Indiana Tribüne, Volume 15, Number 312, Indianapolis, Marion County, 29 July 1892 — Page 1
4 o S v A yv A. A rt A 0X i r rr r i v r ? v vy r v W V l w X O' V y Office : No. 13 Oft Maryland Straße. Jahrgang 15. No. 812. vx Indianapolis, Zndiana, ). Zreitag, Ux 2). Juli 1892
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Rillen vveiniinncrEs ist das beste Abführ-Mittel. Die Schwierigkeit, Kinder zum Einnehmen von Castvr.Oel zu veranlassen, bestehen nicht mehr. Das Mclol werden die Kinder gerne nehmen.
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Editorielles. Charakteristisch ist der Inhalt einer Preßdepesche, welche vor einigen Tagen aus St. Petersburg kam. Darin hieß es : Nur wenige der größten Kausieute wollen die Messe in Nishnij -Nowgorod besuchen. Viele werden derselben fern bleiben, andere aber ihre Angestellten hinschicken." Die Herren Kaufleute fürchten sich nämlich vor der (zholera, welche in der russischen Stadt mit der berühmten Messe herrscht. Die Angestellten freilich, die können die öholera bekommen. Nicht uninteressant spricht sich Tom Mann, der bekannte britische Arbeiterführer und College ?ohn Burns' in Bezug auf das Attentat auf Frick aus. sagte Folgendes : ?ch bin überrascht zu hören, dast der Attentater in diesem Falle ein Ausländer ist. All die berühmten Attentäter in Amerika, von denen ich gehört habe, waren Amerikaner, darunter die Mörder von Lincoln und Garsield, die Attentater auf Fisk und Sage. Der amerikanische Necord in Bezug auf Attentate ist schrecklich. Zwei Präsidenten wurden innerhalb eines Vierteljahrhunderts ermordet, während mehr als vierhundert Jahre seit der (5rmordung eines französischen Herrschers vergingen. Selbst im despotischen Ruhland sind im gegenwärtigen Jahrhundert bloß zwei Herrscher ermordet worden, und in Mexiko, dem Nachbar der Ver. Staaten ist meines Wissens nicht ein einziges Landesoberhaupt von Mörderhand gefallen. Unter den Umständen sind wir Briten auch gar nicht sehr überrascht von dem Vorfall. Wir wundern uns nur, daß in diesem Falle der Attentäter ein Ausländer ist." Für die eingeborenen Amerikaner ist das zwar bitter, aber wahr. Und sie scheinen das wohl selbst zu fühlen, denn die Mäßigung, mit welcher die Presse das Attentat bespricht, ist sehr auffallend und ebenso der Umstand, daß die Thatsache, daß der Attentäter ein Ausländer ist, gar nicht besonders hervorgehoben wird. Im Forum" einer volkswirth-' schaftlichen Monatsschrift veröffentlichte vor vier Jahren der Phil antrop Carnegie einen Artikel der folgende Stelle enthielt : Man kann nicht gut verlangen, daß Jemand, der von seinem Lohne abhangig ist, ruhig zusehen soll, wie ein Anderer seine Stellung einnimmt. DerArme mag Weib und Kinder haben, die mit ihm auf seiner Hände Arbeit angewiesen sind. Ob er Arznei für sein krankes Kind oder Brod für sein schwaches Weib beschaffen kann, das hangt davon ab, daß er stetige Arbeit hat. 3n einzelnen Geschaftszweigen, zum Beispiel im Eisenbahnwesen, erheischt natürlich das öffentliche Wohl, daß keine Betriebsstockung eintrete ; aber im Allgemeinen fährt der Fabri kant bedeutend besser dabei, wenn er den Betrieb einstellt und auf die Erle digung der Differenzen vrtet, als wenn er Leute anstellt, die sich dazu hergehen, die Plähe der Streike? einzunehmen. Unter den guten nnd anstan digen Arbeitern besteht ein ungeschrie benes Gebot, welches lautet: Du sollst nicht nehmen deines Nächsten Job".' Kein kluger Fabrikant wird sich leicht-
sinniger Weise von seinen alten Arbeitern trennen. Der Fabrikant (5 arnegie denkt anders. (5r kann mit dem Dichter sagen: Zwei Seelen wohnen, ach.
in meiner Brust." Jm Ucbrigen: Sö ist die alte Ge schichte von dem Junker und dem Bauer, welche in hundert Variationen wiederkehrt. Der Amerikaner sagt: "It iiiäkes all tlie disserence whose ox is gored." Die polnischen Juden erzählen folgende Geschichte : Cinem Rabbi wird am Sabbath angezeigt, eine Kuh sei in den Graben gefallen. Darf nicht herausgeholt werden !" war des Nabbi Bescheid. Aber, Rabbi, es ist Eure Kuh !" Dann schnell herausholen !" Arbeitersreunde giebts heutzutage in Menge. Die Arbeitersreundsckaft ist zur Modesache geworden, aber sie ist meist nur für den Andern" berechnet. -O Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Für Ändiana: Gewitter, darauf kühlere Temperatur, welche bis zum Sonntag andauern wird. H o m e st e a d, Frick u. s. w. Pittsburg,28. Juli. Die Carnegie Steel Co. hat für ihre verschiedenen Fabriken eine Lohnskala zusammengestellt, welche jeder Arbeiter unterzeichnen muß. Der Lohn ist derselbe, wie der, welcher der Amalgamated Association bezahlt wird. Die Association wird jedoch nicht ancrkannt. In den Homesiead Mills nimmt die Zahl der Beschäftigten täglich zu. Ungefähr hundert kamen heute an. Es sind sicherlich mindestens 700 Mann beschäftigt. Viele derselben sind gute Handwerker uId geschickte Leute. Das Befinden Fricks bessert . sich stetig. Die Polizei wird vorläufig keine Anarchisten weiter verhaften. Polizeiinspcktor McKelvcy sagt, gegen Most seien gar keine Beweise der Theilnahme vorhanden. Man werde ihn zwar nicht verhaften, aber auch nicht aus dem Auge lassen. Die Polizeibehörden aller größeren Städte haben die Sache aufgenommen und die Anarchisten werden überall im ganzen Lande beobachtet, so daß man ihrer sofort habhaft werden kann. (Welch Geflunker !) Cö wird heute Abend bcrichiet, daß die Firma Joncs & Laughlin, welche Eisenwerke besitzt, in denen ungefähr 3500 Mann beschäftigt sind, mit der Amalgamatcd Association brechen und ihre Fabrik mit Nicht-Union-Leuten betreiben wird. Sylvester Critchlow, einer der des Mordes angeklagten Streike? muß in Hast bleiben. Einige Zeugen sagten aus, daß Critchlow eine Kanone geladen und abgefeuert hätte und der Richtcr verweigerte die Entlassung gegen Bürgschaft. Aus der Baltimore & Ohio Bahn soll ein Zug, aus dem sich eine Anzahl für Homestead angeworbener Nicht-Union-Arbeiter befand, angegriffen worden' sein, doch stellen die BahnbcHorden dies in Hbrede. Mollick,. der in Long Brauch verhaftete Anarchist, kam heute Abend in Begleitung des Polizeisuperintendenten O'Mara hier an. Er leugnet nicht, daß er ein Anarchist sei, behauptet aber, nichts von der Absicht Bergmann's gewußt zu haben. Der Soldat Jjam wird gegen General Snowden, Oberstlieutenant Streeter und Oberst Hawkins, Criminalund Civilkkagen anhängig machen. Bon verschiedenen Seiten ist ihm finanzielle Unterftühung zur Führung derzProzksse zugesichert. O'Donnell ist wieder nach dem Osten gereist. Von der Amalgamated Association hat er keinen Auftrag und man vermuthet, daß er politische Zwecke verfolgt. Die Absicht, Klagen gegen Frick, Potter und Andere anhängig zu machen, wird noch immer besprochen. Es sind nunmehr nur noch tausend Mann Miliz hier. Diese aber werden bleiben, bis alles vorüber ist. 23 Familien, welche von der Com pagnke auS ihren Wohnungen ezmittirt wurden, zogen heute in Prozession durch die Straßen nach .den für sie Ibeschassten Quartieren., ,,
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Long Branch, N. I., 28. Juli,
Polizeikapitän Layton wurde verhaftet weil er dem Pittsburger Polizeiches O'Mara erlaubte, Mollick ohne Requisitionspapiere aus dem Staate zu bringen. Die Art und Weise, wie die Sache geschehen sein soll, wird alß gänzlich ungesetzlich und strafbar bezeichnet. Das Land der Extreme. Minneapolis, 28. Juli. In Montana war lehte Nacht Frost, der sehr schädlich wirkte. Die kalte Luftströmung bewegt sich in südöstlicher Richtung. In Habre sank das Quecksilber ans 30 Grad. In ganz Britisch Columbia ist es kalt. 3n Winnipeg zeigt das Thermometer 42 Grad. I a m m e r s e e l e n. Pittsburg, 28. Juli. Hier fand eine Convention von 2 rbeiterDelegaten zum Zwecke der Etablirung eines internationalen Correspondenz-, und Jnformations - BureauS statt. Während der Diskussion fragte Delegat MeAride den Delegaten Henryot, ob er glaube, daß diese Conferenz be-, rufen sei, um die Gewerkschaften für die sozialistische Arbeiterpartei zu gcwinnen. henryot antwortete oaraut : Ja wohl, zu dem Zwecke bin ich hier. Die Delegaten der Bergleute, der Eiscnarbeitcr und der Schriftseher wollten sich darauf zurückziehen, und es wäre zu einer paltung gekommen, wenn sie sich nicht noch anders besonnen hätten. (Bedenkt man, was Frick, der Herrscher von Homestead im vorigen Jahre in der Cokeregion aus? führte, wirft man einen Blick aUk Homestead und die Lage der Eisenarf beiter, dann weiß man wahrhaftig nicht, soll man diese Jammerseelen be,f. ' - oauern, ooer veranlagen.) t 4 - Krawall in Wisconsins k-'.i,-Milwaukee, 28. Juli. t Heute Nachmittag erhielt der ' Gouverneur Peck eine Depesche von dem Mayor in Merrill, Wis.. wonach die Stadt in Händen des Pöbels ist und Schutz und Hilfe gegen etwaige Ausschreitungen desselben verlangt werden, da der Sheriff den Streikers nicht gewachsen ist. Gestern haben die Schneidemuhlenbesiher daselbst wegen des Ausstandes der Arbeiter den Betrieb eingestellt. Die Bewilligung für die Ausstellung. Washington, 28. Juli. Die Befürworter der Verwilligung für die Weltausstellung sind überzeugt, daß morgen die Versuche der Flibustier, deren Annahme zu hintertreiben, vereitelt werden und daß sie morgen über eine Mehrheit von 20 Stimmen gegen ihre Gegner verfügen werden. Die Flibustier haben ein dahingehendes Kompromiß vorgeschlagen, daß die Verwilligung ein Darlehen sein und aus den Einnahmen der Weltausstellung als erste Hypothek zurückgezahlt werden soll. Auf jeden Fall wird bald eine Einigung erzielt werden, denn die meisten Abgeordneten sind, ihres Aufenthalts hierbei der Hitze herzlich müde und wollen je eher, desto lieber fortkommen. Sobald die allgemeine Verwilligungs bill erledigt ist, steht der Vertagung des Kongresses nichts mehr im Wege. Der Verwillignngs-Ausschuß hat heute eine Resolution angenommen, wonach die Geltungsdauer der bisher!gen Verwilligungen auf fünf Tage verlängert wird, und seinen Vorsitzenden Holman ermächtigt, dieselbe morgen in Hause zur Berathung aufzurufen. -- ' Ausland. Anarchisten v e ru r t he il t. : Paris, 18. Juli. Der Prozeß gegen die vier Anarchisten in Versailles endete heute mit ihrer Verurtheilung. Fauguox erhielt 20, Challerot 12, Dronct 6 und Etiedant 5 Jahre ZuchtHaus. ..Bei ihrer Abführung brachten sie Hochrufe auf die Anarchie auö und die Menge vor dem Gerichtsgebaude rief : Ersäuft sie !" "" .. ' .u Die Ch o l t r a. St. Petersburg, 28. Juli. Angesichts der in den verschiedenen Theilen desReiches hcrrschendenCholera sind alle der heiligen Synode unterstellten Schulen bis zum Oktober geschloffen worden. ,
. In Warschau sind mehrere vereinzelte Fälle von Cholera vorgekommen, auch in Charkow und Orcnburg, sowie an der Wolga, oberhalb NishnijNowgorod ist die Seuche ausgebrochen.
Der Minister deS Innern hat die Lokalbehordcn ermächtigt, alle Schank stättcn auf dem Lande im Falle weiterer Ruhestörungen zu schließen. Verschwörer an der Arbeit. London, 2l). Juli. Chronicle" meldet aus Wien : Wie hier verlan tet, sind in Konstantinopcl und Bel grad neue Verschwörungen zum Sturz der bulgarischen Regierung und zur Beseitigung des bulgarischen Vertre ters in Konstantinopel im Gange. Die Wache vor dem Regierungsgebäude in Sofia tst verstärkt worden. Nach dem Wiener Kouespondenten der News" haben sich die Gesandten in Sofia vergebens für die dort hingerichteten Verschwörer verwendet. Die Zeitungen in Berlin undWien betonen die Nothwendigkeit der Hinrichtungen. Swoboda" in Sofia sagt, die trauernden Familien der Hingerichteten sollten Rußland und dessen Diplomatie fluchen, da diescs die Schuld trage. Die französischen Zeitungen bezeichnen fast alle die Hinrichtungen als Mord. Temps" sagt : Fürst Ferdinand und der Ministerpräsident Stambulow sind des Mordes schuldig. Europa dürfe nicht länger einem Wahnsinnigen freies Spiel lassen, welcher einen verhängnißyollen europäischen Krieg veranlassen kann. OchiffSnachrlchten. Angekommen in : N e w Ä o r k : Germanic" von LiverPool; Massachusetts" von London. .Ä m st e r d a ,n : Rotterdam" uud ,',Misfissippi" von New Aork. .SöütL.ampton : In Sicht, Columbia" von New Aork. Rotterdam: Eden" von Baltimore. Deutsche Krltik dir Ario Nach den Lob- und Ruhmesdepeschc, der hämischen Presse über die Sänger fahrt des New Yorker ..Arion"' ir Teutschland möge auch eine Kritik au der Rundschau- über das Berliner Concert des Arion" in der Philhar monie ihren Plat) finden. Die Hauptsächlichsten und die gesanglichen LcistuN' gen betreffenden Stellen sind fvlgende: AlZ diesem Yorker Säug r irfchienen in füll dr8s mit farbigen Rosetten und zierlichen Goldmünzchen als VereinSübeZchen im Knopfloch, erhob sich brausender Beifall. Der wurde noch stärker, als zum Beschluß des ZugeZ. der wohlgczählte 54 aktive CänM umfaßte, das Sternenbanner des Vereins hereingetragen und zum Willkomm hoch von der Orgel Zzcrab von dem stattlichen Jahne'tttragec gc'ch.vcnkt ward. Und noch stärker ward er, als schließlich Herr van der Stucken, der vlümische Dirigent des Vereins, an fein Pult trat, eine vornehme Erscheinung mit langem grauen und bereits start gelichteten Künstlerhaar. Im Schubertfchen Psalm bliesen unsere Gardehoboisten den Sängerchor nieder, und nur die Harfe klang schüchtern durch um so mehr war man auf die a capella Vortrüge gespannt. Da ergab sich denn, daß der Arioii zahlreiche uud wohlklingende Tenöre hat; :bt Bässe stehen dahinter zurü. Der Chor intonirt reiner und hält die Stimmung vorzüglich. In der Kttn stelei dynamischer Schattirungen und im säuselnden ppp nimmt er's nicht nur mit unserer Liedertafel" auf, er überbietet sie vielmehr noch: auch die Rhythmik und musikalische Phrafirung ist.sehr sauber. Worin die New Yorker aber den Berlinern unterlegey.sind, das ist die reine und deutliche Ausspräche; sie nehmen die Vokale durch weg äußerst hell, und unter den Konsoanten machen sich die vielen scharfen Mißliebig. Etwas Ergreifendes, fast Rührendes wars aber doch, aus dem Munde der Landsleute und Stammverwandten von drüben her. wenn auch mit unverkennbar sremdländiÄer Bei Mischung?, deutsche Töne und deutsche Laute zu hören. EWS aber ließen die Deutsch-Amerikaner in ihren Gesängen vermissen: die . herzhafte und selbstbewußte Mannhaftigkeit. Für Stolz, Kraft und tiefe Empfindung haben sie kein Registers wohl aber für Empfind" samkeit und Süblichkeit, und das ner.4 vöse, rastlose Weseu des Amerikayer? thums zappelt: aus jedem Rhythmus hcrvsr. Kein langsam kraftbewußtetz Zlnsch'.vcllcu und Anhalten des Tones. dafür ein schroffes Sforzato. das. so bald es hervorgestoßen wurde, gleich sam im Winde verhallt." , , i . 4- a li . :- - . ;, , . - ' 'i .; .;. 1 i rfdtj, Jelssturz in Tirol. Ein mächtiger Felsabsturz fand kürzNch gcgn Uhr aus der Arlbergbahn statt in der Nähe deahnstation lZan
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