Indiana Tribüne, Volume 15, Number 317, Indianapolis, Marion County, 3 August 1892 — Page 1

g J'KtfS' oo Vsy rfT rtfr A US AA s5 w vv w W IV VV y Office : No. 130 Oft MarhZand Straße Jahrgang 15, No. 1 F. Indianapolis, Indiana, ZNittwoch, den 3. August 1892

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besidt alle (5igellftl,aften dcö (5astvr-OeZ6, bat aber einen inten (Yescdmack. Es ist das beste Abfnhr-Miitel. Die Lcbwierigkeit, Kinder zum Einnebmen von CastorIM z verankuffen, bestehen nicht mebr. Das Mclol werden die K inde? gerne nebmcn.

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ist e'nfacb 5astor-Oel, dem der widerliche Gesckmack ge-nominell

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Neue Frühjahrshnte sind angekommen

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!SC ! o ; Editorielles. Wegen der Bewilligung von fünf Millionen ist im Kongreß eine Ge fchäftsfperre eingetreten, und da der Wunsch dieselbe zu heben, allgemein ist, und der Congrcp sich vertagen möchte, haben die Demokraten beschkossen, die Sache bis zum Wiederzusammentritt des Kongresses im Dezember liegen zu lassen. - Noch irnui'r bildet die Home-stead-Affaire das Thema langer Lcitartike! in den Zeitungen, gleichviel was ihre Färbung sei. In jedem Artikel wird gejammert über die Zustände, welche solche Vorgange möglich machen, und stetig wird wiederholt, da& ein Ausgleich in dem Kampfe zwischen Kapital und Arbeit gefunden werden müsse. Vergeblich aber sieht man sich nach irgend einem vernünftigen Vorschlage für einen Ausgleich an. Und das ist begreistlich, denn es giebt keinen ausgenommen im SozialismuS. Dieser aber erscheint der bürgerlichen Presse wie der leibhaftige (ottseibeiuns. . Jetzt befürwortet Bismarck für Deutschland eine parlamentarische Rc-! gierungsform und Stärkung des Reichstags gegenüber absolutistischen Launen. Gs ist zum Lachen. So lange seine eigenen absolutistischen Launen mapgebend waren, war der Absolutismus recht. Der Wille seines kaiserlichen Herrn war für Bismarck allein maßgebend, so lange dieser Wille sich mit seinem eigenen deckte. Jeht aber, da dies nicht mehr der Fall ist, da die absolutistische Laune seines kaiserlichen Herrn ihn abgeschoben hat, jeht möchte Sch der Mann von Blut und Eisen als Volksmann geriren. Wiederum die alte Geschichte von dem Junker und der Kuh. Der Mann macht sich jeden Tag lächerlicher. Vor einigen Tagen schrieb die JStmV in Bezug auf das Attentat aus Frick Folgendes : Wie lange wird der Anarchismus noch auf eine Gelegenheit warten? Wie lange wird es dauern, bis er sich seine Gelegenheit selbst macht, wie in Europa? Es ist traurig, aber es scheint, daß Amerika dem Schicksale der Rationen nicht entgeht. Unser Experiment während der vergangenen hundert Jahre hat, näher betrachtet nicht eine Wiederholung der Zustände der alten Welt verhindert. ' Wir haben unsere Millionäre und unsere Paupers, unsere Paläste und, unsere Hütten in auffallendcrem Conträste als das altersschwache Europa. Wir befanden uns in einem Narrenparadies und haben unseren Institutionen- zugeschrieben, was lediglich die Frucht natürlicher Bedingungen war. Diese ändern , sich aber mehr und mehr, unter denselben Einflüssen, die sich in der. alten Welt kundgcben.s Wir sollten einen Weg für Kapital und Arbeit sinden gerecht gegen einander zu sein, in Frieden mit einander zu leben und keinen Raum für Anarchie übrig zu lassen."! ) ,j So weit die ?!ews". Dies ist doch endlich einmal etwas Anderes, als die ewige Selbstbeweihräucherung, , , und das Geständniß, daß unse?e, Zustände nicht anders sind, als die europäischen, trotz unserer Institutionen, ist ja recht

erfreulich. Nachdem man aber so weit gekommen, sich dann zu begnügen, zu sagen wir sollten einen Weg finden", ist im höchsten Grade jämmerlich. Wir sollten, wir sollten, das kann jeder Dummkopf und Feigling sagen. So findet ihn doch, oder wenn er bereits gefunden, habt den Muth, ihn zu ge hcn. Zu dem Einen aber seid Ihr zu dumm und zu dem Andern zu feig. - Wasch mir den Pelz, aber mach ihn nicht nap", das ist der ganze jämmerliche Inhalt Eures Strcbcns.

. Drahtnachrichten Inland. W e t t e r a u s s i ch t e n. Für Jndiana : Etwas wärmeres, schönes Wetter. H o m e st e a d, Ja ms, Frick :e. H o m e st e a d , 2. August. Die Streiker hatten heute eine Versammlung, in welcher die Redner die Leute ermähnten, fest auszuharren, da der Erfolg nicht ausbleiben könne. Ein Comite von vier Stahlarbeitern berichtete, dah Superintendent Porter sie durch die Werke geführt habe, und das; es nicht in Abrede zu stellen sei, dap bereits tausend NichtUnion Leute eingestellt seien. Jedoch seien dieselben unerfahren und die Arbeit gehe nur langsam vorwärts. Pittsburg, L. Aug. Oberstlieutenant Streator wurde heute in Washington, Pa. unter der Anklage der Körperverlehung verhaftet. Der Ankläger war der Milizsoldat Jams. Der Fall wird im September zur Vnr Handlung kommen. Streator wurde gegen Bürgschaft entlassen. Einer der Anwälte der Strciker theilte einem Reporter mit, daß morgen Anklagen gegen Frick, Lovejoy und Potter wegen Mordes erhoben werden würden. Auch werden Anklagen gegen Milizsoldaten vorbereitet, welche sich angeblich Insulte gegen Frauen haben zu Schulden kommen lassen, doch können die Verhaftungen nicht vorgenommen werden, so lange die Leute im Dienste sind. Mollack, der in Long Branch verhaftete Bäcker wurde heute wieder entlassen. Man wußte nichts weiter gegen ihn vorzubringen, als das; er Bergmann sechs Dollars geschickt hatte. Dies stellte er auch gar nicht in Abrede, sonst aber, sagte er, hätte er von dem Vorhaben Bergmanns gar nichts gewnßt, ja er habe nicht einmal gewußt, daß derselbe sich in Pittsburg aushalte, bis er ihn brieflich um die sechs DollarS gebeten habe. Der Polizeisuperintendent erklärte, daß Mollack freiwillig mit ihm gcgangen sei. Bauer und Knold wurden heute dem Richter Ewing vorgeführt, der die Bürgschaft auf $5000 fensejzte. In einer Depesche von Long Branch wird mitgetheilt, daß der dortige Po lizeichef Layton wegen Angriffs auf Mollack und ungesetzlicher Verhaftung vor einem Friedensrichter angeklagt worden sei. W. I. Brennan, Anwalt der Streiker suchte heute bei Richter Ewing um Einsehung eines freiwilligen SchiedSgerichtes nach. DaS Gesuch ist von G7 Arbeitern unterzeichnet. Wenn die Compagnie das Gesuch innerhalb scchzig Tagen nicht ebenfalls unterzeichnet, so ist es hinfällig. tt n i o n t o w n, 2. Aug. O. Neinhart, ein Vertreter der Carnegie Co. kam gestern hierher und stieg im Hotel Mahoncy ab. Er machte kein Geheimniß daraus, daß es seine Absicht sei, Arbeiter für die Homestead Werke zu gewinnen. Als er wieder abreisen wollte, wurde er von einer Cchaar von etwa zweihundert Leuten verfolgt, so daß er wieder nach dem Hotel flüchten mußte, wo er jetzt seine Mahlzeiten auf seinem Zimmer nimmt. P i tt s b u rg, ,, 3. Aug. Heute Vormittag würben bei dem Friedensrichter King gegen Frick, Lovejoy, Robert uud Wm. Pinkerton, Supcrintendent Potter und acht andere Beamte der Carnegie Co. Anklagen wegen Mordes anhängig gemacht. , Haftbcfehle wurden ausgestellt. Frick selber wird jedoch vor seiner Genesung nicht verhastet werden. DaS Ach ist un d en gesetz. W a s h i n gt o n, D. C:, 2. Aug. Der Präsident hat die Acte unkerzeichnet, welche die Dauer der Arbeit bei - v

öffentlichen Arbeiten auf acht Stunden pro Tag festsetzt und die dadurch gesetzkräftig wurde. Das Gesetz verbietet allen Angestelltcn der Regierung, länger wie 8 Stun-

den pro Tag zu arbeiten und es erstreckt sich diese Regel auch auf alle Leute, die unter Rcgicrungscontrakten beschäftigt sind. " Brand in einer Irrenanstalt. Austin, Ter. 2. Aug. Heute in früher Morgenstunde schlug der Blitz in die Staats-Jrrenanstalt und fetzic dieselbe in Brand. Der westliche Flügel des Gebäudes, in welchem die weiblichen Insassen, ungefähr 200 an der Zahl, untergebracht waren, wurde gänzlich zerstört. Die Kranken wur den rechtzeitig in Sicherheit gebracht ohne daß auch nur eine von ihnen den Wättern entkam. Der Schaden beträgt $35,000 und ist nicht versichert. Angenehme Situation. Sa n g r a n c i s c o, 2. Au u). Drei weiße Männer sind auf einer öden Insel im Berinzsmeer, mit wenig Lebensmitteln und fast gar keinem Brennmaterial, ihrem Schicksal überlassen worden, weil das Beringsmeer für Robbenfänger geschlossen ist. Vor einem Jahre wurden diese Männer von dem Robbensänger Hattie T. Dyer" von hier aus der St. Matthews Insel im nördlichen Beringsmeer ausgesetzt. Der Kapitän ließ ihnen Lebensmittel und Hol; auf ein Jahr zurück, während dessen sie Eisbaren und Blaufüchse schießen sollten, bis sie in diesem Jahre abgeholt werden würden. Der,Schooner kam gestern hier ohne die drei Jager an und sein Kapitän sagte, er habe dieselben ihreu, Schicksal überlassen müssen, da er nicht in das Beringsmeer fahren durfte. Wenn sie nicht von einem Zollkutter gerettet werden, müssen sie den Winter über auf der Insel bleiben und in früheren Wintern sind mehrere Jäger von Eisbaren auf? gefressen worden. mm Ausland. I ä g e r 's Prozeß. Berlin, 2. Aug. In Frankfurt begann heute der Prozeß Rudolf Jager's, welcher früher Kassircr des dortigen Hauses Rothschild war und im April mit einer großen Summe durchbrannte. Vierzehn seiner Mitschuld,gen, welche ihm zur Flucht vcrholfen hatten, wurden mltangcklagt. Seine Untcrschleife werden auf 1,700,000 Mark angegeben, doch wurde fast das ganze Geld bei feiner Verhaftung in Kairo noch bei ihm gesunden Heute bekannte er sich auf fast alle Punkte der gegen ihn erbobenen Anklage schulbig. D em Prozeß überwiesen. Paris, 2. Aug. Der Marquis de Mores, welcher den jüdischen Oberst Meyer kürzlich im Duell so schwer vermundet hat, daß derselbe bglb darauf starb, wurde heute mit seinen Sekundanten dem Prozeß wegen Todtschlags überwiesen. - Große Hitze in Algier. Algier, 2. August. 3m ganzen Lande weht ein starker Sirocco. Die Hitze ist sehr groß und das Thcrmometer zeigt 106 Grad im Schatten, so daß eine allgemeine Drrre erwartet wird. In verschiedenen Theilen des Landes wüthen ausgedehnte Waldbrände. , !!,,,,. -, . Das preußischeMinisteri um. Berlin, 2. August. Wie . die Vossische Zeituug" heute berichtet, wird der Minister des Innern Hcrfurth wegen der Differenzen zwischen ihm und dem Finanzminister Miqucl bald zurücktreten und der Ministerpräsident Graf zu Eulenburg auch daS Ministerium des Innern übernehmen. Zur M ü nz kpnseren z7 Un, 2. August. Die ..Reue Freie Presse" veröffentlichte heute einen Plan deS Nationalokönomen , Prof. Soetbeer über Äeichmäßigkeit :Mi Münzsysteme der Welt. Darin wird empfohlen, die bevorstehende Münzkonferen; soll vereinbaren daß keine Goldmünzen von weniger als 28,065 Gran Gehalt geprägt werden oder in Umlauf bleiben und daß Silbermüuzen nach dem Werthverhältniß von 20:1 geprägt werden sollen. Silber sollbis

zu HO gesetzliches Zahlungsmittel sein und alle Silbcrmünzcn unter diesem Werthverhältniß sollen eingezogen werden. Prof. Soetbeer ist der A nsicht daß die Annahme dieses Planes Hauptsächlich von Großbritanicn abhängt.

"- Die Cholera. St. Petersburg, 2. Aug. Es wird wieder behauptet, daß die Cholera in Mouskau ausgebrochen sei. Die Seuche ist auch in der gleichnamigen , Hauptstadt des Gouvernements Riassan, 10 Meilen von Moskau, aufgetreten. An der Wolga nimmt sie ab, am Don aber zu, namentlich im Gouvernement Rostow, wo an einem Tage 1035 Erkrankungen und 447 Todesfalle vorkamen. Im mittleren Rußland breitet sich die Seuche aus. In der Stadt Jeletz im Gouvernement Orel sind drei ErKränkungen daran vorgekommen. Wien, 2. Aug. Ein Arzt, der von der Regierung nach der Grenze vsn Glizien gesandt worden ist, um die Wahrheit des Berichts von dem Ausbruch der Cholera in mehreren Dörfern daselbst zu untersuchen, bezeichnet die Berichte für vollständig unbegründet. London,.'!. Aug. Der Ti.ne." wird aus Teheran in Pcrsicn gemeldet : Noch unparteiischen medizinischen Berichten sind mindestens 5000 Menschen in Mesched im Juni uud Juli an der Cholera gestorben. In dieser Woche kamen 75 Todesfälle an Cholera in Bscsched, 73 in Rescht, M in Enseli, 35 in Lahijan und 10 in Mensil vor. Die Gegend bei Äezd hat schwer gclitten, Teheran aber ist verschont geblieben. Nach dem St. Petersburger Kor, esVondenten des Chroniclc" sind mehr alS 50,000 Menschen im russischen Kaukasus an der Cholera im Juli gestorben. Diese Zahlen schließen nicht die Todesfälle an Ctiolera im Asiatischen'Rußland ein. VeR'egatta in C owes. C o w e s, 2. August. Kaisdr WilHelm begab sich heute srüh auf feine Jacht Meteor", um die Wettfahrt um den Becher der Königen mitzumachen. Um 10 Uhr begann die Abfahrt und die Meteor" hatte von Anfang an einen Vorsprung. Da der Wind nur gering ist, wird die Regatte erst spät am Nachmittag vorbei sein. Die Meteor" war von Anfang an voraus und kam auch zuerst am Ziel an, doch wurde der Äacht Eorsair", welche als zweite ankam, wegen versäumter Zeit der Sieg zuerkannt. Als die Meteor" an den deutschen Kriegsschiffen vorbeikam, waren deren Raaen bemannt und die Matrosen brachten Hochrufe aus. Mit dem Kaiser befanden sich der Prinz Heinrich von Preußen und der Herzog von Connaught auf der Äacht. Der Kurs war 50 Meilen lang. Die Königin und die Prinzessin Christian fuhren nach dem Hauptquartier des königlichen Äachtgeschwadcrs, um daS Ergebniß der Wettfahrt zu erfahren. Der Kaiser, der Prinz von Wales und die anderen Mitglieder der königlichen Familie dinitten heute Abend mit den Offizieren des GeschwaderS. Als die Meteor" sich dem Ziel näherte, war die. Corsair" weit zurück unb würde sicher geschlagen worden sein, wenn nicht plötzlich der Wind stärker geworden wäre und sie gleich einem Dampfer vorwärts getrieben hätte. Die Jacht L'Esperance", welche an der Regatta theilnahm, ist aufgelaufen und siht noch fest. Der Kaiser stand im Aachtkostüm unbedecktcn Hauptes auf Deck und erwiderte die Grüße der deutschen Seeleute ' Südliche Feuerfresser. ! Was daraus entstehen kann, wenv sich bei Menschen, die ohnehin schon ein cholerisches Temperament haben, der kuror 5o!iticus" mit der surchtichen Hitze verbindet, die zur Zeit im ganzen ande? herrscht dasür . liefert Her .in Eüd - Earolina tobende demokratische Faüionskamps ein wenig erfreuliches Beispiel. Daselbst sieben die Till, maniten. , die sich zu den Grundsätzen der Allianzler bekennen, und die Regu lären,oder traight'onts'', welche sich vornehmlich , aus drr Aristokratie bei Staates retrutiren. .einander gegen über.,,, Die Tillmanilen vertreten an gcblich das gemeine Volk und sind da rauf aug.n peinlich noch weit s!o!z?r, als die (Gegner aus ihre vornehmen Fcl milicnverbindungen. Ben Tulman, ein einäugiger, polizeiwidrig häklicher qlter Bauer. , ist wanntlich ,ur M

onrcrucur des Staates, auein die AU i an; irr haben nicht eben Ursache, sich mit seiner Verw.iztung zn brüsten. Tillman wün'cht abermals nominirt ZU werden, während die "Ltraikt. sut" rhn Calhoun Shcppard zum oemolrati chen Eandidaten mcchen wollcn. Tillmau und Shcppard machen nun gemeinsame Stumpreiien durch un ganzen Staat, das heißt, wo der Sine eine Versammlung abhält, da stellt sich auch der Andere ein. und nach kurzer Debatte begibt man sich gcw hnlich höchst einmüthig auf das Gebiet der persönlichen Schimpferei, aus wel chem beide Theile ihren Mann stellen. Der ganze S.aat befindet sich im Zustände wilden Au'r.lhrs. und daß es nicht schön langst zum Blutvergießen gekommen ist. das' erklärt sich, wie ein Correspondent behauptet, nur aus der Eigenthümlichkeit, daß der typische Feuerflesjcr von Sü) Carol'lna zwar sehr schnell seinen Revolver zieht, aber Möhnlich nicht gleich d'raus losknallt, ondern vielmehr eine abwartende Stellung einnimmt, um gerüstet zu sein, wenn der Zgner es sich einfallen lassen sollte, zur Offensive überzugehen. Neulich haite man in Edgefield ein gemename Debatte veranstaltet. Till man. wlckn eine Bulldoggen Natur hat und kühn bis zur Frechreit ist, wollte ab''o!ut zuerst sprechen. Das wollten aber die Anhänger Sheppards natürlich nicht ztilasscn. Die Ver sammlung fand auf dem Courthaus plae des kleinen Städtchens statt, einer Stelle, die schon mehrfach der Schau plal) blutiger Nrawalle gewesen ist. Die Edgcfielder sind nämlich desparate Gesellen, und Prügeleien und Schieße

re:cn machen ihren gewöhnlichen ZeNvertreib aus. Auch dies Mal schien es,, als ob es nicht ohne Blutvergießen abgehen werde, denn beide Parteien waren eigensinnig und dickköpfig, wie Mauleiel und keine wollte dulden, daß die andere die Debatte eröffne. Von den zweitausend Menschen, die der Ver sammlung beiwohnten, war kein einzi ger undewaffnct und. Hunderte hatten den geladenen Revolver schon in der Hand. tin blutiges Gemetzel wäre unvermeidlich gewesen, wenn die Freunde Tillrnans nicht schließlich Angst de'ommen und ihren Candidaten fortgeschafft bättcn. Wenige Tage darauf kam es in Flo-. rence zu einer noch schlimmeren Scene. Shchvard war nicht erschienen, wohl aber als sein Vertreter Col. Boumans. d.'r auf demselben Ticket als Candidai für das Amt des Staatssekretärs ist. Pfllltt ans ist auch so ein richtiger Feuer' srcff-r. der schon das Schießeisen zieht, man i!m nur schief ansieht. Ter Spektatel ging schon los, als die An Hänger ?Zoumaiks ans der Platform eine arocc Fahne au'pffanztcn, die eine scheuk'.iche Narrikatur Tillmanns zierte und die ihn darstellte, wie er vor VoU' man? davonlief. Ter Vorsitzende, ein Tillmanite. sprang mit einem Fluch aus den Tisch und rief, wenn die Gegner Blut zu sehen wünschten, so könne man ihnen ja den Gefallen thun. Er für se.ne Person sei bereit, auf dem Platze zu sterben. Dies Mal waren es die "jrtnughtoi.ts die nachgaben. Col. Voumans selbst b.fahl. daß man die anstößige Flagge entferne. Nun begann Tillman's Viccgouverneur, Gary. zu spre chen. Schon nach den ersten Worten rief ihm Jemand aus der Versamm lung ..Lügner" zu. Gary brüllte, wer ihn zu wsultiren wünsche, der könne ihn später drallßen sprechen. Soll besorgt werden." rief ein halbes Dutzend Manner. Nach Gary bestieg Tillman selbst die Rcdnerbühne. Er ließ eine ganz un fläthige Schimpferei vom Stapel und nahm auch Voumans persön lich so furchtbar mit. daß derselbe auf ihn lossprang und Miene machte, ihn zu packen. Tillman aber zeterte und wetterte ruhig weiter, Voumans stand mit der Hand aus der Revolvertasche ror ihm. und wer weiß, was geschehen mit, wenn nicht ein herkulisch gebau ter Ti!manNe sich zwischen die beiden errcg!en Kamxen geschoben und sie ge trennt hätte. Auch die Zeitungen führen die Campagre in demselben ordinären Tone, und in ihren ordinären Spalten lau sen die ..Lügner", Hallunken-. me drigen Heuchler und andere EhrenMänner zu Dutzcndln herum. Die Gegner aber lachen sich natürlich in's Faustchen, denn je toller die Politi'er es treiben, desto höber steigen die seinslichen Actien. Ter wasch achte Yankee' von Süd'Carolina aber thut sich gans ungeheuer viel ans seine ..aristokrätische- Abstammung und seine Rtt!er!ich!kit zu Gute. In Wirklichkeit aber braucht man ihn nur zu kranen und der rvhe Barbar kommt zum Vortchern. lLomsmlle Amekaer.5 SchiffSnachriebten. Angekommen in: New Aork: Wasland" von Antwerpen, Elbe" von Bremen. Southampton: Havel" von New Aork. Browbead Passirt: Majestic" von New Aork. M o v ! l l e : Anchorla" von New i 's,;, . j Aork. , ; -yyr.. Li z z ar d passirt : ! Gellert" von UDToVk.MMMMM

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