Indiana Tribüne, Volume 15, Number 315, Indianapolis, Marion County, 1 August 1892 — Page 1
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9SZZM VmmmmSm xal LD l o ! wird fabrizirt von der ug Company Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Für Jndiana : Regen gegen Abend ; am Dienstag schönes Wetter. D i e A n a r ch i st e n b e h e. Pittsburg,0.Juli. 'SmBorverhör fand am Samstag statt, in welchem gezeigt wurde, daß Bauer und Knold seit der Ankunft Bergmanns stetig mit demselben beisammen waren. Sie wurden Beide der Verschwörung zum Morde angeklagt. Während des Verhörs sagte ein Detective aus, daß Knold zu ihm gesagt habe, daß er einen an Bergmann gerichteten Brief geöffnet habe. Derselbe fei russisch geschrieben gewesen und er habe nichts in demselben lesen önnen, als Most's Namen. Äus die Frage, ob e Gebrauch sei, anderer Leute Briefe zu öffnen, entgegnetc er, daß es unter Anarchisten üblich sei, daß einem Anarchisten erlaubt fei, die Briefe cineK andern Anarchisten zu öffncn. Wahrscheinlich werden weitere Verhaftungen folgen. Von den sieben ursprünglich des Mordes angeklagten Streikern sind drei noch nicht verhaftet worden. $ i ii e t der A n g st hatt e. Piltsburg, 31. Juli. Emil Clauert, ein bei den Spirituosenhändlcr Wolsf & Sons angestellter Arbcier, begab sich gestern Abend zu Chef Murphy von Alleglzeny und erklärte demselben, er wolle, um allen weiteren Belästigungen vorzubeugen, die MitHeilung machen, daß er (C lauert) vor etwa einem Jahre Sekretär der Gruppe No. 2 der Anarchisten zu Alleghenygewesen sei, sich jedoch von derselben zurückgezogen habe, da er die Anarchisten für Narren halte. Um etwaigen Unannehmlichkeiten vorzubeugen, wünsche er die Erklärung abzugeben, daß er keinen radikalen" Ansichten mehr huldige und in keiner Weise mit der Propaganda der That in Verbindung stehe. Er gab zu, daß er Johann Most und Henry Bauer sehr gut kenne, habe jedoch seit feinem Austritte aus der Anarchistengruppe No. 2 nichts mehr mit jenen Beiden zu thun gehabt. Er theilte dem Polizekchef mit, daß Knold's jetzige Gattin früher die Frau des Henry Bauer, welcher sich gegenwärtig in Hast besindet, gewesen fei. -.,- Ausland. Civil u nd Militär. Berlin, 31. Juli. Die Zahl der Zusammenstöße zwischen Civil und Militär wachst immer mehr, besonders iin mittleren Deutschland. Innerhalb einer Woche ist nun schon der dritte Fall gemeldet worden. In der Universitäksstadt Gießen in Hessen, wo die Zahl der gebildeten Bürgerlichen eine große ist, artete ein Z.rnk zwischen Bür gern und Soldaten in einem Biergarten in eine Schlägerei ans, an der sich 80 Personen bethätigten. Die Civilisten suchten die Soldaten aus dem Garten hinauszuwerfen. Obwohl die Soldaten Gebrauch von der Waffe machten, stand eö doch ziemlich schlimm für sie, als die Polizei auf dem Kämpf plahe erschien, ' um Frieden zu stiften. Die tehtere kam dabei in ein Kreuz
feucr und zwei Polizisten erhielten Säbelhiebe, die ihren Tod herbeiführten. Eine Abtheilung Infanterie brachte die Kämpfenden auseinander. Der Garten bot ein Bild der Verwüs
tung dar und mehrere Personen waren tödtlich oder schlimm verletzt wyrden. Achtzehn Civilisten wurden in'sHospital gebracht und drei davon sind bereits ihren Wunden erlegen. Auch vier Soldaten wurden gefährlich verletzt. 9u S Deutschland. Die Cholera. Politisches elf. Berlin, 31. Juli. Die Cholera machte an verschiedenen Orten in Galizien ihr Erscheinen. Die Seuche ist nun nahezu bis Preßburg in Ungarn vorgedrungen. In Osterreich-Gali-;ien tritt dieselbe zur Zeit nur in den Grenzstädten auf. Der Gouverneur von Galizien ist von der österreichischen Regierung aufgefordert worden, die strengsten Maßregeln anzuordnen, damit der Ausbreitung der Seuche ein Ziel geseht werde. Durch die Nachricht, daß die gefürchtete Krankheit in Galizien aufgetreten ist, wird man weniger beunruhigt ; die Thatsache jedoch, daß sie von einer anderen Seite her bereits bis Preßburg in Ungarn vorgedrungen ist, giebt Grund zu Befürchtungen. Preßburg liegt in einem dichtbevölkerten Landestheile und da die Hauptstadt Wien von dieser Stadt nicht sehr weit entfernt liegt, so steht zu befürchten, daß die Seuche, wenn sie einmal festen Fuß gefaßt haben würde, das ganze Donauthal entlang viele Opfer an Menschenlebcn fordern würde. Die Berliner Aerzte befürchten, daß Schlesien und Süddeutschland in nicht allzuferncr Zeit von der Seuche heimgesucht werden möchten. Zur Bcrhütung dieser Kalamität werden zur Stunde die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln getroffen. Ein Beruhterstatter der Assoc. Presse stellte heute in den hiesigen Regierungskreisen Nachforschungen über diese Angelegenheit an und erfuhr hierbei, daß die Cholera in Breslau bereits ihren Einzug gehalten hat. Die Aerzte wissen noch nicht genau anzugeben, ob ihre Patienten an der Cholerinc oder an der asiatischen Cholera leiden. Fürst Bismarck und sein Gefolge sind heute von Kissingen nach Weimar abgereist. In Jena, wo große Vorbereitungen zu seinem Empfange getroffen worden sind, wird der Fürst kurze Zeit verweilen. Zwischen dem Kaiser und dem Kanzler Caprivi soll es nach der Rückkunft des ersteren von seiner Nordlandsfahrt, zu unliebsamen Erörterungen gckommen sein. Der Kaiser beschuldigte den Kanzler, er habe Bismarck gegenüber seinen Standpunkt ungeschickt vertheidigt und sich außerdem in der Frage der Berliner Weltausstellung Mißgriffe zu Schulden kommen lassen. Nach diesem Ereignisse glaubt man in den hiesigen politischen Kreisen zur Annahme berechtigt zu sein, daß Caprivi dem Grafen von Eulenburg in kurzer Zeit das Feld zu räumen haben wird. Die meisten Berliner Zeitungen tadeln Caprivi wegen feiner schwachen und zögernden Politik in Bezug aus die Weltausstcllnng. Von der KölNischen Zeitung", dem Deutschen Wochenblatt und der Post" wird die Abberufung des Kanzlers befürwortet. -.- N b ch gut abgelaufen. Berlin, 31. Juli. Prinzessin Beatrice entging gestern Morgen im Schloß Heiligenberg nur mit knapper Noth dem Feuertode. Ihre Zofe kam mit ihrer brennenden Kerze dem Mosquitoneh zu nahe, welches das Bett der Prinzessin bedeckte, und der leichte Stoff sing sofort Feuer. Die Prinzessin, welche sich zur Zeit im Bette befand, hatte nicht einmal Zeit, sich an zukleiden, sondern lief im Nachtkleid hinaus und alarmirtc die Dienerschaft Bevor die Feuerwehr am Platze ankam, war bereits der ganze Flügel des Schlosses niedergebrannt. Die Prinzessin verlor ihre sämmtlichen Iu welcn und Kleider. Zwei Feuerwehr leute erlitten Verletzungen. Der Ge mahl der Prinzessin welcher in einer Jagdhütte im benachbarten Walde schlief, eilte sofort herbei, als er den Feuerlärm hörte. .G. Fürst Bismarck inÄena.i Je na,, 31. Juli. Fürst Bismzrck
wurde bei seiner Ankunft- hier mit Enthusiasmus begrüßt. Hcute machte er eine Spazierfahrt durch die Stadt. Die Studenten der Universität bildeten in voller Stärke eine Ehrengarde und auf der ganzen Route Spalier. Tausende von Besuchern waren heute
in der Stadt und überall herrschte der größte Enthusiasmus. Heute Morgen versammelte sich unter den Fenstern der Zimmer des Fürsten Bismarck ein Sängcrchor und sang Eine'feste Burg ist unser Gott". Spater fuhr Fürst Bismarck nach dem Marktplatz wo sich 15,00 Personen versammelt hatten. Die Leute waren im Geviert auf dem Platze aufgestellt. Ein Studentencorps hielt an der Tri büne in der Mitte des Platzes Wache. Der Fürst und die Fürstin Bismarck, Graf Herbert und dessen Gemahlin wurden zur Tribüne eskortirt und nahmen aus derselben Platz. 'Die Menschenmenge sang verschiedene patrlotische Lieder und empfing die Gaste mit betäubenden Hochrufen. Nachdem sich der Sturm etwas gelegt hatte, hielt der Bürgermeister eine Rede, in welcher er die Verhältnisse in Deutschland am Beginn dieses Jahrhunderts mit den jetzigen verglich und aus die Schlacht von Jena, sowie den Fall Preußens hinwies. Er schloß mit den Worten : Nach -Bismarck ist keine zweite Niederlage bei Jena möglich " Er brachte ein Hoch auf den Fürsten Bismarck aus. ; In Erwiderung darauf hielt Fürst Bismarck folgende wichtige Rede: Ich habe geschworen, ein Protestantin sches Reich zu gründen. Es ist daher außer Frage, mit einer katholischen Partei als H'Nlptsaktor zu regieren zu versuchen. Wir müssen uns die gegenwärtige katholische Partei zum Muster nehmen und eine gemeinsame Partei gegen katholischen Einfluß bildenBch sage nichts gegen die Suprematie, der, katholischen Partei, gegen katholischen oder fremden Einfluß. "Es würde selbst vorzuziehen sein, einen päpstlichen Nuntius in Berlin zu haben, damit die verantwortlichen Parteiführer nicht wie jetzt dem Papste gefärbte und unzuverlässige Berichte liefern könnten." In Bezug auf die falsche Politik der Regierung, wie der Fürst sich ausdrückte, sagte er, sobald die Negierung einen germanisirenden Einfluß über die Wahlen erlange, werde dieser Einfluß von der katholischen Partei an sich gerissen. Um 3 Uhr Nachmittags reisten der Fürst und dessen Begleiter nach Schönhausen ab. Sie wurden von einer ungeheuren Menschenmenge nach dem Bahnhof eskortirt und bei der Abfahrt d:s Zuges wurden noch verschiedene Hochrufe aus den früheren Kanzler ausgebracht. Schiffsnachrichten. Angekommen in: N ö w A o r k: Runic", -Arizona" und Servia" von Liverpool, Fulda" von Genua, Belgenland" von Antwerpcn, Seguranca" von St. Thomas und Rio. H Q u e e n s t o w n : Alaska" von NcwAork. H a v r e : La Champagne" von New Vor?. Philadelphia: Ohio" " von Liverpool. ... Liverpool: Bostonian" und Kansas" von Boston. Queenötown: Lord Clive" von Philadelphia. Ein Monstreproeetz. Binnen Kurzem wird in Frankfurt am Main der Proceß gegen den ehe maliqen Kajsirer des Welthauses M. A. Rothschild und Söhne vor dem Schwurgericht zur Verhandlung , kom men, worin außer dem Hauptangellag ten noch etwa ein Dutzend Mitschuldi? ger. ein Viertelhundert Anklagezeugen und vielleicht ebensoviel EnUastungS' zeugen auftreten werdend Der Hauptangcklagte, Rudolf Ja. ger, ist geständig als Hauptkassircr des Hauses' Rothschild eine Million und sieben m a l h u n d e r t t a u send Mark veruntreut, Bit cher gefälscht und gefälschte Bücher vernichlet zn haben. Er trat vor ändert' halb Duzend Jsen h Rothschild'? ein und übernahm dein Tode seineL Vaters, als dessen Nachfolger, den Posten des Hauptkafsiers im Jahre 1831. Seine pekuniären Verhältnisse waren nicht blendend. immerhin hatte er Allcs in Allem" übr 600 Mark Jahresgehalt und ferner etwa den sechsten Theil diefer Summe an außer acscbütliäzen Nebeneintünsten. .Ter
Wunsch, seine materielle age zu v.'rbessern, bttvegte ihn, sich zu Beginn der achtziger Jahre mit Geldern feiner Famitte an einer Geflügelmastanstalt zu betheiligen.'die sich jedoch nicht rentirtc. Auch als dcr jetzige Mitangeklagte Henscl in das Geschäft eintrat, wurde keine Wendung zum Besseren hsrbcigcführt. Aber zum Schlimmen. Henfel. ein anfchlägzger Kopf, gründete mit Jäger ein fchwungvolles" Eiergcschäft und blieb, als Jäger aus dem Geschäft austrat, dessen Schuldner. Er muß die Charakterschwache Jägers bald durchschaut und sich dienstbar gemacht haben: als dieser ihm erst fremdes Geld und allmälig derartig hohe Summen vorgestreckt hatte, da'tz deren unrecht, mäßige Quelle dem Scharfblick Henscls nicht länger verborgen bleiben konnte, da preßte Henfel die Citrone gründlick' Alls. Im Laufe eines Jahrzehnts stieg die Forderung Jäger's an Henfel auf 100.. 00 M. dann wuchs sie lawinengleich auf eine halbe Million, immer' der Rothschild'schcn Kasse entnommen und durch komplizirte Urkundenfälschungen der Entdeckung durch die Revisoren entzogen, bis der Boden dem Kassendieb und Fälscher dermaßen heiß wurde, daß dieser die Flucht beschloß. Mit einigen legten Hauptstrelchen verschaffte er sich 1.200,000 M. von der Reichs, dank, 'die im Verkehr mit Rothschild's Hauptkassier an derlei -Sümmchen qewöhnt war: er nahm nur die Hälfte davon als bescheidener Mann, erwarb sich mit dem Rest freunde und dampfte am Karfreitag, 15. April d. I.. von dannen. Als man ihn infolge der bin tereinanderfailsnden jüdischen Oster feier und des christlichen Osterfestes erst fünf Tage darauf auf feinem Posten vermißte, schwamm er. der sich über die Schweiz nach Marseille gewendet hatte, bereits mit Jolephine Klolz. der skru Heliosen 'chrtin des Awnteucrs. auf dem Mittelmttr. während er in Briefen, d e er auf Unwegen an Familienanq?hörige und an den Chef des Hauses Rothschild richtete, sich pathetisch als Sclbstmordkändidaten bezeichnete. Wie dis Pärlein dann in Egvptcn im Hotel Miraware der alexandrinischen Vor. stadt Ramleh durch den deutschen Kon snl und egyptifche Polizisten am 10. Mai verhaftet und eingeliefert wurde, ist noch in frischer Erinnerung, v Was nun die Mitangeklagten des Mlllioncndibes betrifft, so scheinen ihre Chancen auf Freisprechung oder mildcrnde Umstände sehr verschieden zu sein. Ueber ein Dutzend Helfershelfer des Unkerschleifers und llrkundensäl. schcrs sind in Haft: Henfel. Müngers dors. der Beamte, dem die Beschaffung des Passes zum Vorwurf gemacht wird: Jägers Vetter Gerloff. der Buchhalter bei Rothschild: dessen Mutter, die Wittwe Gerloff: deren Tochter Char lot'te; Jägers Fran Helene: deren Ellern: das Jäger'sche Dienstmädchen Käthchen Messer, ihre Zwillingsschwesier Anna Maria Messer und der Acke rer Josef Messer; der Agent Vogt aus Wiesbaden; endlich die Gesellschafterin Konztanze Ochs. Sie alle sollen, wie man sagt, einen Antheil an der Beute gehabt haben, am meisten Hcnsel mit mehr als einer halben Million, die Gerloffs mit einer Viertekmillion.die übrige Sippe mit runden Beträgen, das Dienstmädchen sammt ihren Leuten und die Jugendfreundin Ochs schon mit schmäleren Beträg.m: am wenigsten er hielt Vogt für die Bestellung der obenerwähnten Selbmordbriefe; Müngcrsdors soll den Paß nur mit einem Tau sendmarkschein vertauscht liaben. Am schwersten werden die Mitschuldigen durch Jägers eigene Aufzeichnungen belastet, eine Art von Leporelloliste mit summarischen Ziffern und abgekürzten Namen, die man ihm in Aleanbrien 'bnahm. Es ist eine längst be. kannte, Thatsache, daß das Secw.,sser Gold und Silber enthält, jedoch in so winzigen Mengen, daß an eine Ge winnung durch Verdunstung gar nicht gedacht werden kann. Ein Herr Mim ster, . welcher festgestellt hat. daß die Tonne Seewasser im Durchschnitt 20 Milligramm Silber und 5 Milligramm Gold enthält, die zusammen etwa 2 Pfennig werth sind, hat nun nach einer Mittheilung des Berliner Patentbureau Gerson & Sach'e den Plan entworfen, in einem Eanal. in dem ein beständiger Durchfluß stattfindet, große Ano-
den auszustellen, welche mit einer Do namomaschine verbunden werden. Die Kraft letzterer soll durch die Wogendewegung selbst erzielt werden. An diefen Anoden wird sich nun das edle Metall niederschlagen, welches von Zeit zu Zeit entfernt wird. Bei diesem So stem soll nach der Berechnung eine lohnende Ausbeute erwartet werden tönnenMAH' M a n schreibt a u S X o x don: Die Löwenbändigerin, welche n tec dem Ram.'n 2a Bella Fatma" in Pearsons , Menagerie Vorstellungen gibt, wude unlängst, als sie in Br'ad sard auftrat von einer Löwin augefal' lkN. welche ihr den rechten Arm und die rechte Hand zelfleischte. , Die Wärter waren alsbald mit ,Eiscnstang:n und Hc.ug'beln bei der Hand und es gelang ihnen auch, das wüthende Thier an weiteren Angriffen auf seine Herrin zu hindern. 1 Dieselbe Löwin halte schon früher einmal der Bella Fatma" einl tiefk Wunde in der. Schulter, beige rqqk,MMM,l
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