Indiana Tribüne, Volume 15, Number 310, Indianapolis, Marion County, 27 July 1892 — Page 1
'er"-Y Ä yy OO r X p-:) K s W w IV VV O o o ov O Office : No. 13 Oft Marhland Straße. Jahrgang FS. No. :uo, Indianapolis, Indiana, 2Nittwoch, den 27. Znli 1892
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I i-i 1111 i I I1 vru i l o l Editorielles. Unsere englisch schreibenden Kollegen nehmen über daS in der Sagefabrik von Atkins eingeführte Prosit-antheil'-System den Mund recht voll und thun so, als ob in dieser Sache die Lösung der großen sozialen Frage läge. Wir haben schon oft Gelegenhcit genommen, über dieses System zu sprechen, und gezeigt, daß für den Arbeitcr nicht der geringste Vortheil darin liegt, und wir wollen dies heute nochmals an der Hand des vorliegenden Falles thun. Für das letzte Jahr sielen im Durchschnitt auf den Mann tzZS, also ungefähr 05 Cents die Woche, oder 10 Cents per Tag. Eine Bedingung war, daß der Empfänger keiner Union angehören durfte. Es ist das die in allen solchen Fällen gestellte Bedingung. Nun denn, wenn ttnions nicht im Stande sind, hie und da den Lohn um zehn Cents per Tag zu erhöhen, oder das Fallen desselben um 10 5ent5 ptt Tag zu verhindern, dann allerdings ist das System für die Arbeitcr von Vortheil. Wenn aber der Einfluß der Gewerkschaften nicht so weit geht, dann ist es auch Unsinn, Gewcrkschaften zu gründen. Unsere Ansicht ist jedoch die, daß die Organisation der Arbeiter schon mehr vermocht hat und da bei einer allgemeinen Einführung des Systems die Organisation in 'Wegfall käme, hätte das PrositantheikSystem einen direkten sinanziellen Nachtheil für die Arbeiter im Gefolge. Für das nächste Äabr soll dich Bedingung allerdings in Wegsall kommenaherKUsgenommen von dem Profitantheit sind diejenigen, welche wahrend des Jahres abgehen, oder aus guten Gründe entlassen werden, welche sich an einem Streik betheiligen, oder einer Organisation angehören, welche versucht, bestimmteRegulationen einzufuhren, selbst wenn solche in anderen Fabriken eingeführt sind. Die Bedingung ist also das Aufgeden jeder Selbsiständigkeit von Seiten der Arbeiter, die einseitige Festsehung der Löhne und der Regulativen von Seiten der Compagnie, und kcin Murren dagegen von Seiten der Arbeiter. Ob für diese Art der Disziplin 10 Cents per Tag eine genügende Entschädkgung ist, mögen die Arbeiter selbst beurtheilen. Sicher ist, daß alles felbstständige Streben der Arbeiter nach Verbesserung ihrer Lage betreffs Lohn und Arbeitszeit für 10 Cts. per Tag abgeschnitten ist. Die Firma vertheilte zwar $10,000 und dgA ist djcl Geld, aber es kommen ja doch nur 10 Cents per Tag auf den Mann. Den Umstand, daß die Firma durch stärkere Anstrengung von Seiten der Arbeiter, größere Schonung der Werkzeuge u. s. w. das Geld wieder einzubringen hofft, wollen wir weiter gar nicht in Anschlag bringen, sondern die Art der Berechnung und Vertheilung etwas näher prüfen. Das iuvestirte Kapital der Fabrik wird auf 000,000 berechnet und nach Abzug aller Geschäftsausgaben wird zunächst von dem Übrigbleibenden eine Rente von 10 Prozent für die Inhaber abgenommen, also $60,000. Sechzig tausend Dollars bekommen also die Eigenthümer vorweg. Das Ucbrige wirb dann im Berhältniß zum Lohn bertheilt. Herr Atkins als oberster Leiter hat ,tzl2,000
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Gehalt, sein Sohn tzy,000 Gehalt, einige andere der Eigenthümer beziehen ebenfalls große Gehalte. Damit partizipiren sie an der Vertheilung des Profits ebenfalls. Bei dieser Vertheilung resp, nach Abzug der erwähnten tzö0,000 bekommt also Herr Atkins wiederum zwanzig Mal so viel, sei Sohn zehn Mal so viel als ein Arbeiter, der $600 jährlich verdient. Für Herrn Atkins, seinen Sohn und die anderen Beamten und Eigenthüme? wird aber wohl kaum die Bedingung gelten, daß sie keiner Organisation angehören dürfen. Also tz60,000 Kapitalrente, Gehalte von $12,000, $ß,000 u. s. w., nuchmalige Betheiligung an der Profitvertheilung im Verhältniß zum Gehalt, und das soll eine Lösung des Kampfes zwischen Kapital und Arbeit sein? Aufgeben aller Organisation und Selbsiständigkeit von Seiten der Arbeiter um 10 Cts. pro Tag und das soll eine Lösung der sozialen Frage sein ? Ein Humbug ist's, der nur dem Großfabrikanten Vortheil, dem Arbeiter aber unendlichen Nachtheil bringt, und der so angelegt ist, daß dem Arbciter Sand in die Augen gestreut wird. Der Arbeitgeber brüstet sich mit seiner Menschenfreundlichkeit und der Arbeiter wird zum Sklaven. Drahtnachrichten Inland.
Wetteraussichten. Für Jndiana : Schönes Wetter, ab wechselnd mit Regen und Gewitter. Ffpekation ok Labor. L o g a n s p o r t, 2tt. Juli. Heute begann hier die Convention der State Federation of Labor. Etwa achtzig Delcgaten sind anwesende Thomas Gruelle rief die Convention zur Ordnung und D. F. Kennedy hielt eine längere Ansprache über die Ziele der 6ewerkschastsbew5gung. Die politischen Drahtzieher suchen das Resolutions-Comite zu beeinfluffen. Jagd au s Anarchisten. Pittsburg, 26. Juli. Die Polizei seht ihre 3agd auf Anarchisten fort. Die Verhaftung Mollicks in Long Branch, welcher Geld an Birg mann geschickt halle und dieVerhastrnz Bauers wird, wie die Polizei glaubt, das Geheimniß, welches die That umgiebt, aufklären. Bauer ist der Führer der hiesigen Anarchisten. Er nahm seine Verhaftung sehr kühl und sagt er habe Bergmann zufällig bei Knold' getroffen und wisse weiter nichts von ihm. Bei einer vorgenoinmenenHaussuchung fand man ein Gewehr, einen großen Revolver und viele Patronen und viele anarchistische Schriften. Polizeisuperintendent O'Mara wird sich nach Long Branch begeben, um Mollick in Empfang zu nehmen und hierherzubringen. Knold befindet sich noch immer in Haft. Seiner Erzählung schenkt man keinen Glauben. Bergmann wird vollständig isolirt gehalten, auch Zeitungen bekommt er nicht, und er weiß bis zeht nicht, daß noch andere Personen verhaftet wurden. Der Polizei ist es bis jetzt unmöglich gewesen, die Effekten Bergmanns zu finden und man vermuthet, daß er sie vernichtet hat. Auf der Südseite wurde heute ein junger Bann, Namens Frih Simon verhaftet, weis ex Tickets für eine anarchistische Persammlung verkaufte und anarchistische Dokumente pertheilte, Er wurde gegen Bürgschaft entlassen.
Die Versuche von Seiten der Home-?habe
tteader Etretker d;e rveitex ,n Carnegies Braddock Werken zum Ausstände' zu veranlassen, find bis jetzt erfolglos gewesen .und . werden es wahrscheinlich auch bleiben. Ein Theil der Miliz ist bereits heimgeschickt worden. May spricht davon sämmtliche Milizen bis, auf zwei Regimenter heimzuschicken. " So viel so!len jedoch in Homestead bleiben bis alleö zu Ende ist. Unter den Streikern herrscht bereits Uneinigkeit. O'Donnell wird wahrscheinlich als Vorsitzer des BerathungSeomiteS abdanken, , und zwar deshalb, weil daS Comite den Vorschlag wieder an die Arbeit zn gehen, ohne Weiteres verwarf. ,, O'Donnell , st begierig, die Wiederaufnahme der Arbeit herbeizu-
führen. Er veranlaßte zwei Zeitnnzsleute mit dem Superintendenten Rückspräche zu nehmen, was dieselben auch thaten. Als O'Donncll sie vordas Comite bringen wollte, ließ dasselbe sie gar nicht vor. Es heißt, es, seien jetzt bereits 700 Arbeiter in den Werken beschäftigt, doch läßt sich Bestimmtes darüber nicht erfahren.
McG u ire soll gehen. Philadelphia, 2. Juli. In Arbeiterkreisen zirkulirt, daß die Brüderschaft der Carpenters & Joinersauf ihrer am 1. August in St. LouiS beginnenden Convention eine Aenderung betreffs der Wahl desNational-Sekre-tärs treffen wird. Die hiesige LokalUnion 30tt hat kürzlich eine Resolution angenommen, des Inhalts, daß; die Mißwirthschaft in McGuire's Office an vielen Niederlagen der Brüderschaft die Schuld trage. Die Resolution wurde vom Distrikts - Council gutgeheißen und wird auch der St. Louiser Convention unterbreitet werden. Falls McGuire als Sekretär wiedererwahlt wird, so soll die Convention ersucht werden, das Hauptquartier von Phlla -delphia nach einer andern Stadt zu verlegen. -,, GAusland. Der Sch ienen - Prozeß in Essen. Berlin, 2. Juli. Gestern begann in Essen der Prozeß gegen Hermann Rosenthal, Boring, Gramme und 15 Andere, welche beschuldigt sind, gefälschte Regierungsstempel bei Schienen und Panzerplätten benuht zu haben. Boring sagte, giflickte Schienen seien als solche zweiter Qualität bers kaust worden und nur zwei ans 2000 derselben seien gebrochen. ..'.Betreffs ?ljif jialbiöttRjiiT-st -amuf fr Stempel repanrt und ohne Wissen der Behörden in der Fabrik in Bochum benutzt worden seien, gab Rosenthal zu, daß auf indirekte Anweisung der Regicrungsbeamten in der Fabrik in Bochnm neue Stempel angefertigt worden seien, um die abgenützten zu ersetzen. . Gegen die Cholera. Berlin, 26. Juli. Wie der Reichsanzeiger" meldet, hat die Regierung häusig Berathungen mit angesehenen Aerzten, namentlich mit Professor Koch, über die besten Methoden zur Bekämpfung der Cholera. Das Blatt berichtet eingehend über die Maßnahmen, um hie Seuche aus Deutschland fernzuhalten und sagt, demnächst würden genaue Vorschriften darüber erlassen werden, was zu thun ist, wenn die Seuchö dennoch in Deutschland ausbrechen sollte. Die National Ztg." fordert die deutschen Kaufleute auf, wegen der Choleragefahr die Messe in Nlshnij Nowgorod nicht zu besuchen. -.i' Einsturz eines Thurmes. Wien, 26. Juli. Der wöhmte Räuberthurm in der mährischen Stadt Znaim, eines der ältesten Wahrzeichen des Mittelalters ist gestern eingestürzt, wobei fünf Menschen erschlagen wurden. - B i s m a r ck i a n a. Genf, 2. Juli. Die Zeitung Genevois" veröffentlicht einen interessantcn Bericht von einem Freunde Bismarck's, einem großen Schriftsteller Freytag ?), dessen Name aber nicht genannt wird. Darin sagt derselbe, er sei an dem Tage, an welchem der Bruch zwischen dem Kaiser und Bismarck stattfand, zu Bismarck gekommen und denselben in seinem Arbeitszimmer in größter Aufregung auf- und mex in größter Aufregung auf abgehend getroffen. Als er ihn erblickte, ief der stanzler : ! Der Kaiser hat mix den Stuhl vor die Thüre gesetzt, mir, dem größten Diener seines Baterß und Großvater?. Ex hat mein sofortiges Abschiedsgesuch verlangt, aber er soll es nicht vor morgen haben unv, wenn, er bis dahin vor Ungeduld sterben sollte." Als er etwas ruhiger geworden war, sagte er, der Kaiser habe beschlossen, einem Feste des ultramontanen Fährers Wmdthorst beizuwohnen. . "''Er habe ihn gebeten 'nicht hinzugehen und ihm vorgestellt, sein Kommen würde als Verurtheilung der Haltung deö Kanzlers von den Ultramontanen, seinen bittersten , Feinden, betrachtet
werden. Dasselbe würde bei den Reichsfeinden große Befriedigung als Desavouirung des Reichskanzlers erregen. Der Kaiser antwortete sehr wegwerfernd und fragte, mit dem Fuße
stampfend: Werden Sie mir nicht auch noch vorschreiben, was ich essen soll VBismarck entgegnete : Dann muß ich zurücktreten." Ich nehme dies an," entgegnete der Kaiser. Sie können abtreten. Reichen Sie mir Ihr Abschiedsgesuch ein." Hierauf ging Bismarck, weigerte sich aber beharrlich, sein Abschiedsgesuch vor dem nächsten Tage einzureichen. -.- Ochiffönachrichten. Angekommen in: New Bork: Maryland" und Persian Monarch" von London, Wyoming" von Liverpool, Beendam" von Rotterdam. Bremerhaven: Kaiser WilHelm II." von New Aork. London. In Sicht : Dania" und Nevada" von New ?jork. Philadelphia: Ällinois" von Antwerpen. Hamburg: Moravia" von New Aork. tt Englands diplomatische Schlappe Der neue Vertreter Englands dein Sultan Muley Hassan von Marokko. Sir Charles Euan Smith, ein sehr tüchtiger und energischer Diplomat, kam mit sehr großen Plänen nach Fez. der Residenz des Sultans, hat oder mit langer Nase wieder abziehen müssen. Fez und Marokko unter englischem Cin ftnsse zu sehen, sich gegenüber von (8i braltar in den Besitz einer festen Position zu setzen, war von jeher ein Lieblingsgedanke Englands. Cs hätte damit die Schlüssel zum Mitelmcer in Han den gehabt. Der neue Gesandte Zührtk sich eigenthümlich in der Hauptstadt ein. Schon die Thatsache, daß er Frau. Tochter i! nd' oeren junge Freundin m i t nahm, sollte Vertrauen erwecken. Am 12. Mai in Fez angekommen, opferte er noch' vor der Audienz beim Sultan vor der Moschee des Heiligen Muley dris zwei junge Stiere. Dann ver langte er vom Sultan im Namen Gros!' britannienZ, daß er Ausländer seinen Gerichtshöfen beigeselle, den Europäern entgegen der Madrider Convention von 1880 dZt Erwerbung von Grundstücken gestatte, die Errichtung eines englischen Viceconsulats in Fez selbst ermögliche, außerdem abcr den Engländern die Concession für den Bau einer Telegraphenlinie von Tanger nach Mogador verleihe und die Besestigung einer englischen Militärstation bei Tanger gestatte. Tiefe mit echt englischer Bescheiden" heil vorgebrachten Forderungen sollten jedoch an der wachsamen Eifersucht der romanischen Mittel mcer - Mächte Frankreich?. Spaniens und Italiens scheitern, trotzdem Großbritannien sei ncm Verlangen durch Entsendung eini er Panzerschiffe 5! achdruck verlieh. Frankreich spielte einen statten Trumpf gegen Sir Charles' Spiel aus, indem es seinen besten Diplomaten in orientalischen Angelegenheiten, den Grasen d'Aubignn, nach Fez sandte und auch dessen Uehexredungsgabe durch Beihilfe einiger Panzerco'rvelten unterstützte. Welzr bedürfte es bei der. tiefen Äbneigung VZuley HassanZ gegen England Nicht, um denselben zum entschlossenen Widerstande gegen die englischen Forherungen zn ermuthigen. Nachdem Sir Charles dasVergcbkiche seiner Anstrengungen eingesehen hatt?, zog er es vor, d'n Schauplatz, vom boh Nischen Bedauern seines siegreichen Geg ners und dcx Pariser Presse begleitet, zu verlassen, Die letzte Scene seiner Gastrolle nahm einen theatralisch wirk samen Verlauf. Wie nnnlich ein? Londoner Depesche aus Tanger vom 22. Juli meldet, empfing der Sultan nach dem Angriff unbekannter Verschworenen auf die englische Gesandtschaft Sir Charles in größter Aufregung und erklärte diesem: Sie und Ihre Frau Gemahlin und Ihre Leute sind in Gefahr. Sie müf sen die Nacht im Palast zubringen. Sir Charles erwiderte: Mein Leben, ist in keiner Gefahr, denn ich bin in den Händen des Sultans." Der Letztere bemerkte: Ich bin machtkos. Sie zu schützen, wenn Sie nach hem Gesandtfchasishotel zurstcktehren. Ich bin sicher. Sie werden ermordet werden.Nubig erklärte Sir Charles: Vielleicht werde ich ermordet; vielleicht wird auch Vicekonsnl McLeod ermordet und di? ganze Gesandtschaft ,massalrirl, wenn der Sultan es gestattet. Ahs? ich kann versichern, daß dann eine andere, mit einem besseren Stäbe versehene britisch? Ge-andschast innerhalb eines Monats in Fez eintreffen wird. Ein, Sultan wird dann aber nichi in Fez sein. Trotz dieser klassischen Musteln'nach gebildelsn Sprache ließ sich der Sultan nicht dazu bewegen, den von, Gesandten entworfenen Vertrag mit England zu unterzeichnen. Auch ließ sich der Ge sandte nicht zum Bleiben bewegen und kehrte trotz der Proteste des SultanZ nach der Gesandtschaft zurück, doch nur, 'im seine Abreise, die demnächst erfolgte 'löslichst zu beschlemli2:., "
(Konzert ! H c ll t e Abend! ?:ehn,cn Sie die clcttriscken CarS und gehen
Lie nach Fairview Park Eine angenehme Jährt, ein schönes Conzert und vlcle andere Vergnügungen, wie Bootfahre, Schaukeln u. s. iv. Am Ireitag Ballonstcigen i Armstrong's Park Großes Picnic des Giivtner-Vereins am Donnerstag, den 28. Juli tn Knarzer's Grove. Für Getränke und Musik ist bestens gesorgt. Das Comite. Alle, die zum krummen Meyer kommen Werden immer freundlich aufgenommen, Gutes Bier, sowie den besten Wein Schenk' ich meinen werthen Gästen ein. Auch hab' ich früh und spat 'Nen guten Lunch parat. John H. Meyer, 391 Süd Ttlaware trotze. Ooeior üsorFö Lots's HomeSaloon. ü tn t übtet nd schattiger Sommergar ten. $n jeder Zeit offen. Ecke Michigan Ave. und Cruse Str., nale der tzome Brauerei. Bier der Home Brewing Co. ßet? an Zapf vom 2. JnU ad. P.Pfisterer, Verleihung von Geldern gegen hypo lhekarische Sicherheit. Leiter - Versicherung. Schiffs - Scheine von und nach Eurova. tXf Lonfutiriiche und notarielle Beglaubig unqcn werden prompt und zuverlässig besorgt. Voumacvlen wersen rrrsglttlg kusgeneut. O fice: No. 7 Ost Market Straße. Telephon W9. Die Goldfunde in Montana. Wenn der einstige Geschichtsschrciber des so großartige Möglichkeiten in sich bergenden jungfräulichen Staates Mon tana von der Entdeckung des Goldes daselbst sprechen will, dürste er sehr in Verlegenheit darüber sein, in welche Zeit er dieselbe verlegen soll. Denn schon jetzt, obwohl noch Viele von der alten Garde" persönlich befragt wer den' können, streitet man sich darüber. Vielcichl trägt gerade die akteGardedie Schuld hieran, da zu Viele darunter sind, von denen jeder selber der erste EntdeckerLewesen sein will. Von den Meisten, so auch wieder in einem neuerlichen Aufsatz eines Mo tanaer Blattes, werden die Goldfunde in Montana vom Anfang der 00er Jahre her datirt. was wenigstens be. züglich der praktischen Entwickelung dieser Industrie als richtig angenommen werden darf. Als einer der Ersten, die in jener Zeit Goldfelder fanden, wird P. MAdow angeführt: derselbe konnte aber an der Mündung des Gold Ereet nicht genug von dem gefchähten gelben Metall finden, als daß' er Lust hatte, in dieser Nichlung weiterzuforschen; wäre er zwei bis vier Meilen den Ereek auf warts gegangen, so hätte seine Partie mehr von diesem Stoff gefunden, als sie hätte forttragen können. CavitZn Bonnemlle. ein Officier der Bundesarmee. der sich zur Zeit auf einem langen Urlaub befand, machte 1869 -'09 eine lässige Forschungstour durch das heutige Montana, zunächst um den Indianern Pelze abzukaufen und sich auch dem Fallenstellen auf eigene Hand etwas zu widmen. Am HellGate.Fluß mußte die Partie etwa zwei Tbochen rasten, weil die Pferde der Weißen zu fehx abgetrieben waren, und eines Tages ging einer von Bonnevilles Gefährten mit einem Flathead-Jndianer auf die Jagd und blieb zwei Tage aus. Bei der Rückkehr zeigte er Proben von Gologcstein vor, die er gefunden, wäh, rend der Indianer einen Plötz für ei Nachtlager auswählte, und die eine große Aufregung hervorriefen. Die ganze Partie brach am anderen Tage nach jener Gegend aui aber merkmür digerweise konnte sich Bonnevilles Ge. fährte absolut nickt mehr zurechtfinden. während der Indianer mürrisch alle Unkerstühung dabei verweigerte. So mußte denn die Gesellschaft mit wäsirigcm Munde wieder abziehen. Wahrscheinlich aber füllt die erste Entdeckung von Gold in Montana durch Weiße in eine viel früüere Zeit. 1804 stellten Lewis und Elarke ihre üben teuerlichen Forschungen in jenen Ge gendcn a. und auch sie scheinen etwas von Goldlagern gewußt und es sür sich beh.U!en zu haben. Von wie Vielel ann nan wohl dasselbe sagen?
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