhaftet worden, weil er der Tbeilnahme an den strafba. ren Handlungen seines Vaters verdäch. tig ist. Orkanartige Stürme und Platzregen, die in der Gegend von Kreuzn'ach niedergingen, haben den in der Blüthe stehenden Weinbergen er heblichen Schaden gethan; auch die Feldf'rüchte haben stellenweise gelitten In Rciiwied wurden die Gebrüdei Segel aus' Spreitchen wegen Raubmord zum Tode vcrurtheilt. M e ck l e n b u r g. Bei Abbruch eines baufälligen Hau lcs in Gadebusch wurden ca. 20 Ge rippe blosgelegt, und man hält dafür. daß dies Massengrab von der 1712 uoischen Schweden und Dänen außgefochtenen Schlacht herrührt. Beim Baden in dem DomZüch-See ertrank de: etwa 17jähnge Sohn des Privatier? iftfli'fir in gtrflift. achfolzer von W. C. nderfo. Abstrakte von Besihtiteln und Grund eigenthum werden in prompter und zuverlässiger Weise ausgeführt. Vdo. SS Ost Market Straße. iapttvollS,, rr H D. Iüegelo & Solin l: No. CDCT . :- V3 Nord Jllüwis StrM i'-n.ilii p ' :; ,j :; :ihit'. - , ., MWM'MNOW' DMöÄlsSkoWtsH Keine Beziehung zu Kregelo & Whitsett

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