Indiana Tribüne, Volume 15, Number 311, Indianapolis, Marion County, 28 July 1892 — Page 1

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Washington Strnsze,

Editorielles. Aeünlich, wie nach der Heu marktAffaire in Chicago seht die Polizei in Pittsburg eie förmliche Anarchistenjagd in Szene und jeder Anarchist ist in Gefahr für eine That büßen zu müssen, welche aller Wahrscheinlichkeit nach Bergmann allein und odne Mitwisser und Helfershelfer begangen hat. Was die Polizei über Verschwörung und dergleichen zu sagen bat, scheint bloßes Geflunker zu fein. Die (sesellschaft kann den Mord nicht als Reform - Mittel dulden, und Bergmann wird nicht nur dem GeseZie gemäß, sondern auch dem Hasse gemäß bestrast werden. Zu wünschen wäre nur, daß man nicht on general principles wie in Chicago Unschuldige ins Zuchthaus schickt, und ferner, daß für vornehme Mörder, wie z. "B. die Lyncher von New Orleans anch das besetz vorhanden wäre. -.O' Der Redakteur des hiesigen Journal" hat ganz und gar die Qua lisikation zum Hos- und Leibjournalist des Soldatenkaisers Wilhelm. Die Schneidigkeit" des Oberst Slreator, welcher den Soldaten Jjam so brutal und ohne Prozeß behandelte wird vom Journal" nicht nur vertheidigt, sondem gutgeheißen. Ss ist anzunehmen, daß wenn die Milizen bei uns permanent im Dienste wären, die Soldatenfchinderei noch schlimmer wäre, als in Deutschland. Wie es ist hat ÄZam den Vortheil, daß er, sobald der Herr Oberst äußer Dienst ist, demselben ein paar tüchtige Maulschellen verabreichen kann, ohne dafür mehr als ein paar Dollars büßen zu müssen. Auf der anderen Seite ist dem Manne freilich sein Recht geschehen. Denn der Milizsoldat, der seine Freude darüber ausspricht, daß ein Millionär angeschossen wurde, macht sich in dem Lande des allmachtigen Dollars der MajestZtsbeleidignng schuldig. Wir haben nichts gegen die ödee einzuwenden, für die Gelder des Schulrathes Zinsen zu verlangen. ?!ur ist dabei zweierlei sonderbar: ; Erstens, daß dieselben Leute, welche sich jetzt so sehr dafür in's Geschirr werfen, nicht den Mund aufthaten, so lange Williams Schahmetster war, und zweitens, weil 'man ss viel Spektakel in diesem Falle macht und es Keinem in fallt, ein gleiches Ansinnen an den County- und Stadtschatzmeistcr und an den Staatsschahmeister zu stellen, welche Koch weit größere Summen in Händen haben. Es ist noch nicht lauge her, da lieh der Stadt- und County -Schähmeister der Stadt Gelder, welche er in Händen hatte, und steckte die Zinsen ein. Es siel ihm gar nicht ein, dieselben an das County zu verabfolgen, dessen Geld er doch auslich. Pachber aber wurde kein Wort verloren. Wer Luft hat kann sich einen Vers öaraus machen. n '" " " r '"' Unter den Anarchisten ; giebt es so diel verschiedene Sorten und Schattirungen von t, ,Harllssesi.tH f?j& liebendsten Doktrinären bis zu den rabiatesten Meuchelmördern daß sich eigentlich kein Mensch so recht ausIenntwas,elAentl!ch.pki!sALen,om? men. eln Anarchist ist. y. . t,i ,51 X l' . fU'-' - -st KDa

betrifft, so scheint es, das; die Polizei ganz und gar auf falscher Fährte ist, wenn sie annimmt, daß hier eine Verschwörung vorliegt, mit der Most etwas zu thun hatte. Bergmann scheint vielmehr jener Sorte Anarchisten anzugehören, deren Führer Peukert ist, ein Mann, der nachweislich im Dienste der preußischen Polizei als Spitzel fungirte, und als solcher einen Agitator Namens Neve ins Zuchthaus brachte. Seitdem diesem Manne in London der Boden unter den Füßen zu heiß wurde, treibt er in Amerika sein Unwesen. Er gehört der individualistischanarchistischen Richtung an, während Most der kommunistisch -anarchistischen Richtung angehört und die Anhänger beider bkichtungcn sind nicht gut auf einander zu sprechen. Welche von beiden mehr unnühen Lärm in der Welt verursacht, ist schwer zu entscheiden. Sicher aber ist, daß beide Richtungen in unreifen Köpfen einen Fanatismus ausbrüten, der die Betreffenden ins Unglück stürzt, ohne daß die Welt einen Nutzen davon hat. Wenn Bergmann ein Anhänge? jener autonomistischen Richtung ist, so soll damit nicht gesagt sein, daß er ein Schuft, wie jener Peukert ist z er scheint vielmehr ein ehrlicher Fanatiker zu sein. Der Mann hat Gymnasialbildung und spricht vier Sprachen. Es ist zu bedauern, daß einem gebildeten Menschen durch ein falsche fanatische Lehre der Kopf so verdreht werden kann, daß er id) das Loos eines Zuchthausstrasiings zuzieht.

Drahtnachrichten Inland. We t te ra u s f i chten. Für Ändiana : Zunehmende Bewölkung mit Regen und Gewitter, daranf kühlere Temperatur.- -..- Die H 0 in e st t aber A f f a i r e. Pittsburg, 27. Juli. Die Polizei ist überzeugt, daß Bergmann vor seiner That Anstalten getroffen hat, zu fliehen, daß er sich bei Knsld verstecken wollte, bis er sicher seine Flucht bewerkstelligen konnte. Die Anarchisten werden scharf beobachtet. Knold giebt zu, Briefe von Most erhalten zu haben, doch habe er sie alle, Most's Weisung gemäß, verNtchtet. Knold ist der Einzige von den Verhafteten, der spricht, Bergmann und Bauer beobachten Schweigen. Bergmann will keinen Anwalt haben, wenn sich keiner bereit erklärt, den Prozeß nach seiner Weisung zu führen, Polizeiinspektor MeKelvey sagt, vom Anfang an habe er geglaubt, Bergmann habe ganz allein gehandelt, aber er sei jetzt überzeugt, daß Bergmann das Werkzeug von Verschwörern war. Zn einigen Tagen würden überraschende Aufklärungen folgen. Heute Nachmittag wollten zwei Anarchisten, Namens Carl Finster und August Tirnopk den verhafteten Bauer besuchen, sie wurden sogleich selber in Haft genommen. Heute Nachnsittag hieß es, daß ein Versuch gemacht werden würde, Carnegie's Werke in der Stadt in die Lust zu sprengen. Während der zeitweilig gen Abwesenheit des Maschinisten drehte Jemand da Naturgas an, und nur durch Zufall wurde es entdeckt. Zur Zeit befanden sich 1 Mann w der Nahe. ' ' Unter den Briefen, welche man in Vauek'A Besiz fand, sind welche von Lucy Parsons, Most, Nina van Zaydt, August Spies und Otto , Hermann von Philadelphia. Letzterer bedauert in einem Briefe den , Rückgang der anarchistischen Bewegung. Vor cinigkl, Jahren hätten noch 5000 Männer der Bewegung angehört, jetzt seien es höchstens nach S000, Er schreibt scrner: Ich habe nur ein einziges Äas Muth bemerkt, und das war als die Bombe in Chicago geworfen wurde. Ich könnte lachen, denn Niemand weiß, wer sie warf. Aber wir haben nichts gewonnen '''Sieben kühne Mann wurden aus unserer Aitte geyommen und die Andern sind ßum,N. o lange wie in Chicago Mordthaten mit Gesang r und Musik und sogar mit Tanz gefeier! weröen,' so lange, . wie an jedem il. November Richter Grinnell, Richter Gary und Sheriff Watson noch leben und nicht den Rachetod sterben,,, so lange wie die, Propaganda der I t n.''''-!t'11 '"V'f That nicht i zur Ausführung kommt, '',' li'iinrnil'l' iil teltMi.iÜ 'i1. iliiil'lh"1! F . i.'i-hii li.ir'i1'1 .ii ' - . : : : 1-1 : - ', " !'"";ir , ,, n,' '-f. ' riislsii'Hi!1!;!!

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brauchen wir keine Männer, denn so wie sie jetzt sind, würden sie nur llnruhe und Zwist erzeugen. Homestcad, 27. Zuli. Die Anarchisten sind mit der Haltung der Streiker unzufrieden. Aus einer Anzahl von Briefen, welche O'DonneÜ erhielt geht hervor, daß die New Aorker Anarchisten erwarteten, daß die Streiker auf ihren Vorschlag eingehen würden, jeden Kapitalisten der mit den Carnegie Werken in Verbindung steht, zu todten. (Blech!) Die summarische Weise, in welcher drei Mitglieder der X A Z Fraternität (?) aus Homestcad entfernt wurden, hat die Anarchisten schwer enttäuscht. In Folge dessen erhielt O'Donnel mehrere Drohbriefe von Anarchisten unter fingirten Namen. Da Knold sagt, daß Bergmann seine Adresse nur durch Most habe erhalten können, so wird Most jedenfalls verhaftet werden. L ong Brauch, R. I., 27. Suli. Der gestern hier als angeblicher Mitschuldiger des Attentäters Bergmann ix Pittsburg verhaftete Bäckergeselle Frank Mollick hat aus das Auslieferungsversahren verzichtet und ist heute Nachmittag mit Polizeibeamten nach Pittsburg abgereist.

- Die Bewilligung für d i e Ausstellung. Washington, 27. Juli. Die Bewilligung von süns Millionen für die Weltausstellung kam heute im Repräsentantenhause wieder zur Debatte. Vertreter aus dem Süden opponirten der Bewilligung und so auch Holman von Jndiana. Bankhead von Alabama stellte den Antrag, das Wort Millionen" auszustreichen so daß eineBewilligung von bloß süns Dollars übrig geblieben wäre. Dies wurde verworsen. Schließlich wurde die Bewilligung mit 117 gegen 105 Stimmen .angenommen.' " '' : .7 Trotzdem kann die Sache noch nicht als erledigt betrachtet werden. Holman, der für diesen Zweck mit Ja gestimmt hatte, beantragte Wiedererwägung und Bingham beantragte, Holman's Antrag auf den Tisch zu legen. Und nun folgte eine Menge von Verschleppungsantragen (lUldusterin) bis sich das Haus für heute vertagte. Hoben große An g st. W a r d n e r , Jdaho, 27. Juli. Die Abberufung der Milizkompagnie in Bunker Hill hat unter den dortigen nicht zur Union gehörigen Arbeite? die größte Bestürzung hervorgerufen und sie weigerten sich heute, ohne Schlitz der Truppen dort zu bleiben, weshalb eine Wache von zehn Mann dagelassen wurde. Die Hitze. Chicago,, 27. Juli. Bis heute Vormittag um 10 Uhr wurden zehn Todesfälle in Folge der gestrigen Hitze angemeldet. Die mörderische. Hitze dauert heute hier fort und- sind 50 tödtliche, sowie mehr als doppelt so viel andere Falle von Sonnenstich vorgekommen. Die Hospitäler sind mit Patienten, welche am Hitzschlag leiden, überfüllt. In den Straßen zeigte heute das Thermometer t bis Grad im Schatten und !05 bis IN in der Sonne. Ausland. Wurden hingerichtet. Sofia, 27. Jilli. Die vjcr Verschwörer Mjlalow, Popao, Giorgiew und Harajukw, welche kürzlich kriegsgerichtlich wegen Verschwörung gegen das Leben des Fürsten Ferdinand von Bulgarien und des Ministerpräsiden ten Stambulow zu Tode berurthcilt worden sind, wurden heute früh um 5 Uhr hingerichtet. Mehrere der Mitangeklagten sind zu Zuchthausstrafe verurtheilt worden. - y ;" . , Dynamite r veru rtheilt. Ärü ssel,27. Juli. Der Prozeß der U Anarchisten in Lültich endete mit einem Urtheil auf schuldig in allen Punkten her Anklage. : Moenlau, der Führer der Pande, erhielt 25 Wolff und Beaujean je 2 v i ; attdere je II und ' zwei je, ,10, ,zwc)Mdere,e"drei Jahre Zuchthaus, n ? & a -r Zur Au stell u n g in Berlin. ? ftß' i" !'si'lf"' '!; M. :!s: t si!':!!;!. pP?:i : f f . Jf! iji : ' :;:;;;;;::;B;c;;t;:t nal-Zeitung" Itfifytt, daß mehrere je'i-y-':1 i:!!'1:' ,:. .. i,i ili1 ; , ri:'!l'iiSll'i ' .iiLLiEä!1

der größten deutschen Staaten die Betheiligung an der hier abzuhaltenden Weltausstellung abgelehnt hätten, ebenso viele hervorragende Kaufleute und Fabrikanten.

-. E n g l i s ch e P r e ß st i m m e n. London, 27. Juli. Alle Morgenblätter enthalten Artikel über die Bestrafung des Milizsoldaten Jjams in Homestead und sagen übereinstim mend, daß wenn ein britischer Oberst einen Soldaten so behandelt hätte, so Würde er durch kriegsgerichtliches Ur theil entlassen worden sein. Die Ct. James Gazette" bezeichnet den Fall als einen Beweis für den Unterschied zwischen dem amerikanischen und dem britischen Volkscharakter und sagt : Eine derartige Grausamkeit ist in den Augen eines jeden Engländers scheußlich. Tod durch Erschießen würde mitleidiger gewesen sein. Der Aetna. - C atania, 27. Juli. Der Ausbruch des Aetna hat wieder an Heftigkeit zugenommen und heute wird ein beständiges unterirdisches Rollen vernommen, wahrend ein Mrrer Aschenregen fällt. Heute wurde ein Erdbeben in Miveo, 37 Meilen südlich vom Aetna wahrgenommen. E i n B u b e n st r ei ch. Paris, 27. Juli. Bei einer Theatervorstellung in Reul ereignete sich gestern Abend ein Unfall, bei welchem 80 Zuschauer schlimm verletzt wur den. $j)t? Sitze waren tribünenartig ararrangirt und stürzten bald nach der Vorstellung, welcher 700 Menschen beiwohnten, zusammen. Die Polizei fand, daß teuflischer Weise die Bolzen unöDchrauben der Tribüne gelockert worden waren, so daß dieselbe zusammenbrcchen mußte. Diese Entdeckung haiMHröß.krMung hervorerufen und. wird 'nach den Verübern der Schandthat eifrig gesucht. Qchiffönachrlchten. Angekommen in : N e w A o r k : City of Paris" von London. S o u t h a m p t o n : Aller" von New Jork. L o n d st n : Signalisirt, Spa n" von NewAork. DampserexplvZ! tx & n ? dem 3ii ser See. Einem Berichie der Basler Nach sichten" tibcr den Unglückssall auf den, Genser See bei Ouchy entnehmen wi, noch folgende lLinzelheiten: Am. Sonn tag UM 12 Uhr und 5 Minuten Nach' mittags, war das Tamvfbyot Mont dlanc'' in Ouchy angelangt. Vierund' zwanzig Personen waren bereits ausge. stiegen und etwa l20 Personen warteten aus dem Landungssteg, um sich einzu schiffen. In dem Augenblick fand eine ungeheure Crplosiön statt: dasDach de Dampfkessels flog, getrieben von einem gewaltigell Ausbruch des Dampfes, wi eine Kanoncnwgel durch die ganzs Lange des Salons erster Klasse, schlug zwei Locher ist die Wönde und fiel in den See. Aus den Bänken saßen meh. rere Gruppen Rasender, die ihre Mahl zeit einnahmen. Alle, die sich in d s m Saal befailden, sind entweder todt oder schwn verletzt, die Einen von den Bruchs stücken getroffen. dieAndenn vom Dam pse verbrannt. Die Passagiere auf dem Verdeck bllcben verschont, ebenso hi Heizer. Die Wirkuna des Dampfes war entsetzlich. Der Boden ist mit ei uer dichten Schicht Trümmer bedeckt, und man frndet mitten unter dem zer? brochenen Geschirr und den Spsisey öcichentheile. Man fand Theil? einetz sarrirtclt RockeZ, der vermuthlich einem ßnaländcf gehörte, dessen Körper inß Wazser gefallen ist. Ein Mann de; Schinsdedicnung sprang in den See, um Kühlung seiner Brandwunden zu suchen : er starb, bevor man ihn her auszog. Bei der Tampserkatastrophe sind 26 Personen umgekommen, nämlich 15 Franzosen. 5 Schweizer. 3 Engländer, 2 Holländer und 1 Italiener. Als Ursache "bis Unglücks ist. nach per Franksuuer Jeitung", folgendes ii bezeichnen: Der : ..Montblanc", vor 17 Jahren als Promenadenschiff ' gebaut, war eines der schönsten und großten auf dem Genfer See . ' E s war schon vor einem Jahre consiatlrt wor? den daß. um bic nöthige Quantität Dampf in einem vcrhältn'ißmäßig fli nen e f c I ,: p r pt ii c 1 1 e n; " it ' :; ö ri n f rt : ? kM solch' große ' Erhltzunz der inneren Wände des Kkffels erzielt melden mußte, baß d'.kleemöhnlich bis ' zur Rothglulh stieg. " . . --i ... . Die p!öß:iHe Steigerung der Dampf, spannung beim Halten in Qnchy genügte, um einen Riß zwischen zwei Falten ; in dem schadhasten Kessel zi machen. Der herausströmende Dampf riß die Kcst'elwand weiter auf und die

Im kühlen Gehölz

ist der angenehmste Platz während der heißen Tage. Line Dampfboot-Jahrt nach Broad Ripple ist böchft einladend. Saukel und Sisenbahnfshrten sind amüsant. Luftballon - Aufsteigen in Armstrongs Park V" am Freitag Nachmittag. Nehmt die Kinder hinaus, es zu sehen. PHSuiz Garten ! Dieser prächtige Sommergarten ist zetzt eröffnet, und an Sonntagen auch für Familien offen. Jeden Donnerstag und Samstag Abend ! Aonzert! der PROGRES8 BAND ! Fred. Kroeckel, Eigenthümer IHNDRIS 6. HOFMANN, Mercliant's Saloon, 23 Süd Delaware Straße. Die neuen Agenthümer versicbem ihren ?rkn? nn Cfirnn Mirs Uofoen ini. ....... -- v v.... yv mrfrtidn imK imht4!i-tdn f . i V iX 1 lWVl u.tv liii'1'llUHll WlltUlllV UIIV UtUU( i m ... m . . iv . sti vi ri it zu vtuviruym. slxeue Vtvlenvnz ii garantitt. Schmackhafter Freilunch Mor, ge?:H und ?!achmtttags. Erploslon ersolale. Tn obere Tbeil des DampsbehälterS. welcher das Deck Überragte, wurde in den Salon 1. Klasse auf dem Oberdeck geworfen, wo bei wei Vertonen darcb die abaeivrenn. ten Theile getödtet wurden. In einem Rugendllck war der Raum voll DampZ und heißen Wassers, wodurch alle An wesendcn erbruhk"MürM5W!ege wöhnlich bei solchen Katastrophen spielten sich die traurigsten Scenen ab. Ein ganze Familie von 4 Personen, die ruhig beim Effcn saß, existirt nicht mehr: in einem anderen Falle beklagt ein Familienvater den Tod seiner Frau und seiner beiden Töchter. In Genf cirkuliren verschiedene, zwar nicht alle sehr glaub-vürdige Gerüchte, unter Anderem, daß der Odermaschinist von Gens aus an die Direktion telephonirt habe, daß ihm an seiner Maschine nicht o!!es geheuer scheine; die Antwort soll gelautet haben: Fahren Sie doch! Wir werden in Lausanne nachsehen!Von zuverlässiger Seite wird mitgetheilt: Im September vorigen Zahres erllärteder Insvettor der BerNckzerunas. grsellfchaft, die Versicherung der Kessel v.S Montblanc" und des Aigk". weil dieselben reparaturbedürftig wä ren. nicht mehr annebmen ra können. Die Gesellschaft benukte trotzdem diese cw, vl, der tm Bau befindliche .Maior Davel" kertia wurde, und fi. beabsichtigte, diese Kessel im Lause des lmers 1893 erneuern zu lassen. Der Berl. Volksmtuna- wird no aefchrieben: Der a an, e Deckel, hei Dampfkessels, welcher der Salonthttre ... ,t ici :c n i. v z,.Mivrttvt! in, r,ß ncy UNlcr oem Tankpfdrucke, etwa einen EcnZimeter von den Nieten, in reaelmäßiaem Aus. schnitte los. schoß wie ein ' Proiekti, ' j ,14 . , . u r Zchwerjlen ttallvcrs durch den Söartesaak. leickt das Getäkel beriibrend Stühle. T'iZche. Spiegel zerschmetternd. b. 7,'!' k. . 4.00 uno Wunocn reichlich auf seinem Weae aussäend. Die durckscklaaende Krafrund der damit verbundene Luit. druck waren derartig, daß vier Passa glere, m 'eyrzayl nqch Damen, in den See hinausgeschleudert wurden. Nachdem einmal die gewölbte Metall hülle dem Dampie nachgegeben, ergoß. ucy mrtn ungehlndert. Mit kochendem ...i. ' .'fli tS , . . ' zimmi unier n! cor. re!er brasi aus den drei tieferliegenden Kesseln yervox aus öl? gerade zufällig im Wartefaak befindlichen Touristen, von denen die meisten ihm zum Opfer fielen. Die Mehrzahl wurde lebendigen Leibes in einem Angenblicke geradezu gesotten uud abjZebrüht. und deshalb tragen die Berletzungen auch fast alle einen tödt. lichen Charakter. Manche dieser Armm waren so verbrüht, daß ihnen das Meifch stellenweise vom Leibe fiel' sa sah ich. wie einer todskranlcn Dame aus honon, der man auf ihren Wunsch das Armband abnahm, das Fleisch am Vorderarm abnel. Dickker Qualm und Dampf suchte durch alle Fenstcr nnd , Oeffnungm des Salons seinen Ausweg und machte es für einlge Winulen unmöglich, in das Innere zu dringen., Dem die Dampfschiffe ton', trollixenden Oberjäger gelang es zuerst, ein wenschlZchetz Wefen durch ein Fenster, ieraus;llziehcfl,eineiungeEnglän am Gesicht und Oberkörper total ver brännl und verirübtl last unkknntltck bie, an'S Land getragen, fast sofort uo.

M&:ä ;nn , in M i ff o u r i nahm kürzlich elf Portionen .Jee Cream- zu sich und starb erst eine iffiofäwuf, Jj iil ! .,,,T; ,! !l " f 8. I . ii iMi , it t t ii5 ' : i :

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